Nur mal kurz erwähnt
Wichtig sei noch anzumerken, daß Belphegor übelst scheiße ist. Echte Männer hören alte Kataklysm-Sachen oder Japanische Kampfhörspiele!
Samstag, Juni 30, 2007
Dienstag, Juni 26, 2007
Bin ich ein Nerd...
Kinder, auf einer Seite werden zwie meiner eher nerdigen Leidenschaften erschlagen:
ANGBAND WEBCOMICS
TOLL!!!

Angband ist ein sogenanntes roguelike game , wo man einen Klammeraffen @ durch eine Horde von gräßlich aussehenden Monstern (wie ein P, eieiei...) steuert. Das klingt blöd und simpel, aber diese Spiele sind verdammt komplex; es gibt oft bis zu über hundert Zaubersprüche, teilweise unterschiedliche Magiesysteme in einem Spiel, viele Charakterklassen, Quests, so weit das Auge reicht, und die etwas komplizierteren Versionen (wie mein kleiner Liebling ToME ) existiert weitaus mehr als schnöde Dungeons und sie sind teilweise noch erweiterbar. Also Spiele, die einen wirklich lang beschäftigen können.
PS: Bei den neueren Versionen von ToMe werden die editierbaren Daten nun leider Gottes in einer etwas komplizierteren Programmiersprache gespreichert.Das ist doof.
ANGBAND WEBCOMICS
TOLL!!!

Angband ist ein sogenanntes roguelike game , wo man einen Klammeraffen @ durch eine Horde von gräßlich aussehenden Monstern (wie ein P, eieiei...) steuert. Das klingt blöd und simpel, aber diese Spiele sind verdammt komplex; es gibt oft bis zu über hundert Zaubersprüche, teilweise unterschiedliche Magiesysteme in einem Spiel, viele Charakterklassen, Quests, so weit das Auge reicht, und die etwas komplizierteren Versionen (wie mein kleiner Liebling ToME ) existiert weitaus mehr als schnöde Dungeons und sie sind teilweise noch erweiterbar. Also Spiele, die einen wirklich lang beschäftigen können.
PS: Bei den neueren Versionen von ToMe werden die editierbaren Daten nun leider Gottes in einer etwas komplizierteren Programmiersprache gespreichert.Das ist doof.
Freitag, Juni 22, 2007
Zehn Jahre ists her!

P: Widersagt ihr dem Satan?
A: Ich widersage.
P: Und all seiner Bosheit?
A: Ich widersage.
P: Und all seinen Verlockungen?
A: Ich widersage.
P: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöp fer des Himmels und der Erde?
A: Ich glaube.
P: Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
A: Ich glaube.
P: Glaubt ihr an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben?
A: Ich glaube.
Vor zehn Jahren war ich es, der diese Worte vor der Kirche mit meinem Bruder zusammen sprach. Im Sommer 1997 wurde ich getauft.
Da ist es an der Zeit, Gott zu danken.
Zu danken dafür, daß er mir die Gnade schenkte, Teil der Kirche werden zu können. Daß ich am großen Geheimnis des Glaubens hienieden Anteil habe, daß ich Glied des mystischen Leibes Christi wurde.
Gott weiß, daß es immer wieder schlechte Zeiten gab, daß gerade der Anfag schwer war. Beim WYD in Paris 1997 hab ich noch mit Kiffen kokettiert. Die ersten drei Jahre interessierte ich mich mehr für Esoterik als für die Kirche und war überhaupt nicht beichten. Und wenn ich Esoterik sage, dann mein ich nicht so einen "feel good"-Schrott wie Walsh's "Gespräche mit Gott", sondern einige Bücher von Crowley, Lehren der Chaosmagie... Immerhin war damals schon irgendeine Essenz da: Ich dachte, ich könne die magischen Lehren irgendwie mit dem christentum verheiraten, was natürlich zum Scheitern verurteilt ist, wenn der Geistige Vater dieser Lehren schreibt "Do what thou wilt shall be the law".
Dann, in Rom anno 2000, beim wunderbaren Weltjugendtag 2000 - mann ,war der toll! -, schenkte mir Gott die Kraft, von den nicht-christlichen Lehren zu lassen und die Lehren der Kirche vollkommen zu akzeptieren. Ich finde es immer noch interessant, was für eine sanfte Rhetorik da Gott anwandte: bei einer eucharistischen Anbetung kam mir der lapidare Gedanke "Philipp, laß doch die Lehren der Kabbala etc. erstmal sein und lerne die Lehren der Kirche kennen." Na ja, und die Lehren der Kirche stellten sich als Wahrheit raus.
Größer war noch Gottes Gnade, als er mir zwei sehr gute Freunde im Glauben schenkte, indem er meine zwei besten Freunde zum Glauben brachte.
Sicherlich war danach nicht alles perfekt. Als vom Opus Dei im Glauben geschulter fiel ich nie auf die Lehren von Küng, Drewermann - you name it - rein. Aber dafür hat sich einige Zeit bei mir eine Arroganz gegenüber den Standard-Katholiken, den "Reingeborenen", wie mein Bruder und ich sagten, entwickelt. Dazu kam, daß ich mehr und mehr traditionalistisch wurde und gegen gewisse Bischöfe, die meiner Meinung nach nicht mit genügend chuzpe ihr Amt leiteten, herzog. Wieder wies Gott mich sanft zurecht. Auf einem Gesprächsabend der Arche Potsdam traf ich auf einen Traditionalisten, der Pius X. sehr nah stand. Das Gespräch war prima, wir haben uns die Bälle nur so hin- und hergespielt! Auf der Rückfahrt nach Hause kamen mir dann aber ein paar Gedanken, die mich vom Traditionalismus entfernten. - Na ja, ansonsten haben noch die damals (2004?) auf kath.net in massen sich rumtreibenden Traditionalisten mir klargemacht, daß das auch nicht der Weg sein kann, aber da hat Gott schon vorgebaut, eben in jenem Gespräch. Vielleicht ist dadurch dem Leser klar, warum ich da etwas verbitterter diskutiere.
Mit dem Jahr 2005 begann eine lange Krise, die -hoffentlich!- seit ein paar Monaten vorbei ist. Sie war nie durchgängig, aber immer wieder bekam ich Anfälle von Depressionen, die eigentlich immer sich in hadern mit Gott, mit dem eigenen Leben und allen anderen Menschen darstellte. Es fiel - und fällt mir auch heute noch beizeiten - schwer, zu glauben, daß Gott mich liebt. Ein Grund war der Hochmut eines störrischen Kindes, frei nach dem Motto "Wie kann Gott mich lieben, wenn das und das nicht so läuft?", der andere war meine Selbstverachtung, daß ich mir dachte "Na ja, wieso sollte er sehr viel von mir halten?". Ich weiß nicht, ob ihr Palahniuks Romanvorlage zum Film Fight Club kennt. Da heißt es an einer Stelle (ungefähr, genauer Wortlaut ist entfallen) "Da fiel mir auf, daß wir nicht Gottes Sternenkinder sind. Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, das Lieblingskind Gottes. Wir sind auch nicht menschliches Arschpapier, das Allerletzte. Wir sind einfach." So war mein Verhältnis zu mir selbst, mit - damals - noch dem Unterschied, daß ich mir dachte, daß menschliches Arschpapier besser als bloße Existenz wäre. Ähnlich dachte ich über mein Leben: Es zeigten sich keine schrecklichen Schicksalsschläge - aber auch keine großen Glücksmomente. Ich sah das Leben recht oft als ein tristes grau. "Das Wetter ist ständig das gleiche und die Erde bebt nur anderswo" singen Foyer des Arts im Lied "Das Leben ist uninteressant" - und so ging es mir. Besser umschreibt diese Haltung zum Leben nur Funny van Dannen im Lied "Enttäuscht vom Leben". Daß noch nebenbei mein Firmkind erstens orthodox wurde und zweitens sich verlobte (was ich eigentlich auch mal vorhatte), machte die Gesamtsituation nicht grad prickelnder.
Na ja, so zog sich das halt hin, über zwei Jahre, mit ups und downs. Und dann starb letztes Jahr am 9.12. meine Mutter. Einer der ersten Gedanken war (etwas jugendfreier ausgedrückt) "Gott, du kannst mich mal". Ich hatte noch sechs Tage zuvor mit ihr geredet, und sie wollte mit einem Priester sprechen, wofür ich inständig betete - und nicht mal DAS konnte mir der "liebe" Gott gewähren! Nach ein paar Gesprächen mit einem Priester beruhigte ich mich wieder etwas, ja, am 11. 12. bin ich sogar Gottes wegen (nicht wie am 10. 12. Mamas wegen) in die Kirche gegangen, um ihm und mir zu sagen, daß ich ihm treu bleiben will, auch wenn es mir grad schwerfällt.
Große Wunden brauchen lange zu heilen. Aber während dem Zusammenschrieben der Diplomarbeit ist der Groll gegen Gott wieder von mir vollständig abgefallen - wo es vorher eher temporärer Natur war. Ich erlebe zur Zeit eine wirkliche Hochphase des Glaubens, habe wieder mit dem regelmäßigen, betrachtenden Gebet angefangen.
Ich weiß, ich bin schwach. Manchmal kommt es mir vor, als könnte ich jede Woche beider Beichte dem Priester sagen "komm schon, du erinnerst Dich an die letzte Beichte, dasselbe bitte nochmal", daß ich mich also nie bessere. Da ist mir dann ein Spruch von Josemaria Escriva eine Hilfe: "So viele Jahre täglich kommuniziert! - Ein anderer wäre heilig, hast du mir gesagt, und ich bin noch immer derselbe! Sohn, habe ich dir geantwortet, fahre fort mit der täglichen Kommunion und denke: was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht täglich kommuniziert hätte? " Gut, bei mir müßte es heißen "So viele Jahre wöchtenlich gebeichtet" (bis auf ne lange Flaute dieses Jahr), aber irgendwie denke ich, ohne die Beichte wäre alles schlimmer und so denke ich, mit Gottes Hilfe bin ich auf dem richtigen Weg.
Klar wäre es schön, wenn dieses auf und ab mal merklich andere Qualität bekommen würde, nicht immer dieselben Dauerbrenner mir passieren würden, aber vielleicht ist das eine gute Schule der Demut. Denn stehe ich jedes Mal wie der Zöllner vor Gott, klopfe mir auf die Brust und bete "Gott, sei mir Sünder gnädig".
Aber im Augenblick ist meine Freude groß! Die Dankbarkeit, daß Gott es mir ermöglichte, ihn zu erkennen, zu seiner Kirche zu gehören, ist nicht geringer, aber auch die Dankbarkeit dafür, in der Kirche Freunde und nette Internetkontakte gefunden zu haben oder auch einfachen Gesprächsstoff! Wie arm wäre mein Leben, wenn ich nicht über den NOM, Zmiraks Bücher, Modernisten, Traditionalisten, das Neokatechumenat, den Anteil des Christentums an Tolkiens Büchern sophieren könnte ;) ?
In dem Sinne nicht nur auf weitere zehn Jahre Leben mit Gott, sondern auf eine Ewigkeit mit dem, der uns liebt!
Nun werd ich endlich schlafen und morgen mir ne Flasche Chimay kaufen.
Donnerstag, Juni 21, 2007
Montag, Juni 18, 2007
Nach der Beichte ist das Leben so beschwingt :)
ENDLICH war ich mal wieder beichten. Da am Freitag auch ein denkwürdiges Jubiläum (mein Bruder, mein Vater und ich sind zehn Jahre Kirchenmitglieder und mein Bruder und ich zahn Jahre getauft) zu feiern gilt, nahm ich mir in dieser Beichte vor, eine WIRKLICH GUTE Beichte hinzulegen, eine Generalbeichte. Also, gesagt, getan, wirklich lang mich auf die Beichte vorbereitet (und die Absolution erhalten, juhu).
Aber deshalb schreib ich euch nicht, mein Beichtverhalten interessiert Euch sicherlich so viel wie der sprichwörtliche Reissack, der in China umfällt. (Nebenbei: Das Internet ist so derbe sinnlos, wieso gibt es davon nicht Videos? Vom Reissack.) Nein, ich will mich bei den Lesern für mein viel zu verbissenes, aufbrausendes Verhalten dem tridentinischen Ritus gegenüber entschuldigen und ein paar Korrekturen schreiben. Erstmal die Korrekturen:
1.) Betreffs Handkommunion: Ok, ich finde die Äußerung "wenn ein Partikel runterfällt, wird Jesus zertrampelt" aus genannten Gründen (im Magen wird dann Jesus in Säure aufgelöst) etwas übertrieben. Mir wurde beigebracht, daß man da zwischen Essenz und äußeren Eigenschaften schon unterschieden muß. DASS aber man damit das Allerheiligste zu Boden fallen läßt - ja, da stimm ich schon zu, das find ich nicht in Ordnung. Deshalb redet ja auch die Kirche - selbst bei der Handkommunion - davon sich ja langsam den Mund fusselig, eine Patene zu benutzen! Daß das kaum getan wird, ist schon irgendwie traurig.
Worauf ich eigentlich hinauswollte, als ich mich derart echauffiert hatte, war, daß ich mir Sorgen machte, daß man die Katechese (so weit man sie im Internet mitbekommt) auf herabfallende Partikel reduziert. Es gibt jedoch noch ein anderes Sakrileg bezüglich der Heiligen Eucharistie: Nämlich sie im Stand der Todsünde zu empfangen. Und das kann man auch per Mundkommunion, leider Gottes. Und ich finde dazu - vielleicht, weil es vielen als "klar wie Kloßbrühe" vorkommt - im Internet und bei manchen, zu stark auf diese Debatte der Kommunionformen eingehenden Katechesen, viel zu wenig. Wenn ich aber sowohl hierzulande, wo die Handkommunion gang und Gäbe ist, als auch in Ländern, wo die Mundkommunion der Standard ist, Leute nach vorne treten sehe, die bspw. die Pille toll finden, dann herrscht da wirklicher Klärungsbedarf.
2.) Kinners, ihr glaubt es nich, aber - ICH HAB EIN ARGUMENT FÜR AD ORIENTEM GEHÖRT, WAS ICH VOLLKOMMEN NACHVOLLZIEHEN KANN! Mit jenem Priester, bei dem ich beichtete, hab ich mich halt nachher über den NOM etc. unterhalten (er übrigens, Opus Dei Priester, liebt den NOM). Er hat gegen die Messe zum Volk hin nichts, wenn sie richtig zelebriert wird. Und dazu gehört, wenn der Volksaltar zu nah am Hochaltar steht, eine Art (Liturgiker, sagt mir den Fachausdruck) "Trennwand" dazu, die klar macht, daß eine gewisse Raumabtrennung zwischen dem Tabernakel und dem Geschehen am Volkslatar nun passiert. Jener Priester erklärte mir, daß er sich persönlich unwohl ansonsten fühlt, wenn er Christus gerade bei diesem zentralen Punkt im Ritus den Rücken zukehren muß. Und das muß ich als Laie, der eh zum Tabernakel schaut, verstehen.
3.) Mir ist aufgefallen, daß ich in der ganzen Latein vs. Muttersprachendebatte gut reden hab: In meiner Gemeinde war eine lateinische Messe im Monat Standard und zusätzlich gibt es noch jede Woche einen lateinischen Eucharistischen Segen im Opus Dei. Also kann ich den schmerzlichen Verlust, den anscheinend viele Lesende, die GAR KEIN Latein in der Kirche hören, anscheinend nicht so nachvollziehen, da ich ihn nicht kenne. Dafür Entschuldigung, natürlich bin ich auch gegen ein Verschwinden des Lateins. Ich weiß bloß umgekehrt halt auch ,daß ein guter Freund von mir, der auch durchs Opus zum Glauben kam, in der Kirche sich, wenn ALLE Messen auf Latein wären, nicht so wohl fühlen würde.
4.) Nun kommt anscheinend bald das Motu Proprio raus. Inziwschen freu ich mich drauf (mein Vater btw. auch, denn dann rede ich nicht mehr so viel davon). Es gibt ja einige (wie ich Gerüchten zufolge hörte, auch Kardinal Arinze), die sich vor einem Biritualismus Sorgen machen würden. So lang die beiden Riten nicht gegeneinander ausgespielt werden, so lang die Wiederzulassung des tridentinischen Ritus als eine Bereicherung gesehen wird, mach ich mir diese Sorgen überhaupt nicht.
Ich mein, das ist doch grad so das wunderschöne an der Kirche: Es gibt unterschiedliche Riten bzw. Formen jener Riten, und sie sind - sofern sie den Meßbüchern entsprechend gefeiert werden - gültig, und damit sind ALLE KIRCHE! Auf einer Seite des Syro-Malabar Ritus wurde mal geschrieben, daß es im Garten Gottes viele Blumen gibt, wobei diese Blumen als die einzelnen Liturgien gesehen wurden. Und na ja, wenn ich eine Blume mehr kennen lernen dürfte, würde ich mich riesig freuen.
So, nu zur Entschuldigung: Ich fasel die ganze Zeit was von mehr Verständnis dem NOM gegenüber und werde teilweise übelst polemisch den Anhängern des tridentinischen Meßritus gegenüber. Da stimmt was nicht und muß korrigiert werden. Vielleicht haben die Kontakte zu gewissen "anonymen" Leuten (und die teilweise schon etwas gehässigen Äußerungen im Internet oder auch im ansonsten tollen Bad Catholics guide to wine, whiskey and song) in mir die Wut hochkochen lassen. Das mag ein Grund sein, aber keine Entschuldigung. Wenn ich von anderen Leuten Verständnis und Entgegenkommen will, sollte ich als allererstes selbiges aufbringen. Also, verzeiht einem alten Hitzkopf für seine polemischen Äußerungen.
Aber deshalb schreib ich euch nicht, mein Beichtverhalten interessiert Euch sicherlich so viel wie der sprichwörtliche Reissack, der in China umfällt. (Nebenbei: Das Internet ist so derbe sinnlos, wieso gibt es davon nicht Videos? Vom Reissack.) Nein, ich will mich bei den Lesern für mein viel zu verbissenes, aufbrausendes Verhalten dem tridentinischen Ritus gegenüber entschuldigen und ein paar Korrekturen schreiben. Erstmal die Korrekturen:
1.) Betreffs Handkommunion: Ok, ich finde die Äußerung "wenn ein Partikel runterfällt, wird Jesus zertrampelt" aus genannten Gründen (im Magen wird dann Jesus in Säure aufgelöst) etwas übertrieben. Mir wurde beigebracht, daß man da zwischen Essenz und äußeren Eigenschaften schon unterschieden muß. DASS aber man damit das Allerheiligste zu Boden fallen läßt - ja, da stimm ich schon zu, das find ich nicht in Ordnung. Deshalb redet ja auch die Kirche - selbst bei der Handkommunion - davon sich ja langsam den Mund fusselig, eine Patene zu benutzen! Daß das kaum getan wird, ist schon irgendwie traurig.
Worauf ich eigentlich hinauswollte, als ich mich derart echauffiert hatte, war, daß ich mir Sorgen machte, daß man die Katechese (so weit man sie im Internet mitbekommt) auf herabfallende Partikel reduziert. Es gibt jedoch noch ein anderes Sakrileg bezüglich der Heiligen Eucharistie: Nämlich sie im Stand der Todsünde zu empfangen. Und das kann man auch per Mundkommunion, leider Gottes. Und ich finde dazu - vielleicht, weil es vielen als "klar wie Kloßbrühe" vorkommt - im Internet und bei manchen, zu stark auf diese Debatte der Kommunionformen eingehenden Katechesen, viel zu wenig. Wenn ich aber sowohl hierzulande, wo die Handkommunion gang und Gäbe ist, als auch in Ländern, wo die Mundkommunion der Standard ist, Leute nach vorne treten sehe, die bspw. die Pille toll finden, dann herrscht da wirklicher Klärungsbedarf.
2.) Kinners, ihr glaubt es nich, aber - ICH HAB EIN ARGUMENT FÜR AD ORIENTEM GEHÖRT, WAS ICH VOLLKOMMEN NACHVOLLZIEHEN KANN! Mit jenem Priester, bei dem ich beichtete, hab ich mich halt nachher über den NOM etc. unterhalten (er übrigens, Opus Dei Priester, liebt den NOM). Er hat gegen die Messe zum Volk hin nichts, wenn sie richtig zelebriert wird. Und dazu gehört, wenn der Volksaltar zu nah am Hochaltar steht, eine Art (Liturgiker, sagt mir den Fachausdruck) "Trennwand" dazu, die klar macht, daß eine gewisse Raumabtrennung zwischen dem Tabernakel und dem Geschehen am Volkslatar nun passiert. Jener Priester erklärte mir, daß er sich persönlich unwohl ansonsten fühlt, wenn er Christus gerade bei diesem zentralen Punkt im Ritus den Rücken zukehren muß. Und das muß ich als Laie, der eh zum Tabernakel schaut, verstehen.
3.) Mir ist aufgefallen, daß ich in der ganzen Latein vs. Muttersprachendebatte gut reden hab: In meiner Gemeinde war eine lateinische Messe im Monat Standard und zusätzlich gibt es noch jede Woche einen lateinischen Eucharistischen Segen im Opus Dei. Also kann ich den schmerzlichen Verlust, den anscheinend viele Lesende, die GAR KEIN Latein in der Kirche hören, anscheinend nicht so nachvollziehen, da ich ihn nicht kenne. Dafür Entschuldigung, natürlich bin ich auch gegen ein Verschwinden des Lateins. Ich weiß bloß umgekehrt halt auch ,daß ein guter Freund von mir, der auch durchs Opus zum Glauben kam, in der Kirche sich, wenn ALLE Messen auf Latein wären, nicht so wohl fühlen würde.
4.) Nun kommt anscheinend bald das Motu Proprio raus. Inziwschen freu ich mich drauf (mein Vater btw. auch, denn dann rede ich nicht mehr so viel davon). Es gibt ja einige (wie ich Gerüchten zufolge hörte, auch Kardinal Arinze), die sich vor einem Biritualismus Sorgen machen würden. So lang die beiden Riten nicht gegeneinander ausgespielt werden, so lang die Wiederzulassung des tridentinischen Ritus als eine Bereicherung gesehen wird, mach ich mir diese Sorgen überhaupt nicht.
Ich mein, das ist doch grad so das wunderschöne an der Kirche: Es gibt unterschiedliche Riten bzw. Formen jener Riten, und sie sind - sofern sie den Meßbüchern entsprechend gefeiert werden - gültig, und damit sind ALLE KIRCHE! Auf einer Seite des Syro-Malabar Ritus wurde mal geschrieben, daß es im Garten Gottes viele Blumen gibt, wobei diese Blumen als die einzelnen Liturgien gesehen wurden. Und na ja, wenn ich eine Blume mehr kennen lernen dürfte, würde ich mich riesig freuen.
So, nu zur Entschuldigung: Ich fasel die ganze Zeit was von mehr Verständnis dem NOM gegenüber und werde teilweise übelst polemisch den Anhängern des tridentinischen Meßritus gegenüber. Da stimmt was nicht und muß korrigiert werden. Vielleicht haben die Kontakte zu gewissen "anonymen" Leuten (und die teilweise schon etwas gehässigen Äußerungen im Internet oder auch im ansonsten tollen Bad Catholics guide to wine, whiskey and song) in mir die Wut hochkochen lassen. Das mag ein Grund sein, aber keine Entschuldigung. Wenn ich von anderen Leuten Verständnis und Entgegenkommen will, sollte ich als allererstes selbiges aufbringen. Also, verzeiht einem alten Hitzkopf für seine polemischen Äußerungen.
Montag, Juni 11, 2007
Eucharistische Kongresse
Da die Podcasts aus Amiland grad voll von News ob des Eucharistischen Kongresses in Atlanta sind, der grad vorbei ist, frag ich mich, ob sowas auch ab & an in Deutschland vorkommt. Ich mein, bis vor kurzem wußte ich noch nicht mal, was ein Eucharistischer Kongress ist, aber der Heilige Stuhl hat mich mal wieder in meiner Weisheit wachsen lassen.
Wo ich in Kommentaren das mangelnde Eucharistieverständnis beklagte wäre doch sowas ganz gut, um dieses in ein gutes Eucharistieverständnis zu verwandeln, oder? Also, Leute, wo ist der nächste Eucharistische Kongress? Nein, ich meine nicht den Weltkongress nächstes Jahr in Quebec
Wo ich in Kommentaren das mangelnde Eucharistieverständnis beklagte wäre doch sowas ganz gut, um dieses in ein gutes Eucharistieverständnis zu verwandeln, oder? Also, Leute, wo ist der nächste Eucharistische Kongress? Nein, ich meine nicht den Weltkongress nächstes Jahr in Quebec
Sonntag, Juni 10, 2007
Abt. Interviews, wo ich kotzen kann.
Quelle: Kath.net, denen ich dafür keinen Vorwurf mache
1.) Jaaa, ich weiß, es können Partikel runterfallen. ICH HAB DAS NIE GESEHEN. Und ich halte es eher für eine Nachsichtigkeit beim Brechen des Brotes oder für eine wirklich grausame Nachlässigkeit des Empfangenden (nicht mal hingucken oä), daß etwas herunterfällt.
2.) JESUS HAT ALS GESTALTEN BEI DEM OPFER BROT UND WEIN FESTGELEGT. GOTT SELBST. Kommt mir also nicht damit, daß erst irgendwann später klar wurde, was man da feiert. Ich finde es einfach unlogisch, daß Gott zur Vergegenwärtigung seines Opfers etwas stiften wollte, was Leute wegen einigen Partikeln, die unbeachtet runterfallen, santepede in die Hölle schicken könnte - auch wenn es sein Leib ist. Wenn es denn auf diese Partikel ankommt, ist es besser nie am Opfermahl teilzunehmen. Denn was weiß ich, was alles für fehler passieren könnten. Jesus könnte herzlos von Magensäure zerfressen werden... ok, jetzt wirds nonsens. Aber man könnte einen Priester, der die Kommunion nachsichtig verteilt, ja mit dem Kommunionempfang unterstützen.
3.) Wie ich es schon bei pax vobis gesagt hab: WENN EIN GEMEINDEPRIESTER OHNE ABSPRACHE MIT DER GEMEINDE ETWAS GÜLTIGES ABSCHAFFEN WILL, IST ER EIN SCHLECHTER GEMEINDEPRIESTER. Er kann versuchen, seine Gemeinde von dem Sinn eines Hochaltares, von der Zelebration ad orientem zu überzeugen, wenn er aber auf eigene Faust bei eben einer Sache handelt, die meinetwegen auch nur geduldet ist, macht er etwas gravierend falsch.
4.) Es mag sein, daß V2 die Messe versus Populum nicht vorschrieb, genauso wenig wie die ständige Messe in der Muttersprache, wie die Handkommunion etc. - aber wie sieht es mit der von Paul VI. approbierten Liturgiereform aus? Paul VI. sprach sich (leider hab ich die Quelle grad nicht zur Hand) stark FÜR die Messe in der Muttersprache aus. Ratzinger (nun Benedikt XVI.) sprach sich GEGEN DAS HERAUSRÄUMEN DER VOLKSALTÄRE aus. Weil auch etwas in Richtung Tradition wieder krampfhaft ändern ein Machen wär, daß der Liturgie mehr schadet denn nützt. UND JENER BENEDIKT XVI SPRACH SICH IM BUCH GOTT UND DIE WELT FÜR MEHR TOLERANZ BEI SEINEN PRIESTERKOLLEGEN BZGL DES KOMMUNIONEMPFANGS AUS. Übrigens auch der Hl. Josemaria Escriva.
5.) Dinge wie "Der ,der weiß, was die Hl. Messe ist, wird mich verstehen" sind Totschlagargumente. Sterniger ist Priester, als solcher eine Respektsperson, aber nicht unfehlbar. Mir und ALLEN Opus Dei Priestern, die ich kenne, irgendein Verständnis der Eucharistie abzusprechen, das ist echt ein starkes Stück.
Ich weiß, daß viele Leser ob dieser ganzen Volksaltar-Rausschaffer zu Luftsprüngen geneigt sind. Und ich spreche Euch nicht den rechten Glauben ab. Ich finde es einfach nur falsch, an sich gültige Dinge, die, wie bspw auch auf den Weltjugendtagen bewiesen wurde (oder eben bei Messen der LC, der Gemeinschaft der Seligpreisungen, des Opus Dei, des Chemin Neuf... eigentlich auch in vielen Gemeinden Berlins) auch würdig sind (wie eben Zelebration in Muttersprache dem Volk zugewandt, sogar mit Möglichkeit der Handkommunion, uiuiui), mit Gewalt zugunsten der Tradition abschaffen zu wollen. Ich hab es schon einmal ausgedrückt und werde es wieder sagen: Meinem Glauben schadet es, solches Verhalten zu unterstützen.
Na ja, ich werde mal dafür beten, daß vielleicht IRGENDWANN mal wieder in das Bewußtsein der romtreuen Kirche (zu der ich mich auch zähle) wieder eindringt, daß eine Handkommunion, eine Messe in Muttersprache, eine Feier am Volksaltar NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS per se mit Modernismus oder gar Sakrileg zu tun hat.
Gerade spammt mal wieder mister ich bin anonym Sedisvakantist. Ist es nicht vielleicht mal an der Zeit, zu merken, daß die Traditionelle Seite der Kirche vielleicht auch ein paar Probleme mit sich bringt? Daß die Probleme aus modernistischer Ecke nicht die einzigen Probleme der Kirche sind? Ich kenne einige sogenannt rechtgläubige, die es kein Problem finden, zu Messen zu gehen, die nicht in Einheit mit Rom gefeiert werden (weil die so schön würdig mit Latein bzw. Kirchenslawisch etc. sind). Ist es da nicht ENDLICH auch mal an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, daß das Meßopfer in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche gefeiert wird? Daß es eine schwere Verfehlung ist, wenn man es eben nicht in dieser Gemeinschaft feiert?
1.) Jaaa, ich weiß, es können Partikel runterfallen. ICH HAB DAS NIE GESEHEN. Und ich halte es eher für eine Nachsichtigkeit beim Brechen des Brotes oder für eine wirklich grausame Nachlässigkeit des Empfangenden (nicht mal hingucken oä), daß etwas herunterfällt.
2.) JESUS HAT ALS GESTALTEN BEI DEM OPFER BROT UND WEIN FESTGELEGT. GOTT SELBST. Kommt mir also nicht damit, daß erst irgendwann später klar wurde, was man da feiert. Ich finde es einfach unlogisch, daß Gott zur Vergegenwärtigung seines Opfers etwas stiften wollte, was Leute wegen einigen Partikeln, die unbeachtet runterfallen, santepede in die Hölle schicken könnte - auch wenn es sein Leib ist. Wenn es denn auf diese Partikel ankommt, ist es besser nie am Opfermahl teilzunehmen. Denn was weiß ich, was alles für fehler passieren könnten. Jesus könnte herzlos von Magensäure zerfressen werden... ok, jetzt wirds nonsens. Aber man könnte einen Priester, der die Kommunion nachsichtig verteilt, ja mit dem Kommunionempfang unterstützen.
3.) Wie ich es schon bei pax vobis gesagt hab: WENN EIN GEMEINDEPRIESTER OHNE ABSPRACHE MIT DER GEMEINDE ETWAS GÜLTIGES ABSCHAFFEN WILL, IST ER EIN SCHLECHTER GEMEINDEPRIESTER. Er kann versuchen, seine Gemeinde von dem Sinn eines Hochaltares, von der Zelebration ad orientem zu überzeugen, wenn er aber auf eigene Faust bei eben einer Sache handelt, die meinetwegen auch nur geduldet ist, macht er etwas gravierend falsch.
4.) Es mag sein, daß V2 die Messe versus Populum nicht vorschrieb, genauso wenig wie die ständige Messe in der Muttersprache, wie die Handkommunion etc. - aber wie sieht es mit der von Paul VI. approbierten Liturgiereform aus? Paul VI. sprach sich (leider hab ich die Quelle grad nicht zur Hand) stark FÜR die Messe in der Muttersprache aus. Ratzinger (nun Benedikt XVI.) sprach sich GEGEN DAS HERAUSRÄUMEN DER VOLKSALTÄRE aus. Weil auch etwas in Richtung Tradition wieder krampfhaft ändern ein Machen wär, daß der Liturgie mehr schadet denn nützt. UND JENER BENEDIKT XVI SPRACH SICH IM BUCH GOTT UND DIE WELT FÜR MEHR TOLERANZ BEI SEINEN PRIESTERKOLLEGEN BZGL DES KOMMUNIONEMPFANGS AUS. Übrigens auch der Hl. Josemaria Escriva.
5.) Dinge wie "Der ,der weiß, was die Hl. Messe ist, wird mich verstehen" sind Totschlagargumente. Sterniger ist Priester, als solcher eine Respektsperson, aber nicht unfehlbar. Mir und ALLEN Opus Dei Priestern, die ich kenne, irgendein Verständnis der Eucharistie abzusprechen, das ist echt ein starkes Stück.
Ich weiß, daß viele Leser ob dieser ganzen Volksaltar-Rausschaffer zu Luftsprüngen geneigt sind. Und ich spreche Euch nicht den rechten Glauben ab. Ich finde es einfach nur falsch, an sich gültige Dinge, die, wie bspw auch auf den Weltjugendtagen bewiesen wurde (oder eben bei Messen der LC, der Gemeinschaft der Seligpreisungen, des Opus Dei, des Chemin Neuf... eigentlich auch in vielen Gemeinden Berlins) auch würdig sind (wie eben Zelebration in Muttersprache dem Volk zugewandt, sogar mit Möglichkeit der Handkommunion, uiuiui), mit Gewalt zugunsten der Tradition abschaffen zu wollen. Ich hab es schon einmal ausgedrückt und werde es wieder sagen: Meinem Glauben schadet es, solches Verhalten zu unterstützen.
Na ja, ich werde mal dafür beten, daß vielleicht IRGENDWANN mal wieder in das Bewußtsein der romtreuen Kirche (zu der ich mich auch zähle) wieder eindringt, daß eine Handkommunion, eine Messe in Muttersprache, eine Feier am Volksaltar NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS per se mit Modernismus oder gar Sakrileg zu tun hat.
Gerade spammt mal wieder mister ich bin anonym Sedisvakantist. Ist es nicht vielleicht mal an der Zeit, zu merken, daß die Traditionelle Seite der Kirche vielleicht auch ein paar Probleme mit sich bringt? Daß die Probleme aus modernistischer Ecke nicht die einzigen Probleme der Kirche sind? Ich kenne einige sogenannt rechtgläubige, die es kein Problem finden, zu Messen zu gehen, die nicht in Einheit mit Rom gefeiert werden (weil die so schön würdig mit Latein bzw. Kirchenslawisch etc. sind). Ist es da nicht ENDLICH auch mal an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, daß das Meßopfer in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche gefeiert wird? Daß es eine schwere Verfehlung ist, wenn man es eben nicht in dieser Gemeinschaft feiert?
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