Wer mein Bloggerverhalten kennt, weiß, wie ernst ich die Warnung meine: Es kann sein, daß diese Nebenblogs wieder einschlafen! Also guckt schnell, bevor sie nicht mehr gepflegt werden!
Ein paar Leute aus der Blogozese animierten mich, meine abstrusen Iconencomics auf Our awesome saints weiterzumachen. Hier werden z.Zt. mit Stripgenerator Comics zusammengeklickt, die einen Heiligen, dessen Gedenken wir in der aktuellen Woche feiern, darstellen. Zusätzlich wird ein wenig zu diesem Heiligen geschrieben, wie man mich kennt, immer mit bierernster Miene.
Zum Zweiten haben sicherlich einige Leute gemerkt, daß ich am Computer gerne gewisse Spiele zocke. Damit ich nicht ständig auf diesem Blog darüber berichte, habe ich nun unter Phils Zockerecke damit begonnen.
Vielleicht interessierts ja den einen oder anderen. Whatever hav phun!
Samstag, Juni 23, 2012
Freitag, Juni 22, 2012
Veranstaltungsticket, Stichwort Lebensrecht
Die Bahn bietet zur Fahrt zum Marsch für das Leben, ein Veranstaltungsticket an, da dieser eine angemeldete Großveranstaltung ist. Nenn' wa es also mal eine "günstige Gelegenheit für Abtreibungsgegner".
Darüber rotieren nun natürlich Kreise, die eifrig drum bemüht sind, zu betonen, es gehe ihnen um die Selbstbestimmung. Diese Kreise meinen, Kindstötung hätte was mit Selbstbestimmung zu tun und vor allem meinen sie, eine angemeldete Demonstration für den Lebensschutz würde die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Dementsprechend sind diese Kreise mit der Stellungnahme seitens der Bahn unzufrieden. An dieser Stelle sei angemerkt, daß Gegendemonstranten in den letzten Jahren gern §218-Abschaffen!-Schilder in die Höhe reckten.
Man kann sich vorstellen, warum ich das erzähle: Ich denke, die deutsche Bahn bekommt in den letzten Tagen zu wenig positive Briefe. Schreibt doch einfach mal (für die Facebook-Junkies geht das auch hier) der deutschen Bahn, daß ihr Verhalten auf positive Resonanz trifft.
Darüber rotieren nun natürlich Kreise, die eifrig drum bemüht sind, zu betonen, es gehe ihnen um die Selbstbestimmung. Diese Kreise meinen, Kindstötung hätte was mit Selbstbestimmung zu tun und vor allem meinen sie, eine angemeldete Demonstration für den Lebensschutz würde die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Dementsprechend sind diese Kreise mit der Stellungnahme seitens der Bahn unzufrieden. An dieser Stelle sei angemerkt, daß Gegendemonstranten in den letzten Jahren gern §218-Abschaffen!-Schilder in die Höhe reckten.
Man kann sich vorstellen, warum ich das erzähle: Ich denke, die deutsche Bahn bekommt in den letzten Tagen zu wenig positive Briefe. Schreibt doch einfach mal (für die Facebook-Junkies geht das auch hier) der deutschen Bahn, daß ihr Verhalten auf positive Resonanz trifft.
Montag, Juni 18, 2012
DER B-MOVIE KATECHISMUS
Kinners, es gibt Momente, da fühlt man sich verstanden und angenommen. So zum Beispiel, wenn am anderen Ende der Welt jemand katholisch ist und ein Faible für schlechte Filme hat. In der Hinsicht: Raufklicken und "genießen".
Sonntag, Juni 17, 2012
Abenteuer Hochzeitsreise
Wie man am letzten Beitrag lesen konnte, bin ich wieder zuhause. Eigentlich wollten meine Liebste und ich zu einem NER-Seminar fahren, jedoch hat mich eine Erkältung derart ausgeknockt, daß ich zuhause bleiben mußte. Das ist sehr schade, jedoch blicken wir glücklich auf eine wunderschöne Reise zurück.
Die erste Station war in den Tiefen des Schwarzwaldes, die Großmutter meiner Frau besuchen. Diese konnte leider nicht zur Hochzeit selbst kommen, und frei nach dem Motto "wenn der Berg nicht zum Propheten kommt..." haben wir sie besucht. Mein Schwager war auch da. Insgesamt eine schöne, ruhige Zeit auf einem wunderschönen Fleckchen Erde. Donnerstag waren wir, ganz katholisch, natürlich bei der Fronleichnamsprozession, die, ähm, durchwachsen war; sagen wir es mal so: Es liefen sowohl Tantum Ergo als auch NGL-Lieder, deren Namen ich nicht kenne (eines mit einer Strophe bestehend aus Zeilen, die ca 20 Silben lang sind und von einem lauten HAL-LE-LU-JA abgeschlossen werden). Aber Fronleichnam ist Fronleichnam und imho immer eine schöne Sache, dementsprechend war ich auch hier glücklich. The magnificent couple war übrigens mal wieder voll das Trooper-Paar; haben wir doch die Kroaten zum Knien inspiriert.
Nach wunderschöner Gesellschaft, wunderschöner Gegend und dem ersten Kneippen meines Lebens ging es weiter nach Freiburg zum Bloggertreffen. Wie ich im verlinkten Artikel darstellte, war das eine feine Sache. Als Auftakt waren wir das Freiburger Münster besuchen, wurden von Norbert von Sende-Zeit auf viele Details in der Kirche aufmerksam gemacht. Bei solchen Gelegenheiten staunt man immer wieder, wie unglaublich durchdacht eine gotische Kirche ist und ist beschämt, wie arm in der Hinsicht zeitgenössische sind.
Ich werde nicht weiter auf das Bloggertreffen selbst eingehen, nur eine im Nachhinein angenehme Anekdote erzählen:
CM und ich hatten vor, einen Neuverheiratetensegen bei einer Papstaudienz zu bekommen. Neben der Anmeldung beim deutschen Pilgerbüro ist hier üblich, daß man in Brautkleid, respektive Hochzeitsanzug erscheint. Diese mußten noch gereinigt werden. Nun war die Zeit vor unserer Reise etwas knapp, und so dachten wir, daß wir via Hermes-Versand die Hochzeitskleider uns nachschicken lassen.
Am Samstag, einen Tag vor unserem Flug nach Rom, war diese Lieferung immer noch nicht da, also ruft man (nach einem mittäglichen Spaziergang mit maxistrant und dilettantus in interrete)mal beim Versand an (übrigens zu einer etwas erhöhten Gebühr, wodurch ich mich schon auf die Telefonrechnung freue...) . Es wurde uns lakonisch mitgeteilt, daß man versucht habe, das Paket auszuliefern, es jedoch nicht ging und sie es am Montag nochmal versuchen. Montag. Wo wir schon in Rom sind. Na, danke. Nachdem ich deutlich klarmachte, daß das keine Option ist, wurde immerhin das Depot mitgeteilt, gesagt, man würde meine Nummer weitergeben und ich auf einen Anruf warten sollte - es würde sich nicht lohnen, selbst dort vorbeizufahren, da niemand anwesend ist. Natürlich kam und kam kein Anruf, ich hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch, der gute Norbert machte klar, daß, falls das Paket nur am Montag ausgeliefert werden könnte, sie es stante pede nach Berlin zurück schicken und die anwesende Blogozese bot Hilfe an und betete für uns (Vielen, vielen Dank dafür!). Bastianmöchte ich für zwei Dinge danken: er bot sofort an, mich beim Paket-Depot vorbeizufahren und gab mir einen sehr tröstlichen Gedanken weiter, der mir half, mich etwas zu beruhigen. Als bis acht Hermes immer noch nichts von sich hören ließ, dachten meine Liebste und ich, daß Vorbeifahren nun die beste Option wäre. Wir gingen also auf das Angebot von Bastian ein, der mich bereitwillig zum Depot fuhr - und hier, Gott sei Dank, trafen wir zwei Leute von Hermes-Versand. Doch nicht nur irgend jemanden, sondern die zwei Leute, die versucht hatten, das Paket auszuliefern. Sie waren dann so freundlich, quasi eine virtuelle Auslieferungstour in den PC zu hacken, so daß wir zu den Hochzeitsklamotten kamen. Deo gratias!
So, nun fröhlich mit Brautkleidern im Gepäck fuhren wir am Sonntag nach Basel, um von dort aus nach Rom zu fliegen. Nach einer ziemlichen Ochsentour kamen wir schließlich (ich mit guten Kopfschmerzen und unglaublich kaputt) im Hotel an, um genau zu sein in der Residentia Paolo VI, einem ganz besonders edlen Hotel, was uns einige Freunde ermöglicht hatten. Wir wohnten also quasi in direkter Nachbarschaft zu St. Peter und zum Heiligen Vater -was kann sich der Rompilger mehr wünschen?
Die nächsten Tage waren dicht gefüllt mit Sight-seeing (wir haben jedoch nur einen Bruchteil von Rom sehen können), Meßbesuchen zu unchristlichen Zeiten wie sieben Uhr morgens (wo man jedoch die wunderbare Gelegenheit hat, einen leeren Petersdom bestaunen zu dürfen) und grandiosem Essen (Das neu getraute Ehepaar kann voller Stolz sagen "We beat I Quattro Mori"). - Nebenbei gesagt: was Männlichkeitsfaktor in Sachen Essen betrifft, kann man Burger, Döner, sogar Epic Meal time vergessen: Porcetta schlägt sie alle. Die Porcetta-Stube (Er Buchetto) war klein, schlicht, drei lumpige Holztische standen herum, wo man sich zu schon anwesenden Gästen dazu setzte. Wein (sehr guten Landwein laut meiner Frau) gab es aus einem Saftglas. Auf dreieckigen Papierservietten wurde einem das Essen geliefert: Ein Brötchen (trocken) und FLEISCH. Sehr leckeres, mit Salz und Kräutern gewürztes Schweinefleisch. Kinder, DAS ist Essen!
Am Mittwoch, nachdem wir beim Campo Santo Teutonico die Messe besuchten, ging es ab zur Papstaudienz. Diese war sehr schön (Video ist hier zu sehen), es gab von einigen Pilgeruppen schöne musikalische Darbietungen, und hier sind besonders die Mexikaner zu erwähnen, die mit La Cucaracha etc auch schon vor der eigentlichen Audienz für großartige Stimmung sorgten.
Man sollte eigentlich ständig durch Rom mit einer Braut an der Seite gehen: Von allen Seiten hörte man Leute (speziell Frauen und Kinder) "Auguri!" rufen, Kinder wollten mit uns photografiert werden und ein Kurienkardinal (Burke, wenn ich es richtig sah) wünschte uns alles Gute. Na, wenn das nichts ist. Auf die Audienz selbst blicke ich mit 99.9% positiven und 0.1% gemischten Gefühlen zurück (es gab keinen Segen für Neuverheiratete :( ), dazu vielleicht später was. Wie man an der Gewichtung erkennt, geht es hier nicht um was total wichtiges und vor allem um nichts, was bei einem Rückblick auf die Reise was zu suchen hat.
Nach der Audienz trafen wir uns noch mit DER Bloggerin, d.h. mit Elsalaska. Bei angenehmen Aperitiven, wieder großartigen Essen (diesmal im La Vittoria) und schönen Gesprächen hatten wir nach der Audienz noch einen weiteren kleinen Höhepunkt unserer Reise.
Dann hieß es für uns Abschied nehmen von der Ewigen Stadt, mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. Ich mein, wir haben, wie es das GESETZ verlangt, Geld mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Trevibrunnen geworfen - ohne jemanden zu treffen. Wir sind quasi nun dazu verpflichtet, wiederzukommen.
Ich denke, man kann abschließen mit "Eine tolle Hochzeitsreise! Deo Gratias!"
Der Streß der letzten Tage (Doktor, standesamtliche und kirchliche Hochzeit, Einzug meiner Liebsten...), der Organisation der Reise und der Reise selbst (wir lagen ja nicht nur Cola schlürfend am Strand, sondern hatten letztlich ein fulltime program) forderte leider bei mir seinen Tribut; so hab ich mir, wie schon oben angemerkt, eine böse Erkältung zugezogen. Mir geht es jedoch schon wieder viel besser, was der Fürsorge meiner Ehefrau zu verdanken ist.
Die erste Station war in den Tiefen des Schwarzwaldes, die Großmutter meiner Frau besuchen. Diese konnte leider nicht zur Hochzeit selbst kommen, und frei nach dem Motto "wenn der Berg nicht zum Propheten kommt..." haben wir sie besucht. Mein Schwager war auch da. Insgesamt eine schöne, ruhige Zeit auf einem wunderschönen Fleckchen Erde. Donnerstag waren wir, ganz katholisch, natürlich bei der Fronleichnamsprozession, die, ähm, durchwachsen war; sagen wir es mal so: Es liefen sowohl Tantum Ergo als auch NGL-Lieder, deren Namen ich nicht kenne (eines mit einer Strophe bestehend aus Zeilen, die ca 20 Silben lang sind und von einem lauten HAL-LE-LU-JA abgeschlossen werden). Aber Fronleichnam ist Fronleichnam und imho immer eine schöne Sache, dementsprechend war ich auch hier glücklich. The magnificent couple war übrigens mal wieder voll das Trooper-Paar; haben wir doch die Kroaten zum Knien inspiriert.
Nach wunderschöner Gesellschaft, wunderschöner Gegend und dem ersten Kneippen meines Lebens ging es weiter nach Freiburg zum Bloggertreffen. Wie ich im verlinkten Artikel darstellte, war das eine feine Sache. Als Auftakt waren wir das Freiburger Münster besuchen, wurden von Norbert von Sende-Zeit auf viele Details in der Kirche aufmerksam gemacht. Bei solchen Gelegenheiten staunt man immer wieder, wie unglaublich durchdacht eine gotische Kirche ist und ist beschämt, wie arm in der Hinsicht zeitgenössische sind.
Ich werde nicht weiter auf das Bloggertreffen selbst eingehen, nur eine im Nachhinein angenehme Anekdote erzählen:
CM und ich hatten vor, einen Neuverheiratetensegen bei einer Papstaudienz zu bekommen. Neben der Anmeldung beim deutschen Pilgerbüro ist hier üblich, daß man in Brautkleid, respektive Hochzeitsanzug erscheint. Diese mußten noch gereinigt werden. Nun war die Zeit vor unserer Reise etwas knapp, und so dachten wir, daß wir via Hermes-Versand die Hochzeitskleider uns nachschicken lassen.
Am Samstag, einen Tag vor unserem Flug nach Rom, war diese Lieferung immer noch nicht da, also ruft man (nach einem mittäglichen Spaziergang mit maxistrant und dilettantus in interrete)mal beim Versand an (übrigens zu einer etwas erhöhten Gebühr, wodurch ich mich schon auf die Telefonrechnung freue...) . Es wurde uns lakonisch mitgeteilt, daß man versucht habe, das Paket auszuliefern, es jedoch nicht ging und sie es am Montag nochmal versuchen. Montag. Wo wir schon in Rom sind. Na, danke. Nachdem ich deutlich klarmachte, daß das keine Option ist, wurde immerhin das Depot mitgeteilt, gesagt, man würde meine Nummer weitergeben und ich auf einen Anruf warten sollte - es würde sich nicht lohnen, selbst dort vorbeizufahren, da niemand anwesend ist. Natürlich kam und kam kein Anruf, ich hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch, der gute Norbert machte klar, daß, falls das Paket nur am Montag ausgeliefert werden könnte, sie es stante pede nach Berlin zurück schicken und die anwesende Blogozese bot Hilfe an und betete für uns (Vielen, vielen Dank dafür!). Bastianmöchte ich für zwei Dinge danken: er bot sofort an, mich beim Paket-Depot vorbeizufahren und gab mir einen sehr tröstlichen Gedanken weiter, der mir half, mich etwas zu beruhigen. Als bis acht Hermes immer noch nichts von sich hören ließ, dachten meine Liebste und ich, daß Vorbeifahren nun die beste Option wäre. Wir gingen also auf das Angebot von Bastian ein, der mich bereitwillig zum Depot fuhr - und hier, Gott sei Dank, trafen wir zwei Leute von Hermes-Versand. Doch nicht nur irgend jemanden, sondern die zwei Leute, die versucht hatten, das Paket auszuliefern. Sie waren dann so freundlich, quasi eine virtuelle Auslieferungstour in den PC zu hacken, so daß wir zu den Hochzeitsklamotten kamen. Deo gratias!
So, nun fröhlich mit Brautkleidern im Gepäck fuhren wir am Sonntag nach Basel, um von dort aus nach Rom zu fliegen. Nach einer ziemlichen Ochsentour kamen wir schließlich (ich mit guten Kopfschmerzen und unglaublich kaputt) im Hotel an, um genau zu sein in der Residentia Paolo VI, einem ganz besonders edlen Hotel, was uns einige Freunde ermöglicht hatten. Wir wohnten also quasi in direkter Nachbarschaft zu St. Peter und zum Heiligen Vater -was kann sich der Rompilger mehr wünschen?
Die nächsten Tage waren dicht gefüllt mit Sight-seeing (wir haben jedoch nur einen Bruchteil von Rom sehen können), Meßbesuchen zu unchristlichen Zeiten wie sieben Uhr morgens (wo man jedoch die wunderbare Gelegenheit hat, einen leeren Petersdom bestaunen zu dürfen) und grandiosem Essen (Das neu getraute Ehepaar kann voller Stolz sagen "We beat I Quattro Mori"). - Nebenbei gesagt: was Männlichkeitsfaktor in Sachen Essen betrifft, kann man Burger, Döner, sogar Epic Meal time vergessen: Porcetta schlägt sie alle. Die Porcetta-Stube (Er Buchetto) war klein, schlicht, drei lumpige Holztische standen herum, wo man sich zu schon anwesenden Gästen dazu setzte. Wein (sehr guten Landwein laut meiner Frau) gab es aus einem Saftglas. Auf dreieckigen Papierservietten wurde einem das Essen geliefert: Ein Brötchen (trocken) und FLEISCH. Sehr leckeres, mit Salz und Kräutern gewürztes Schweinefleisch. Kinder, DAS ist Essen!
Am Mittwoch, nachdem wir beim Campo Santo Teutonico die Messe besuchten, ging es ab zur Papstaudienz. Diese war sehr schön (Video ist hier zu sehen), es gab von einigen Pilgeruppen schöne musikalische Darbietungen, und hier sind besonders die Mexikaner zu erwähnen, die mit La Cucaracha etc auch schon vor der eigentlichen Audienz für großartige Stimmung sorgten.
Man sollte eigentlich ständig durch Rom mit einer Braut an der Seite gehen: Von allen Seiten hörte man Leute (speziell Frauen und Kinder) "Auguri!" rufen, Kinder wollten mit uns photografiert werden und ein Kurienkardinal (Burke, wenn ich es richtig sah) wünschte uns alles Gute. Na, wenn das nichts ist. Auf die Audienz selbst blicke ich mit 99.9% positiven und 0.1% gemischten Gefühlen zurück (es gab keinen Segen für Neuverheiratete :( ), dazu vielleicht später was. Wie man an der Gewichtung erkennt, geht es hier nicht um was total wichtiges und vor allem um nichts, was bei einem Rückblick auf die Reise was zu suchen hat.
Nach der Audienz trafen wir uns noch mit DER Bloggerin, d.h. mit Elsalaska. Bei angenehmen Aperitiven, wieder großartigen Essen (diesmal im La Vittoria) und schönen Gesprächen hatten wir nach der Audienz noch einen weiteren kleinen Höhepunkt unserer Reise.
Dann hieß es für uns Abschied nehmen von der Ewigen Stadt, mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. Ich mein, wir haben, wie es das GESETZ verlangt, Geld mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Trevibrunnen geworfen - ohne jemanden zu treffen. Wir sind quasi nun dazu verpflichtet, wiederzukommen.
Ich denke, man kann abschließen mit "Eine tolle Hochzeitsreise! Deo Gratias!"
Der Streß der letzten Tage (Doktor, standesamtliche und kirchliche Hochzeit, Einzug meiner Liebsten...), der Organisation der Reise und der Reise selbst (wir lagen ja nicht nur Cola schlürfend am Strand, sondern hatten letztlich ein fulltime program) forderte leider bei mir seinen Tribut; so hab ich mir, wie schon oben angemerkt, eine böse Erkältung zugezogen. Mir geht es jedoch schon wieder viel besser, was der Fürsorge meiner Ehefrau zu verdanken ist.
Samstag, Juni 16, 2012
Ein Promille Rumgemecker...
Wie im meinem Artikel über die Hochzeitsreise angekündigt, gab es eine kleine Sache bei der Papstaudienz, über die ich etwas unglücklich war, und zwar, daß es keinen besonderen Segen für Neuverheiratete gab bzw. daß nur die so genannten Prima Fila-Leute in näherem Kontakt mit dem Heiligen Vater treten konnten. Für uns Neuverheiratete war die Audienz einerseits zwar aus nächster Nähe (zweite Reihe, um genau zu sein, guckst Du hier auf Seite 34) was schönes und eine Ehre, jedoch hab zumindest ich mich doch primär am Monitor orientiert, denn schließlich hieß auch erste Reihe nicht, daß man in drei Metern Entfernung saß (was vollkommen verständlich ist!).
Es ist vollkommen klar, daß für den Heiligen Vater, nicht nur in seinem Alter sondern bei all den Widerfahrnissen, mit denen der diabolos die Kirche gerade beutelt (vatikan leaks etc), eine solche Audienz was sehr anstrengendes ist. Daß dementsprechend die Anzahl der Menschen, die ein kurzes Gespräch mit ihm führen können, begrenzt wird, ist klar. Und sicherlich haben die Prima Fila-Damen und Herren es wirklich verdient, eben Prima Fila zu sein, ich möchte auch nicht über sie meckern. Es geht mir auch nicht darum, daß man etwas betrübt darüber ist, daß, nachdem man doch als nicht gerade reiches Ehepaar ein wenig Kosten und Mühen (man erinnere sich an die Geschichte mit Hermes!) auf sich nahm, man nur vom offizellen Vatikanphotographen abgelichtet wurde (im Video hab ich uns nicht gefunden). Nein, es ist weniger persönlicher Groll (auch wenn, man ist ja Mensch, er sicherlich eine Rolle spielte), sondern eher ein Gedanke dazu.
In einer Gesellschaft, in der das Wort der Kirche oft nicht mehr wahrgenommen wird, ist, wie man beispielsweise bei den Debatten um das Betreuungsgeld sieht, der Wert der Familie ziemlich ins Hintertreffen geraten. Selbiges läßt sich über Obamas Sympathie für die Homoehe sagen, generell für das Geseire "Na ja, wenn zwei sich lieben, sollen sie doch heiraten dürfen", für die Angriffe auf die Familie als kleinste unabhängige Zelle der Gesellschaft. Die ganzen "Heimchen am Herd"-Debatten zeigen, daß oft nur noch der einzelne "der es zu was gebracht hat" zählt, Ehefrau vs Powerfrau könnte man es subsumieren.
Hier wäre ein Zeichen der Kirche wichtig, daß man diese jungen Ehepaare schätzt, die (wir unterstellen eine gültige Ehe mit korrekten Intentionen) das Ziel haben, eine christliche Familie zu gründen. Sie sind schließlich die Bausteine der Gesellschaft von morgen.
Wie gesagt, ich möchte niemanden der Prima Fila Kandidaten am Zeug flicken, und es geht auch nicht darum, daß man diese bei den Audienzen ignorieren (oder nur kurz am Ende erwähnen) soll; es sind alles Leute, die sich für die Kirche sehr verdient gemacht haben. Aber auch hier ist doch auch der Wert des Menschen "der es zu was gebracht hat" zu sehen. Sicherlich "zu was gebracht" zum Segen der Kirche, aber trotzdem wird die Leistung eines Menschen (zu Recht) honoriert.
Bei aller Freude über die Audienz bleibt halt bei mir ein kleines Gschmäckle über, etwas Wehmut, daß, wenn mein Schatz und ich eine normale Familie gründen, wir dem Heiligen Vater nie näher als so weit kommen werden. Und dort doch meiner Meinung nach etwas ignoriert wurden.
Was wäre meiner Meinung nach eine Lösung? Na ja, ein kleiner Extrasegen wäre doch für uns noch drin gewesen. Kurz zwei, drei Worte daß viele Heiligen durch ihre Eltern die religiöse Erziehung genossen etc. - das wärs doch schon. Es werden schließlich Pilgergruppen aus aller Welt deutlich erwähnt, haben einen kurzen Moment, bei dem sich die Aufmerksamkeit auf sie konzentriert - das wär doch auch was für uns!
Wie dem auch sei - es war trotzdem eine schöne Audienz! Was mir sehr gefallen hat, war, wie nach der Audienz man von allen Seiten Gratulationen hörte :) Und da generell diese kleine Kritik nicht so wichtig wie die Freude ist, werde ich artifiziell diesen Post hinter die Hochzeitsreise schieben. Ich kleiner Schlingel.
Es ist vollkommen klar, daß für den Heiligen Vater, nicht nur in seinem Alter sondern bei all den Widerfahrnissen, mit denen der diabolos die Kirche gerade beutelt (vatikan leaks etc), eine solche Audienz was sehr anstrengendes ist. Daß dementsprechend die Anzahl der Menschen, die ein kurzes Gespräch mit ihm führen können, begrenzt wird, ist klar. Und sicherlich haben die Prima Fila-Damen und Herren es wirklich verdient, eben Prima Fila zu sein, ich möchte auch nicht über sie meckern. Es geht mir auch nicht darum, daß man etwas betrübt darüber ist, daß, nachdem man doch als nicht gerade reiches Ehepaar ein wenig Kosten und Mühen (man erinnere sich an die Geschichte mit Hermes!) auf sich nahm, man nur vom offizellen Vatikanphotographen abgelichtet wurde (im Video hab ich uns nicht gefunden). Nein, es ist weniger persönlicher Groll (auch wenn, man ist ja Mensch, er sicherlich eine Rolle spielte), sondern eher ein Gedanke dazu.
In einer Gesellschaft, in der das Wort der Kirche oft nicht mehr wahrgenommen wird, ist, wie man beispielsweise bei den Debatten um das Betreuungsgeld sieht, der Wert der Familie ziemlich ins Hintertreffen geraten. Selbiges läßt sich über Obamas Sympathie für die Homoehe sagen, generell für das Geseire "Na ja, wenn zwei sich lieben, sollen sie doch heiraten dürfen", für die Angriffe auf die Familie als kleinste unabhängige Zelle der Gesellschaft. Die ganzen "Heimchen am Herd"-Debatten zeigen, daß oft nur noch der einzelne "der es zu was gebracht hat" zählt, Ehefrau vs Powerfrau könnte man es subsumieren.
Hier wäre ein Zeichen der Kirche wichtig, daß man diese jungen Ehepaare schätzt, die (wir unterstellen eine gültige Ehe mit korrekten Intentionen) das Ziel haben, eine christliche Familie zu gründen. Sie sind schließlich die Bausteine der Gesellschaft von morgen.
Wie gesagt, ich möchte niemanden der Prima Fila Kandidaten am Zeug flicken, und es geht auch nicht darum, daß man diese bei den Audienzen ignorieren (oder nur kurz am Ende erwähnen) soll; es sind alles Leute, die sich für die Kirche sehr verdient gemacht haben. Aber auch hier ist doch auch der Wert des Menschen "der es zu was gebracht hat" zu sehen. Sicherlich "zu was gebracht" zum Segen der Kirche, aber trotzdem wird die Leistung eines Menschen (zu Recht) honoriert.
Bei aller Freude über die Audienz bleibt halt bei mir ein kleines Gschmäckle über, etwas Wehmut, daß, wenn mein Schatz und ich eine normale Familie gründen, wir dem Heiligen Vater nie näher als so weit kommen werden. Und dort doch meiner Meinung nach etwas ignoriert wurden.
Was wäre meiner Meinung nach eine Lösung? Na ja, ein kleiner Extrasegen wäre doch für uns noch drin gewesen. Kurz zwei, drei Worte daß viele Heiligen durch ihre Eltern die religiöse Erziehung genossen etc. - das wärs doch schon. Es werden schließlich Pilgergruppen aus aller Welt deutlich erwähnt, haben einen kurzen Moment, bei dem sich die Aufmerksamkeit auf sie konzentriert - das wär doch auch was für uns!
Wie dem auch sei - es war trotzdem eine schöne Audienz! Was mir sehr gefallen hat, war, wie nach der Audienz man von allen Seiten Gratulationen hörte :) Und da generell diese kleine Kritik nicht so wichtig wie die Freude ist, werde ich artifiziell diesen Post hinter die Hochzeitsreise schieben. Ich kleiner Schlingel.
Donnerstag, Juni 14, 2012
Freiburg - eine Nachlese
Nun war letzte Woche das Bloggertreffen, und es wurde schon viel im Internet darüber geschrieben - zu viel, um hier alles zu verlinken (aber auf den Blogs der Blogroll findet sich einiges). Sorry, wenn es bei mir länger dauerte, die werte Besitzerin der Ofenbank und meine Wenigkeit sind von Freiburg in die Ewige Stadt geflogen (unserer dritten Etappe der Hochzeitsreise), Bericht folgt btw.
Allgemein fand ich das Bloggertreffen sehr schön, eine gute Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Es ist immer wieder erfrischend, die Menschen hinter den Blogs mal zu treffen. Sehr interessant und eindrucksvoll fand ich die Vorstellungsrunde, die quasi zu einer Art Zeugnisrunde ausartete; es ist wunderschön zu sehen, auf wie vielen verschiedenen Wegen der Herr uns in den Glauben (zurück)führt. Manche der erzählten Geschichten könnte man verfilmen.
Viel wurde über die Kapelle des Hauses, wo wir zu Gast waren, gemeckert. Nun ja, unter anderem, wie ich gestehen mußte, von mir; der Tabernakel war an der Seitenwand und kaum als solcher erkennbar. Christus war jedoch zugegen und es wurde eifrig gebetet und gesungen, wie man hier hören kann:
(danke an Peter Winnemöller für das schöne Video!)
Am nächsten Tag gab es einen Vortrag zum Thema Evangelisierung, an den sich Diskussionen im Stil eines World Cafés anschlossen. Dort ging es durchaus fetzig, aber jedenfalls an meinem Tisch fruchtbar zu. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde mit dem Referenten über Glaube, Vernunft, Neuevangelisierung etc. diskutiert, meiner Meinung nach eine sehr interessante Diskussion.
Durch ein Kofferschlamassel, daß an anderer Stelle erzählt wird, kommte ich bei der nächsten Session nicht beiwohnen, wo es ans Eingemachte ging und überlegt wurde, eine Art Gemeinschaftsblog zum Thema Credo zu starten. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich dieses Projekt entwickelt; persönlich finde ich es schade, daß man als Aufhänger das apostolische Glaubensbekenntnis genommen hat (Athanasius ftw!), jedoch werde ich jetzt nicht danach meckern.
Wie schon vorher gesagt fand ich das Treffen insgesamt schön, vor allem wegen des Zusammentreffens der unterschiedlichen Charaktere. Die katholische Bloggerszene oder Blogozese ist eben nicht ein uniformer Verein, sondern ziemlich heterogen, durchaus oft unterschiedlicher Meinung sind - wie man nun in Diskussionen quer durch die Blogozese verfolgen kann. Im ersten Impuls ärgerte ich mich darüber, denk aber inzwischen, daß auch ein Zeichen nach außen ist, wenn man sieht, daß wir eben kein gleichgeschalteter Haufen sind, sondern ein Haufen, der durchaus wild debattieren kann (und zeitweise muß).
Bleibt allen Beteiligten und vor allem Norbert Kebekus für die schöne Zeit zu danken!
Allgemein fand ich das Bloggertreffen sehr schön, eine gute Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Es ist immer wieder erfrischend, die Menschen hinter den Blogs mal zu treffen. Sehr interessant und eindrucksvoll fand ich die Vorstellungsrunde, die quasi zu einer Art Zeugnisrunde ausartete; es ist wunderschön zu sehen, auf wie vielen verschiedenen Wegen der Herr uns in den Glauben (zurück)führt. Manche der erzählten Geschichten könnte man verfilmen.
Viel wurde über die Kapelle des Hauses, wo wir zu Gast waren, gemeckert. Nun ja, unter anderem, wie ich gestehen mußte, von mir; der Tabernakel war an der Seitenwand und kaum als solcher erkennbar. Christus war jedoch zugegen und es wurde eifrig gebetet und gesungen, wie man hier hören kann:
(danke an Peter Winnemöller für das schöne Video!)
Am nächsten Tag gab es einen Vortrag zum Thema Evangelisierung, an den sich Diskussionen im Stil eines World Cafés anschlossen. Dort ging es durchaus fetzig, aber jedenfalls an meinem Tisch fruchtbar zu. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde mit dem Referenten über Glaube, Vernunft, Neuevangelisierung etc. diskutiert, meiner Meinung nach eine sehr interessante Diskussion.
Durch ein Kofferschlamassel, daß an anderer Stelle erzählt wird, kommte ich bei der nächsten Session nicht beiwohnen, wo es ans Eingemachte ging und überlegt wurde, eine Art Gemeinschaftsblog zum Thema Credo zu starten. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich dieses Projekt entwickelt; persönlich finde ich es schade, daß man als Aufhänger das apostolische Glaubensbekenntnis genommen hat (Athanasius ftw!), jedoch werde ich jetzt nicht danach meckern.
Wie schon vorher gesagt fand ich das Treffen insgesamt schön, vor allem wegen des Zusammentreffens der unterschiedlichen Charaktere. Die katholische Bloggerszene oder Blogozese ist eben nicht ein uniformer Verein, sondern ziemlich heterogen, durchaus oft unterschiedlicher Meinung sind - wie man nun in Diskussionen quer durch die Blogozese verfolgen kann. Im ersten Impuls ärgerte ich mich darüber, denk aber inzwischen, daß auch ein Zeichen nach außen ist, wenn man sieht, daß wir eben kein gleichgeschalteter Haufen sind, sondern ein Haufen, der durchaus wild debattieren kann (und zeitweise muß).
Bleibt allen Beteiligten und vor allem Norbert Kebekus für die schöne Zeit zu danken!
Samstag, Juni 09, 2012
Für euch werte Leser kann ich doch nur mal schnell auf die, na, sagn wa mal Hymne des Bloggertreffens hinweisen: Tyrtaeus auf dem Weg gen Freiburg. Ick hab ma jefreut!
Freitag, Juni 08, 2012
Serious business is serious

Gefunden bei Lauda Sion
Bei der momentanen Vorstellungsrunde fühlt man sich ziemlich klein... jedenfalls eine sehr interessante Sache bisher!
Oh, hier die Twitterwall: Check it out
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