Donnerstag, April 26, 2012

Um Umfragen fragen...

... tu ich hier mal: Der BDKJ bittet speziell junge Christen um Antworten in einer Umfrage. Ich habe daran mal teilgenommen, da ich denke, daß der BDKJ dort durchaus mal eine ehrliche Umfrage unter Christen machen will. In der Hinsicht bitte ich auch Dich, werter Leser, doch daran teilzunehmen.

Zwei Dinge noch:

- Es wurde an anderer Stelle spekuliert, ob die Auswerter Leute ab einem bestimmten Alter aussieben, schließlich geht es in der Umfrage um junge Leute. Ich orientiere mich hier am Alter des Leiters des BDKJ, der zumindest mir zeigt, daß ich noch jugendlich bin. Sicherlich, ich könnte beim Alter auch schwindeln, aber ich unterstelle mal eine faire Umfrage, in der zumindest nach Altersgruppen getrennt wird und nicht Leute quasi die Stimme von Altersgenossen ihres Leiters wegwerfen.

- Die Punkte sind durchaus etwas manipulativ formuliert (honi soit qui mal y pense). Ich finde es in der Hinsicht gut, daß es ein Kommentarfeld gibt, so daß man dieser doch etwas ungeschickten Formulierungen etwas sagen kann.

Mein Kommentar fiel btw wie folgt aus:

Meine lieben Schwestern und Brüder im Glauben,

Manche der Fragen sind etwas allgemein gefasst und dementsprechend etwas - nun irreführend.
"Alle Entscheidungen für die Kirche vor Ort sollten zentral in Rom getroffen werden." - Was ist genau mit "alle" gemeint? In der Kirche - auch in der alten Kirche vor dem Zweiten Vatikanum - galt das Subsidiaritätsprinzip. Die Ministrantenorganisation in der Gemeinde Hintertupfingen wird nicht vom Papst entschieden. Ich vermute jedoch, daß es in der Frage um das klassische "Mitspracherecht" - eben Marke "Wir sind Kirche" geht, dementsprechend meine Antwort.

Ähnliches läßt sich mit Fragen wie "Die liturgischen Texte im Gottesdienst sprechen mich an." betrifft: Welchen Ritus meinen Sie denn? Ich lebe mit der ordentlichen Form des römischen Ritus, bin in ihr glücklich und fühle mich durch die Texte, so sie denn auch wirklich von einem Priester gesprochen werden, angezogen. "Laien sollten mehr in die Entscheidung der Kirche einbezogen werden." - auch hier kommt es ja darauf an, in welche. In die Sinnvolle Nutzung des Pfarrsaales? In die Organisation von Lesegruppen, von karitativen Organisationen, von Wallfahrten? Ja, natürlich. Jedoch nur begrenzt in die "Organisation" von Liturgie, sorry. "Meine Stimme wird in der Kirche gehört" - Meine Stimme wird von Gott gehört, das sollte eigentlich reichen. Meine Stimme wird jedoch auch in der Kirche gehört. Wenn ich mit einem Priester über meine Probleme in der Kirche rede. Aber Stimmrecht in der Kirche? Wieso sollte ich das haben wollen? Was suche ich in der Kirche, in der Liturgie? Suche ich einen Verein zum Selbermachen oder begebe ich mich in etwas, was deutlich größer ist als ich?

Ich bin mir sicher, daß die Punkte nicht manipulativ gemeint waren - generell denke ich, ist eine rein objektive Umfrage zu erstellen auch schwierig, schließlich steht hinter jeder Umfrage ein Mensch oder eine bestimmte Gruppierung, so daß die Frage selbst Ausdruck dessen ist, was den Frager bewegt. Jedoch wollte ich einige Dinge klar stellen, damit jede Person, die es liest, vielleicht auch ein wenig das "Feindbild Tradi" überwindet. Natürlich sind Laien nicht nur eine schweigende Masse in der Kirche. Sie haben jedoch eine spezielle Aufgabe, und diese Aufgabe unterscheidet sich von der der Priester. Natürlich kann man auch über manche Dinge abstimmen (und damit hat man natürlich auch Mitspracherecht), bei bestimmten Fragestellungen wird das jedoch einfach an dem Anspruch, den ein Glaube mit sich trägt - absolute Wahrheit, Offenbarung zu sein, vorbei gehen.

MUHAHAHA, DIE PM MAL WIEDER!

Na gut, erstmal sollte man aber fair bleiben. Peter Moosleitners interessantes Magazin war in der Grundschule für mich grandiosester Lesestoff. Ich habe die Artikel über Urknall, Weltall, Weltraumflüge geradezu verschlungen. Ich denke, daß ein echter Nerd unter dem Kinderkopfkissen irgendwann die PM zu liegen hatte, daß er seine Nase in PM Perspektive - Weltraum steckte und wie mein Bruder und ich von einer Welt träumten, in der die Besiedlung des Sonnensystems schon längst Tatsache war. In der Hinsicht danke ich Peter Moosleitner, seinem Magazin und auch Herrn Sprado (obwohl der zu einer Zeit in Erscheinung trat, in der ich schon langsam aus der PM wieder herauswuchs... und immer mehr Schwachsinnsartikel in der PM standen) und sogar Herrn Ripota.

Aber, ähm.... na ja, liebe Leser, seht selbst:



I mean - COME ON! Wenn dann noch im Heft unter einem Bild vom Heiligen Vater umgeben von Kardinälen (und ich zitiere wörtlich): "Ist Papst Benedikt II: (hier 2010 mit Kardinälen) nicht nur das geistliche Oberhaupt von 1.2 Milliarden Katholiken, sondern auch von Außerirdischen in den Weiten des Kosmos?" geschrieben wird, dann.... muß man so heulen, daß man lachen muß.

Der restliche Artikel ist von der Prämisse her ja nicht ganz schlecht, wenn auch etwas reißerisch. So wird darob recht lang und erstaunt fabuliert, daß die Kirche sich mit der Frage nach extraterristischen Leben natürlich auch beschäftigt.

Ich mein, was ist eigentlich daran so neu? Christus ist für ALLE gestorben. Sein Tod an einem Kreuz auf einem Hügel namens Golgotha war ein kosmisches Ereignis. Dementsprechend, so wie Jesus nicht nur für Juden, sondern auch für Griechen, Römer, Germanen, Inder, Afrikaner, Indianer, für ALLE Menschen starb - natürlich ist Christus für alle vernunftbegabten Wesen mit Seele gestorben! Sicherlich mag man darüber fabulieren, wie es anscheinend ein Jesuitenpater namens Funes tut, ob diese Wesen erlösungsbedürftig sind oder nicht (was dann an die kruden Thesen der palmarianischen "Kirche" erinntert, cf Planet Mariens), aber wenn sie, wie wir, sündig sind, sind sie erlösungsbedürftig und dementsprechend werden wir Katholiken ihnen dann das Evangelium bringen.

Richtig putzig ist es dann noch am Ende, wenn postuliert wird, daß im Fall von atheistischen Aliens, die hier landen, die Religion auf dem Prüfstand stehen würde. Schwachsinn. Natürlich, wenn diese weit, weit fortgeschritten wären, wäre das natürlich ein Anreiz für Atheisten zum jubeln. Doch egal wie fortgeschritten diese Aliens wären würden sie halt mit der Annahme, es gebe keinen Gott genauso falsch liegen wie ein Carl Sagan, den ich für deutlich klüger als mich halte.

Um ehrlich zu sein, wird die meiner Meinung nach wichtigste Frage gar nicht gestellt: Nun sagen wir, daß Tatsächlich auf Kepler-22b Leben wäre. Und zwar nicht irgendwelche Mikroben, sondern wirklich intelligentes Leben. Dieser Planet ist 620 Lichtjahre entfernt. Ignorieren wir die Frage, ob diese mit einem superduper-Raumschiff hierher kommen können oder wir irgendwann mal dorthin. Wie um alles in der Welt will der Vatikan diese Wesen bekehren? Selbst wenn wir ihnen Signale schicken, sollten wir das heute tun, denn in den nächsten 620 Jahren werden viele unserer lieben Keplerianer einen Tod im Unwissen ihrer Erlösung sterben! DUNH DUNH DUNH!

Selbst wenn im System Gliese 876 Leben wäre, würde die nächste Nachricht zu ihnen fünfzehn Jahre brauchen. ALSO, AUF, AUF!

Nee, ernsthaft mal gesagt: Meiner Meinung nach wäre die wirklich interessante Frage: Wie kommunizieren wir mit uns fremden Wesen? Was sind allgemein gültige Kriterien für Intelligenz? Für Seele? Wie missionieren wir diese Wesen? Schicken wir eine zweite Goldene Platte ins All? Wie erklären wir das Evangelium? Das wären eher die Fragen, die mich interessieren.

Schließen wir diesen amüsanten Beitrag ins Reich der Spekulationen ab mit einer Hoffnung, die wir nun laut der PM endlich haben können:

Mittwoch, April 25, 2012

You name it, Lewis!


Quelle

Frage an die Liturgie-Pros

Welche liturgische Farbe paßt am besten zum Pfingstsamstag?

- rot, quasi in Vorbereitung auf Pfingsten
- blau, in Verehrung Mariens (Samstag halt)
- weiß, als letzter Tag von Ostern
- WAS GANZ ANDERES?

Ich muß schließlich meine Garderobe wählen.

"If you tried those games on a coyote, you would soon be dinner."

Gute Abhandlung pro Human Exceptionalism .

Ich finde es interessant, wie man allen Ernstes die Überlegenheit der Menschen gegenüber einer Katze IN EINEM BLOGPOST AN EINEM COMPUTER in Frage stellen kann. Vielleicht kenne ich das Internet zu wenig, aber Janoschs Weblog habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht kann man mir hier helfen, damit ich endlich von meinen Rassistischen, nein, speziesistischen Gedanken wegkomme.

Dienstag, April 24, 2012

Kunst vom Kunstkenner

Zur Hölle mit dem Penner. Das war das einzige was von Ihm einigermaßen publik wurde und das nur aus der Sensationsgeilheit der Bauern. Er ist dabei sich ununterbrochen zu beweihräuchern, welch ein gottfrommer Mensch er doch ist. Ficken kann sich der verlogene Bastard. Allein schon zu Beginn des Buches verzettelt er sich in seiner eigenen Mißgunst. Ich lese den Scheiß bis mein Gehalt kommt und ich mir was vernünftiges holen kann. Verdammter, schwülstiger Heuchler.


Das schrub jemand zu Dantes göttlicher Komödie.


Man darf durchaus über Kunst und Geschmack unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn der Author, den ich nun mal anonym lasse, wirklich dieses Urteil ernst meint, dann braucht man nicht weiter nach dem Untergang des Abendlandes zu suchen.

Wohl eines der unerreichbar großen Werke der Weltliteratur dermaßen platt zu behandeln erfordert schon ein gehörig maß an Schrott im Kopf....

Und wenn er Dante unterstellt, er würde sich ständig als Gottfrommer Mensch beweihräuchern - dann hat er wirklich nichts verstanden. Er sollte anscheinend wirklich bei Grass-schen Gedichten und ähnlich seichter Kost bleiben.

Freundlichkeit unter Christen

Vor einiger Zeit las ich, daß in einer Kirchenzeitung die Sprache auf gewissen Weblogs kritisiert wurde. Leider kann ich diesen Artikel nicht lesen, er würde mich interessieren. Vom Hörensagen (oder eher Lesensagen... oder ist es Lesenschreiben? Hmmm...) weiß ich, daß besonders auf die scharfe Sprache beim Herrn Alipius hingewiesen wurde (siehe bei katholon und Braut des Lammes ). Anscheinend sollen auch andere erwähnt worden sein, in anderen Quellen wird auch auf die "scharfe Sprache" hingewiesen, auf die "Kettenhunde, die zähnefletschend und gierig" sich auf die Pfarrerinitiative stürzen, und natürlich wird darauf hingewiesen, daß auf diesen Weblogs eine solche christliche Nächstenliebe nicht herrsche.
Well. Da mit den "Zähnefletschenden Kettenhunden" ich mich etwas persönlich getroffen sah (man erinnere an das Kettenhunde-Logo, was bspw. Braut des Lammes nicht gefällt), dachte ich schön länger, daß ich was dazu und zum Thema "Guter Ton und Nächstenliebe" schreibe. Ich hatte heute einen wichtigen Vortrag, der natürlich die oberste Priorität einnahm und so... well, here we go:
Es wird eine scharfe, polemische, agressive Sprache als nicht vereinbar mit christlicher Nächstenliebe dargestellt. "Von christlicher Nächstenliebe sieht man da wenig". Was mich hier etwas wundert ist, (und ich drücke mich jetzt mal scharf, polemisch und agressiv aus) ob die Leute letztens im Neuen Testament lasen. Unser Herrgott ist kein Kind von Traurigkeit, was seine Ausdrucksweise angeht!
"Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig""Weh Euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!" Und ganz besonders wichtig finde ich folgende Passage:
"Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes."
Und solche Aussagen finden sich quasi ständig! Sind das freundliche Aussagen? Kann man Christi Nächstenliebe wirklich daran erkennen, daß er zu jemandem, der um seinen Vater trauert, sagt "Laß die Toten ihre Toten begraben?"
Ich bin mir sicher, daß die Jünger vor derselben Problematik standen; sie sahen Christus mit einer Peitsche den Tempel reinigen und ihnen fiel das folgende Schriftwort ein: "Der Eifer für Dein Haus verzehrt mich". Da ist also eine Liebe, die DEUTLICH über der Höflichkeit, über dem netten Dialog, dem "wir können alle ja miteinander" steht. Eine Liebe, die die eines Gottes ist, der sich als eifersüchtig definiert. Dementsprechend haben auch die Propheten und Heiligen des Herrn nicht gerade freundlich geredet, denn sie waren von dieser Liebe Gottes, die eben auch Eifersüchtig ist, die ein Feuer ist, leidenschaftlich ist, erfüllt.
Natürlich ist das kein Freibrief dafür, sich wie die letzte Sau zu benehmen, was man aber bspw. Alipius auch nicht vorwerfen kann. Aber eine etwas feurigere Sprache zeigt doch folgendes: "Dem ist was wichtig, dem bedeutet das etwas!" - etwas, was ein "hey du, das ist voll nett" nicht kann.
Eine zweite Frage ist auch, worin sich Nächstenliebe genau zeigt. Zeigt sie sich einfach in einem höflichen und im Zweifelsfall inhaltsleeren Floskeln? Man möchte bei so manchen Blick in Bistumsblätter es glauben. Auch nicht in Grassschen Gedichten mit seichtspirituellem Inhalt, sprich Prosa, die durch eine Menge an Zeilenumbrüchen glänzt. Meiner Erfahrung nach zeigt sich diese Nächstenliebe darin, daß man sieht, wie man in der Bloggerszene aufgenommen ist, trotz aller manchmal auch feurigen Debatten. Man betet füreinander, hofft mit, daß es Kindern oder Enkelkindern von Schreibern besser geht, man versucht zu helfen, Trost zu spenden - und das alles von Leuten, die, wenn sie polemisch schreiben, durchaus losscheppern können! DAS ist der wahre christliche Geist, meiner Meinung nach. Heftige Sprache hatte auch Christus. Sicher, wenn es dabei bleiben würde, wäre das zu wenig. Aber mit wirklicher Nächstenliebe kann man durchaus schonmal rumpoltern.
Passenderweise kann man das gut an einem Rottweiler klar machen: Klar, ein Rottweiler, der die zähne fletscht, ist für mich so ein Anblick, den ich nicht aus nächster Nähe sehen will. Jedoch ist ein gut erzogener Rottweiler "freundlicher und friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, ... sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig" (FCI-Definition). Das beschreibt doch die Webloggerszene ganz gut. Friedlich, Kinderliebend, Gehorsam, wenn man von mir mal absieht, arbeitsfreudig - aber unseren Herrn sollte man nicht angreifen. Dann knurren wir schonmal.

Donnerstag, April 19, 2012

Was der Heilige Dominicus wohl kommentieren würde?


"Ich bin Dein"?

Seit einiger Zeit lese ich auf Facebook immer wieder eine seltsame Interpretation, daß nämlich der Dekalog mit "Ich bin Dein" beginnen würde. Daraus entwickelte sich dann eine sicherlich gut gemeinte Meditation, daß Gott für uns da ist, etc. Es wurde gesagt, daß der Dekalog mit einer Liebeserklärung beginne.

Sicherlich liebt uns der Allmächtige, aber meiner Meinung nach tut man damit dem Dekalog Gewalt an. Erstens ist der vollständige Beginn des Dekaloges (laut EÜ) "Ich bin IHVH, der Herr Dein Gott" - "Ich bin... Dein..." ist da schon recht verkürzt. Mit derselben Logik behaupten Moslems gerne, Jesus hätte folgendes gesagt:
"in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten". Das wird dann genutzt, um Christen aufs Glatteis zu führen und zu behaupten, der Jesus hätte Folter gutgeheißen. Jedoch kommt es hier wie dort auf den Kontext an. Außerdem verlieren die Worte für mich an Dramatik, wenn man sie als zarte Liebesgeschichte deutet. Vielleicht ist es der Mann oder der Proll in mir, aber eine Aussage wie "Ich bin IHVH, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus." hat für mich deutlich mehr Dramatik. Sie drückt nicht ein statisches Vertrauensverhältnis aus, sondern ein Dynamisches Handeln, was aus diesem Vertrauensverhältnis erwächst. Es ist der Gott, der nicht nur sagt, er sei "mein", es ist der Gott, der mich aus der Sklaverei befreite. Er tut auch was dafür. Er ist auch leidenschaftlich. Zu dem allgemeinen "Problem" eines "zu" netten Gottes werde ich hoffentlich es schaffen, die Tage was längeres zu schreiben, aber erstmal das.

Montag, April 16, 2012

Christliches Material im Web

Auf Ignitum Today hat Brandon Vogt einige Gedanken aufgeschrieben, wie man die Autofahrt gut nutzen kann. Ich muß zwar gestehen, daß ich nicht nur in den Öffentlichen Verkehrsmitteln sitze, sondern dazu noch eine so laue Pißbohne bin, daß ich z.Zt. meine Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln primär nutze, um Perry Rhodans Kampf gegen die Negasphäre in Tare-Scharm und Hagay zu verfolgen, aber.... ALTER. Ich glaub, ich rede nicht weiter, sondern klau von dort einfach zwei Links:

The Monks of Norcia jeweils die Choräle für die aktuellen Horen. Auf Latein. Bäm.
LibriVox, Public Domain Hörbücher. Ich sag nur: Sucht mal nach Aquin, Chesterton, Augustinus oder Teresa von Avila. Selbst Dante gibts da - sogar auf Deutsch, aber die Stimme sich etwas länger anhören ist eher etwas für die Karwoche...

Predigten von Father Robert Barron . Jawoll, dem Robert Barron von Word of Fire.

Catholic Answers - Live . Die Apologetik-Show.

The Sacred Page von Michael Barber, Ph.D. - “one of the most promising Scripture teachers in the Church", wie Scott Hahn ihn tituliert.


So, was bleibt zu sagen?

THANKS ALOT, BRO!

Happy Birthday, Papa!

Da ich in der glücklichen Lage bin, hiermit quasi ein Teekesselchen aufzusagen.

Ich wünsche meinem leiblichen Vater UND dem Heiligen Vater alles Gute und Gottes reichen Segen!

Für den Heiligen Vater hat die Blogozese (bzw. Beiboot Petri folgendes Video bereitet:


Für Papa habe ich leider kein Video bereitet, hoffe aber, daß das folgende HubbleCast-Video über Schwarze Löcher ihm gefällt. It blew my mind:

Sonntag, April 15, 2012

Rent a womb. A poor womb, btw.

Die multi-kulti Seite des Pro Choice- und Organspendegedankens .

Ich meine, SERIOUSLY: Wie kann man sich noch gut fühlen, wenn man in China eine Niere kauft? Wie kann man noch davon reden, das Wohl von indischen Frauen würde jemandem am Herzen liegen, wenn man den Körper einer Frau mietet? Wenn man sie künstlich befruchtet, schwanger werden läßt, das Kind zur Welt bringt - und es ihr dann wieder entreißt?

Manchmal fragt man sich, für welche Sünden bitteschön Gott selbst ans Kreuz genagelt werden mußte. Dann liest man sowas und sieht, wie unglaublich f****d up die Menschheit ist, wie sehr sie der Erlösung bedarf....

"He has a degree in philosophy"

Ein recht amüsantes Video über Bioethik, After birth abortion und Human Exceptionalism:

Pong!

ich bin zwar vllt nicht gemeind, aber ich antworte trotzdem: Kategorie: Awesome Remixes/Extended Versions von ohnehin schon coolen Songs! (Unterkategorie: Seltsame Songtitel)

Original:


DICKER DUBSTEP REMIX:


*wobwobwob*

Samstag, April 14, 2012

Wohin "Pro Choice" so führen kann...

... zeigt mal wieder eines dieser Journallien über Bio"Ethik". Ich zitiere einfach mal das Abstract:

This article explores the possibility that there is a parental duty to use preimplantation genetic diagnosis (PGD) for the medical benefit of future children. Using one genetic disorder as a paradigmatic example, we find that such a duty can be supported in some situations on both ethical and legal grounds. Our analysis shows that an ethical case in favor of this position can be made when potential parents are aware that a possible future child is at substantial risk of inheriting a serious genetic condition. We further argue that a legal case for a duty to use PGD for medical benefit can be made in situations in which potential parents have chosen to conceive through in vitro fertilization and know that any children conceived are at substantial risk of having a serious genetic condition.


So, halten wir also fest: Aus dem "Pro Choice" Gedanken, aus "mein Bauch gehört mir", dem ganzen "Ja, aber da muß doch eine Frau auch entscheiden können, ob sie ein behindertes Kind will" wurde doch nun was anderes, nämlich "mein Bauch gehört dem Staat". Vielleicht sollten Abtreibungsbefürworter in unseren Landen mal darüber nachdenken, wohin "pro choice" so führt.

Ich muß sagen, ich bin grad über so viel Ehrlichkeit, eine Diktatur zu wollen (jawohl!) platt, deshalb kann ich grad nichts weiteres schreiben. Ein weiterer guter, nicht so bitterer Kommentar findet sich auf BioEdge.

Ich werde probieren, an den Original-Artikel heran zu kommen.

Predigten



Hier sieht man Martin Luther King eine Predigt zum Karfreitag halten. Leider habe ich sie heute erst auf The thin Veil entdeckt, ansonsten wäre sie schon passend gepostet worden.

Mir fiel hier jedoch auf, wie sehr das Predigen nowadays ins Hintertreffen geraten ist. Ich kann ja einem Priester es nicht ganz nachsehen, einmal die Woche eine Knallerpredigt - das wäre zu viel verlangt. Aber zu oft sind es nur Worte, die man schon tausendmal gehört hat (Frei nach dem Motto Tausendmal gehört, tausendmal hats nicht gestört) und zumindest mich nicht im Herzen berührten.

Ich denke sogar nicht, daß der fehlende Inhalt die Ursache ist; mir geht es schließlich nicht nur bei irgendwelchen Predigten in NGL-Gemeinden so, sondern, so leid es mir tut, auch oft bei Betrachtungen im Opus Dei oder bei Predigten von an sich guten Priestern. Ich denke jedoch, daß eine gewisse Rhetorik hier viel bewirken könnte. Ein wenig Lebendigkeit!

Natürlich steht dahinter ein an sich guter Gedanke; der Priester möchte sich nicht in den Vordergrund spielen. Man möchte lieber durch sachliche Argumente überzeugen, nicht durch platten Populismus.

Nun ist der Priester jedoch im Vordergrund. Daran wird sich nichts ändern, aber er könnte daraus mehr machen.

In vielen Kirchen gibt es sie noch, die Kanzeln. Ja, die von der, wie die Modernisten sagen "die Priester aufs Volk herabgepredigt haben", oft lautstark, da es noch kein Mikrophon gab. Ich muß gestehen, ich würde gern mal wieder erleben, wie ein Priester von der Kanzel herab betet, gestikulierend, leidenschaftlich, ja, vielleicht sogar "voll retro" ohne Mikrophon.

Mittwoch, April 11, 2012

Banned Parenthood ruft zu vierzigtägigen Gebet auf

Öhm. Bis auf eine Sache überlasse ich mal dem Bad Catholic die Ehre des Kommentierens.

Ich frage mich nur grad, ob just nach der Fastenzeit zum vierzigtägigem Gebet aufzurufen ein Zeichen von peinlicher Unkenntnis oder dummdreist ist. Aber das ist ne andere Sache.

ALTER! Zwei Leute, ein Gedanke, wobei ich unserem Bloggerpater Respekt zollen muß, daß er sechs Minuten schneller war. Aber diese sechs Minuten sind sicherlich durch relativistische Effekte zu klären. Glaubt mir, ich bin Physiker.

Sonntag, April 01, 2012

Projekt: Stundengebet-App

Vor einiger Zeit hat mich ein katholischer Informatiker, d.h. im similar Nerd-Tier wie ich hat (oder noch höher, da er Programmieren kann). Das ist nicht nur an sich ne coole Sache, vor allem haben wir einen Plan gefasst.

Vor einiger Zeit hab ich mich darüber beklagt, daß das Stundenbuch nur recht teuer erhältlich ist(cf hier). Nun hat das dt. Liturgische Institut wie wir alle wissen die Rechte darauf und sitzen drauf. Es gibt einige Projekte schon, und ein weiteres wollen wir beisteuern.

Unser Gedanke war, daß wir, damit es wenigstens für eine gewisse Bevölkerungsgruppe erschwinglicher ist (und hübscher aussieht und man nicht so viel blättern muß) das ganze als ipad-app zu entwerfen - in Absprache mit besagtem Institut natürlich. Sicherlich ist das primär für ipad-Besitzer dann was, aber immerhin (und streng genommen kann ein Xcode-Besitzer auf seinem Mac das sich dann auch ansehen...).

Der Plan ist, das Grundgerüst zu entwerfen, um das dann den Rechte-Inhabern zu zeigen und sie hoffentlich davon überzeugen zu können, daß eine preiswerte ipad-Version in einem positiven Sinn Zeitgemäß ist (anders als Klampfenmusik von Memorandisti) und es doch ein sinnvolles Entgegenkommen in Richtung Heiliger Vater (mit seiner Einladung zum Stundengebet) wäre.

Haupz als ein Programmierbrain wird hier natürlich rädelsführend in Sachen Entwicklung sein, aber gerne können andere Mitstreiter dazu stoßen. Es ist geplant, die Entwicklung entweder über GitHub, eine google-group oä dann zu organisieren.

Also, wer will dabei sein?

Piraten-Tanz am Karfreitag

Lt kath.net scheinen einige Piraten am Karfreitag eine Tanzdemonstration machen. Vielleicht ist es aber auch nur ein Aprilscherz, aber ähnliches gab es auch schon von anderen atheistischen Organisationen.

Was mich daran wundert ist, wie vehement man hier ein Feierverbot aufheben will. Ist es, weil man den Rest einer christlichen Kultur zerstören will? Reichen 364.2425 Tage im Jahr nicht aus? Geht es darum, mal wieder "sein Recht" durchzuprügeln? Ich weiß es nicht und bin ehrlich gesagt heute zu müde, mich wirklich aufzuregen.

Aber ein kleine Playlist stelle ich mal zusammen:

1.) Prince Alla - Fools never learn
"Fools in their folly never will learn, so thats why Jah Fire gotta be burnin"

2.) Johnny Cash - Gods gonna cut you down
"You can run on for a long time, sooner or later god will cut you down"

3.) Capleton -Final Assassin (On a mission)
"On a mission mi seh what is my purpose? Fi see di wicked man ah bun up"

4.) Don Potter - Repentance
"Forgive us holy one. many have turned from the natural way they shall live"

5.) Von Thronstahl - Age of decay and democracy
Ja,ja, Faschoband und so weiter, aber hat grad so schön gepasst. Schon allein des Titels wegen.

6.) Vivian Jackson and the Prophets - Walls of Jerusalem
"I say dont play with fire, fire will burn you. I say dont play with fire Jahjah is coming soon"

7.) Johnny Cash - The man comes around
"Whoever is filthy, let him be filthy still. Listen to the words long written down, When the man comes around."

8.) Horde - Thine hour hast come
"All is lost to become nothing"

9.) Mortification - Turn
"Death, hell, torment suffering, will overcome you unless you turn to Christ"

Hav phun <3

Freitag, März 30, 2012

Ich bin ja nu nich der Obertradi...

... aber sowas darf man gerne wieder einführen.

Nebenbei zeigt ein solches Bild, daß sowohl die bierernsten Obertradis mit ihrer Kritik an Riesenmessen ("Früher hätte es sowas nicht gegeben") als auch die modernisten mit ihrer Lobhudelei der modernen Zeiten mit ihren Massenevents ("Früher hätte es sowas nicht gegeben!") unrecht haben.

Sonntag, März 25, 2012

Nach der After birth abortion....

... Schlagen nun Leute vor, den Klimawandel durch Human Engineering entgegen zu wirken. Denn der Klimawandel ist ja eines der größten Probleme auf Erden (nicht etwa die Armut und das Elend in der Dritten Welt, die Kriege, die Krise...)

Was sie genau tun wollen?

1.) Durch pharmazeutische Mittel soll der Genuß an Fleisch abgewöhnt werden.
While eating red meat with added emetic (a substance that induces vomiting) could be used as an aversion conditioning, anyone not strongly committed to giving up red meat is unlikely to be attracted to this option. A more realistic option might be to induce mild intolerance (akin, e.g., to milk intolerance) to these kinds of meat. While meat intolerance is normally uncommon (Aparicio et al. 2005), in principle, it could be induced by stimulating the immune system against common bovine proteins. The immune system would then become primed to react to such proteins, and henceforth eating ‘eco-unfriendly’ food would induce unpleasant experiences. Even if the effects do not last a lifetime, the learning effect is likely to persist for a long time. A potentially safe and practical way of delivering such intolerance may be to produce ‘meat’ patches – akin to nicotine patches. We can produce patches for those animals that contribute the most to greenhouse gas emissions and encourage people to use such patches.


2.) Menschen sollen kleiner werden.
A way to reduce ecological footprints, then, would be to reduce size. Since weight increases with the cube of length, even a small reduction in, e.g., height, might produce a significant effect in size, other things being equal (To reduce size, one could also try to reduce average weight or average weight and height, but to keep the discussion simple, we shall use just the example of height). Reducing the average US height by 15 cm would mean a mass reduction of 23% for men and 25% for women, with a corresponding reduction of metabolic rate (15%/18%), since less tissue means lower nutrients and energy needs.

Und wie soll das gemacht werden? Na ja, natürlich unter anderem durch pränatale Selektion! Aber auch die anderen Möglichkeiten sind krank....
One way is through preimplantation genetic diagnosis (PGD). While genetic modifications to control height are likely to be quite complex and beyond our current capacities, it nevertheless seems possible now to use PGD to select shorter children. This would not involve intervening to change the genetic material of embryos, or employing any clinical methods not currently used. It would simply involve rethinking the criteria for selecting which embryos to implant.
Another method of affecting height is to use hormone treatment either to affect somatotropin levels or to trigger the closing of the epiphyseal plate earlier than normal (this sometimes occurs accidentally through vitamin A overdoses (Rothenberg et al. 2007)). Hormone treatments are used for growth reduction in excessively tall children (Bramswig et al. 1988; Grüters et al. 1989). Currently, somatostatin (an inhibitor of growth hormone) is being studied as a safer alternative (Hindmarsh et al. 1995).
Finally, a more speculative and controversial way of reducing adult height is to reduce birth weight. There is a correlation between birth weight and adult height (Sorensen et al. 1999), according to which birth weight at the lower edge of the normal distribution tends to result in the adult’s being ≈5 cm shorter. Birth height has an even stronger effect for adult height. If one is born at the lower edge of the normal distribution of height, this tends to produce ≈15 cm shorter adult height. Gene imprinting has been found to affect birth size, as a result of evolutionary competition between paternally and maternally imprinted genes (Burt and Trivers 2006). Drugs or nutrients that either reduce the expression of paternally imprinted genes, or increase the expression of maternally imprinted genes, could potentially regulate birth size.


3.) Natürlich durch Reduktion der Geburten:
In 2008, John Guillebaud, an emeritus professor of family planning and reproductive health at University College London, and Dr Pip Hayes, a general practitioner from Exeter, pointed out that ‘each UK birth will be responsible for 160 times more greenhouse gas emissions … than a new birth in Ethiopia’ ((Guillebaud and Hayes 2008): 576). As a way to mitigate climate change, they proposed that Britons should consider having no more than two children per family.

(China, ick hör Dir trapsen!)
Und wie soll man das machen? Nun, da zieht man natürlich den "Frauen, die Kinder bekommen, sind grützdumm"-Joker:
In fact, there seems to be a link between cognition itself and lower birth-rates. At least in the US, women with low cognitive ability are more likely to have children before age 18 (Shearer et al. 2002). So, another possible human engineering solution is to use cognition enhancements to achieve lower birth rates. Like education, there are many other, more compelling reasons to improve cognition, but the fertility effect may be desirable as a means of tackling climate change. Even if the direct cognitive effect on fertility is minor, cognition enhancements may help increase the ability of people to educate themselves (Sandberg and Bostrom 2006), which would then affect fertility, and indirectly climate change. We shall shortly consider the effectiveness of such an indirect strategy for tackling climate change.


4.) Durch pharmazeutische Stimulanz von Altruismus und Empathie (!)
While altruism and empathy have large cultural components, there is evidence that they also have biological underpinnings. This suggests that modifying them by human engineering could be promising. Indeed, test subjects given the prosocial hormone oxytocin were more willing to share money with strangers (Paul J. Zak et al. 2007) and to behave in a more trustworthy way (P. J. Zak et al. 2005). Also, a noradrenaline reuptake inhibitor increased social engagement and cooperation with a reduction in self-focus during a mixed motive game (Tse and Bond 2002). Similar effects have been observed with SSRIs in humans and animal experiments (Knutson et al. 1998). Furthermore, oxytocin appears to improve the capacity to read other people’s emotional state, which is a key capacity for empathy (Domes et al. 2007; Guastella et al. 2008). Conversely, testosterone appears to decrease aspects of empathy (Hermans et al. 2006) and in particular conscious recognition of facial threats (van Honk and Schutter 2007). Neuroimaging work has also revealed that one’s willingness to comply with social norms may be correlated with particular neural substrates (Spitzer et al. 2007). This raises the likelihood that interventions affecting the sensitivity in these neural systems could also increase the willingness to cooperate with social rules or goals.


Das Paper geht an sich noch weiter und fabuliert über Mögliche Bedenken etc. - aber das lassen wir mal bleiben, das kann der interessierte Leser ja sich zu gemüte führen.

So, also fassen wir zusammen: S. Matthew Liao, Anders Sandberg und Rebecca Roache wollen den Klimawandel durch Sedierung und Selektion aufhalten. Global sollen Leute durch Chemikalien zu netten Menschen gemacht werden (was mich an Lobotomie erinnert), sollen durch Variation des Fleisches (was auch global passieren muß!) den Genuß desselben vermiest bekommen, durch Selektion bzw. Hormonpräparaten sollen die Menschen kleiner werden und wieder durch chemische Stimulanzien die Wahrnehmungsfähigkeit von Frauen erhöht werden - mit dem Ziel, daß sie weniger Kinder bekommen, was außerdem durch eine Politik im Sinne von China (reduktion auf zwei Kinder) erreicht werden soll.

Sie sind also für eine weltweite Diktatur, die auf Abtreibung, Geburtenkontrolle und chemische Stimulanzen setzt.

Man sollte vielleicht noch dazu sagen, daß das nicht das Werk eines drogen nehmenden Kollektivs ist, was seine Freizeit mit Kunstwerken aus Exkrementen verbringt, sondern die Schreiberlinge mit der New Yorker Universität bzw. der Universität von Oxford affiliiert sind. Und daß das Paper in "Ethics, Policy and the Environment" veröffentlicht wurde.

Soll ich noch irgendwas zu dem Paper bzw zu den Autoren sagen? Vielleicht nur noch, daß ich auch ein Paper plane:

"Preventive Violence and crappy ethics papers"

Articles about so-called ethics are arguably one of the biggest problems that confront us today. There is ample evidence that these articles are likely to affect adversely many aspects of life for all people around the world, and that existing solutions such as regulating laws might be too risky and ordinary arguments based on pure reason might not be sufficient to change the minds of these so-called experts in Human ethics. In this paper, we consider a new kind of solution to crappy ethics papers, what we call preventive Violence, which involves hard slaps against the heads of ethics professors and shouting "WHY SO STUPID" so that they can mitigate and/or adapt to more reasonable forms of human ethics. We argue that preventive violence is potentially less risky than regulating laws and that it could help arguments based on reason succeed in mitigating crappy articles about ethics. We also consider some possible ethical concerns regarding violence such as its safety, the benefits of violence against ethics professors for our children and for the society, and we argue that these concerns can be addressed. Our upshot is that preventive violence deserves further consideration in the debate about crappy ethics papers.
Addentum: This discussion is of course, as the preceeding discussions about after birth abortion purely academical. The authors would never, never ever explicitly say that certain ethics "professionals" have to get beaten. But, on the other hand, people are upset about the ideas stated in the presented article, they lack the ability to discuss about ethical matters on a reasonable basis. So, for short, as in the case of Guibilini et al people who are upset by our hypotheses are themselves just violent, mean people who are fundamentalistic.

Freitag, März 23, 2012

Ist das nicht allerliebst?



Selbst der krasseste Proll der Blogozese kann das nur rührend und niedlich finden....hach!

Mittwoch, März 14, 2012

Geburtstagsgeschenk für Benedikt

Als Kommentar erwähnt widme ich der Idee doch mal einen eigenen Post:

Liebe Mitstreiter und Beter in der Blogozese!

Zum Geburtstag des Heiligen Vaters wollten wir eine Art elektronische Bilderbuchpostkarte für den Heiligen Vater zu seinem Geburtstag erstellen.
Dazu hatten wir vor einiger Zeit angefragt und um Mitgratulanten geworben.
http://beiboot-petri.blogspot.com/2012/02/es-sind-noch-genau-zwei-monate.html
Idee war, aus den Seiten aller Blogs der Blogozese ein Video zu basteln. Dazu müsste auf jeder Seite ein Geburtstagsgruß eingebracht werden, und dann ein Screenshot angefertigt werden und dieser dann an unsere Blog-Adressegoldmaria01@googlemail.com gesendet werden.
Cinderella hat einen ersten Prototyp erstellt, den man sich hier anguggen kann.
http://beiboot-petri.blogspot.com/p/videos.html
Hierzu haben wir willkürlich aus der kath. Bloggerliste 30 Seiten herausgegriffen und die integriert. Jemand der sich dort noch nicht findet, soll also nicht böse sein... das war keine Absicht.
Das ist jetzt nur eine Rohfassung in nicht so guter Qualität, aber wir denken als Ansichtsexemplar genügt es.
Unterlegt wird das ganze dann mit Musik. Wir würden vorschlagen: "Tu es Petrus" Dazu gibt es eine schöne Version von den Regensburger Domspatzen, die wir mir im iTunes-Store runtergeladen habe. Wegen GEMA wollen wir das aber nicht auf den Blog stellen.
Andere Vorschläge sind natürlich willkommen, das könnt ihr uns dann ja in den Kommentarbereich schreiben. Aber bitte dran denken, es soll dem Papst gefallen - nicht nur uns.
Es wäre schön, wenn sich viele beteiligen würden damit es ein schönes "dickes" Buch wird.
Bitte deshalb diese mail großzügig an alle Teilnehmer der Blogozese weiterleiten ... wir kennen ja nicht alle und da ist es gut, wenn es breit gestreut wird.
Wer ein Video mit Musik haben will, bitte über die e-mail-Adresse anmelden. Wir schicken es dann via eMail wg. GEMA


Ich komme im Videoentwurf schon vor (was ich gut finde :) ), aber andere Blogger können sich gerne beteiligen. Auf, auf!

Montag, März 12, 2012

Propaganda, die bekannt vorkommt



Quelle: God and the machine.

Nehmen wir mal das rassistisch-deutschtümelnde Weg und übersetzen mal und Neusprech.

60000 Euro ( ich ignoriere mal die Inflation ) kostet dieser Mensch den Steuerzahler. Geld, daß der freie Bürger sich erarbeitet hat.

Das klingt natürlich geschmacklos und bestimmt sind diese Zeiten gottlob vorbei.

Donnerstag, März 08, 2012

GEMA nach hause

Ist zwar schon etwas länger her, aber aufregen kann man sich immer noch. Wie vielleicht bekannt, wollte die GEMA Kindergärten zur Kasse bitten, wenn bestimmte Lieder gesungen werden (mal so eine Frage: Was ist eigentlich daraus geworden?). Nun las ich von einem werten Herren der VG Musikedition folgende Begründung:

Ich frage mich manchmal, ob Kindergärten auch vom örtlichen Handwerker verlangen, kostenlos zu arbeiten.


Dem werten Herren, dessen Namen ich nicht nennen werde, ist doch hoffentlich klar, daß es einen kleinen, aber feinen Unterschied zw. einem einem Handwerksjob und dem NACHSINGEN von Liedern. Oh, moment, werter Herr Musikeditionstrottel: Ich frage mich manchmal, ob ich auch einem Handwerker Geld geben muß, WENN ICH ETWAS SELBER REPARIERE. Weil ich es kann, weil ich mir bspw. löten selbst angeeignet habe. Nach ihrer Logik müßte ich einer Elektrikerinnung dafür, DASS ICH ETWAS MACHE (wenn auch sicherlich nicht so perfekt wie ein Mitglied besagter Innung) Geld zahlen. Denn es gibt einen klitzekleinen Unterschied zw. dem Original und der (übrigens von Kindern, d.h. deutlich unprofessionelleren) Kopie. Vielleicht kann die Person, falls sie es liest, mal darüber nachdenken. Und man soll mir hier nicht mit "geistigem Eigentum" kommen, wenn ich einen Chip an eine Platine löte und mich dabei an der Schaltung orientiere, nutze ich geistiges Eigentum von so einigen Leuten.

Mann, bin ich sauer. Der erste Mentalreflex, der sich einem aufzwingt ist ein "Verdammter Kapitalismus!". Dabei vergißt man aber gerne, daß die GEMA und die VG Medienedition eben KEINE Privatunternehmen sind, sondern hübsch hübsch in den Händen des Staates sind, was an ein ganz anderes Wirtschaftssystem erinnert.... Third way ftw!

Orthodox awesomeness


Elsa hat schon berichtet, daß es Paradrop churches gibt.

"Paradrop church"? Wattn ditte? Well, fragen wir mal The Free Dictionary :

par·a·drop
n.
Delivery of supplies to a place by parachute.
tr.v. par·a·dropped, par·a·drop·ping, par·a·drops
To deliver by parachute.
paradrop
n
the delivery of personnel or equipment from an aircraft by parachute


Also haben wir es hier mit Kirchen, die mit einem Fallschirm abgeworfen werden zu tun.

Alter. Das ist so kraß.

I wanna so make a movie out of it... Der Titel wird dann "Deus lo vult - die zweite Landnahme" sein. Vom Trashfaktor kann er gerne an Iron Sky erinnern, jedenfalls muß es mindestens eine Szene geben, in der riesige Bomber ganze Landstriche mit Kirchen beglücken:


(Ich bin kein großer Künster und es ist eins) Wenn ich es noch schaffe, einen ersten Menschen eine gelbweiße Flagge auf dem Mars hissen zu lassen und das vatikanische Weltraum-Besiedlungsprogramm vorkommt, werde ich glücklich sein, wissend, einen wunderbaren christen-pulp gedreht zu haben. Das wäre sowas von awesome!

P.S.: Für die christliche Marine ist auch schon gesorgt:

Mittwoch, März 07, 2012

Giubilini & Minerva antworten

Vor einigen Tagen wurde unter anderem hier von einem Paper über "Postnatale Abtreibung" berichtet und darüber, daß der Editor des JME (und die beiden Autoren) ja "schockiert" über die heftige Antwort waren. Nun, falls jemand dieses Paper noch haben will, muß er andere Wege finden, um an das Paper zu kommen, denn es wurde von der jme-Seite genommen (was man vllt als kleinen Triumph feiern kann. Desweiteren haben die Autoren ein kleines "Entschuldigungsschreiben" geschrieben.

Nun, an sich ist das ja gut. Sie sagen, daß es ihnen nur um eine reine akademische Debatte, die halt schon seit vierzig Jahren toben würde, ging, und daß sie natürlich nicht praktisch für postnatale Abtreibung wären (wobei sie gleich einräumen, daß bei kranken Kindern es Fäle gebe, wo man überlegen kann). Sie fänden es schade, daß kein kühler wissenschaftlicher Disput entstehen würde.

Nun, wie von vielen Leuten geschrieben fragt man sich ja, wie in solchen Fragen ein kalter moralischer Disput geführt werden kann... desweiteren, wie hier dargestellt, haben diese kalten moralischen Dispute immer zur Realität geführt, ein Philosoph hat sich mit der Idee anzufreunden, daß er eben nicht über moralische Fragen fabulieren kann, wie er will.

Aber man ist ja a man of reason, so dachte ich, schreibe ich mal eine sachliche Frage; Wie gesagt, habe ich neben der Monströsität, die in dem Paper herauskommt, auch rein objektiv meine "Schwierigkeiten" mit der Distinktion in potentielle Personen und zukünftige Personen (denen interessanterweise immer noch unsere moralische Verantwortung gilt). So hab ich in oben verlinkten Blogeintrag mal die Frage gestellt. Würde mich mal interessieren, ob eine Antwort kommt. Stay tuned.

Dienstag, März 06, 2012

Werbung, die mal klappt!



THIS IS THE FILM THE VATICAN DOESN'T WANT YOU TO SEE.

DUNH DUNH DUNH

Ich lief friedlich an der Friedrichstraße entlang und sah diese Werbung. Da kann ich doch noch drauf anspringen! Also such ich, dem Smartphone sei dank, gleich mal nach dem Film. Hätte ja sein können, daß es sich um eine krude Doku handelt.

Könnt ihr euch vorstellen, wie enttäuscht ich war, daß es sich hier nur um billigsten Horror-Pulp handeln soll?

Vielleicht werde ich den Film noch gucken.... jedenfalls fand ich es amüsant, wie die Reklame mich doch kurz interessierte.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf...

... dachten sich wahrscheinlich die "etablierten Medien" in den US of A, weshalb sie nichts über den Brief von Kardinal Dolan an die Bischöfe der USA schrieben. Man könnte nun sagen, daß das ja auch mühselig ist - einen Brief lesen und einen Artikel dazu schreiben - but wait! Es hätte nur eine Presseerklärung gedruckt werden müssen! Call it a hunch, aber ich sehe hier ein Muster.

Es ist natürlich klar, daß Zeitungen, die sich demokratisch verstehen, in Amiland nur Dinge drucken, die den Demokrats in den Kram passen. Man vereihe mir den Kalauer:

Thus democracy became demoncracy


Aber nun etwas ernster... Letztlich sieht man hier sehr gut den gap zwischen der offiziellen Presse und der Freien Presse, den Hilaire Belloc in seinem Büchlein "The free press" sehr gut darstellt. Der einzige Unterschied ist, daß die Offizielle Presse nicht einfach hin den Händen des Großkapitals ist, sondern in den Händen des etablierten Establishments. Die Freie Presse, die Blogs, die unabhängigen Quellen, sie mögen zwar oft nicht wirklich objektiv sein, sondern quasi Propagandamedien für Randerscheinungen (Ich würde hier noch hinzufügen, daß die Offizielle Presse dieses Argument gerne nutzt, um die Objektivität zu pachten - was eine blanke Lüge ist), jedoch sind sie unabhängig. Sicherlich mag es in den Fiebersümpfen der Bloggerszene genügend Weblogs geben, die uns ein Dorn im Auge sind (und umgekehrt), jedoch sind die wenigstens größtenteils die Meinungen einzelner Personen und nicht die gleichgeschaltete Mixtur, die die "objektiven" Medien uns kredenzen, und dabei dann dreist definieren, was Wahrheit sei.

Back 2 topic: Gerade bei dem Frontalangriff, den die USA auf Religionsfreiheit und das Lebensrecht (jawoll!) nun durchführt, gerade weil Damen mittleren Alters dann immer noch die Dreistigkeit besitzen, gleichzeitig für Abtreibung und katholisch zu sein, gerade in Zeiten, in denen man Kindsmord "after birth abortion" nennen will, ist es doch unsere Pflicht, als eine Art Verstärker für die Stimmen, die nicht sein dürfen, zu fungieren.

Montag, März 05, 2012

Pepsi-Fail

Pepsi verwendet Zellen abgetriebener Föten zur Nahrungsmittel-Forschung

Ihr wusstet, daß folgendes Video kommen mußte:



(jaaa, die Anspielung war vorhersehbar und wurde vorher schon gebracht.)

Werte Berliner!

Leider hab ich grad heute keine Zeit, aber falls jemand von Euch natürlich keine Gefahr für den inneren Frieden sein will*, kann er ja hier demonstrieren.


* nebenbei wurde ich in einem schönen Gespräch darauf gestoßen, daß besagtes Urteil nun auch unser gerichtlicher Garant dafür ist, daß wir eben KEINE Gefahr für den inneren Frieden sind. Sollten vllt auch die ganzen Rumwhiner, die in einer öffentlich katholischen Aktion sofort eine Gefahr für das, was sie Demokratie nennen, sehen, sich hinter die Ohren schreiben.

Einblick...

... in die kranke Welt des Transhumanismus bietet die folgende Seite: Homo artificialis.

Zwar bin ich als technikverliebter Physiker beileibe nicht der Meinung, daß alle diese Neuerungen krank sind (und mit Frank Tipler gibt es durchaus auch christliche Transhumanisten), jedoch laufen viele dieser Entwicklungen dann doch in eine Richtung, die einen Menschen im Zusammenhang mit pro choice und dem ganzen, den Menschen auf Funktionalität reduzierenden Wahn, doch beunruhigen sollte.

Letztlich in dieselbe Richtung, jedoch aus einer katholischen Perspektive geht folgender Blog: God and the machine . Letztlich gefällt mir sehr gut, daß der Author im besten Sinne kritisch ist: Er verdammt nicht generell, er ist durchaus ein Freund der Technik und moderner Innovationen. Aber er sieht halt auch hier die Grenzen.

Freitag, März 02, 2012

Kommunion als Gesellschaftliches Ereignis, die 845.

Priester, der einer lesbischen Frau Kommunion verweigerte, soll aus Erzdiözese entfernt werden . Nun, die Wut der Dame kann ich ein wenig verstehen, handelte es sich hierbei schließlich um die Beerdigung ihrer Mutter. Jedoch hat dieselbe Dame zuvor dem Priester deutlich gemacht, daß sie, äh, praktiziert und da auch auf das Urteil der Kirche pfeift.

Ich habe hierzu vor einigen Wochen mal was auf fb geschrieben und denke, daß es auch hier paßt:

Sprechen wir doch mal eine ehrliche Sprache. Es geht doch, wenn man von "Ausgrenzung" spricht, hier um das "geschwisterliche" Mahl, was wir jeden Sonntag gemeinsam halten. Dieses Mahl, wo, ich weiß nicht aus welchem Grund, ihm ein derart gemeinschaftlicher Akt angedichtet wird, so daß es ausgrenzend sei, Wiederverheiratete oder Homosexuelle davon auszuschließen. Ist es denn wirklich so?

Es gab Zeiten, da wurde vor dem Empfang der Kommunion folgendes gesagt: "Wer HEILIG ist, der trete hinzu, wer es nicht ist, tue Buße". Die Heilige Eucharistie ist etwas, was man nur im Stand der Gnade empfangen darf. Und ja, viele wissen das gar nicht mehr, was ein Jammer und letztlich die Wurzel des Übels ist. Natürlich, wenn jeder, der fremdgeht, der flucht, der im Suff nicht mit dem Respekt, den es fordert, vom Allmächtigen spricht, kurz: wenn jeder SÜNDER (jawoll!) ohne vorher es zu bereuen und zu beichten nach vorne läuft, dann fragt man sich, ob das nur noch ein gemeinschaftsmahl ist und dann könnten doch auch andere Sünder hervortreten.

Aber das ist nicht Lehre der Kirche und nicht sinn der Eucharistie! Die Eucharistie ist KEIN gemeinschaftliches Ereignis in erster Hinsicht, und, hart ausgedrückt, schon gar nicht mit Sündern.

Was ist also zu tun? Ich denke, eine eigene strengere Gewissenserforschung, und daß man im Zweifelsfall halt auch in der Bank sitzen bleibt, würde schon was bewirken. Es ist absolut keine Schande, sondern meiner Meinung nach sogar etwas, wovor ich tiefen Respekt habe, wenn Leute andächtig nicht die Hl Kommunion empfangen. Demut kann auch eine Brücke sein, indem man sich mit dem Wiederverheirateten Geschiedenen und dem Homosexuellen bewußt wird, daß man auch selbst grad mit Gott nicht ganz im Reinen ist und vllt mal einfach hinten sitzen bleibt.


Mehr noch: wenn DAS der Inhalt der Eucharistie ist, dann KANN der Priester, selbst wenn er denn will, nicht wider besseren Wissens die Kommunion weitergeben.

Aber es paßt in unsere Zeit. "Ich hab ein Anrecht drauf" - man hat immer ein Recht auf alles, ohne was dafür tun zu müssen. Das ist jedoch keine Freiheit, sondern eigentlich die ignoranteste Form des Egoismus.

Vielleicht wäre es hier, wie in obigen Zitat ausgedrückt, das besondere, das heilige der Eucharistie wieder zu betonen. Wenn mehr Leuten wieder klar wird, daß sie vielleicht z.Zt. es ganz, ganz ehrlich mit dem "Herr, ich bin nicht würdig" meinen, dann würde man auch bei Beerdigungen keinen Zwang empfinden, die Kommunion zu empfangen.

Starke Worte.



Sehr schönes Statement zur aktuellen Situation in Amiland, daß natürlich auch nicht unbeantwortet blieb. Leider weder einbett- noch bewertbar. Nun, die Dame beklagt sich darüber, daß er ein Mann (ein Priester noch obendrein!) ist und dementsprechend nichts zum Thema Abtreibung zu sagen hätte. Ich könnte jetzt was wirklich gehässiges, prolliges dazu schreiben, aber das muß ja nicht sein. Vielleicht findet sich die eine oder andere Dame in der geschätzten Leserzunft, die ihr was dazu sagen kann.

Aux armes Vendéens!

Navis pictures hat einen Spielfilm über den katholischen Widerstand in Vendée gedreht, halleluja!

In dem Sinne:

Allons armées catholiques
Le jour de gloire est arrivé !
Contre nous de la république
L'étendard sanglant est levé



Der Film scheint im Rahmen katholischer Jugendarbeit entstanden zu sein, da die Darsteller alle recht jung sind. Sicherlich könnte man darüber jetzt rummopen, aber ein Film über Vendée ist besser als keiner, oder? Und der Trailer schreit nicht in jeder Sekunde "Amateurkino".

Donnerstag, März 01, 2012

WTF!?

Man wirft uns ja teilweise vor, dem Heligen Vater zu viel Beachtung zu schenken. "Er ist doch nur ein Mensch! Und er hat seine Fehler! Verehrt ihn doch nicht über alle Maßen!" Nun, sei es so.

Daß es noch deutlich, äh, besser geht, kann man hier sehen . Teilweise ist das ja ein netter Insider Marke "und alle so yeah", aber teilweise ist das ja wirkliche Verehrung, die nicht zu verstehen ist.

So, und nachdem ich heute diversestes zum Thema Kindermord gelesen hab, ein Video von Dawkins und Singer, wie sie über Kindermord diskutierten, sah, lesen mußte, wie die gerechtfertigte Empörung über Kindermord als "Gefahr für eine liberale Gesellschaft" gesehen wird und schließlich das auch noch muß ich mich nun mir viel zu essen kaufen, damit ich wenigstens halb so viel esse, wie ich kotzen will.

Mittwoch, Februar 29, 2012

Kindermord im JME

Vor einigen Tagen kam im Journal of medical ethics (sic!) ein Artikel mit folgendem Titel und Abstract heraus:

After-birth abortion: why should the baby live?
Abortion is largely accepted even for reasons that do not have anything to do with the fetus' health. By showing that (1) both fetuses and newborns do not have the same moral status as actual persons, (2) the fact that both are potential persons is morally irrelevant and (3) adoption is not always in the best interest of actual people, the authors argue that what we call ‘after-birth abortion’ (killing a newborn) should be permissible in all the cases where abortion is, including cases where the newborn is not disabled.


(der Artikel ist übrigens z.Zt. online verfügbar, wer also Interesse hat...)

Man kann sich vorstellen, daß es einen regelrechten shitstorm auf diesen Artikel gab. Auch wenn die Argumente nicht neu sind, auch wenn Herr Singer sowas schon seit längerem von sich gibt - die (jawohl!) Ehrlichkeit der Abtreibungsapologetiker, nun auch diesen Schritt zuzulassen, ist erschreckend. Dementsprechend war der Sturm der Entrüstung in Sachen Mails an den Editor des Journal of medical ethics groß.

Dieser verteidigt sich nun. Es sei ein altes Argument, was schon vorher gesagt wurde, es wird halt "einfach" der Gedanke der Abtreibung weitergedacht und in Holland ist das ja schon erlaubt (gut, von mir etwas polemisch zusammengefasst). Was ihn ehrt - auch wenn ich das sehen will, bevor ich das glaube - ist, daß er sagt, daß die Zeitschrift jemandem, der wissenschaftlich gegen Abtreibung schreiben will, offen stehe.

Was mich jedoch dann wirklich stört ist das klassische "hate speech"-Argument. Er sei ja so betroffen über die offen feindseligen Briefe, die er bekam. Und natürlich zeigen ja solche Briefe eine tiefe Unordnung in der modernen Welt. Nebenbei an der Stelle gesagt ist es wirklich köstlich, daß Liberale in den Kommentaren behaupten, Leute wie diese Schreiber wären in wirklichkeit quasi Doppelagenten der Lebensschützer, die die Abtreibungsbefürworter nur in schlechtes Licht rücken wollen (das sind dieselben Intelligenten aufgeklärten, die uns unterstellen, an einen Gott zu glauben, weil dann alles einfacher wäre!).

Nein, er kommt nicht darauf, daß diese tiefe Unordnung der Vorschlag, Kinder zu ermorden ist. Wieso auch, man könne ja über alles sachlich diskutieren.

Na gut, er will sachlich. Wie Ralf von pax et bonum ausführt, ist ein Hauptargument der Leute, die sich für "Postnatale Abtreibung" einsetzen ("Postnatale Abtreibung"... ich kann mich noch erinnern, wie eine Truppe Komiker diesen Ausdruck für einen absurden Sketch benutzte und nun steht er als Titel in einem Paper) daß des Bewußtseinszustandes. Man sagt halt, daß ein Schimpanse sich deutlich mehr seiner selbst bewußt ist als ein Baby und meint, es würde keine Rolle spielen, daß dieses Baby, wenn denn nichts passiert, irgendwann sich seiner bewußt wird. Genauso ist es bei alten Leuten kein Argument, weshalb man fröhlich für Euthanasie sein kann... (wann wird endlich dabattiert, daß man geistig Behinderte egal welchem Alters umbringen kann? Anderes Thema...)

Ralf führt nun weiter aus, daß mit einer solchen Logik Leute im Schlaf umgebracht werden können. Was ich an diesem Argument mag ist, daß es die Absurdität dieses Gedankens gut vorführt, jedoch wird ein Abtreibungsbefürworter sagen, daß das Ende des Schlafes nicht nur abzusehen sei sondern man die Person auch wecken kann. Einem Baby kann man nicht mit lautem in die Hände klatschen (wieder) zu einem Selbst-Bewußtsein verhelfen.

Jedenfalls, so oder so bin ich schockiert. Dementsprechend hat mich die vorher gepostete Nachricht der secular pro life-Leute in Amiland dann nicht nur gefreut, sondern mir wieder Hoffnung gegeben, daß Menschen sich doch wieder zum Leben entscheiden.


ANHANG: Ich lese gerade den Artikel selbst und... nun, man muß fairerweise den Schreibern lassen, daß sie beim Lesen oft die Freiheit lassen, die Argumente zu Argumenten zum Lebensschutz zu machen. Ihre Argumentation ist, daß eine potentielle Person, die also noch keine ist, moralisch gegenstandslos wäre (was aus ihrer Sicht Ralfs Argument aushebelt). Auf der anderen Seite, und nun mal rein objektiv gesprochen, widersprechen sie sich selbst, wenn sie in einem Absatz betonen, daß das uns nicht die Verantwortung vor zukünftigen Generationen nehme:

This does not mean that the interests of actual people always over-ride any right of future generations, as we should certainly consider the well-being of people who will inhabit the planet in the future. Our focus is on the right to become a particular person, and not on the right to have a good life once someone will have started to be a person. In other words, we are talking about particular individuals who might or might not become particular persons depending on our choice, and not about those who will certainly exist in the future but whose identity does not depend on what we choose now.


Und hier muß ich fragen "warum"? Wieso sollten wir diesen Planeten für irgendwelche "potentiellen Personen" schützen? Wieso sollten wir verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen? Sicher, man könnte sagen, daß "unsere Kinder" ja schon auf der Welt sind, und diese Zukunft erleben werden. Aber wenn eine "potentielle Person" nicht Gegenstand der Ethik ist, wieso ist es eine "potentielle Zukunft"? Um ehrlich zu sein, frage ich mich, ob in der nächsten Veröffentlichung im JME (ja, polemisch gesprochen) nicht über eine Zwangssterilisation fabuliert werden kann (auch so eine Frage: Ist denn Kinder bekommen ein Menschenrecht, wenn man so denkt?), so daß wir fröhlich in dieser Generation all unsere Ressourcen verbrauchen können...

Dieser Punkt wird dann nochmal bestätigt und ich zitiere ihn nochmal, weil der mMn Fehler ihrer Logik hier deutlich wird:

We might still have moral duties towards future generations in spite of these future people not existing yet. But because we take it for granted that such people will exist (whoever they will be), we must treat them as actual persons of the future. This argument, however, does not apply to this particular newborn or infant, because we are not justified in taking it for granted that she will exist as a person in the future. Whether she will exist is exactly what our choice is about.


Schließlich werden die Autoren dann wirklich etwas verrückt, wenn sie einerseits gegen Freigabe zur Adoption sich aussprechen ("in manchen Fällen" natürlich), weil dies zu einem Trauma für die Mutter führen könne, ein Trauma, was sie im Fall von (postnataler) Abtreibung zwar nicht negieren, aber meinen, daß es psychologische uä Gründe geben könne, daß eine Mutter das eine schlimmer als das andere finden würde.

Langer Rede kurzer Sinn: Ein sehr, sehr wirrer Artikel.

That TOTALLY made my day!

Na ja, jedenfalls meinen Morgen, der Tag ist ja noch jung:

Grausame Georgetown University bezahlt nicht für Verhütungsmittel. Man stelle es sich vor....

Da geht man auf eine katholische Universität, wo es genügend andere geben könnte und diese miesen Katholen richten sich nicht nach meinem Willen! Unerhört natürlich sowas.

Ich muß aber nun los, an der nächsten Koranschule ein Bier mir einklagen.

On much more somber news... Sind diese Atheisten und Agnostiker gerade meine Helden. Und das mal wirklich ohne irgendeinen Zynismus, mich freut es wahnsinnig zu sehen, daß es nicht nur eine humanistische Lebensschutzbewegung gibt sondern diese anscheinend auch ganz gut organisiert wird. Vllt werde ich zum nächsten Marsch für das Leben von denen mal ein wenig Informationsmaterial ausdrucken, was man dann den werten Gegendemonstrant_*innen geben kann. Tausend Dank!

Sonntag, Februar 26, 2012

Ruhe in Frieden, Boromir...

.... auf daß Mandos deiner gnädig ist und Illuvatar im neuen Lied Deiner gedenkt ....

(Ich hätte auch darauf aufmerksam machen können, daß auf The One Ring es eine Rubrik "Today in middle earth" gibt, was natürlich für den Fan klasse ist)

Freitag, Februar 24, 2012

Wer hätte gedacht...



... daß es (wenn es nach mir geht) eine moderne Kirche, die so gar nicht unserem Schönheitsempfinden entspricht, in meine Promotionsdiskussion schaffen würde?


(ja, ich sollte eigentlich arbeiten...)

Die Dio Padre Misericordioso in Rom mag uns nicht gefallen, aber sie ist vor allem eines: Strahlend weiß. Laut des Architekten und der Konstrukteure soll das auch so bleiben.

Warum?

Nun, in dem genutzten Beton sind Titanoxid-Nanopartikel. Titanoxid hat sich schon als Coating als selbstreiniges Produkt erwiesen: Organische Verunreinigungen werden unter UV-Bestrahlung in Kohlenstoff-dioxid und Wasser zerlegt. Auch Stickstoff- oder Schwefeloxide (Stoffe, die für Smog verantwortlich sind) werden unter UV-Bestrahlung in stabile Komponenten umgewandelt.

Nun fragt sich der Physiker, was der Grund für diese Photokatalyse ist. Nun, Titanoxid (unter Freunden einfach TiO2 genannt) ist ein Halbleiter, d.h. besitzt eine so genannte "Bandlücke". Das bedeutet, daß die Elektronen, simpel gesprochen, sich nicht so ohne weiteres durch das Material bewegen können (wie das bei Metallen der Fall ist). Dazu können wir ja mal kurz das Bändermodell erklären: Elektronen der äußeren Elektronenschalen der Atome/Moleküle, die einen Festkörper ausmachen, bilden insgesamt einen Bereich, den man als "Valenzband" bezeichnet (benannt nach den Valenzelektronen, d.h. den Elektronen der äußeren Schalen eines Atoms). Nun gibt es zustände "über" diesem Valenzband (d.h. auf einem höherem Energieniveau), die man als "Leitungsband" bezeichnet, bei Halbleitern und Isolatoren sind die durch eine Energielücke (die "Bandlücke") voneinander getrennt, die erstmal überwunden werden muß. Das kann man sich wie bei einem Doppeldecker-Bus vorstellen: Es gibt die Leute, die unten sitzen, und wenn man etwas mehr Energie ins Treppensteigen investiert, sitzt man oben, was natürlich wahnsinnig cool ist.

Der Doppeldecker ist ein tolles Bild, bleiben wir dabei: Sagen wir mal, unten ist es knüppeldicke voll und oben ist alles leer. Nun schwingt sich eine Person, erfrischt von den Sonnenstrahlen des Tages, die Treppe hoch. Wenn eine Person die Treppe nach oben geht, hat er oben alle Freiheit der Welt, und die Leute unten haben auch eine Person weniger. Das bedeutet, auch die können sich bewegen. Oder (HÖHÖ, PHYSIKER!): Die Leerstelle, wo früher der Kerl, der nun oben ist, kann sich bewegen.

Die Obige Person wird sicherlich sich auf einen Stuhl setzen, höchstwahrscheinlich oben vorne. Das ist so eine der lieblingspositionen der Menschen, kann man doch dann zusehen, wohin die Reise geht. Die untere Leerstelle wird wahrscheinlich neben den rumorenden Motor irgendwo hinten "wandern", d.h. die Leute unten werden ihre neu gewonnene Freiheit nutzen, um möglichst viel Abstand zu diesem nervigen Motor aufzubauen.

So, und nun übertragen wir das alles mal auf den Mikrokosmos des TiO2: Ein Elektron, daß die Bandlücke überwunden hat (was es dank der Anregung durch ein Photon kann), wechselt vom vollen Valenz- ins leere Leitungsband. Unten, so sagt man, wurde ein "Loch" generiert (ein virtuelles Teilchen), daß sich von den anderen Elektronen dadurch unterscheidet, daß es nicht existiert. Oben ist das "angeregte" Elektron. Das Elektron kann sich durchs Leitungsband und respektive das Loch durchs Valenzband frei bewegen. Wie die Sitzplätze etc. im Bus gibt es für unsere beiden Ladungsträger präferierte Stellen, sogenannte "Defekte", an denen die energetische Struktur etwas anders ist. So kann an bestimmten "Punktdefekten" das Elektron gefangen werden (das ist dann der Platz oben vorne) und analog gibt es defekte, wo das Loch gerne verweilt (der Platz hinten beim Motor).

So weit so gut. Bleiben wir der Einfachheit halber mal beim Elektron: Da sitzt es nun, ein einzelnes Elektron. So ein Elektron ist ungern allein. Wie der Herrgott uns als Mann und Frau schuf, haben Elektronen einen "Eigendrehimpuls" (auch Spin genannt) von +1/2 oder -1/2. Man kann sich das wie eine positive oder negative Ladung vorstellen; Spins gleichen Vorzeichens stoßen sich ab und Spins entgegengesetzen ziehen sich an. Letztlich strebt jedes Elektron danach, "seine bessere Hälfte" zu finden. Und dieses Elektron ist da nun allein und will eine Bindung zu einem anderen eingehen. Man sagt dazu, daß es hochreaktiv ist. Wenn nun organische Stoffe mit diesem Elektron in berührung kommen, reagieren sie mit ihm, es kommt zu einer Oberflächenchemie und zackbumm, man hat am Ende nur noch CO2 und Wasser.

Das ist ein Beispiel für Photokatalyse auf Oxidoberflächen (Oxide als Stoffe mit einer Bandlücke), was, an einem Modellsystem (N2O - Zerlegung an Magnesiumoxid) letztlich Thema meiner Doktorarbeit war.

(Weitere Informationen hier)

Auch wenn, wie gesagt, die Kirche mir nicht sonderlich gefällt, freut es mich zu sehen, daß hier wirklich moderne Technik mal sinnvoll genutzt wird. Der Architekt sagte "Licht ist Leben" und so wollte er eine strahlende Kirche entwickeln. Ich denke dabei an die Stadt auf dem Berg, die nicht verborgen bleiben kann. Das Christentum, das Licht der Welt, daß niemals verlöschen wird.

Daß diese Oberflächen auch gegenüber Schadstoff-Partikeln in Abgasen (eben Stickstoff- und Schwefeloxide) zerlegen, ist letztlich ein Symbol für das "Salz der Erde", für die kleinen Zentren, die positiv in der Welt wirken.

Wie gesagt, wie man auch zum extremst kargen interieur stehen mag, wo wirklich Verbesserungsbedarf herrscht, freut es mich doch, daß in einem Kirchenbau mal wieder modernstes verwendet wird. Und letztlich kann man das auch im Sinne der aktuellen Los Wochos sehen: Wie Naturwissenschaft in Kunst wirken kann.

Mittwoch, Februar 22, 2012

Priester-Win aus Amiland

Der Schrein lebt wieder!(?)

Oh, anscheinend gab es doch Ende 2011 recht viel neues beim Kultblog Shrine of the holy whapping! Hoffen wir mal, daß da doch wieder regelmäßiger was kommt.

Stundengebet

Wie der papsttreue Katholik weiß, hat unser heiliger Vater das Stundengebet auch dem Laien empfohlen.

Leider, wie so oft, ist die deutsche Katholische Kirche hier nicht so schnell wie die internationale Kirche (übrigens auchnicht so schnell wie die Altrituellen). So scheint das deutsche Liturgische Institut keinerlei Grund zu sehen, die Hymnen, Psalmen, die Lesungen frei zu geben. - Is ja auch klar, denn schließlich müssen hier die Rechte der Urheber geschützt werden.... Echt ey, sowas läßt mich dann doch OCCUPY STUNDENBUCH ausrufen. Damit man sich weiter aufregen kann, kann man ja mal diese Seite studieren. (Nebenbei gefragt: Wäre das nicht mal wieder eine gute Blogozesen-Aktion? Eine Forderung nach einer Freigabe der Texte im Internet?)

Immerhin (Natürlich nicht vom dt. Liturgischen Institut initiiert) gibt es einen Blog über das Stundengebet, was es Anfängern wie mir leichter machen würde (wenn ich denn die Gebetsbücher hätte), dieses Stundengebet zu erlernen. Für die extremen Hardliner unter uns (und wer ist das nicht, ne?) hatte vor einiger Zeit Johannes von Mater Amata einen Weblog über das Offizium Parvum ins Leben gerufen, jedoch leider nicht weiter geführt. Jedoch braucht der harte Linierer (anglizismen sind uncool) unter den Bloggern nicht verzagen, gibt es dieses kleine Offizium zu Ehren Mariens auch auf Latein und - natürlich- auf Englisch.

Wie dem auch sei, ich muß mal sehen, ob ich im Doktorarbeitsstreß dem Wunsch des Hl Vaters entsprechen kann. Aber ich kann ja mal anfangen...

Montag, Februar 20, 2012

Voll locker ey!

Als in Wien geborener fühle ich mich ja meinen, äh, Glaubensschwestern und -brüdern dort natürlich verbunden. Und auch wenn es nicht meine Vorstellung von Kirche ist, die Schüller und Co. realisieren wollen, dachte ich, ich helfe mal. Schließlich muß auch Gebet und Liturgie viel, viel lockerer und zeitgemäßer werden, damit überhaupt noch jemand in die Kirche geht und so, nicht wahr? Aber wo beginnen wir? Well, ich hab hier eine blaupause für modernen Worship:


Hav phun using it :)

(Quelle: Bad catholic , lest den dazugehörigen Beitrag zum Thema Himmel, sehr amüsant und interessant.

Antwort auf Anträge schreiben leicht gemacht

Josef hat auf seinem Blog über das Antragsschreiben in der Wissenschaft geschrieben. Was mir natürlich als Wissenschaftler im Bereich Photochemie und Katalyse sorfort auffiel war das Fehlen von Buzzwords Und generell hat der arme Philosoph viel zu wenig gestelzt geschrieben. Dementsprechend anbei ein Kurzer Antrag zum Thema "Macht ein umstürzender Baum auch dann ein Geräusch, wenn niemand im Wald ist, der es hören könnte?":


"Die Frage "Macht ein umstürzender Baum auch dann ein Geräusch, wenn niemand im Wald ist, der es hören könnte?" gewinnt in Zeiten, in denen der Regenwald zugunsten der Industriestaaten abgeholzt wird, eine immer dringlichere Bedeutung. Da eine immer begrenztere Ressource zugunsten des Endverbrauchers abgeholzt wird(während die Zerstörung desselben signifikant zum Klimawandel beiträgt), jedoch andererseits die Notwendigkeit für die weitere Reduktion desselben evident ist, stellt sich die Frage, ob des Westeuropäers Indifferenz auf der Basis von Quantenmechanik zu verstehen ist. Wenn dies der Fall wäre, wenn also das klassische Meßproblem der Quantenmechanik nicht nur im Makrokosmos, sondern auch und vor allem im wirtschaftlichen Kontext eine Rolle spielen solle, werden uns die bisher in der Quantenmechanik erlangten Erkenntnisse weiterhelfen, das Verhalten des Menschen in der Ausbeutung seiner Umwelt besser kontrollieren zu können.

Präparationen von superponierten Zuständen, in denen ein Teilchen die Interaktion eines anderen mit einer Umgebung indirekt spürt, auch wenn die klassische Physik diese Interaktion nicht zulassen würde, zeigen, daß man die räumlich und zeitlich bedingte Indifferenz durch eine geeignete Präparation eines Modellsystemes minimieren kann.
Die Lösung der Eingangsfrage würde einen ersten Schritt zum Überkommen des continental gaps und des income gaps beitragen und es so ermöglichen, den Zustand der westlichen Welt deutlich stärker mit dem des Regenwaldes zu koppeln, so daß ein größere Nachhaltigkeit das Abschlußziel wäre."

Nun fehlen noch ca achthundert Quellenangaben. Und vielleicht ein cooles Schema, und die DFG wird mal wieder Steuergelder verbraten.

Sonntag, Februar 19, 2012

"was wir alles schönes verpassen"


In den letzten Tagen ging quasi als Meme folgende Story über Facebook:

An einem nasskalten Januar morgen stellte sich ein Straßenmusiker in eine U-Bahn-Station in Washington DC. Er spielte innerhalb von ca. 45 Minuten sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit herrschte starker morgendlicher Berufsverkehr in der U-Bahn-Station – errechnet wurde, dass mindestens 1.100 Menschen in dieser Zeit am Musiker vorbeigingen. Die meisten von Ihnen auf den Weg zur Arbeit.

....

Niemand applaudiert ihm. Niemand gab ihm auch nur einen Hauch Anerkennung.
Niemand wusste allerdings, dass es sich bei dem Musiker um den Star-Geiger Joshua Bell gehandelt hatte. Joshua Bell ist einer der talentiertesten Musiker der Welt. Gerade hatte er in der U-Bahn-Station mit Bachs Kompositionen eines der schwierigsten Stücke, das je geschrieben wurde gespielt – das alles auf einer Geige im Wert von 3,5 Millionen Dollar.

Die Ironie, noch zwei Tage zuvor hatte Joshua Bell ein Konzert in Boston gegeben – Eintrittspreis durchschnittlich 100 Dollar.

Diese Geschichte ist wahr: Joshua Bell spielte tatsächlich inkognito in der U-Bahn Station. Geplant wurde diese Aktion von der Washington Post und war Teil eines sozialen Experiments über Wahrnehmung, Empfinden, Geschmack – Maßgeblich ging es um das soziale Einordnen der Prioritäten. Wie nehmen Menschen Dinge wahr, für die sie „ jetzt erstmal keine Zeit“ haben. Bedingungen für das Experiment waren u.a. ein öffentlicher stark frequentierter Ort, zu einer hektischen Phase (Rush hour). Können Menschen Schönheit wahrnehmen? Hören sie die hohe Qualität raus. Erkennen sie das Talent in diesem unerwarteten Zusammenhang?

Das ganze für uns mal zum hören:


Natürlich ist das eine schöne Geschichte, klar. Aber... man verzeihe mir den miesen Pragmatiker in mir, ich habe mit der Geschichte so meine Problem: Also, mal plump gesagt, der werte Herr hat sich doch dumm platziert. Nicht mal einfach an einem U-Bahnhof, was wirklich schon allein "Ich bin grad von A nach B unterwegs" schreit: Er hat sich an eine Durchgangspassage (ob zwischen zwei verschiedenen Linien oder einfach am Ausgang, weiß ich nicht) plaziert. Muße wird dort nicht aufkommen, nicht, weil uns die Arbeit so quält, wir so gehetzt sind, nicht mehr gelernt haben zu staunen, sondern weil wir ein Ziel - vielleicht ein ganz romantisches! - vor Augen haben. Weil wir uns auf etwas freuen, darauf unsere Gedanken verschwenden. Vielleicht, weil wir beim Weg von A nach B Musik, ein Hörbuch, Radio oder einen Podcast hören. Weil wir uns auf unsere Arbeit vorbereiten. Weil wir etwas lesen. Der potentielle Zuhörer ist gerade "unterwegs", man darf ihm (oder, wenn man es selbst ist, sich selbst) doch nicht vorwerfen, dann auch auf "unterwegs" eingestellt zu sein.

Hätte der werte Herr Bell das Experiment im Mauerpark oder - ach, einfach wirklich direkt an den Gleisen, wo Leute tatsächlich warten - durch geführt, wäre das Ergebnis ein anderes gewesen.

Vor ein paar Monaten hatte ich ein solches Erlebnis: eine junge Frau spielte am U-Bhf Friedrichstr. wunderbares auf der Violine. Da haben Leute, die es sich leisten konnten, dann auch mal einen Zug fahren lassen. Der liebe Herrgott wußte in der BVG einen guten Verbündeten, so daß die Bahnen ohnehin Verspätung hatten, so bekam ich noch den rauschenden Applaus mit.

Ein anderes Mal bin ich mit meinem Schatz in meiner Gegend an einem älteren Herren vorbeigekommen, der auf einem exotischen Saiteninstrument spielte. Meine Liebste fragte ihn, was das für ein Instrument sei, und so erzählte er uns eine rührende Legende zur Gadulka, spielte uns ein Lied vor.

Desöfteren, wenn ich durch das schöne Berlin spaziere, bleibe ich bei Leierkastenmännern stehen, finde ich es doch wunderschön, wenn diese altberliner Weisen spielen.

Was all diese Situationen gemein hatten, war, daß ich Muße hatte, daß ich wirklich die Freiheit hatte, die Schönheit um mich zu genießen. Aber ohne diese Muße darf man doch niemandem einen Vorwurf machen!

Samstag, Februar 18, 2012

Frontbericht 2

Sodele, ich kann nun zwar noch nicht sagen, abgegeben zu haben, aber die Arbeit steht: Nicht nur, daß alles geschrieben ist, ich habe nun die Arbeit auch mal durchkorrigiert. Mein Chef findet hoffentlich mal zeit, einen Blick hinein zu werfen, aber ich bin nun erstmal glücklich, soweit mit der Arbeit jetzt zufrieden zu sein. Aber betet mal weiter :)

Freitag, Februar 17, 2012

Gleichberechtigung

Wiener Leser werden sicherlich schon lange wissen, daß in Wien für Schwangere, Alte, Menschen mit Kindern und Blinde man bemüht ist, Sitzplätze in der U-Bahn freizuhalten:


Quelle

Nun gehört es ja heute zum Guten Gender - Ton, darauf hinzuweisen, daß nicht nur alte und blinde Männer (bzw. Mütter mit Kindern) sitzen dürfen. Das waren ja damals noch zeiten, als man neunzigjährigen Frauen sagte "BLEIB MAL STEHEN", nur weil sie eine Frau war. Und blinde Frauen lebten ohnehin in der festen gewißheit, man könne in der Wiener U-Bahn nur stehen. Jaja, die Zeiten, bevor man alles durchgenderte waren schon schrecklich. Aber dank der moderne weiß nun jeder, daß alles nun auch für das gegenteilige Geschlecht gilt:


Quelle

Das ist ja alles schön und gut, aber ich frage mich... Wo ist das männliche Pendant zur schwangeren Frau? Darf ich nun endlich in der U-Bahn fragen "Könnten Sie mir einen Platz freihalten? Ich bin ziemlich fett, was nicht sinnvoll für meinen Rücken ist".
Ich mein, in der Heutigen Zeit wird die Achtung doch sicherlich nicht dem Kind oder der werdenden Mutter, sondern der Person, die durch eine (ungewollte?) Schangerschaft eingeschränkt ist, gelten. Und dann verlang auch ich Achtung! Darauf ess ich nun erstmal Bacon Strips.

Ich mein, in Amiland ist man nun schon so weit, daß die US-Truppen durch Polster etc. lernen, wie es sich anfühlt, fett, Verzeihung, schwanger zu sein:


Quelle

Mittwoch, Februar 15, 2012

Ein neues Meme!

Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Rechtsradikalität unter Glatzenträgern".
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahrzehnten bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von nationalistischen Bekenntnissen von Menschen mit Glatze und anderen Kurzhaarigen"

Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Dilettantismus unter Nachwuchsmusikern"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gräßlichsten Hipstercombos von Nachwuchsmusikern und Möchtegernsängern"


OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Agressivität unter Migranten"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gewalttätigen Übergriffen von Migranten und Migrantinnen"

OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Mißbrauch in Reformschulen"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchsfällen von Lehrern der Odenwaldschule"

Hach, das Spiel macht Spaß! Vor allem, was man laut dieser Recht(s)sprecherin so für pauschalisierende Beleidigungen von sich geben darf.

Natürlich sind die letzten zwei Beispiele frei erfunden