"It is the final proof of the need for renewal in the Church today that she is producing such an unimpressive crop of atheists."
(Daß ich gerade jetzt daran denken muß, während einen halben Kilometer eine Demo stattfindet, ist sicherlich Zufall)
Montag, April 30, 2012
Samstag, April 28, 2012
Inside a star-filled sky
Vor einiger Zeit habe ich mich bemüht, euch über die Grahamsche Zahl ein wenig von der Faszination Unendlichkeit zu zeigen. Wir waren ob der Darstellbarkeit und Unvorstellbarkeit der Größe begeistert. Jedenfalls ich war es.
Heut möchte ich ein Spiel vorstellen, was einen ähnlichen Effekt hat: Inside a star-filled sky. Das Spiel ist auf den ersten Blick ein Shoot em up, bei dem man Monster abknallt und Boni aufsammelt. So weit, so gut.
Das Spiel ist jedoch mehr, viel mehr: In jedem Level bewegst Du Dich in einem größeren Wesen. Wenn Du ein Level aufsteigst, wirst Du quasi zu diesem Wesen. Schon ein solcher Satz zeigt, daß das Spiel bei Kiffern sicherlich sehr beliebt sein könnte und daß es wirklich von der Konzeption mind-blowing ist.
Schon hier können wir eine einfache Rechnung machen: Sagen wir mal, das Wesen in Level eins würde einen Quadratmeter fläche einnehmen und daß das Wesen, in dem man sich bewegt, hundert mal so groß ist. Dann ist man nach Aufstieg in Level zwei 100x100m groß. Nun rechnen wir weiter: Nach fünf Leveln wird man die Größe unserer Erde schon hinter sich haben, nach acht Leveln wird man größer als das Sonnensystem sein, nach zwölf Leveln so groß wie die Milchstraße und bei Erreichen des Levels sechzehn wird man so groß wie das Universum selbst sein.
Dude...
Das Spiel selbst hat nicht wirklich ein Ende, nur durch die Implementierung wird es bei ca 2.1 Mrd Leveln einen Bug geben.
Doch es geht noch weiter: Wenn man in einem Level stirbt, wird man in der Kreatur, die man grad war, wiedergeboren. Das ist übrigens auch ein Prozess, der nur durch die Implementierung des Spiels ein Ende findet. Wie viele Level man unter Level eins fallen muß, um die Planck-Länge zu unterschreiten, überlasse ich dem Leser.
Nun geht es noch weiter: Die Gegner und die Power-Ups, die Du im Laufe des Spieles findest, sind auch Welten für sich. Du kannst in sie eindringen, um sie von innen zu verändern.
Duhuhuuuude
Ich finde das Spiel eine sehr gute Darstellung von dem Problem der Unendlichkeit. Das spiel illustriert sehr schön, wie unfaßbar dieser Begriff ist.
Desweiteren ist die Musik und die Figuren selbst allesamt durch etwas ähnliches wie Zelluläre Automaten generiert.
Hier mal ein Spielausschnitt:
Das Spiel selbst ist von Jason Rohrer programmiert, den man als einen Künstler auf dem Gebiet der Spieleprogrammierung bezeichnen kann. In einem minimalistischen Spiel namens Passage stellte er eine Art Meditation über Beziehung, Liebe und Leben dar. Rohrer selbst praktiziert Simple living, scheint, dem kurzen Mailkontakt nach zu urteilen, ein netter Kerl zu sein, seine Lebensgefährtin und er sind starke Beführworter des Stillens, und er vertritt interessante Standpunkte, die ein wenig an distributistische Gedanken erinnern.
In der Hinsicht kann ich empfehlen: Beschäftigt Euch mal mit Herrn Rohrer und seinen Ideen, speziell besagtem Spiel.
Heut möchte ich ein Spiel vorstellen, was einen ähnlichen Effekt hat: Inside a star-filled sky. Das Spiel ist auf den ersten Blick ein Shoot em up, bei dem man Monster abknallt und Boni aufsammelt. So weit, so gut.
Das Spiel ist jedoch mehr, viel mehr: In jedem Level bewegst Du Dich in einem größeren Wesen. Wenn Du ein Level aufsteigst, wirst Du quasi zu diesem Wesen. Schon ein solcher Satz zeigt, daß das Spiel bei Kiffern sicherlich sehr beliebt sein könnte und daß es wirklich von der Konzeption mind-blowing ist.
Schon hier können wir eine einfache Rechnung machen: Sagen wir mal, das Wesen in Level eins würde einen Quadratmeter fläche einnehmen und daß das Wesen, in dem man sich bewegt, hundert mal so groß ist. Dann ist man nach Aufstieg in Level zwei 100x100m groß. Nun rechnen wir weiter: Nach fünf Leveln wird man die Größe unserer Erde schon hinter sich haben, nach acht Leveln wird man größer als das Sonnensystem sein, nach zwölf Leveln so groß wie die Milchstraße und bei Erreichen des Levels sechzehn wird man so groß wie das Universum selbst sein.
Dude...
Das Spiel selbst hat nicht wirklich ein Ende, nur durch die Implementierung wird es bei ca 2.1 Mrd Leveln einen Bug geben.
Doch es geht noch weiter: Wenn man in einem Level stirbt, wird man in der Kreatur, die man grad war, wiedergeboren. Das ist übrigens auch ein Prozess, der nur durch die Implementierung des Spiels ein Ende findet. Wie viele Level man unter Level eins fallen muß, um die Planck-Länge zu unterschreiten, überlasse ich dem Leser.
Nun geht es noch weiter: Die Gegner und die Power-Ups, die Du im Laufe des Spieles findest, sind auch Welten für sich. Du kannst in sie eindringen, um sie von innen zu verändern.
Duhuhuuuude
Ich finde das Spiel eine sehr gute Darstellung von dem Problem der Unendlichkeit. Das spiel illustriert sehr schön, wie unfaßbar dieser Begriff ist.
Desweiteren ist die Musik und die Figuren selbst allesamt durch etwas ähnliches wie Zelluläre Automaten generiert.
Hier mal ein Spielausschnitt:
Das Spiel selbst ist von Jason Rohrer programmiert, den man als einen Künstler auf dem Gebiet der Spieleprogrammierung bezeichnen kann. In einem minimalistischen Spiel namens Passage stellte er eine Art Meditation über Beziehung, Liebe und Leben dar. Rohrer selbst praktiziert Simple living, scheint, dem kurzen Mailkontakt nach zu urteilen, ein netter Kerl zu sein, seine Lebensgefährtin und er sind starke Beführworter des Stillens, und er vertritt interessante Standpunkte, die ein wenig an distributistische Gedanken erinnern.
In der Hinsicht kann ich empfehlen: Beschäftigt Euch mal mit Herrn Rohrer und seinen Ideen, speziell besagtem Spiel.
Einen neuen Ausbruch wagen
Freitag, April 27, 2012
Nicely said, Mark
Ein Beispiel für die Schönheit in der Natur hat Mark Shea gezeigt. Passend zum vorherigen Artikel lassen sich hier natürlich keine "Beweise" für Gott sehen Marke "If atheism is true, why a model of the large scale universe looks like the brain cell network?" - Bullshit, aber es zeigt meiner Meinung nach eben die Schönheit des Universums, vor allem in der von Mark benutzten Metapher des "Reimens".
Ein Riß durch die Welt des Denkens
Ich orientiere mich mit dem Titel lose an einem Artikel von Josef Bordat bzw. an einem Tagesspiegel-Artikel von einem Bildungsinformatik-Professor. Ich habe jetzt nicht vor, auf beide Artikel Punkt für Punkt einzugehen, sondern habe das als Anlaß genommen, einen Kommentar zum Thema Wissenschaft und Glaube zu schreiben, der mir seit langem im Geist herumspukt.
Man bemerke, daß ich eben nicht "Wissenschaft versus Glaube" schrub, denn ich vermute, daß hier ein großes Verständigungsproblem vorliegt. Dieses Problem zeigt sich in drei falschen Grundannahmen. Es ist hier nicht der Platz, den Verantwortlichen zu benennen (und ich weiß es auch nicht), es zeigt sich jedoch, daß der Atheismus davon Hauptprofiteur ist.
1.) Die erste Annahme ist, daß es im Streit zwischen Theismus und Atheismus um einen Streit zwischen der These, es gebe Gott und der These, es gebe ihn nicht gehen würde (blöd ausgedrückt, was ich meine, ist, daß diese Trennlinie etwas ausblendet, was ich nun klarmachen will). Ein naturwissenschaftlicher Atheist wird mit mir daran glauben, daß es eine absolute Wahrheit gibt, ja, man kan sogar sagen, daß selbst der Agnostiker oder der Relativist an eben eine absolute Wahrheit "glaubt": Daß es eben diese nicht gibt (Was dann Naturwissenschaft soll, ist eine andere Frage, sie ist dann letztlich zum Ingenieurstum und zu temporären Lösungen verdammt). Die Trennlinie zwischen Atheismus und Theismus ist also, ob dieser Urgrund der Wahrheit persönlichen Charakter hat und mit den Menschen in einem Austausch gibt - eine These, die der Atheist verneint, speziell der Christ jedoch bejaht. Die Absolute Wahrheit selbst, jedenfalls das, was über das Universum davon zu erkennen ist, ist für beide dieselbe.
Und hier zeigt sich jedoch dann auch der Streitpunkt, der diskutiert gehört: Christus ist auferstanden. Ist er das? In Gebeten werden Menschen erhört, fühlen sich zu Gott hingezogen. Oder tun sie es nicht? Und hier gilt der Vorwurf nicht, daß, wenn das Christentum recht hätte, ein Hinduist beim Gebet zu Vishnu keine Chance hätte; die Kirche lehrt nicht umsonst etwas von den "Anteilen der Wahrheit". Es ist also nicht darüber zu diskutieren, ob "in der naturwissenschaftlichen Welt noch Platz für Gott sei", sondern wer oder was dieser Gott ist, den durch die Jahrhunderte hinweg Menschen erlebten.
2.) Ich weiß nicht, wann der Eindruck aufkam, daß Wissenschaft gegen Gott arbeiten würde. Ich weiß nicht, ob es die teilweise doch etwas mißverstandene Haltung der Kirche, eine antiwissenschaftliche Position so mancher religiösen Person oder ein Schachzug der Atheisten war, jedenfalls ist er falsch. Wenn man an eine absolute Wahrheit glaubt, und das tun wir Christen, ist die Erforschung dieses Universums uns kein Feind, sondern geradezu eine heilige Aufgabe. Sicherlich mag die Offenbarung dadurch auch spezifiziert werden, man wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse Dinge besser in Worte kleiden können, aber ein Widerspruch ist schon durch die Definition, daß eben Gott die Wahrheit ist, nicht gegeben. Dasselbe gilt natürlich auch für den Atheisten, der diesen Urgrund der Wahrheit eben keinen Gott zufügt: Auch ihn werden die Erkenntnisse der Naturwissenschaft nie stören, denn er ist auch auf der Suche nach der absoluten Wahrheit.
Schön merkte man das im Zusammenhang modernerer Ideen, was die Kosmologie betrifft, daß das Universum aus einer Quantenfluktuation entstanden sein kann. Ist es nicht schön, daß wir inzwischen so weit sind, uns über den Schöpfungsakt selbst Gedanken machen zu können? Ich frage mich ernsthaft, was ein Atheist erwartete, wenn er nun darob triumphiert, daß am Ende seiner Gleichungen kein Gott steht. Natürlich tut er das nicht, denn diese Schöpfung ist in sich konsistent!
Es sei auch darauf hingewiesen, daß frühere christliche Theologen kein Problem mit einem statischen Universum, d.h. einem Universum, daß letztlich durch seine Ewigkeit der biblischen Überlieferung bei fundamentalistischer Interpretation widerspricht, hatten. Ich glaube, es war der Hl. Thomas von Aquin, der sagte, daß lediglich wichtig sei, daß die Welt geschaffen wurde.
Was sagt er damit aus? Er zieht eine deutliche Trennlinie zwischen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis der damaligen Zeit und der geisteswissenschaftlichen Definition der Grundursache des Universums. Und hier kommen wir zu einem dritten Punkt.
3.) Ich bin leider kein Profi auf dem Gebiet der Philosophie und hoffe, daß mir der werte Josef Bordat hier etwas Input gibt, jedoch scheint mir, daß oft von verschiedenen Seiten aus geisteswissenschaftlichen Definitionen naturwissenschaftliche Prämissen gemacht werden. So stellt man sich die Seele wie ein weißes Leuchten im Körper vor, um es mal wirklich plump in Worte zu fassen, man meint, der Bibel widersprechen zu können, indem man einen naturwissenschaftlichen Befund gegen eine fundamentalistische Interpretation des ersten Kapitels der Genesis ausspielt (ein Schachzug, der sich schon dadurch verbietet, daß die Schreiber der Heiligen Schrift selbst die Schöpfungsgeschichte deuteten, das heißt, eben nicht wortwörtlich für wahr hielten). Und hier findet wieder eine Kompetenzüberschreitung statt. So wird dann beispielsweise auch gegen den Freien Willen der Determinismus der Naturwissenschaft ausgespielt (oder Leute suchen in der Heisenbergschen Unschärfe bzw. in der Kopenhagener Deutung der Quantentheorie ein letztes Refugium für den Freien Willen, eine These, die ich nicht teile). Da werden doch wirklich Äpfel mit Marmelade verglichen oder so. Der Mensch selbst nimmt sich als freies Wesen an, egal, ob ein Determinismus, chemische Reaktionen im Hirn oder die Omnipotenz Gottes zusätzlich real sind.
(NACHTRAG HIER: Es gibt schon eine wichtige Implikation, die darauf hindeutet, daß Freier Wille mehr als chemische Implikationen ist. Nach unserem Weltbild schuf Gott den Menschen mit Freien Willen, sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Wenn alles nur chemische Reaktionen wären, hätte Gott de facto Menschen für die Hölle geschaffen. In der Hinsicht muß aus christlicher Sicht mehr da sein. Trotzdem bleibt bestehen, daß man dieses "mehr" nicht mit Mitteln der Naturwissenschaft finden muß, da es eigentlich per definitionem außerhalb desselben steht. )
In der Hinsicht denke ich, daß die Überhöhung der Naturwissenschaft, die (interessanterweise selten von Naturwissenschaftlern) heutzutage oft praktiziert ist, weniger ein Angriff auf den Glauben als ein Angriff auf die Philosophie selbst ist. Definitionen wie "Freier Wille", "Moral", "Schöpfung", "Schönheit", "Hoffnung" gehen verloren, wenn man sie versucht, auf Quantenfluktuationen zurückzuführen. So sehr ich solche Forschungen sinnvoll finde, gehen sie letztlich an der Sache ähnlich vorbei wie eine Audioanalyse von "Jesus bleibt meine Freude".
Was ist also zusammenfassend zu sagen? Man sollte, bei aller Erkenntnis der Naturwissenschaft, nicht an philosophische Denkmodelle mithilfe der Naturwissenschaft herangehen, bzw wissen, daß man diese damit nur aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet. Dasselbe gilt auch umgekehrt. Ehrliche Atheisten wie auch ehrliche Theisten, die nach genauerer Erkenntnis nach der Wahrheit streben, können sich gemeinsam an der Welt erfreuen, denn diese Welt ergibt ein ganzes und ist real. Und zum Abschluß sollten vielleicht Christen lernen, daß man nicht hinter einer Lücke in der Naturwissenschaft Gott vermuten muß; eine Lücke in der Naturwissenschaft ist zuallererst ein ungeklärtes Problem. Letztlich zeigt schon die Erkenntnis, daß es eine Lücke in der Naturwissenschaft ist, daß man diese mithilfe von experimentellen Methoden oä schließen können wird. Gott jedoch, ähnlich wie Schönheit, Geist, Hoffnung, Moral, zeigt sich nur begrenzt mit naturwissenschaftlichen Methoden, ähnlich wie eine wunderschöne Arie seine das Harz berührende Schönheit kaum durch eine Klanganalyse zeigt.
Man bemerke, daß ich eben nicht "Wissenschaft versus Glaube" schrub, denn ich vermute, daß hier ein großes Verständigungsproblem vorliegt. Dieses Problem zeigt sich in drei falschen Grundannahmen. Es ist hier nicht der Platz, den Verantwortlichen zu benennen (und ich weiß es auch nicht), es zeigt sich jedoch, daß der Atheismus davon Hauptprofiteur ist.
1.) Die erste Annahme ist, daß es im Streit zwischen Theismus und Atheismus um einen Streit zwischen der These, es gebe Gott und der These, es gebe ihn nicht gehen würde (blöd ausgedrückt, was ich meine, ist, daß diese Trennlinie etwas ausblendet, was ich nun klarmachen will). Ein naturwissenschaftlicher Atheist wird mit mir daran glauben, daß es eine absolute Wahrheit gibt, ja, man kan sogar sagen, daß selbst der Agnostiker oder der Relativist an eben eine absolute Wahrheit "glaubt": Daß es eben diese nicht gibt (Was dann Naturwissenschaft soll, ist eine andere Frage, sie ist dann letztlich zum Ingenieurstum und zu temporären Lösungen verdammt). Die Trennlinie zwischen Atheismus und Theismus ist also, ob dieser Urgrund der Wahrheit persönlichen Charakter hat und mit den Menschen in einem Austausch gibt - eine These, die der Atheist verneint, speziell der Christ jedoch bejaht. Die Absolute Wahrheit selbst, jedenfalls das, was über das Universum davon zu erkennen ist, ist für beide dieselbe.
Und hier zeigt sich jedoch dann auch der Streitpunkt, der diskutiert gehört: Christus ist auferstanden. Ist er das? In Gebeten werden Menschen erhört, fühlen sich zu Gott hingezogen. Oder tun sie es nicht? Und hier gilt der Vorwurf nicht, daß, wenn das Christentum recht hätte, ein Hinduist beim Gebet zu Vishnu keine Chance hätte; die Kirche lehrt nicht umsonst etwas von den "Anteilen der Wahrheit". Es ist also nicht darüber zu diskutieren, ob "in der naturwissenschaftlichen Welt noch Platz für Gott sei", sondern wer oder was dieser Gott ist, den durch die Jahrhunderte hinweg Menschen erlebten.
2.) Ich weiß nicht, wann der Eindruck aufkam, daß Wissenschaft gegen Gott arbeiten würde. Ich weiß nicht, ob es die teilweise doch etwas mißverstandene Haltung der Kirche, eine antiwissenschaftliche Position so mancher religiösen Person oder ein Schachzug der Atheisten war, jedenfalls ist er falsch. Wenn man an eine absolute Wahrheit glaubt, und das tun wir Christen, ist die Erforschung dieses Universums uns kein Feind, sondern geradezu eine heilige Aufgabe. Sicherlich mag die Offenbarung dadurch auch spezifiziert werden, man wird durch wissenschaftliche Erkenntnisse Dinge besser in Worte kleiden können, aber ein Widerspruch ist schon durch die Definition, daß eben Gott die Wahrheit ist, nicht gegeben. Dasselbe gilt natürlich auch für den Atheisten, der diesen Urgrund der Wahrheit eben keinen Gott zufügt: Auch ihn werden die Erkenntnisse der Naturwissenschaft nie stören, denn er ist auch auf der Suche nach der absoluten Wahrheit.
Schön merkte man das im Zusammenhang modernerer Ideen, was die Kosmologie betrifft, daß das Universum aus einer Quantenfluktuation entstanden sein kann. Ist es nicht schön, daß wir inzwischen so weit sind, uns über den Schöpfungsakt selbst Gedanken machen zu können? Ich frage mich ernsthaft, was ein Atheist erwartete, wenn er nun darob triumphiert, daß am Ende seiner Gleichungen kein Gott steht. Natürlich tut er das nicht, denn diese Schöpfung ist in sich konsistent!
Es sei auch darauf hingewiesen, daß frühere christliche Theologen kein Problem mit einem statischen Universum, d.h. einem Universum, daß letztlich durch seine Ewigkeit der biblischen Überlieferung bei fundamentalistischer Interpretation widerspricht, hatten. Ich glaube, es war der Hl. Thomas von Aquin, der sagte, daß lediglich wichtig sei, daß die Welt geschaffen wurde.
Was sagt er damit aus? Er zieht eine deutliche Trennlinie zwischen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis der damaligen Zeit und der geisteswissenschaftlichen Definition der Grundursache des Universums. Und hier kommen wir zu einem dritten Punkt.
3.) Ich bin leider kein Profi auf dem Gebiet der Philosophie und hoffe, daß mir der werte Josef Bordat hier etwas Input gibt, jedoch scheint mir, daß oft von verschiedenen Seiten aus geisteswissenschaftlichen Definitionen naturwissenschaftliche Prämissen gemacht werden. So stellt man sich die Seele wie ein weißes Leuchten im Körper vor, um es mal wirklich plump in Worte zu fassen, man meint, der Bibel widersprechen zu können, indem man einen naturwissenschaftlichen Befund gegen eine fundamentalistische Interpretation des ersten Kapitels der Genesis ausspielt (ein Schachzug, der sich schon dadurch verbietet, daß die Schreiber der Heiligen Schrift selbst die Schöpfungsgeschichte deuteten, das heißt, eben nicht wortwörtlich für wahr hielten). Und hier findet wieder eine Kompetenzüberschreitung statt. So wird dann beispielsweise auch gegen den Freien Willen der Determinismus der Naturwissenschaft ausgespielt (oder Leute suchen in der Heisenbergschen Unschärfe bzw. in der Kopenhagener Deutung der Quantentheorie ein letztes Refugium für den Freien Willen, eine These, die ich nicht teile). Da werden doch wirklich Äpfel mit Marmelade verglichen oder so. Der Mensch selbst nimmt sich als freies Wesen an, egal, ob ein Determinismus, chemische Reaktionen im Hirn oder die Omnipotenz Gottes zusätzlich real sind.
(NACHTRAG HIER: Es gibt schon eine wichtige Implikation, die darauf hindeutet, daß Freier Wille mehr als chemische Implikationen ist. Nach unserem Weltbild schuf Gott den Menschen mit Freien Willen, sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Wenn alles nur chemische Reaktionen wären, hätte Gott de facto Menschen für die Hölle geschaffen. In der Hinsicht muß aus christlicher Sicht mehr da sein. Trotzdem bleibt bestehen, daß man dieses "mehr" nicht mit Mitteln der Naturwissenschaft finden muß, da es eigentlich per definitionem außerhalb desselben steht. )
In der Hinsicht denke ich, daß die Überhöhung der Naturwissenschaft, die (interessanterweise selten von Naturwissenschaftlern) heutzutage oft praktiziert ist, weniger ein Angriff auf den Glauben als ein Angriff auf die Philosophie selbst ist. Definitionen wie "Freier Wille", "Moral", "Schöpfung", "Schönheit", "Hoffnung" gehen verloren, wenn man sie versucht, auf Quantenfluktuationen zurückzuführen. So sehr ich solche Forschungen sinnvoll finde, gehen sie letztlich an der Sache ähnlich vorbei wie eine Audioanalyse von "Jesus bleibt meine Freude".
Was ist also zusammenfassend zu sagen? Man sollte, bei aller Erkenntnis der Naturwissenschaft, nicht an philosophische Denkmodelle mithilfe der Naturwissenschaft herangehen, bzw wissen, daß man diese damit nur aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet. Dasselbe gilt auch umgekehrt. Ehrliche Atheisten wie auch ehrliche Theisten, die nach genauerer Erkenntnis nach der Wahrheit streben, können sich gemeinsam an der Welt erfreuen, denn diese Welt ergibt ein ganzes und ist real. Und zum Abschluß sollten vielleicht Christen lernen, daß man nicht hinter einer Lücke in der Naturwissenschaft Gott vermuten muß; eine Lücke in der Naturwissenschaft ist zuallererst ein ungeklärtes Problem. Letztlich zeigt schon die Erkenntnis, daß es eine Lücke in der Naturwissenschaft ist, daß man diese mithilfe von experimentellen Methoden oä schließen können wird. Gott jedoch, ähnlich wie Schönheit, Geist, Hoffnung, Moral, zeigt sich nur begrenzt mit naturwissenschaftlichen Methoden, ähnlich wie eine wunderschöne Arie seine das Harz berührende Schönheit kaum durch eine Klanganalyse zeigt.
Donnerstag, April 26, 2012
Aliens die Zweite

Nachdem ich heute schonmal über den Papst und seine Aliens schrub, finde ich heute noch so ein grandioses Kleinod:
....life forms based on D-amino acids and L-sugars, depending on the chirality of circular polarized light in that sector of the universe or whatever other process operated to favor the L-α-methyl amino acids in the meteorites that have landed on Earth. Such life forms could well be advanced versions of dinosaurs, if mammals did not have the good fortune to have the dinosaurs wiped out by an asteroidal collision, as on Earth. We would be better off not meeting them.
HEIEIEI! Wir reden hier von einem Artikel in einem Peer-reviewten Magazin (JACS! Und bei der ACS ist auch mein Paper erschienen...), nicht von irgendwelchem Kruden Krempel, der auf Arxiv ist oder so.
Doch das ist nicht alles: Breslow, der Author, hat dieses Paper gleich zweimal veröffentlicht (nein, nicht so, wie es gern mit Angewandte Chemie Internationale Edition einmal auf dt. und einmal auf englisch passiert), nämlich in anscheinend recht ähnlicher Form im Israel Journal of Chemistry und in den Tetrahedron Letters. So ein Selbstplagiat ist dann natürlich schon ein Ding! Wer sich hier einen Überblick verschaffen will, sei auf andere Blogs hingewiesen.
Ich werde jedenfalls die Paper lesen, nicht wegen der verrückt reißerischen Prämisse, sondern wegen der Chiralität, die dort diskutiert wird und wirklich ne interessante Geschichte ist. Außerdem muß ich mich nun nach Space Dinosaurs umgucken, bevor die auf dem Petersplatz landen. Oder so.
You asked for Punkrock?
Nun, vllt kein Punkrock, aber gute Verarsche einer dummen Naziband. I hob sehr gelocht....
Aber vllt bringe ich noch zwei Beispiele für gute musik, die zumindest Punkroots hat:
Zaunpfahl - Terrorist. So, echter deutscher Punkrock. Oh yeah.
"Ich werd jetzt Terrorist und Maurer und Kellner will ich sein, ich will auch Fliesenleger werden, doch irgendwann will ich Bombenleger sein"
So, als letztes etwas, na ja, vielleicht nicht anständiges, aber immerhin Straight Edgiges mit einer Absage an Alkohol und Drogen:
Straight Edge Hardcore.
I'm as straight as the line that you sniff up your nose
I'm as hard as the booze that you swill down your throat
I'm as bad as the shit you breath into your lungs
And I'll fuck you up as fast as the pill on your tongue
So, genug Punkähnliches für heute. Und freut Euch, daß ich nicht noch ein weng Crust brachte.
Um Umfragen fragen...
... tu ich hier mal: Der BDKJ bittet speziell junge Christen um Antworten in einer Umfrage. Ich habe daran mal teilgenommen, da ich denke, daß der BDKJ dort durchaus mal eine ehrliche Umfrage unter Christen machen will. In der Hinsicht bitte ich auch Dich, werter Leser, doch daran teilzunehmen.
Zwei Dinge noch:
- Es wurde an anderer Stelle spekuliert, ob die Auswerter Leute ab einem bestimmten Alter aussieben, schließlich geht es in der Umfrage um junge Leute. Ich orientiere mich hier am Alter des Leiters des BDKJ, der zumindest mir zeigt, daß ich noch jugendlich bin. Sicherlich, ich könnte beim Alter auch schwindeln, aber ich unterstelle mal eine faire Umfrage, in der zumindest nach Altersgruppen getrennt wird und nicht Leute quasi die Stimme von Altersgenossen ihres Leiters wegwerfen.
- Die Punkte sind durchaus etwas manipulativ formuliert (honi soit qui mal y pense). Ich finde es in der Hinsicht gut, daß es ein Kommentarfeld gibt, so daß man dieser doch etwas ungeschickten Formulierungen etwas sagen kann.
Mein Kommentar fiel btw wie folgt aus:
Zwei Dinge noch:
- Es wurde an anderer Stelle spekuliert, ob die Auswerter Leute ab einem bestimmten Alter aussieben, schließlich geht es in der Umfrage um junge Leute. Ich orientiere mich hier am Alter des Leiters des BDKJ, der zumindest mir zeigt, daß ich noch jugendlich bin. Sicherlich, ich könnte beim Alter auch schwindeln, aber ich unterstelle mal eine faire Umfrage, in der zumindest nach Altersgruppen getrennt wird und nicht Leute quasi die Stimme von Altersgenossen ihres Leiters wegwerfen.
- Die Punkte sind durchaus etwas manipulativ formuliert (honi soit qui mal y pense). Ich finde es in der Hinsicht gut, daß es ein Kommentarfeld gibt, so daß man dieser doch etwas ungeschickten Formulierungen etwas sagen kann.
Mein Kommentar fiel btw wie folgt aus:
Meine lieben Schwestern und Brüder im Glauben,
Manche der Fragen sind etwas allgemein gefasst und dementsprechend etwas - nun irreführend.
"Alle Entscheidungen für die Kirche vor Ort sollten zentral in Rom getroffen werden." - Was ist genau mit "alle" gemeint? In der Kirche - auch in der alten Kirche vor dem Zweiten Vatikanum - galt das Subsidiaritätsprinzip. Die Ministrantenorganisation in der Gemeinde Hintertupfingen wird nicht vom Papst entschieden. Ich vermute jedoch, daß es in der Frage um das klassische "Mitspracherecht" - eben Marke "Wir sind Kirche" geht, dementsprechend meine Antwort.
Ähnliches läßt sich mit Fragen wie "Die liturgischen Texte im Gottesdienst sprechen mich an." betrifft: Welchen Ritus meinen Sie denn? Ich lebe mit der ordentlichen Form des römischen Ritus, bin in ihr glücklich und fühle mich durch die Texte, so sie denn auch wirklich von einem Priester gesprochen werden, angezogen. "Laien sollten mehr in die Entscheidung der Kirche einbezogen werden." - auch hier kommt es ja darauf an, in welche. In die Sinnvolle Nutzung des Pfarrsaales? In die Organisation von Lesegruppen, von karitativen Organisationen, von Wallfahrten? Ja, natürlich. Jedoch nur begrenzt in die "Organisation" von Liturgie, sorry. "Meine Stimme wird in der Kirche gehört" - Meine Stimme wird von Gott gehört, das sollte eigentlich reichen. Meine Stimme wird jedoch auch in der Kirche gehört. Wenn ich mit einem Priester über meine Probleme in der Kirche rede. Aber Stimmrecht in der Kirche? Wieso sollte ich das haben wollen? Was suche ich in der Kirche, in der Liturgie? Suche ich einen Verein zum Selbermachen oder begebe ich mich in etwas, was deutlich größer ist als ich?
Ich bin mir sicher, daß die Punkte nicht manipulativ gemeint waren - generell denke ich, ist eine rein objektive Umfrage zu erstellen auch schwierig, schließlich steht hinter jeder Umfrage ein Mensch oder eine bestimmte Gruppierung, so daß die Frage selbst Ausdruck dessen ist, was den Frager bewegt. Jedoch wollte ich einige Dinge klar stellen, damit jede Person, die es liest, vielleicht auch ein wenig das "Feindbild Tradi" überwindet. Natürlich sind Laien nicht nur eine schweigende Masse in der Kirche. Sie haben jedoch eine spezielle Aufgabe, und diese Aufgabe unterscheidet sich von der der Priester. Natürlich kann man auch über manche Dinge abstimmen (und damit hat man natürlich auch Mitspracherecht), bei bestimmten Fragestellungen wird das jedoch einfach an dem Anspruch, den ein Glaube mit sich trägt - absolute Wahrheit, Offenbarung zu sein, vorbei gehen.
MUHAHAHA, DIE PM MAL WIEDER!
Na gut, erstmal sollte man aber fair bleiben. Peter Moosleitners interessantes Magazin war in der Grundschule für mich grandiosester Lesestoff. Ich habe die Artikel über Urknall, Weltall, Weltraumflüge geradezu verschlungen. Ich denke, daß ein echter Nerd unter dem Kinderkopfkissen irgendwann die PM zu liegen hatte, daß er seine Nase in PM Perspektive - Weltraum steckte und wie mein Bruder und ich von einer Welt träumten, in der die Besiedlung des Sonnensystems schon längst Tatsache war. In der Hinsicht danke ich Peter Moosleitner, seinem Magazin und auch Herrn Sprado (obwohl der zu einer Zeit in Erscheinung trat, in der ich schon langsam aus der PM wieder herauswuchs... und immer mehr Schwachsinnsartikel in der PM standen) und sogar Herrn Ripota.
Aber, ähm.... na ja, liebe Leser, seht selbst:

I mean - COME ON! Wenn dann noch im Heft unter einem Bild vom Heiligen Vater umgeben von Kardinälen (und ich zitiere wörtlich): "Ist Papst Benedikt II: (hier 2010 mit Kardinälen) nicht nur das geistliche Oberhaupt von 1.2 Milliarden Katholiken, sondern auch von Außerirdischen in den Weiten des Kosmos?" geschrieben wird, dann.... muß man so heulen, daß man lachen muß.
Der restliche Artikel ist von der Prämisse her ja nicht ganz schlecht, wenn auch etwas reißerisch. So wird darob recht lang und erstaunt fabuliert, daß die Kirche sich mit der Frage nach extraterristischen Leben natürlich auch beschäftigt.
Ich mein, was ist eigentlich daran so neu? Christus ist für ALLE gestorben. Sein Tod an einem Kreuz auf einem Hügel namens Golgotha war ein kosmisches Ereignis. Dementsprechend, so wie Jesus nicht nur für Juden, sondern auch für Griechen, Römer, Germanen, Inder, Afrikaner, Indianer, für ALLE Menschen starb - natürlich ist Christus für alle vernunftbegabten Wesen mit Seele gestorben! Sicherlich mag man darüber fabulieren, wie es anscheinend ein Jesuitenpater namens Funes tut, ob diese Wesen erlösungsbedürftig sind oder nicht (was dann an die kruden Thesen der palmarianischen "Kirche" erinntert, cf Planet Mariens), aber wenn sie, wie wir, sündig sind, sind sie erlösungsbedürftig und dementsprechend werden wir Katholiken ihnen dann das Evangelium bringen.
Richtig putzig ist es dann noch am Ende, wenn postuliert wird, daß im Fall von atheistischen Aliens, die hier landen, die Religion auf dem Prüfstand stehen würde. Schwachsinn. Natürlich, wenn diese weit, weit fortgeschritten wären, wäre das natürlich ein Anreiz für Atheisten zum jubeln. Doch egal wie fortgeschritten diese Aliens wären würden sie halt mit der Annahme, es gebe keinen Gott genauso falsch liegen wie ein Carl Sagan, den ich für deutlich klüger als mich halte.
Um ehrlich zu sein, wird die meiner Meinung nach wichtigste Frage gar nicht gestellt: Nun sagen wir, daß Tatsächlich auf Kepler-22b Leben wäre. Und zwar nicht irgendwelche Mikroben, sondern wirklich intelligentes Leben. Dieser Planet ist 620 Lichtjahre entfernt. Ignorieren wir die Frage, ob diese mit einem superduper-Raumschiff hierher kommen können oder wir irgendwann mal dorthin. Wie um alles in der Welt will der Vatikan diese Wesen bekehren? Selbst wenn wir ihnen Signale schicken, sollten wir das heute tun, denn in den nächsten 620 Jahren werden viele unserer lieben Keplerianer einen Tod im Unwissen ihrer Erlösung sterben! DUNH DUNH DUNH!
Selbst wenn im System Gliese 876 Leben wäre, würde die nächste Nachricht zu ihnen fünfzehn Jahre brauchen. ALSO, AUF, AUF!
Nee, ernsthaft mal gesagt: Meiner Meinung nach wäre die wirklich interessante Frage: Wie kommunizieren wir mit uns fremden Wesen? Was sind allgemein gültige Kriterien für Intelligenz? Für Seele? Wie missionieren wir diese Wesen? Schicken wir eine zweite Goldene Platte ins All? Wie erklären wir das Evangelium? Das wären eher die Fragen, die mich interessieren.
Schließen wir diesen amüsanten Beitrag ins Reich der Spekulationen ab mit einer Hoffnung, die wir nun laut der PM endlich haben können:
Aber, ähm.... na ja, liebe Leser, seht selbst:

I mean - COME ON! Wenn dann noch im Heft unter einem Bild vom Heiligen Vater umgeben von Kardinälen (und ich zitiere wörtlich): "Ist Papst Benedikt II: (hier 2010 mit Kardinälen) nicht nur das geistliche Oberhaupt von 1.2 Milliarden Katholiken, sondern auch von Außerirdischen in den Weiten des Kosmos?" geschrieben wird, dann.... muß man so heulen, daß man lachen muß.
Der restliche Artikel ist von der Prämisse her ja nicht ganz schlecht, wenn auch etwas reißerisch. So wird darob recht lang und erstaunt fabuliert, daß die Kirche sich mit der Frage nach extraterristischen Leben natürlich auch beschäftigt.
Ich mein, was ist eigentlich daran so neu? Christus ist für ALLE gestorben. Sein Tod an einem Kreuz auf einem Hügel namens Golgotha war ein kosmisches Ereignis. Dementsprechend, so wie Jesus nicht nur für Juden, sondern auch für Griechen, Römer, Germanen, Inder, Afrikaner, Indianer, für ALLE Menschen starb - natürlich ist Christus für alle vernunftbegabten Wesen mit Seele gestorben! Sicherlich mag man darüber fabulieren, wie es anscheinend ein Jesuitenpater namens Funes tut, ob diese Wesen erlösungsbedürftig sind oder nicht (was dann an die kruden Thesen der palmarianischen "Kirche" erinntert, cf Planet Mariens), aber wenn sie, wie wir, sündig sind, sind sie erlösungsbedürftig und dementsprechend werden wir Katholiken ihnen dann das Evangelium bringen.
Richtig putzig ist es dann noch am Ende, wenn postuliert wird, daß im Fall von atheistischen Aliens, die hier landen, die Religion auf dem Prüfstand stehen würde. Schwachsinn. Natürlich, wenn diese weit, weit fortgeschritten wären, wäre das natürlich ein Anreiz für Atheisten zum jubeln. Doch egal wie fortgeschritten diese Aliens wären würden sie halt mit der Annahme, es gebe keinen Gott genauso falsch liegen wie ein Carl Sagan, den ich für deutlich klüger als mich halte.
Um ehrlich zu sein, wird die meiner Meinung nach wichtigste Frage gar nicht gestellt: Nun sagen wir, daß Tatsächlich auf Kepler-22b Leben wäre. Und zwar nicht irgendwelche Mikroben, sondern wirklich intelligentes Leben. Dieser Planet ist 620 Lichtjahre entfernt. Ignorieren wir die Frage, ob diese mit einem superduper-Raumschiff hierher kommen können oder wir irgendwann mal dorthin. Wie um alles in der Welt will der Vatikan diese Wesen bekehren? Selbst wenn wir ihnen Signale schicken, sollten wir das heute tun, denn in den nächsten 620 Jahren werden viele unserer lieben Keplerianer einen Tod im Unwissen ihrer Erlösung sterben! DUNH DUNH DUNH!
Selbst wenn im System Gliese 876 Leben wäre, würde die nächste Nachricht zu ihnen fünfzehn Jahre brauchen. ALSO, AUF, AUF!
Nee, ernsthaft mal gesagt: Meiner Meinung nach wäre die wirklich interessante Frage: Wie kommunizieren wir mit uns fremden Wesen? Was sind allgemein gültige Kriterien für Intelligenz? Für Seele? Wie missionieren wir diese Wesen? Schicken wir eine zweite Goldene Platte ins All? Wie erklären wir das Evangelium? Das wären eher die Fragen, die mich interessieren.
Schließen wir diesen amüsanten Beitrag ins Reich der Spekulationen ab mit einer Hoffnung, die wir nun laut der PM endlich haben können:
Mittwoch, April 25, 2012
Frage an die Liturgie-Pros
Welche liturgische Farbe paßt am besten zum Pfingstsamstag?
- rot, quasi in Vorbereitung auf Pfingsten
- blau, in Verehrung Mariens (Samstag halt)
- weiß, als letzter Tag von Ostern
- WAS GANZ ANDERES?
Ich muß schließlich meine Garderobe wählen.
- rot, quasi in Vorbereitung auf Pfingsten
- blau, in Verehrung Mariens (Samstag halt)
- weiß, als letzter Tag von Ostern
- WAS GANZ ANDERES?
Ich muß schließlich meine Garderobe wählen.
"If you tried those games on a coyote, you would soon be dinner."
Gute Abhandlung pro Human Exceptionalism .
Ich finde es interessant, wie man allen Ernstes die Überlegenheit der Menschen gegenüber einer Katze IN EINEM BLOGPOST AN EINEM COMPUTER in Frage stellen kann. Vielleicht kenne ich das Internet zu wenig, aber Janoschs Weblog habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht kann man mir hier helfen, damit ich endlich von meinen Rassistischen, nein, speziesistischen Gedanken wegkomme.
Ich finde es interessant, wie man allen Ernstes die Überlegenheit der Menschen gegenüber einer Katze IN EINEM BLOGPOST AN EINEM COMPUTER in Frage stellen kann. Vielleicht kenne ich das Internet zu wenig, aber Janoschs Weblog habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht kann man mir hier helfen, damit ich endlich von meinen Rassistischen, nein, speziesistischen Gedanken wegkomme.
Dienstag, April 24, 2012
Kunst vom Kunstkenner
Zur Hölle mit dem Penner. Das war das einzige was von Ihm einigermaßen publik wurde und das nur aus der Sensationsgeilheit der Bauern. Er ist dabei sich ununterbrochen zu beweihräuchern, welch ein gottfrommer Mensch er doch ist. Ficken kann sich der verlogene Bastard. Allein schon zu Beginn des Buches verzettelt er sich in seiner eigenen Mißgunst. Ich lese den Scheiß bis mein Gehalt kommt und ich mir was vernünftiges holen kann. Verdammter, schwülstiger Heuchler.
Das schrub jemand zu Dantes göttlicher Komödie.
Man darf durchaus über Kunst und Geschmack unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn der Author, den ich nun mal anonym lasse, wirklich dieses Urteil ernst meint, dann braucht man nicht weiter nach dem Untergang des Abendlandes zu suchen.
Wohl eines der unerreichbar großen Werke der Weltliteratur dermaßen platt zu behandeln erfordert schon ein gehörig maß an Schrott im Kopf....
Und wenn er Dante unterstellt, er würde sich ständig als Gottfrommer Mensch beweihräuchern - dann hat er wirklich nichts verstanden. Er sollte anscheinend wirklich bei Grass-schen Gedichten und ähnlich seichter Kost bleiben.
Freundlichkeit unter Christen
Vor einiger Zeit las ich, daß in einer Kirchenzeitung die Sprache auf gewissen Weblogs kritisiert wurde. Leider kann ich diesen Artikel nicht lesen, er würde mich interessieren. Vom Hörensagen (oder eher Lesensagen... oder ist es Lesenschreiben? Hmmm...) weiß ich, daß besonders auf die scharfe Sprache beim Herrn Alipius hingewiesen wurde (siehe bei katholon und Braut des Lammes ). Anscheinend sollen auch andere erwähnt worden sein, in anderen Quellen wird auch auf die "scharfe Sprache" hingewiesen, auf die "Kettenhunde, die zähnefletschend und gierig" sich auf die Pfarrerinitiative stürzen, und natürlich wird darauf hingewiesen, daß auf diesen Weblogs eine solche christliche Nächstenliebe nicht herrsche.
Well. Da mit den "Zähnefletschenden Kettenhunden" ich mich etwas persönlich getroffen sah (man erinnere an das Kettenhunde-Logo, was bspw. Braut des Lammes nicht gefällt), dachte ich schön länger, daß ich was dazu und zum Thema "Guter Ton und Nächstenliebe" schreibe. Ich hatte heute einen wichtigen Vortrag, der natürlich die oberste Priorität einnahm und so... well, here we go:
Es wird eine scharfe, polemische, agressive Sprache als nicht vereinbar mit christlicher Nächstenliebe dargestellt. "Von christlicher Nächstenliebe sieht man da wenig". Was mich hier etwas wundert ist, (und ich drücke mich jetzt mal scharf, polemisch und agressiv aus) ob die Leute letztens im Neuen Testament lasen. Unser Herrgott ist kein Kind von Traurigkeit, was seine Ausdrucksweise angeht!
"Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig""Weh Euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!" Und ganz besonders wichtig finde ich folgende Passage:
"Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes."
Und solche Aussagen finden sich quasi ständig! Sind das freundliche Aussagen? Kann man Christi Nächstenliebe wirklich daran erkennen, daß er zu jemandem, der um seinen Vater trauert, sagt "Laß die Toten ihre Toten begraben?"
Ich bin mir sicher, daß die Jünger vor derselben Problematik standen; sie sahen Christus mit einer Peitsche den Tempel reinigen und ihnen fiel das folgende Schriftwort ein: "Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich". Da ist also eine Liebe, die DEUTLICH über der Höflichkeit, über dem netten Dialog, dem "wir können alle ja miteinander" steht. Eine Liebe, die die eines Gottes ist, der sich als eifersüchtig definiert. Dementsprechend haben auch die Propheten und Heiligen des Herrn nicht gerade freundlich geredet, denn sie waren von dieser Liebe Gottes, die eben auch Eifersüchtig ist, die ein Feuer ist, leidenschaftlich ist, erfüllt.
Natürlich ist das kein Freibrief dafür, sich wie die letzte Sau zu benehmen, was man aber bspw. Alipius auch nicht vorwerfen kann. Aber eine etwas feurigere Sprache zeigt doch folgendes: "Dem ist was wichtig, dem bedeutet das etwas!" - etwas, was ein "hey du, das ist voll nett" nicht kann.
Eine zweite Frage ist auch, worin sich Nächstenliebe genau zeigt. Zeigt sie sich einfach in einem höflichen und im Zweifelsfall inhaltsleeren Floskeln? Man möchte bei so manchen Blick in Bistumsblätter es glauben. Auch nicht in Grassschen Gedichten mit seichtspirituellem Inhalt, sprich Prosa, die durch eine Menge an Zeilenumbrüchen glänzt. Meiner Erfahrung nach zeigt sich diese Nächstenliebe darin, daß man sieht, wie man in der Bloggerszene aufgenommen ist, trotz aller manchmal auch feurigen Debatten. Man betet füreinander, hofft mit, daß es Kindern oder Enkelkindern von Schreibern besser geht, man versucht zu helfen, Trost zu spenden - und das alles von Leuten, die, wenn sie polemisch schreiben, durchaus losscheppern können! DAS ist der wahre christliche Geist, meiner Meinung nach. Heftige Sprache hatte auch Christus. Sicher, wenn es dabei bleiben würde, wäre das zu wenig. Aber mit wirklicher Nächstenliebe kann man durchaus schonmal rumpoltern.
Passenderweise kann man das gut an einem Rottweiler klar machen: Klar, ein Rottweiler, der die zähne fletscht, ist für mich so ein Anblick, den ich nicht aus nächster Nähe sehen will. Jedoch ist ein gut erzogener Rottweiler "freundlicher und friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, ... sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig" (FCI-Definition). Das beschreibt doch die Webloggerszene ganz gut. Friedlich, Kinderliebend, Gehorsam, wenn man von mir mal absieht, arbeitsfreudig - aber unseren Herrn sollte man nicht angreifen. Dann knurren wir schonmal.
Well. Da mit den "Zähnefletschenden Kettenhunden" ich mich etwas persönlich getroffen sah (man erinnere an das Kettenhunde-Logo, was bspw. Braut des Lammes nicht gefällt), dachte ich schön länger, daß ich was dazu und zum Thema "Guter Ton und Nächstenliebe" schreibe. Ich hatte heute einen wichtigen Vortrag, der natürlich die oberste Priorität einnahm und so... well, here we go:
Es wird eine scharfe, polemische, agressive Sprache als nicht vereinbar mit christlicher Nächstenliebe dargestellt. "Von christlicher Nächstenliebe sieht man da wenig". Was mich hier etwas wundert ist, (und ich drücke mich jetzt mal scharf, polemisch und agressiv aus) ob die Leute letztens im Neuen Testament lasen. Unser Herrgott ist kein Kind von Traurigkeit, was seine Ausdrucksweise angeht!
"Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig""Weh Euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!" Und ganz besonders wichtig finde ich folgende Passage:
"Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes."
Und solche Aussagen finden sich quasi ständig! Sind das freundliche Aussagen? Kann man Christi Nächstenliebe wirklich daran erkennen, daß er zu jemandem, der um seinen Vater trauert, sagt "Laß die Toten ihre Toten begraben?"
Ich bin mir sicher, daß die Jünger vor derselben Problematik standen; sie sahen Christus mit einer Peitsche den Tempel reinigen und ihnen fiel das folgende Schriftwort ein: "Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich". Da ist also eine Liebe, die DEUTLICH über der Höflichkeit, über dem netten Dialog, dem "wir können alle ja miteinander" steht. Eine Liebe, die die eines Gottes ist, der sich als eifersüchtig definiert. Dementsprechend haben auch die Propheten und Heiligen des Herrn nicht gerade freundlich geredet, denn sie waren von dieser Liebe Gottes, die eben auch Eifersüchtig ist, die ein Feuer ist, leidenschaftlich ist, erfüllt.
Natürlich ist das kein Freibrief dafür, sich wie die letzte Sau zu benehmen, was man aber bspw. Alipius auch nicht vorwerfen kann. Aber eine etwas feurigere Sprache zeigt doch folgendes: "Dem ist was wichtig, dem bedeutet das etwas!" - etwas, was ein "hey du, das ist voll nett" nicht kann.
Eine zweite Frage ist auch, worin sich Nächstenliebe genau zeigt. Zeigt sie sich einfach in einem höflichen und im Zweifelsfall inhaltsleeren Floskeln? Man möchte bei so manchen Blick in Bistumsblätter es glauben. Auch nicht in Grassschen Gedichten mit seichtspirituellem Inhalt, sprich Prosa, die durch eine Menge an Zeilenumbrüchen glänzt. Meiner Erfahrung nach zeigt sich diese Nächstenliebe darin, daß man sieht, wie man in der Bloggerszene aufgenommen ist, trotz aller manchmal auch feurigen Debatten. Man betet füreinander, hofft mit, daß es Kindern oder Enkelkindern von Schreibern besser geht, man versucht zu helfen, Trost zu spenden - und das alles von Leuten, die, wenn sie polemisch schreiben, durchaus losscheppern können! DAS ist der wahre christliche Geist, meiner Meinung nach. Heftige Sprache hatte auch Christus. Sicher, wenn es dabei bleiben würde, wäre das zu wenig. Aber mit wirklicher Nächstenliebe kann man durchaus schonmal rumpoltern.
Passenderweise kann man das gut an einem Rottweiler klar machen: Klar, ein Rottweiler, der die zähne fletscht, ist für mich so ein Anblick, den ich nicht aus nächster Nähe sehen will. Jedoch ist ein gut erzogener Rottweiler "freundlicher und friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, ... sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig" (FCI-Definition). Das beschreibt doch die Webloggerszene ganz gut. Friedlich, Kinderliebend, Gehorsam, wenn man von mir mal absieht, arbeitsfreudig - aber unseren Herrn sollte man nicht angreifen. Dann knurren wir schonmal.
Donnerstag, April 19, 2012
"Ich bin Dein"?
Seit einiger Zeit lese ich auf Facebook immer wieder eine seltsame Interpretation, daß nämlich der Dekalog mit "Ich bin Dein" beginnen würde. Daraus entwickelte sich dann eine sicherlich gut gemeinte Meditation, daß Gott für uns da ist, etc. Es wurde gesagt, daß der Dekalog mit einer Liebeserklärung beginne.
Sicherlich liebt uns der Allmächtige, aber meiner Meinung nach tut man damit dem Dekalog Gewalt an. Erstens ist der vollständige Beginn des Dekaloges (laut EÜ) "Ich bin IHVH, der Herr Dein Gott" - "Ich bin... Dein..." ist da schon recht verkürzt. Mit derselben Logik behaupten Moslems gerne, Jesus hätte folgendes gesagt:
"in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten". Das wird dann genutzt, um Christen aufs Glatteis zu führen und zu behaupten, der Jesus hätte Folter gutgeheißen. Jedoch kommt es hier wie dort auf den Kontext an.
Außerdem verlieren die Worte für mich an Dramatik, wenn man sie als zarte Liebesgeschichte deutet. Vielleicht ist es der Mann oder der Proll in mir, aber eine Aussage wie "Ich bin IHVH, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus." hat für mich deutlich mehr Dramatik. Sie drückt nicht ein statisches Vertrauensverhältnis aus, sondern ein Dynamisches Handeln, was aus diesem Vertrauensverhältnis erwächst. Es ist der Gott, der nicht nur sagt, er sei "mein", es ist der Gott, der mich aus der Sklaverei befreite. Er tut auch was dafür. Er ist auch leidenschaftlich.
Zu dem allgemeinen "Problem" eines "zu" netten Gottes werde ich hoffentlich es schaffen, die Tage was längeres zu schreiben, aber erstmal das.
Montag, April 16, 2012
Christliches Material im Web
Auf Ignitum Today hat Brandon Vogt einige Gedanken aufgeschrieben, wie man die Autofahrt gut nutzen kann. Ich muß zwar gestehen, daß ich nicht nur in den Öffentlichen Verkehrsmitteln sitze, sondern dazu noch eine so laue Pißbohne bin, daß ich z.Zt. meine Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln primär nutze, um Perry Rhodans Kampf gegen die Negasphäre in Tare-Scharm und Hagay zu verfolgen, aber.... ALTER. Ich glaub, ich rede nicht weiter, sondern klau von dort einfach zwei Links:
The Monks of Norcia jeweils die Choräle für die aktuellen Horen. Auf Latein. Bäm.
LibriVox, Public Domain Hörbücher. Ich sag nur: Sucht mal nach Aquin, Chesterton, Augustinus oder Teresa von Avila. Selbst Dante gibts da - sogar auf Deutsch, aber die Stimme sich etwas länger anhören ist eher etwas für die Karwoche...
Predigten von Father Robert Barron . Jawoll, dem Robert Barron von Word of Fire.
Catholic Answers - Live . Die Apologetik-Show.
The Sacred Page von Michael Barber, Ph.D. - “one of the most promising Scripture teachers in the Church", wie Scott Hahn ihn tituliert.
So, was bleibt zu sagen?
THANKS ALOT, BRO!
The Monks of Norcia jeweils die Choräle für die aktuellen Horen. Auf Latein. Bäm.
LibriVox, Public Domain Hörbücher. Ich sag nur: Sucht mal nach Aquin, Chesterton, Augustinus oder Teresa von Avila. Selbst Dante gibts da - sogar auf Deutsch, aber die Stimme sich etwas länger anhören ist eher etwas für die Karwoche...
Predigten von Father Robert Barron . Jawoll, dem Robert Barron von Word of Fire.
Catholic Answers - Live . Die Apologetik-Show.
The Sacred Page von Michael Barber, Ph.D. - “one of the most promising Scripture teachers in the Church", wie Scott Hahn ihn tituliert.
So, was bleibt zu sagen?
THANKS ALOT, BRO!
Happy Birthday, Papa!
Da ich in der glücklichen Lage bin, hiermit quasi ein Teekesselchen aufzusagen.
Ich wünsche meinem leiblichen Vater UND dem Heiligen Vater alles Gute und Gottes reichen Segen!
Für den Heiligen Vater hat die Blogozese (bzw. Beiboot Petri folgendes Video bereitet:
Für Papa habe ich leider kein Video bereitet, hoffe aber, daß das folgende HubbleCast-Video über Schwarze Löcher ihm gefällt. It blew my mind:
Ich wünsche meinem leiblichen Vater UND dem Heiligen Vater alles Gute und Gottes reichen Segen!
Für den Heiligen Vater hat die Blogozese (bzw. Beiboot Petri folgendes Video bereitet:
Für Papa habe ich leider kein Video bereitet, hoffe aber, daß das folgende HubbleCast-Video über Schwarze Löcher ihm gefällt. It blew my mind:
Sonntag, April 15, 2012
Rent a womb. A poor womb, btw.
Die multi-kulti Seite des Pro Choice- und Organspendegedankens .
Ich meine, SERIOUSLY: Wie kann man sich noch gut fühlen, wenn man in China eine Niere kauft? Wie kann man noch davon reden, das Wohl von indischen Frauen würde jemandem am Herzen liegen, wenn man den Körper einer Frau mietet? Wenn man sie künstlich befruchtet, schwanger werden läßt, das Kind zur Welt bringt - und es ihr dann wieder entreißt?
Manchmal fragt man sich, für welche Sünden bitteschön Gott selbst ans Kreuz genagelt werden mußte. Dann liest man sowas und sieht, wie unglaublich f****d up die Menschheit ist, wie sehr sie der Erlösung bedarf....
Ich meine, SERIOUSLY: Wie kann man sich noch gut fühlen, wenn man in China eine Niere kauft? Wie kann man noch davon reden, das Wohl von indischen Frauen würde jemandem am Herzen liegen, wenn man den Körper einer Frau mietet? Wenn man sie künstlich befruchtet, schwanger werden läßt, das Kind zur Welt bringt - und es ihr dann wieder entreißt?
Manchmal fragt man sich, für welche Sünden bitteschön Gott selbst ans Kreuz genagelt werden mußte. Dann liest man sowas und sieht, wie unglaublich f****d up die Menschheit ist, wie sehr sie der Erlösung bedarf....
"He has a degree in philosophy"
Ein recht amüsantes Video über Bioethik, After birth abortion und Human Exceptionalism:
Pong!
ich bin zwar vllt nicht gemeind, aber ich antworte trotzdem: Kategorie: Awesome Remixes/Extended Versions von ohnehin schon coolen Songs! (Unterkategorie: Seltsame Songtitel)
Original:
DICKER DUBSTEP REMIX:
*wobwobwob*
Original:
DICKER DUBSTEP REMIX:
*wobwobwob*
Samstag, April 14, 2012
Wohin "Pro Choice" so führen kann...
... zeigt mal wieder eines dieser Journallien über Bio"Ethik". Ich zitiere einfach mal das Abstract:
So, halten wir also fest: Aus dem "Pro Choice" Gedanken, aus "mein Bauch gehört mir", dem ganzen "Ja, aber da muß doch eine Frau auch entscheiden können, ob sie ein behindertes Kind will" wurde doch nun was anderes, nämlich "mein Bauch gehört dem Staat". Vielleicht sollten Abtreibungsbefürworter in unseren Landen mal darüber nachdenken, wohin "pro choice" so führt.
Ich muß sagen, ich bin grad über so viel Ehrlichkeit, eine Diktatur zu wollen (jawohl!) platt, deshalb kann ich grad nichts weiteres schreiben. Ein weiterer guter, nicht so bitterer Kommentar findet sich auf BioEdge.
Ich werde probieren, an den Original-Artikel heran zu kommen.
This article explores the possibility that there is a parental duty to use preimplantation genetic diagnosis (PGD) for the medical benefit of future children. Using one genetic disorder as a paradigmatic example, we find that such a duty can be supported in some situations on both ethical and legal grounds. Our analysis shows that an ethical case in favor of this position can be made when potential parents are aware that a possible future child is at substantial risk of inheriting a serious genetic condition. We further argue that a legal case for a duty to use PGD for medical benefit can be made in situations in which potential parents have chosen to conceive through in vitro fertilization and know that any children conceived are at substantial risk of having a serious genetic condition.
So, halten wir also fest: Aus dem "Pro Choice" Gedanken, aus "mein Bauch gehört mir", dem ganzen "Ja, aber da muß doch eine Frau auch entscheiden können, ob sie ein behindertes Kind will" wurde doch nun was anderes, nämlich "mein Bauch gehört dem Staat". Vielleicht sollten Abtreibungsbefürworter in unseren Landen mal darüber nachdenken, wohin "pro choice" so führt.
Ich muß sagen, ich bin grad über so viel Ehrlichkeit, eine Diktatur zu wollen (jawohl!) platt, deshalb kann ich grad nichts weiteres schreiben. Ein weiterer guter, nicht so bitterer Kommentar findet sich auf BioEdge.
Ich werde probieren, an den Original-Artikel heran zu kommen.
Predigten
Hier sieht man Martin Luther King eine Predigt zum Karfreitag halten. Leider habe ich sie heute erst auf The thin Veil entdeckt, ansonsten wäre sie schon passend gepostet worden.
Mir fiel hier jedoch auf, wie sehr das Predigen nowadays ins Hintertreffen geraten ist. Ich kann ja einem Priester es nicht ganz nachsehen, einmal die Woche eine Knallerpredigt - das wäre zu viel verlangt. Aber zu oft sind es nur Worte, die man schon tausendmal gehört hat (Frei nach dem Motto Tausendmal gehört, tausendmal hats nicht gestört) und zumindest mich nicht im Herzen berührten.
Ich denke sogar nicht, daß der fehlende Inhalt die Ursache ist; mir geht es schließlich nicht nur bei irgendwelchen Predigten in NGL-Gemeinden so, sondern, so leid es mir tut, auch oft bei Betrachtungen im Opus Dei oder bei Predigten von an sich guten Priestern. Ich denke jedoch, daß eine gewisse Rhetorik hier viel bewirken könnte. Ein wenig Lebendigkeit!
Natürlich steht dahinter ein an sich guter Gedanke; der Priester möchte sich nicht in den Vordergrund spielen. Man möchte lieber durch sachliche Argumente überzeugen, nicht durch platten Populismus.
Nun ist der Priester jedoch im Vordergrund. Daran wird sich nichts ändern, aber er könnte daraus mehr machen.
In vielen Kirchen gibt es sie noch, die Kanzeln. Ja, die von der, wie die Modernisten sagen "die Priester aufs Volk herabgepredigt haben", oft lautstark, da es noch kein Mikrophon gab. Ich muß gestehen, ich würde gern mal wieder erleben, wie ein Priester von der Kanzel herab betet, gestikulierend, leidenschaftlich, ja, vielleicht sogar "voll retro" ohne Mikrophon.
Mittwoch, April 11, 2012
Banned Parenthood ruft zu vierzigtägigen Gebet auf
Öhm. Bis auf eine Sache überlasse ich mal dem Bad Catholic die Ehre des Kommentierens.
Ich frage mich nur grad, ob just nach der Fastenzeit zum vierzigtägigem Gebet aufzurufen ein Zeichen von peinlicher Unkenntnis oder dummdreist ist. Aber das ist ne andere Sache.
ALTER! Zwei Leute, ein Gedanke, wobei ich unserem Bloggerpater Respekt zollen muß, daß er sechs Minuten schneller war. Aber diese sechs Minuten sind sicherlich durch relativistische Effekte zu klären. Glaubt mir, ich bin Physiker.
Ich frage mich nur grad, ob just nach der Fastenzeit zum vierzigtägigem Gebet aufzurufen ein Zeichen von peinlicher Unkenntnis oder dummdreist ist. Aber das ist ne andere Sache.
ALTER! Zwei Leute, ein Gedanke, wobei ich unserem Bloggerpater Respekt zollen muß, daß er sechs Minuten schneller war. Aber diese sechs Minuten sind sicherlich durch relativistische Effekte zu klären. Glaubt mir, ich bin Physiker.
Sonntag, April 01, 2012
Projekt: Stundengebet-App
Vor einiger Zeit hat mich ein katholischer Informatiker, d.h. im similar Nerd-Tier wie ich hat (oder noch höher, da er Programmieren kann). Das ist nicht nur an sich ne coole Sache, vor allem haben wir einen Plan gefasst.
Vor einiger Zeit hab ich mich darüber beklagt, daß das Stundenbuch nur recht teuer erhältlich ist(cf hier). Nun hat das dt. Liturgische Institut wie wir alle wissen die Rechte darauf und sitzen drauf. Es gibt einige Projekte schon, und ein weiteres wollen wir beisteuern.
Unser Gedanke war, daß wir, damit es wenigstens für eine gewisse Bevölkerungsgruppe erschwinglicher ist (und hübscher aussieht und man nicht so viel blättern muß) das ganze als ipad-app zu entwerfen - in Absprache mit besagtem Institut natürlich. Sicherlich ist das primär für ipad-Besitzer dann was, aber immerhin (und streng genommen kann ein Xcode-Besitzer auf seinem Mac das sich dann auch ansehen...).
Der Plan ist, das Grundgerüst zu entwerfen, um das dann den Rechte-Inhabern zu zeigen und sie hoffentlich davon überzeugen zu können, daß eine preiswerte ipad-Version in einem positiven Sinn Zeitgemäß ist (anders als Klampfenmusik von Memorandisti) und es doch ein sinnvolles Entgegenkommen in Richtung Heiliger Vater (mit seiner Einladung zum Stundengebet) wäre.
Haupz als ein Programmierbrain wird hier natürlich rädelsführend in Sachen Entwicklung sein, aber gerne können andere Mitstreiter dazu stoßen. Es ist geplant, die Entwicklung entweder über GitHub, eine google-group oä dann zu organisieren.
Also, wer will dabei sein?
Vor einiger Zeit hab ich mich darüber beklagt, daß das Stundenbuch nur recht teuer erhältlich ist(cf hier). Nun hat das dt. Liturgische Institut wie wir alle wissen die Rechte darauf und sitzen drauf. Es gibt einige Projekte schon, und ein weiteres wollen wir beisteuern.
Unser Gedanke war, daß wir, damit es wenigstens für eine gewisse Bevölkerungsgruppe erschwinglicher ist (und hübscher aussieht und man nicht so viel blättern muß) das ganze als ipad-app zu entwerfen - in Absprache mit besagtem Institut natürlich. Sicherlich ist das primär für ipad-Besitzer dann was, aber immerhin (und streng genommen kann ein Xcode-Besitzer auf seinem Mac das sich dann auch ansehen...).
Der Plan ist, das Grundgerüst zu entwerfen, um das dann den Rechte-Inhabern zu zeigen und sie hoffentlich davon überzeugen zu können, daß eine preiswerte ipad-Version in einem positiven Sinn Zeitgemäß ist (anders als Klampfenmusik von Memorandisti) und es doch ein sinnvolles Entgegenkommen in Richtung Heiliger Vater (mit seiner Einladung zum Stundengebet) wäre.
Haupz als ein Programmierbrain wird hier natürlich rädelsführend in Sachen Entwicklung sein, aber gerne können andere Mitstreiter dazu stoßen. Es ist geplant, die Entwicklung entweder über GitHub, eine google-group oä dann zu organisieren.
Also, wer will dabei sein?
Piraten-Tanz am Karfreitag
Lt kath.net scheinen einige Piraten am Karfreitag eine Tanzdemonstration machen. Vielleicht ist es aber auch nur ein Aprilscherz, aber ähnliches gab es auch schon von anderen atheistischen Organisationen.
Was mich daran wundert ist, wie vehement man hier ein Feierverbot aufheben will. Ist es, weil man den Rest einer christlichen Kultur zerstören will? Reichen 364.2425 Tage im Jahr nicht aus? Geht es darum, mal wieder "sein Recht" durchzuprügeln? Ich weiß es nicht und bin ehrlich gesagt heute zu müde, mich wirklich aufzuregen.
Aber ein kleine Playlist stelle ich mal zusammen:
1.) Prince Alla - Fools never learn
"Fools in their folly never will learn, so thats why Jah Fire gotta be burnin"
2.) Johnny Cash - Gods gonna cut you down
"You can run on for a long time, sooner or later god will cut you down"
3.) Capleton -Final Assassin (On a mission)
"On a mission mi seh what is my purpose? Fi see di wicked man ah bun up"
4.) Don Potter - Repentance
"Forgive us holy one. many have turned from the natural way they shall live"
5.) Von Thronstahl - Age of decay and democracy
Ja,ja, Faschoband und so weiter, aber hat grad so schön gepasst. Schon allein des Titels wegen.
6.) Vivian Jackson and the Prophets - Walls of Jerusalem
"I say dont play with fire, fire will burn you. I say dont play with fire Jahjah is coming soon"
7.) Johnny Cash - The man comes around
"Whoever is filthy, let him be filthy still. Listen to the words long written down, When the man comes around."
8.) Horde - Thine hour hast come
"All is lost to become nothing"
9.) Mortification - Turn
"Death, hell, torment suffering, will overcome you unless you turn to Christ"
Hav phun <3
Was mich daran wundert ist, wie vehement man hier ein Feierverbot aufheben will. Ist es, weil man den Rest einer christlichen Kultur zerstören will? Reichen 364.2425 Tage im Jahr nicht aus? Geht es darum, mal wieder "sein Recht" durchzuprügeln? Ich weiß es nicht und bin ehrlich gesagt heute zu müde, mich wirklich aufzuregen.
Aber ein kleine Playlist stelle ich mal zusammen:
1.) Prince Alla - Fools never learn
"Fools in their folly never will learn, so thats why Jah Fire gotta be burnin"
2.) Johnny Cash - Gods gonna cut you down
"You can run on for a long time, sooner or later god will cut you down"
3.) Capleton -Final Assassin (On a mission)
"On a mission mi seh what is my purpose? Fi see di wicked man ah bun up"
4.) Don Potter - Repentance
"Forgive us holy one. many have turned from the natural way they shall live"
5.) Von Thronstahl - Age of decay and democracy
Ja,ja, Faschoband und so weiter, aber hat grad so schön gepasst. Schon allein des Titels wegen.
6.) Vivian Jackson and the Prophets - Walls of Jerusalem
"I say dont play with fire, fire will burn you. I say dont play with fire Jahjah is coming soon"
7.) Johnny Cash - The man comes around
"Whoever is filthy, let him be filthy still. Listen to the words long written down, When the man comes around."
8.) Horde - Thine hour hast come
"All is lost to become nothing"
9.) Mortification - Turn
"Death, hell, torment suffering, will overcome you unless you turn to Christ"
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