Heute habe ich gelernt (selber denken! nicht wahr?), daß natürlich auch der Umkehrschluß nicht stimmt - Zeitungen wie Bild und BZ werden durchaus ihrem zweifelhaften Ruf gerecht. So schrub die BZ vor kurzem über einen Besuch im Haus des Opus Dei in Berlin. Der Artikel ist nicht lang - hurr durr Springerpresse, möchte man meinen -, ihr könnt ihn selbst lesen, aber neben der Überschrift (die in abgewandelter Form diesen Blogpost ziert) möchte ich euch zwei Ausschnitte nicht vorenthalten:
Der brutale Film "The Da Vinci Code - Sakrileg" hat die geheimnisvolle Organisation bekannt gemacht. Ein Opus-Dei-Mönch zieht mordend durch Paris, geißelt sich bis aufs Blut mit einer Peitsche.The Da Vinci Code wird immer noch in diesem Kontext zitiert, köstlich! Aber das schönste ist dann, daß man sich nicht zu blöd ist, nicht mal den "Mönch" zu korrigeren.
Eine Villa in Grunewald, geschützt von Zaun und Hecke.Das ist ja auch was sehr besonderes, welche Villa in Grunewald gönnt sich sonst solche sinistren Wege der Verschleierung? Ich mein, bis auf das Opus Dei würde ja niemand auf den ganz abstrusen Gedanken kommen, ein Haus, daß einen umgebenden Garten hat, mit einen Zaun zu umgeben - und dann noch eine Hecke, Gott der Gerechte!
Meine Herren, hat das euer Praktikant verfasst? Verzeihung, es war Lukas Hermsmeier. Er denkt, es würde seiner Karriere besonders gut tun, wenn er über ein Mitglied des Opus Dei in einem Hetzartikel schreibt, wo dieses Mitglied arbeitet (Zitat: "Eine eigene Familie hatte der Augenarzt (Praxis in Wedding) nie", mit Nennung von Namen im Kontext). Eigentlich schade.
PS: Die BZ ist genausoviel eine "Zeitung der Blöden" wie die Kapelle des Opus Dei eine "Kapelle der Qualen ist: Überhaupt nicht. Jedoch, Herr Hermsmeier, das sollten auch Sie wissen.