Der Olifant postete einen Text, der zum Nachdenken anregen sollte. Denken wir also drüber nach. Ich muß aber leider von vornerein sagen, daß ich von dem Text nichts halte.
@Olifant: Versteh das bitte nicht gegen Dich oder Deinen Blog. Weder gegen das eine noch das andere hab ich was auszusetzen, Dein Blog gefällt mir sogar gut (schon allein der Quenyabonus). Es geht mir hier nur um diesen Text.
"Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen."
Wie dient man Gott? Was ist gemeint? Ich als Freund des Opus Dei sehe in jeder Minute des Tages einen Dienst an Gott. In der Hinsicht auch Fußball.
Guuuut, es geht vielleicht um den Vergleich zwischen einer Stunde Messe und einer Stunde Fußball. Ja, körperliche Ertüchtigung kann für manche Leute durchaus kurzweiliger sein als ein Meßablauf, der vom äußeren Schein her, recht vorhersehbar sein kann. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieser Vergleich sinnvoll ist.
"Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen."
1.) Unsere Freunde antworten auch etwas expliziter als Gott drauf. Hat der Schreiber schonmal am Bett eines Pflegefalles gestanden und mit ihm geredet? Mir fiel es irgendwann sehr schwer.
2.) Dahinter kann eine, vielleicht falsch verstandene, Art von Respekt sein: Soll ich nun wirklich Gott davon erzählen, wie sehr ich bei der und der Simpsons-Episode lachte? Soll ich ihm die Stelle erzählen oder kennt er sie schon? Das Gespräch mit Gott hat einen anderen Charakter als das mit den Menschen.
"Komisch, wie schwer es fällt, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen."
Ähhh, Geschmackssache? Manche Kapitel in der Bibel lesen sich wirklich gut. Andere wiederrum (Buch der Sprichwörter ist so ein Kandidat bei mir) fallen mir extrem schwer.
"Komisch, wie Leute sich auf einem Konzert um die vordersten Plätze drängeln und sich um eine der hintersten Plätze in der Gemeinde bemühen."
Komisch, einen Gottesdienst bzw. Gottes Gegenwart in einem Gottesdienst mit der Präsenz von Rockstars zu vergleichen. Ich sitze oft hinten, fast immer. Bin ich nun ein schlechter Mensch? Um ehrlich zu sein, sehe ich, da ich mitsinge, die Messe verfolge, da die Akustik vorne wie hinten in Ordnung ist, da ich den Altar, den Tabernakel etc. sehe, die Sitzposition in der Messe eher als sekundär an.
"Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiterzuverbreiten."
Das ist doch ganz menschlich. Es ist nicht richtig, das stimmt. Aber Menschlich. Mit Klatsch und Tratsch geben wir weder was intimes von uns preis noch dringen wir in die Intimsphäre des anderen ein. Deshalb wird man auf Cocktailparties so oft Small Talk, Witzeleien, Klatsch und Tratsch hören und eher wenige Gespräche über persönliche Zeugnisse, wie Gott mir geholfen hat etc.
"Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was in der Bibel steht."
Ich glaube nicht der Zeitung. Daß man außerdem die Frohe Botschaft des Evangeliums in Frage stellt, daß man nicht glauben kann, daß Gott selbst aus Liebe zu uns Mensch wurde, daß er für Dich und für mich am Kreuz starb und von den Toten auferstand - daß manche Leute das für zu schön, um wahr zu sein, halten - bitteschön, das kann passieren.
"Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diese Mail nicht erhalten werden, weil du dir nicht sicher bist, ob sie an irgendetwas glauben!"
Diese Mail wird NIEMAND in meinem Freundeskreis bekommen. Diese Mail stellt das Christentum von einer extrem schlechten Seite dar. Von einer besserwisserisch-moralischen Seite.
Gott weiß: Es fällt mir schwer, zu missionieren. Ich versuche es, indem ich das Christentum vorlebe. Das funktioniert oft auch nicht gut, aber ich hoffe, daß ich wenigstens manche Leute damit zum Nachdenken anrege.
Texte wie dieser können aber kleine, im Wachsen begriffene Pflanzen zertrampeln
"Merkwürdig, wie leicht es für Menschen ist, Gott zu leugnen und sich dann wundern, warum die Welt zur Hölle wird."
Merkwürdig, was man so unterstellt.
"Merkwürdig, dass jeder in den Himmel will, doch annimmt man brauche nicht zu glauben, zu sagen oder zu tun, was in der Bibel steht."
Jeder? Pauschalisierungen rocken wirklich. Wieder: merkwürdig, was man so unterstellt.
"Merkwürdig, wie das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte frei den Cyberspace passieren kann, aber eine öffentliche Diskussion über Jesus in den Schulen und am Arbeitsplatz unterdrückt wird."
Das ist traurig, aber wieder ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Daß (zu) vieles den Cyberspace frei passieren kann, stimmt, der zweite Satz stimmt auch, ABER:
- an den etwas gehobeneren Arbeitsstellen hat das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte kenen Platz (an gehobeneren Schulen auch nicht)
- Im Internet können, wie dieser Text zeigt (oder dieser Blog) auch das Christentum und deren Inhalte frei den Cyberspace passieren. Nebenbei gesagt; ich halte das Internet für ein blessing in disguise ; im Internet ist es wirklich möglich, als Salz der Erde sich aufzulösen, so daß nicht mehr der Mensch, sondern die Botschaft im Vordergrund steht. Andy Warhol sagte einst, daß in der Zukunft jeder Mensch fünfzehn Minuten weltberühmt sein werde. Ich denke, mit dem Internet ist diese Zeit gekommen. Wieso sollten wir diese fünfzehn Minuten nicht Gott schenken?
"Merkwürdig, wie jemand so entbrannt sein kann für Jesus im Gottesdienst, aber ein unsichtbarer Christ im Rest der Woche ist."
Dort wird Gott mehr erfahrbar!
Jungs und Mädels. Seit ich Christ wurde kenn ich diesen Sermon wider dem Hutchristentum (was man wie eien Hut an der Garderobe läßt, wenn man in die Welt geht). Es stimmt, es ist nicht richtig.
Was aber zu oft, wie auch hier, bei aller Moral vergessen wird, ist, einen Gegenentwurf vorzustellen. Einen konkreten bitteschön. Wie ist man Christ im Rest der Woche? Wie sollte man am Arbeitsplatz missionieren? Wie genau verbindet man Gebet, Opfer und Arbeit? Ich kenne einige Konzepte, eines versuche ich auch (mehr schlecht als Recht) zu leben, aber ich möchte das von den Schreibern der Mail wissen? Indem man in seiner Arbeitszeit Mails mit solch Inhalten verschickt?
"Merkwürdig, wie ich mehr darüber besorgt sein kann, was andere Leute von mir denken, als was Gott von mir denkt."
Es stimmt, es ist merkwürdig, doch es liegt am Wesen Gottes und an der Ursünde. An der Ursünde ist klar; durch sie ist der Menschheit der Fokus verloren gegangen. Am Wesen Gottes, weil Gott vergibt und sich nicht aufdrängt, anders als die Menschen.
Gott wird nie mit dem Finger auf Dich zeigen und Dich auslachen. Der Mensch schon. Natürlich sollte man als Christ über solchen Dingen stehen, aber mal ehrlich: tun wir das immer? Ich kann das nicht von mir sagen.
"Stell dir vor, folgendes passiert: Eines Morgens während eines Gottesdienstes sind 2000 Christen überrascht, 2 Männer zu erblicken, die beide von Kopf bis Fuß in schwarz eingehüllt sind und Maschinengewehre tragen. Einer der Männer ruft: “Jeder, der bereit ist, eine Kugel für Christus zu erhalten, bleibe da stehen, wo er gerade steht!” Sofort fliehen der Chor, die Diakone und die meisten der Versammelten. Von den 2000 bleiben ungefähr 20 stehen. Der Mann, der gesprochen hatte, nimmt seine Verhüllung vom Gesicht, sieht den Prediger an und sagt: “Okay Pastor, ich habe alle Heuchler entfernt! Jetzt kannst du mit deinem Gottesdienst beginnen. Ich wünsche noch einen schönen Tag!” Und die beiden Männer drehen sich um und gehen raus. (Ziemlich krass und unvorstellbar, aber denk mal drüber nach!!)"
Petrus - mieser Heuchler
Die Apostel - miese Heuchler in der Nacht, die wir bald feiern.
Unsere Kirche, unsere ganze Überlieferung baut also auf Heuchlern auf. Gut.
Ernsthaft: Was soll dieses hochmütige Gebrabbel? Wie kann man sowas schreiben? Ich bete zu Gott, daß er, wenn es einst dazu kommen sollte, daß ich für den Glauben sterben müßte, mir die Kraft zum mutigen Bekenntnis schenkt, aber ich würde niemals behaupten, daß ich sicherlich stark genug wäre! Meine Kraft ist im Namen des Herrn, ich selbst bin, wie ich jeden Tag aufs neue merke, oft zu schwach. Ich weiß nicht, ob ich mit den zwanzig Leuten in der Kirche sitzen würde. Wenn ich deshalb, weil ich das jetzt nicht weiß, ein Heuchler bin, bitteschön. Wenn ich bspw. auch an meine Familie denke, die sonst aufgeschmissen wäre, wenn ich überlege, wie ich Gott dienen und bspw. was gegen diese Männer in Schwarz tun kann und deshalb die Kirche verlasse, wenn ich dann ein Heuchler bin, bitteschön.
Nebenbei: Merkwürdig, daß unsere zwei bewaffneten Moralapostel anscheinend die Kirche nicht brauchen.
"Dies ist eine wahre Geschichte: Es gab ein atheistisches Ehepaar, das ein Kind hatte. Sie erzählten ihrer Tochter nie von Jesus Christus. Als das Mädchen 5 war, stritten sich die Eltern heftig. Der Vater erschoss vor den Augen des Kindes erst die Mutter und dann sich selbst. Das Kind wurde darauf zu Pflegeeltern gegeben. Die neue Mutter war Christin und nahm das Mädchen mit in die Kirche. Die Pflegemutter erzählte der Leiterin der Sonntagsschule, dass das Mädchen noch nie etwas von Jesus gehört hatte, und bat sie Geduld mit ihr zu haben. Eines Sonntags hielt die Leiterin ein Bild von Jesus hoch und fragte: “Weiß einer von euch, wer das ist?” Das kleine Mädchen hob die Hand und sagte: “Ich! Das ist der Mann, der mich in der Nacht, als meine Eltern starben, gehalten hat!!”"
1.) Geschichten, die mit "Dies ist eine wahre Geschichte" beginnen, wecken den Skeptiker in mir.
2.) Dramatische, schöne Geschichte.
"Wenn du glaubst, dass das Mädchen die Wahrheit gesagt hat und das, obwohl sie nie von Jesus gehört hatte, ER sie dennoch an jenem Abend gehalten hat, dann wirst du sicherlich diese Mail an so viele Freunde wie möglich weiterleiten! Du kannst sie aber auch löschen, als hätte dich die Geschichte nie berührt!"
Jetzt erzähle ich mal eine Geschichte: Klein Philipp (gut, Pubertier-Philipp) ging einst durch die Straßen des schönen Zehlendorfes und wurde von einem hübschen Mädchen an einem Infostand um eine kleine Umfrage gebeten. Ein hübsches Mädchen hat einen großen Einfluß auf die Hormone eines Pubertierenden, weshalb er sich natürlich zu der Umfrage bereit erklärte. Die erste Frage war eine Multiple-Choice-Frage, wie viel der Staat jährlich für Behinderte ausgeben würde. Es kam raus, daß das die als Minimum angegebene Zahl war. Ich wurde gefragt, ob ich das nicht zu wenig finde, ich meinte ja. Weiter wurde ich gefragt, ob ich, wenn ich die Möglichkeit hätte, Behinderten helfen würde, worauf ich natürlich (nicht nur wegen der Hormone) mit ja antwortete. Schließlich flötete das Mädchen "Dazu haben Sie jetzt die Möglichkeit, denn Sie können hier unterschreiben, um montatlich so und so viel an das Behindertenwerk sowieso zu spenden" Ich hatte mir unter Hilfe und Möglichkeit etwas anderes vorgestellt. Na ja.
Ich werde diese Mail an NIEMANDEN weiterleiten. Vielleicht werde ich die Geschichte dem einen oder anderen erzählen. Aber ob diese Geschichte nun unglaublich viele Atheisten retten wird - ich weiß nicht. Dazu war ich zu lang Atheist. (na ja, so lang war ichs nicht, aber lang genug, um zu wissen, daß man nicht durch eine schöne Geschichte über ein Mädchen, was sich von Jesus gerettet fühlt, ins Grübeln kommt).
Kleiner Tipp: Vorleben, guter Freund sein und von seinem Glauben reden kann schon was bewirken! Ich möchte ja eigentlich noch öfter mal Freunde von mir in stille Kirchen mitnehmen, denn ich denke, daß ein Kirchenbesuch weitaus mehr als meine Worte oder eine schöne Geschichte bewirken können.
"Merkwürdig, wie leicht es Menschen fällt, Gott einfach in den Papierkorb zu schieben!"
Ja, noch merkwürdiger, daß ich das alles überhaupt kommentiere! Was soll dann noch dieser letzte Satz? Ist das nun ein Kettenbrief?
Ich wußte wirklich nicht, daß man die Strategien der Bertelsmann-Vertreter nutzen sollte, um zu missionieren.
Aber keine Angst: Diese Mail kommt nicht in den Papierkorb: Sie wird angeprangert.
Mittwoch, März 19, 2008
Dienstag, März 18, 2008
Zwietracht
Kurz: Bitte betet doch mal für meine kleine Family. Was den Haussegen betrifft, der hängt nicht schief, sondern liegt z.Zt. eher auf dem Boden.
FingO, der langsam ein schlechtes Gewissen (aber viele Ideen!) hat, was den Postmangel in diesem Weblog betrifft. Ich hab halt viel zu tun und bin extrem faul :P Aber falls ihr fragt: Wenn man von obiger Gebetsbitte und einigen zusätzlichen Kilos auf meinen Rippen absieht (langsam werden es viele!), geht es mir echt gut.
FingO, der langsam ein schlechtes Gewissen (aber viele Ideen!) hat, was den Postmangel in diesem Weblog betrifft. Ich hab halt viel zu tun und bin extrem faul :P Aber falls ihr fragt: Wenn man von obiger Gebetsbitte und einigen zusätzlichen Kilos auf meinen Rippen absieht (langsam werden es viele!), geht es mir echt gut.
Montag, März 17, 2008
Lá Fhéile Pádraig sona daoibh

Ich werde leider heute ordentlich arbeiten müssen, aber vllt wird der eine oder andere ein Guinness trinken, The dubliners oder The Wolfe Tones hören, mitsingen, in einen irish Pub gehen....
Jedenfalls einen schönen St. Patricks Day!
Deshalb für alle zum mitsingen ein schönes irisches Lied:
Let the people sing their stories and their songs
And the music of their native land
Their lullabies and battlecries and songs of hope and joy
So join us hand in hand
All across this ancient land
Throughout the test of time
It was music that kept their spirits free
Those songs of yours and of mine
Ireland, land of song,
Your music lives forever
In its valleys, in its mountains,
In its hills and in its glens.
Our music did survive
Through famine and oppression.
To the generations gone,
I'll sing for you this song.
Freitag, März 07, 2008
Nonsense
Au Kacke.
Ehrlich gesagt, finde ich es nicht schlecht, mal für eine Woche auf seine Sprache zu achten. Aber ob es gut ist, das von Rechts wegen verpflichtend festzulegen weiß ich nicht.
Amüsante Idee trotzdem. Erinnert an die Simpsons-Folge, wo Homer für jeden Kraftausdruck was in die Familienkasse zahlen muß.
Oder an Demolition Man. Toller Film, btw.
Ehrlich gesagt, finde ich es nicht schlecht, mal für eine Woche auf seine Sprache zu achten. Aber ob es gut ist, das von Rechts wegen verpflichtend festzulegen weiß ich nicht.
Amüsante Idee trotzdem. Erinnert an die Simpsons-Folge, wo Homer für jeden Kraftausdruck was in die Familienkasse zahlen muß.
Oder an Demolition Man. Toller Film, btw.
Freitag, Februar 01, 2008
Memes. Memes, Memes...I/II
Ok, Faschingszeit ist Meme-time oder so. Jedenfalls fand ich auf Intelligam ein schönes Stöckchen - ich stimme übrigens Scipio beim Streit zw. Stöckchen und Meme zu - und ein solches nicht mitder schönes wurde mir von Fono zugeworfen. Als Mann der Wissenschaft biete ich natürlich erst Brainfood und dann was fürs Auge und so werde ich Scipio zuerst antworten:
1. Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?
Oh, wie schon mal gesagt, gibt es im Katholischen da so ein paar Verdächtige, nämlich Mosebach, Kuby und Badde. Mit "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" kann man mich auch jagen, sogar noch viel, viel weiter als mit den drei vorher genannten.
In Sachen Science Fiction kann mich Asimov und Heinlein einfach nicht begeistern. Vielleicht bin ich aber auch einfach mehr die Fantasy-Nudel... who knows...
2. Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?
Oh, Roland, der letzte der Revolvermänner, Fingolfin (most proud and valiant of the Elves) und ähhh..... Cthulu? Um einen interessanten Kampf Roland + Fingolfin vs. Cthuluh zu sehen? Hey, das sind fiktive Charaktere und das ist meine Illusion!
Ich bin ziemlich seltsam....
Na, ersetzen wir Cthulu durch O Dae Su und wir haben drei der tragischsten Helden versammelt. Wofür man sie versammeln soll? Keine Ahnung.
3. (Um ganz schamlos eine Idee aus Jasper Ffordes Thursday Next-Romanen zu verwenden): Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?
Muß es ein Roman sein? Wenn nicht, dann laßt mich mit einer EU-Richtlinie in der Hand zugrunde gehen!
Wenn Roman, dann Kafka - Das Schloß
4. Gib's zu, wir haben es doch alle schon gemacht! Bei welchem Buch hast Du angedeutet or vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?
Öh. Vllt hatte man den Eindruck, ich hätte die Bibel mal gesamt gelesen? Hab ich nicht, jedenfalls nicht am Stück.
5. Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?
Stephen King - Der Dunkle Turm. Anspruchsvoll, Spannend, Traurig, abgefahren, philosophisch... wohl der erste Fantasy-Science-Fiction-Horror-Western-Epos.
6. Die gute Fee kommt und gewährt Dir einen Wunsch: Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?
Darf ich zwei wählen? Quenya und Chuck.
7. Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst - bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?
Wie jetzt: Ich muß es im Jahr vollständig durchlesen oder ich muß in jedem Jahr zumindest drin etwas lesen? Wenn ersteres, dann Meine Liebe Fibel (mein erstes Lesebuch!), wenn letzteres, dann die Complete History of Middle-Earth.
8. Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?
Catholics Guide to good living auf jeden Fall!
9. Die gute Fee kommt noch einmal vorbei - Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke? Ruhig drauflos gewünscht!
Ok, ein Grundstock wäre (es wird jedoch nur erwähnt, was ich noch brauche):
Bibliothek der Kirchenväter
Dokumente des 2.Vatikanums
Das Stundenbuch
Ratzinger - Gesammelte Werke
Juan de la + - Alles
Tolkien - Gesammelte Werke
Pratchett - Alles betreffs der Scheibenwelt
Die Old Boy Comic-Reihe
Spiderman - Alles (Vor allem die Venom-Bände)
Ghost Rider - Alles
Kittel - Festkörperphysik
Kopitzki - Festkörperphysik
Haken,Wolf - Atom- & Quantenphysik, Molekülphysik & Quantenchemie
SFB 450 - Analysis & Control of Ultrafast photoinduced Reactions
div. betreffs Harmonielehre und Musikproduktion/Klangerzeugung am PC
Das können alles, der Lesbarkeit zuliebe, durchaus Taschenbücher sein. Solange sie nicht auseinander fallen...
Gut, nun kommen wir zu fono:
Meine Fünf cineastischen Traumfrauen? Da bin ich, zugegeben, recht simpel gestrickt, also:
1.) Catherine Zeta - Jones

Es gibt wenige Frauen, für die ich töten könnte... na ja, das kann ich hier auch nicht... aber wenn diese wundrschöne Frau mit ihrer nicht minder erotischen Stimme mich um was bitten würde, würde ich vllt doch schwach werden. (Scheiß Waffen einer Frau)
2.) Sophie Marceau

Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht ,was genau mir an ihr so gefällt... vielleicht sind es ihre Augen, whaever
3.) Audrey Hepurn

Klassiker, oder?
4.) A propos Audrey, irgendwie muß hier auch Sherilyn Fenn Erwähnung finden

Die zweitschönste in Twin Peaks
5.) Und deshalb hier nochmal die Schönste:

Wobei ich sagen muß, daß sie mir eigentlich nur als Annie Blackburn in Twin Peaks so gefallen hat. Da hab ich mich fast in sie verliebt :)
Nun mag man die Stirn haben und sich fragen "Wieso I/II?" Ist das ein der St. Dymphna gerecht werdenden Dada? Nein, ich bereite grad ein Meme vor, aber hab hier im Labor nicht die Zeit dazu. Kommt ergo noch.
1. Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?
Oh, wie schon mal gesagt, gibt es im Katholischen da so ein paar Verdächtige, nämlich Mosebach, Kuby und Badde. Mit "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" kann man mich auch jagen, sogar noch viel, viel weiter als mit den drei vorher genannten.
In Sachen Science Fiction kann mich Asimov und Heinlein einfach nicht begeistern. Vielleicht bin ich aber auch einfach mehr die Fantasy-Nudel... who knows...
2. Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?
Oh, Roland, der letzte der Revolvermänner, Fingolfin (most proud and valiant of the Elves) und ähhh..... Cthulu? Um einen interessanten Kampf Roland + Fingolfin vs. Cthuluh zu sehen? Hey, das sind fiktive Charaktere und das ist meine Illusion!
Ich bin ziemlich seltsam....
Na, ersetzen wir Cthulu durch O Dae Su und wir haben drei der tragischsten Helden versammelt. Wofür man sie versammeln soll? Keine Ahnung.
3. (Um ganz schamlos eine Idee aus Jasper Ffordes Thursday Next-Romanen zu verwenden): Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?
Muß es ein Roman sein? Wenn nicht, dann laßt mich mit einer EU-Richtlinie in der Hand zugrunde gehen!
Wenn Roman, dann Kafka - Das Schloß
4. Gib's zu, wir haben es doch alle schon gemacht! Bei welchem Buch hast Du angedeutet or vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?
Öh. Vllt hatte man den Eindruck, ich hätte die Bibel mal gesamt gelesen? Hab ich nicht, jedenfalls nicht am Stück.
5. Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?
Stephen King - Der Dunkle Turm. Anspruchsvoll, Spannend, Traurig, abgefahren, philosophisch... wohl der erste Fantasy-Science-Fiction-Horror-Western-Epos.
6. Die gute Fee kommt und gewährt Dir einen Wunsch: Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?
Darf ich zwei wählen? Quenya und Chuck.
7. Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst - bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?
Wie jetzt: Ich muß es im Jahr vollständig durchlesen oder ich muß in jedem Jahr zumindest drin etwas lesen? Wenn ersteres, dann Meine Liebe Fibel (mein erstes Lesebuch!), wenn letzteres, dann die Complete History of Middle-Earth.
8. Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?
Catholics Guide to good living auf jeden Fall!
9. Die gute Fee kommt noch einmal vorbei - Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke? Ruhig drauflos gewünscht!
Ok, ein Grundstock wäre (es wird jedoch nur erwähnt, was ich noch brauche):
Bibliothek der Kirchenväter
Dokumente des 2.Vatikanums
Das Stundenbuch
Ratzinger - Gesammelte Werke
Juan de la + - Alles
Tolkien - Gesammelte Werke
Pratchett - Alles betreffs der Scheibenwelt
Die Old Boy Comic-Reihe
Spiderman - Alles (Vor allem die Venom-Bände)
Ghost Rider - Alles
Kittel - Festkörperphysik
Kopitzki - Festkörperphysik
Haken,Wolf - Atom- & Quantenphysik, Molekülphysik & Quantenchemie
SFB 450 - Analysis & Control of Ultrafast photoinduced Reactions
div. betreffs Harmonielehre und Musikproduktion/Klangerzeugung am PC
Das können alles, der Lesbarkeit zuliebe, durchaus Taschenbücher sein. Solange sie nicht auseinander fallen...
Gut, nun kommen wir zu fono:
Meine Fünf cineastischen Traumfrauen? Da bin ich, zugegeben, recht simpel gestrickt, also:
1.) Catherine Zeta - Jones

Es gibt wenige Frauen, für die ich töten könnte... na ja, das kann ich hier auch nicht... aber wenn diese wundrschöne Frau mit ihrer nicht minder erotischen Stimme mich um was bitten würde, würde ich vllt doch schwach werden. (Scheiß Waffen einer Frau)
2.) Sophie Marceau

Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht ,was genau mir an ihr so gefällt... vielleicht sind es ihre Augen, whaever
3.) Audrey Hepurn
Klassiker, oder?
4.) A propos Audrey, irgendwie muß hier auch Sherilyn Fenn Erwähnung finden

Die zweitschönste in Twin Peaks
5.) Und deshalb hier nochmal die Schönste:

Wobei ich sagen muß, daß sie mir eigentlich nur als Annie Blackburn in Twin Peaks so gefallen hat. Da hab ich mich fast in sie verliebt :)
Nun mag man die Stirn haben und sich fragen "Wieso I/II?" Ist das ein der St. Dymphna gerecht werdenden Dada? Nein, ich bereite grad ein Meme vor, aber hab hier im Labor nicht die Zeit dazu. Kommt ergo noch.
Mittwoch, Januar 30, 2008
Portemonnaies aus Kassetten und anderes Neues
Jaja, hier bin ich wieder, sitz in meinem SFG-Labor - nun, eigentlich stehe ich eher - und dachte, geb ich mal wieder was von mir zum Besten.
Erstmal zwei Nerdige News:
Vielleicht braucht der eine oder andere ein Portemonnaie. Vielleicht ist es aber auch nur so, daß man die alten Mixtapes nicht vollständig wegschmeißen will - schließlich war das das Tape, was Dir der erste Freund/die erste Freundin überspielt hat. Aber der Sound ist muchtig oder das Band gerissen. Was also ist bei einem solch schweren Problem zu tun? Kann man irgendwie den Erinnerungswert erhalten trotz der zerstörten Audio-Information?
Man kann! HURRA!
Wenn vorher die Lieder in der Kassettenhülle waren, die Dir bzw. dem Liebenden lieb und teuer waren, sind nun die ebenfalls lieb und teuer gewonnen Geldscheine dort vorzufinden:

Man bestaune die Schönheit des vergangenen!
Ernsthaft: Ich überlege, ob ich mir oder einem Freund so eine Börse bastel, wenn auch eher aus Verarschung...
Ach ja, die Anleitung findet ihr hier.
Die Frage ist jedoch, wann ich dazu kommen werde. Nicht wegen der Arbeit, nach der Arbeit könnte ich an einem Abend so ne Kassette zusammenbasteln. Viel schlimmer ist, daß ich süchtig nach meinem neuen Spielzeug bin, nämlich einer Programmiersprache, die für synthetische Klangerzeugung geschaffen ist und Spaß macht! Punkt ist erstens, daß sie einen ganzen Rucksack von Klang- und Effektgeneratoren enthält, die "Konstruktion" von Klängen ziemlich an modulare Synthesizer erinnert und daß die Sprache "on the fly"-programming unterstützt, will heißen, daß man in eine im Hintergrund laufende Virtual machine in Echtzeit ständig neue Programme/modifizierte Programme laden kann.
Daß im Dunstkreis dieser Programmiersprache noch zwei ganz interessante IDE's (wovon jedoch die eine nicht die stabilste ist) und ein Klanganalyseprogramm mitgeliefert werden, rundet die Sache nur ab.
Ach ja, und wenn ich die Sprage ganz gut kann, kann ich mich immer noch an die auch sehr, sehr interessanten Programme Super Collider und Pure Data ranmachen. Schon allein, weil die auch Freeware sind :)
Sodele, kommen wir nun zu etwas völlig anderen. Dieser Blog ist von der Konzeption her religiös. Ic habe jedoch kein schlechtes Gewissen, immer wieder auch weltlichen Themen einen großen Raum zu öffnen, denn wenn dieser Blog ein missionarischen Plan hat (ich weiß nicht, ob er den hat), dann, daß man das ,was uns Christen ausmacht, sieht: Wir Christen sind, auch wenn unser Ziel nicht in dieser Welt ist, keine Außerirdischen, wir leben in dieser Welt, kennen sie gut und erfreuen uns an ihr, auch wenn wir wissen, daß sie nicht der Weisheit und Freude letzter Schluß ist.
Da jedoch der Blog ein an sich religiöser Blog ist ,wollte ich doch noch am Ende Gedanken Posten ,die mir beim Lesen des genialen Buches Die Religionen und das Heilige von Mircea Eliade kamen.
Ich bin da noch ziemlich am Beginn und komme langsam voran. Jedenfalls widmet er den uranischen Himmelsgottheiten, d.h. den transzendenten Himmelsgottheiten in den "primitiven" Religionen. Es ist sehr interessant ,wie er festhält, daß sehr sehr viele der religiösen Vorstellungen in Naturvölkern erstens einen Gott über den Göttern/Geistern etc. kennen (wenn auch freilich nicht alle) und daß bei vielen unterschiedlichen Kulturen immer wieder eine Variation eines Urmythos auftritt: Dass nämlich zu Beginn/vor langer Zeit dieser Gott zu den Menschen mehr Kontakt hatte, bspw. unter ihnen wandelte, die Menschen aber böse wurden und er sich von ihnen abwandte. So spielt die Himmelsgottheit in vielen dieser "primitiven" Religionen nur noch eine untergeordnete Rolle und man ruft ihn nur in Notfällen an (bspw.).
Ich finde es interessant, wie in den Mythen dieser "Wilden", "Primitiven" eine wichtige Glaubenswahrheit enthalten ist., daß wir uns nämlich durch die Sünde von Gott entfernt haben. In der Hinsicht muß es, wenn die Mission im christlichen Geist stattfindet, doch so sein, daß viele Anghänger aus diesen Religionen im Christentum den zurückgekehrten Himmelsgott sehen könnten, daß sie sehen könnten, daß Gott sich nicht mehr zurückgezogen hat.
Ich jedenfalls fands interessant.
Vielleicht werde ich heute das Meme machen, was scipio auf seiner Seite hat.... mal gucken.
Erstmal zwei Nerdige News:
Vielleicht braucht der eine oder andere ein Portemonnaie. Vielleicht ist es aber auch nur so, daß man die alten Mixtapes nicht vollständig wegschmeißen will - schließlich war das das Tape, was Dir der erste Freund/die erste Freundin überspielt hat. Aber der Sound ist muchtig oder das Band gerissen. Was also ist bei einem solch schweren Problem zu tun? Kann man irgendwie den Erinnerungswert erhalten trotz der zerstörten Audio-Information?
Man kann! HURRA!
Wenn vorher die Lieder in der Kassettenhülle waren, die Dir bzw. dem Liebenden lieb und teuer waren, sind nun die ebenfalls lieb und teuer gewonnen Geldscheine dort vorzufinden:

Man bestaune die Schönheit des vergangenen!
Ernsthaft: Ich überlege, ob ich mir oder einem Freund so eine Börse bastel, wenn auch eher aus Verarschung...
Ach ja, die Anleitung findet ihr hier.
Die Frage ist jedoch, wann ich dazu kommen werde. Nicht wegen der Arbeit, nach der Arbeit könnte ich an einem Abend so ne Kassette zusammenbasteln. Viel schlimmer ist, daß ich süchtig nach meinem neuen Spielzeug bin, nämlich einer Programmiersprache, die für synthetische Klangerzeugung geschaffen ist und Spaß macht! Punkt ist erstens, daß sie einen ganzen Rucksack von Klang- und Effektgeneratoren enthält, die "Konstruktion" von Klängen ziemlich an modulare Synthesizer erinnert und daß die Sprache "on the fly"-programming unterstützt, will heißen, daß man in eine im Hintergrund laufende Virtual machine in Echtzeit ständig neue Programme/modifizierte Programme laden kann.
Daß im Dunstkreis dieser Programmiersprache noch zwei ganz interessante IDE's (wovon jedoch die eine nicht die stabilste ist) und ein Klanganalyseprogramm mitgeliefert werden, rundet die Sache nur ab.
Ach ja, und wenn ich die Sprage ganz gut kann, kann ich mich immer noch an die auch sehr, sehr interessanten Programme Super Collider und Pure Data ranmachen. Schon allein, weil die auch Freeware sind :)
Sodele, kommen wir nun zu etwas völlig anderen. Dieser Blog ist von der Konzeption her religiös. Ic habe jedoch kein schlechtes Gewissen, immer wieder auch weltlichen Themen einen großen Raum zu öffnen, denn wenn dieser Blog ein missionarischen Plan hat (ich weiß nicht, ob er den hat), dann, daß man das ,was uns Christen ausmacht, sieht: Wir Christen sind, auch wenn unser Ziel nicht in dieser Welt ist, keine Außerirdischen, wir leben in dieser Welt, kennen sie gut und erfreuen uns an ihr, auch wenn wir wissen, daß sie nicht der Weisheit und Freude letzter Schluß ist.
Da jedoch der Blog ein an sich religiöser Blog ist ,wollte ich doch noch am Ende Gedanken Posten ,die mir beim Lesen des genialen Buches Die Religionen und das Heilige von Mircea Eliade kamen.
Ich bin da noch ziemlich am Beginn und komme langsam voran. Jedenfalls widmet er den uranischen Himmelsgottheiten, d.h. den transzendenten Himmelsgottheiten in den "primitiven" Religionen. Es ist sehr interessant ,wie er festhält, daß sehr sehr viele der religiösen Vorstellungen in Naturvölkern erstens einen Gott über den Göttern/Geistern etc. kennen (wenn auch freilich nicht alle) und daß bei vielen unterschiedlichen Kulturen immer wieder eine Variation eines Urmythos auftritt: Dass nämlich zu Beginn/vor langer Zeit dieser Gott zu den Menschen mehr Kontakt hatte, bspw. unter ihnen wandelte, die Menschen aber böse wurden und er sich von ihnen abwandte. So spielt die Himmelsgottheit in vielen dieser "primitiven" Religionen nur noch eine untergeordnete Rolle und man ruft ihn nur in Notfällen an (bspw.).
Ich finde es interessant, wie in den Mythen dieser "Wilden", "Primitiven" eine wichtige Glaubenswahrheit enthalten ist., daß wir uns nämlich durch die Sünde von Gott entfernt haben. In der Hinsicht muß es, wenn die Mission im christlichen Geist stattfindet, doch so sein, daß viele Anghänger aus diesen Religionen im Christentum den zurückgekehrten Himmelsgott sehen könnten, daß sie sehen könnten, daß Gott sich nicht mehr zurückgezogen hat.
Ich jedenfalls fands interessant.
Vielleicht werde ich heute das Meme machen, was scipio auf seiner Seite hat.... mal gucken.
Freitag, Januar 25, 2008
Antarktis
Da mir grad nichts so schreibenswertes einfällt und ich als PhD so langsam mich immer mehr mit dem Gedanken des Nerd-Seins anfreunden kann, da ich im Hintergrund gerade Dagda Mor höre, Musik, die primär aus eisigen Winden zu bestehen scheint, und, ich auf Nerdling etwas rumsurfte, dachte sich Gott, daß man die Leibe für Kälte und Nerdtum miteinander doch verbinden könnte und ich fand folgendes Web-Tagebuch über einen Forschungsaufenthalt in der Antarktis .
Das ist schon lang, lang ein Traum von mir gewesen und ich kann den Schreiberling nur um seinen Aufenthalt beneiden. Ich hoffe und bete immer noch, auch wenn die momentane Arbeit mich niemals an das südliche Ende der Welt führen würde, daß ich irgendwie doch noch mal darunter komme. Irgendwie sind dort so viele Dinge so reizvoll.... nicht nur die ewige Kälte, sondern vor allem der Gedanke, daß das der einzige nicht wirklich von Menschen bewohnte Ort ist... das ist alles echt interessant. Daß auf Südgeorgien letztlich eine wirkliche Geisterstadt steht (ok, zwei Leute wohnen dort) macht die Sache für mich noch attraktiver.
Vielleicht ist das eine Art, wie ich mein Leben verbringen könnte: Einsiedler für Gott, seine Schöpfung und die Forschung werden. Jedenfalls - interessant wärs.... andererseits sind Menschen schon auch tolle Gesellschaft! Na ja, der Herr wird mich schon leiten.
Jedenfalls beginne ich mich, für das Leben als Physiknerd zu begeistern. Sicherlich, zehn und mehr Stunden im Labor verbringen, wie es in der letzten Woche drei mal vorkam, ist verdammt anstrengend und noch nicht mal das Ende der Fahnenstange. Ich hab jetzt schon vor wirklich krassen Meßzeiten Angst... aber andererseits betritt man mit jedem Tag eine Welt, in der es so viel zu entdecken und zi lernen gibt. Da ist die Oberflächenphysik, ein großes, sehr interessantes Gebiet der Physik, daß für mich noch vollkommenes Neuland ist. Und daß es in sich hat - wie hat Wolfgang Pauli gesagt? " God made solids, but surfaces were the work of the devil" Der Punkt ist hier, daß bei der Oberflächenphysik wir uns im Bereich der Grenzflächen bewegen. Plump ausgedrückt: einen unendlich ausgedehnten Festkörper kann man ganz gut beschreiben. Ein großes Vakuum auch. Was aber, wenn man einen (wie es in der Realität ja vorkommt) endlich ausgedehnten Festkörper hat, der im Vakuum ist? Nun will man eine Schicht untersuchen, die in Wechselwirkung mit dem Vakuum steht, und das theoretisch zu formulieren ist verdammt schwer. Aber freakin interessant.
Doch da ist noch mehr zu entdecken; ich arbeite an einem Aufbau mit einem Laser, der Femtosekundenpulse emittiert und einer Vakuumkammer, die einen Druck von 10^-11 mbar erreicht. Daß diese beiden Vehikel etwas komplexer sind, ist klar, und es ist wirklich interessant, nach und nach alle versteckten Tricks in ihrer Bedienung herauszufinden.
Oh, und wer an Geisterstädten interessiert ist Hier ist ein wikipediaprojekt bzgl dieser.
Und feiert mich! Ich habe es nun endlich geschafft, die Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zu beantragen!
Na ja, ich muß gestehen, daß machte ich vor allem aus zwei Gründen endlich mal:
1.) Es ist vllt für einen Wissenschaftler nicht das schlechteste, über die aktuellen Entwicklungen allg. in der Physik auf dem laufenden gehalten zu werden. Und da mal nach dem Studium über eine zufriedenstellende Allgemeinbildung verfügt, denke ich mal, daß es jetzt mehr bringt, das Physik-Journal zu lesen als im ersten Semester.
2.) Falls die Universität den Besuch der DPG-Tagung nicht ohnehin bezahlt, würde ich als Mitglied der DPG eine Bonifikation erhalten.
Da fällt mir ein, daß ich alter Internet-Junkie mir noch einen Bookmark-Folder für wissenschaftliche Links einrichten muß...
Das war jetzt alles etwas chaotisch, aber ich denke, es vielleicht gefällt dem einen oder anderen, mal einen Schwank aus meinem Leben zu hören.
Ich mein: es ist besser, als mal wieder über übertriebene Befürworter des Alten Ritus zu meckern! (Dafür hab ich doch jetzt einen Tritt in den Hintern verdient - bis zum Ende konnte ich es lassen und nun doch noch!)
Das ist schon lang, lang ein Traum von mir gewesen und ich kann den Schreiberling nur um seinen Aufenthalt beneiden. Ich hoffe und bete immer noch, auch wenn die momentane Arbeit mich niemals an das südliche Ende der Welt führen würde, daß ich irgendwie doch noch mal darunter komme. Irgendwie sind dort so viele Dinge so reizvoll.... nicht nur die ewige Kälte, sondern vor allem der Gedanke, daß das der einzige nicht wirklich von Menschen bewohnte Ort ist... das ist alles echt interessant. Daß auf Südgeorgien letztlich eine wirkliche Geisterstadt steht (ok, zwei Leute wohnen dort) macht die Sache für mich noch attraktiver.
Vielleicht ist das eine Art, wie ich mein Leben verbringen könnte: Einsiedler für Gott, seine Schöpfung und die Forschung werden. Jedenfalls - interessant wärs.... andererseits sind Menschen schon auch tolle Gesellschaft! Na ja, der Herr wird mich schon leiten.
Jedenfalls beginne ich mich, für das Leben als Physiknerd zu begeistern. Sicherlich, zehn und mehr Stunden im Labor verbringen, wie es in der letzten Woche drei mal vorkam, ist verdammt anstrengend und noch nicht mal das Ende der Fahnenstange. Ich hab jetzt schon vor wirklich krassen Meßzeiten Angst... aber andererseits betritt man mit jedem Tag eine Welt, in der es so viel zu entdecken und zi lernen gibt. Da ist die Oberflächenphysik, ein großes, sehr interessantes Gebiet der Physik, daß für mich noch vollkommenes Neuland ist. Und daß es in sich hat - wie hat Wolfgang Pauli gesagt? " God made solids, but surfaces were the work of the devil" Der Punkt ist hier, daß bei der Oberflächenphysik wir uns im Bereich der Grenzflächen bewegen. Plump ausgedrückt: einen unendlich ausgedehnten Festkörper kann man ganz gut beschreiben. Ein großes Vakuum auch. Was aber, wenn man einen (wie es in der Realität ja vorkommt) endlich ausgedehnten Festkörper hat, der im Vakuum ist? Nun will man eine Schicht untersuchen, die in Wechselwirkung mit dem Vakuum steht, und das theoretisch zu formulieren ist verdammt schwer. Aber freakin interessant.
Doch da ist noch mehr zu entdecken; ich arbeite an einem Aufbau mit einem Laser, der Femtosekundenpulse emittiert und einer Vakuumkammer, die einen Druck von 10^-11 mbar erreicht. Daß diese beiden Vehikel etwas komplexer sind, ist klar, und es ist wirklich interessant, nach und nach alle versteckten Tricks in ihrer Bedienung herauszufinden.
Oh, und wer an Geisterstädten interessiert ist Hier ist ein wikipediaprojekt bzgl dieser.
Und feiert mich! Ich habe es nun endlich geschafft, die Mitgliedschaft bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zu beantragen!
Na ja, ich muß gestehen, daß machte ich vor allem aus zwei Gründen endlich mal:
1.) Es ist vllt für einen Wissenschaftler nicht das schlechteste, über die aktuellen Entwicklungen allg. in der Physik auf dem laufenden gehalten zu werden. Und da mal nach dem Studium über eine zufriedenstellende Allgemeinbildung verfügt, denke ich mal, daß es jetzt mehr bringt, das Physik-Journal zu lesen als im ersten Semester.
2.) Falls die Universität den Besuch der DPG-Tagung nicht ohnehin bezahlt, würde ich als Mitglied der DPG eine Bonifikation erhalten.
Da fällt mir ein, daß ich alter Internet-Junkie mir noch einen Bookmark-Folder für wissenschaftliche Links einrichten muß...
Das war jetzt alles etwas chaotisch, aber ich denke, es vielleicht gefällt dem einen oder anderen, mal einen Schwank aus meinem Leben zu hören.
Ich mein: es ist besser, als mal wieder über übertriebene Befürworter des Alten Ritus zu meckern! (Dafür hab ich doch jetzt einen Tritt in den Hintern verdient - bis zum Ende konnte ich es lassen und nun doch noch!)
Montag, Januar 21, 2008
Artikel über christliche Popmusik etc.
Mal etwas Eigenwerbung: Auf Erziehungstrends.de habe ich vor über einem Jahr einst eine Reihe über moderne christliche Musik angefangen, die nun vor einigen Tagen ihr verdientes Ende fand.
Wer sich für die Artikel interessiert, klicke:
Rocken im Zeichen des Kreuzes
Jeder Christ ein Gitarrist? - Neues geistliches Lied und Lobpreis
"Invert the inverted cross" – Metal für Christus
Dont haffi dread - Reggae im Zeichen des Kreuzes
I'm gonna inherit the earth cause I'm righteous and meek - Katholischer Hip Hop
Ich persönlich bin mit der Serie zufrieden, auch wenn ich speziell den zweiten Artikel in der Rückschau nicht bestens recherchiert halte. Wer einen groben Überblick haben will oder gar etwas extremeren christlichen Metal hören will, ist, denk ich, schon allein durch die Links in den Artikeln gut bedient.
Wer sich für die Artikel interessiert, klicke:
Rocken im Zeichen des Kreuzes
Jeder Christ ein Gitarrist? - Neues geistliches Lied und Lobpreis
"Invert the inverted cross" – Metal für Christus
Dont haffi dread - Reggae im Zeichen des Kreuzes
I'm gonna inherit the earth cause I'm righteous and meek - Katholischer Hip Hop
Ich persönlich bin mit der Serie zufrieden, auch wenn ich speziell den zweiten Artikel in der Rückschau nicht bestens recherchiert halte. Wer einen groben Überblick haben will oder gar etwas extremeren christlichen Metal hören will, ist, denk ich, schon allein durch die Links in den Artikeln gut bedient.
Freitag, Januar 11, 2008
Einiges aus Berlin
- Vor kurzem sah ich beim guten alten scipio folgendes Bild, was er bei Curt Jester gefunden hat:

Eigentlich hätte ich es da kommentieren können, aber ich wollte generell was betreffs einer Sache aufschreiben.
Ok, ich denke, daß es klar ist, daß es auf diesem Planeten immer wieder Menschen geben wird, die auf den ersten - und manchmal sogar noch auf den zehnten - Blick dümmer und sogar ferner von Gott erscheinen als unsereins. Es wird noch schlimmer: Das gilt anscheinend nicht nur für Laien, sondern auch für Priester und Bischöfe. Das kann nicht nur deprimierend sein, das ist natürlich deprimierend, wenn gerade aus dem Episkopat eine Gute, Heilige Sache unterdrückt wird. Am Rand bekam ich das mit, als jemand vom Opus Dei - übrigens erst nach Nachfrage - davon erzählte, wie sich Bistümer, dessen Bischöfe Jesuiten sind, der Arbeit des Opus Dei entgegenstellen. Konkreter bekomme ich das bei einem Schulprojekt im Berliner Umland mit, wo sich unser Erzbischof nicht gerade immer kooperativ verhält.
Was jedoch interessanter ist, als menschliches und christliches Unvermögen im Episkopat auszumachen, ist, die Reaktion der Leute des Opus Dei, die ich kenne, darauf zu sehen: Bischöfe bleiben Bischöfe, über die man mit Respekt redet (wenn schon der Gründer über Priester sagt, daß sie immer ein zweiter Christus sind, wie sehr gilt das für die Menschen, denen die Fülle des Weihesakrament gespendet wurde!). Und überhaupt bleibt bei ihnen das präsent, was der Hl. Franz von Sales über die üble Nachrede schrieb. Daß man nämlich selbst über einen öffentlichen Sünder, wenn man als Christ dazu aufgerufen ist, Stellung zu beziehen, im Geist der Liebe sprechen soll. Ich sage nicht, daß man dem immer folgen muß, noch weniger mache ich scipio jetzt einen Vorwurf. Aber mir fällt mit etwas Sorge (nicht mit brennender Sorge) auf, daß immer mehr Menschen sich im Geist des Katholizismus im Ton vergreifen - nicht zuletzt zu oft ich selbst. Herrscht dann nicht eine Unausgewogenheit zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten?
Es ist vollkommen in Ordnung, mit dem Finger auf Mißstände zu zeigen, sie zu kritisieren, aber manchmal scheint man zwischen Sünde und Sünder nicht mehr unterscheiden zu wollen, was mich etwas mit Besorgnis erfüllt. Das fiel mir auch bei mancher Berichterstattung betreffs des Generalkapitels der Jesuiten auf (da muß ich übrigens scipio loben!), die manchmal arg ins polemische abrutschte. Noch mehr fiel mir das schon bei den Neokatechumenalen auf, wo sich manche durchaus guten Katholiken genötigt sahen, ausfallend und beleidigend einer Dame vom Neokatechumenat gegenüber zu werden, weil dieser Weg angeblich nicht über eine gute Eucharistische Frömmigkeit verfügt (ich finde ihre Sicht der Eucharistie auch falsch und begrüßte das Schreiben aus Rom an sie, aber das gab und gibt mir nicht das Recht, den Menschen dieses Weges, die oft in Sachen Mission weitaus mehr als ich geleistet haben, den Glauben abzusprechen).
Nur so nebenbei... Bei aller meinetwegen auch berechtigten Kritik am Episkopat, sollte man doch zwei Dinge nicht vergessen: Die Bischöfe sind auch Menschen, die Fehler machen ("der ohne Sünde werfe den ersten Stein") und die Bischöfe bleiben Bischöfe, gottgeweihte Personen. Ist nicht Kirchentreue, Liebe zur Kirche mit ihrer Hierarchie (=heilige Ordnung!) auch, daß man wenigstens vor der Position des Bischofs Respekt haben sollte?
- Kinder, Kinder, betet mal für mich :) Nein, nicht wegen irgendwelcher Depressionen, die verschonen mich zur Zeit ganz gut. Zwar sind sie weiterhin ein kleines Kreuz teilweise, aber es geht um wichtigeres..."Master... what is my purpose?" (Und wer jetzt im Geist des Kultfilmes Kung Pow "train, Chosimba One... you have to reach the next level" antwortet, kriegt eine gewischt ;) )
In letzter Zeit stell ich mir und Gott immer wieder die Frage, wo er mich haben will. Sicherlich jetzt erstmal hier an der Uni, das ist klar, aber wie es dann weitergeht. Ich danke ja dem Guten Gott, daß er einen für mich und eben diese Frage sehr wichtigen Wunsch erfüllt hat, nämlich, daß er mir die Angst vor seinem Willen, was mein Leben betrifft, nimmt (na ja, wenn mein Weg der eines Märtyrers ist... aber das ist was anderes, hier geht es um banalere Fragen). Dafür danke ich ihm.
Oh, wenn ihr schon im Gebet an mich denkt, dann betet doch (wie einst Michael Tolkien für seinen Vater JRRT) für mich um etwas Zeit! :) Ich komme im Augenblick neben der Uni zu recht wenig anderem Zeugs, was ich schade finde. Meine Wochentagsfreizeit läßt sich mit dem Begriff Couch-Potatoe umschreiben (was mit einem Sitzsack , meinem Weihnachtsgeschenk an mich selbst, auch nicht gerade verhindert wird :D :D :D), mein Sport liegt recht flach und ich wiege mal wieder amtlich viel ;)
- A propos Couchpotatoe: Ich hab ne neue Lieblings-Sitcom!

Es geht um einen Typen, der sein Leben längere Zeit mit Diebstählen etc. durchgebracht hat und der eines Tages beim Rubbeln 100000$ gewinnt. Um kurz darauf von einem Auto angefahren zu werden (und dabei sein Rubbellos zu verlieren). Im Krankenhaus fragt er sich dann, ob das die gerechte Strafe für sein Tun ist und überlegt, was er alls schlechtes in seinem Leben getan hat, um das dann nach und nach wieder gut zu machen. Ok, negativ ist, daß er das mit Karma erklärt (also diese Gschicht, daß man mit bösen Tun böses Schicksal auf sich lädt oder so). Mir gefällt aber der Gedanke, daß er nach und nach sein Leben ändern will und ziemlich viel Demut zeigt (so z.B., wenn er einen dreizehnjährigen Jungen einen Tag lang dient), und noch mehr, daß er wirklich den Menschen helfen will. Mir als Proleten gefällt zusätzlich, daß die Serie im white-trash-Milieu angesiedelt ist und allgemein die Charaktere bringen mich immer wieder zum lächeln, seien es Randy, Earls dicker, simpel denkender Bruder, sei es Catalina, die rassige Mexikanerin, oder sei es Crapman, der schwarze neue Ehemann von Earls Exfrau Joey (die auchn Knaller ist). Wenn man also zwar teilweise wirklich moralische, aber im Vergleich zu anderen Sitcoms eine wirklich versöhnliche Serie ohne irgendwelche Quotenarschlöcher sehen will, ohne Lachkonserve, manchmal mit etwas derben Humor, sollte man zugreifen.
So, nun beginnt balt das Seminar, und ich will davor noch nen Kaffe trinken. Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende!
Eigentlich hätte ich es da kommentieren können, aber ich wollte generell was betreffs einer Sache aufschreiben.
Ok, ich denke, daß es klar ist, daß es auf diesem Planeten immer wieder Menschen geben wird, die auf den ersten - und manchmal sogar noch auf den zehnten - Blick dümmer und sogar ferner von Gott erscheinen als unsereins. Es wird noch schlimmer: Das gilt anscheinend nicht nur für Laien, sondern auch für Priester und Bischöfe. Das kann nicht nur deprimierend sein, das ist natürlich deprimierend, wenn gerade aus dem Episkopat eine Gute, Heilige Sache unterdrückt wird. Am Rand bekam ich das mit, als jemand vom Opus Dei - übrigens erst nach Nachfrage - davon erzählte, wie sich Bistümer, dessen Bischöfe Jesuiten sind, der Arbeit des Opus Dei entgegenstellen. Konkreter bekomme ich das bei einem Schulprojekt im Berliner Umland mit, wo sich unser Erzbischof nicht gerade immer kooperativ verhält.
Was jedoch interessanter ist, als menschliches und christliches Unvermögen im Episkopat auszumachen, ist, die Reaktion der Leute des Opus Dei, die ich kenne, darauf zu sehen: Bischöfe bleiben Bischöfe, über die man mit Respekt redet (wenn schon der Gründer über Priester sagt, daß sie immer ein zweiter Christus sind, wie sehr gilt das für die Menschen, denen die Fülle des Weihesakrament gespendet wurde!). Und überhaupt bleibt bei ihnen das präsent, was der Hl. Franz von Sales über die üble Nachrede schrieb. Daß man nämlich selbst über einen öffentlichen Sünder, wenn man als Christ dazu aufgerufen ist, Stellung zu beziehen, im Geist der Liebe sprechen soll. Ich sage nicht, daß man dem immer folgen muß, noch weniger mache ich scipio jetzt einen Vorwurf. Aber mir fällt mit etwas Sorge (nicht mit brennender Sorge) auf, daß immer mehr Menschen sich im Geist des Katholizismus im Ton vergreifen - nicht zuletzt zu oft ich selbst. Herrscht dann nicht eine Unausgewogenheit zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten?
Es ist vollkommen in Ordnung, mit dem Finger auf Mißstände zu zeigen, sie zu kritisieren, aber manchmal scheint man zwischen Sünde und Sünder nicht mehr unterscheiden zu wollen, was mich etwas mit Besorgnis erfüllt. Das fiel mir auch bei mancher Berichterstattung betreffs des Generalkapitels der Jesuiten auf (da muß ich übrigens scipio loben!), die manchmal arg ins polemische abrutschte. Noch mehr fiel mir das schon bei den Neokatechumenalen auf, wo sich manche durchaus guten Katholiken genötigt sahen, ausfallend und beleidigend einer Dame vom Neokatechumenat gegenüber zu werden, weil dieser Weg angeblich nicht über eine gute Eucharistische Frömmigkeit verfügt (ich finde ihre Sicht der Eucharistie auch falsch und begrüßte das Schreiben aus Rom an sie, aber das gab und gibt mir nicht das Recht, den Menschen dieses Weges, die oft in Sachen Mission weitaus mehr als ich geleistet haben, den Glauben abzusprechen).
Nur so nebenbei... Bei aller meinetwegen auch berechtigten Kritik am Episkopat, sollte man doch zwei Dinge nicht vergessen: Die Bischöfe sind auch Menschen, die Fehler machen ("der ohne Sünde werfe den ersten Stein") und die Bischöfe bleiben Bischöfe, gottgeweihte Personen. Ist nicht Kirchentreue, Liebe zur Kirche mit ihrer Hierarchie (=heilige Ordnung!) auch, daß man wenigstens vor der Position des Bischofs Respekt haben sollte?
- Kinder, Kinder, betet mal für mich :) Nein, nicht wegen irgendwelcher Depressionen, die verschonen mich zur Zeit ganz gut. Zwar sind sie weiterhin ein kleines Kreuz teilweise, aber es geht um wichtigeres..."Master... what is my purpose?" (Und wer jetzt im Geist des Kultfilmes Kung Pow "train, Chosimba One... you have to reach the next level" antwortet, kriegt eine gewischt ;) )
In letzter Zeit stell ich mir und Gott immer wieder die Frage, wo er mich haben will. Sicherlich jetzt erstmal hier an der Uni, das ist klar, aber wie es dann weitergeht. Ich danke ja dem Guten Gott, daß er einen für mich und eben diese Frage sehr wichtigen Wunsch erfüllt hat, nämlich, daß er mir die Angst vor seinem Willen, was mein Leben betrifft, nimmt (na ja, wenn mein Weg der eines Märtyrers ist... aber das ist was anderes, hier geht es um banalere Fragen). Dafür danke ich ihm.
Oh, wenn ihr schon im Gebet an mich denkt, dann betet doch (wie einst Michael Tolkien für seinen Vater JRRT) für mich um etwas Zeit! :) Ich komme im Augenblick neben der Uni zu recht wenig anderem Zeugs, was ich schade finde. Meine Wochentagsfreizeit läßt sich mit dem Begriff Couch-Potatoe umschreiben (was mit einem Sitzsack , meinem Weihnachtsgeschenk an mich selbst, auch nicht gerade verhindert wird :D :D :D), mein Sport liegt recht flach und ich wiege mal wieder amtlich viel ;)
- A propos Couchpotatoe: Ich hab ne neue Lieblings-Sitcom!

Es geht um einen Typen, der sein Leben längere Zeit mit Diebstählen etc. durchgebracht hat und der eines Tages beim Rubbeln 100000$ gewinnt. Um kurz darauf von einem Auto angefahren zu werden (und dabei sein Rubbellos zu verlieren). Im Krankenhaus fragt er sich dann, ob das die gerechte Strafe für sein Tun ist und überlegt, was er alls schlechtes in seinem Leben getan hat, um das dann nach und nach wieder gut zu machen. Ok, negativ ist, daß er das mit Karma erklärt (also diese Gschicht, daß man mit bösen Tun böses Schicksal auf sich lädt oder so). Mir gefällt aber der Gedanke, daß er nach und nach sein Leben ändern will und ziemlich viel Demut zeigt (so z.B., wenn er einen dreizehnjährigen Jungen einen Tag lang dient), und noch mehr, daß er wirklich den Menschen helfen will. Mir als Proleten gefällt zusätzlich, daß die Serie im white-trash-Milieu angesiedelt ist und allgemein die Charaktere bringen mich immer wieder zum lächeln, seien es Randy, Earls dicker, simpel denkender Bruder, sei es Catalina, die rassige Mexikanerin, oder sei es Crapman, der schwarze neue Ehemann von Earls Exfrau Joey (die auchn Knaller ist). Wenn man also zwar teilweise wirklich moralische, aber im Vergleich zu anderen Sitcoms eine wirklich versöhnliche Serie ohne irgendwelche Quotenarschlöcher sehen will, ohne Lachkonserve, manchmal mit etwas derben Humor, sollte man zugreifen.
So, nun beginnt balt das Seminar, und ich will davor noch nen Kaffe trinken. Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende!
Montag, Dezember 31, 2007
Gelesenes und gehörtes 2007
Von scipio geklaut - nein, inspiriert , werde ich nun die Bücher, Filme und Alben, die mich 2007 begleiteten (begleiteten! nicht geschrieben wurden!), auflisten:
Bücher:
1. Benedikt XVI. : Spe Salvi (noch vor dem großartigen Buch Jesus von Nazareth für mich die Botschaft aus Rom des Jahres 2007. Großartig. Hilft selbst einem Miesepeter wie mir zur Hoffnung)
2. Chuck Palahniuk - Fight Club (Die maskuline Antwort auf die New Age Gedanken. Kein Buch konnte die Depressionen unserer Zeit so einfangen wie das Buch)
3. Meine Diplomarbeit (Verzeiht mir die Arroganz. Aber die erste Veröffentlichung im Leben eines Menschen ist schon was Einschneidendes.)
Musik:
1. Terrorfakt - Teethgrinder (Ganz rabiater Power Noise, Röööööööhr!)
2. Nin Kuji - the extasex hoax (Noch etwas Lärm, Power Noise mit IDM-Elementen, schön tanzbar!)
3. Johnny Cash - American V (Endlich mal gekauft, schön traurige Scheibe)
Und ansonsten in Sachen Musik sind die Boheme Sauvage-Parties der Gesellschaft für Mondäne Unterhaltung (Link zu empfehlen
Filme:
1. Jodorowsky - Holy Mountain (Krude Esoterisch, zugegebenermaßen, aber die Bezüge zu Juan de la + retten das Werk)
2. Adams Äpfel (Großartiger Film, man kann nicht mehr sagen)
3. Lynch - Inland Empire (Wunderbar wirr, ich sollte mir bald mal die DVD holen)
ach ja, und Slim Susie aus Schweden war noch ein Knaller!
Bücher:
1. Benedikt XVI. : Spe Salvi (noch vor dem großartigen Buch Jesus von Nazareth für mich die Botschaft aus Rom des Jahres 2007. Großartig. Hilft selbst einem Miesepeter wie mir zur Hoffnung)
2. Chuck Palahniuk - Fight Club (Die maskuline Antwort auf die New Age Gedanken. Kein Buch konnte die Depressionen unserer Zeit so einfangen wie das Buch)
3. Meine Diplomarbeit (Verzeiht mir die Arroganz. Aber die erste Veröffentlichung im Leben eines Menschen ist schon was Einschneidendes.)
Musik:
1. Terrorfakt - Teethgrinder (Ganz rabiater Power Noise, Röööööööhr!)
2. Nin Kuji - the extasex hoax (Noch etwas Lärm, Power Noise mit IDM-Elementen, schön tanzbar!)
3. Johnny Cash - American V (Endlich mal gekauft, schön traurige Scheibe)
Und ansonsten in Sachen Musik sind die Boheme Sauvage-Parties der Gesellschaft für Mondäne Unterhaltung (Link zu empfehlen
Filme:
1. Jodorowsky - Holy Mountain (Krude Esoterisch, zugegebenermaßen, aber die Bezüge zu Juan de la + retten das Werk)
2. Adams Äpfel (Großartiger Film, man kann nicht mehr sagen)
3. Lynch - Inland Empire (Wunderbar wirr, ich sollte mir bald mal die DVD holen)
ach ja, und Slim Susie aus Schweden war noch ein Knaller!
Dienstag, Dezember 11, 2007
Die Wahrheit & Gottes Gerechtigkeit
Es ist schon lange her, als ich mit einem Freund der traditionalistischen Seite eine recht federlesende Diskussion hatte - oh ja, ihr glaubt es kaum, ich mieser Modernist rede mit Traditionalisten, nenne sogar welche meine Freunde ;) -.
Da gab es zwei Punkte, über die ich lange nachgedacht habe.
1.) "Weißt Du, Philipp, ich möchte nicht richten, aber wenn ein Mensch die Möglichkeit hatte, jeden Tag in der Bibel zu lesen, aber lieber fernsah, dann kommt er, meiner Vernunft nach, in die Hölle." Meinen Einwurf, daß Gott doch unendlich barmherzig sei, quittierte er mit "Aber auch unendlich gerecht."
Gut, unsere Gerechtigkeit ist nicht Gottes Gerechtigkeit. Aber trotzdem laßt mich die These vertreten, daß unser Gerechtigkeitssinn nicht bermherziger/vermessener als Gottes ist. Vor den weltlichen Gerichten ist bspw. die Frage des Vorsatzes oder der Schuldfähigkeit zu klären. Auf das von meinem Kollegen zitierte Beispiel gemünzt:
- Wußte der betreffende Herr über die Konsequenzen seines Verhaltens Bescheid?
Wenn nicht, kann er dann vollständig schuldfähig erklärt werden?
- Liegt eine schwerwiegende Tat vor?
So sehr ich es auch unterstützen kann, täglich im Evangelium zu lesen, scheint es jedoch weder ein Kirchengebot noch eines der Zehn Gebote zu geben, was diese respektable Frömmigkeitsform fordert.
Aber ich denke, das ist nicht sein Hauptdenkfehler. Die neue Enzyklika des Papstes widmet bezüglich der Hoffnung ein ganzes Kapitel der Gerechtigkeit und dem Gericht. Das hat mir sehr beim Verständnis des Gerichtes geholfen, daß das Gericht ein Gedanke der Hoffnung ist und nicht der Angst. Klar, auch der Verantwortung, daß dieses Leben eben etwas zählt (etwas? alles!), aber daß das "Fürchtet euch nicht!" auch am Ende aller Zeiten denen Gilt, die sich um Gottes Liebe bemüht haben.
2.) Was ich ehrlich gesagt, abstruser, aber auch komplizierter fand, war folgender Gedanke von ihm: "Ich finde es schlimmer, wenn jemand einem sagt, daß Christus nicht Gottes Sohn ist, als wenn jemand einem sagt, die Erde sei eine Scheibe." - denn mit letzterer Wahrheit würde man noch in den Himmel kommen.
Hö? Ist nicht Christus der Weg, die WAHRHEIT und das Leben? Er ist nicht nur die religiöse Wahrheit, Gott ist der Wahre, der "ich bin". Kann es dann akzeptabel sein, auf weltlichem Gebiet eine andere Meßlatte anzulegen aus auf religiösem, was die Wahrheit betrifft? Kann so ein Gedanke nicht zu einem Utilitarismus führen, daß man weltlich lügt, um Kinder vor der Sünde zu bewahren, Marke "Masturbieren macht blind"?
Andererseits - und das war der Punkt, über den ich lange nachdachte - eine unklare Vorstellung von der Erde zu haben ist wirklich nicht so wichtig wie das ewige Seelenheil. Es ist nicht mal so wichtig wie das Leben.
Und hier glaube ich, ist das Problem meines Freundes: Er vergleicht nicht nur Äpfel mit Birnen - die durchaus vergleichbar sind, birnen haben bspw. einen etwas süßeren Geschmack als Äpfel - , sondern Kürbisse mit Preiselbeeren. Die sind auch vergleichbar, jedoch werden die Preiselbeeren, was Größe und Brennwert betrifft, auf jeden Fall den kürzeren ziehen.
Ob die Erde eine Scheibe ist oder nicht, wird Deinem Leben keinen Abbruch tun, und damit auch nicht der Möglichkeit, Gott hienieden zu dienen. Wie steht es aber mit einer Lüge Marke: "Kein Mensch braucht essen, es reicht, wenn er Luft schluckt.", oder, etwas realistischer "Heroin macht weder süchtig noch ist es schädlich". Durch eine solche Lüge würde man das Leben des anderen vernichten, ihm da die Möglichkeit nehmen, zu Gott zu finden und damit auf jeden Fall etwas ähnlich schlimmes behaupten wie mit der Behauptung "Jesus ist nicht Sohn Gottes".
Na ja, mal mein Wort zum Mittwoch, live und exklusiv aus meinem Labor.
Da gab es zwei Punkte, über die ich lange nachgedacht habe.
1.) "Weißt Du, Philipp, ich möchte nicht richten, aber wenn ein Mensch die Möglichkeit hatte, jeden Tag in der Bibel zu lesen, aber lieber fernsah, dann kommt er, meiner Vernunft nach, in die Hölle." Meinen Einwurf, daß Gott doch unendlich barmherzig sei, quittierte er mit "Aber auch unendlich gerecht."
Gut, unsere Gerechtigkeit ist nicht Gottes Gerechtigkeit. Aber trotzdem laßt mich die These vertreten, daß unser Gerechtigkeitssinn nicht bermherziger/vermessener als Gottes ist. Vor den weltlichen Gerichten ist bspw. die Frage des Vorsatzes oder der Schuldfähigkeit zu klären. Auf das von meinem Kollegen zitierte Beispiel gemünzt:
- Wußte der betreffende Herr über die Konsequenzen seines Verhaltens Bescheid?
Wenn nicht, kann er dann vollständig schuldfähig erklärt werden?
- Liegt eine schwerwiegende Tat vor?
So sehr ich es auch unterstützen kann, täglich im Evangelium zu lesen, scheint es jedoch weder ein Kirchengebot noch eines der Zehn Gebote zu geben, was diese respektable Frömmigkeitsform fordert.
Aber ich denke, das ist nicht sein Hauptdenkfehler. Die neue Enzyklika des Papstes widmet bezüglich der Hoffnung ein ganzes Kapitel der Gerechtigkeit und dem Gericht. Das hat mir sehr beim Verständnis des Gerichtes geholfen, daß das Gericht ein Gedanke der Hoffnung ist und nicht der Angst. Klar, auch der Verantwortung, daß dieses Leben eben etwas zählt (etwas? alles!), aber daß das "Fürchtet euch nicht!" auch am Ende aller Zeiten denen Gilt, die sich um Gottes Liebe bemüht haben.
2.) Was ich ehrlich gesagt, abstruser, aber auch komplizierter fand, war folgender Gedanke von ihm: "Ich finde es schlimmer, wenn jemand einem sagt, daß Christus nicht Gottes Sohn ist, als wenn jemand einem sagt, die Erde sei eine Scheibe." - denn mit letzterer Wahrheit würde man noch in den Himmel kommen.
Hö? Ist nicht Christus der Weg, die WAHRHEIT und das Leben? Er ist nicht nur die religiöse Wahrheit, Gott ist der Wahre, der "ich bin". Kann es dann akzeptabel sein, auf weltlichem Gebiet eine andere Meßlatte anzulegen aus auf religiösem, was die Wahrheit betrifft? Kann so ein Gedanke nicht zu einem Utilitarismus führen, daß man weltlich lügt, um Kinder vor der Sünde zu bewahren, Marke "Masturbieren macht blind"?
Andererseits - und das war der Punkt, über den ich lange nachdachte - eine unklare Vorstellung von der Erde zu haben ist wirklich nicht so wichtig wie das ewige Seelenheil. Es ist nicht mal so wichtig wie das Leben.
Und hier glaube ich, ist das Problem meines Freundes: Er vergleicht nicht nur Äpfel mit Birnen - die durchaus vergleichbar sind, birnen haben bspw. einen etwas süßeren Geschmack als Äpfel - , sondern Kürbisse mit Preiselbeeren. Die sind auch vergleichbar, jedoch werden die Preiselbeeren, was Größe und Brennwert betrifft, auf jeden Fall den kürzeren ziehen.
Ob die Erde eine Scheibe ist oder nicht, wird Deinem Leben keinen Abbruch tun, und damit auch nicht der Möglichkeit, Gott hienieden zu dienen. Wie steht es aber mit einer Lüge Marke: "Kein Mensch braucht essen, es reicht, wenn er Luft schluckt.", oder, etwas realistischer "Heroin macht weder süchtig noch ist es schädlich". Durch eine solche Lüge würde man das Leben des anderen vernichten, ihm da die Möglichkeit nehmen, zu Gott zu finden und damit auf jeden Fall etwas ähnlich schlimmes behaupten wie mit der Behauptung "Jesus ist nicht Sohn Gottes".
Na ja, mal mein Wort zum Mittwoch, live und exklusiv aus meinem Labor.
Dienstag, Dezember 04, 2007
Undn neuer!
"Look to the east for the coming of a..."
Nein, nicht "black King", wie Marcus Garvey sagen würde, sondern "new blogger".
In diesem Sinne: Willkommen, Martin !
Was mich ja besonders freut, ist, daß dieser Blog, wie der meine, auch aus dem Osten Deutschlands kommt.
Nein, nicht "black King", wie Marcus Garvey sagen würde, sondern "new blogger".
In diesem Sinne: Willkommen, Martin !
Was mich ja besonders freut, ist, daß dieser Blog, wie der meine, auch aus dem Osten Deutschlands kommt.
Freitag, November 30, 2007
Tolle, lege
Spe Salvi
Pflichtlektüre, behaupte ich mal.
Da fällt mir ein, daß noch EINIGE Enzykliken auf meinem Leseplan stehen.
Für die, die mal etwas über Papa FingOs momentane Arbeitsthematik lesen wollen biete ich diese Diss hier feil
Pflichtlektüre, behaupte ich mal.
Da fällt mir ein, daß noch EINIGE Enzykliken auf meinem Leseplan stehen.
Für die, die mal etwas über Papa FingOs momentane Arbeitsthematik lesen wollen biete ich diese Diss hier feil
Mittwoch, November 28, 2007
Bücherstock
Es wird noch religiösere Posts hageln, keine Angst.
10 Fragen an den Bücherfreund
Dieses Stöckchen hab ich bei Frank aka fono aufgelesen. Antworten darf jeder.
1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?
öhhhh.... Äh.... Bücher, die ich langweilig finde, lasse ich links liegen. Aber das längste: Der Dunkle Turm 1-7 von Stephen King
2. Von welchem Autor kannst Du behaupten: “Von dem (oder der) habe ich wirklich jedes Buch gelesen!”
Am ehesten von good ol Ratzinger, aber auch hier stimmt das nicht. Und etwas von Pratchett und von olle Koji Suzuki (der die Romanvorlage zu "The Ring" lieferte).
3. Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?
The Silmarillion von Good ol Tolkien tüllich!
4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?
Eine selbstgeschriebene kurzgeschichtensammlung (zwei mal)
5. Von welchem Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?
Spämann (Mann & Frau), Mosebach, Kuby auf christlicher Seite.
Jegliche Style- Flirt- Männerguides von Mens health. So witzig sind se dann auch nicht.
Christian Haas. Sein Name ist Programm.
6. Welches Buch hast Du mehr als zwei Mal gelesen?
Ich lese kaum Bücher zweimal. Am ehesten lese ich Ausschnitte, die mir besonders gefallen haben, nochmal. Und da wären ausschnitte aus:
Terry Pratchett - der Zeitdieb
TOlkien - diverses
King - Der dunkle Turm I-VII
Palahniuk - Fight Club
7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?
Dostojewski - Die Dämonen
8. Wenn man Dich drei Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur drei Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?
Der Dunkle Turm (irgend einen Band, wahrscheinlich drei oder vier), Stundenbuch mit Lesungen, High werden ohne Drogen
9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?
John Steinbeck - of mice and men
Stephen King - Der dunkle Turm Band VI und VII
Kohelet - Das Buch Kohelet
10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?
Joyce - Ulysses
Burroughs - Naked Lunch
Einiges, was ich im Anfall von Wahn geschrieben habe.
10 Fragen an den Bücherfreund
Dieses Stöckchen hab ich bei Frank aka fono aufgelesen. Antworten darf jeder.
1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?
öhhhh.... Äh.... Bücher, die ich langweilig finde, lasse ich links liegen. Aber das längste: Der Dunkle Turm 1-7 von Stephen King
2. Von welchem Autor kannst Du behaupten: “Von dem (oder der) habe ich wirklich jedes Buch gelesen!”
Am ehesten von good ol Ratzinger, aber auch hier stimmt das nicht. Und etwas von Pratchett und von olle Koji Suzuki (der die Romanvorlage zu "The Ring" lieferte).
3. Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?
The Silmarillion von Good ol Tolkien tüllich!
4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?
Eine selbstgeschriebene kurzgeschichtensammlung (zwei mal)
5. Von welchem Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?
Spämann (Mann & Frau), Mosebach, Kuby auf christlicher Seite.
Jegliche Style- Flirt- Männerguides von Mens health. So witzig sind se dann auch nicht.
Christian Haas. Sein Name ist Programm.
6. Welches Buch hast Du mehr als zwei Mal gelesen?
Ich lese kaum Bücher zweimal. Am ehesten lese ich Ausschnitte, die mir besonders gefallen haben, nochmal. Und da wären ausschnitte aus:
Terry Pratchett - der Zeitdieb
TOlkien - diverses
King - Der dunkle Turm I-VII
Palahniuk - Fight Club
7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?
Dostojewski - Die Dämonen
8. Wenn man Dich drei Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur drei Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?
Der Dunkle Turm (irgend einen Band, wahrscheinlich drei oder vier), Stundenbuch mit Lesungen, High werden ohne Drogen
9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?
John Steinbeck - of mice and men
Stephen King - Der dunkle Turm Band VI und VII
Kohelet - Das Buch Kohelet
10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?
Joyce - Ulysses
Burroughs - Naked Lunch
Einiges, was ich im Anfall von Wahn geschrieben habe.
Montag, November 26, 2007
Stöckchen für Helden
Ich habe ein Stöckchen bei Pascal entdeckt und etwas modifiziert, damit auch die eigene Kreativität nicht zu kurz kommt. Weitergeben tu ich das Stöckchen an Euch, liebste Leser, frei nach dem Motto "Wer das liest ist doof (und muß das hier machen)".
1. Dein richtiger Name
Philipp
2. Dein Gangsta-Name
Phil Harmony
3. Dein Detektiv-Name
Komissar G
4. Dein Name in einer Seifenoper
Georg Kameruner
5. Dein Star Wars - Name
Han Prolo, der besoffene Zwillingsbruder von Chewbakka
6. Dein Superheld-Name
Philmän tüllich!
7. Dein Black Metal Name
Count Idioth
8. Dein Name fürs Zeugenschutzprogramm
Hubertus Kampfbraten
9. Dein Goth-Name
Necro Phil
1. Dein richtiger Name
Philipp
2. Dein Gangsta-Name
Phil Harmony
3. Dein Detektiv-Name
Komissar G
4. Dein Name in einer Seifenoper
Georg Kameruner
5. Dein Star Wars - Name
Han Prolo, der besoffene Zwillingsbruder von Chewbakka
6. Dein Superheld-Name
Philmän tüllich!
7. Dein Black Metal Name
Count Idioth
8. Dein Name fürs Zeugenschutzprogramm
Hubertus Kampfbraten
9. Dein Goth-Name
Necro Phil
Sonntag, November 25, 2007
...Wenn es Gott nicht gäbe...
Letzte Woche war ich bei einem interessanten Vortrag im Opus Dei, der sich mit der Frage auseinander setzte, wie (falsch verstandene) Religösität zu Neurosen entwickeln kann. Ok, es war weniger ein Vortrag denn eine angeregte Diskussion, an der ich mich auch beteiligte - aber das ist ein anderes Thema. Besser gesagt, sind wir hier grad beim Aufhänger...
Jedenfalls, während dieser Diskussion zitierte ein Herr Voltaire "Wenn es keinen Gott gibt, müßte man ihn erfinden", was, wenn ich recht gehört habe, von meinem Beichtvater mit Zustimmung bedacht wurde (Schande über ihn ;) ;) ;) ). Den Spruch habe ich in ähnlicher Form mal über die Beichte gehört "Wenn es die Beichte nicht gäbe, müßte man sie erfinden".
Sorry, aber erstens: Ist das christlicher Geist? Ist es in einem einzigen Fall uns Christen erlaubt, zu lügen, und zwar, wenn es Gott nicht gibt? Oder anders gefragt: Ist die Idee Gottes wichtiger als Gott selbst?
Die selben Fragen kann man bei der Beichte stellen: Ist es wichtiger, einem Menschen vorzugaukeln, ihm sei vergeben, als, daß Gott in der Beichte wirklich vergibt?
Ich muß sagen, daß ich erst heute erfahren habe, daß oben erwähnter Spruch von Voltaire ist. Und ich war nicht wirklich überrascht, denn ich finde den Spruch, der oben genannten Fragen wegen, im höchsten Grad blasphemisch. Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Unser Papst nennt sich Mitarbeiter der Wahrheit. Und dann soll es besser sein, an einen erlogenen Gott zu glauben? Das bedeutet dann, daß ein von Menschen erfundener Gott ein Ersatz für den wahren Gott wäre, was er, unserem Glauben nach, nicht ist.
Desweiteren ein kleiner psychologischer Hinweis: Es mag zwar sein, daß die Lüge eines liebenden Gottes einige Zeit eine Art positiver Anker, eine Konditionierung im Kopf wäre, die Gutes bewirkt, wenn aber dahinter nichts wäre (sprich, kein wirklich existierender Gott), würde sich diese psychische Hilfskrücke in Luft auflösen. Analoges läßt sich zur Beichte sagen: Die sich eingeredete Vergebung kann sicherlich jemandem kurzfristig helfen, die Schuldgefühle unterdrücken, aber wahre Vergebung kann icht gelogen sein.
Wir brauchen Gott. Deshalb können wir ihn nicht erfinden.
Wir haben Gott, deshalb brauchen wir das auch nicht.
Jedenfalls, während dieser Diskussion zitierte ein Herr Voltaire "Wenn es keinen Gott gibt, müßte man ihn erfinden", was, wenn ich recht gehört habe, von meinem Beichtvater mit Zustimmung bedacht wurde (Schande über ihn ;) ;) ;) ). Den Spruch habe ich in ähnlicher Form mal über die Beichte gehört "Wenn es die Beichte nicht gäbe, müßte man sie erfinden".
Sorry, aber erstens: Ist das christlicher Geist? Ist es in einem einzigen Fall uns Christen erlaubt, zu lügen, und zwar, wenn es Gott nicht gibt? Oder anders gefragt: Ist die Idee Gottes wichtiger als Gott selbst?
Die selben Fragen kann man bei der Beichte stellen: Ist es wichtiger, einem Menschen vorzugaukeln, ihm sei vergeben, als, daß Gott in der Beichte wirklich vergibt?
Ich muß sagen, daß ich erst heute erfahren habe, daß oben erwähnter Spruch von Voltaire ist. Und ich war nicht wirklich überrascht, denn ich finde den Spruch, der oben genannten Fragen wegen, im höchsten Grad blasphemisch. Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Unser Papst nennt sich Mitarbeiter der Wahrheit. Und dann soll es besser sein, an einen erlogenen Gott zu glauben? Das bedeutet dann, daß ein von Menschen erfundener Gott ein Ersatz für den wahren Gott wäre, was er, unserem Glauben nach, nicht ist.
Desweiteren ein kleiner psychologischer Hinweis: Es mag zwar sein, daß die Lüge eines liebenden Gottes einige Zeit eine Art positiver Anker, eine Konditionierung im Kopf wäre, die Gutes bewirkt, wenn aber dahinter nichts wäre (sprich, kein wirklich existierender Gott), würde sich diese psychische Hilfskrücke in Luft auflösen. Analoges läßt sich zur Beichte sagen: Die sich eingeredete Vergebung kann sicherlich jemandem kurzfristig helfen, die Schuldgefühle unterdrücken, aber wahre Vergebung kann icht gelogen sein.
Wir brauchen Gott. Deshalb können wir ihn nicht erfinden.
Wir haben Gott, deshalb brauchen wir das auch nicht.
Montag, November 19, 2007
Stöckle von scipio
Hab bei Olle Scipio ein derart amüsantes Stöckchen gefunden, daß´ich das mal ausfüllen mußte.
Nebenbei: Mir gehts übrigens gut, mein engster Arbeitskollege ist Kathole, was echt schön ist. Betet doch mal bitte für mich, daß ich endlich mal erwachsen genug bin, keinen Alkohol mehr zu trinken. Irgendwie endet das immer bekloppt (nun hab ich bspw. einen vllt angebrochenen Fuß, aua).
1.) Mit anderthalb. Meine Eltern waren extrem begeistert.
Wann hast Du Deine erste Zigarette geraucht?
2.) Bloggen, Autoscooter fahren, Werbezettel in der Fußgängerzone verteilen, Bohnenzüchten auf dem Balkon, Kastanienmännchen basteln, Polo spielen, Hühnereier mit Weihnachtsmotiven bemalen, Freunde treffen.
Was sind Dinge, die bestimmt Leute gut finden können?
3.) In Peking.
Wo fällt man nicht auf, wenn man aus Peking kommt? (Tautologien sind so geil)
4.) Ja. Als ich das letzte Mal ein Gewehr in der Hand hatte, hätte ich beinahe den Mann vom Rummelplatz erschossen.
Kannst Du mit gutem gewissen lügen, wenn man Dich fragt, ob du mal fast jmd umgebracht hast?
5.) Ungefähr drei- oder viermal pro Jahr. Öfter geht nicht, zu anstrengend.
Wie oft versuchtst Du, Frauen anzusprechen/zu putzen/zu duschen?
6.) Das ist schon ewig her. Zehn oder elf Jahre, glaube ich.
Wann hast Du das letzte mal gebadet?
7.) Den Wirtschafts-Nobelpreis.
Was wüschst Du Dir NICHT zu Weihnachten?
8.) Äh, da muss ich länger nachdenken. Boris Becker vielleicht? Mahatma Gandhi? Ach nee, jetzt hab ich’s: Ursula von der Leyen.
Von wem würdest Du Dir eine Biographie in der Bibliothek ausleyen?
9.) Im Oktober 2006.
Wann warst Du auf dem Sommerfest des Fachbereiches Physik der FU Berlin?
10.) Also wirklich, diese Frage würde ich nicht mal meiner besten Freundin / meinem besten Freund beantworten. Geschweige denn wildfremden Menschen.
Haben die oben geschriebenen Fragen was mit der Realität Deines Lebens zu tun?
Stöckchen? Auf jeden Fall an Bee und würde ich gerne an Yon weitergeben, aber die ist grad mit dem Studium ziemlich beschäftigt...
Nebenbei: Mir gehts übrigens gut, mein engster Arbeitskollege ist Kathole, was echt schön ist. Betet doch mal bitte für mich, daß ich endlich mal erwachsen genug bin, keinen Alkohol mehr zu trinken. Irgendwie endet das immer bekloppt (nun hab ich bspw. einen vllt angebrochenen Fuß, aua).
1.) Mit anderthalb. Meine Eltern waren extrem begeistert.
Wann hast Du Deine erste Zigarette geraucht?
2.) Bloggen, Autoscooter fahren, Werbezettel in der Fußgängerzone verteilen, Bohnenzüchten auf dem Balkon, Kastanienmännchen basteln, Polo spielen, Hühnereier mit Weihnachtsmotiven bemalen, Freunde treffen.
Was sind Dinge, die bestimmt Leute gut finden können?
3.) In Peking.
Wo fällt man nicht auf, wenn man aus Peking kommt? (Tautologien sind so geil)
4.) Ja. Als ich das letzte Mal ein Gewehr in der Hand hatte, hätte ich beinahe den Mann vom Rummelplatz erschossen.
Kannst Du mit gutem gewissen lügen, wenn man Dich fragt, ob du mal fast jmd umgebracht hast?
5.) Ungefähr drei- oder viermal pro Jahr. Öfter geht nicht, zu anstrengend.
Wie oft versuchtst Du, Frauen anzusprechen/zu putzen/zu duschen?
6.) Das ist schon ewig her. Zehn oder elf Jahre, glaube ich.
Wann hast Du das letzte mal gebadet?
7.) Den Wirtschafts-Nobelpreis.
Was wüschst Du Dir NICHT zu Weihnachten?
8.) Äh, da muss ich länger nachdenken. Boris Becker vielleicht? Mahatma Gandhi? Ach nee, jetzt hab ich’s: Ursula von der Leyen.
Von wem würdest Du Dir eine Biographie in der Bibliothek ausleyen?
9.) Im Oktober 2006.
Wann warst Du auf dem Sommerfest des Fachbereiches Physik der FU Berlin?
10.) Also wirklich, diese Frage würde ich nicht mal meiner besten Freundin / meinem besten Freund beantworten. Geschweige denn wildfremden Menschen.
Haben die oben geschriebenen Fragen was mit der Realität Deines Lebens zu tun?
Stöckchen? Auf jeden Fall an Bee und würde ich gerne an Yon weitergeben, aber die ist grad mit dem Studium ziemlich beschäftigt...
Mittwoch, Oktober 31, 2007
Lebenszeichen, die zweite
Ich weiß ja gar nicht, ob der/die/das Blog überhaupt noch gelesen wird. Wenn nicht, bin ich nicht sauer, so selten, wie ich z.Zt. poste ist das verständlich.
Jedenfalls, was treibt der kleine Katholik so in Bln?
Gerüchten zufolge hab ich abgenommen, da ich aber keine Waage in meiner Kemenate habe, kann ich das nicht beurteilen.
Am 6.9. hatte ich meine letzte Diplomprüfung. Das war ein harter run, member mi tell you, folks... Ich hatte über ein Jahr eigentlich keine Pause in Sachen physikalisches Zeug lernen, und es GING NICHTS MEHR. Ich konnte pro Tag vllt drei Seiten über Molekülphysik lesen, sonst waren es locker vierzig Seiten. Es ging einfach nicht mehr, die Bockfrage stellte sich kaum, es war keine Kraft mehr da. Dazu kam, daß so eine Dame, die mir einen Korb gab, sich ständig mit mir treffen wollte, was mich ziemlich anpisste... erstens: Was zum Geier will ich mich mit der treffen, sozusagen, zweitens entschied sich grad, ob eines der wichtigsten Abschlußzeugnisse meines Lebens gut oder schlecht wurde.
Schließlich kam der Tag der Prüfung, der natürlich von viel Gebet begleitet war. Und dudes! Es war eine unglaublich tolle Prüfung! Zwar kam am Ende "nur" eine 1.7 raus, womit ich aber mehr als nur zufrieden war - schon allein wegen dem kleinen Burnout. Was aber das tolle war, war, daß die Prüfung einen unglaublich entspannenden Charakter hatte. Es war mehr ein Gespräch über Physik - freilich eines, wo ich die Fragen zu beantworten hatte - denn eine Prüfung im Stil der "peinlichen Befragung", wow! Das war wirklich ein wunderschöner Abschluß dieser interessanten, anstrengenden Abschlußzeit des Studiums, sage Gott meinen Dank!
So, dann war ich erstmal arbeitslos. Hartz IV ist ja eine ziemliche Scheiße, muß ich sagen. Dazu kam ich zu einem vollkommen inkompetenten Sachbearbeiter, der mich auf Teufel komm raus so behandeln wollte, wie jeden Langzeitarbeitslosen. Ich sollte bspw. zu einem viertägigen Ganztagsseminar, wo ua. ein Leistungsprofil erstellt worden wäre, damit ich weiß, was ich kann. Hallo??? Ich habe sieben Jahre Physik studiert, habe ein Diplom von immerhin 1.9 bekommen, meine Diplomarbeit wird in den fraglichen Kreisen diskutiert und gelesen, ich habe eine englischsprachige Postersession auf der Frühjahrstagung der deutschen physikalischen Gesellschaft vorzuweisen - was also werde ich gut können? Dazu habe ich mich von Anfang an bei diversen Doktorantenstellen beworben und bei einer Ausbildung zum Patentanwalt. Was soll also der Scheiß!?
So, der Bewerbungsmarathon ging los und war eigentlich nicht wirklich schlimm. Mein erstes Bewerbungsgespräch war bei der Patentanwaltschaft, die sich jedoch dann für einen anderen entschied. Das war mir dann eigentlich auch recht, denn, was ich im Laufe des Bewerbungsgespräches hörte, war zu meinem Leben inkongruent.
Dann kamen einige Bewerbungen bei Doktorantenstellen, wo mich zwei Arbeitsgruppen gleich zu Gesprächen bzw. einem Bewerbungsvortrag einluden.
Die Stelle am FHI (Fritz Haber- Institut, vor kurzem in die Presse durch Herrn Ertl gekommen, der im Bereich der Oberflächenphysik einen Nobelpreis bekam) wurde dann erstmal nichts, weil anscheinend zw. meinem Ansprechpartner und dem Direktor des Instituts kleine Differenzen vorlagen. Ok. Dann hatte ich am Max Born-Institut (am Arsch der Welt in Adlershof) einen Bewerbungsvortrag. Boah, die Diskussion danach war übel. Ich wurde noch nie so zerlegt. Danach habe ich den Vortrag als Erfahrung eingestuft, woran ich lernte, was ich nächstes Mal anders machen muß.
Nun, die Zeit geht ins Land, es ist ein kleiner Uni-umtrunk und ich treffe auf dem Gang Herrn Frischkorn, einem Habilitanten meiner Uni. Ach, denke ich, frag ich mal, was er so macht und ob die Arbeitsgruppe einen jungen, engagierten Doktoranten brauchen kann. Er stellt mir die Arbeitsgruppe vor und das, was sie tun. und da wurde mir einiges klar:
- Oberflächenphysik ist eine extrem geile materie, an der ich arbeiten will (damals war noch die Frage, ob ich in molecular switches oder in der heterogenen Katalyse arbeite, ich habe mich dann für letzteres entschieden)
- Die Arbeitsgruppe macht einen echt interessanten Eindruck
- FU Berlin - ich liebe Dich!
Also habe ich mich, obwohl ich wider Erwarten vom Max Born-Institut eine Zusage (was heißt eine? eigentlich zwei) erhielt, da beworben, weil das die Stelle war, die ich unbedingt haben wollte. Ich wurde recht schnell zu einem Bewerbungsvortrag eingeladen. Und boah... das war ein toller Vortrag. Wenn Eigenlob stinkt, muß ich jetzt sicher gleich lüften, aber das ist mir egal! Es hat einfach ALLES gestimmt! Und es war während es Vortrages eine wunderbar fruchtbare Diskussion, wo ich nie "Keine Ahnung" sagen konnte, YEAH!
Na ja, und nun habe ich die Stelle, die ich haben wollte, toll :)
Montag werde ich nun mein neues büro beziehen, an der FU Berlin und mich in den nächsten drei Jahren der Oberflächenphysik in Gasumgebung widmen. Cool, ich freu mich so!!!
Ansonsten mach ich wieder mehr Sport und ärger mir gerade den Arsch wund, daß ich von montag so einen Muskelkater habe. Ich wollte montag, mittwoch und Freitag Krafttraining machen - jeweils mit einem anderen Fokus, aber anscheinend muß ich meinen Trainingsplan ändern. Jedenfalls weiß ich seit gestern, daß ich in Zukunft 13 min für 100 Liegestütze toppen muß. In Ordnung, wird schon gehen. Was mich aufregt, ist, daß ich heute eben nicht das geplante Programm machen kann, schließlich wollte ich heute Tabata-Intervalle machen, ein recht extremes Workout, was pro Übung nur vier Minuten dauert - ich aber maximal zwei der Übungen in einer Session schaffe.
Ich habe gemerkt, daß ich recht eitel geworden bin! Ich hoffe, nun kommt kein Katholik mit der Moralkeule, ich bemühe mich im Augenblick, sehr stark auf mein äußeres zu achten und die ersten Dinge, die ich mir von meinem Gehalt, wenn das dann kommt, kaufen werde, sind einige Dinge, die meine Wohnung schöner machen - ok, die ALLERERSTEN zwei Dinge für die Wohnung werden ein großes Bett und eine Klimmzugstange sein. Vielleicht kommt noch ein Sandsack dazu, denn ich will ja eigentlich mit Mixed Martial Arts anfangen.
In den letzten Monaten ist mir klar geworden, daß ich viel zu oft meine Probleme auf die Situation geschoben habe, bzw. auf Gott, aufs Leben, auf die Welt blablabla. Das war blöd und nun versuche ich, sozusagen Gott aus meinen Problemen herauszuhalten. Nein, das ist falsch. Ich sehe, daß Gott einem gerne die Gebete erhört, aber auf das eigene Tun auch pocht. Wenn ich für meine Prüfungen nicht gelernt hätte, wenn ich den Bewerbungsvortrag nicht oft geübt hatte - welchen Grund hätte Gott gehabt, meine Gebete zu erhören, wenn ich faul in der Sonne liege (oder jetzt im herbstlichen Nieselregen)?
Mir ist daran aufgefallen, daß - ohne jetzt strengen Aktionismus predigen zu wollen - Demut viel mit Tun zu tun haben kann.
Was ist denn Demut? Ein Leiter des Opus Dei sagte mal bei einem Kreis, daß Demut die Tugend ist, die den Trieb des "Ichbezogenseins" in gesunde Bahnen lenkt. Ein Freund von mir, Atheist seines Zeichens, aber ein intelligenter Mensch, sagte mal, daß Demut für ihn das Bewußtsein über seine eigenen Grenzen bedeutet.
Das beides stimmt. ich finde jedoch, man kann noch mehr sagen. Sehen wir uns so viele Heilige der Kirchengeschichte an. Sie alle waren demütig, aber im Vertrauen auf Gott oft auch aktiv und selbstbewußt. Sehen wir uns Mutter Theresa an; sehr demütig, aber nicht (im negativen Sinn) beschieden. Ich habe bei mir gemerkt, daß meine Selbstverachtung in sich eigentlich ein Hochmut war. Das zeigte sich darin, daß ich mir auch nach der Beichte oft nicht vergeben konnte. Solche Gedanken haben eigentlich nichts mit Demut zu tun; Wenn Gott, der höchste Richter Dich begnadigt hat - und was anderes ist die Beichte? - wer bist dann Du, Mensch, daß Du dieses Urteil anzweifelst? Gott hat sein Urteil gesprochen und das hieß et ego te absolvo....
Desweiteren hat Demut auch mit Demütigung zu tun. Man muß bereit sein, sich eine Blöße zu geben, zu akzeptieren, nicht akzeptiert zu werden.
Eigentlich - wie so viel anderes in unserem Glauben - eine Weisheit, die auch ungläubigen helfen könnte: Wenn man bereit ist, zu agieren, jemandem bspw. die Meinung zu sagen und damit zu riskieren, nun nicht mehr so toll angesehen zu sein, ist das kein Hochmut und keine Arroganz, jedenfalls nicht mehr Arroganz, als wenn man um des lieben Frieden willens die Klappe hält. Das betrifft das zeugnis des Christen in der Öffentlichkeit, das betrifft allgemein seine Meinung zu sagen und ja, das betrifft auch weltliche Dinge wie mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Es erfordert Überwindung - Demut - mit einem bis dato unbekannten Leuten zu sprechen - ok, das ist bei mir so, da ich von Natur aus etwas verschlossener bin. Man muß auch wagen können, vielleicht mal bei Leuten wie ein Idiot dazustehen.
Ok, so weit ein Lebenszeichen von mir, ich hoffe, ich kann nun mal wieder "stay tuned" sagen. Ich wünsche euch allen Gottes Segen!
Jedenfalls, was treibt der kleine Katholik so in Bln?
Gerüchten zufolge hab ich abgenommen, da ich aber keine Waage in meiner Kemenate habe, kann ich das nicht beurteilen.
Am 6.9. hatte ich meine letzte Diplomprüfung. Das war ein harter run, member mi tell you, folks... Ich hatte über ein Jahr eigentlich keine Pause in Sachen physikalisches Zeug lernen, und es GING NICHTS MEHR. Ich konnte pro Tag vllt drei Seiten über Molekülphysik lesen, sonst waren es locker vierzig Seiten. Es ging einfach nicht mehr, die Bockfrage stellte sich kaum, es war keine Kraft mehr da. Dazu kam, daß so eine Dame, die mir einen Korb gab, sich ständig mit mir treffen wollte, was mich ziemlich anpisste... erstens: Was zum Geier will ich mich mit der treffen, sozusagen, zweitens entschied sich grad, ob eines der wichtigsten Abschlußzeugnisse meines Lebens gut oder schlecht wurde.
Schließlich kam der Tag der Prüfung, der natürlich von viel Gebet begleitet war. Und dudes! Es war eine unglaublich tolle Prüfung! Zwar kam am Ende "nur" eine 1.7 raus, womit ich aber mehr als nur zufrieden war - schon allein wegen dem kleinen Burnout. Was aber das tolle war, war, daß die Prüfung einen unglaublich entspannenden Charakter hatte. Es war mehr ein Gespräch über Physik - freilich eines, wo ich die Fragen zu beantworten hatte - denn eine Prüfung im Stil der "peinlichen Befragung", wow! Das war wirklich ein wunderschöner Abschluß dieser interessanten, anstrengenden Abschlußzeit des Studiums, sage Gott meinen Dank!
So, dann war ich erstmal arbeitslos. Hartz IV ist ja eine ziemliche Scheiße, muß ich sagen. Dazu kam ich zu einem vollkommen inkompetenten Sachbearbeiter, der mich auf Teufel komm raus so behandeln wollte, wie jeden Langzeitarbeitslosen. Ich sollte bspw. zu einem viertägigen Ganztagsseminar, wo ua. ein Leistungsprofil erstellt worden wäre, damit ich weiß, was ich kann. Hallo??? Ich habe sieben Jahre Physik studiert, habe ein Diplom von immerhin 1.9 bekommen, meine Diplomarbeit wird in den fraglichen Kreisen diskutiert und gelesen, ich habe eine englischsprachige Postersession auf der Frühjahrstagung der deutschen physikalischen Gesellschaft vorzuweisen - was also werde ich gut können? Dazu habe ich mich von Anfang an bei diversen Doktorantenstellen beworben und bei einer Ausbildung zum Patentanwalt. Was soll also der Scheiß!?
So, der Bewerbungsmarathon ging los und war eigentlich nicht wirklich schlimm. Mein erstes Bewerbungsgespräch war bei der Patentanwaltschaft, die sich jedoch dann für einen anderen entschied. Das war mir dann eigentlich auch recht, denn, was ich im Laufe des Bewerbungsgespräches hörte, war zu meinem Leben inkongruent.
Dann kamen einige Bewerbungen bei Doktorantenstellen, wo mich zwei Arbeitsgruppen gleich zu Gesprächen bzw. einem Bewerbungsvortrag einluden.
Die Stelle am FHI (Fritz Haber- Institut, vor kurzem in die Presse durch Herrn Ertl gekommen, der im Bereich der Oberflächenphysik einen Nobelpreis bekam) wurde dann erstmal nichts, weil anscheinend zw. meinem Ansprechpartner und dem Direktor des Instituts kleine Differenzen vorlagen. Ok. Dann hatte ich am Max Born-Institut (am Arsch der Welt in Adlershof) einen Bewerbungsvortrag. Boah, die Diskussion danach war übel. Ich wurde noch nie so zerlegt. Danach habe ich den Vortrag als Erfahrung eingestuft, woran ich lernte, was ich nächstes Mal anders machen muß.
Nun, die Zeit geht ins Land, es ist ein kleiner Uni-umtrunk und ich treffe auf dem Gang Herrn Frischkorn, einem Habilitanten meiner Uni. Ach, denke ich, frag ich mal, was er so macht und ob die Arbeitsgruppe einen jungen, engagierten Doktoranten brauchen kann. Er stellt mir die Arbeitsgruppe vor und das, was sie tun. und da wurde mir einiges klar:
- Oberflächenphysik ist eine extrem geile materie, an der ich arbeiten will (damals war noch die Frage, ob ich in molecular switches oder in der heterogenen Katalyse arbeite, ich habe mich dann für letzteres entschieden)
- Die Arbeitsgruppe macht einen echt interessanten Eindruck
- FU Berlin - ich liebe Dich!
Also habe ich mich, obwohl ich wider Erwarten vom Max Born-Institut eine Zusage (was heißt eine? eigentlich zwei) erhielt, da beworben, weil das die Stelle war, die ich unbedingt haben wollte. Ich wurde recht schnell zu einem Bewerbungsvortrag eingeladen. Und boah... das war ein toller Vortrag. Wenn Eigenlob stinkt, muß ich jetzt sicher gleich lüften, aber das ist mir egal! Es hat einfach ALLES gestimmt! Und es war während es Vortrages eine wunderbar fruchtbare Diskussion, wo ich nie "Keine Ahnung" sagen konnte, YEAH!
Na ja, und nun habe ich die Stelle, die ich haben wollte, toll :)
Montag werde ich nun mein neues büro beziehen, an der FU Berlin und mich in den nächsten drei Jahren der Oberflächenphysik in Gasumgebung widmen. Cool, ich freu mich so!!!
Ansonsten mach ich wieder mehr Sport und ärger mir gerade den Arsch wund, daß ich von montag so einen Muskelkater habe. Ich wollte montag, mittwoch und Freitag Krafttraining machen - jeweils mit einem anderen Fokus, aber anscheinend muß ich meinen Trainingsplan ändern. Jedenfalls weiß ich seit gestern, daß ich in Zukunft 13 min für 100 Liegestütze toppen muß. In Ordnung, wird schon gehen. Was mich aufregt, ist, daß ich heute eben nicht das geplante Programm machen kann, schließlich wollte ich heute Tabata-Intervalle machen, ein recht extremes Workout, was pro Übung nur vier Minuten dauert - ich aber maximal zwei der Übungen in einer Session schaffe.
Ich habe gemerkt, daß ich recht eitel geworden bin! Ich hoffe, nun kommt kein Katholik mit der Moralkeule, ich bemühe mich im Augenblick, sehr stark auf mein äußeres zu achten und die ersten Dinge, die ich mir von meinem Gehalt, wenn das dann kommt, kaufen werde, sind einige Dinge, die meine Wohnung schöner machen - ok, die ALLERERSTEN zwei Dinge für die Wohnung werden ein großes Bett und eine Klimmzugstange sein. Vielleicht kommt noch ein Sandsack dazu, denn ich will ja eigentlich mit Mixed Martial Arts anfangen.
In den letzten Monaten ist mir klar geworden, daß ich viel zu oft meine Probleme auf die Situation geschoben habe, bzw. auf Gott, aufs Leben, auf die Welt blablabla. Das war blöd und nun versuche ich, sozusagen Gott aus meinen Problemen herauszuhalten. Nein, das ist falsch. Ich sehe, daß Gott einem gerne die Gebete erhört, aber auf das eigene Tun auch pocht. Wenn ich für meine Prüfungen nicht gelernt hätte, wenn ich den Bewerbungsvortrag nicht oft geübt hatte - welchen Grund hätte Gott gehabt, meine Gebete zu erhören, wenn ich faul in der Sonne liege (oder jetzt im herbstlichen Nieselregen)?
Mir ist daran aufgefallen, daß - ohne jetzt strengen Aktionismus predigen zu wollen - Demut viel mit Tun zu tun haben kann.
Was ist denn Demut? Ein Leiter des Opus Dei sagte mal bei einem Kreis, daß Demut die Tugend ist, die den Trieb des "Ichbezogenseins" in gesunde Bahnen lenkt. Ein Freund von mir, Atheist seines Zeichens, aber ein intelligenter Mensch, sagte mal, daß Demut für ihn das Bewußtsein über seine eigenen Grenzen bedeutet.
Das beides stimmt. ich finde jedoch, man kann noch mehr sagen. Sehen wir uns so viele Heilige der Kirchengeschichte an. Sie alle waren demütig, aber im Vertrauen auf Gott oft auch aktiv und selbstbewußt. Sehen wir uns Mutter Theresa an; sehr demütig, aber nicht (im negativen Sinn) beschieden. Ich habe bei mir gemerkt, daß meine Selbstverachtung in sich eigentlich ein Hochmut war. Das zeigte sich darin, daß ich mir auch nach der Beichte oft nicht vergeben konnte. Solche Gedanken haben eigentlich nichts mit Demut zu tun; Wenn Gott, der höchste Richter Dich begnadigt hat - und was anderes ist die Beichte? - wer bist dann Du, Mensch, daß Du dieses Urteil anzweifelst? Gott hat sein Urteil gesprochen und das hieß et ego te absolvo....
Desweiteren hat Demut auch mit Demütigung zu tun. Man muß bereit sein, sich eine Blöße zu geben, zu akzeptieren, nicht akzeptiert zu werden.
Eigentlich - wie so viel anderes in unserem Glauben - eine Weisheit, die auch ungläubigen helfen könnte: Wenn man bereit ist, zu agieren, jemandem bspw. die Meinung zu sagen und damit zu riskieren, nun nicht mehr so toll angesehen zu sein, ist das kein Hochmut und keine Arroganz, jedenfalls nicht mehr Arroganz, als wenn man um des lieben Frieden willens die Klappe hält. Das betrifft das zeugnis des Christen in der Öffentlichkeit, das betrifft allgemein seine Meinung zu sagen und ja, das betrifft auch weltliche Dinge wie mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Es erfordert Überwindung - Demut - mit einem bis dato unbekannten Leuten zu sprechen - ok, das ist bei mir so, da ich von Natur aus etwas verschlossener bin. Man muß auch wagen können, vielleicht mal bei Leuten wie ein Idiot dazustehen.
Ok, so weit ein Lebenszeichen von mir, ich hoffe, ich kann nun mal wieder "stay tuned" sagen. Ich wünsche euch allen Gottes Segen!
Donnerstag, September 20, 2007
Sport und Spiel überall
Vor kurzem saß ich mit meinem Bruder, einem Zeloten unter den Eintrachtfans (oh, Herr Philipp, sie meinen zu übertreiben) in der schönen Berliner S-Bahn und er fragte mich, warum meiner Meinung nach Fußball so ein universeller Sport ist. Ich schlug vor, daß der Grund dafür ist, daß jedes Land (selbst der Vatikan) eine Nationalmannschaft hat. Es gibt KEIN Land auf Erden, wo nicht Fußball gespielt wird (so weit ist es schon mit dem Verfall der Welt gekommen, Freunde!)!
Er aber widersprach mir und sagte: "Nein, das tolle an Fußball ist, daß man dazu kaum etwas braucht. Einige Leute, einen Ball, etwas, um Tore zu markieren und eine freie Fläche - schon hat man seinen Spaß!
Ich, nicht müde zu kontern, fragte ihn, ob denn dann nicht fangen noch besser geeignet ist.
Hier setzte eine leichte Fokusänderung des Gesprächs ein. Wir fragten uns, warum in Zeiten von Parkour und Free Running noch nicht Fangen oder Versteck spielen zu einer Art Szenesport wurde. Ok, es hat den Mief des Kinderspiels an sich, aber... hmmm... und Onkel Philipp is ja ne Internet/Wikipedia-Leiche, hat sich über diverse Fangen-Varianten informiert und herausgefunden, daß in Asien sogar zwei dieser Varianten Sportarten sind, juche!
Mir ist dabei etwas aufgefallen, was ich z.Zt. auch im Krafttraining (Stichwörter Body Weigt Exercises oder Low Budget Training) beobachte: Es gibt einen Trend zum einfachen hin im Sport. Man möchte, so weit es geht, möglichst einen von der Umwelt und vor allem vom Equipment unabhängigen Sport machen. Nachdem die Fitnessindustrie für diverseste Ergometer, Crosstrainer, Laufbänder, Multipressen, Latzüge und natürlich Hantelbänke sich langsam eine goldene Nase verdiente, setzt sich anscheinend immer mehr in den Köpfen der Leute die Frage nach dem "Wozu" durch. Der eigene Körper und die Umgebung, sei es die Stadt, sei es der Park oder Wald oder seien es die eigenen vier Wände sind mit kaum Hilfsmitteln das billigste Fitness-Center, was man haben kann.
Letztlich ist es auch ein imho guter Trend in Richtung "natürlicher Sport". Ok, nun könnte man den Parcous vorhalten, daß die ja eben nicht in der Natur sind, sondern in der Stadt, aber sehen wir es doch mal so: Viele der werten Leser werden sicherlich wie ich in der Großstadt leben. Und da lebe ich fast mein ganzes Leben bisher! So ist meine natürliche Umgebung, so schön ich ihn auch finde (und so sehr er das krasseste Fitness-Studio ist, in dem ich bisher war), der Wald ist nicht meine natürliche Umgebung!
So frage ich mich (etwas angsterfüllt), wann das erste mal in Fußgängerzonen Xtreme-Tagging oder verstecken gespielt wird. Und ich alter Kindskopf muß gestehen: Ich wär dabei.
Er aber widersprach mir und sagte: "Nein, das tolle an Fußball ist, daß man dazu kaum etwas braucht. Einige Leute, einen Ball, etwas, um Tore zu markieren und eine freie Fläche - schon hat man seinen Spaß!
Ich, nicht müde zu kontern, fragte ihn, ob denn dann nicht fangen noch besser geeignet ist.
Hier setzte eine leichte Fokusänderung des Gesprächs ein. Wir fragten uns, warum in Zeiten von Parkour und Free Running noch nicht Fangen oder Versteck spielen zu einer Art Szenesport wurde. Ok, es hat den Mief des Kinderspiels an sich, aber... hmmm... und Onkel Philipp is ja ne Internet/Wikipedia-Leiche, hat sich über diverse Fangen-Varianten informiert und herausgefunden, daß in Asien sogar zwei dieser Varianten Sportarten sind, juche!
Mir ist dabei etwas aufgefallen, was ich z.Zt. auch im Krafttraining (Stichwörter Body Weigt Exercises oder Low Budget Training) beobachte: Es gibt einen Trend zum einfachen hin im Sport. Man möchte, so weit es geht, möglichst einen von der Umwelt und vor allem vom Equipment unabhängigen Sport machen. Nachdem die Fitnessindustrie für diverseste Ergometer, Crosstrainer, Laufbänder, Multipressen, Latzüge und natürlich Hantelbänke sich langsam eine goldene Nase verdiente, setzt sich anscheinend immer mehr in den Köpfen der Leute die Frage nach dem "Wozu" durch. Der eigene Körper und die Umgebung, sei es die Stadt, sei es der Park oder Wald oder seien es die eigenen vier Wände sind mit kaum Hilfsmitteln das billigste Fitness-Center, was man haben kann.
Letztlich ist es auch ein imho guter Trend in Richtung "natürlicher Sport". Ok, nun könnte man den Parcous vorhalten, daß die ja eben nicht in der Natur sind, sondern in der Stadt, aber sehen wir es doch mal so: Viele der werten Leser werden sicherlich wie ich in der Großstadt leben. Und da lebe ich fast mein ganzes Leben bisher! So ist meine natürliche Umgebung, so schön ich ihn auch finde (und so sehr er das krasseste Fitness-Studio ist, in dem ich bisher war), der Wald ist nicht meine natürliche Umgebung!
So frage ich mich (etwas angsterfüllt), wann das erste mal in Fußgängerzonen Xtreme-Tagging oder verstecken gespielt wird. Und ich alter Kindskopf muß gestehen: Ich wär dabei.
Dienstag, September 18, 2007
Europapokaaaal, Europapokaaal.... schalalalalalalala
So, ich bin wieder back on track. Inoffiziell dürft ihr mich schonmal Diplom-Physiker nennen, doch, na ja, was Verwaltung angeht, brauche ich hier nun keinen Trauerpsalm anzustimmen. Ich hoffe nur, daß ich diese Woche wenigstens ein vorläufiges Diplom bekomme.
ABER: Das tolle ist, ich habe alle Prüfungen hinter mir (Oleoleole) und die Diplomarbeit ja schon vor längerem abgegeben. Sehr tolle sache. Dann dachte ich, ich kann ja mal wieder hier was schreiben.
Darüber wollte ich schon länger was schreiben, und zwar über diesen Artikel hier. An sich ist es eine gute Idee gegen dieses ganze Hool-tum ("kommt ne Toilette geflogen, fällt nieder auf das Gras, ja wir sind voll verzogen und fühlen nur Haß" oder so). Erstens muß man nicht total hacke sein, um sich ein Spiel anzusehen, außerdem kämpfen die da unten auf dem Feld schon um den Europapokal, da brauch man nicht deren Fans zu zerlegen.
Was ich jedoch schade finde (ja, ich muß ja nicht betonen, daß ich ein Berliner Prolo bin), ist der vollständige Verzicht auf Beleidigungen. Hmm. Wie soll ich das erklären?
es gehört irgendwie für mich mit zum Spiel. Ich betone: SPIEL.Mein Bruder sieht das genauso, obwohl er häufiger mit seinem Eintracht-Trikot bei Spielen von Fans der Gegenseite mit Spottliedern bedacht wurde. Hey- er hat halt geantwortet, beide Seiten grinsten sich einen ab und wußten, daß es nicht um die Person geht.
Mich erinnert das ganze an die Clash-Cultur in der Reggae-Szene, gerade die in den achtzigern. Man hat den anderen Sound oder Artist wirklich respektiert, aber es gehörte zum Spiel eben dazu, daß man eben "Mi kill disya sound and bring him to di cemetary" (Ich töte den Sound und bringe ihn zum Friedhof) posaunte, es macht den Reiz daran aus. Ich erinnere mich da an die Aufnahmen der echt legendären Clashes zw. Shabba Ranks und Ninjaman und den echt großartigen Clash zw. Papa San und Lt. Stitchie. Letztere zwei sangen vor dem Clash noch zusammen, und erst bei Beginn des Clashes haben sie sich beharkt. Und es waren, muß ich sagen, kreative Beleidigungen, woran man eben auch merkte, daß es ein Spiel war.
Wichtig ist hier (=Reggae) wie da (=Fußball), daß die Grenzen des Spiels nicht übersehen werden. Ein Clash hört nach dem Tune fi Tune auf, ein Fußballspiel nach 90 minuten plus vllt Verlängerung etc. Dann kann man imho auch mit den Fans der gegnerischen Mannschaft einen trinken gehen. Aber für die neunzig Minuten - wieso nicht "Was für Eltern muß man haben, um so verdorben zu sein einen Vertrag zu unterschreiben bei diesem Scheiß Verein" singen? Wenn klar ist, was die Grenzen sind, ist alles ok. Jedoch vollständig auf leicht offensive Lieder, auf ein lautes "NA UND" bei Verlesung der Spielernamen der gegnerischen Mannschaft - also bitte, der vollständige Verzicht wäre gerade beim Fußball das einzige, was mich daran interessiert :) Ja, ich bin wirklich so ein Musikdepp, daß ich Fangesäange auf meiner Platte habe.
ABER: Das tolle ist, ich habe alle Prüfungen hinter mir (Oleoleole) und die Diplomarbeit ja schon vor längerem abgegeben. Sehr tolle sache. Dann dachte ich, ich kann ja mal wieder hier was schreiben.
Darüber wollte ich schon länger was schreiben, und zwar über diesen Artikel hier. An sich ist es eine gute Idee gegen dieses ganze Hool-tum ("kommt ne Toilette geflogen, fällt nieder auf das Gras, ja wir sind voll verzogen und fühlen nur Haß" oder so). Erstens muß man nicht total hacke sein, um sich ein Spiel anzusehen, außerdem kämpfen die da unten auf dem Feld schon um den Europapokal, da brauch man nicht deren Fans zu zerlegen.
Was ich jedoch schade finde (ja, ich muß ja nicht betonen, daß ich ein Berliner Prolo bin), ist der vollständige Verzicht auf Beleidigungen. Hmm. Wie soll ich das erklären?
es gehört irgendwie für mich mit zum Spiel. Ich betone: SPIEL.Mein Bruder sieht das genauso, obwohl er häufiger mit seinem Eintracht-Trikot bei Spielen von Fans der Gegenseite mit Spottliedern bedacht wurde. Hey- er hat halt geantwortet, beide Seiten grinsten sich einen ab und wußten, daß es nicht um die Person geht.
Mich erinnert das ganze an die Clash-Cultur in der Reggae-Szene, gerade die in den achtzigern. Man hat den anderen Sound oder Artist wirklich respektiert, aber es gehörte zum Spiel eben dazu, daß man eben "Mi kill disya sound and bring him to di cemetary" (Ich töte den Sound und bringe ihn zum Friedhof) posaunte, es macht den Reiz daran aus. Ich erinnere mich da an die Aufnahmen der echt legendären Clashes zw. Shabba Ranks und Ninjaman und den echt großartigen Clash zw. Papa San und Lt. Stitchie. Letztere zwei sangen vor dem Clash noch zusammen, und erst bei Beginn des Clashes haben sie sich beharkt. Und es waren, muß ich sagen, kreative Beleidigungen, woran man eben auch merkte, daß es ein Spiel war.
Wichtig ist hier (=Reggae) wie da (=Fußball), daß die Grenzen des Spiels nicht übersehen werden. Ein Clash hört nach dem Tune fi Tune auf, ein Fußballspiel nach 90 minuten plus vllt Verlängerung etc. Dann kann man imho auch mit den Fans der gegnerischen Mannschaft einen trinken gehen. Aber für die neunzig Minuten - wieso nicht "Was für Eltern muß man haben, um so verdorben zu sein einen Vertrag zu unterschreiben bei diesem Scheiß Verein" singen? Wenn klar ist, was die Grenzen sind, ist alles ok. Jedoch vollständig auf leicht offensive Lieder, auf ein lautes "NA UND" bei Verlesung der Spielernamen der gegnerischen Mannschaft - also bitte, der vollständige Verzicht wäre gerade beim Fußball das einzige, was mich daran interessiert :) Ja, ich bin wirklich so ein Musikdepp, daß ich Fangesäange auf meiner Platte habe.
Samstag, September 01, 2007
Lebenszeichen
Ja, ich lebe immer noch, olé! Wenn am Do die letzte Diplomprüfung hinter mir liegt, werde ich hoffentlich wieder mal dazu kommen, was zu posten. Würde mich jedenfalls freuen, der alten St. Dymphna mal etwas Staub abzuklopfen.
Im Augenblick ist alles etwas stressig, wenn ich nicht lerne (was leider zu oft passiert, die Luft ist langsam ein bissel raus), häng ich rum und versuch mich zum lernen zu motivieren oder mache Sport. Yeah! Im Augenblick habe ich die Body Weight Exercises für mich entdeckt und werde wohl bald beim Fitness-Studio kündigen. Spartan Workouts hauen so derbe rein, daß es trotz des Schweißes und der Atemlosigkeit einfach süchtig macht!
So. Bis man mal wieder was sinnvolles von mir liest, hinterlasse ich Euch nen theologischen Witz (vom ironic catholic):
Karl Barth, Rudolf Bultmann and Paul Tillich are taking a break together, fishing on Lake Geneva. They are having a lovely time, smoking their pipes, chatting idly.
It's hot and they are getting thirsty. So Karl Barth gets up, steps out of the boat, and walks across the water to the shore, gets some beers and returns.
It's quite hot so the beer doesn't last long. Barth tells Tillich: "your turn, Paul". Tillich gets up, steps outside the boat, walks across the water, and fetches some beer.
It is getting really hot now, and the beer is finished once again. Bultmann is beginning to sweat particularly profusely... and finally Barth asks him too: "Come on, Rudolf, your turn now." With a slight tremor in his knees, Bultmann gets up, steps out of the boat, and sinks like a stone. Fortunately he is a good swimmer; he drags himself back into the boat and sulks at the far end.
Tillich turns to Barth and says: "Do you think we should have told him where the stepping stones are?"
Barth looks at him in astonishment and replies: "What stones?"
Im Augenblick ist alles etwas stressig, wenn ich nicht lerne (was leider zu oft passiert, die Luft ist langsam ein bissel raus), häng ich rum und versuch mich zum lernen zu motivieren oder mache Sport. Yeah! Im Augenblick habe ich die Body Weight Exercises für mich entdeckt und werde wohl bald beim Fitness-Studio kündigen. Spartan Workouts hauen so derbe rein, daß es trotz des Schweißes und der Atemlosigkeit einfach süchtig macht!
So. Bis man mal wieder was sinnvolles von mir liest, hinterlasse ich Euch nen theologischen Witz (vom ironic catholic):
Karl Barth, Rudolf Bultmann and Paul Tillich are taking a break together, fishing on Lake Geneva. They are having a lovely time, smoking their pipes, chatting idly.
It's hot and they are getting thirsty. So Karl Barth gets up, steps out of the boat, and walks across the water to the shore, gets some beers and returns.
It's quite hot so the beer doesn't last long. Barth tells Tillich: "your turn, Paul". Tillich gets up, steps outside the boat, walks across the water, and fetches some beer.
It is getting really hot now, and the beer is finished once again. Bultmann is beginning to sweat particularly profusely... and finally Barth asks him too: "Come on, Rudolf, your turn now." With a slight tremor in his knees, Bultmann gets up, steps out of the boat, and sinks like a stone. Fortunately he is a good swimmer; he drags himself back into the boat and sulks at the far end.
Tillich turns to Barth and says: "Do you think we should have told him where the stepping stones are?"
Barth looks at him in astonishment and replies: "What stones?"
Donnerstag, Juli 26, 2007
Adams Äpfel
Ich empfehle ja hier eigentlich keine Filme, aber da dieser Film micht persönlich (und irgendwie auch religiös) sehr, sehr berührt hat, kann ich nicht anders.
Der werte Leser muß wissen, daß die Berg- und Talfahrt meines Lebens mal wieder in einem Tal gelandet ist, in dem die Sonne nicht scheint. Daß damit dann auch Fragen an den Lieben Gott verbunden sind, kann man sich sicherlich vorstellen. Man fragt sich einfach bei manchen Tiefschlägen, was die ganze Scheiße soll, was das liebe am Lieben Gott ist.
Vielleicht ist es göttliche Fügung, daß ich grad heute auf die Idee kam, mir endlich diesen Film auszuleihen, denn er paßte wie die Faust aufs Auge.
Es geht um den Neonazi Adam, der seine Bewährungszeit bei dem Pastor und Gutmenschen Igor verbringen soll. Dieser Igor glaubt fest an das Gute in der Welt und in jedem Menschen, und man kann sagen, daß er etwas zu krampfhaft dran glaubt: Im Verlauf des Filmes merkt man, daß er sich die Welt um ihn herum ständig schönredet, im Paradies seiner Phantasie wohnt. Er meint, er würde aus den Menschen, die bei ihm die Bewährung absitzen, etwas erreichen, aber, wie man an Gunnar, einem Alkoholiker und Vergewaltiger, und Khalid, einem Tankstellenräuber sehen kann; sie sind nicht wirklich geheilt. Adam sieht das und als verbitterter Neonazi versucht er, Igor zu brechen.
Ich werde jetzt nicht die ganze Geschichte hier erzählen, nur, daß der Film eine wunderbare Parabel auf die unergründlichen Wege Gottes.
Wenn man recht weit unten ist, können Filme wie dieser einem wieder Hoffnung geben, denk ich mal. Das kann ich nicht hundertprozentig von mir behaupten, ich sehe nicht das Ende des Tales, aber auf jeden Fall hat der Film mich zum Lachen, fast zum Weinen und auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht, ob es denn nicht sinnvoll wäre, wenigstens die Möglichkeit eines neuen Sonnenaufgangs in Erwägung zu ziehen. Denn die Welt ist voller kleiner Wunder - ich meine jetzt nicht die kirchlich anerkannten von Lourdes, sondern die des Alltages -, vielleicht wird mal das eine Wunder, wonach ich mich so sehne, Wirklichkeit.
Na ja, genug von mir. Es sollte bzgl. des Filmes noch erwähnt werden, daß Anders Thomas Jensen (Drehbuchautor & Regisseur) es mal wieder geschafft hat, wirklich vielschichtige Charaktere zu entwickeln, eine Geschichte zu schreiben, die einen eben zum lachen, weinen und nachdenken bringen kann (ja, auch Dänische Delikatessen ist empfehlenswert! Wenn auch nicht so persönlich wie eben Adams Äpfel). Und die Musik, ohhh... toll!
Na ja, irgendwie aufgestellt hat mich der Film schon.
Außerdem hab ich jetzt neben Schmock nen weiteren Lieblingsausdruck: LALLO
Der werte Leser muß wissen, daß die Berg- und Talfahrt meines Lebens mal wieder in einem Tal gelandet ist, in dem die Sonne nicht scheint. Daß damit dann auch Fragen an den Lieben Gott verbunden sind, kann man sich sicherlich vorstellen. Man fragt sich einfach bei manchen Tiefschlägen, was die ganze Scheiße soll, was das liebe am Lieben Gott ist.
Vielleicht ist es göttliche Fügung, daß ich grad heute auf die Idee kam, mir endlich diesen Film auszuleihen, denn er paßte wie die Faust aufs Auge.
Es geht um den Neonazi Adam, der seine Bewährungszeit bei dem Pastor und Gutmenschen Igor verbringen soll. Dieser Igor glaubt fest an das Gute in der Welt und in jedem Menschen, und man kann sagen, daß er etwas zu krampfhaft dran glaubt: Im Verlauf des Filmes merkt man, daß er sich die Welt um ihn herum ständig schönredet, im Paradies seiner Phantasie wohnt. Er meint, er würde aus den Menschen, die bei ihm die Bewährung absitzen, etwas erreichen, aber, wie man an Gunnar, einem Alkoholiker und Vergewaltiger, und Khalid, einem Tankstellenräuber sehen kann; sie sind nicht wirklich geheilt. Adam sieht das und als verbitterter Neonazi versucht er, Igor zu brechen.
Ich werde jetzt nicht die ganze Geschichte hier erzählen, nur, daß der Film eine wunderbare Parabel auf die unergründlichen Wege Gottes.
Wenn man recht weit unten ist, können Filme wie dieser einem wieder Hoffnung geben, denk ich mal. Das kann ich nicht hundertprozentig von mir behaupten, ich sehe nicht das Ende des Tales, aber auf jeden Fall hat der Film mich zum Lachen, fast zum Weinen und auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht, ob es denn nicht sinnvoll wäre, wenigstens die Möglichkeit eines neuen Sonnenaufgangs in Erwägung zu ziehen. Denn die Welt ist voller kleiner Wunder - ich meine jetzt nicht die kirchlich anerkannten von Lourdes, sondern die des Alltages -, vielleicht wird mal das eine Wunder, wonach ich mich so sehne, Wirklichkeit.
Na ja, genug von mir. Es sollte bzgl. des Filmes noch erwähnt werden, daß Anders Thomas Jensen (Drehbuchautor & Regisseur) es mal wieder geschafft hat, wirklich vielschichtige Charaktere zu entwickeln, eine Geschichte zu schreiben, die einen eben zum lachen, weinen und nachdenken bringen kann (ja, auch Dänische Delikatessen ist empfehlenswert! Wenn auch nicht so persönlich wie eben Adams Äpfel). Und die Musik, ohhh... toll!
Na ja, irgendwie aufgestellt hat mich der Film schon.
Außerdem hab ich jetzt neben Schmock nen weiteren Lieblingsausdruck: LALLO
Montag, Juli 09, 2007
Life is killing me
Na gut, so schlimm ist es nicht. Aber irgendwie ist etwas der Wurm drin, deshalb bitte ich um euer Gebet, Papa FingO hat ja nunmal seine Probs mit Depressionen, und irgendwie scheinen ein paar Vorboten derselben zu mir unterwegs zu sein. Und irgendwie komme ich mir wie ein schlecht ausgebautes Dorf bei Warcraft III vor, daß gerade die erste Angriffswelle abbekam, die halbwegs überstand, aber weiß, wenn jetzt der Sturm kommt, hat man zu wenig vorgebaut (Held tot und kein Altar gebaut bspw.).
Konkret bitte ich euch darum, dafür zu beten:
- daß die jetzige Situation (Leben war mal wieder ein Scherzkeks) ich nicht mit Gott in Zusammenhang bringe. Ich finde es nämlich wunderschön, bis auf manche Panikattacken (davon später) mit Gott wirklich ein hader-freies Verhältnis zu haben und möchte das nicht verlieren.
- Mein Vater und mein Bruder arbeiten zusammen als selbständiges Unternehmen. Nun sieht es grad finanziell extrem beschissen aus und mein Bruder muß noch lernen, was das Leben als Selbständiger bedeutet (VERDAMMT viele Termine machen bspw.). Genau genommen fragt mein Vater sich grad, wie es bis September weitergehen soll.
- Wie angedeutet, neige ich zu Panikattacken. So stand ich gestern vor meiner Haustür und fand meinen Schlüssel nicht. Ich rief bei meinem Vater an und er sah ihn bei sich zuhause nicht. Ich geriet tierisch in Panik, weil, siehe oben, unserer Familie geht es geldmäßig nicht so gut, und mein ganzer Schlüsselbund mit dem Büro-Schlüssel, mit dem Schlüssel zum Haus meines Vaters und denen zu meiner Wohnung wär auch ein kleines verlorenes Vermögen.
Nun, sich Sorgen zu machen und unruhig zu werden ist imho ein Kavaliersdelikt. Das passiert, denk ich mal jedem. Mein Problem ist, daß ich in solchen Panikattacken alles auf Gott beziehe. Und da, wie gesagt, bis auf solche Attacken mein Verhältnis zu Gott im Augenblick recht gut ist, möchte ich das eigentlich nicht. Also auch hier ein schnorren nach gebet. höhö.
Konkret bitte ich euch darum, dafür zu beten:
- daß die jetzige Situation (Leben war mal wieder ein Scherzkeks) ich nicht mit Gott in Zusammenhang bringe. Ich finde es nämlich wunderschön, bis auf manche Panikattacken (davon später) mit Gott wirklich ein hader-freies Verhältnis zu haben und möchte das nicht verlieren.
- Mein Vater und mein Bruder arbeiten zusammen als selbständiges Unternehmen. Nun sieht es grad finanziell extrem beschissen aus und mein Bruder muß noch lernen, was das Leben als Selbständiger bedeutet (VERDAMMT viele Termine machen bspw.). Genau genommen fragt mein Vater sich grad, wie es bis September weitergehen soll.
- Wie angedeutet, neige ich zu Panikattacken. So stand ich gestern vor meiner Haustür und fand meinen Schlüssel nicht. Ich rief bei meinem Vater an und er sah ihn bei sich zuhause nicht. Ich geriet tierisch in Panik, weil, siehe oben, unserer Familie geht es geldmäßig nicht so gut, und mein ganzer Schlüsselbund mit dem Büro-Schlüssel, mit dem Schlüssel zum Haus meines Vaters und denen zu meiner Wohnung wär auch ein kleines verlorenes Vermögen.
Nun, sich Sorgen zu machen und unruhig zu werden ist imho ein Kavaliersdelikt. Das passiert, denk ich mal jedem. Mein Problem ist, daß ich in solchen Panikattacken alles auf Gott beziehe. Und da, wie gesagt, bis auf solche Attacken mein Verhältnis zu Gott im Augenblick recht gut ist, möchte ich das eigentlich nicht. Also auch hier ein schnorren nach gebet. höhö.
Sonntag, Juli 08, 2007
Summorum Pontificum
So, nu is es raus. Ich hab mich gefreut. Ehrlich. Motu Proprio, wie auch die Kommentare des Heligen Vaters dazu finde ich großartig. Mal wieder ein Beweis dafür, wie toll unser Heiliger Vater ist.
Was ich als NOM-Fan wunderbar fand, war, daß er eben nicht den Neuen Ritus durch den Alten ausspielte, sondern es als zwei Formen des einen Ritus darstellte. Das war ihm ein wichtiger Punkt!
So, und wie wurde es aufgenommen? Daß im Vorfeld die Antisemitismuskeule rausgeholt wurde etc. war klar, daß sich die üblichen Verdächtigen der Moderne darüber aufregen auch.
Und, leider, was auch klar war, ist, daß Leute wie Spämann und Badde dann doch die eine Form des Ritus gegen die andere ausspielen. Sätze wie "bevor Papst Paul VI. sie im Jahr 1969 mit einem höchst eigenwilligen Federstrich durch eine synthetische Neuform ersetzte" sind ungerecht, wenn man nicht mal die Intention dieser Neuform erwähnt, indem man sich nämlich an den Liturgien der Kirchenväter AUCH orientierte, kann man das nicht so einfach stehen lassen. Daß in diese Worte des Papstes, daß eben beide Formen GLEICHWERTIG sind und sich GEGENSEITIG BEFRUCHTEN wollen, dann Paul Badde eine Melancholie nach dem Alten Ritus hineininterpretiert wird, ist eine Unverfrohrenheit sondergleichen. Ähnlich, daß Spämann die Kritik des Heiligen Vaters an gewissen Dingen des Neuen Ritus vollkommen verkürzt darstellt und bspw. eben nicht erwähnt, daß der Papst gegen das "für alle" und die Handkommunion nicht so viel einzuwenden hat (ersteres in Gott ist uns nah, letzteres in Gott und die Welt) und daß dar Papst eben gegen das krampfhafte heraustragen der Volksaltäre ist (siehe Geist der Liturgie).
Das ist ja aber leider nicht das einzige. Wenn ich speziell auf Ami-Blogs Dinge lesen muß wie das machwerk hier dann können meinetwegen die ganzen "ach, ich bin sooooo heilig und verehre Gott so toll"-Alte Messe-Besucher weiter von Einheit der Kirche quatschen, die GIBT ES DANN NICHT.
Wenn sie so gegen einen gültigen (und übrigens schönen Ritus, wenn man sich darauf einläßt, und mal nicht nur hört, daß der Papst den Tridentinischen Ritus wieder einführt, sondern beide Formen als gleichwertig sieht) zu Felde ziehen, oder über Marini folgendes schreiben:
"I hope they get that smirking Marini off camera soon. And out of the liturgy office.
I think they should make him master of ceremonies in Antarctica. Award him a plane ticket, then a kayak ticket and a big coat and give him a farewell party with pictures in the Vatican Bulletin & the New York Times. Bye bye!!"
... ja dann frage ich mich langsam, ob diese Pharisäerbrut wirklich meine Brüder im Glauben sind.
Wenn es so weiter geht, wenn weiterhin von Konservativer Seite der Alte Ritus gegen den Neuen ausgespielt wird, wenn man weiterhin lieber auf Schismatiker wie Fellay als auf Bischöfe der eigenen Kirche hört, kurz und gut: wenn nicht auch die Konservativen dieses Schreiben vom Heiligen Vater als einen Aufruf zur gegenseitigen Liebe sieht, dann wird der Rauch Satans im Tempel Gottes sehr dicht werden.
Na ja. Ich rede mir den Mund fusselig, man wird mir wieder sagen, daß ja der NOM konstruiert sei und ja gar nicht im Geist des Konzils, man wird wieder ein "Catholic, but" sein.
Wenn aber irgendwann eine riesige Menge von Liebhabern des Neuen Ritus das Schiff der Kirche verläßt, dann erinnert Euch an meine Worte. Und das wirklich traurige wäre, daß der Heilige Vater dafür nichts können würde, sondern das Volk Gottes daraus die Alte vs. Neue Messe-Debatte weitergekämpft hätte.
Was mich aber von der Gegenseite wirklich genauso stört, ist, wenn die (berechtigte, ja) Frage gestellt wird, was denn die Definition des Heligen Vaters von "Gruppe" ist. Ok, die Frage ist berechtigt: Reicht es, wenn eine Gruppe von drei Leuten dauerhaft in der Gemeinde das will? Die Zeit wird zeigen, wie das gehandhabt wird. Dann aber dem Papst da Bosheit zu unterstellen, ist eine Frechheit sondergleichen! Wo ist die Papsttreue, das Vertrauen in Mater Ecclesia, wenn man dem Heiligen Vater unterstellt, er wolle mit der Ausdrucksweise "Ordentlicher und Außerordentlicher Ritus" nur den NOM-lern schmeicheln, um ihnen heimlich den Neuen Ritus abspenstig zu machen? Nee, das ist auch keine Kirche!
So, aber genaug gemeckert über manche Leute, die es meiner Meinung nach falsch aufnehmen. Ich hab mich riesig gefreut! Mal wieder hat sich der Papst unglaublich intelligent ausgedrückt und letztlich eben (was ich vorher kritisierte) nicht wertend! Ich finde es schön, daß nun eine Möglichkeit für Liebhaber des Alten Ritus geschaffen ist, und hoffe, daß sich da nicht Bischöfe nun querstellen oder ähnliches. Denn das wäre schade, dieses Schreiben ist ein Geschenk an das liturgische Leben jeder Diözese, da es das liturgische Leben unglaublich bereichert bzw. wieder-bereichert. Es ist großartig, daß nun auch Leuten wie mir , ganz normalen Gemeindechristen, die Möglichkeit gegeben ist, die Messe der Jahrhunderte zu feiern, wenn mir danach ist. Danke, Heiliger Vater!
Was ich als NOM-Fan wunderbar fand, war, daß er eben nicht den Neuen Ritus durch den Alten ausspielte, sondern es als zwei Formen des einen Ritus darstellte. Das war ihm ein wichtiger Punkt!
So, und wie wurde es aufgenommen? Daß im Vorfeld die Antisemitismuskeule rausgeholt wurde etc. war klar, daß sich die üblichen Verdächtigen der Moderne darüber aufregen auch.
Und, leider, was auch klar war, ist, daß Leute wie Spämann und Badde dann doch die eine Form des Ritus gegen die andere ausspielen. Sätze wie "bevor Papst Paul VI. sie im Jahr 1969 mit einem höchst eigenwilligen Federstrich durch eine synthetische Neuform ersetzte" sind ungerecht, wenn man nicht mal die Intention dieser Neuform erwähnt, indem man sich nämlich an den Liturgien der Kirchenväter AUCH orientierte, kann man das nicht so einfach stehen lassen. Daß in diese Worte des Papstes, daß eben beide Formen GLEICHWERTIG sind und sich GEGENSEITIG BEFRUCHTEN wollen, dann Paul Badde eine Melancholie nach dem Alten Ritus hineininterpretiert wird, ist eine Unverfrohrenheit sondergleichen. Ähnlich, daß Spämann die Kritik des Heiligen Vaters an gewissen Dingen des Neuen Ritus vollkommen verkürzt darstellt und bspw. eben nicht erwähnt, daß der Papst gegen das "für alle" und die Handkommunion nicht so viel einzuwenden hat (ersteres in Gott ist uns nah, letzteres in Gott und die Welt) und daß dar Papst eben gegen das krampfhafte heraustragen der Volksaltäre ist (siehe Geist der Liturgie).
Das ist ja aber leider nicht das einzige. Wenn ich speziell auf Ami-Blogs Dinge lesen muß wie das machwerk hier dann können meinetwegen die ganzen "ach, ich bin sooooo heilig und verehre Gott so toll"-Alte Messe-Besucher weiter von Einheit der Kirche quatschen, die GIBT ES DANN NICHT.
Wenn sie so gegen einen gültigen (und übrigens schönen Ritus, wenn man sich darauf einläßt, und mal nicht nur hört, daß der Papst den Tridentinischen Ritus wieder einführt, sondern beide Formen als gleichwertig sieht) zu Felde ziehen, oder über Marini folgendes schreiben:
"I hope they get that smirking Marini off camera soon. And out of the liturgy office.
I think they should make him master of ceremonies in Antarctica. Award him a plane ticket, then a kayak ticket and a big coat and give him a farewell party with pictures in the Vatican Bulletin & the New York Times. Bye bye!!"
... ja dann frage ich mich langsam, ob diese Pharisäerbrut wirklich meine Brüder im Glauben sind.
Wenn es so weiter geht, wenn weiterhin von Konservativer Seite der Alte Ritus gegen den Neuen ausgespielt wird, wenn man weiterhin lieber auf Schismatiker wie Fellay als auf Bischöfe der eigenen Kirche hört, kurz und gut: wenn nicht auch die Konservativen dieses Schreiben vom Heiligen Vater als einen Aufruf zur gegenseitigen Liebe sieht, dann wird der Rauch Satans im Tempel Gottes sehr dicht werden.
Na ja. Ich rede mir den Mund fusselig, man wird mir wieder sagen, daß ja der NOM konstruiert sei und ja gar nicht im Geist des Konzils, man wird wieder ein "Catholic, but" sein.
Wenn aber irgendwann eine riesige Menge von Liebhabern des Neuen Ritus das Schiff der Kirche verläßt, dann erinnert Euch an meine Worte. Und das wirklich traurige wäre, daß der Heilige Vater dafür nichts können würde, sondern das Volk Gottes daraus die Alte vs. Neue Messe-Debatte weitergekämpft hätte.
Was mich aber von der Gegenseite wirklich genauso stört, ist, wenn die (berechtigte, ja) Frage gestellt wird, was denn die Definition des Heligen Vaters von "Gruppe" ist. Ok, die Frage ist berechtigt: Reicht es, wenn eine Gruppe von drei Leuten dauerhaft in der Gemeinde das will? Die Zeit wird zeigen, wie das gehandhabt wird. Dann aber dem Papst da Bosheit zu unterstellen, ist eine Frechheit sondergleichen! Wo ist die Papsttreue, das Vertrauen in Mater Ecclesia, wenn man dem Heiligen Vater unterstellt, er wolle mit der Ausdrucksweise "Ordentlicher und Außerordentlicher Ritus" nur den NOM-lern schmeicheln, um ihnen heimlich den Neuen Ritus abspenstig zu machen? Nee, das ist auch keine Kirche!
So, aber genaug gemeckert über manche Leute, die es meiner Meinung nach falsch aufnehmen. Ich hab mich riesig gefreut! Mal wieder hat sich der Papst unglaublich intelligent ausgedrückt und letztlich eben (was ich vorher kritisierte) nicht wertend! Ich finde es schön, daß nun eine Möglichkeit für Liebhaber des Alten Ritus geschaffen ist, und hoffe, daß sich da nicht Bischöfe nun querstellen oder ähnliches. Denn das wäre schade, dieses Schreiben ist ein Geschenk an das liturgische Leben jeder Diözese, da es das liturgische Leben unglaublich bereichert bzw. wieder-bereichert. Es ist großartig, daß nun auch Leuten wie mir , ganz normalen Gemeindechristen, die Möglichkeit gegeben ist, die Messe der Jahrhunderte zu feiern, wenn mir danach ist. Danke, Heiliger Vater!
Samstag, Juni 30, 2007
Würzburger Bischof vs Belphegor
Nur mal kurz erwähnt
Wichtig sei noch anzumerken, daß Belphegor übelst scheiße ist. Echte Männer hören alte Kataklysm-Sachen oder Japanische Kampfhörspiele!
Wichtig sei noch anzumerken, daß Belphegor übelst scheiße ist. Echte Männer hören alte Kataklysm-Sachen oder Japanische Kampfhörspiele!
Dienstag, Juni 26, 2007
Bin ich ein Nerd...
Kinder, auf einer Seite werden zwie meiner eher nerdigen Leidenschaften erschlagen:
ANGBAND WEBCOMICS
TOLL!!!

Angband ist ein sogenanntes roguelike game , wo man einen Klammeraffen @ durch eine Horde von gräßlich aussehenden Monstern (wie ein P, eieiei...) steuert. Das klingt blöd und simpel, aber diese Spiele sind verdammt komplex; es gibt oft bis zu über hundert Zaubersprüche, teilweise unterschiedliche Magiesysteme in einem Spiel, viele Charakterklassen, Quests, so weit das Auge reicht, und die etwas komplizierteren Versionen (wie mein kleiner Liebling ToME ) existiert weitaus mehr als schnöde Dungeons und sie sind teilweise noch erweiterbar. Also Spiele, die einen wirklich lang beschäftigen können.
PS: Bei den neueren Versionen von ToMe werden die editierbaren Daten nun leider Gottes in einer etwas komplizierteren Programmiersprache gespreichert.Das ist doof.
ANGBAND WEBCOMICS
TOLL!!!

Angband ist ein sogenanntes roguelike game , wo man einen Klammeraffen @ durch eine Horde von gräßlich aussehenden Monstern (wie ein P, eieiei...) steuert. Das klingt blöd und simpel, aber diese Spiele sind verdammt komplex; es gibt oft bis zu über hundert Zaubersprüche, teilweise unterschiedliche Magiesysteme in einem Spiel, viele Charakterklassen, Quests, so weit das Auge reicht, und die etwas komplizierteren Versionen (wie mein kleiner Liebling ToME ) existiert weitaus mehr als schnöde Dungeons und sie sind teilweise noch erweiterbar. Also Spiele, die einen wirklich lang beschäftigen können.
PS: Bei den neueren Versionen von ToMe werden die editierbaren Daten nun leider Gottes in einer etwas komplizierteren Programmiersprache gespreichert.Das ist doof.
Freitag, Juni 22, 2007
Zehn Jahre ists her!

P: Widersagt ihr dem Satan?
A: Ich widersage.
P: Und all seiner Bosheit?
A: Ich widersage.
P: Und all seinen Verlockungen?
A: Ich widersage.
P: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöp fer des Himmels und der Erde?
A: Ich glaube.
P: Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
A: Ich glaube.
P: Glaubt ihr an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben?
A: Ich glaube.
Vor zehn Jahren war ich es, der diese Worte vor der Kirche mit meinem Bruder zusammen sprach. Im Sommer 1997 wurde ich getauft.
Da ist es an der Zeit, Gott zu danken.
Zu danken dafür, daß er mir die Gnade schenkte, Teil der Kirche werden zu können. Daß ich am großen Geheimnis des Glaubens hienieden Anteil habe, daß ich Glied des mystischen Leibes Christi wurde.
Gott weiß, daß es immer wieder schlechte Zeiten gab, daß gerade der Anfag schwer war. Beim WYD in Paris 1997 hab ich noch mit Kiffen kokettiert. Die ersten drei Jahre interessierte ich mich mehr für Esoterik als für die Kirche und war überhaupt nicht beichten. Und wenn ich Esoterik sage, dann mein ich nicht so einen "feel good"-Schrott wie Walsh's "Gespräche mit Gott", sondern einige Bücher von Crowley, Lehren der Chaosmagie... Immerhin war damals schon irgendeine Essenz da: Ich dachte, ich könne die magischen Lehren irgendwie mit dem christentum verheiraten, was natürlich zum Scheitern verurteilt ist, wenn der Geistige Vater dieser Lehren schreibt "Do what thou wilt shall be the law".
Dann, in Rom anno 2000, beim wunderbaren Weltjugendtag 2000 - mann ,war der toll! -, schenkte mir Gott die Kraft, von den nicht-christlichen Lehren zu lassen und die Lehren der Kirche vollkommen zu akzeptieren. Ich finde es immer noch interessant, was für eine sanfte Rhetorik da Gott anwandte: bei einer eucharistischen Anbetung kam mir der lapidare Gedanke "Philipp, laß doch die Lehren der Kabbala etc. erstmal sein und lerne die Lehren der Kirche kennen." Na ja, und die Lehren der Kirche stellten sich als Wahrheit raus.
Größer war noch Gottes Gnade, als er mir zwei sehr gute Freunde im Glauben schenkte, indem er meine zwei besten Freunde zum Glauben brachte.
Sicherlich war danach nicht alles perfekt. Als vom Opus Dei im Glauben geschulter fiel ich nie auf die Lehren von Küng, Drewermann - you name it - rein. Aber dafür hat sich einige Zeit bei mir eine Arroganz gegenüber den Standard-Katholiken, den "Reingeborenen", wie mein Bruder und ich sagten, entwickelt. Dazu kam, daß ich mehr und mehr traditionalistisch wurde und gegen gewisse Bischöfe, die meiner Meinung nach nicht mit genügend chuzpe ihr Amt leiteten, herzog. Wieder wies Gott mich sanft zurecht. Auf einem Gesprächsabend der Arche Potsdam traf ich auf einen Traditionalisten, der Pius X. sehr nah stand. Das Gespräch war prima, wir haben uns die Bälle nur so hin- und hergespielt! Auf der Rückfahrt nach Hause kamen mir dann aber ein paar Gedanken, die mich vom Traditionalismus entfernten. - Na ja, ansonsten haben noch die damals (2004?) auf kath.net in massen sich rumtreibenden Traditionalisten mir klargemacht, daß das auch nicht der Weg sein kann, aber da hat Gott schon vorgebaut, eben in jenem Gespräch. Vielleicht ist dadurch dem Leser klar, warum ich da etwas verbitterter diskutiere.
Mit dem Jahr 2005 begann eine lange Krise, die -hoffentlich!- seit ein paar Monaten vorbei ist. Sie war nie durchgängig, aber immer wieder bekam ich Anfälle von Depressionen, die eigentlich immer sich in hadern mit Gott, mit dem eigenen Leben und allen anderen Menschen darstellte. Es fiel - und fällt mir auch heute noch beizeiten - schwer, zu glauben, daß Gott mich liebt. Ein Grund war der Hochmut eines störrischen Kindes, frei nach dem Motto "Wie kann Gott mich lieben, wenn das und das nicht so läuft?", der andere war meine Selbstverachtung, daß ich mir dachte "Na ja, wieso sollte er sehr viel von mir halten?". Ich weiß nicht, ob ihr Palahniuks Romanvorlage zum Film Fight Club kennt. Da heißt es an einer Stelle (ungefähr, genauer Wortlaut ist entfallen) "Da fiel mir auf, daß wir nicht Gottes Sternenkinder sind. Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, das Lieblingskind Gottes. Wir sind auch nicht menschliches Arschpapier, das Allerletzte. Wir sind einfach." So war mein Verhältnis zu mir selbst, mit - damals - noch dem Unterschied, daß ich mir dachte, daß menschliches Arschpapier besser als bloße Existenz wäre. Ähnlich dachte ich über mein Leben: Es zeigten sich keine schrecklichen Schicksalsschläge - aber auch keine großen Glücksmomente. Ich sah das Leben recht oft als ein tristes grau. "Das Wetter ist ständig das gleiche und die Erde bebt nur anderswo" singen Foyer des Arts im Lied "Das Leben ist uninteressant" - und so ging es mir. Besser umschreibt diese Haltung zum Leben nur Funny van Dannen im Lied "Enttäuscht vom Leben". Daß noch nebenbei mein Firmkind erstens orthodox wurde und zweitens sich verlobte (was ich eigentlich auch mal vorhatte), machte die Gesamtsituation nicht grad prickelnder.
Na ja, so zog sich das halt hin, über zwei Jahre, mit ups und downs. Und dann starb letztes Jahr am 9.12. meine Mutter. Einer der ersten Gedanken war (etwas jugendfreier ausgedrückt) "Gott, du kannst mich mal". Ich hatte noch sechs Tage zuvor mit ihr geredet, und sie wollte mit einem Priester sprechen, wofür ich inständig betete - und nicht mal DAS konnte mir der "liebe" Gott gewähren! Nach ein paar Gesprächen mit einem Priester beruhigte ich mich wieder etwas, ja, am 11. 12. bin ich sogar Gottes wegen (nicht wie am 10. 12. Mamas wegen) in die Kirche gegangen, um ihm und mir zu sagen, daß ich ihm treu bleiben will, auch wenn es mir grad schwerfällt.
Große Wunden brauchen lange zu heilen. Aber während dem Zusammenschrieben der Diplomarbeit ist der Groll gegen Gott wieder von mir vollständig abgefallen - wo es vorher eher temporärer Natur war. Ich erlebe zur Zeit eine wirkliche Hochphase des Glaubens, habe wieder mit dem regelmäßigen, betrachtenden Gebet angefangen.
Ich weiß, ich bin schwach. Manchmal kommt es mir vor, als könnte ich jede Woche beider Beichte dem Priester sagen "komm schon, du erinnerst Dich an die letzte Beichte, dasselbe bitte nochmal", daß ich mich also nie bessere. Da ist mir dann ein Spruch von Josemaria Escriva eine Hilfe: "So viele Jahre täglich kommuniziert! - Ein anderer wäre heilig, hast du mir gesagt, und ich bin noch immer derselbe! Sohn, habe ich dir geantwortet, fahre fort mit der täglichen Kommunion und denke: was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht täglich kommuniziert hätte? " Gut, bei mir müßte es heißen "So viele Jahre wöchtenlich gebeichtet" (bis auf ne lange Flaute dieses Jahr), aber irgendwie denke ich, ohne die Beichte wäre alles schlimmer und so denke ich, mit Gottes Hilfe bin ich auf dem richtigen Weg.
Klar wäre es schön, wenn dieses auf und ab mal merklich andere Qualität bekommen würde, nicht immer dieselben Dauerbrenner mir passieren würden, aber vielleicht ist das eine gute Schule der Demut. Denn stehe ich jedes Mal wie der Zöllner vor Gott, klopfe mir auf die Brust und bete "Gott, sei mir Sünder gnädig".
Aber im Augenblick ist meine Freude groß! Die Dankbarkeit, daß Gott es mir ermöglichte, ihn zu erkennen, zu seiner Kirche zu gehören, ist nicht geringer, aber auch die Dankbarkeit dafür, in der Kirche Freunde und nette Internetkontakte gefunden zu haben oder auch einfachen Gesprächsstoff! Wie arm wäre mein Leben, wenn ich nicht über den NOM, Zmiraks Bücher, Modernisten, Traditionalisten, das Neokatechumenat, den Anteil des Christentums an Tolkiens Büchern sophieren könnte ;) ?
In dem Sinne nicht nur auf weitere zehn Jahre Leben mit Gott, sondern auf eine Ewigkeit mit dem, der uns liebt!
Nun werd ich endlich schlafen und morgen mir ne Flasche Chimay kaufen.
Donnerstag, Juni 21, 2007
Montag, Juni 18, 2007
Nach der Beichte ist das Leben so beschwingt :)
ENDLICH war ich mal wieder beichten. Da am Freitag auch ein denkwürdiges Jubiläum (mein Bruder, mein Vater und ich sind zehn Jahre Kirchenmitglieder und mein Bruder und ich zahn Jahre getauft) zu feiern gilt, nahm ich mir in dieser Beichte vor, eine WIRKLICH GUTE Beichte hinzulegen, eine Generalbeichte. Also, gesagt, getan, wirklich lang mich auf die Beichte vorbereitet (und die Absolution erhalten, juhu).
Aber deshalb schreib ich euch nicht, mein Beichtverhalten interessiert Euch sicherlich so viel wie der sprichwörtliche Reissack, der in China umfällt. (Nebenbei: Das Internet ist so derbe sinnlos, wieso gibt es davon nicht Videos? Vom Reissack.) Nein, ich will mich bei den Lesern für mein viel zu verbissenes, aufbrausendes Verhalten dem tridentinischen Ritus gegenüber entschuldigen und ein paar Korrekturen schreiben. Erstmal die Korrekturen:
1.) Betreffs Handkommunion: Ok, ich finde die Äußerung "wenn ein Partikel runterfällt, wird Jesus zertrampelt" aus genannten Gründen (im Magen wird dann Jesus in Säure aufgelöst) etwas übertrieben. Mir wurde beigebracht, daß man da zwischen Essenz und äußeren Eigenschaften schon unterschieden muß. DASS aber man damit das Allerheiligste zu Boden fallen läßt - ja, da stimm ich schon zu, das find ich nicht in Ordnung. Deshalb redet ja auch die Kirche - selbst bei der Handkommunion - davon sich ja langsam den Mund fusselig, eine Patene zu benutzen! Daß das kaum getan wird, ist schon irgendwie traurig.
Worauf ich eigentlich hinauswollte, als ich mich derart echauffiert hatte, war, daß ich mir Sorgen machte, daß man die Katechese (so weit man sie im Internet mitbekommt) auf herabfallende Partikel reduziert. Es gibt jedoch noch ein anderes Sakrileg bezüglich der Heiligen Eucharistie: Nämlich sie im Stand der Todsünde zu empfangen. Und das kann man auch per Mundkommunion, leider Gottes. Und ich finde dazu - vielleicht, weil es vielen als "klar wie Kloßbrühe" vorkommt - im Internet und bei manchen, zu stark auf diese Debatte der Kommunionformen eingehenden Katechesen, viel zu wenig. Wenn ich aber sowohl hierzulande, wo die Handkommunion gang und Gäbe ist, als auch in Ländern, wo die Mundkommunion der Standard ist, Leute nach vorne treten sehe, die bspw. die Pille toll finden, dann herrscht da wirklicher Klärungsbedarf.
2.) Kinners, ihr glaubt es nich, aber - ICH HAB EIN ARGUMENT FÜR AD ORIENTEM GEHÖRT, WAS ICH VOLLKOMMEN NACHVOLLZIEHEN KANN! Mit jenem Priester, bei dem ich beichtete, hab ich mich halt nachher über den NOM etc. unterhalten (er übrigens, Opus Dei Priester, liebt den NOM). Er hat gegen die Messe zum Volk hin nichts, wenn sie richtig zelebriert wird. Und dazu gehört, wenn der Volksaltar zu nah am Hochaltar steht, eine Art (Liturgiker, sagt mir den Fachausdruck) "Trennwand" dazu, die klar macht, daß eine gewisse Raumabtrennung zwischen dem Tabernakel und dem Geschehen am Volkslatar nun passiert. Jener Priester erklärte mir, daß er sich persönlich unwohl ansonsten fühlt, wenn er Christus gerade bei diesem zentralen Punkt im Ritus den Rücken zukehren muß. Und das muß ich als Laie, der eh zum Tabernakel schaut, verstehen.
3.) Mir ist aufgefallen, daß ich in der ganzen Latein vs. Muttersprachendebatte gut reden hab: In meiner Gemeinde war eine lateinische Messe im Monat Standard und zusätzlich gibt es noch jede Woche einen lateinischen Eucharistischen Segen im Opus Dei. Also kann ich den schmerzlichen Verlust, den anscheinend viele Lesende, die GAR KEIN Latein in der Kirche hören, anscheinend nicht so nachvollziehen, da ich ihn nicht kenne. Dafür Entschuldigung, natürlich bin ich auch gegen ein Verschwinden des Lateins. Ich weiß bloß umgekehrt halt auch ,daß ein guter Freund von mir, der auch durchs Opus zum Glauben kam, in der Kirche sich, wenn ALLE Messen auf Latein wären, nicht so wohl fühlen würde.
4.) Nun kommt anscheinend bald das Motu Proprio raus. Inziwschen freu ich mich drauf (mein Vater btw. auch, denn dann rede ich nicht mehr so viel davon). Es gibt ja einige (wie ich Gerüchten zufolge hörte, auch Kardinal Arinze), die sich vor einem Biritualismus Sorgen machen würden. So lang die beiden Riten nicht gegeneinander ausgespielt werden, so lang die Wiederzulassung des tridentinischen Ritus als eine Bereicherung gesehen wird, mach ich mir diese Sorgen überhaupt nicht.
Ich mein, das ist doch grad so das wunderschöne an der Kirche: Es gibt unterschiedliche Riten bzw. Formen jener Riten, und sie sind - sofern sie den Meßbüchern entsprechend gefeiert werden - gültig, und damit sind ALLE KIRCHE! Auf einer Seite des Syro-Malabar Ritus wurde mal geschrieben, daß es im Garten Gottes viele Blumen gibt, wobei diese Blumen als die einzelnen Liturgien gesehen wurden. Und na ja, wenn ich eine Blume mehr kennen lernen dürfte, würde ich mich riesig freuen.
So, nu zur Entschuldigung: Ich fasel die ganze Zeit was von mehr Verständnis dem NOM gegenüber und werde teilweise übelst polemisch den Anhängern des tridentinischen Meßritus gegenüber. Da stimmt was nicht und muß korrigiert werden. Vielleicht haben die Kontakte zu gewissen "anonymen" Leuten (und die teilweise schon etwas gehässigen Äußerungen im Internet oder auch im ansonsten tollen Bad Catholics guide to wine, whiskey and song) in mir die Wut hochkochen lassen. Das mag ein Grund sein, aber keine Entschuldigung. Wenn ich von anderen Leuten Verständnis und Entgegenkommen will, sollte ich als allererstes selbiges aufbringen. Also, verzeiht einem alten Hitzkopf für seine polemischen Äußerungen.
Aber deshalb schreib ich euch nicht, mein Beichtverhalten interessiert Euch sicherlich so viel wie der sprichwörtliche Reissack, der in China umfällt. (Nebenbei: Das Internet ist so derbe sinnlos, wieso gibt es davon nicht Videos? Vom Reissack.) Nein, ich will mich bei den Lesern für mein viel zu verbissenes, aufbrausendes Verhalten dem tridentinischen Ritus gegenüber entschuldigen und ein paar Korrekturen schreiben. Erstmal die Korrekturen:
1.) Betreffs Handkommunion: Ok, ich finde die Äußerung "wenn ein Partikel runterfällt, wird Jesus zertrampelt" aus genannten Gründen (im Magen wird dann Jesus in Säure aufgelöst) etwas übertrieben. Mir wurde beigebracht, daß man da zwischen Essenz und äußeren Eigenschaften schon unterschieden muß. DASS aber man damit das Allerheiligste zu Boden fallen läßt - ja, da stimm ich schon zu, das find ich nicht in Ordnung. Deshalb redet ja auch die Kirche - selbst bei der Handkommunion - davon sich ja langsam den Mund fusselig, eine Patene zu benutzen! Daß das kaum getan wird, ist schon irgendwie traurig.
Worauf ich eigentlich hinauswollte, als ich mich derart echauffiert hatte, war, daß ich mir Sorgen machte, daß man die Katechese (so weit man sie im Internet mitbekommt) auf herabfallende Partikel reduziert. Es gibt jedoch noch ein anderes Sakrileg bezüglich der Heiligen Eucharistie: Nämlich sie im Stand der Todsünde zu empfangen. Und das kann man auch per Mundkommunion, leider Gottes. Und ich finde dazu - vielleicht, weil es vielen als "klar wie Kloßbrühe" vorkommt - im Internet und bei manchen, zu stark auf diese Debatte der Kommunionformen eingehenden Katechesen, viel zu wenig. Wenn ich aber sowohl hierzulande, wo die Handkommunion gang und Gäbe ist, als auch in Ländern, wo die Mundkommunion der Standard ist, Leute nach vorne treten sehe, die bspw. die Pille toll finden, dann herrscht da wirklicher Klärungsbedarf.
2.) Kinners, ihr glaubt es nich, aber - ICH HAB EIN ARGUMENT FÜR AD ORIENTEM GEHÖRT, WAS ICH VOLLKOMMEN NACHVOLLZIEHEN KANN! Mit jenem Priester, bei dem ich beichtete, hab ich mich halt nachher über den NOM etc. unterhalten (er übrigens, Opus Dei Priester, liebt den NOM). Er hat gegen die Messe zum Volk hin nichts, wenn sie richtig zelebriert wird. Und dazu gehört, wenn der Volksaltar zu nah am Hochaltar steht, eine Art (Liturgiker, sagt mir den Fachausdruck) "Trennwand" dazu, die klar macht, daß eine gewisse Raumabtrennung zwischen dem Tabernakel und dem Geschehen am Volkslatar nun passiert. Jener Priester erklärte mir, daß er sich persönlich unwohl ansonsten fühlt, wenn er Christus gerade bei diesem zentralen Punkt im Ritus den Rücken zukehren muß. Und das muß ich als Laie, der eh zum Tabernakel schaut, verstehen.
3.) Mir ist aufgefallen, daß ich in der ganzen Latein vs. Muttersprachendebatte gut reden hab: In meiner Gemeinde war eine lateinische Messe im Monat Standard und zusätzlich gibt es noch jede Woche einen lateinischen Eucharistischen Segen im Opus Dei. Also kann ich den schmerzlichen Verlust, den anscheinend viele Lesende, die GAR KEIN Latein in der Kirche hören, anscheinend nicht so nachvollziehen, da ich ihn nicht kenne. Dafür Entschuldigung, natürlich bin ich auch gegen ein Verschwinden des Lateins. Ich weiß bloß umgekehrt halt auch ,daß ein guter Freund von mir, der auch durchs Opus zum Glauben kam, in der Kirche sich, wenn ALLE Messen auf Latein wären, nicht so wohl fühlen würde.
4.) Nun kommt anscheinend bald das Motu Proprio raus. Inziwschen freu ich mich drauf (mein Vater btw. auch, denn dann rede ich nicht mehr so viel davon). Es gibt ja einige (wie ich Gerüchten zufolge hörte, auch Kardinal Arinze), die sich vor einem Biritualismus Sorgen machen würden. So lang die beiden Riten nicht gegeneinander ausgespielt werden, so lang die Wiederzulassung des tridentinischen Ritus als eine Bereicherung gesehen wird, mach ich mir diese Sorgen überhaupt nicht.
Ich mein, das ist doch grad so das wunderschöne an der Kirche: Es gibt unterschiedliche Riten bzw. Formen jener Riten, und sie sind - sofern sie den Meßbüchern entsprechend gefeiert werden - gültig, und damit sind ALLE KIRCHE! Auf einer Seite des Syro-Malabar Ritus wurde mal geschrieben, daß es im Garten Gottes viele Blumen gibt, wobei diese Blumen als die einzelnen Liturgien gesehen wurden. Und na ja, wenn ich eine Blume mehr kennen lernen dürfte, würde ich mich riesig freuen.
So, nu zur Entschuldigung: Ich fasel die ganze Zeit was von mehr Verständnis dem NOM gegenüber und werde teilweise übelst polemisch den Anhängern des tridentinischen Meßritus gegenüber. Da stimmt was nicht und muß korrigiert werden. Vielleicht haben die Kontakte zu gewissen "anonymen" Leuten (und die teilweise schon etwas gehässigen Äußerungen im Internet oder auch im ansonsten tollen Bad Catholics guide to wine, whiskey and song) in mir die Wut hochkochen lassen. Das mag ein Grund sein, aber keine Entschuldigung. Wenn ich von anderen Leuten Verständnis und Entgegenkommen will, sollte ich als allererstes selbiges aufbringen. Also, verzeiht einem alten Hitzkopf für seine polemischen Äußerungen.
Montag, Juni 11, 2007
Eucharistische Kongresse
Da die Podcasts aus Amiland grad voll von News ob des Eucharistischen Kongresses in Atlanta sind, der grad vorbei ist, frag ich mich, ob sowas auch ab & an in Deutschland vorkommt. Ich mein, bis vor kurzem wußte ich noch nicht mal, was ein Eucharistischer Kongress ist, aber der Heilige Stuhl hat mich mal wieder in meiner Weisheit wachsen lassen.
Wo ich in Kommentaren das mangelnde Eucharistieverständnis beklagte wäre doch sowas ganz gut, um dieses in ein gutes Eucharistieverständnis zu verwandeln, oder? Also, Leute, wo ist der nächste Eucharistische Kongress? Nein, ich meine nicht den Weltkongress nächstes Jahr in Quebec
Wo ich in Kommentaren das mangelnde Eucharistieverständnis beklagte wäre doch sowas ganz gut, um dieses in ein gutes Eucharistieverständnis zu verwandeln, oder? Also, Leute, wo ist der nächste Eucharistische Kongress? Nein, ich meine nicht den Weltkongress nächstes Jahr in Quebec
Sonntag, Juni 10, 2007
Abt. Interviews, wo ich kotzen kann.
Quelle: Kath.net, denen ich dafür keinen Vorwurf mache
1.) Jaaa, ich weiß, es können Partikel runterfallen. ICH HAB DAS NIE GESEHEN. Und ich halte es eher für eine Nachsichtigkeit beim Brechen des Brotes oder für eine wirklich grausame Nachlässigkeit des Empfangenden (nicht mal hingucken oä), daß etwas herunterfällt.
2.) JESUS HAT ALS GESTALTEN BEI DEM OPFER BROT UND WEIN FESTGELEGT. GOTT SELBST. Kommt mir also nicht damit, daß erst irgendwann später klar wurde, was man da feiert. Ich finde es einfach unlogisch, daß Gott zur Vergegenwärtigung seines Opfers etwas stiften wollte, was Leute wegen einigen Partikeln, die unbeachtet runterfallen, santepede in die Hölle schicken könnte - auch wenn es sein Leib ist. Wenn es denn auf diese Partikel ankommt, ist es besser nie am Opfermahl teilzunehmen. Denn was weiß ich, was alles für fehler passieren könnten. Jesus könnte herzlos von Magensäure zerfressen werden... ok, jetzt wirds nonsens. Aber man könnte einen Priester, der die Kommunion nachsichtig verteilt, ja mit dem Kommunionempfang unterstützen.
3.) Wie ich es schon bei pax vobis gesagt hab: WENN EIN GEMEINDEPRIESTER OHNE ABSPRACHE MIT DER GEMEINDE ETWAS GÜLTIGES ABSCHAFFEN WILL, IST ER EIN SCHLECHTER GEMEINDEPRIESTER. Er kann versuchen, seine Gemeinde von dem Sinn eines Hochaltares, von der Zelebration ad orientem zu überzeugen, wenn er aber auf eigene Faust bei eben einer Sache handelt, die meinetwegen auch nur geduldet ist, macht er etwas gravierend falsch.
4.) Es mag sein, daß V2 die Messe versus Populum nicht vorschrieb, genauso wenig wie die ständige Messe in der Muttersprache, wie die Handkommunion etc. - aber wie sieht es mit der von Paul VI. approbierten Liturgiereform aus? Paul VI. sprach sich (leider hab ich die Quelle grad nicht zur Hand) stark FÜR die Messe in der Muttersprache aus. Ratzinger (nun Benedikt XVI.) sprach sich GEGEN DAS HERAUSRÄUMEN DER VOLKSALTÄRE aus. Weil auch etwas in Richtung Tradition wieder krampfhaft ändern ein Machen wär, daß der Liturgie mehr schadet denn nützt. UND JENER BENEDIKT XVI SPRACH SICH IM BUCH GOTT UND DIE WELT FÜR MEHR TOLERANZ BEI SEINEN PRIESTERKOLLEGEN BZGL DES KOMMUNIONEMPFANGS AUS. Übrigens auch der Hl. Josemaria Escriva.
5.) Dinge wie "Der ,der weiß, was die Hl. Messe ist, wird mich verstehen" sind Totschlagargumente. Sterniger ist Priester, als solcher eine Respektsperson, aber nicht unfehlbar. Mir und ALLEN Opus Dei Priestern, die ich kenne, irgendein Verständnis der Eucharistie abzusprechen, das ist echt ein starkes Stück.
Ich weiß, daß viele Leser ob dieser ganzen Volksaltar-Rausschaffer zu Luftsprüngen geneigt sind. Und ich spreche Euch nicht den rechten Glauben ab. Ich finde es einfach nur falsch, an sich gültige Dinge, die, wie bspw auch auf den Weltjugendtagen bewiesen wurde (oder eben bei Messen der LC, der Gemeinschaft der Seligpreisungen, des Opus Dei, des Chemin Neuf... eigentlich auch in vielen Gemeinden Berlins) auch würdig sind (wie eben Zelebration in Muttersprache dem Volk zugewandt, sogar mit Möglichkeit der Handkommunion, uiuiui), mit Gewalt zugunsten der Tradition abschaffen zu wollen. Ich hab es schon einmal ausgedrückt und werde es wieder sagen: Meinem Glauben schadet es, solches Verhalten zu unterstützen.
Na ja, ich werde mal dafür beten, daß vielleicht IRGENDWANN mal wieder in das Bewußtsein der romtreuen Kirche (zu der ich mich auch zähle) wieder eindringt, daß eine Handkommunion, eine Messe in Muttersprache, eine Feier am Volksaltar NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS per se mit Modernismus oder gar Sakrileg zu tun hat.
Gerade spammt mal wieder mister ich bin anonym Sedisvakantist. Ist es nicht vielleicht mal an der Zeit, zu merken, daß die Traditionelle Seite der Kirche vielleicht auch ein paar Probleme mit sich bringt? Daß die Probleme aus modernistischer Ecke nicht die einzigen Probleme der Kirche sind? Ich kenne einige sogenannt rechtgläubige, die es kein Problem finden, zu Messen zu gehen, die nicht in Einheit mit Rom gefeiert werden (weil die so schön würdig mit Latein bzw. Kirchenslawisch etc. sind). Ist es da nicht ENDLICH auch mal an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, daß das Meßopfer in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche gefeiert wird? Daß es eine schwere Verfehlung ist, wenn man es eben nicht in dieser Gemeinschaft feiert?
1.) Jaaa, ich weiß, es können Partikel runterfallen. ICH HAB DAS NIE GESEHEN. Und ich halte es eher für eine Nachsichtigkeit beim Brechen des Brotes oder für eine wirklich grausame Nachlässigkeit des Empfangenden (nicht mal hingucken oä), daß etwas herunterfällt.
2.) JESUS HAT ALS GESTALTEN BEI DEM OPFER BROT UND WEIN FESTGELEGT. GOTT SELBST. Kommt mir also nicht damit, daß erst irgendwann später klar wurde, was man da feiert. Ich finde es einfach unlogisch, daß Gott zur Vergegenwärtigung seines Opfers etwas stiften wollte, was Leute wegen einigen Partikeln, die unbeachtet runterfallen, santepede in die Hölle schicken könnte - auch wenn es sein Leib ist. Wenn es denn auf diese Partikel ankommt, ist es besser nie am Opfermahl teilzunehmen. Denn was weiß ich, was alles für fehler passieren könnten. Jesus könnte herzlos von Magensäure zerfressen werden... ok, jetzt wirds nonsens. Aber man könnte einen Priester, der die Kommunion nachsichtig verteilt, ja mit dem Kommunionempfang unterstützen.
3.) Wie ich es schon bei pax vobis gesagt hab: WENN EIN GEMEINDEPRIESTER OHNE ABSPRACHE MIT DER GEMEINDE ETWAS GÜLTIGES ABSCHAFFEN WILL, IST ER EIN SCHLECHTER GEMEINDEPRIESTER. Er kann versuchen, seine Gemeinde von dem Sinn eines Hochaltares, von der Zelebration ad orientem zu überzeugen, wenn er aber auf eigene Faust bei eben einer Sache handelt, die meinetwegen auch nur geduldet ist, macht er etwas gravierend falsch.
4.) Es mag sein, daß V2 die Messe versus Populum nicht vorschrieb, genauso wenig wie die ständige Messe in der Muttersprache, wie die Handkommunion etc. - aber wie sieht es mit der von Paul VI. approbierten Liturgiereform aus? Paul VI. sprach sich (leider hab ich die Quelle grad nicht zur Hand) stark FÜR die Messe in der Muttersprache aus. Ratzinger (nun Benedikt XVI.) sprach sich GEGEN DAS HERAUSRÄUMEN DER VOLKSALTÄRE aus. Weil auch etwas in Richtung Tradition wieder krampfhaft ändern ein Machen wär, daß der Liturgie mehr schadet denn nützt. UND JENER BENEDIKT XVI SPRACH SICH IM BUCH GOTT UND DIE WELT FÜR MEHR TOLERANZ BEI SEINEN PRIESTERKOLLEGEN BZGL DES KOMMUNIONEMPFANGS AUS. Übrigens auch der Hl. Josemaria Escriva.
5.) Dinge wie "Der ,der weiß, was die Hl. Messe ist, wird mich verstehen" sind Totschlagargumente. Sterniger ist Priester, als solcher eine Respektsperson, aber nicht unfehlbar. Mir und ALLEN Opus Dei Priestern, die ich kenne, irgendein Verständnis der Eucharistie abzusprechen, das ist echt ein starkes Stück.
Ich weiß, daß viele Leser ob dieser ganzen Volksaltar-Rausschaffer zu Luftsprüngen geneigt sind. Und ich spreche Euch nicht den rechten Glauben ab. Ich finde es einfach nur falsch, an sich gültige Dinge, die, wie bspw auch auf den Weltjugendtagen bewiesen wurde (oder eben bei Messen der LC, der Gemeinschaft der Seligpreisungen, des Opus Dei, des Chemin Neuf... eigentlich auch in vielen Gemeinden Berlins) auch würdig sind (wie eben Zelebration in Muttersprache dem Volk zugewandt, sogar mit Möglichkeit der Handkommunion, uiuiui), mit Gewalt zugunsten der Tradition abschaffen zu wollen. Ich hab es schon einmal ausgedrückt und werde es wieder sagen: Meinem Glauben schadet es, solches Verhalten zu unterstützen.
Na ja, ich werde mal dafür beten, daß vielleicht IRGENDWANN mal wieder in das Bewußtsein der romtreuen Kirche (zu der ich mich auch zähle) wieder eindringt, daß eine Handkommunion, eine Messe in Muttersprache, eine Feier am Volksaltar NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS per se mit Modernismus oder gar Sakrileg zu tun hat.
Gerade spammt mal wieder mister ich bin anonym Sedisvakantist. Ist es nicht vielleicht mal an der Zeit, zu merken, daß die Traditionelle Seite der Kirche vielleicht auch ein paar Probleme mit sich bringt? Daß die Probleme aus modernistischer Ecke nicht die einzigen Probleme der Kirche sind? Ich kenne einige sogenannt rechtgläubige, die es kein Problem finden, zu Messen zu gehen, die nicht in Einheit mit Rom gefeiert werden (weil die so schön würdig mit Latein bzw. Kirchenslawisch etc. sind). Ist es da nicht ENDLICH auch mal an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, daß das Meßopfer in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche gefeiert wird? Daß es eine schwere Verfehlung ist, wenn man es eben nicht in dieser Gemeinschaft feiert?
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