Samstag, Mai 30, 2009

Not God is a DJ....

... but me.In your Face, Faithless! (Echt, ich habe das Lied god is a DJ von Faithless immer gehaßt)

Nachdem ich gestern meine Twitterfreunde genug damit penetrierte, daß ich bei blip.fm nun auch ein DJ bin (haha), dachte ich, verewige ich das mal hier. Blip.fm erinnert mich ein weng an last.fm meets twitter. Du hast eine unglaublich riesige Auswahl an Songs, die Du "blippen", d.h. auf die public timeline (eben wie bei Twitter die tweets) stellen kannst, mit den üblichen 140 Zeichen Kommentar. In der Hinsicht kannst Du quasi eine Art neuen Musiksender schaffen. Gestern hab ich viel Dubstep gespielt, heute werde ich mich auf Power Noise fokussieren, in der Hinsicht ist es eher was für Yon.
Na ja, generell kann ich Euch blip.fm empfehlen, denn es macht wirklich viel Spaß - und man fragt sich, wieso man eine große Musiksammlung zuhause braucht. Ach ja: Für den Ipod :)

Donnerstag, Mai 21, 2009

Zu dem, was über Lehmann und Zollitsch so gesagt wird.

Sag nicht "Der ist ein Trunkenbold", wenn Du ihn einmal betrunken gesehen hast, oder "Der ist ein Ehebrecher", weil Du ihn einmal sündigen sahst (...) Eine einzige Tat rechtfertigt nicht eine solche Bezeichnung (...) Den hl. Petrus darf man nicht blutrünstig nennen, weil er einmal Blut vergossen hat, ebenso nicht einen Flucher, weil er einmal einen Fluch ausgestoßen hat. Um ein Laster oder eine Tugend mit Recht als Beinamen zu erhalten, muß man darin fortgeschritten sein und sie gewohnheitsmäßig üben. Es ist also eine Verleumdung, jemand einen Dieb oder Jähzornigen zu nennen, weil man ihn einmal unehrlich oder zornig gesehen hat.
Sogar wenn jemand lange Zeit lasterhaft war, läuft man Gefahr zu lügen, wenn man ihn lasterhaft nennt. Simon der aussätzige nannte Maria Magdalena eine Sünderin, weil sie es früher war, er sagte aber trotzdem die Unwahrheit, denn sie war es nicht mehr, sondern eine heilige Büßerin. (...) Die Güte Gottes ist so groß, daß ein Augenblick genügt, um seine Gnade zu erflehen und zu erlangen, welche Sicherheit haben wir also, daß der Sünder von gestern es auch heute noch ist? (...) Wir können also niemals einen Menschen schlecht nennen, ohne Gefahr zu laufen, daß wir lügen.
Um mit Recht die Laster anderer zu tadeln, muß es der Nutzen dessen erfordern, über den oder zu dem man spricht.
Vor allem muß ich meine Worte sorgfältig wählen, um nicht ein Wort zu viel zu sagen. Wenn ich z.B. das freie Benehmen eines Burchen oder Mädchens tadle, weil es unschicklich oder zweideutig ist, bei Gott, dann muß ich meine Worte genau abwägen, um die Sache auch nicht im Geringsten zu vergrößern! Wenn etwas nur den Anschein des Schlechten hatte, dann sage ich eben nur das und nicht mehr.... war es weder unklug noch anscheinend schlecht ... , dann sage ich entweder gar nichts oder eben dies. ... Außerdem muß ich beim Tadeln eines Fehlers soviel wie möglich die Person dessen schonen, der ihn begangen hat.
Über öffentliche Sünder, die auch als solche allgemein bekannt sind, darf man sich allerdings freimütig äußern, vorausgesetzt, daß es immer im Geiste der Liebe und des Mitleids geschehe, nicht in selbstgefälligen Hochmut oder aus Schadenfreude, denn es verrät einen niedrigen und gemeinen Geist. ...
Jeder nimmt sich die Freiheit, die Fürsten zu tadeln und ganzen Nationen Schlechtes nachzusagen, je nach seiner Einstellung zu ihnen. Begehe nicht den gleichen Fehler, er ist nicht nur eine Beleidigung Gottes, sondern auch Anlaß zu allen möglichen Streitigkeiten.
Hörst Du lieblos reden, so bezweifle die Anschuldigung, soweit Du kannst, ist auch das unmöglich, dann zeige Mitleid mit ihm und suche das Gespräch auf etwas anderes zu lenken.

Hl. Franz von Sales, bitte für uns!

Sonntag, Mai 10, 2009

Internet-TV (1) - Witziges

Ich habe nun seit drei Jahren oder so keinen Fernseher mehr. Und ich vermisse ihn auch nicht. Nicht unbedingt, weil man ja auf gewissen Seiten alles ohehin sehen könnte - was dann teilweise illegal wäre. Nein, ich denke, daß es inzwischen deutlich besseres, interessanteres und witzigeres im Internet zu sehen gibt. Und nun dachte ich mir, daß ich ganz weltlich einige davon vorstelle.


The Angry Video Game Nerd reviewt schlechte Videospiele bzw. die Konsolen dazu. Er benutzt sehr profane Sprache, was nicht gefallen muß, aber die Reviews sind witzig und man lernt desöfteren viel über die Geschichte der Videogames. Einige weitere Videos von dem Herrn sind auch wirklich sehenswert, so sein Godzillathon, wo er sich bemüht, alle godzilla-movies kurz zu reviewen oder die Top-Ten Reihe, speziell wegen den Top Ten Riddler-Riddles. Und hier flucht er auch nicht so viel. Meine Lieblingsepisode ist leider auch die mit dem größtem Kritikpunkt: Es ist die Review von The Wizard DEM Product-Placement-Movie betreffs Super Mario Bros III (legendäres Spiel btw., sollte ich auch mal wieder zocken). Die Review ist witzig, insightful und der Angry Video Game Nerd kann gut erklären, warum Super Mario Bros satanisch ist. Leider gibts danach ne blasphemische Szene, worauf ich nur "Pater dimitte illis non enim sciunt quid faciunt" sagen kann. Ansonsten: it's worth to be checked out.


Kommen wir zum "Hauptrivalen": That guy with the glasses. Hinter dem Namen steckt inzwischen quasi ein ganzes Kollektiv von Internet-TV-Machern, und ich werde hier kurz nur auf die wichtigsten eingehen. Man kann sich ja noch selber durchklicken.
Nostalgia Critic: Der Nostalgia Critic rezensiert grottenschlechte Klassiker wie Mortal Combat, Street Fighter (die Filme), He-Man etc. Großartig, wie er sich darüber aufregen kann, köstlich zu gucken. Sehr sehr empfehlenswert. Der Macher ist auch, soweit ich weiß, der Hauptinitiator von that guy with the glasses. Letztes Jahr gab es eine amüsante, gefakte Fehde zwischen AVGN und eben Nostalgia Critic, die dann auch in Videos dokumentiert wurde. an der Stelle sah man auch mal wieder das wunderbare des Internets: Wie viel - teilweise wirklich gut aussehende Fan-Art dabei gemacht wurde, ist einfach phantastisch. Gut zum Einsteigen ist quasi alles vom Nostalgia Critic, ich liebe besonders seine Mortal Combat- und die He-Man - Review. Und die Pokemon-Review ist auch göttlich.
Nostalgia Chick: Sie macht, plump gesagt, dassselbe wie der Nostalgia Critic, und das macht sie gut, mit etwas unterkühlter Art, was sehr angenehm ist. Teen Witch und She-Ra sind hier gute Einstiegsdrogen.
Linkara: Dasselbe wie beide oben genannten, nur auf Comics bezogen. Einfach göttlich inspiriert ist seine Review von Uncanny X-Men 423 und 424; diese beiden Episoden gehen um den Kampf der "Church of Humanity" gegen die Mutanten. Interessanterweise ist die Church of humanity ziemlich an die sancta ecclesia angelegt und das Comic beginnt mit dem bekloppten Satz "Religion killed more people than cancer". Und hach, wie liebe ich Linkara für diese besondere Art Glaubenszeugnis, das er beim Verreissen dieses Comic-Machwerks von sich gibt (er ist Christ und anscheinend Katholik). Wie gesagt: köstlich zu sehen.
Little Miss Gamer: Hab ich erst vor kurzem entdeckt und sie spricht eher über Videospiele oder Pinball-Automaten - und verreisst mal ausnahmsweise nicht nur schlechtes (ja, ich hab ein Faible dafür, daß schlechte mediale Produkte verrissen werden). Einerseits finde ich die Dame sehr süß - was für mich schon ein Grund ist, die show zu gucken und bspw. die Episode über Flipperautomaten ist wirklich informativ.


Muß ich überhaupt noch was über Stephen Colbert sagen? Klassiker im Late-Night Buiseness.


Ulmen-TV kann man als Verstehen sie Spaß auf Crack bezeichnen. Teilweise wirklich schon jenseits des guten Geschmacks gibt es doch immer wieder Episoden, die ich einfach köstlich finde. Außerdem spielt mein Bruder bei den Alexander von Eich-Episoden mit!

Sodele, das wärs fürs erste. Stay tuned für ernsthaftere Dinge etc. Religiöse Serien werde ich auch reviewen, aber ich würde mich freuen, wenn mir die werten Leser sowohl weltliche als auch geistliche internet-shows empfehlen könnten.

Donnerstag, Mai 07, 2009

Situation an Berliner Schulen



Was mich erschrickt, ist, daß das so ziemlich die erste Dokumentation zu diesem Thema ist. Schon zu meiner Schulzeit (also über zehn Jahre her) war das aggressive Verhalten türkischer Jugendlicher in gewissen Gegenden schon ein großes Thema unter den Schülern. Aber damals wie heute hat zumindest die Berliner Politik einen Mantel des Schweigens darüber ausgebreitet. Oder wollte zu einem großen mea culpa anstimmen.

Ich danke der Dame für diese Reportage, da sie damit ein Problem, was in gewissen Gegenden in Berlin immanent ist, zur Sprache brachte.

Dienstag, Mai 05, 2009

Gottlos on tour

(kann man das dann eigentlich als Magical Mystery tour bezeichnen? o_O)
Atheisten aus deutschen Landen werden nun, nachdem einige Verkehrsbetriebe nicht ihr ok zu ihrer Kampagne gaben, mit einem eigenen Bus Werbung machen (I'll build my own bus! With Black Jack! And hookers!).
Wie ich an anderer Stelle sagte, finde ich es durchaus legitim, als Atheist über die Ideologie, von dessen Wahrheitsgehalt man überzeugt ist, Werbung zu machen. Ehrlich, ich begrüße es sogar, wenn jemand versucht, mich von der Wahrheit zu überzeugen. Ich will es ja auch - die Vorstellungen von dieser Wahrheit divergieren halt.
Und ein Spruch wie „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ finde ich jetzt nicht wirklich schlimm und kann sogar etwas verstehen, warum sie so einen Spruch wählen.
Desöfteren neigt Mission dazu, zu behaupten, man könne als Atheist kein erfülltes Leben haben. Sicherlich, ich als gläubiger Mensch weiß, was damit gemeint ist - aber ich konnte eigentlich erst nach meiner Bekehrung im vollen Maß erkennen, daß vorher etwas fehlte. Und die, die merken, daß ohne Gott das Leben keine Erfüllung findet, sind eigentlich per definition schon Suchende.
Nun ist es aber so, daß man von einem Atheisten meiner Meinung nach nicht verlangen kann, dieses fehlende zu erkennen (wie ich das oben mit dem Begriff des Suchenden und der Unterscheidung vom Atheisten versucht habe, zusammenzufassen). Sicherlich, ich bin der Meinung, daß der Glaube an Jesus Christus die Sicht des Lebens um eine zusätzliche Dimension erweitert, und daß dadurch die "weltliche" Dimension in den sinnvollen Bezug gesehen wird. Aber das zu erkennen erfordert meiner Meinung nach die Hilfe Gottes.
Vor einigen Jahren sang Gentleman ungefähr (ich fand und finde Gentleman scheiße, deshalb nagelt mich bitte nicht auf den exakten Wortlaut fest) "Without Jah, there is no love". Einige wohlmeinende Atheisten haben sich tierisch darüber geärgert, weil es für sie so klang, als wäre man ohne Gott nicht zur Liebe fähig. Gottlose mit Ehepartner und Kindern werden das etwas dreist finden.
Ich weiß, was Gentleman ausdrücken wollte, kann aber die Reaktion der Atheisten verstehen. Gott ist der Urgrund der Liebe, jegliche wahre Liebe hat ihren Ursprung in der Dreifaltigkeit.
Na ja, summa summarum: Ich finde es durchaus legitim, daß Atheisten und Freidenker auf sich aufmerksam machen wollen, ich kann sogar manchmal die Gründe dafür verstehen. Ich würde vielleicht auch einen solchen Bus besuchen, wenn ich den Eindruck hätte, daß man mit diesen Leuten ("ganz interkonfessionell") sich nett unterhalten könnte. Leider habe ich bisher aus den Ecken der Giordano Bruno-Stiftung oder Foren wie dem Freigeisterhaus eigentlich nur bittere Polemik und hasserfüllte Phrasen gehört. Meiner Meinung nach würde der Atheismus deutlich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn er dieses pubertäre Stadium überwinden würde. Genauso würde er, wie ich in einem anderen Beitrag etwas polemischer andeutete, an Format gewinnen, wenn er anfangen würde, sich ohne Bezug auf Religionen zu definieren (UND den Leuten klarmachen würde, daß Atheismus keine neutrale Position neben den Religionen hat!). Ich mein, es gab und gibt doch atheistische Philosophen, Wissenschaftler etc. - Läßt sich da nicht mehr als nur eine Absage an die Religion herausziehen?
Wie dem auch sei, werte Atheisten, ich schließe mit einer provokanten Phrase, die jedoch nicht böse gemeint ist: Ich bete für Euch.