Heute ist es mir eine besondere Ehre, einen Gastbeitrag hier zu präsentieren. Und zwar von keinem Unbekannten in der Blogozese, sondern jobo72 , er auf seinem eigenen Weblog nun schon seit einiger Zeit sehr interessante Beträge zu philosophischen Themen bietet und mit sehr lesenswerten Beiträgen diesen Weblog in der Vergangenheit bereicherte. Aber genug der Vorrede, steigen wir gleich ein:
Lebensschutz. Moraltheoretische Bemerkungen
von Josef Bordat
In „Ethik für heute“, meinem neuen Buch, das (hoffentlich!) bald erscheinen wird, vertrete ich eine christliche Lebensschutzethik, die den (konsequentialistisch belasteten) Begriff der Verantwortung angesichts der großen Herausforderungen des 21. Jh. zu rehabilitieren versucht; der Untertitel lautet: Moraltheoretische Überlegungen zu Terrorismus, Menschenrechten und Klimawandel. Dazu hier einige thesenartige Gedanken mit Verweisen auf weiterführende Texte im Netz. Vgl. zum Begriff „Verantwortung“.
I.
Anthropologischer Ausgangspunkt der Ethik des Lebensschutzes ist das christliche Menschenbild. Kerngedanke des christlichen Menschenbildes ist die Geschöpflichkeit des Menschen im Bilde und nach dem Bilde Gottes. Die Gottebenbildlichkeit ist in einer analogia relationalis gegeben. In der Folge von Gen 1, 26 spiegelt sich die innertrinitarische Bezogenheit Gottes in der Bezogenheit des Schöpfers zum Geschöpf, sie äußert sich in der Beziehung Gottes zum Menschen. Ferner ist der Mensch als geschaffenes Ebenbild Gottes von seinem Ursprung, seinem Wesen und seiner Zielbestimmung her nicht eigenbestimmt, seine Würde ist eine dignitas aliena, eine „fremde Würde“. Die Würde des Menschen kommt als „fremde Würde“ von Gott, sie ist das „Echo“ auf die Gottebenbildlichkeit (Honnefelder). Die Unantastbarkeit der Würde hat damit einen „Preis“: Die Bindung des Menschen an Gott. Daraus erwächst seine „Verantwortung vor Gott“, auf die in der Präambel unseres Grundgesetzes verwiesen wird. Vgl. zum christlichen Menschenbild: Das Christliche Menschenbild - eine ganz kurze Einführung
II.
Ihrem Wesen nach ist die Lebensschutzethik universalistisch, absolutistisch, gesinnungs- oder haltungsorientiert und prinzipienbezogen. Sie kennt ewige, absolute Werte bzw. Wertmaßstäbe. Das rückt sie begründungstheoretisch in die Nähe des Pflichtansatzes deontologischer Modelle (Kant). Das bedeutet, das sich Lebensschutzethik grundsätzlich gegen situative, relativistische, folgen- bzw. nutzenorientierte und zweckbezogene Abwägungen richtet, wie sie den teleologischen Modellen eignen (Utilitarismus). Der einzige Fall, in dem m. A. n. konsequentialitische Argumente verfangen, sind „Leben-gegen-Leben“-Dilemmata mit dramatischem Ausmaß. Vgl. zur Begründungstheorie
III.
Aus dem christlichen Menschbild und der begründungstheoretischen Verortung wird klar:
1. Beim Lebensschutz geht es primär um menschliches Leben.
Was ist „menschliches Leben“? Diese Frage klingt trivial, birgt aber die Spannung der Ursprungsdebatte. Fest steht: Es gibt, philosophisch betrachtet, keinen sinnvolleren Ursprungszeitpunkt als den Ursprung selbst – und der liegt nun einmal in der Zeugung. Alle anderen Zeitpunkte sind willkürliche Fristenlösungen, die auch anderes liegen könnten, ohne Verschlechterung der Argumentationslage. Wir wissen, dass der gerade gezeugte Mensch alles hat, was es braucht, um ein Mensch zu werden, und der Mensch hat alles, um Person zu werden. Der Mensch/die Person ist von Beginn an in potentia angelegt. Daher sollten wir das menschliche Lebewesen von Anfang an zuerst und vor allem als eine „potentielle Person“ betrachten, die im moraltheoretischen Kontext wie eine Person mit unbedingtem Lebensrecht zu behandeln ist, was eine Ausweitung des Lebensschutzes auf das ungeborene menschliche Leben zwingend macht. So sieht es die katholische Morallehre, so sieht es unser Grundgesetz. Das „Recht auf Leben wird jedem gewährleistet, der ,lebt’; zwischen einzelnen Abschnitten des sich entwickelnden Lebens vor der Geburt oder zwischen ungeborenem und geborenem Leben kann hier kein Unterschied gemacht werden“ (Urteil des BVerfG vom 25.02.1975, AZ 1 BvF 1/74 u.a. [BVerfGE 39, 1, veröffentlicht in: NJW 1975, 573]), denn das Grundgesetz enthalte keine „dem Entwicklungsprozess der Schwangerschaft folgenden Abstufungen des Lebensrechts“ (Urteil des BVerfG vom 28.05.1993, AZ 2 BvF 2/90 u.a. [BVerfGE 88, 203, veröffentlicht in: NJW 1993, 1751]). Vgl. Würdebegriff des Grundgesetzes
Warum „nur“ menschliches Leben? Das Menschenbild der abbildlichen Geschöpflichkeit des Menschen erhebt ihn ob seines engen Verhältnisses zum Schöpfer-Gott aus der Natur, weil es ihn mit Geist und Geschichtlichkeit begnadet sieht. Der Mensch hat Vernunft, das Tier und die Pflanze nicht. Damit wird der Mensch zum Herrscher über die (nicht-humane) Natur. Es gilt in diesem Kontext darauf hinzuweisen, dass eine Missinterpretation des schöpfungstheologischen Bildes der „Krone“ vorliegt, wenn man daraus eine uneingeschränkte, möglicherweise gar willkürliche Herrschaft ableiten will. Vielmehr ist „Krone“ ein Symbol für die Pflicht zu einer verantwortlichen Sicht auf die Mitgeschöpfe, ohne dabei die nicht bloß graduellen (wie etwa vom „evolutionären Humanismus“ behauptet), sondern prinzipiellen Unterschiede zwischen Mensch und Tier zu verwischen. Wenn wir uns also in einer „Demokratie von Mitgeschöpfen“ (Whitehead) sehen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass diese nicht zur Anarchie gerät oder, weit schlimmer, zur Öko-Diktatur, die das unterdrückt, was sie zu schützen vorgibt: Leben. Es braucht vielmehr neue Tugenden, die „biophile und ökologische Grundhaltungen“ ansprechen – „Lebensförderlichkeit, Friedensbereitschaft, Schonung im Umgang mit der Natur, Rücksichtnahme auf die Interessen künftiger Generationen sowie Zivilcourage und Wahrhaftigkeit“ – und damit „Antwortmöglichkeiten auf die Herausforderungen der Zukunft bereitstellen“ (Schockenhoff). Vgl. zur Frage des „Speziesismus“: Personen, Menschen,Tiere - oder wer hat das Recht, Rechte zu haben?
2. Beim Lebensschutz geht es auf der Grundlage der Achtung der menschlichen Würde um den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens.
Das menschliche Leben ist heilig, und daher zu achten und zu schützen – unabhängig von seinen konkreten Ausprägungen. Was bedeutet das? Und was bedeutet es nicht? Wofür und wogegen richtet sich Lebensschutz? Lebensschützer sind gegen Embryonen verbrauchende Forschung, Abtreibung, Sterbehilfe, Folter, Todesstrafe, Krieg und Umweltzerstörung. Sie sind für Frieden, die Bewahrung der Schöpfung, angemessene Arbeitsbedingungen, gerechte Verfahren in Justiz und Verwaltung sowie eine lebensförderliche Forschung.
IV.
Aus der Lebensschutzethik erwachsen, wie aus jeder anderen Ethik auch, moraltheoretische Probleme. Im Zentrum stehen das „Würde-gegen-Leben“- und das „Leben-gegen-Leben“-Dilemma. Beim Lebensschutz gibt es nichts zu „verrechnen“. Dennoch sehen wir uns mit Dilemmasituationen konfrontiert, in denen wir genau dazu gezwungen sind. Ich kenne die Warnungen vor einer konsequentialistischen Bilanzierung, wie sie etwa Robert Spaemann ausspricht („Die schlechte Lehre vom guten Zweck“), ich schätze sie und nehme sie sehr ernst. Vor allen Dingen die Ermahnung, Moral und Heil nicht zu verwechseln, und dementsprechend auch nicht ihre Resonanzkörper - philosophische Ethik und Geschichtsphilosophie. Nur: Es kann Situationen geben, in denen a) eine Entscheidung unvermeidbar ist (Trolly-Dilemma) und deswegen b) de facto abgewogen wird, sowohl beim Handeln als auch beim Unterlassen (wo auch die kluge spaemannsche Unterscheidung zwischen Handeln und Unterlassen nicht mehr verfängt, weil die Unterlassung unmittelbar wie eine Handlung wirkt). Hier ist die Frage, ob es wirklich gut im Sinne des Lebensschutzes ist, durch Unterlassen mehr Menschen in den Tod zu schicken als durch Handeln zu töten.
1. „Würde-gegen-Leben“
Gibt es Umstände, deren Würderelevanz derart ist, dass eine prinzipielle Erhaltung der Umstände durch Lebensschutz auf eine Würdeverletzung hinausläuft? Wenn sich menschliches Leben in der Biologie des Körpers erschöpft und zudem ein autonomistisches Würdeverständnis vorliegt – sicherlich. Wer jedoch den Transzendenzbezug des Lebens ernst nimmt und ein heteronomistisches (hier: theonomistisches) Würdeverständnis hat (wie die Mütter und Väter des Grundgesetzes), kann auch in dramatischen Lebensumständen, etwa schwere Krankheiten, keine Würdeverletzung erkennen, die durch Lebensschutz prolongiert würde. Sterbehilfe ist daher mit Lebensschutz nicht zu vereinbaren.
2. „Leben-gegen-Leben“
Ich möchte kurz zwei Problemfälle vorstellen, bei denen ich aus dem gleichen Lebensschutzgedanken heraus zu unterschiedlichen Konsequenzen neige.
Das erste Problem ist die Folter zur Rettung von Menschenleben. Diese „Rettungsfolter“ wird heiß diskutiert. Unstreitig zwischen den Teilnehmern der Debatte ist wohl nur, dass es sowohl im Bereich der Würde des Menschen liegt, nicht gefoltert zu werden, als auch nicht in einem Kellerraum oder Erdloch zu verdursten (als Entführungsopfer) oder von einem Sprengsatz zerrissen zu werden (als Terroropfer). Genau durch diese Einsicht ergibt sich ja das konfliktträchtige Dilemma. Es gibt verschiedene Gründe, trotz allem gegen Folter zu sein. Ich sehe vor allem zwei. Der erste Grund liegt in der Würdeverletzung durch Folter, die dem Prinzip der Achtung der Würde widerspricht, das schwerer wiegt als das Prinzip des Schutzes der Würde. Grundlage ist hier das autonomistische Menschenbild. Authentizität und Identität werden zur Richtschnur der Würde. Paul Tiedemann etwa bestimmt den Sachverhalt der Würdeverletzung als Eingriff in die personale Integrität, der geeignet ist, die „Authentizität und Identität [der Person] [zu] gefährden, ein[zu]schränken oder [zu] vernichten“. Tiedemann nennt seinen Ansatz „Identitätstheorie der Menschenwürde“. Wir sind es, die 1. „Ursprung unseres Willens und unserer Handlungen“ sind, das ist die Authentizität, und wir entwickeln 2. aus der Summe der authentischen Entscheidungen unsere Identität. Ist eines von beidem nicht möglich, so ist unsere Würde verletzt. Ferner macht er Würde an der Fähigkeit zum „inneren Dialog“ fest: Wird uns die Reflexionsmöglichkeit genommen, durch den rechtlichen Rahmen, also durch staatliche Unterdrückung, oder auch die faktische Lebensbedingungen, denen wir unterworfen und die geeignet sind, unsere Aufmerksamkeit zu kanalisieren (etwa im Falle von andauerndem Hunger), dann wird unsere Würde verletzt. Ganz besonders ist dies der Fall, wenn die Schmerzen und die Angst, die durch Folter erzeugt werden, unsere Gedanken binden. Wer gefoltert wird, kann keine moralischen Entscheidungen mehr treffen, weil er überhaupt keine Entscheidungen mehr treffen kann, die irgendetwas mit seiner Person (seinem Wollen und Wesen) zu tun haben. Das ist des Menschen unwürdig.
Diese Argumentation verbleibt auf der Ebene der Würde des Täters, ohne das Opfer zu berücksichtigen. Damit wird das „Leben-gegen-Leben“-Dilemma umgangen. Der zweite Grund, der dieses Dilemma annimmt, setzt auf die pragmatische Analyse der Erfolgsaussichten der Folter. Hier wird jener Unterschied zwischen „Handeln“ und „Unterlassen“, auf den Robert Spaemann verweist, relevant. Grundsätzlich sind Unterlassungsfolgen schlechter prognostizierbar als Handlungsfolgen. Man kann sehr genau sagen, was mit dem Täter passiert, wenn er gefoltert (wenn also „gehandelt“) wird, nämlich, dass der Staat dessen Würde verletzt, also seiner Achtungsverpflichtung nicht nachkommt. Man kann aber nicht genau sagen, was mit dem Opfer passiert, wenn es unterlassen wird, den Täter zu foltern. Es kann sich jederzeit eine neue Lage ergeben, in der die staatliche Gewalt zum Schutz des Opfers befähigt wird, ohne gefoltert zu haben, sei es, dass der Täter „freiwillig“ einknickt und aussagt, sei es, dass sich das Opfer befreien kann oder dass es im Rahmen der „herkömmlichen“ Polizeiarbeit gefunden wird. Mehr noch: Man kann nicht einmal sagen, was mit dem Opfer passiert, wenn der Täter gefoltert wird, denn der Erfolg der Folter des Täters mit Blick auf die Lage des Opfers ist sehr ungewiss. Dass dieses Argument so wenig Beachtung findet, verwundert sehr, weiß man doch seit Friedrich von Spees „Cautio criminalis“ (1631), dass Folter schon allein aufgrund der zweifelhaften Aussichten auf Erfolg abzulehnen ist, also wegen der zum Zeitpunkt der Folter nicht beantwortbaren Frage, ob man durch sie wirklich der Wahrheit näher kommt. Spee hält Folter zwar auch für moralisch verwerflich, doch zunächst für juristisch untauglich, weil sie in der Rechtspraxis zur fehlerhaften Beweisaufnahme führe. Dem Lebensschutz ist damit nicht gedient.
Das zweite Problem ist weitaus schwieriger. Ich denke an die Frage, ob es gerechtfertigt sein könnte, einen Krieg zu führen, um Menschenleben zu schützen bzw. zu retten. Dieses Thema ist als „humanitäre Intervention“ bekannt und seit der „Nicht-Intervention“ in Ruanda (1994) viel diskutiert worden. Die Literatur dazu ist längst unüberschaubar. Ich komme in dieser Frage zu einer sehr vorsichtig bejahenden Antwort für „Leben-gegen-Leben“-Dilemmata mit dramatischem Ausmaß. Ich verlasse damit – dessen bin ich mir bewusst – den geraden Weg der deontologischen Moraltheorie. Ich kann das hier nicht im Einzelnen darstellen. Vgl. dazu die folgende ausführliche historisch-systematische Abhandlung: Gerechter Krieg
V.
Zwei Schlussbemerkungen zu dem, was Lebensschutz nicht ist.
1. Lebensschutz ist kein Mittel zum Zweck
Lebensschutz ist Selbstzweck, weil das Leben eine Würde in sich trägt, die zu achten oberstes Prinzip jedes menschlichen Handelns ist. Die Lebensschutzethik dient dem Lebenserhalt und damit der bedeutendsten Ausprägung der Würde: der Möglichkeit, Würde zu erfahren und in die Welt zu strahlen, also: zu leben. Das gilt für alle Menschen aller Kulturen, Religionen und Rassen. Es geht nicht um den Fortbestand irgendwelcher Völker. Die katholische Morallehre und das katholische Naturrecht, die der Lebensschutzethik im Rücken stehen, sind in der klassischen Ausrichtung seit Thomas von Aquin am Menschen und nicht am Volk orientiert und zudem von einem Universalismus getragen, der jedem Partikularismus zuwider läuft.
2. Lebensschutz ist nicht engstirnig auf die „letzte Meile“ fixiert
Lebensschutz darf nicht auf den unmittelbaren Schutz menschlichen Lebens beschränkt bleiben (Lebensschutz 1. Ordnung), sondern muss sich darum kümmern, dass die Bedingungen für den Schutz menschlichen Lebens, vor allem für die Möglichkeit des Selbstschutzes, besser werden (Lebensschutz 2. Ordnung oder Meta-Lebensschutz). Dazu gehört, auf allen Ebenen die Würde des Menschen ins Zentrum zu stellen und alle sozialen, ökonomischen und politischen Maßnahmen daran auszurichten. Alles andere würde zu Recht als Heuchelei empfunden.
Bleibt mir zum Schluss, Dir, lieber Phil, ein großes „Danke schön!“ auszusprechen, für die Möglichkeit, in Deinem Blog ein paar Gedanken zum Lebensschutz zusammengefasst vorzustellen.
Donnerstag, Oktober 01, 2009
Montag, September 28, 2009
Schreiben an die Amadeu Antonio Stiftung.
Da ich vor kurzem über Mail meine virtuelle Unterschrift unter diesen Brief gab und da ich ihn vollständig unterstütze, fehlt quasi nur noch eine Verlinkung auf meinem Weblog.
Der Kommentar über Twitter seitens der Stiftung ist hoffentlich nur ein Zeichen dafür, daß der "Twitterer" nicht der ViSdP ist. Wie schon andere gesagt haben, ist es das allerletzte, nachdem (wie schon vorher gesagt, zugegebenermaßen nur wenige) Gegendemonstranten bei Frau Fuchs "Abtreibung" brüllten und nachdem eine an PAS leidende Frau verhöhnt wurde aufgrund eines übrigens sehr höflichen Briefes von "Lebensschutztrollen" zu sprechen. Es ist einfach erbärmlich und wenn der Mensch hinter diesen Tasten wirklich für den virtuellen Auftritt der Stiftung verantwortlich ist, sollte man schnell über eine Neubesetzung der Stelle nachdenken. Dasselbe läßt sich über die Seite "Mut gegen rechte Gewalt" sagen.
Als Menschenfreund muß ich einfach kotzen, wenn der ohnehin zum Trademark verkommene "Kampf gegen Rechts" gegen alles verwendet wird, was den feinen Herrn Gutmenschen nicht in den Kram paßt.
Da ich vor kurzem über Mail meine virtuelle Unterschrift unter diesen Brief gab und da ich ihn vollständig unterstütze, fehlt quasi nur noch eine Verlinkung auf meinem Weblog.
Der Kommentar über Twitter seitens der Stiftung ist hoffentlich nur ein Zeichen dafür, daß der "Twitterer" nicht der ViSdP ist. Wie schon andere gesagt haben, ist es das allerletzte, nachdem (wie schon vorher gesagt, zugegebenermaßen nur wenige) Gegendemonstranten bei Frau Fuchs "Abtreibung" brüllten und nachdem eine an PAS leidende Frau verhöhnt wurde aufgrund eines übrigens sehr höflichen Briefes von "Lebensschutztrollen" zu sprechen. Es ist einfach erbärmlich und wenn der Mensch hinter diesen Tasten wirklich für den virtuellen Auftritt der Stiftung verantwortlich ist, sollte man schnell über eine Neubesetzung der Stelle nachdenken. Dasselbe läßt sich über die Seite "Mut gegen rechte Gewalt" sagen.
Als Menschenfreund muß ich einfach kotzen, wenn der ohnehin zum Trademark verkommene "Kampf gegen Rechts" gegen alles verwendet wird, was den feinen Herrn Gutmenschen nicht in den Kram paßt.
@jobo72
Josef Bordat sagte in meinem Post vor einigen Tagen über den Marsch für das Leben einiges, daß nicht so einfach im Nirvana der Kommentare verschwinden sollten. Ich werde sie hier nochmal zitieren:
jobo, auch von mir vielen Dank für die Kommentare. Ich wollte noch was dazu und noch etwas weiterführendes sagen, aber Kommentare sind in ihrer Länge limitiert. Und da mir schonmal Logorroeh vorgeworfen wurde, wird das hier auch wieder lang.
ad 1.) "Wie sieht jemand aus, der das Kreuz zu tragen verdient?" Hier sprichst Du indirekt einen Punkt an, der mich immer wieder bewegt und mir, wenn ich ehrlich bin, auch ein wenig zu schaffen macht. Nun muß ich zugeben, daß ich nicht gerade Mister Fashion sense bin und durch meine bewegte musikalische Vergangenheit (als Musikfan) durchaus zu nicht gerade "konservativ" aussehender Montur neige. Sagen wir es simpler: Ja, ich habe eine prollige Militärhose, ich besitze Springerstiefel mit 20 Löchern und ich besitze (aus alten Tagen) noch eine Hose mit Ketten und Riemen dran. Das ist meine Gabber-Hose. Das ist jetzt mir auch alles zu extrem und selbst als ich noch die Hosen / Springerstiefel mochte, bemühte ich mich, meine schwarze Pracht nicht beim Kirchgang anzuziehen.
Aber auch jetzt fühle ich mich so wie ich bin trotz aller Ansichten, die man teilt, nicht wohl unter konservativen Christen. Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich. Vielleicht sind es eigene Komplexe, aber ich denke immer, daß ich in katholischen Kreisen eher der Botschafter aus der Welt der prolligen Physiknerds bin. Willkommen, aber ein Gast. Wenn ich also mit in der christlichen Menge das weiße Kreuz trage - gehöre ich dann zu meinen Glaubensbrüdern? (bewußt paradox formuliert) Ich war deshalb erleichtert, als ich am Ende des Weges einen Katholiken mit einem Longsleeve zu Ehren des Bezirkes Wedding sah. Ein Longsleeve, daß ich mir auch holen werde, übrigens :)
ad 2.) hier sprichst Du einen wichtigen Punkt an, auch wenn ich gestehen muß (und hoffentlich nicht als rechts damit gelte), daß es mir Sorgen macht, wie dünn gesäht die Nachkommenschaft dieses Landes sein wird. Aber das steht auf einem anderen Blatt und hat, wenn man sich dem Thema "Lebensschutz" widmet, nichts verloren. Hier geht es nämlich nicht darum, ein "deutsches deutschland" zu erhalten und auch nicht darum, für den Nachwuchs des Christentums zu sorgen - es geht um Menschen, die sich nicht nur nicht wehren können, sondern denen das Leben und Menschsein selbst abgesprochen wird.
Oft wird auch von rechten Kreisen Sorge darüber geäußert, daß dieses Land langsam muslimisch wird, weil (mal blöd gesagt) die Deutschen halt abtreiben. Wie weiter oben gesagt, macht es mir auch Sorgen, wie die Geburtenraten zurückgehen, aber wir Christen sollten doch nach 2000 Jahren Kirchengeschichte, nach Missionaren wie Franz Xaver Rene Goupil, daß es noch andere Wege gibt, eine christliche Kultur zu fördern, zu verbreiten und zu erhalten als Kinder in die Welt zu setzen.
Noch ein Punkt zum Nazi-Vorwurf: John Zmirak weist in seinem Buch "The Bad catholics guid to wine, whiskey and song" darauf hin, daß (hier versteht mich bitte nicht falsch und vor allem laßt mich ausreden) manche Christen zu einer einseitigen Versteifung auf das Drama Abtreibung neigen. Abtreibung ist ein Problem, und da es so scheint, als gehörten wir im Augenblick zu den wenigen, die wissen, was Abtreibung heißt (nämlich Mord), ist es auch eines der größten Probleme dieser Welt - aber eben nicht das einzige! Und wenn kath.net dem Kardinal Cañizares in den Mund legt, er fände Abtreibung schlimmer als Kindesmißbrauch (wobei er vllt etwas ungeschickt, aber völlig korrekt sagte, daß das nicht zu vergleichen sei), dann kann man vestehen, daß hier Leuten die Sicherungen durchbrennen können. Selbst ich war damals als noch recht junger Katholik verwirrt, als ein Freund von mir, auf meinen Einwand gegen George Bush (ich halte nicht viel von Leuten, die derart viele Todesurteile unterschreiben) meinte "Ja, aber das sind wenige im Vergleich zu den Leben, die er durch seine Abtreibungspolitik gerettet hat". Leben sind nicht gegeneinander aufzurechnen. Ich denke sogar, daß wir uns hier dem Herz des Lebensschutzes nähern: Leben ist IMMER lebenswert. Es ist egal, ob jemand ein guter oder schlechter mensch ist, ob er alt oder jung ist, oder eben noch gar nicht geboren.
Wie gesagt: Ich denke nicht nur, daß die Abtreibung ein großes Problem ist, die Abtreibungspolitik, die Verharmlosung des Abtreibungsaktes und das Alleinlassen der Frauen mit PAS ist die himmelschreiende Sünde unserer Zeit und neben der Euthanasie das grausamste Indiz für die Kultur des Todes. Nur darf bei allem, was man sagt, nie der Eindruck aufkommen, man wolle Abtreibungen gegen andere Schandtaten aufrechnen.
1.) Als die Kreuze verteilt wurden, blickte mir die junge Dame, die diese Aufgabe übernommen hatte, sehr lange prüfend in die Augen. Das empfand ich als etwas, nun ja, unangenehm. Und es brachte mich zu dem Gedanken: Wie sieht jemand aus, der das Kreuz zu tragen verdient? Hätte Jesus ein Kreuz von ihr bekommen? Klar, ich weiß, die „Vertrauensprüfung“ entspringt einem gesunden Sinn für Realität. Dennoch: Ich fand’s unangenehm.
2.) Als Lebensschützer sieht man sich oft mit dem Vorwurf konfrontiert, ein „Nazi“ zu sein (Frauenfeind ja sowieso – das ergibt sich schon aus der Kirchenmitgliedschaft). Das ist mir sehr unverständlich, weil ja die NS-Ideologie geradezu das Gegenteil von Lebensschutz bedeutet und Lebensschutz das Gegenteil von NS-Ideologie. Ich will diesen unvernünftigen Vorwurf auch nicht gestelzt zu rationalisieren versuchen. Ich könnte mir aber vorstellen, wie es zu diesem Missverständnis kommt: Menschen, die meinen mit NS-Ideologie könne man Probleme des 21. Jahrhunderts lösen, argumentieren oft aus der Perspektive der Bevölkerungsentwicklung gegen Abtreibung. Sie teilen damit das Anliegen des christlichen Lebensschutzes, nicht aber das Argument für dieses Anliegen. Denn die Bevölkerungsentwicklung hat uns als christliche Lebensschützer nicht zu interessieren.
jobo, auch von mir vielen Dank für die Kommentare. Ich wollte noch was dazu und noch etwas weiterführendes sagen, aber Kommentare sind in ihrer Länge limitiert. Und da mir schonmal Logorroeh vorgeworfen wurde, wird das hier auch wieder lang.
ad 1.) "Wie sieht jemand aus, der das Kreuz zu tragen verdient?" Hier sprichst Du indirekt einen Punkt an, der mich immer wieder bewegt und mir, wenn ich ehrlich bin, auch ein wenig zu schaffen macht. Nun muß ich zugeben, daß ich nicht gerade Mister Fashion sense bin und durch meine bewegte musikalische Vergangenheit (als Musikfan) durchaus zu nicht gerade "konservativ" aussehender Montur neige. Sagen wir es simpler: Ja, ich habe eine prollige Militärhose, ich besitze Springerstiefel mit 20 Löchern und ich besitze (aus alten Tagen) noch eine Hose mit Ketten und Riemen dran. Das ist meine Gabber-Hose. Das ist jetzt mir auch alles zu extrem und selbst als ich noch die Hosen / Springerstiefel mochte, bemühte ich mich, meine schwarze Pracht nicht beim Kirchgang anzuziehen.
Aber auch jetzt fühle ich mich so wie ich bin trotz aller Ansichten, die man teilt, nicht wohl unter konservativen Christen. Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich. Vielleicht sind es eigene Komplexe, aber ich denke immer, daß ich in katholischen Kreisen eher der Botschafter aus der Welt der prolligen Physiknerds bin. Willkommen, aber ein Gast. Wenn ich also mit in der christlichen Menge das weiße Kreuz trage - gehöre ich dann zu meinen Glaubensbrüdern? (bewußt paradox formuliert) Ich war deshalb erleichtert, als ich am Ende des Weges einen Katholiken mit einem Longsleeve zu Ehren des Bezirkes Wedding sah. Ein Longsleeve, daß ich mir auch holen werde, übrigens :)
ad 2.) hier sprichst Du einen wichtigen Punkt an, auch wenn ich gestehen muß (und hoffentlich nicht als rechts damit gelte), daß es mir Sorgen macht, wie dünn gesäht die Nachkommenschaft dieses Landes sein wird. Aber das steht auf einem anderen Blatt und hat, wenn man sich dem Thema "Lebensschutz" widmet, nichts verloren. Hier geht es nämlich nicht darum, ein "deutsches deutschland" zu erhalten und auch nicht darum, für den Nachwuchs des Christentums zu sorgen - es geht um Menschen, die sich nicht nur nicht wehren können, sondern denen das Leben und Menschsein selbst abgesprochen wird.
Oft wird auch von rechten Kreisen Sorge darüber geäußert, daß dieses Land langsam muslimisch wird, weil (mal blöd gesagt) die Deutschen halt abtreiben. Wie weiter oben gesagt, macht es mir auch Sorgen, wie die Geburtenraten zurückgehen, aber wir Christen sollten doch nach 2000 Jahren Kirchengeschichte, nach Missionaren wie Franz Xaver Rene Goupil, daß es noch andere Wege gibt, eine christliche Kultur zu fördern, zu verbreiten und zu erhalten als Kinder in die Welt zu setzen.
Noch ein Punkt zum Nazi-Vorwurf: John Zmirak weist in seinem Buch "The Bad catholics guid to wine, whiskey and song" darauf hin, daß (hier versteht mich bitte nicht falsch und vor allem laßt mich ausreden) manche Christen zu einer einseitigen Versteifung auf das Drama Abtreibung neigen. Abtreibung ist ein Problem, und da es so scheint, als gehörten wir im Augenblick zu den wenigen, die wissen, was Abtreibung heißt (nämlich Mord), ist es auch eines der größten Probleme dieser Welt - aber eben nicht das einzige! Und wenn kath.net dem Kardinal Cañizares in den Mund legt, er fände Abtreibung schlimmer als Kindesmißbrauch (wobei er vllt etwas ungeschickt, aber völlig korrekt sagte, daß das nicht zu vergleichen sei), dann kann man vestehen, daß hier Leuten die Sicherungen durchbrennen können. Selbst ich war damals als noch recht junger Katholik verwirrt, als ein Freund von mir, auf meinen Einwand gegen George Bush (ich halte nicht viel von Leuten, die derart viele Todesurteile unterschreiben) meinte "Ja, aber das sind wenige im Vergleich zu den Leben, die er durch seine Abtreibungspolitik gerettet hat". Leben sind nicht gegeneinander aufzurechnen. Ich denke sogar, daß wir uns hier dem Herz des Lebensschutzes nähern: Leben ist IMMER lebenswert. Es ist egal, ob jemand ein guter oder schlechter mensch ist, ob er alt oder jung ist, oder eben noch gar nicht geboren.
Wie gesagt: Ich denke nicht nur, daß die Abtreibung ein großes Problem ist, die Abtreibungspolitik, die Verharmlosung des Abtreibungsaktes und das Alleinlassen der Frauen mit PAS ist die himmelschreiende Sünde unserer Zeit und neben der Euthanasie das grausamste Indiz für die Kultur des Todes. Nur darf bei allem, was man sagt, nie der Eindruck aufkommen, man wolle Abtreibungen gegen andere Schandtaten aufrechnen.
Sonntag, September 27, 2009
Marsch für das Leben - Nachtrag
Nur eine Anmerkung zu dem gestern geschriebenem Post über den Marsch für das Leben:
Ich habe geschrieben, daß bei dem Marsch selbst in meiner Umgebung sich wenig schlimmes tat. Ich möchte das NICHT so verstanden haben, als wäre generell wenig passiert. Neben dem schon erwähnten Verhalten bei der Kundgebung, was einfach widerlich gegenüber Frau Fuchs und der zweiten Dame war, wurden Kreuze in die Spree geworfen, einige nackte Lesben machten sich in der Öffentlichkeit zum Idioten (zur Idiotin) und in einer Kirche wurde mit Eiern geworfen. Diese drei Sachen habe ich nicht mitbekommen, habe das jedoch nun mitbekommen. Falls also der letzte Beitrag gegenüber den Gegendemonstranten für manchen Leser zu freundlich klang, sei dieser Eindruck hier korrigiert: Wie immer haben Linksfaschisten in boshaft-dummer weise gezeigt, wassie unter Toleranz und Menschlichkeit verstehen: Uniformität mit ihrer Meinung.
Eine ganz andere Frage ist, warum überhaupt Homosexuelle mit gegen Abtreibung demonstrieren. Sollte doch eher selten passieren, daß eine Lesbe aus Versehen schwanger wird, oder?
Ich habe geschrieben, daß bei dem Marsch selbst in meiner Umgebung sich wenig schlimmes tat. Ich möchte das NICHT so verstanden haben, als wäre generell wenig passiert. Neben dem schon erwähnten Verhalten bei der Kundgebung, was einfach widerlich gegenüber Frau Fuchs und der zweiten Dame war, wurden Kreuze in die Spree geworfen, einige nackte Lesben machten sich in der Öffentlichkeit zum Idioten (zur Idiotin) und in einer Kirche wurde mit Eiern geworfen. Diese drei Sachen habe ich nicht mitbekommen, habe das jedoch nun mitbekommen. Falls also der letzte Beitrag gegenüber den Gegendemonstranten für manchen Leser zu freundlich klang, sei dieser Eindruck hier korrigiert: Wie immer haben Linksfaschisten in boshaft-dummer weise gezeigt, wassie unter Toleranz und Menschlichkeit verstehen: Uniformität mit ihrer Meinung.
Eine ganz andere Frage ist, warum überhaupt Homosexuelle mit gegen Abtreibung demonstrieren. Sollte doch eher selten passieren, daß eine Lesbe aus Versehen schwanger wird, oder?
Samstag, September 26, 2009
Marsch für das Leben

Heute bin ich den Marsch für das Leben mitgelaufen. Ich muß sagen, daß ich glücklich bin, meinen Hintern hochbekommen zu haben und weder die Lauheit noch die Feigheit obsiegen ließ.
Schon zu Beginn, bei der Kundgebung wurde versucht, durch Lärm vom Programm abzulenken. Das hat an einigen Stellen sehr widerliche Züge angenommen, so zum Beispiel, als eine schwerbehinderte Sportlerin (ja, mein Namensgedächtnis ist nicht das beste) über Lebensschutz sprach, daß hier von (wie man fairerweise sagen muß, wenigen) Abtreibungsrufe laut wurden; hier schrammt man wirklich nicht mehr nur knapp an der Eugenik vorbei, man bekennt sich dazu. Wie schon Tiberius schreibt, war ein weiterer widerlicher Moment, als eine Frau den Tränen nahe über das PAS sprach. Generell war es ziemlich subversiv, wie sich die Gegendemonstranten unter das christliche Volk mischten.
Nach solchen Momenten befürchtete ich schon schlimmes auf dem kommenden Schweigemarsch, aber hier sei es der Polizei gedankt, daß zumindest meine Wenigkeit relativ ungestört laufen konnte. Sicher, man hörte die üblichen Sprechchöre, Trillerpfeifen etc., wodurch ich mich nicht bestens auf meinen Rosenkranz konzentrieren konnte. Letztlich blieb in meiner Umgebung aber alles human, es gab keine Leute, die den Demonstranten die Kreuze wegreissen wollten oder ähnliches. An dieser Stelle eine Frage an den gegebenenfalls informierten Leser: Ich habe keine Konflikte mit den Gegendemonstranten bei der Austeilung der Kreuze mitbekommen (nur ein zugegebenermaßen passender einwurf eines bekannten Python-Zitates aus "Das Leben des Brian"), hätte aber gerade hier mit solchen gerechnet.
Zum Abschluß des Schweigemarsches wurden noch die ersten drei Strophen von "Großer Gott, wir loben Dich" gesungen, was meiner Meinung nach ein ziemlicher Triumph war, weil der zivilisierte Gesang der Demonstranten das Gegröhle des Pöbels überdeckte.
Ansonsten? Hmmm....Zwischendurch mußte ich doch fast lachen, als ein einsamer Demonstrant ziemlich lustlos eine Wellpappe mit schlecht draufgeschriebenen "Nieder mit der Kirche" hochhielt. Er wirkte dadurch fehl am Platz und etwas peinlich berührt. Leider standen nicht überall einsame Demonstranten herum, gerade auf den letzten Metern waren wir von etwas lauteren "Alternativen" umgeben.
Resumee: Ich werde auf jeden Fall auch das nächste Jahr wieder mit marschieren. Ich weiß nicht genau, ob man mit diesen Märschen direkt Leute gewinnen kann, denke aber, daß es sehr gut ist, zu zeigen, daß wir weiterhin da sind und nicht klein bei geben. Daß für uns Abtreibung noch nicht "rechtswidrig, aber straffrei" ist und ein Kind im Mutterleib auch noch nicht ein "Zellhaufen" ist. Das Kreuz geschultert und von den Seiten mit Hohn bedacht erinnerte ich mich (der ich passenderweise den schmerzensreichen Rosenkranz betete) an Christus auf der via dolorosa - auch wenn ich nicht wirklich litt - und daran, daß selig jene sind, die in seinem Namen verfolgt und geschmäht werden. In der Hinsicht haben die Trillerpfeifen und die gebrüllten Parolen vor allem dazu geführt, daß ich mit heiligem Stolz erfüllt das weiße Kreuz als die Standarte Christi trug.
Und ganz weltlich war es schön, zwei Bloggerkollegen und noch andere Bekannte Gesichter getroffen zu haben.
Montag, September 21, 2009
Tshirts gegen den Atheismus
bei hermeneutik of continuity kann man einige Antworten auf Geistesblitze wie diese sehen.
Hier ist noch mein Vorschlag, quasi vom militanten theistischen Evolutionisten:

Inb4 irgendwelche Aufregung: Bitte, provokante Shirts sind doch eh nicht als Diskussionslage, sondern eben nur als Provokation gedacht.
Hier ist noch mein Vorschlag, quasi vom militanten theistischen Evolutionisten:

Inb4 irgendwelche Aufregung: Bitte, provokante Shirts sind doch eh nicht als Diskussionslage, sondern eben nur als Provokation gedacht.
Freitag, September 18, 2009
Berlin holt auf...
... in der Blogozese.
Ein herzliches Willkommen Geist und Feuer , auf dem Christian schreibt!
Ich wünsche viel Spaß, hitzige, interessante Debatten und vor allem Gottes reichen Segen!
Ein herzliches Willkommen Geist und Feuer , auf dem Christian schreibt!
Ich wünsche viel Spaß, hitzige, interessante Debatten und vor allem Gottes reichen Segen!
Montag, September 14, 2009
Moderne Jesusbilder
Generell haben mir die Bilder hier nicht so gefallen, manche ritten zu arg auf ollen Kamellen wie "Jesus versus Religion" und "Alle Religionen sind doch gleich" rum, aber für ein Bild bin ich Scipio echt für die Verlinkung auf Seiner Seite dankbar:

Das Bild spielt in einer wirklich guten Form auf die Rede zur Feindesliebe von Jesus an. In der hinsicht ist als Archetyp des Feindes ein Feindbild gewählt, bei dem sich ein großteil der Menschen einig sind (unter anderem ich), daß die Meinungen, die von solchen Leuten vertreten werden, verboten gehören, nämlich ein Nazi. Das bild zeigt, wie radikal und letztlich anstößig Jesu Frohe Botschaft ist. Ja, die Nächstenliebe gilt auch für Nazis, etwas, was man gerne vergißt. Sie gilt auch für Autonome, Vergewaltiger, Mörder, Diebe, Abtreiber, Physiker, dich, mich.... jeden.

Das Bild spielt in einer wirklich guten Form auf die Rede zur Feindesliebe von Jesus an. In der hinsicht ist als Archetyp des Feindes ein Feindbild gewählt, bei dem sich ein großteil der Menschen einig sind (unter anderem ich), daß die Meinungen, die von solchen Leuten vertreten werden, verboten gehören, nämlich ein Nazi. Das bild zeigt, wie radikal und letztlich anstößig Jesu Frohe Botschaft ist. Ja, die Nächstenliebe gilt auch für Nazis, etwas, was man gerne vergißt. Sie gilt auch für Autonome, Vergewaltiger, Mörder, Diebe, Abtreiber, Physiker, dich, mich.... jeden.
Dienstag, September 08, 2009
Credo in unam catholicam blogocesiam
Oder so. Nein, ich wurde schon vor Wochen durch einen Beitrag auf David Iannis Blog (Der Link wird nachgetragen, im Augenblick scheint kathost da etwas zu spinnen) inspiriert, ein kleines Loblied auf uns (höhö, da Eigenlob stinkt), die deutschsprachigen katholischen Weblogger schreiben. Nichts gegen St.Blogs Parish, aber hier bin ich eher ein passiv lesender denn ein Mitwirkender.
Nun, da sich ein Teil der Blogozese in Aschaffenbrug bald trifft (vllt geht es doch noch bei mir und ich durch Stanislaus' zweiten Kommentar daran erinnert wurde, daß ich dazu noch was schreiben wollte, tu ich das nun einfach mal.
Nun blogge ich, zwar längst nicht so aktiv, daß man mich als "Blogger" sehen kann, seit bald vier Jahren auf diesem Weblog - oamdg.blogspot.com lassen wir mal aus, das war langweillig, unpersönlich und peinlich. Es gab amüsante Fehden, Seelenstripping meinerseits, viele fruchtbare Diskussionen, es wurden interessante Links ausgetauscht... Worauf ich aber besonders eingehen will, ist, auf die besondere Art von Eintracht und Frieden, die man in der Blogozese findet. Ich werde das an einem Beispiel, was ich halt besonders schön und bezeichnend finden, klar machen:
Johannes und ich sind vielleicht nicht immer einer Meinung . Was aber Johannes nicht davon abhielt Für mich gleich mal einige Gesätze aufzuopfern , als ich es bitter benötigte. Ich möchte hier weder negativ über Deine Meinungen, Johannes, sprechen - unsere Haltungen divergieren längst nicht immer, außerdem geht es hier um Meinungen, nicht Dogmen -, noch möchte ich Euch, den anderen Betern den Dank vorhenthalten oder so, es ist bloß ein wunderbares illustratives Beispiel: Wir Christen mögen in manchen Dingen, sicherlich auch aus guten Gründen, ganz unterschiedliche Meinungen vertreten, aber wenn es drauf ankommt, halten wir zusammen.
Das alles zeigt sehr gut, was der Frieden in Christus heißt: Es ist kein mechanistischer "Wir ham uns alle lieb"-Frieden, in dem wir alle ein und dieselbe Meinung haben, es ist der Friede Christi, der sich in der wahren Nächstenliebe, und eben nicht in der Höflichkeit und Gleichmacherei der Welt zeigt und bewährt.
Auch als es mir vor ca zwei Jahren eher schlecht ging, standen viele Vertreter der Blogozese mir mit Gebet und Freundschaft bei.
Man behauptet, daß das Internet zwangsläufig zur Isolation des Menschen führt, aber ich denke, daß die deutschsprachigen katholischen Blogger zeigen, daß es, mit ein wenig Hilfe von oben, durchaus auch einen umgekehrten Effekt haben kann.
So, und deshalb werde ich weiterbloggen, und ich hoffe, ihr auch :)
Nun, da sich ein Teil der Blogozese in Aschaffenbrug bald trifft (vllt geht es doch noch bei mir und ich durch Stanislaus' zweiten Kommentar daran erinnert wurde, daß ich dazu noch was schreiben wollte, tu ich das nun einfach mal.
Nun blogge ich, zwar längst nicht so aktiv, daß man mich als "Blogger" sehen kann, seit bald vier Jahren auf diesem Weblog - oamdg.blogspot.com lassen wir mal aus, das war langweillig, unpersönlich und peinlich. Es gab amüsante Fehden, Seelenstripping meinerseits, viele fruchtbare Diskussionen, es wurden interessante Links ausgetauscht... Worauf ich aber besonders eingehen will, ist, auf die besondere Art von Eintracht und Frieden, die man in der Blogozese findet. Ich werde das an einem Beispiel, was ich halt besonders schön und bezeichnend finden, klar machen:
Johannes und ich sind vielleicht nicht immer einer Meinung . Was aber Johannes nicht davon abhielt Für mich gleich mal einige Gesätze aufzuopfern , als ich es bitter benötigte. Ich möchte hier weder negativ über Deine Meinungen, Johannes, sprechen - unsere Haltungen divergieren längst nicht immer, außerdem geht es hier um Meinungen, nicht Dogmen -, noch möchte ich Euch, den anderen Betern den Dank vorhenthalten oder so, es ist bloß ein wunderbares illustratives Beispiel: Wir Christen mögen in manchen Dingen, sicherlich auch aus guten Gründen, ganz unterschiedliche Meinungen vertreten, aber wenn es drauf ankommt, halten wir zusammen.
Das alles zeigt sehr gut, was der Frieden in Christus heißt: Es ist kein mechanistischer "Wir ham uns alle lieb"-Frieden, in dem wir alle ein und dieselbe Meinung haben, es ist der Friede Christi, der sich in der wahren Nächstenliebe, und eben nicht in der Höflichkeit und Gleichmacherei der Welt zeigt und bewährt.
Auch als es mir vor ca zwei Jahren eher schlecht ging, standen viele Vertreter der Blogozese mir mit Gebet und Freundschaft bei.
Man behauptet, daß das Internet zwangsläufig zur Isolation des Menschen führt, aber ich denke, daß die deutschsprachigen katholischen Blogger zeigen, daß es, mit ein wenig Hilfe von oben, durchaus auch einen umgekehrten Effekt haben kann.
So, und deshalb werde ich weiterbloggen, und ich hoffe, ihr auch :)
Montag, August 31, 2009
Der Kurs Benedikts: Auf in die Zukunft!
Ein Artikel auf kath.net hat mich dazu inspiriert, mal meine fünf cent zum Kurs des aktuellen Pontifikats zu geben. Viel wurde darüber gesprochen, daß Benedikt den alten Ritus (bzw. die außerordentliche Form des römischen Ritus) wieder einführte, daß er die Piusbruderschaft wieder an Bord holte, Pallium und Ferula des Vorgängers ablegte etc. Daraus wurde in den Medien herausinterpretiert, daß Benedikt ein Traditionalist ist, der hinter das Zweite Vatikanum zurückgehen will. Die einen haben es besorgt gesagt, die anderen, wie die von uns allen geliebte Seite, dessen Name sich auf einen Motorenhersteller (ohne das AG) reimt, voller Jubel. Und der Vatikan hat das "natürlich" dementiert. Wieder waren beide Seiten interessanterweise quasi einer Meinung: Die einen meinten, der Papst/die Kurie betreibe eine Appeasement-policy, um dann hinterrücks doch das Zweite Vatikanum abzuschaffen, die anderen redeten von einer "sanften und intelligenten Erziehung" weg vom Konzil.
Und zu alledem sage ich:
Meine Güte, was für Schwachsinn geschrieben wird. Benedikt XVI. ist zu vielschichtig, um ihm einfach die Mütze des Traditionsliebhabers aufzusetzen. Er mag in Sachen Liturgie einen traditionelleren Kurs fahren, vielleicht sogar einen, den ich als jemand, der die ordentliche Form des röm. Ritus gerne, und auch gerne auf deutsch, feiert, nicht ganz nachvollziehen kann. Ist es aber derart falsch oder rückständig, auf die Schönheit in der Liturgie zu achten?
Rom ist die ewige Stadt. Ist es da nicht angebracht, daß die Liturgie in Rom etwas traditioneller gefeiert wird, quasi, um eine Brücke zu der alten Zeit zu spannen? Außerdem ist es echt lächerlich, wie sich die Modernisten sorgen: Der Hl. Vater feiert doch größtenteils die Messe in der ordentlichen Form - so what? Desweiteren ist Rom das Zentrum der katholischen Welt, in der Hinsicht, da die Handkommunion nun nicht überall derartig zum Standard wurde wie hier (dasselbe läßt sich über die Muttersprache sagen), ist es gut, wenn in den Messen in Rom auf die Norm geachtet wird. Vielleicht mag es hierzulande pastorale Gründe für die Messe in Muttersprache oder die Handkommunion geben - bei vom heiligen Vater gelesenen Messen gibt es auch einen pastoralen Grund, eben die knieende Mundkommunion und die Lateinische Sprache großzuschreiben: Als Licht der (liturgischen) Welt, als Brücke zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft der Kirche. Ist es nicht legitim und irgendwie logisch, daß die Messen in Rom feierlicher sein sollten als die Messen in der großstadtpfarre? Das einzige, was ich wirklich schade fand und finde, ist, daß Piero Marini derart weggedrängt wurde. Mir geht es nicht darum, daß mir Guido Marinis Arbeit mißfällt - er paßt sicherlich besser zum Papst als Marini I. -, aber es ist schade, daß der Mann, den man so lang an der Seite von Johannes Paul II. und zu Beginn an der Seite von Benedikt XVI. kannte, nun eigentlich in der Versenkung verschwand.
Außerdem ist es lächerlich, den Heiligen Vater auf die Liturgie zu reduzieren. Er war der erste Papst, der keine Tiara im Wappen hatte. Er hat (zwar noch als Präfekt der Glaubenskongregation) gesagt, daß man Himmel und Hölle eher als Zustände, denn als Orte denken sollte (ich kann mich noch an das Wutschnauben auf einer Traditionalistenseite damals erinnern). Unter ihm wurden, sozusagen "trotz" des liturgischen Kurses, die Statuten des Neokatechumenates anerkannt. Er setzt sich konsequent für eine Einheit von Glaube und Vernunft ein, wie man bspw. bei der Vorlesung in Regensburg sah und immer wieder noch an den Treffen mit seinem Schülerkreis sieht. Ich wiederhole es nochmal: Der Heilige Vater ist viel zu vielschichtig, um in die Traditionalistenecke geschoben zu werden!
Kommen wir zum Abschluß kurz zur "FSSPX-Affäre": Ja, da muß ich gestehen, daß es mir hier auch schwerfiel und - fällt, den Heiligen Vater zu verstehen. Aber man muß hier auch vieles betrachten:
- Wie auch oft gesagt wurde: Diese Kirche ist barmherzig. Nicht umsonst gibt es die Geschichte vom Mönch um dem Skorpion, daß es in der Natur des Mönches liegt, jemandem zu helfen - übertragen wir es mal auf die Kirche; natürlich hat die Kirche die Pflicht, die Piusbruderschaft nicht zu vergessen!
- Nun, wo die Piusbruderschaft wieder Teil der römischen Kirche ist, steht sie vor einer Bewährungsprobe (die sie, meiner Meinung nach gerade ziemlich in den Sand setzt, aber das ist was anderes). Nun haben sie die Möglichkeit, wieder gehorsam zu sein und in Liebe und Demut sich in der Kirche einzufügen und können sich nicht damit herausreden, daß sie ja exkommuniziert sind.
- Wie schon vorher gesagt: Der Hl. Vater hat nicht nur die Piusbruderschaft wieder aufgenommen, er hat auch das Neokatechumenat zugelassen - und nicht ganz Linz exkommuniziert :)
Nee, den Heiligen Vater einfach nur als Traditionalist zu betrachten ist dieselbe Blödheit wie Johannes Paul II. nur auf die Kondomfrage zu reduzieren (wie es die weltliche Presse gern tat). Ich denke, wir sind mit einem unglaublich klugen Mann Gottes an der Spitze der Kirche gesegnet, der die Zukunft der Kirche entscheidend prägen wird (und eben nicht die Vergangenheit aufwärmen wird).
Und zu alledem sage ich:
Meine Güte, was für Schwachsinn geschrieben wird. Benedikt XVI. ist zu vielschichtig, um ihm einfach die Mütze des Traditionsliebhabers aufzusetzen. Er mag in Sachen Liturgie einen traditionelleren Kurs fahren, vielleicht sogar einen, den ich als jemand, der die ordentliche Form des röm. Ritus gerne, und auch gerne auf deutsch, feiert, nicht ganz nachvollziehen kann. Ist es aber derart falsch oder rückständig, auf die Schönheit in der Liturgie zu achten?
Rom ist die ewige Stadt. Ist es da nicht angebracht, daß die Liturgie in Rom etwas traditioneller gefeiert wird, quasi, um eine Brücke zu der alten Zeit zu spannen? Außerdem ist es echt lächerlich, wie sich die Modernisten sorgen: Der Hl. Vater feiert doch größtenteils die Messe in der ordentlichen Form - so what? Desweiteren ist Rom das Zentrum der katholischen Welt, in der Hinsicht, da die Handkommunion nun nicht überall derartig zum Standard wurde wie hier (dasselbe läßt sich über die Muttersprache sagen), ist es gut, wenn in den Messen in Rom auf die Norm geachtet wird. Vielleicht mag es hierzulande pastorale Gründe für die Messe in Muttersprache oder die Handkommunion geben - bei vom heiligen Vater gelesenen Messen gibt es auch einen pastoralen Grund, eben die knieende Mundkommunion und die Lateinische Sprache großzuschreiben: Als Licht der (liturgischen) Welt, als Brücke zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft der Kirche. Ist es nicht legitim und irgendwie logisch, daß die Messen in Rom feierlicher sein sollten als die Messen in der großstadtpfarre? Das einzige, was ich wirklich schade fand und finde, ist, daß Piero Marini derart weggedrängt wurde. Mir geht es nicht darum, daß mir Guido Marinis Arbeit mißfällt - er paßt sicherlich besser zum Papst als Marini I. -, aber es ist schade, daß der Mann, den man so lang an der Seite von Johannes Paul II. und zu Beginn an der Seite von Benedikt XVI. kannte, nun eigentlich in der Versenkung verschwand.
Außerdem ist es lächerlich, den Heiligen Vater auf die Liturgie zu reduzieren. Er war der erste Papst, der keine Tiara im Wappen hatte. Er hat (zwar noch als Präfekt der Glaubenskongregation) gesagt, daß man Himmel und Hölle eher als Zustände, denn als Orte denken sollte (ich kann mich noch an das Wutschnauben auf einer Traditionalistenseite damals erinnern). Unter ihm wurden, sozusagen "trotz" des liturgischen Kurses, die Statuten des Neokatechumenates anerkannt. Er setzt sich konsequent für eine Einheit von Glaube und Vernunft ein, wie man bspw. bei der Vorlesung in Regensburg sah und immer wieder noch an den Treffen mit seinem Schülerkreis sieht. Ich wiederhole es nochmal: Der Heilige Vater ist viel zu vielschichtig, um in die Traditionalistenecke geschoben zu werden!
Kommen wir zum Abschluß kurz zur "FSSPX-Affäre": Ja, da muß ich gestehen, daß es mir hier auch schwerfiel und - fällt, den Heiligen Vater zu verstehen. Aber man muß hier auch vieles betrachten:
- Wie auch oft gesagt wurde: Diese Kirche ist barmherzig. Nicht umsonst gibt es die Geschichte vom Mönch um dem Skorpion, daß es in der Natur des Mönches liegt, jemandem zu helfen - übertragen wir es mal auf die Kirche; natürlich hat die Kirche die Pflicht, die Piusbruderschaft nicht zu vergessen!
- Nun, wo die Piusbruderschaft wieder Teil der römischen Kirche ist, steht sie vor einer Bewährungsprobe (die sie, meiner Meinung nach gerade ziemlich in den Sand setzt, aber das ist was anderes). Nun haben sie die Möglichkeit, wieder gehorsam zu sein und in Liebe und Demut sich in der Kirche einzufügen und können sich nicht damit herausreden, daß sie ja exkommuniziert sind.
- Wie schon vorher gesagt: Der Hl. Vater hat nicht nur die Piusbruderschaft wieder aufgenommen, er hat auch das Neokatechumenat zugelassen - und nicht ganz Linz exkommuniziert :)
Nee, den Heiligen Vater einfach nur als Traditionalist zu betrachten ist dieselbe Blödheit wie Johannes Paul II. nur auf die Kondomfrage zu reduzieren (wie es die weltliche Presse gern tat). Ich denke, wir sind mit einem unglaublich klugen Mann Gottes an der Spitze der Kirche gesegnet, der die Zukunft der Kirche entscheidend prägen wird (und eben nicht die Vergangenheit aufwärmen wird).
Donnerstag, August 27, 2009
Im Vatikanischen Observatorium
Um ehrlich zu sein, kommt es mir nicht so extremst auf dieses Interview an, außer auf eine kleine, wenn auch wichtige Sache: Der Jesuit (leider nicht in Soutane) unterhielt sich mit Mr. Johnson über rein wissenschaftliche Fragen. Ich finde das so wahnsinnig toll; wirkliche Mission unter wissenschaftlich interessierten. Ich war öfter bei Diskussionsrunden (und habe noch VIEL ÖFTER von solchen gehört), wo es um die Frage "Ist Glaube mit Vernunft/Wissenschaft/Naturwissenschaft vereinbar?" ging. Ich fragte mich schon lang, warum man teilweise ganze Tagungen dazu veranstaltete, statt einfach eine Tagung über (sagen wir mal) kritische zustände an den Grenzen von Bose-Einstein-Kondensaten mit Beichtgelegenheit, einer Kapelle mit ausgesetztem Allerheiligsten und Möglichkeit zum täglichen Meßbesuch. DAS würde die Frage nach "Glaube und Vernunft" sofort beantworten!
Nein, der Punkt, warum ich darauf hinweise, ist die persöliche und vielleicht auch momentane Begeisterung an diesem Format. Zwei Blogger letztendlich telefonieren (oder nutzen Voice over IP), filmen sich mit der Webcam und stellen diese Diskussion online, so, daß über diese zusätzlich noch via Kommentaren diskutiert werden kann.
Kinder, das ist imho die Zukunft von Talkshows. Letztendlich wäre es sogar mal witzig, wenn etwas ähnliches in der Blogozese sich entwickeln würde. Eine Sache, die, zumindest, wenn diese Diskussionen auch parallel gestreamt werden würden, interessant wäre, wäre eine Geschichte, die ich mal auf current.tv gesehen hab, wo man via Twitter in Echtzeit Kommentare zur Diskussion (damals war es Biden vs Palin) einblenden konnte. Das hat mir sehr gefallen.
Na ja, wie gesagt, ich halte das Konzept für durchaus zukunftsweisend.
Eure Exzellenz, ein herzliches Willkommen!
Mittwoch, August 26, 2009
Tolkien - oder unsachgemäßes Meßverhalten mit guten Intentionen
Ich weiß, daß viele es toll finden, daß Tolkien die Messe auf Latein besser fand als auf Englisch, laut einem Kommentator fand er ja die ganze neue Messe Schrott (auch wenn das einem der Briefe Tolkien leicht widerspricht, aber das ist was anderes). Das mag ja auch so sein, ja, es mag sogar richtig sein. Ich habe auch beim Weltjugendtag 2005, als man am Sonntag morgen das Vaterunser "in seiner Muttersprache" beten sollte, mit meiner damaligen Freundin es auf Latein gebetet (wobei man sagen muß, daß ich mich einfach ihr angepaßt habe), aber erstens standen um uns keine Leute herum, zweitens war es immerhin nur ein gemeinsames, nichtliturgisches Gebet und keine Messe und drittens schäme ich mich inzwischen für meine Arroganz seinerzeit.
Latein in allen Ehren, ich bete und liebend gerne im Opus Dei auf Latein und freue mich immer wieder, wenn Lateinische Lieder in der Messe vorkommen. Aber während der Messe, am besten während so wichtiger Momente wie dem Agnus Dei dann provokant, nur um seine eigene Meinung laut kundzutun (und sei es auch die Wahrheit!) "DONA NOBIS PACEM" zu blöken, während alle "gib uns Deinen Frieden" beten.... dann geht es mir meiner Meinung nach nicht mehr um Christus oder die Eucharistie, sondern um mein Bild , meine Meinung von Christus bzw. der Eucharistie. Und dann eine wirklich heilige und heiligende Gelgenheit wie das Meßopfer als Kampfplatz der Meinungen zu nutzen sehe ich als Entweihung des Heiligen.
Ein Äquivalent auf modernistischer Seite sind die Honks, die auch dann stehen bleiben, wenn alle um sie knien oder die im Ausland auf die Handkommunion bestehen. Oder (noch schlimmer), die, selbst aus noblen Motiven, den Priester dazu zwingen, sie als Kommunionhelfer zu nehmen. In der Messe vergegenwärtigen wir das Opfer Christi, wir und unsere Meinung über eine gute Messe sind doch dann zweitrangig, wenn derart unglaubliches, unaussprechliches gerade geschieht. Außerdem gehen wir doch nicht allein in die Messe, sondern mit den anderen, so wie wir auch nicht allein im Himmel sein werden - deshalb glauben wir nicht nur an Gott, den Vater, den Allmächtigen.... sondern auch an die Gemeinschaft der Heiligen. In der Hinsicht können wir doch, wenigstens während der Messe, ein wenig Nächstenliebe und Sanftmut walten lassen.
Mit alledem möchte ich NICHT sagen, daß man doch, wenn man für mehr Latein (oder was auch immer) in der Messe ist, generell die Klappe halten soll. Auch wenn ich die Lateinophilie eines Großteils der Blogozese nicht ganz nachvollziehen kann, ist es doch klar, daß man seiner Meinung auch Luft machen darf - sei es im persönlichen Gespräch, sei es auf Weblogs, sei es in Briefen an Priester, Bischöfe oder den Papst selbst. Es wäre in meinen Augen vollkommen in Ordnung gewesen, hätte Tolkien meinetwegen eine Demonstration für mehr Latein in er Kirche organisiert. Aber die Messe ist nicht der richtige Moment, um seine Meinung durchzudrücken. Oder was anderes wäre, wenn man still auf Latein statt in der Muttersprache betet. Zwei mal sah ich Traditionalisten in einer Neuen Messe, die anscheinend still auf Latein die Messe beteten. Das fand ich zwar skurril, aber an sich zeigten doch beide eine Demut und Nächstenliebe, daß sie eben nicht in dem Moment den Leuten vor den Kopf stoßen wollten.
In meiner alten Gemeinde gab es oft, wenn Familienmesse gefeiert wurde (und Herr im Himmel, mußte ich viel leiden) statt dem Vater unser so ein vollkommen beklopptes NGL-Lied "Nimm uns als Deine Kinder an". Ja, ich habe das Lied nie mitgesungen, sondern still das Vater user gebetet. Aber auch hier habe ich nicht diesen Moment genutzt, um meinem Ärger Luft zu machen.
Kurz gefaßt: Auch wenn ich ein Die Hard Tolkien Fan bin - der gute Herr Tolkien hätte, wenn er das in meiner Gemeinde abgezogen hätte, danach von mir aber eine ziemliche Moralpredigt gehört. Nämlich ungefähr die angegebene.
Latein in allen Ehren, ich bete und liebend gerne im Opus Dei auf Latein und freue mich immer wieder, wenn Lateinische Lieder in der Messe vorkommen. Aber während der Messe, am besten während so wichtiger Momente wie dem Agnus Dei dann provokant, nur um seine eigene Meinung laut kundzutun (und sei es auch die Wahrheit!) "DONA NOBIS PACEM" zu blöken, während alle "gib uns Deinen Frieden" beten.... dann geht es mir meiner Meinung nach nicht mehr um Christus oder die Eucharistie, sondern um mein Bild , meine Meinung von Christus bzw. der Eucharistie. Und dann eine wirklich heilige und heiligende Gelgenheit wie das Meßopfer als Kampfplatz der Meinungen zu nutzen sehe ich als Entweihung des Heiligen.
Ein Äquivalent auf modernistischer Seite sind die Honks, die auch dann stehen bleiben, wenn alle um sie knien oder die im Ausland auf die Handkommunion bestehen. Oder (noch schlimmer), die, selbst aus noblen Motiven, den Priester dazu zwingen, sie als Kommunionhelfer zu nehmen. In der Messe vergegenwärtigen wir das Opfer Christi, wir und unsere Meinung über eine gute Messe sind doch dann zweitrangig, wenn derart unglaubliches, unaussprechliches gerade geschieht. Außerdem gehen wir doch nicht allein in die Messe, sondern mit den anderen, so wie wir auch nicht allein im Himmel sein werden - deshalb glauben wir nicht nur an Gott, den Vater, den Allmächtigen.... sondern auch an die Gemeinschaft der Heiligen. In der Hinsicht können wir doch, wenigstens während der Messe, ein wenig Nächstenliebe und Sanftmut walten lassen.
Mit alledem möchte ich NICHT sagen, daß man doch, wenn man für mehr Latein (oder was auch immer) in der Messe ist, generell die Klappe halten soll. Auch wenn ich die Lateinophilie eines Großteils der Blogozese nicht ganz nachvollziehen kann, ist es doch klar, daß man seiner Meinung auch Luft machen darf - sei es im persönlichen Gespräch, sei es auf Weblogs, sei es in Briefen an Priester, Bischöfe oder den Papst selbst. Es wäre in meinen Augen vollkommen in Ordnung gewesen, hätte Tolkien meinetwegen eine Demonstration für mehr Latein in er Kirche organisiert. Aber die Messe ist nicht der richtige Moment, um seine Meinung durchzudrücken. Oder was anderes wäre, wenn man still auf Latein statt in der Muttersprache betet. Zwei mal sah ich Traditionalisten in einer Neuen Messe, die anscheinend still auf Latein die Messe beteten. Das fand ich zwar skurril, aber an sich zeigten doch beide eine Demut und Nächstenliebe, daß sie eben nicht in dem Moment den Leuten vor den Kopf stoßen wollten.
In meiner alten Gemeinde gab es oft, wenn Familienmesse gefeiert wurde (und Herr im Himmel, mußte ich viel leiden) statt dem Vater unser so ein vollkommen beklopptes NGL-Lied "Nimm uns als Deine Kinder an". Ja, ich habe das Lied nie mitgesungen, sondern still das Vater user gebetet. Aber auch hier habe ich nicht diesen Moment genutzt, um meinem Ärger Luft zu machen.
Kurz gefaßt: Auch wenn ich ein Die Hard Tolkien Fan bin - der gute Herr Tolkien hätte, wenn er das in meiner Gemeinde abgezogen hätte, danach von mir aber eine ziemliche Moralpredigt gehört. Nämlich ungefähr die angegebene.
Frage an die Mitleser
Sacht mal, was für Klöster könnt ihr mir für einen Urlaub empfehlen?
Ich plane seit geraumer Zeit, wenn ich in den wohlverdienten Urlaub fahre, in ein Kloster (oder nach Kreuzweingarten, Ettal oder Ützdorf, d.h. Besinnungszentren des Opus Dei), um dort nach dem Motto ora et labora (et spaziergeha) für ein, zwei Wochen zu leben. Will heißen: Ich würde gerne in einem Gästehaus wohnen, die möglichkeit haben, an den Gebetshoren und den Messen teilzunehmen und in Sachen Arbeit halt mal die Muße haben, Dinge in Sachen Physik zu lesen, die ich immer mal lesen wollte ( Everetts Doktorarbeit bspw., lecker).
Also, was schlagt ihr von der Liturgie, von der geistlichen Begleitung, von der Gegend, etc. pp. her vor?
Ich plane seit geraumer Zeit, wenn ich in den wohlverdienten Urlaub fahre, in ein Kloster (oder nach Kreuzweingarten, Ettal oder Ützdorf, d.h. Besinnungszentren des Opus Dei), um dort nach dem Motto ora et labora (et spaziergeha) für ein, zwei Wochen zu leben. Will heißen: Ich würde gerne in einem Gästehaus wohnen, die möglichkeit haben, an den Gebetshoren und den Messen teilzunehmen und in Sachen Arbeit halt mal die Muße haben, Dinge in Sachen Physik zu lesen, die ich immer mal lesen wollte ( Everetts Doktorarbeit bspw., lecker).
Also, was schlagt ihr von der Liturgie, von der geistlichen Begleitung, von der Gegend, etc. pp. her vor?
Sonntag, August 16, 2009
Aktion: Rettet den Pfarrsaal!
Durch Artikel bei scipio bin ich mal wieder darauf gekommen, daß in der heutigen Zeit der Sinn eines Pfarrsaales verloren geht. Deshalb meine Bitte: Rettet den Pfarrsaal ! Es werden Konzerte, Rapgottesdienste, Ballett-Einlagen und weiß Gott was noch für krudes Zeug in den Kirchen zelebriert - Leute! Für viele dieser Flausen im Kopf gibt es einen Ort: Den Pfarrsaal! Hier kann man auch klatschen, wenn der Chor gut singt!
Die Situation ist doch folgende: Während in der Kirche grad der Teufel los ist und der Bischof das Tanzbein schwingt:

sieht es im Pfarrsaal etwas mau aus:

Bitter, nicht wahr?
Ich mein, es stimmt doch: Auch wenn der ganze Wildwuchs aus den Krichen ohnehin raus muß, kann man meinetwegen einen Clown in den Pfarrsaal einladen, wo er dann auch das macht, was er am besten kann (Quietschbeutel auf köpfe hauen, oder was auch immer, eine Messe feiern gehört sicherlich nicht dazu). Hier können auch Jugendliche bestimmt ganz toll darüber räppen, wie kuhl doch das Leben mit Jesus ist. Und hier kann man nach den Darbietungen klatschen, ja, wenn man will johlen und mit den Füßen trampeln, KNALLER! Deshalb das Motto für dieses und kommendes Jahr:
Rettung der Kirchen durch Rettung der Pfarrsäle!
Ich denke wirklich, daß, wenn man sich daran erinnern würde, daß viele Gemeineden einen solchen Raum (und den Pfarrgarten!) haben, in dem man theoretisch auch solch profane Sachen wie einen Frühschoppen genießen kann, viele der Unarten aus der Kirche rausdelegiert werden könnten.
Die Situation ist doch folgende: Während in der Kirche grad der Teufel los ist und der Bischof das Tanzbein schwingt:

sieht es im Pfarrsaal etwas mau aus:

Bitter, nicht wahr?
Ich mein, es stimmt doch: Auch wenn der ganze Wildwuchs aus den Krichen ohnehin raus muß, kann man meinetwegen einen Clown in den Pfarrsaal einladen, wo er dann auch das macht, was er am besten kann (Quietschbeutel auf köpfe hauen, oder was auch immer, eine Messe feiern gehört sicherlich nicht dazu). Hier können auch Jugendliche bestimmt ganz toll darüber räppen, wie kuhl doch das Leben mit Jesus ist. Und hier kann man nach den Darbietungen klatschen, ja, wenn man will johlen und mit den Füßen trampeln, KNALLER! Deshalb das Motto für dieses und kommendes Jahr:
Rettung der Kirchen durch Rettung der Pfarrsäle!
Ich denke wirklich, daß, wenn man sich daran erinnern würde, daß viele Gemeineden einen solchen Raum (und den Pfarrgarten!) haben, in dem man theoretisch auch solch profane Sachen wie einen Frühschoppen genießen kann, viele der Unarten aus der Kirche rausdelegiert werden könnten.
Samstag, August 08, 2009
Limbus
Ist zwar nun ein uraltes Thema, aber da ich mal überlegte, die Blogger"kriege" zw. Tradition und Moderne zusammenzutragen (lol) - Marke Gina Says - bin ich uralte Diskussionen auf kath.net durchgegangen. Da traf ich auf eine Diskussion über den KinderLimbus (als er noch nicht "abgeschafft" wurde). Hier wurde, wie ich auch so oft las, dann gesagt, daß ungetaufte Kinder zwar nicht in die Hölle kommen - sie haben ja nichts böses gemacht - aber auch nicht in den Himmel, da ihnen die Taufgnade fehlt und auch die Fähigkeit einer Begierdetaufe.
Konsistent ist die Sicht des Limbus. Wenn man an die Heilsnotwendigkeit der Taufe glaubt (bzw. daran, daß wenigstens ein Mensch, wenn er denn nach der Wahrheit strebt und keine Chance auf die Wassertaufe hat, zu Gott finden kann), dann ist bspw. die Frage der im Mutterleib verstorbenen Kinder schon da. Diese Frage einfach Gottes Barmherzigkeit vertrauen ist zwar keine Häresie, aber geht imho am Sinn der Theologie vorbei. "Keine Ahnung, wird Gott aber schon schaukeln" is ne Antwort, die ich geben kann, aber von der Theologie erwarte ich mehr. Soweit zu dem einen Punkt.
Nun wird dann gern gesagt, daß dieser Teil der Hölle ein Zustand natürlicher Glückseligkeit sei, ein Zustand des Glücks ohne Gott. Ja, man benutzte zur Beschreibung Begriffe wie "Kinderhimmel". Und hier bin ich dann doch erstaunlich. Einerseits kann ich mir kein wirkliches Glück ohne Gott vorstellen. Jesus ist das Licht der Welt, ohne ihn ist nur Finsternis hienieden. Außerdem wird damit Gott "unwichtig" - es gibt also einen ewigen Zustand der Glückseligkeit OHNE Gott? Das finde ich einen geradezu blasphemischen Gedanken.
Wie dem auch sei, es ist zwei Uhr morgens, ich werde die Frage heute nicht klären. Ich wollte nur mal wieder ein schönes, religiöses Thema auf meinem Blog zur Diskussion stellen.
Konsistent ist die Sicht des Limbus. Wenn man an die Heilsnotwendigkeit der Taufe glaubt (bzw. daran, daß wenigstens ein Mensch, wenn er denn nach der Wahrheit strebt und keine Chance auf die Wassertaufe hat, zu Gott finden kann), dann ist bspw. die Frage der im Mutterleib verstorbenen Kinder schon da. Diese Frage einfach Gottes Barmherzigkeit vertrauen ist zwar keine Häresie, aber geht imho am Sinn der Theologie vorbei. "Keine Ahnung, wird Gott aber schon schaukeln" is ne Antwort, die ich geben kann, aber von der Theologie erwarte ich mehr. Soweit zu dem einen Punkt.
Nun wird dann gern gesagt, daß dieser Teil der Hölle ein Zustand natürlicher Glückseligkeit sei, ein Zustand des Glücks ohne Gott. Ja, man benutzte zur Beschreibung Begriffe wie "Kinderhimmel". Und hier bin ich dann doch erstaunlich. Einerseits kann ich mir kein wirkliches Glück ohne Gott vorstellen. Jesus ist das Licht der Welt, ohne ihn ist nur Finsternis hienieden. Außerdem wird damit Gott "unwichtig" - es gibt also einen ewigen Zustand der Glückseligkeit OHNE Gott? Das finde ich einen geradezu blasphemischen Gedanken.
Wie dem auch sei, es ist zwei Uhr morgens, ich werde die Frage heute nicht klären. Ich wollte nur mal wieder ein schönes, religiöses Thema auf meinem Blog zur Diskussion stellen.
Sonntag, Juli 26, 2009
Wo die Unendlichkeit der Mathematik aufhört...
auf Eru ar i ambar las ich den Satz:"Wo in der Mathematik die Unendlichkeit endet, beginnt die Theologie."
Dier Satz wird auch gern auf andere Naturwissenschaften übertragen - letztlich schon bei Dingen wie "Was war vor dem Urknall? Gott."
Daß Sätze dieser Art häufig fallen, ändert nichts an der Sache, daß die Aussagen nicht richtig sind. Oder zumindest schlecht gewählte Aussagen.
Erlaubt mir zu erklären.
Das Wissen, innerweltlich wie außerweltlich, ist nicht auf einer linearen Skala wie der Zahlengerade zu finden. Es gilt eben kein "Davor/danach war Gott" (um jetzt kurz beim physikalischen Beispiel zu bleiben), denn mit dem Urknall entstand die Zeit. Aber hier sind wir schon bei einem Beispiel, und ich wollte allgemein bleiben.
Die Mathematik endet in der Hinsicht nicht - vom Gödelschen Unbestimmtheitssatz abgesehen, wobei hier auch nicht die Mathematik endet - schließlich konnte dieser bewiesen werden. Sie beantwortet andere Fragen.
Man sollte Naturwissenschaft (zu der ich hier mal dreist die Mathematik zähle, da die Methodik der Mathematik der Naturwissenschaft stark ähnelt), wie schon gesagt, nicht mit der Theologie auf eine Gerade tun, ein besseres Bild wäre ein von zwei Achsen aufgespannter Vektorraum A x B (d.h. ein Koordinatensystem). Die Koordinaten dieses Raumes sind die unterschiedlichen Fragestellungen der Theologie und der Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaft fragt nach den innerweltlichen Ursachen gewisser Phänomene, die Theologie nach dem Sinn dahinter - das ist ein großer Unterschied! Und übrigens kein wertender, keine dieser Fragen ist wichtiger als die andere (meiner Meinung nach zumindest).
Sicherlich gibt es spezifische Fragen, wo letztlich beide Gebiete betroffen sind, sagen wir mal in Fragen der Ethik. Um beim Bild des Vektorraumes zu bleiben, gibt es Vektoren (x,y) mit x,y ungleich null. Doch auch hier untersuchen Naturwissenschaftler wie Theologen nur die Projektion dieses Vektors auf "ihre" Achse! Allein in der Hinsicht ist es schade, daß die Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaft und Theologie derart zurückgegangen ist, kann man doch den Vektor nur dann vollständig beschreiben, wenn man beide Projektionen kennt. Es wäre schön, wenn die zur Zeit vorhandene Kluft zwischen diesen beiden Zünften wieder aufgehoben wird. Ein Anfang wäre hier, wenn weder die Naturwissenschaft noch die Theologie wertend, die andere Fragestellung ausschließend, sein würde.
Ich denke, um hier einen Anfang zu haben, sind wir gerade mit Benedikt XVI. gesegnet. Das buch "Evolution und Schöpfungsglaube" (wenn ich mich jetzt richtig erinnere) ist so ein Schritt in die richtige Richtung.
Dier Satz wird auch gern auf andere Naturwissenschaften übertragen - letztlich schon bei Dingen wie "Was war vor dem Urknall? Gott."
Daß Sätze dieser Art häufig fallen, ändert nichts an der Sache, daß die Aussagen nicht richtig sind. Oder zumindest schlecht gewählte Aussagen.
Erlaubt mir zu erklären.
Das Wissen, innerweltlich wie außerweltlich, ist nicht auf einer linearen Skala wie der Zahlengerade zu finden. Es gilt eben kein "Davor/danach war Gott" (um jetzt kurz beim physikalischen Beispiel zu bleiben), denn mit dem Urknall entstand die Zeit. Aber hier sind wir schon bei einem Beispiel, und ich wollte allgemein bleiben.
Die Mathematik endet in der Hinsicht nicht - vom Gödelschen Unbestimmtheitssatz abgesehen, wobei hier auch nicht die Mathematik endet - schließlich konnte dieser bewiesen werden. Sie beantwortet andere Fragen.
Man sollte Naturwissenschaft (zu der ich hier mal dreist die Mathematik zähle, da die Methodik der Mathematik der Naturwissenschaft stark ähnelt), wie schon gesagt, nicht mit der Theologie auf eine Gerade tun, ein besseres Bild wäre ein von zwei Achsen aufgespannter Vektorraum A x B (d.h. ein Koordinatensystem). Die Koordinaten dieses Raumes sind die unterschiedlichen Fragestellungen der Theologie und der Naturwissenschaft. Die Naturwissenschaft fragt nach den innerweltlichen Ursachen gewisser Phänomene, die Theologie nach dem Sinn dahinter - das ist ein großer Unterschied! Und übrigens kein wertender, keine dieser Fragen ist wichtiger als die andere (meiner Meinung nach zumindest).
Sicherlich gibt es spezifische Fragen, wo letztlich beide Gebiete betroffen sind, sagen wir mal in Fragen der Ethik. Um beim Bild des Vektorraumes zu bleiben, gibt es Vektoren (x,y) mit x,y ungleich null. Doch auch hier untersuchen Naturwissenschaftler wie Theologen nur die Projektion dieses Vektors auf "ihre" Achse! Allein in der Hinsicht ist es schade, daß die Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaft und Theologie derart zurückgegangen ist, kann man doch den Vektor nur dann vollständig beschreiben, wenn man beide Projektionen kennt. Es wäre schön, wenn die zur Zeit vorhandene Kluft zwischen diesen beiden Zünften wieder aufgehoben wird. Ein Anfang wäre hier, wenn weder die Naturwissenschaft noch die Theologie wertend, die andere Fragestellung ausschließend, sein würde.
Ich denke, um hier einen Anfang zu haben, sind wir gerade mit Benedikt XVI. gesegnet. Das buch "Evolution und Schöpfungsglaube" (wenn ich mich jetzt richtig erinnere) ist so ein Schritt in die richtige Richtung.
Dienstag, Juli 21, 2009
Yay, ich kenne elf Prozent!
Und zwar nur diese.
Worum es geht? Um die Kinderporno-Sperre . Ich finde es schon komisch: Unter "intensiven Internetnutzern" kenne ich niemanden, der diese Aktion begrüßt. Nicht, weil ich Pädophile kenne, auch nicht, weil unter den Internutzern Leute wären, die meinen würden, Kinderpornographie gehöre ins Internet, da ja das Internet für Freiheit stehe. Nein, die meisten, die ich kenne, haben eine ähnliche Ansicht wie meine Wenigkeit: Es bringt wenig und ist eher ein Test für andere Sperren (die Musiklobby hat ja diesbezüglich schonmal beim Parlament angeklopft).
Zum wenig bringen: Mal ganz davon abgesehen, daß ich inzwischen einige Links auf Texte geschickt bekam, wie einfach es sei, solche Sperren zu umgehen. Da ich weder pädophil bin noch andere Seiten bisher dieses Stoppschild bekamen, habe ich das nicht gelesen. Aber ein anderes Faktum ist, daß ich bisher nie auf Internetseiten von Pädophilen gestoßen bin - und das, obwohl mir 4chan und enzyclopedia-dramatica durchaus (leider) ein Begriff sind (ersteres wird nicht umsonst auch als "the shithole of the internet bezeichnet). Klar, ich hab auch nie danach gesucht, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß man via Google solche Seiten findet - mal blöd gesagt. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß Päderasten derart blöde sind, ihre Grausamkeiten auf deutschen Providern hochzuladen. Soweit ich weiß, ist nicht mal kreuz.net derart debil.
Nein, die digitale Welt kann man so nicht sicher machen. Leider Gottes müßte man wirklich mal damit beginnen, eine Internet-SoKo oä einzurichten, die nach solchen Seiten bzw. den Leuten hinter diesen Seiten sucht und erstere löscht und letztere einsperrt (hier wird internationale Kooperation gefordert sein).
Ob es die Freiheit eingrenzt bzw. ein test für andere Sperren ist? Nun, da, wie gesagt, ich nicht denke, daß die Methode was bringt, sehe ich das eher gelassen. Außerdem bietet auch mein Vorschlag diese Möglichkeit. Was mir jedoch, nochmal betreffs des Sinnes von Zensur wichtig erscheint, ist die Frage, wie man diese Seiten finden (und eben zensieren) wird. Bei der PyCon 2007 hat eine junge Dame, die gegen Internetzensur in diversen Ländern vorgeht (wobei es hier nicht um Kinderpornographische, sondern bspw. demokratische Seiten geht und weniger um Deutschland als um Iran und China) erzählt, daß ein Problem ist, daß diese Seiten durch Algorithmen ausfindig gemacht und auf eine nicht einsehbare Liste notiert werden (und dann halt zensiert). Das hatte in manchen Bundesstaaten von Amerika dann die Folge, daß nicht nur kinderpornographische Seiten, sondern bspw. Seiten, die jugendliche über Sex aufklären, auf dem Index landeten, was die Betreiber der Seiten dann nötigte, von ihrer Seite sich um eine Endzensur zu kümmern. Nun kann man von solchen "aufklärerischen" Seiten halten was man will (bzw sollten wir Katholiken dazu schon eine bestimmte Meinung haben), doch würde ich eine Seite, die Jugendlichen Kondome empfielt, nicht sofort auf ein Level mit Kinderpornographie stellen wollen.
Na ja, meine 2 cent zu dieser Thematik. Ich glaube übrigens nicht, daß diese Studie echt ist. Nebenbei gesagt bin ich ziemlich enttäuscht, daß bisher alle Umfragen an mir vorbeigingen.
Worum es geht? Um die Kinderporno-Sperre . Ich finde es schon komisch: Unter "intensiven Internetnutzern" kenne ich niemanden, der diese Aktion begrüßt. Nicht, weil ich Pädophile kenne, auch nicht, weil unter den Internutzern Leute wären, die meinen würden, Kinderpornographie gehöre ins Internet, da ja das Internet für Freiheit stehe. Nein, die meisten, die ich kenne, haben eine ähnliche Ansicht wie meine Wenigkeit: Es bringt wenig und ist eher ein Test für andere Sperren (die Musiklobby hat ja diesbezüglich schonmal beim Parlament angeklopft).
Zum wenig bringen: Mal ganz davon abgesehen, daß ich inzwischen einige Links auf Texte geschickt bekam, wie einfach es sei, solche Sperren zu umgehen. Da ich weder pädophil bin noch andere Seiten bisher dieses Stoppschild bekamen, habe ich das nicht gelesen. Aber ein anderes Faktum ist, daß ich bisher nie auf Internetseiten von Pädophilen gestoßen bin - und das, obwohl mir 4chan und enzyclopedia-dramatica durchaus (leider) ein Begriff sind (ersteres wird nicht umsonst auch als "the shithole of the internet bezeichnet). Klar, ich hab auch nie danach gesucht, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß man via Google solche Seiten findet - mal blöd gesagt. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß Päderasten derart blöde sind, ihre Grausamkeiten auf deutschen Providern hochzuladen. Soweit ich weiß, ist nicht mal kreuz.net derart debil.
Nein, die digitale Welt kann man so nicht sicher machen. Leider Gottes müßte man wirklich mal damit beginnen, eine Internet-SoKo oä einzurichten, die nach solchen Seiten bzw. den Leuten hinter diesen Seiten sucht und erstere löscht und letztere einsperrt (hier wird internationale Kooperation gefordert sein).
Ob es die Freiheit eingrenzt bzw. ein test für andere Sperren ist? Nun, da, wie gesagt, ich nicht denke, daß die Methode was bringt, sehe ich das eher gelassen. Außerdem bietet auch mein Vorschlag diese Möglichkeit. Was mir jedoch, nochmal betreffs des Sinnes von Zensur wichtig erscheint, ist die Frage, wie man diese Seiten finden (und eben zensieren) wird. Bei der PyCon 2007 hat eine junge Dame, die gegen Internetzensur in diversen Ländern vorgeht (wobei es hier nicht um Kinderpornographische, sondern bspw. demokratische Seiten geht und weniger um Deutschland als um Iran und China) erzählt, daß ein Problem ist, daß diese Seiten durch Algorithmen ausfindig gemacht und auf eine nicht einsehbare Liste notiert werden (und dann halt zensiert). Das hatte in manchen Bundesstaaten von Amerika dann die Folge, daß nicht nur kinderpornographische Seiten, sondern bspw. Seiten, die jugendliche über Sex aufklären, auf dem Index landeten, was die Betreiber der Seiten dann nötigte, von ihrer Seite sich um eine Endzensur zu kümmern. Nun kann man von solchen "aufklärerischen" Seiten halten was man will (bzw sollten wir Katholiken dazu schon eine bestimmte Meinung haben), doch würde ich eine Seite, die Jugendlichen Kondome empfielt, nicht sofort auf ein Level mit Kinderpornographie stellen wollen.
Na ja, meine 2 cent zu dieser Thematik. Ich glaube übrigens nicht, daß diese Studie echt ist. Nebenbei gesagt bin ich ziemlich enttäuscht, daß bisher alle Umfragen an mir vorbeigingen.
Dienstag, Juli 07, 2009
MOST. HIGHLY. RECOMMENDED.
Proceedings der fünften Solvay-Konferenz.
Warum ich das hier bringe? Nun, vor einiger Zeit hat jmd geschrieben, ich solle das Weltbild revolutionieren. ich plane seit längerem eine Serie über die Interpretationen der Quantenmechanik hier zu machen, um klarzustellen, daß hier noch viel zu tun ist, sozusagen. Vor allem, daß das bahnbrechende der Quantenmechanik erst noch den Otto-Normal-Verbrauchern bekannt werden muß.
Und dazu hier die Schriften imho der wichtigsten Konferenz, die in Sachen Physik stattfand: Der fünften Solvay-Konferenz. Die Liste der Teilnehmer liest sich wie ein who is who der modernen Physik:

Es ging hier um Fragen wie Determinismus in der Quantenphysik, den Welle-Teilchen-Dualismus, statistische und deterministische Interpretationen der Quantenmechanik....
Selbst wenn man viel nicht verstehen sollte, würde ich wirklich empfehlen, hier mal einen Blick hineinzuwerfen, da diese Konferenz wirklich ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte der modernen Physik war (auch wenn anscheinend mit den Streitereien zw. Bohr und Einstein übertrieben wird - während man die zw. De Broglie und Pauli vollkommen ignoriert).
Warum ich das hier bringe? Nun, vor einiger Zeit hat jmd geschrieben, ich solle das Weltbild revolutionieren. ich plane seit längerem eine Serie über die Interpretationen der Quantenmechanik hier zu machen, um klarzustellen, daß hier noch viel zu tun ist, sozusagen. Vor allem, daß das bahnbrechende der Quantenmechanik erst noch den Otto-Normal-Verbrauchern bekannt werden muß.
Und dazu hier die Schriften imho der wichtigsten Konferenz, die in Sachen Physik stattfand: Der fünften Solvay-Konferenz. Die Liste der Teilnehmer liest sich wie ein who is who der modernen Physik:

Es ging hier um Fragen wie Determinismus in der Quantenphysik, den Welle-Teilchen-Dualismus, statistische und deterministische Interpretationen der Quantenmechanik....
Selbst wenn man viel nicht verstehen sollte, würde ich wirklich empfehlen, hier mal einen Blick hineinzuwerfen, da diese Konferenz wirklich ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte der modernen Physik war (auch wenn anscheinend mit den Streitereien zw. Bohr und Einstein übertrieben wird - während man die zw. De Broglie und Pauli vollkommen ignoriert).
Donnerstag, Juli 02, 2009
Danke, danke, danke!
Kurz gefaßt: Ich bin nun Mitglied in der International Max Planck Research School - Complex Surfaces and Material Science.
Beim Vortrag war ich überrascht, wie firm ich doch in Englisch bin - ich habe die letzte Fassung des Vortrages nur auf Deutsch mit meinen Chefs geprobt und hatte, als ich erfuhr, daß die Herren Professoren doch Englisch erwarten (es waren ein paar englischsprachige Gäste da), schon etwas gesundes Muffensausen.
Aber wie dem auch sei - der Vortrag lief gut. Vielleicht nicht perfekt, aber meiner Meinung nach sehr gut. Eine Frage eines Professoren hat mich doch etwas verlegen gemacht, was ich aber imho durch die Beantwortung der letzten Frage ("Was für eine Besetzung der Rotationsniveaus haben Sie bei dem und dem Isotop von Stickstoff zu erwarten, wo wir es mit einem Atom mit halbzahligen Kernspin zu tun haben?" "Nun, hier werden wir, da ein Fermion eine entgegengesetzte Symmetrie bezüglich eines Bosons hat, letztlich eine Spiegelverkehrte Besetzung vorzuliegen haben. Meiner Meinung nach ist ein interessanterer Fall beim Sauerstoff - Kernspin=null - zu beobachten, wo die ungeraden Rotationsniveaus überhaupt nicht besetzt sind".
Und was mich gefreut hat, ist, daß ich anscheinend doch etwas Eindruck machte. Einerseits wurde ich zu einem Treffen im recht kleinen Kreise eingeladen, wo bestimmte Spektren diskutiert werden, andererseits hat selbst mein Boss den Vortrag für gut befunden.
Ich bin also ziemlich glücklich. Jetzt ist natürlich viel zu tun - ich habe ein gutes Konzept präsentiert (wie mir von einem der Zuhörern gesagt wurde), nun muß ich dieses möglichst bald in die Tat umsetzen. Was ich ja auch vorhabe :)
Jedenfalls, vielen, vielen Dank den werten Lesern, die in diesen Stunden an mich dachten und beteten. "I owe you one" :)
Beim Vortrag war ich überrascht, wie firm ich doch in Englisch bin - ich habe die letzte Fassung des Vortrages nur auf Deutsch mit meinen Chefs geprobt und hatte, als ich erfuhr, daß die Herren Professoren doch Englisch erwarten (es waren ein paar englischsprachige Gäste da), schon etwas gesundes Muffensausen.
Aber wie dem auch sei - der Vortrag lief gut. Vielleicht nicht perfekt, aber meiner Meinung nach sehr gut. Eine Frage eines Professoren hat mich doch etwas verlegen gemacht, was ich aber imho durch die Beantwortung der letzten Frage ("Was für eine Besetzung der Rotationsniveaus haben Sie bei dem und dem Isotop von Stickstoff zu erwarten, wo wir es mit einem Atom mit halbzahligen Kernspin zu tun haben?" "Nun, hier werden wir, da ein Fermion eine entgegengesetzte Symmetrie bezüglich eines Bosons hat, letztlich eine Spiegelverkehrte Besetzung vorzuliegen haben. Meiner Meinung nach ist ein interessanterer Fall beim Sauerstoff - Kernspin=null - zu beobachten, wo die ungeraden Rotationsniveaus überhaupt nicht besetzt sind".
Und was mich gefreut hat, ist, daß ich anscheinend doch etwas Eindruck machte. Einerseits wurde ich zu einem Treffen im recht kleinen Kreise eingeladen, wo bestimmte Spektren diskutiert werden, andererseits hat selbst mein Boss den Vortrag für gut befunden.
Ich bin also ziemlich glücklich. Jetzt ist natürlich viel zu tun - ich habe ein gutes Konzept präsentiert (wie mir von einem der Zuhörern gesagt wurde), nun muß ich dieses möglichst bald in die Tat umsetzen. Was ich ja auch vorhabe :)
Jedenfalls, vielen, vielen Dank den werten Lesern, die in diesen Stunden an mich dachten und beteten. "I owe you one" :)
Freitag, Juni 26, 2009
IMPRS....
Betet mal etwas eifriger, meine Lieben... der heutige Vortrag war nicht weniger als eine Katastrophe. Roter Faden war total verknotet und auch der Rest war scheiße. Aber generell war der heutige Tag sowas von seltsam, daß ich am Ende nur noch lachen konnte; mein Diplomant hat durch einen quasi amoklaufenden PC kaum messungen aufnehmen können, die Heliumkanne ist eingefroren und am Ende ist der Schlauch der Heliumrückführung geplatzt. Yippie.
Donnerstag, Juni 25, 2009
Dan Brown was just the beginning...
Drüben bei scipio wurde ich auf einem Artikel auf holywhapping aufmerksam gemacht, der über die wahren Verschwörungen in der Kirche aufklärt. Sehr amüsanter Artikel! Gut war auch, daß ein Zisterzienser sich daran stört, daß alle mit Templern und Opus Dei ankommen - hey! Die Zisterzienser sind weitaus älter und verschwiegener als das Opus Dei (und haben der Tradition nach ihre Zentren in schwer erreichbaren Tälern!) und SIE HABEN DIE TEMPLER GEGRÜNDET. Dan, schreib mehr über die Zisterzienser!
Ernsthaft: Mir geht es mit Cathsploitation (wie holywhapping es nennen würde, ich würde diese Literaturgattung Cathspiracy nennen) wie mit Witzen über die Kirche: Ich habe nicht per se was dagegen. Wenn die Witze intelligent sind und eine bestimmte Eigenschaft liebenswert hochnehmen, find ich die Witze sogar gut und lache herzlich mit (ja, ich erzähle sie dann sogar weiter). Analog würde ich mich über einen guten Cathspiracy-Schinken freuen! Wenn man dem Autoren einen grundlegenden Respekt gegenüber der Kirche und, fast noch wichtiger, wirkliches Fachwissen nachsagen könnte, könnte das ein sehr spannendes Buch für regnerische Abende werden. Nicht umsonst lese ich Bücher von Hesemann gerne, die in ihrem reißerischen Stil diese Sparte teilweise füllen - nur über einen Roman würde ich mich freuen.
Was weiß ich: über vieles, was betreffs Fatima sich zugetragen hat und immer noch Kontroversen hervorruft - würde einen Knaller ergeben. Oder der Fall Alois Estermann... oder die palmarianisch-katholische Kirche!
Und ich würde jedem einen Orden verleihen, der mal in einem Roman die These aufstellen würde, daß die härteren Traditionalisten von den Freimaurern kontrolliert werden. Damit hätte man Verschwörungsroman und Satire in Perfektion verbunden. (Und das geschrieben, was ich schon lang vermute, munkel,munkel,unkenruf,verschwör)
Analoges läßt sich zur Physik sagen, ein Roman über die Debatten bei der fünften Solvay-Konferenz oder Wissenschaftliche Glanzstücke in Sachen Hoax (wie Polywasser oder den Fall Schön) - darüber könnte man so extremst spannende Romane schreiben!
Ernsthaft: Mir geht es mit Cathsploitation (wie holywhapping es nennen würde, ich würde diese Literaturgattung Cathspiracy nennen) wie mit Witzen über die Kirche: Ich habe nicht per se was dagegen. Wenn die Witze intelligent sind und eine bestimmte Eigenschaft liebenswert hochnehmen, find ich die Witze sogar gut und lache herzlich mit (ja, ich erzähle sie dann sogar weiter). Analog würde ich mich über einen guten Cathspiracy-Schinken freuen! Wenn man dem Autoren einen grundlegenden Respekt gegenüber der Kirche und, fast noch wichtiger, wirkliches Fachwissen nachsagen könnte, könnte das ein sehr spannendes Buch für regnerische Abende werden. Nicht umsonst lese ich Bücher von Hesemann gerne, die in ihrem reißerischen Stil diese Sparte teilweise füllen - nur über einen Roman würde ich mich freuen.
Was weiß ich: über vieles, was betreffs Fatima sich zugetragen hat und immer noch Kontroversen hervorruft - würde einen Knaller ergeben. Oder der Fall Alois Estermann... oder die palmarianisch-katholische Kirche!
Und ich würde jedem einen Orden verleihen, der mal in einem Roman die These aufstellen würde, daß die härteren Traditionalisten von den Freimaurern kontrolliert werden. Damit hätte man Verschwörungsroman und Satire in Perfektion verbunden. (Und das geschrieben, was ich schon lang vermute, munkel,munkel,unkenruf,verschwör)
Analoges läßt sich zur Physik sagen, ein Roman über die Debatten bei der fünften Solvay-Konferenz oder Wissenschaftliche Glanzstücke in Sachen Hoax (wie Polywasser oder den Fall Schön) - darüber könnte man so extremst spannende Romane schreiben!
Sonntag, Juni 21, 2009
Donnerstag, Juni 18, 2009
Betet mal für mich...
... denn in zwei Wochen spreche ich bei der IMPRS vor. Ich muß dazu einen Vortrag halten - was kein Kinderspiel wird, da eigentlich die nächste Woche voller Arbeit ist und ein Berg von Daten noch ausgewertet werden muß.
Dienstag, Juni 09, 2009
Neue Blogger
Ich möchte an der Stelle nur kurz auf Apostolicam actuositatem und Florianus Ministrans hinweisen. Ersterer ist von einer Neokatechumenatin betrieben und damit, so weit ich weiß, sozusagen ein Exot unter den Blogs. Ich kenne das Neokatechumenat vor von Herrn Hörensagen und finde es dementsprechend sehr gut, mal sozusagen (second) life und in Farbe was aus dieser Ecke zu hören.
Letzterer ist der Weblog eines Ministranten, der ungefähr so wenig wie ich aufs Maul gefallen ist und ähnlich wie ich auf angenehme (in Jugendsprache ausgedrückt coole) Weise ähnlich weird ist. Auch wenn sein Blog nicht nach der Heiligen Dymphna benannt ist, denke ich, daß, wie mein Weblog auch seiner in ihrem himmlischen rss-feed zu finden ist.
Ein großes Willkommen also von meiner Seite!
Letzterer ist der Weblog eines Ministranten, der ungefähr so wenig wie ich aufs Maul gefallen ist und ähnlich wie ich auf angenehme (in Jugendsprache ausgedrückt coole) Weise ähnlich weird ist. Auch wenn sein Blog nicht nach der Heiligen Dymphna benannt ist, denke ich, daß, wie mein Weblog auch seiner in ihrem himmlischen rss-feed zu finden ist.
Ein großes Willkommen also von meiner Seite!
Samstag, Mai 30, 2009
Not God is a DJ....
... but me.In your Face, Faithless! (Echt, ich habe das Lied god is a DJ von Faithless immer gehaßt)
Nachdem ich gestern meine Twitterfreunde genug damit penetrierte, daß ich bei blip.fm nun auch ein DJ bin (haha), dachte ich, verewige ich das mal hier. Blip.fm erinnert mich ein weng an last.fm meets twitter. Du hast eine unglaublich riesige Auswahl an Songs, die Du "blippen", d.h. auf die public timeline (eben wie bei Twitter die tweets) stellen kannst, mit den üblichen 140 Zeichen Kommentar. In der Hinsicht kannst Du quasi eine Art neuen Musiksender schaffen. Gestern hab ich viel Dubstep gespielt, heute werde ich mich auf Power Noise fokussieren, in der Hinsicht ist es eher was für Yon.
Na ja, generell kann ich Euch blip.fm empfehlen, denn es macht wirklich viel Spaß - und man fragt sich, wieso man eine große Musiksammlung zuhause braucht. Ach ja: Für den Ipod :)
Nachdem ich gestern meine Twitterfreunde genug damit penetrierte, daß ich bei blip.fm nun auch ein DJ bin (haha), dachte ich, verewige ich das mal hier. Blip.fm erinnert mich ein weng an last.fm meets twitter. Du hast eine unglaublich riesige Auswahl an Songs, die Du "blippen", d.h. auf die public timeline (eben wie bei Twitter die tweets) stellen kannst, mit den üblichen 140 Zeichen Kommentar. In der Hinsicht kannst Du quasi eine Art neuen Musiksender schaffen. Gestern hab ich viel Dubstep gespielt, heute werde ich mich auf Power Noise fokussieren, in der Hinsicht ist es eher was für Yon.
Na ja, generell kann ich Euch blip.fm empfehlen, denn es macht wirklich viel Spaß - und man fragt sich, wieso man eine große Musiksammlung zuhause braucht. Ach ja: Für den Ipod :)
Donnerstag, Mai 21, 2009
Zu dem, was über Lehmann und Zollitsch so gesagt wird.
Sag nicht "Der ist ein Trunkenbold", wenn Du ihn einmal betrunken gesehen hast, oder "Der ist ein Ehebrecher", weil Du ihn einmal sündigen sahst (...) Eine einzige Tat rechtfertigt nicht eine solche Bezeichnung (...) Den hl. Petrus darf man nicht blutrünstig nennen, weil er einmal Blut vergossen hat, ebenso nicht einen Flucher, weil er einmal einen Fluch ausgestoßen hat. Um ein Laster oder eine Tugend mit Recht als Beinamen zu erhalten, muß man darin fortgeschritten sein und sie gewohnheitsmäßig üben. Es ist also eine Verleumdung, jemand einen Dieb oder Jähzornigen zu nennen, weil man ihn einmal unehrlich oder zornig gesehen hat.
Sogar wenn jemand lange Zeit lasterhaft war, läuft man Gefahr zu lügen, wenn man ihn lasterhaft nennt. Simon der aussätzige nannte Maria Magdalena eine Sünderin, weil sie es früher war, er sagte aber trotzdem die Unwahrheit, denn sie war es nicht mehr, sondern eine heilige Büßerin. (...) Die Güte Gottes ist so groß, daß ein Augenblick genügt, um seine Gnade zu erflehen und zu erlangen, welche Sicherheit haben wir also, daß der Sünder von gestern es auch heute noch ist? (...) Wir können also niemals einen Menschen schlecht nennen, ohne Gefahr zu laufen, daß wir lügen.
Um mit Recht die Laster anderer zu tadeln, muß es der Nutzen dessen erfordern, über den oder zu dem man spricht.
Vor allem muß ich meine Worte sorgfältig wählen, um nicht ein Wort zu viel zu sagen. Wenn ich z.B. das freie Benehmen eines Burchen oder Mädchens tadle, weil es unschicklich oder zweideutig ist, bei Gott, dann muß ich meine Worte genau abwägen, um die Sache auch nicht im Geringsten zu vergrößern! Wenn etwas nur den Anschein des Schlechten hatte, dann sage ich eben nur das und nicht mehr.... war es weder unklug noch anscheinend schlecht ... , dann sage ich entweder gar nichts oder eben dies. ... Außerdem muß ich beim Tadeln eines Fehlers soviel wie möglich die Person dessen schonen, der ihn begangen hat.
Über öffentliche Sünder, die auch als solche allgemein bekannt sind, darf man sich allerdings freimütig äußern, vorausgesetzt, daß es immer im Geiste der Liebe und des Mitleids geschehe, nicht in selbstgefälligen Hochmut oder aus Schadenfreude, denn es verrät einen niedrigen und gemeinen Geist. ...
Jeder nimmt sich die Freiheit, die Fürsten zu tadeln und ganzen Nationen Schlechtes nachzusagen, je nach seiner Einstellung zu ihnen. Begehe nicht den gleichen Fehler, er ist nicht nur eine Beleidigung Gottes, sondern auch Anlaß zu allen möglichen Streitigkeiten.
Hörst Du lieblos reden, so bezweifle die Anschuldigung, soweit Du kannst, ist auch das unmöglich, dann zeige Mitleid mit ihm und suche das Gespräch auf etwas anderes zu lenken.
Hl. Franz von Sales, bitte für uns!
Sonntag, Mai 10, 2009
Internet-TV (1) - Witziges
Ich habe nun seit drei Jahren oder so keinen Fernseher mehr. Und ich vermisse ihn auch nicht. Nicht unbedingt, weil man ja auf gewissen Seiten alles ohehin sehen könnte - was dann teilweise illegal wäre. Nein, ich denke, daß es inzwischen deutlich besseres, interessanteres und witzigeres im Internet zu sehen gibt. Und nun dachte ich mir, daß ich ganz weltlich einige davon vorstelle.

The Angry Video Game Nerd reviewt schlechte Videospiele bzw. die Konsolen dazu. Er benutzt sehr profane Sprache, was nicht gefallen muß, aber die Reviews sind witzig und man lernt desöfteren viel über die Geschichte der Videogames. Einige weitere Videos von dem Herrn sind auch wirklich sehenswert, so sein Godzillathon, wo er sich bemüht, alle godzilla-movies kurz zu reviewen oder die Top-Ten Reihe, speziell wegen den Top Ten Riddler-Riddles. Und hier flucht er auch nicht so viel. Meine Lieblingsepisode ist leider auch die mit dem größtem Kritikpunkt: Es ist die Review von The Wizard DEM Product-Placement-Movie betreffs Super Mario Bros III (legendäres Spiel btw., sollte ich auch mal wieder zocken). Die Review ist witzig, insightful und der Angry Video Game Nerd kann gut erklären, warum Super Mario Bros satanisch ist. Leider gibts danach ne blasphemische Szene, worauf ich nur "Pater dimitte illis non enim sciunt quid faciunt" sagen kann. Ansonsten: it's worth to be checked out.

Kommen wir zum "Hauptrivalen": That guy with the glasses. Hinter dem Namen steckt inzwischen quasi ein ganzes Kollektiv von Internet-TV-Machern, und ich werde hier kurz nur auf die wichtigsten eingehen. Man kann sich ja noch selber durchklicken.
Nostalgia Critic: Der Nostalgia Critic rezensiert grottenschlechte Klassiker wie Mortal Combat, Street Fighter (die Filme), He-Man etc. Großartig, wie er sich darüber aufregen kann, köstlich zu gucken. Sehr sehr empfehlenswert. Der Macher ist auch, soweit ich weiß, der Hauptinitiator von that guy with the glasses. Letztes Jahr gab es eine amüsante, gefakte Fehde zwischen AVGN und eben Nostalgia Critic, die dann auch in Videos dokumentiert wurde. an der Stelle sah man auch mal wieder das wunderbare des Internets: Wie viel - teilweise wirklich gut aussehende Fan-Art dabei gemacht wurde, ist einfach phantastisch. Gut zum Einsteigen ist quasi alles vom Nostalgia Critic, ich liebe besonders seine Mortal Combat- und die He-Man - Review. Und die Pokemon-Review ist auch göttlich.
Nostalgia Chick: Sie macht, plump gesagt, dassselbe wie der Nostalgia Critic, und das macht sie gut, mit etwas unterkühlter Art, was sehr angenehm ist. Teen Witch und She-Ra sind hier gute Einstiegsdrogen.
Linkara: Dasselbe wie beide oben genannten, nur auf Comics bezogen. Einfach göttlich inspiriert ist seine Review von Uncanny X-Men 423 und 424; diese beiden Episoden gehen um den Kampf der "Church of Humanity" gegen die Mutanten. Interessanterweise ist die Church of humanity ziemlich an die sancta ecclesia angelegt und das Comic beginnt mit dem bekloppten Satz "Religion killed more people than cancer". Und hach, wie liebe ich Linkara für diese besondere Art Glaubenszeugnis, das er beim Verreissen dieses Comic-Machwerks von sich gibt (er ist Christ und anscheinend Katholik). Wie gesagt: köstlich zu sehen.
Little Miss Gamer: Hab ich erst vor kurzem entdeckt und sie spricht eher über Videospiele oder Pinball-Automaten - und verreisst mal ausnahmsweise nicht nur schlechtes (ja, ich hab ein Faible dafür, daß schlechte mediale Produkte verrissen werden). Einerseits finde ich die Dame sehr süß - was für mich schon ein Grund ist, die show zu gucken und bspw. die Episode über Flipperautomaten ist wirklich informativ.

Muß ich überhaupt noch was über Stephen Colbert sagen? Klassiker im Late-Night Buiseness.

Ulmen-TV kann man als Verstehen sie Spaß auf Crack bezeichnen. Teilweise wirklich schon jenseits des guten Geschmacks gibt es doch immer wieder Episoden, die ich einfach köstlich finde. Außerdem spielt mein Bruder bei den Alexander von Eich-Episoden mit!
Sodele, das wärs fürs erste. Stay tuned für ernsthaftere Dinge etc. Religiöse Serien werde ich auch reviewen, aber ich würde mich freuen, wenn mir die werten Leser sowohl weltliche als auch geistliche internet-shows empfehlen könnten.

The Angry Video Game Nerd reviewt schlechte Videospiele bzw. die Konsolen dazu. Er benutzt sehr profane Sprache, was nicht gefallen muß, aber die Reviews sind witzig und man lernt desöfteren viel über die Geschichte der Videogames. Einige weitere Videos von dem Herrn sind auch wirklich sehenswert, so sein Godzillathon, wo er sich bemüht, alle godzilla-movies kurz zu reviewen oder die Top-Ten Reihe, speziell wegen den Top Ten Riddler-Riddles. Und hier flucht er auch nicht so viel. Meine Lieblingsepisode ist leider auch die mit dem größtem Kritikpunkt: Es ist die Review von The Wizard DEM Product-Placement-Movie betreffs Super Mario Bros III (legendäres Spiel btw., sollte ich auch mal wieder zocken). Die Review ist witzig, insightful und der Angry Video Game Nerd kann gut erklären, warum Super Mario Bros satanisch ist. Leider gibts danach ne blasphemische Szene, worauf ich nur "Pater dimitte illis non enim sciunt quid faciunt" sagen kann. Ansonsten: it's worth to be checked out.

Kommen wir zum "Hauptrivalen": That guy with the glasses. Hinter dem Namen steckt inzwischen quasi ein ganzes Kollektiv von Internet-TV-Machern, und ich werde hier kurz nur auf die wichtigsten eingehen. Man kann sich ja noch selber durchklicken.
Nostalgia Critic: Der Nostalgia Critic rezensiert grottenschlechte Klassiker wie Mortal Combat, Street Fighter (die Filme), He-Man etc. Großartig, wie er sich darüber aufregen kann, köstlich zu gucken. Sehr sehr empfehlenswert. Der Macher ist auch, soweit ich weiß, der Hauptinitiator von that guy with the glasses. Letztes Jahr gab es eine amüsante, gefakte Fehde zwischen AVGN und eben Nostalgia Critic, die dann auch in Videos dokumentiert wurde. an der Stelle sah man auch mal wieder das wunderbare des Internets: Wie viel - teilweise wirklich gut aussehende Fan-Art dabei gemacht wurde, ist einfach phantastisch. Gut zum Einsteigen ist quasi alles vom Nostalgia Critic, ich liebe besonders seine Mortal Combat- und die He-Man - Review. Und die Pokemon-Review ist auch göttlich.
Nostalgia Chick: Sie macht, plump gesagt, dassselbe wie der Nostalgia Critic, und das macht sie gut, mit etwas unterkühlter Art, was sehr angenehm ist. Teen Witch und She-Ra sind hier gute Einstiegsdrogen.
Linkara: Dasselbe wie beide oben genannten, nur auf Comics bezogen. Einfach göttlich inspiriert ist seine Review von Uncanny X-Men 423 und 424; diese beiden Episoden gehen um den Kampf der "Church of Humanity" gegen die Mutanten. Interessanterweise ist die Church of humanity ziemlich an die sancta ecclesia angelegt und das Comic beginnt mit dem bekloppten Satz "Religion killed more people than cancer". Und hach, wie liebe ich Linkara für diese besondere Art Glaubenszeugnis, das er beim Verreissen dieses Comic-Machwerks von sich gibt (er ist Christ und anscheinend Katholik). Wie gesagt: köstlich zu sehen.
Little Miss Gamer: Hab ich erst vor kurzem entdeckt und sie spricht eher über Videospiele oder Pinball-Automaten - und verreisst mal ausnahmsweise nicht nur schlechtes (ja, ich hab ein Faible dafür, daß schlechte mediale Produkte verrissen werden). Einerseits finde ich die Dame sehr süß - was für mich schon ein Grund ist, die show zu gucken und bspw. die Episode über Flipperautomaten ist wirklich informativ.

Muß ich überhaupt noch was über Stephen Colbert sagen? Klassiker im Late-Night Buiseness.

Ulmen-TV kann man als Verstehen sie Spaß auf Crack bezeichnen. Teilweise wirklich schon jenseits des guten Geschmacks gibt es doch immer wieder Episoden, die ich einfach köstlich finde. Außerdem spielt mein Bruder bei den Alexander von Eich-Episoden mit!
Sodele, das wärs fürs erste. Stay tuned für ernsthaftere Dinge etc. Religiöse Serien werde ich auch reviewen, aber ich würde mich freuen, wenn mir die werten Leser sowohl weltliche als auch geistliche internet-shows empfehlen könnten.
Donnerstag, Mai 07, 2009
Situation an Berliner Schulen
Was mich erschrickt, ist, daß das so ziemlich die erste Dokumentation zu diesem Thema ist. Schon zu meiner Schulzeit (also über zehn Jahre her) war das aggressive Verhalten türkischer Jugendlicher in gewissen Gegenden schon ein großes Thema unter den Schülern. Aber damals wie heute hat zumindest die Berliner Politik einen Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet. Oder wollte zu einem großen mea culpa anstimmen.
Ich danke der Dame für diese Reportage, da sie damit ein Problem, was in gewissen Gegenden in Berlin immanent ist, zur Sprache brachte.
Dienstag, Mai 05, 2009
Gottlos on tour
(kann man das dann eigentlich als Magical Mystery tour bezeichnen? o_O)
Atheisten aus deutschen Landen werden nun, nachdem einige Verkehrsbetriebe nicht ihr ok zu ihrer Kampagne gaben, mit einem eigenen Bus Werbung machen (I'll build my own bus! With Black Jack! And hookers!).
Wie ich an anderer Stelle sagte, finde ich es durchaus legitim, als Atheist über die Ideologie, von dessen Wahrheitsgehalt man überzeugt ist, Werbung zu machen. Ehrlich, ich begrüße es sogar, wenn jemand versucht, mich von der Wahrheit zu überzeugen. Ich will es ja auch - die Vorstellungen von dieser Wahrheit divergieren halt.
Und ein Spruch wie „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ finde ich jetzt nicht wirklich schlimm und kann sogar etwas verstehen, warum sie so einen Spruch wählen.
Desöfteren neigt Mission dazu, zu behaupten, man könne als Atheist kein erfülltes Leben haben. Sicherlich, ich als gläubiger Mensch weiß, was damit gemeint ist - aber ich konnte eigentlich erst nach meiner Bekehrung im vollen Maß erkennen, daß vorher etwas fehlte. Und die, die merken, daß ohne Gott das Leben keine Erfüllung findet, sind eigentlich per definition schon Suchende.
Nun ist es aber so, daß man von einem Atheisten meiner Meinung nach nicht verlangen kann, dieses fehlende zu erkennen (wie ich das oben mit dem Begriff des Suchenden und der Unterscheidung vom Atheisten versucht habe, zusammenzufassen). Sicherlich, ich bin der Meinung, daß der Glaube an Jesus Christus die Sicht des Lebens um eine zusätzliche Dimension erweitert, und daß dadurch die "weltliche" Dimension in den sinnvollen Bezug gesehen wird. Aber das zu erkennen erfordert meiner Meinung nach die Hilfe Gottes.
Vor einigen Jahren sang Gentleman ungefähr (ich fand und finde Gentleman scheiße, deshalb nagelt mich bitte nicht auf den exakten Wortlaut fest) "Without Jah, there is no love". Einige wohlmeinende Atheisten haben sich tierisch darüber geärgert, weil es für sie so klang, als wäre man ohne Gott nicht zur Liebe fähig. Gottlose mit Ehepartner und Kindern werden das etwas dreist finden.
Ich weiß, was Gentleman ausdrücken wollte, kann aber die Reaktion der Atheisten verstehen. Gott ist der Urgrund der Liebe, jegliche wahre Liebe hat ihren Ursprung in der Dreifaltigkeit.
Na ja, summa summarum: Ich finde es durchaus legitim, daß Atheisten und Freidenker auf sich aufmerksam machen wollen, ich kann sogar manchmal die Gründe dafür verstehen. Ich würde vielleicht auch einen solchen Bus besuchen, wenn ich den Eindruck hätte, daß man mit diesen Leuten ("ganz interkonfessionell") sich nett unterhalten könnte. Leider habe ich bisher aus den Ecken der Giordano Bruno-Stiftung oder Foren wie dem Freigeisterhaus eigentlich nur bittere Polemik und hasserfüllte Phrasen gehört. Meiner Meinung nach würde der Atheismus deutlich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn er dieses pubertäre Stadium überwinden würde. Genauso würde er, wie ich in einem anderen Beitrag etwas polemischer andeutete, an Format gewinnen, wenn er anfangen würde, sich ohne Bezug auf Religionen zu definieren (UND den Leuten klarmachen würde, daß Atheismus keine neutrale Position neben den Religionen hat!). Ich mein, es gab und gibt doch atheistische Philosophen, Wissenschaftler etc. - Läßt sich da nicht mehr als nur eine Absage an die Religion herausziehen?
Wie dem auch sei, werte Atheisten, ich schließe mit einer provokanten Phrase, die jedoch nicht böse gemeint ist: Ich bete für Euch.
Atheisten aus deutschen Landen werden nun, nachdem einige Verkehrsbetriebe nicht ihr ok zu ihrer Kampagne gaben, mit einem eigenen Bus Werbung machen (I'll build my own bus! With Black Jack! And hookers!).
Wie ich an anderer Stelle sagte, finde ich es durchaus legitim, als Atheist über die Ideologie, von dessen Wahrheitsgehalt man überzeugt ist, Werbung zu machen. Ehrlich, ich begrüße es sogar, wenn jemand versucht, mich von der Wahrheit zu überzeugen. Ich will es ja auch - die Vorstellungen von dieser Wahrheit divergieren halt.
Und ein Spruch wie „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ finde ich jetzt nicht wirklich schlimm und kann sogar etwas verstehen, warum sie so einen Spruch wählen.
Desöfteren neigt Mission dazu, zu behaupten, man könne als Atheist kein erfülltes Leben haben. Sicherlich, ich als gläubiger Mensch weiß, was damit gemeint ist - aber ich konnte eigentlich erst nach meiner Bekehrung im vollen Maß erkennen, daß vorher etwas fehlte. Und die, die merken, daß ohne Gott das Leben keine Erfüllung findet, sind eigentlich per definition schon Suchende.
Nun ist es aber so, daß man von einem Atheisten meiner Meinung nach nicht verlangen kann, dieses fehlende zu erkennen (wie ich das oben mit dem Begriff des Suchenden und der Unterscheidung vom Atheisten versucht habe, zusammenzufassen). Sicherlich, ich bin der Meinung, daß der Glaube an Jesus Christus die Sicht des Lebens um eine zusätzliche Dimension erweitert, und daß dadurch die "weltliche" Dimension in den sinnvollen Bezug gesehen wird. Aber das zu erkennen erfordert meiner Meinung nach die Hilfe Gottes.
Vor einigen Jahren sang Gentleman ungefähr (ich fand und finde Gentleman scheiße, deshalb nagelt mich bitte nicht auf den exakten Wortlaut fest) "Without Jah, there is no love". Einige wohlmeinende Atheisten haben sich tierisch darüber geärgert, weil es für sie so klang, als wäre man ohne Gott nicht zur Liebe fähig. Gottlose mit Ehepartner und Kindern werden das etwas dreist finden.
Ich weiß, was Gentleman ausdrücken wollte, kann aber die Reaktion der Atheisten verstehen. Gott ist der Urgrund der Liebe, jegliche wahre Liebe hat ihren Ursprung in der Dreifaltigkeit.
Na ja, summa summarum: Ich finde es durchaus legitim, daß Atheisten und Freidenker auf sich aufmerksam machen wollen, ich kann sogar manchmal die Gründe dafür verstehen. Ich würde vielleicht auch einen solchen Bus besuchen, wenn ich den Eindruck hätte, daß man mit diesen Leuten ("ganz interkonfessionell") sich nett unterhalten könnte. Leider habe ich bisher aus den Ecken der Giordano Bruno-Stiftung oder Foren wie dem Freigeisterhaus eigentlich nur bittere Polemik und hasserfüllte Phrasen gehört. Meiner Meinung nach würde der Atheismus deutlich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn er dieses pubertäre Stadium überwinden würde. Genauso würde er, wie ich in einem anderen Beitrag etwas polemischer andeutete, an Format gewinnen, wenn er anfangen würde, sich ohne Bezug auf Religionen zu definieren (UND den Leuten klarmachen würde, daß Atheismus keine neutrale Position neben den Religionen hat!). Ich mein, es gab und gibt doch atheistische Philosophen, Wissenschaftler etc. - Läßt sich da nicht mehr als nur eine Absage an die Religion herausziehen?
Wie dem auch sei, werte Atheisten, ich schließe mit einer provokanten Phrase, die jedoch nicht böse gemeint ist: Ich bete für Euch.
Donnerstag, April 30, 2009
Willkommen!
Es igbt einen neuen katholischen Weblog, David Ianni . Und wenn St. Dymphna an anderer Stelle einst als "die Kirchenmusikerin der Blogozese" bezeichnet wurde - einige Posts über Musik machens möglich - , kann ich nur sagen, daß ich im Vergleich zu den Musikwissen, was der werte Herr Blogger hat, etwas arm aussehe. - Aber hey, ich höre ja auch vor allem moderne, seltsame Musik :)
Mittwoch, April 29, 2009
Resumee einer verlorenen Wahl
Nun, pro-reli ist gescheitert. Das finde ich in vieler Hinsicht schade. Zum einen - was übrigens auch ein Grund für die "ja"-Stimme meinerseits war - ist damit eine Möglichkeit vertan, einem Kultur(en)kampf sinnvoll, "im Dialog" entgegenzutreten. Ich kann das Gejubel der Atheisten und Nonkonformisten nicht ganz verstehen - Religionsunterricht als Wahlpflichtfach müßte seinen Lehrplan vor dem Berliner Senat rechtfertigen müssen. Es wäre von "weltlich-aufgeklärter" Seite eine vorzügliche Möglichkeit, der Bildung eines Fundamentalismus jedweder Art entgegenzusteuern. Zumindest wäre der Berliner Senat im Dialog mit den Religionen, was, denke ich, dem sich immer mehr verschärfenden Streit zwischen den Fronten, die Verbissenheit nehmen könnte.
Was ist nun? Der Religionsunterricht ist "freiwillig" - in den Randstunden, während ein Fach namens Ethik, was versucht, moralische und ethische Werte ohne Bezug auf Gott zu lehren, Pflicht ist - egal, ob man nun Christ, Atheist, Jude, Moselm oder Hindu ist. Ist das denn wirklich das, was Berlin zu einer Weltstadt machen soll? Eine aufgezwungene Uniformität?
Ich erinnere mich an meine Schulzeit. Damals gab es zwar kein Ethik und Religion war auch nicht an Randstunden angesiedelt - aber ich hatte gerade den Glauben für mich entdeckt und war ein Hardliner. Wenn nun der Religionsunterricht ohnehin freiwillig ist - wieso suche ich mir dann nicht diesen nach meinem Gusto? So wurde ich dann vom Opus Dei auf den Glauben und das Leben in der Kirche vorbereitet. Neben dem Opus Dei fallen dem geneigten Leser sicherlich noch andere kirchliche Organisationen ein, die vielleicht nicht gerade das Wohlwollen der Welt genießen, wo, sehen wir der Realität ins Auge, die "aufgeklärte" Gesellschaft lieber uns Bürger fernhalten will - ich denke da bspw. an die FSSPX (oder auf islamischer Seite einige radikalere Bewegungen). Ein Freund von mir hat sich, da ja Religionsunterricht eh freiwillig ist, dann für eine religiöse Ausbildung bei den Piusbrüdern entschieden. Ich weiß nicht, ob die "Freiwilligkeit" des Religionsunterrichtes eine gute Sache ist, wenn dann Jugendliche sich eben für die Religionsausbildung ihres Geschmacks entscheiden. Pubertierende Jungens (bei Mädchen lasse ich andere das Urteil fällen) zumindest neigen dann desöfteren zu Hardlinervorstellungen, die im normalen Religionsbereich nicht befriedigt werden. Was ich befürchte, ist, daß religiöse Jugendliche den Ethikunterricht als das sehen, was eher für sie ist - ein Zwang, der von einer Regierung mit einer anderen Weltanschauung ihnen auferlegt ist - und sich ihre religiöse Bildung dann eher bei Hardlinern holen - und Sorgen macht mir da weniger das Opus Dei als wirkliche Hardliner.
Ein anderer Punkt, der dann auch von religiösen Leuten gerne gesagt wird, ist, daß der Religionsunterricht doch ohnehin Schrott sei. Nun... ja, das stimmt, der real existierende Religionsunterricht an Berliner Schulen ist nicht unbedingt gut (wenn es auch hier Ausnahmen gibt). Aber was will man denn für einen Lernerfolg bei einem freiwilligen Fach, daß Noten zwischen "sehr gut" und "im Allgemeinen gut" gibt, erwarten? Das JAhr im Schwabenland - mein Exiljahr - hat mir gezeigt, daß Religionsunterricht, der gleichberechtigt benotet wird, durchaus Format haben kann. In der Hinsicht war ein wichtiger Punkt für das "ja" beim Volksbegehren, daß dieser Religionsunterricht endlich mal einen sinnvollen Lehrplan bekommt.
Zum dritten: Einige katholische Freunde von mir vertraten die Ansicht, daß der Religionsunterricht zur Glaubensunterweisung nichts tauge. Das mag sein, doch halte ich ihn auch nicht für den richtigen Ort hierfür. Gerade in dem Wahlpflichtfachskonzept, wo man für ein Jahr Ethik, Religion oder Weltanschauungsunterricht hätte wählen können, würde es auch eher um etwas anderes gehen, nämlich, den Glauben vorzustellen. Das wäre gerade im immer feuriger geführten Dialog zwischen den verschiedenen weltlichen Ansichten und den Religionen (oder allgemein den Weltanschauungen untereinander) ein Anfang für einen von gegenseitigen Respekt getragenen Dialog. Und diese Möglichkeit sehe ich beim Ethikunterricht nicht.
Wie dem auch sei, alea iacta est. Wir müssen nun das Beste aus der Wahl machen. Wir haben eine Schlacht verloren, nicht den Krieg, wenn man mir diese militärische Metapher verzeihe. Auch wenn Religion als Wahlplfichtfach zu Dialog, Mission und Glaubensunterweisung vielleicht ein Mittel gewesen wäre - es ist nicht das einzige Mittel, was wir haben. Also, auf in die Zukunft :)
Was ist nun? Der Religionsunterricht ist "freiwillig" - in den Randstunden, während ein Fach namens Ethik, was versucht, moralische und ethische Werte ohne Bezug auf Gott zu lehren, Pflicht ist - egal, ob man nun Christ, Atheist, Jude, Moselm oder Hindu ist. Ist das denn wirklich das, was Berlin zu einer Weltstadt machen soll? Eine aufgezwungene Uniformität?
Ich erinnere mich an meine Schulzeit. Damals gab es zwar kein Ethik und Religion war auch nicht an Randstunden angesiedelt - aber ich hatte gerade den Glauben für mich entdeckt und war ein Hardliner. Wenn nun der Religionsunterricht ohnehin freiwillig ist - wieso suche ich mir dann nicht diesen nach meinem Gusto? So wurde ich dann vom Opus Dei auf den Glauben und das Leben in der Kirche vorbereitet. Neben dem Opus Dei fallen dem geneigten Leser sicherlich noch andere kirchliche Organisationen ein, die vielleicht nicht gerade das Wohlwollen der Welt genießen, wo, sehen wir der Realität ins Auge, die "aufgeklärte" Gesellschaft lieber uns Bürger fernhalten will - ich denke da bspw. an die FSSPX (oder auf islamischer Seite einige radikalere Bewegungen). Ein Freund von mir hat sich, da ja Religionsunterricht eh freiwillig ist, dann für eine religiöse Ausbildung bei den Piusbrüdern entschieden. Ich weiß nicht, ob die "Freiwilligkeit" des Religionsunterrichtes eine gute Sache ist, wenn dann Jugendliche sich eben für die Religionsausbildung ihres Geschmacks entscheiden. Pubertierende Jungens (bei Mädchen lasse ich andere das Urteil fällen) zumindest neigen dann desöfteren zu Hardlinervorstellungen, die im normalen Religionsbereich nicht befriedigt werden. Was ich befürchte, ist, daß religiöse Jugendliche den Ethikunterricht als das sehen, was eher für sie ist - ein Zwang, der von einer Regierung mit einer anderen Weltanschauung ihnen auferlegt ist - und sich ihre religiöse Bildung dann eher bei Hardlinern holen - und Sorgen macht mir da weniger das Opus Dei als wirkliche Hardliner.
Ein anderer Punkt, der dann auch von religiösen Leuten gerne gesagt wird, ist, daß der Religionsunterricht doch ohnehin Schrott sei. Nun... ja, das stimmt, der real existierende Religionsunterricht an Berliner Schulen ist nicht unbedingt gut (wenn es auch hier Ausnahmen gibt). Aber was will man denn für einen Lernerfolg bei einem freiwilligen Fach, daß Noten zwischen "sehr gut" und "im Allgemeinen gut" gibt, erwarten? Das JAhr im Schwabenland - mein Exiljahr - hat mir gezeigt, daß Religionsunterricht, der gleichberechtigt benotet wird, durchaus Format haben kann. In der Hinsicht war ein wichtiger Punkt für das "ja" beim Volksbegehren, daß dieser Religionsunterricht endlich mal einen sinnvollen Lehrplan bekommt.
Zum dritten: Einige katholische Freunde von mir vertraten die Ansicht, daß der Religionsunterricht zur Glaubensunterweisung nichts tauge. Das mag sein, doch halte ich ihn auch nicht für den richtigen Ort hierfür. Gerade in dem Wahlpflichtfachskonzept, wo man für ein Jahr Ethik, Religion oder Weltanschauungsunterricht hätte wählen können, würde es auch eher um etwas anderes gehen, nämlich, den Glauben vorzustellen. Das wäre gerade im immer feuriger geführten Dialog zwischen den verschiedenen weltlichen Ansichten und den Religionen (oder allgemein den Weltanschauungen untereinander) ein Anfang für einen von gegenseitigen Respekt getragenen Dialog. Und diese Möglichkeit sehe ich beim Ethikunterricht nicht.
Wie dem auch sei, alea iacta est. Wir müssen nun das Beste aus der Wahl machen. Wir haben eine Schlacht verloren, nicht den Krieg, wenn man mir diese militärische Metapher verzeihe. Auch wenn Religion als Wahlplfichtfach zu Dialog, Mission und Glaubensunterweisung vielleicht ein Mittel gewesen wäre - es ist nicht das einzige Mittel, was wir haben. Also, auf in die Zukunft :)
Montag, April 27, 2009
Sehr geehrter Herr Wowereit
Wie ich heute im Info-Radio hörte, waren sie darüber froh, daß von den hundert Prozent Berlinern nur 14% für pro Reli waren. Ich muß sagen, ich kann Ihre Freude sehr gut verstehen. Im Jahr 2006 haben sich 58% der Berliner an der Wahl beteiligt und von denen haben 34.2% die SPD gewählt. Das bedeutet, 19% der Berliner waren für Sie. (und hier habe ich mich nur an der Erststimme orientiert, in der Zweitstimme bekam die SPD 30.8%)
Ob man sich derart über fünf Prozent mehr freuen kann, gerade wenn man sich als Mitglied einer Volkspartei bezeichnet - darüber werde ich das Urteil dem werten Leser überlassen.
Ob man sich derart über fünf Prozent mehr freuen kann, gerade wenn man sich als Mitglied einer Volkspartei bezeichnet - darüber werde ich das Urteil dem werten Leser überlassen.
Samstag, April 25, 2009
Sagt mal...
... kann es sein, daß, wenn man heutzutage noch provozieren will (und zwar mit etwas neuem!), man sich eigentlich nur noch bewußt entscheiden kann, ein dummer, nerviger, Trottel zu sein? Am besten mit einem Fleck Rührei auf dem T-Shirt, daß kein Logo einer bestimmten Ideologie zum Besten gibt (das gabs schon alles... wie ernüchtert murmelte ein Punkerfreund - der in seinem Dress auch nicht mehr schockiert - "Ach kacke, das werden hier echt immer mehr" als er eine Glatze mit Thor Steinar - Shirt sah), nein, wenn, dann muß ein No-Name-Brand Marke "Beach Surfer" oder so das halbe Shirt zieren. Sicher werden einige fellow-Christians nun sagen, daß die Wahrheit provoziert - richtig, das tut sie und wird es immer tun. Die Wahrheit wird immer als anmaßend empfunden werden imho. aber kein 16-jähriger, der seine Umwelt provozieren und schocken will, wird deshalb sich für die Wahrheit entscheiden. Und um ehrlich zu sein, vermute ich eine relativ kurze Halbwertszeit bei Leuten, die Christen werden, um zu provozieren.
"Being happy and nice to people is FAR more transgressive, shocking and anti-establishment than any amount of violent/racist/misogynistic imagery these days anyway." - so sagte mal jemand passend auf einem Message Board (wo es übrigens über Noise geht - ja, ich habe immer noch einen schrecklichen Musikgeschmack). Er hat schon teilweise recht. Durch das ganze Rebellentum einerseits und die Empörungsrethorik diverser Ideologen andererseits ist man glückliche, freundliche Menschen gar nicht mehr gewöhnt. Trotzdem würde ich sagen, daß das größte Anti-Establishment der genuine Dork in sich vereint.
Ich als Physiker überlege nun, Pionier dieser neuen rebellischen Bewegung zu sein, um mich später davon zu distanzieren, weil die Szene "zu kommerziell wurde und ihre Ideale negiert hat".
"Being happy and nice to people is FAR more transgressive, shocking and anti-establishment than any amount of violent/racist/misogynistic imagery these days anyway." - so sagte mal jemand passend auf einem Message Board (wo es übrigens über Noise geht - ja, ich habe immer noch einen schrecklichen Musikgeschmack). Er hat schon teilweise recht. Durch das ganze Rebellentum einerseits und die Empörungsrethorik diverser Ideologen andererseits ist man glückliche, freundliche Menschen gar nicht mehr gewöhnt. Trotzdem würde ich sagen, daß das größte Anti-Establishment der genuine Dork in sich vereint.
Ich als Physiker überlege nun, Pionier dieser neuen rebellischen Bewegung zu sein, um mich später davon zu distanzieren, weil die Szene "zu kommerziell wurde und ihre Ideale negiert hat".
Dienstag, April 21, 2009
Darnit!
Es ist nun nicht mehr nur die Zeit, die mich vom Blogposten abhält - ich habe in letzter Zeit mehrfach versucht, zu sinnvollen Themen was zu schreiben, aber irgendwie bin ich ein kleiner Formulierungskrüppel geworden. Wenn ich die Texte nach dem Schreiben nochmal durchlese, finde ich die Texte nicht nur schlecht formuliert, ich finde dann immer, daß diese nicht die Botschaft vermitteln, die sie eigentlich sollen. So a schaß, wie der ÖSterreicher in mir ruft. Ich hoffe, daß ich mich demnächst mal wieder zu einem guten Text durchringen kann, kann es aber nicht versprechen.
Und nur mal wieder zu innerkirchlichen Dingen wie der Piusbruderschaft oder ähnlichem Stellung zu nehmen - ich muß sagen, daß ich darauf keinen Bock habe.
Na ja, was religiöses kurz zum Abschluß:
Vor einiger Zeit nahm Herr Zollitsch zum Sühnetod Christi Stellung. Die Formulierungen, die er nutzte, waren insgesamt betrachtet, eher unvorteilhaft, anfangs häretisch - immerhin hat er zum Ende noch die Kurve bekommen.
Verzeihung - aber ich sehe nicht den Kern der Christlichen Botschaft darin, daß Jesus sich nur hat kreuzigen lassen, um mit uns gemeinsam zu leiden. Christus ist für unsere Sünden gestorben, nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich hat er damit recht, daß mit diesem Glaubensinhalt teilweise eine zu düstere und zu moralische Sicht verbunden war - aber das täuscht nicht darüber hinweg, daß Jesus sein Leben hingab als Lösegeld für alle (oder viele, äh, oder so).
Addendum: Ich habe nun endlich das vollständige Interview gesehen und muß meine Meinung revidieren, zumindest zum Teil. Erzbischof Zollitsch sollte die Fragen nach Tod und Auferstehung Christ "für einen Ungläubigen" erklären. Man mag jetzt darüber streiten, wie man es selbst gemacht hätte, aber na ja - meckern kann man immer, wenn man nach Futter für die Wut sucht. Generell ist das Interview durchaus sehenswert - auch wenn ich seine Meinung zum Gebrauch von Kondomen im Ehepaar nicht teile (auch wenn er sagt, daß Kondome zur Empfängnisverhütung katholisch verboten ist); Kondome, die zu 90% vor einer Ansteckung schützen, stecken immer noch bei jedem zehnten Geschlechtsakt an (jetzt plump ausgedrückt). Was er aber zu der Pius-Affäre, zum Papst und zur Afrikareise sagte, ist sehr gut. Und nun im Kontext und in der Rückschau betrachtet, sagt er, vielleicht mit ungeschickteren Worten, das, was Papst Benedikt schon in seinen Büchern über das Opfer Jesu sagte.
Und nur mal wieder zu innerkirchlichen Dingen wie der Piusbruderschaft oder ähnlichem Stellung zu nehmen - ich muß sagen, daß ich darauf keinen Bock habe.
Na ja, was religiöses kurz zum Abschluß:
Vor einiger Zeit nahm Herr Zollitsch zum Sühnetod Christi Stellung. Die Formulierungen, die er nutzte, waren insgesamt betrachtet, eher unvorteilhaft, anfangs häretisch - immerhin hat er zum Ende noch die Kurve bekommen.
Verzeihung - aber ich sehe nicht den Kern der Christlichen Botschaft darin, daß Jesus sich nur hat kreuzigen lassen, um mit uns gemeinsam zu leiden. Christus ist für unsere Sünden gestorben, nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich hat er damit recht, daß mit diesem Glaubensinhalt teilweise eine zu düstere und zu moralische Sicht verbunden war - aber das täuscht nicht darüber hinweg, daß Jesus sein Leben hingab als Lösegeld für alle (oder viele, äh, oder so).
Addendum: Ich habe nun endlich das vollständige Interview gesehen und muß meine Meinung revidieren, zumindest zum Teil. Erzbischof Zollitsch sollte die Fragen nach Tod und Auferstehung Christ "für einen Ungläubigen" erklären. Man mag jetzt darüber streiten, wie man es selbst gemacht hätte, aber na ja - meckern kann man immer, wenn man nach Futter für die Wut sucht. Generell ist das Interview durchaus sehenswert - auch wenn ich seine Meinung zum Gebrauch von Kondomen im Ehepaar nicht teile (auch wenn er sagt, daß Kondome zur Empfängnisverhütung katholisch verboten ist); Kondome, die zu 90% vor einer Ansteckung schützen, stecken immer noch bei jedem zehnten Geschlechtsakt an (jetzt plump ausgedrückt). Was er aber zu der Pius-Affäre, zum Papst und zur Afrikareise sagte, ist sehr gut. Und nun im Kontext und in der Rückschau betrachtet, sagt er, vielleicht mit ungeschickteren Worten, das, was Papst Benedikt schon in seinen Büchern über das Opfer Jesu sagte.
Donnerstag, April 16, 2009
Herzlichen Glückwunsch & Gottes Segen!
Möge der Allmächtige Gott den Heiligen Vater bei Gesundheit halten und ihm die Kraft geben, das Kirchenschiff weiterhin mit starker, weiser und gütiger Hand zu führen. Und Gottes reichen Segen auch für meinen Papa(Il Papa und Papa :) )! Ach ja, und beiden einen wünsche ich einen wunderschönen Tag heute!
Samstag, April 11, 2009
Quizfrage für Katholiken
Woran merkt man, daß man zuviel arbeitet?
Man merkt es dann, wenn ein Numerarier des Opus Dei Dir als Fastengebot vorschlägt, weniger zu arbeiten und Dir außerdem empfielt, einmal die Woche abends auszugehen.
Und das ist nicht erfunden oder hypothetisch.
Man merkt es dann, wenn ein Numerarier des Opus Dei Dir als Fastengebot vorschlägt, weniger zu arbeiten und Dir außerdem empfielt, einmal die Woche abends auszugehen.
Und das ist nicht erfunden oder hypothetisch.
Montag, März 16, 2009
"Es gibt mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott"
So und ähnlich wollen Atheisten unter anderem der Giordano Bruno-Stiftung an deutschen Bussen zu kleben haben. Ich copypaste hier mal was hin, was ich anderorts (www.katholon.net) geschrieben hab, weil es meine Gedanken doch ganz gut in Worte kleidet.
Mal ganz modernistisch gesprochen: Als eine Weltanschauung, von der deren Vertreter den Eindruck haben, sie wäre die einzig richtige, ist es durchaus legitim, daß der Atheismus durch solche Werbungen missionieren will. - Klar, diesen Ausdruck werden sie sich verbitten, da der Atheismus ja angeblich nicht missioniert, sondern aufklärt. Wo besteht da eigentlich der Unterschied? Mission ist doch - und das sollten Atheisten mal jenseits ihrer geliebten Polemik anerkennen (als die Menschen, die die Vernunft und Aufklärung für sich gepachtet haben) - auch nichts weiteres als eine Aufklärung in den "Grenzen" der jeweiligen Religion. Ein Christ, Moslem, Jude, Buddhist, ja, selbst ein Neuheide, Rastafari oder Okkultist, der Leute zu seinem Glauben führen will, wird höchstwahrscheinlich vom Wahrheitsgehalt seines Glaubens überzeugt sein, womit Mission und Aufklärung fast synonym zu verwenden sind. Ich sage fast, da die christliche Mission nicht nur aus großen Worten - meinetwegen auf deutschen Bussen - sondern zu einem großen Teil auch aus aktiver Nächstenliebe besteht. Aber wie gesagt: Werbung/Aufklärung/Mission für ein Credo, von dessen allgemeingültigkeit man überzeugt ist, ist legitim.
Was sich jedoch langsam mal die "missionswütigen" Atheisten überlegen sollten, ist eine Botschaft, die nicht nur aus Negation des Glaubens besteht. Es ist ziemlich erbärmlich, doch noch aufs Christentum in diesem Land angewiesen zu sein, um überhaupt etwas einer Definition nahekommendes zu haben. Der Vollidiot Anton Szandor LaVey sagte mal, daß die Kirche dem Teufel dankbar sein sollte, da dieser sie so lang im Geschäft hielt - tja, ähnliches kann man auch über diese Form des Atheismus sagen: Ohne die Präsenz des Transzendenten fehlt ihnen überhaupt eine Möglichkeit zur Selbstdefinition und sie können einpacken. Wenn das Credo dieser Form vom Atheismus ein kurzes "Wir glauben nicht" ist, ist das ganze recht schwach. Klar, ich weiß/denke, daß der Atheismus nicht viel mehr zu bieten hat, aber hey - wenn die werten Herren der Giordano Bruno-Stiftung das auch denken, sollten sie ohnehin sofort einpacken.
Diese Erbärmlichkeit wird nur noch durch den Vorschlag des "Evolutionstages" getoppt: Bitte, werte Gottlose, das ist alles, was ihr zu feiern habt? Da finde ich die "Grav-Mass" von Stallman sinnvoller.
PS: Bitte liebe Atheisten: Wenn ihr Euch nicht vollkommen lächerlich machen wollt, dann verhindert diesen Vorschlag doch mit allen Mitteln: "Gott ist eine Behauptung. Menschenrechte sind real. Auf uns kommt es an"
Wie real sind denn die Menschenrechte ohne eine höhere Instanz - und selbst mit der, wie lang ist bspw. die Frau schon gleichberechtigt (Anm.: Materialisten im 19.Jh. wiesen noch nach, daß die Frau dümmer als der Mann sei, Irre wurden durch Lobotomie kaltgestellt - beides im Zeichen des Materialismus. Das soll nicht heißen, daß Atheisten/Materialisten per se schlecht sind, sondern vor allem, daß die Menschenrechte auch in jüngerer Zeit sich noch etwas entwickelt haben. )? Kann man wirklich von "realen Menschenrechten" sprechen, wenn in der Hand des Menschen liegt, diese zu ändern? Oder sind die Menschenrechte eines der wenigen (sind es so wenige?) Dogmen, die ihr habt? Was unterscheidet Euch dann von den Religiösen Menschen der Welt?
Mal ganz modernistisch gesprochen: Als eine Weltanschauung, von der deren Vertreter den Eindruck haben, sie wäre die einzig richtige, ist es durchaus legitim, daß der Atheismus durch solche Werbungen missionieren will. - Klar, diesen Ausdruck werden sie sich verbitten, da der Atheismus ja angeblich nicht missioniert, sondern aufklärt. Wo besteht da eigentlich der Unterschied? Mission ist doch - und das sollten Atheisten mal jenseits ihrer geliebten Polemik anerkennen (als die Menschen, die die Vernunft und Aufklärung für sich gepachtet haben) - auch nichts weiteres als eine Aufklärung in den "Grenzen" der jeweiligen Religion. Ein Christ, Moslem, Jude, Buddhist, ja, selbst ein Neuheide, Rastafari oder Okkultist, der Leute zu seinem Glauben führen will, wird höchstwahrscheinlich vom Wahrheitsgehalt seines Glaubens überzeugt sein, womit Mission und Aufklärung fast synonym zu verwenden sind. Ich sage fast, da die christliche Mission nicht nur aus großen Worten - meinetwegen auf deutschen Bussen - sondern zu einem großen Teil auch aus aktiver Nächstenliebe besteht. Aber wie gesagt: Werbung/Aufklärung/Mission für ein Credo, von dessen allgemeingültigkeit man überzeugt ist, ist legitim.
Was sich jedoch langsam mal die "missionswütigen" Atheisten überlegen sollten, ist eine Botschaft, die nicht nur aus Negation des Glaubens besteht. Es ist ziemlich erbärmlich, doch noch aufs Christentum in diesem Land angewiesen zu sein, um überhaupt etwas einer Definition nahekommendes zu haben. Der Vollidiot Anton Szandor LaVey sagte mal, daß die Kirche dem Teufel dankbar sein sollte, da dieser sie so lang im Geschäft hielt - tja, ähnliches kann man auch über diese Form des Atheismus sagen: Ohne die Präsenz des Transzendenten fehlt ihnen überhaupt eine Möglichkeit zur Selbstdefinition und sie können einpacken. Wenn das Credo dieser Form vom Atheismus ein kurzes "Wir glauben nicht" ist, ist das ganze recht schwach. Klar, ich weiß/denke, daß der Atheismus nicht viel mehr zu bieten hat, aber hey - wenn die werten Herren der Giordano Bruno-Stiftung das auch denken, sollten sie ohnehin sofort einpacken.
Diese Erbärmlichkeit wird nur noch durch den Vorschlag des "Evolutionstages" getoppt: Bitte, werte Gottlose, das ist alles, was ihr zu feiern habt? Da finde ich die "Grav-Mass" von Stallman sinnvoller.
PS: Bitte liebe Atheisten: Wenn ihr Euch nicht vollkommen lächerlich machen wollt, dann verhindert diesen Vorschlag doch mit allen Mitteln: "Gott ist eine Behauptung. Menschenrechte sind real. Auf uns kommt es an"
Wie real sind denn die Menschenrechte ohne eine höhere Instanz - und selbst mit der, wie lang ist bspw. die Frau schon gleichberechtigt (Anm.: Materialisten im 19.Jh. wiesen noch nach, daß die Frau dümmer als der Mann sei, Irre wurden durch Lobotomie kaltgestellt - beides im Zeichen des Materialismus. Das soll nicht heißen, daß Atheisten/Materialisten per se schlecht sind, sondern vor allem, daß die Menschenrechte auch in jüngerer Zeit sich noch etwas entwickelt haben. )? Kann man wirklich von "realen Menschenrechten" sprechen, wenn in der Hand des Menschen liegt, diese zu ändern? Oder sind die Menschenrechte eines der wenigen (sind es so wenige?) Dogmen, die ihr habt? Was unterscheidet Euch dann von den Religiösen Menschen der Welt?
Freitag, Januar 30, 2009
Tabloid works fine
Dank Frank bin ich auf die, sagen wir mal "selbstzusammenstellbare Zeitung" Tabloid aufmerksam geworden. Gerade für das regelmäßige Verfolgen der Wissenschaft ist das imho eine bessere Möglichkeit als ein RSS-Feed, da es irgendwie zwischen einem Alert und einem Feed steht. Und sehen lassen kann sich das ganze auch:
Montag, Januar 26, 2009
Zu christlicher Musik
Tobias schrieb in meinem Post bzgl. des... nennen wir es mal auffallenden Liedes der Aktion pro Reli (der ich zum Sammeln von genügend Unterschriften gratuliere und mich freue, meinem kleinen Beitrag dazu getan zu haben!) folgendes:
Hierzu verweise ich auf folgenden Blogeintrag: Artikel über christliche Popmusik. Das ist eine Artikelserie, die ich anno dazumal für erziehungstrends geschrieben hab.
Es ist durchaus so, daß ich die christliche Musikszene zum Teil kenne und schätze, auch wenn sich meine damals doch recht positive Bewertung nicht mehr hundertprozentig halten kann. Das liegt daran, daß gerade die Bands auf CCMmagazine.com und sound7.de mir doch zu häufig zu lobpreisend und süßlich sind. Nichts gegen Lob und Preis, ein Hosanna in der Höhe etc. Absolut nichts. Aber das ist mir dann doch zu wenig. Warum machen so wenig Christen Lieder (und zwar nicht pieksüße!) über Ereignisse der kirchlichen Geschichte? Warum singen so wenige über - eben in unserem Glauben auch vorkommende - Themen wie Glaubenszweifel, Glauben trotz dieser Zweifel? Ich mein, wenn man mal den Text des Salve Regina - auch gerne in der deutschen Version - uns auf der Zunge zergehen lassen, dann ist das nicht so ein "smiling christian"-Zeug, sondern behandelt konkret das Leiden "Zu Dir rufen wir verbannten Kinder Evas, zu Dir seufzen wir, trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen".
Und warum singen so wenige auch mal von "weltlichen" Themen wie (eheliche) Liebe - und zwar ohne moralischen Zeigefinger? Atheistische Bands singen ja auch nicht immer nur von Darwin und materiellen Gelüsten und davon, daß es keinen Gott geben soll, sondern eben auch von Freundschaft, Ehrlichkeit, erzählen Anekdoten über ihre Kindheit, danken ihrem Vater etc. Das alles können und sollen wird auch.
Warum wird so wenig sozialkritisches gesungen? Zu Abtreibung könnte man viel machen. Aber auch andere Gebiete wie den Raubtierkapitalismus, die immer größere Grube zwischen Arm und Reich, die Verwahrlosung der Jugend, die Verfolgung christlicher Mitbrüder auf der Erde könnte man mit guten Liedern anprangern.
Ich muß sagen, daß zum großen Teil ich mich in moderneren Liedtexten Jesu zu Ehren eher wenig finden kann.
Ist keine Musik, auch keine Lyrik, keine Frage.
Aber könnte es vielleicht sein, daß Ihr alle noch nie wirklich einen ernsthaften Blick in die christliche Musikszene geworfen habt? :-D
Ich empfehle einmal CCMmagazine.com und sound7.de als Sprungbrett. Gute christliche Rock- und Popmusik ist nicht die Ausnahme, sondern in der anglophonen Welt schon lange die Regel und auch bei uns (vor allem im protestantischen Bereich) nach und nach immer breiter gestreut.
Gruß, Tobias :-)
Hierzu verweise ich auf folgenden Blogeintrag: Artikel über christliche Popmusik. Das ist eine Artikelserie, die ich anno dazumal für erziehungstrends geschrieben hab.
Es ist durchaus so, daß ich die christliche Musikszene zum Teil kenne und schätze, auch wenn sich meine damals doch recht positive Bewertung nicht mehr hundertprozentig halten kann. Das liegt daran, daß gerade die Bands auf CCMmagazine.com und sound7.de mir doch zu häufig zu lobpreisend und süßlich sind. Nichts gegen Lob und Preis, ein Hosanna in der Höhe etc. Absolut nichts. Aber das ist mir dann doch zu wenig. Warum machen so wenig Christen Lieder (und zwar nicht pieksüße!) über Ereignisse der kirchlichen Geschichte? Warum singen so wenige über - eben in unserem Glauben auch vorkommende - Themen wie Glaubenszweifel, Glauben trotz dieser Zweifel? Ich mein, wenn man mal den Text des Salve Regina - auch gerne in der deutschen Version - uns auf der Zunge zergehen lassen, dann ist das nicht so ein "smiling christian"-Zeug, sondern behandelt konkret das Leiden "Zu Dir rufen wir verbannten Kinder Evas, zu Dir seufzen wir, trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen".
Und warum singen so wenige auch mal von "weltlichen" Themen wie (eheliche) Liebe - und zwar ohne moralischen Zeigefinger? Atheistische Bands singen ja auch nicht immer nur von Darwin und materiellen Gelüsten und davon, daß es keinen Gott geben soll, sondern eben auch von Freundschaft, Ehrlichkeit, erzählen Anekdoten über ihre Kindheit, danken ihrem Vater etc. Das alles können und sollen wird auch.
Warum wird so wenig sozialkritisches gesungen? Zu Abtreibung könnte man viel machen. Aber auch andere Gebiete wie den Raubtierkapitalismus, die immer größere Grube zwischen Arm und Reich, die Verwahrlosung der Jugend, die Verfolgung christlicher Mitbrüder auf der Erde könnte man mit guten Liedern anprangern.
Ich muß sagen, daß zum großen Teil ich mich in moderneren Liedtexten Jesu zu Ehren eher wenig finden kann.
Labor, Labor, Labor....
Meine Güte, es ist still geworden! Ich muß auch sagen, daß ich im Augenblick kaum am Bloglesen bin; alle Tage gucke ich mal in den einen oder anderen, oft, ohne einen Kommentar zu hinterlassen.
Ich bin halt im Augenblick ordentlich am Arbeiten. Und schlimmer noch: Ich fühle mich dabei so pudelwohl, daß ich der Arbeit kaum durch im Internet surfen - es sei denn, es nutzt meiner Arbeit - entfliehen will. Kurz gefaßt: Ich bin ein ziemlicher Physikernerd.

Hier sieht man mal ein Bild meines Labors, in dem ich viel, viel Zeit verbringe, Momente des Triumphes wie der Verzweiflung erlebe etc. Was ich da mache? Nun, vor allem solche Bilder erstellen:

Das Bild ist etwas nachbearbeitet, um die sogenannte four-fold-symmetry (diese Pyramidalstruktur) einiger Punkte zu betonen. Es ist ein Bild einer Magnesia-Oberfläche auf Silber; ein Beugungsbild, was Informationen über die Struktur der Oberfläche gibt. Damit ist es ein Monitor für bspw. Strukturänderungen oder (wie die Pyramiden, auf die ich hier hinweise) für einen bestimmten "Wachstumsmodus".
Gut, das ist eigentlich nicht, was ich im Augenblick tu; die Messungen sind ca schon einen Monat alt. Zur Zeit kämpfe ich darum, möglichst kalt an meiner Probe werden zu können. Dazu nutzt man flüssiges Helium, was einen Siedepunkt von ca -269°C hat - das ist 4 Grad über der geringst möglichen Temperatur!
Soweit runter brauche ich an der Probe nicht zu kommen, doch -253 bis -243 °C wäre schon wünschenswert. Und na ja, darum kämpfe ich gerade mit meinem Laborpartner, der mir zweimal pro Woche mich an seiner dreißigjährigen Erfahrung - und an seinem Handwerkerslang - teilhaben läßt. Wenn dieser Kampf hinter mir liegt, kann man endlich, nach zehn Monaten diverser Pannen, Flüchen ob den Horsten, die vor mir an der Kammer arbeiteten (es waren ca zehn Sachen ohne mein Zutun daran von Anfang an im Eimer) und doch einigen Momenten des Triumphs doch mal anfangen zu messen. Ein meiner Meinung nach gutes Konzept für die Messungen, die da kommen mögen, hab ich inzwischen ausgearbeitet und ich bin mal gespannt, ob ich die Ideen, die ich bisher habe, dann auch realisieren kann.
Na ja, und da ich nach dem durchschnittlichen Arbeitstag irgendwie nur noch in meiner Wohnung herumfaulen will, hört man kaum noch was von mir - auch wenn Themen wie das Schreiben des Heiligen Vaters zu den neuen Kommunikationsmöglichkeiten etc. auf der einen und die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft auf der anderen Seite eigentlich tolle Themen für den einen oder anderen Post wären.
Ich bin halt im Augenblick ordentlich am Arbeiten. Und schlimmer noch: Ich fühle mich dabei so pudelwohl, daß ich der Arbeit kaum durch im Internet surfen - es sei denn, es nutzt meiner Arbeit - entfliehen will. Kurz gefaßt: Ich bin ein ziemlicher Physikernerd.
Hier sieht man mal ein Bild meines Labors, in dem ich viel, viel Zeit verbringe, Momente des Triumphes wie der Verzweiflung erlebe etc. Was ich da mache? Nun, vor allem solche Bilder erstellen:
Das Bild ist etwas nachbearbeitet, um die sogenannte four-fold-symmetry (diese Pyramidalstruktur) einiger Punkte zu betonen. Es ist ein Bild einer Magnesia-Oberfläche auf Silber; ein Beugungsbild, was Informationen über die Struktur der Oberfläche gibt. Damit ist es ein Monitor für bspw. Strukturänderungen oder (wie die Pyramiden, auf die ich hier hinweise) für einen bestimmten "Wachstumsmodus".
Gut, das ist eigentlich nicht, was ich im Augenblick tu; die Messungen sind ca schon einen Monat alt. Zur Zeit kämpfe ich darum, möglichst kalt an meiner Probe werden zu können. Dazu nutzt man flüssiges Helium, was einen Siedepunkt von ca -269°C hat - das ist 4 Grad über der geringst möglichen Temperatur!
Soweit runter brauche ich an der Probe nicht zu kommen, doch -253 bis -243 °C wäre schon wünschenswert. Und na ja, darum kämpfe ich gerade mit meinem Laborpartner, der mir zweimal pro Woche mich an seiner dreißigjährigen Erfahrung - und an seinem Handwerkerslang - teilhaben läßt. Wenn dieser Kampf hinter mir liegt, kann man endlich, nach zehn Monaten diverser Pannen, Flüchen ob den Horsten, die vor mir an der Kammer arbeiteten (es waren ca zehn Sachen ohne mein Zutun daran von Anfang an im Eimer) und doch einigen Momenten des Triumphs doch mal anfangen zu messen. Ein meiner Meinung nach gutes Konzept für die Messungen, die da kommen mögen, hab ich inzwischen ausgearbeitet und ich bin mal gespannt, ob ich die Ideen, die ich bisher habe, dann auch realisieren kann.
Na ja, und da ich nach dem durchschnittlichen Arbeitstag irgendwie nur noch in meiner Wohnung herumfaulen will, hört man kaum noch was von mir - auch wenn Themen wie das Schreiben des Heiligen Vaters zu den neuen Kommunikationsmöglichkeiten etc. auf der einen und die Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft auf der anderen Seite eigentlich tolle Themen für den einen oder anderen Post wären.
Mittwoch, Januar 07, 2009
kathspace
Kathspace ist, ähnlich wie das schon länger existierende Vatican Friends , ein social network für Katholiken.
Hmm.... Ich denke zwar, daß ich mich da sicherlich anmelden werde, aber ich frage mich dabei dann doch immer, ob das wirklich nötig ist. Ich mein, auf Facebook, meinvz und studivz ja auf jeden Fall auch Katholiken. Vielleicht ist es teilweise ganz sinnvoll, einen Webraum "unter uns" zu haben, aber vom Missionscharakter ist vielleicht eine Stärkung der, öhm, "katholischen Front" auf Facebook/*****vz sinnvoller, oder?
Aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Hmm.... Ich denke zwar, daß ich mich da sicherlich anmelden werde, aber ich frage mich dabei dann doch immer, ob das wirklich nötig ist. Ich mein, auf Facebook, meinvz und studivz ja auf jeden Fall auch Katholiken. Vielleicht ist es teilweise ganz sinnvoll, einen Webraum "unter uns" zu haben, aber vom Missionscharakter ist vielleicht eine Stärkung der, öhm, "katholischen Front" auf Facebook/*****vz sinnvoller, oder?
Aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Donnerstag, Dezember 25, 2008
Gesegnete Weihnachten!
Liebe Leute, wenigstens zum Fest der Geburt Christi muß ich mich ja doch mal aus meiner Stasis erheben und Euch alles erdenklich Gute wünschen; schließlich ist heute das Fest der Geburt unseres Erlösers, unseres Herrn, unseres Gottes.
Stille Nacht, Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,
Durch der Engel Halleluja.
Tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da,
Christ, der Retter ist da!
Stille Nacht, Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,
Durch der Engel Halleluja.
Tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da,
Christ, der Retter ist da!
Samstag, November 29, 2008
"Insbesondere bei jungen Leuten"
... irgendwie hat sich die Floskel für mich zur "Unfloskel" des Jahres 2008 entwickelt.
Was nicht alles "insbesondere bei Jungen Leuten" sich einer gewissen Beliebtheit erfreut!
- Kindermessen
- die Alte Messe
- Jugendgottesdienste mit Rap
- Lateinische Messen
- der WYD
- die diözesanen Jugendtage
...
die Liste läßt sich allein innerkirchlich gesehen endlos fortsetzen. Ist es seit neuem ein Qualitätsmerkmal, wenn etwas "insbesondere bei jungen Leuten" ankommt? Sicher, junge Leute sind jung, dynamisch, die Zukunft, das muß doch dann toll sein!
Auf der anderen Seite sind noch andere Sachen "insbesondere bei Jungen Leuten" beliebt:
- Happy Slapping
- Haschisch
- Alkoholexzesse
- Prügeleien in der Disco
...
Sind die Dinge vielleicht empfehlenswert? Ich meine, sie sind doch "insbesondere bei jungen Leuten"...
Außerdem vergißt man bei allem Eifer, die jungen Leute (verzeihung, "insebesondere die jungen Leute") zu gewinnen, daß es auch die Erwachsenen und die Alten Leute gibt. Diese sollten auch nicht vergessen werden! Was nämlich insbesondere bei jungen Leuten überhaupt nicht gut ankommt, ist, wenn sie sehen, daß ihre Großväter verbittert zuhause sitzen, weil sie allein gelassen wurden.
Was nicht alles "insbesondere bei Jungen Leuten" sich einer gewissen Beliebtheit erfreut!
- Kindermessen
- die Alte Messe
- Jugendgottesdienste mit Rap
- Lateinische Messen
- der WYD
- die diözesanen Jugendtage
...
die Liste läßt sich allein innerkirchlich gesehen endlos fortsetzen. Ist es seit neuem ein Qualitätsmerkmal, wenn etwas "insbesondere bei jungen Leuten" ankommt? Sicher, junge Leute sind jung, dynamisch, die Zukunft, das muß doch dann toll sein!
Auf der anderen Seite sind noch andere Sachen "insbesondere bei Jungen Leuten" beliebt:
- Happy Slapping
- Haschisch
- Alkoholexzesse
- Prügeleien in der Disco
...
Sind die Dinge vielleicht empfehlenswert? Ich meine, sie sind doch "insbesondere bei jungen Leuten"...
Außerdem vergißt man bei allem Eifer, die jungen Leute (verzeihung, "insebesondere die jungen Leute") zu gewinnen, daß es auch die Erwachsenen und die Alten Leute gibt. Diese sollten auch nicht vergessen werden! Was nämlich insbesondere bei jungen Leuten überhaupt nicht gut ankommt, ist, wenn sie sehen, daß ihre Großväter verbittert zuhause sitzen, weil sie allein gelassen wurden.
Mittwoch, November 26, 2008
Montag, November 24, 2008
Stille!
Liebe Leute,
in letzter Zeit ist es hier etwas ruhiger (öhm... etwas....) Das liegt daran, da0 ich gerade wie ein Affe im Labor maloche. Am 12.12. ist eine so-called Subcluster-Versammlung des Exzellenzclusters Unicat und davor will ich einerseits noch was schaffen (gute MgO-Filme auf meinen Kristall präparieren, analysieren und mit ein wenig Glück vllt meine Probe auf 30K einkühlen können. In meiner Freizeit, wenn ich nicht gerade Doom spiele, lese ich Paper oder programmiere (python/Django, für die, die es wissen wollen), wodurch selbst das Bloglesen z.Zt. etwas eingeschlafen ist.
Aber keine Angst, dieser Weblog hat schon längere Schweigeperioden überstanden und sogar Depressionen - ick werd schon wieder wat schreiben :)
Betet für mich, meine Kammer und meinen Kristall, so wie ich für Eure Kammer und euren Kristall bete-äh.
Eine schöne und besinnliche Adventszeit beginnt! Gottes Segen sei mit Euch!
in letzter Zeit ist es hier etwas ruhiger (öhm... etwas....) Das liegt daran, da0 ich gerade wie ein Affe im Labor maloche. Am 12.12. ist eine so-called Subcluster-Versammlung des Exzellenzclusters Unicat und davor will ich einerseits noch was schaffen (gute MgO-Filme auf meinen Kristall präparieren, analysieren und mit ein wenig Glück vllt meine Probe auf 30K einkühlen können. In meiner Freizeit, wenn ich nicht gerade Doom spiele, lese ich Paper oder programmiere (python/Django, für die, die es wissen wollen), wodurch selbst das Bloglesen z.Zt. etwas eingeschlafen ist.
Aber keine Angst, dieser Weblog hat schon längere Schweigeperioden überstanden und sogar Depressionen - ick werd schon wieder wat schreiben :)
Betet für mich, meine Kammer und meinen Kristall, so wie ich für Eure Kammer und euren Kristall bete-äh.
Eine schöne und besinnliche Adventszeit beginnt! Gottes Segen sei mit Euch!
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