Samstag, Juni 23, 2012

Mal wieder Nebenblogs

Wer mein Bloggerverhalten kennt, weiß, wie ernst ich die Warnung meine: Es kann sein, daß diese Nebenblogs wieder einschlafen! Also guckt schnell, bevor sie nicht mehr gepflegt werden!

Ein paar Leute aus der Blogozese animierten mich, meine abstrusen Iconencomics auf Our awesome saints weiterzumachen. Hier werden z.Zt. mit Stripgenerator Comics zusammengeklickt, die einen Heiligen, dessen Gedenken wir in der aktuellen Woche feiern, darstellen. Zusätzlich wird ein wenig zu diesem Heiligen geschrieben, wie man mich kennt, immer mit bierernster Miene.

Zum Zweiten haben sicherlich einige Leute gemerkt, daß ich am Computer gerne gewisse Spiele zocke. Damit ich nicht ständig auf diesem Blog darüber berichte, habe ich nun unter Phils Zockerecke damit begonnen.

Vielleicht interessierts ja den einen oder anderen. Whatever hav phun!

Freitag, Juni 22, 2012

Veranstaltungsticket, Stichwort Lebensrecht

Die Bahn bietet zur Fahrt zum Marsch für das Leben, ein Veranstaltungsticket an, da dieser eine angemeldete Großveranstaltung ist. Nenn' wa es also mal eine "günstige Gelegenheit für Abtreibungsgegner".

Darüber rotieren nun natürlich Kreise, die eifrig drum bemüht sind, zu betonen, es gehe ihnen um die Selbstbestimmung. Diese Kreise meinen, Kindstötung hätte was mit Selbstbestimmung zu tun und vor allem meinen sie, eine angemeldete Demonstration für den Lebensschutz würde die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährden. Dementsprechend sind diese Kreise mit der Stellungnahme seitens der Bahn unzufrieden. An dieser Stelle sei angemerkt, daß Gegendemonstranten in den letzten Jahren gern §218-Abschaffen!-Schilder in die Höhe reckten.

Man kann sich vorstellen, warum ich das erzähle: Ich denke, die deutsche Bahn bekommt in den letzten Tagen zu wenig positive Briefe. Schreibt doch einfach mal (für die Facebook-Junkies geht das auch hier) der deutschen Bahn, daß ihr Verhalten auf positive Resonanz trifft.

Montag, Juni 18, 2012

DER B-MOVIE KATECHISMUS

Kinners, es gibt Momente, da fühlt man sich verstanden und angenommen. So zum Beispiel, wenn am anderen Ende der Welt jemand katholisch ist und ein Faible für schlechte Filme hat. In der Hinsicht: Raufklicken und "genießen".

Sonntag, Juni 17, 2012

Abenteuer Hochzeitsreise

Wie man am letzten Beitrag lesen konnte, bin ich wieder zuhause. Eigentlich wollten meine Liebste und ich zu einem NER-Seminar fahren, jedoch hat mich eine Erkältung derart ausgeknockt, daß ich zuhause bleiben mußte. Das ist sehr schade, jedoch blicken wir glücklich auf eine wunderschöne Reise zurück.

Die erste Station war in den Tiefen des Schwarzwaldes, die Großmutter meiner Frau besuchen. Diese konnte leider nicht zur Hochzeit selbst kommen, und frei nach dem Motto "wenn der Berg nicht zum Propheten kommt..." haben wir sie besucht. Mein Schwager war auch da. Insgesamt eine schöne, ruhige Zeit auf einem wunderschönen Fleckchen Erde. Donnerstag waren wir, ganz katholisch, natürlich bei der Fronleichnamsprozession, die, ähm, durchwachsen war; sagen wir es mal so: Es liefen sowohl Tantum Ergo als auch NGL-Lieder, deren Namen ich nicht kenne (eines mit einer Strophe bestehend aus Zeilen, die ca 20 Silben lang sind und von einem lauten HAL-LE-LU-JA abgeschlossen werden). Aber Fronleichnam ist Fronleichnam und imho immer eine schöne Sache, dementsprechend war ich auch hier glücklich. The magnificent couple war übrigens mal wieder voll das Trooper-Paar; haben wir doch die Kroaten zum Knien inspiriert.
Nach wunderschöner Gesellschaft, wunderschöner Gegend und dem ersten Kneippen meines Lebens ging es weiter nach Freiburg zum Bloggertreffen. Wie ich im verlinkten Artikel darstellte, war das eine feine Sache. Als Auftakt waren wir das Freiburger Münster besuchen, wurden von Norbert von Sende-Zeit auf viele Details in der Kirche aufmerksam gemacht. Bei solchen Gelegenheiten staunt man immer wieder, wie unglaublich durchdacht eine gotische Kirche ist und ist beschämt, wie arm in der Hinsicht zeitgenössische sind.
Ich werde nicht weiter auf das Bloggertreffen selbst eingehen, nur eine im Nachhinein angenehme Anekdote erzählen:

CM und ich hatten vor, einen Neuverheiratetensegen bei einer Papstaudienz zu bekommen. Neben der Anmeldung beim deutschen Pilgerbüro ist hier üblich, daß man in Brautkleid, respektive Hochzeitsanzug erscheint. Diese mußten noch gereinigt werden. Nun war die Zeit vor unserer Reise etwas knapp, und so dachten wir, daß wir via Hermes-Versand die Hochzeitskleider uns nachschicken lassen.

Am Samstag, einen Tag vor unserem Flug nach Rom, war diese Lieferung immer noch nicht da, also ruft man (nach einem mittäglichen Spaziergang mit maxistrant und dilettantus in interrete)mal beim Versand an (übrigens zu einer etwas erhöhten Gebühr, wodurch ich mich schon auf die Telefonrechnung freue...) . Es wurde uns lakonisch mitgeteilt, daß man versucht habe, das Paket auszuliefern, es jedoch nicht ging und sie es am Montag nochmal versuchen. Montag. Wo wir schon in Rom sind. Na, danke. Nachdem ich deutlich klarmachte, daß das keine Option ist, wurde immerhin das Depot mitgeteilt, gesagt, man würde meine Nummer weitergeben und ich auf einen Anruf warten sollte - es würde sich nicht lohnen, selbst dort vorbeizufahren, da niemand anwesend ist. Natürlich kam und kam kein Anruf, ich hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch, der gute Norbert machte klar, daß, falls das Paket nur am Montag ausgeliefert werden könnte, sie es stante pede nach Berlin zurück schicken und die anwesende Blogozese bot Hilfe an und betete für uns (Vielen, vielen Dank dafür!). Bastianmöchte ich für zwei Dinge danken: er bot sofort an, mich beim Paket-Depot vorbeizufahren und gab mir einen sehr tröstlichen Gedanken weiter, der mir half, mich etwas zu beruhigen. Als bis acht Hermes immer noch nichts von sich hören ließ, dachten meine Liebste und ich, daß Vorbeifahren nun die beste Option wäre. Wir gingen also auf das Angebot von Bastian ein, der mich bereitwillig zum Depot fuhr - und hier, Gott sei Dank, trafen wir zwei Leute von Hermes-Versand. Doch nicht nur irgend jemanden, sondern die zwei Leute, die versucht hatten, das Paket auszuliefern. Sie waren dann so freundlich, quasi eine virtuelle Auslieferungstour in den PC zu hacken, so daß wir zu den Hochzeitsklamotten kamen. Deo gratias!

So, nun fröhlich mit Brautkleidern im Gepäck fuhren wir am Sonntag nach Basel, um von dort aus nach Rom zu fliegen. Nach einer ziemlichen Ochsentour kamen wir schließlich (ich mit guten Kopfschmerzen und unglaublich kaputt) im Hotel an, um genau zu sein in der Residentia Paolo VI, einem ganz besonders edlen Hotel, was uns einige Freunde ermöglicht hatten. Wir wohnten also quasi in direkter Nachbarschaft zu St. Peter und zum Heiligen Vater -was kann sich der Rompilger mehr wünschen?
Die nächsten Tage waren dicht gefüllt mit Sight-seeing (wir haben jedoch nur einen Bruchteil von Rom sehen können), Meßbesuchen zu unchristlichen Zeiten wie sieben Uhr morgens (wo man jedoch die wunderbare Gelegenheit hat, einen leeren Petersdom bestaunen zu dürfen) und grandiosem Essen (Das neu getraute Ehepaar kann voller Stolz sagen "We beat I Quattro Mori"). - Nebenbei gesagt: was Männlichkeitsfaktor in Sachen Essen betrifft, kann man Burger, Döner, sogar Epic Meal time vergessen: Porcetta schlägt sie alle. Die Porcetta-Stube (Er Buchetto) war klein, schlicht, drei lumpige Holztische standen herum, wo man sich zu schon anwesenden Gästen dazu setzte. Wein (sehr guten Landwein laut meiner Frau) gab es aus einem Saftglas. Auf dreieckigen Papierservietten wurde einem das Essen geliefert: Ein Brötchen (trocken) und FLEISCH. Sehr leckeres, mit Salz und Kräutern gewürztes Schweinefleisch. Kinder, DAS ist Essen!
Am Mittwoch, nachdem wir beim Campo Santo Teutonico die Messe besuchten, ging es ab zur Papstaudienz. Diese war sehr schön (Video ist hier zu sehen), es gab von einigen Pilgeruppen schöne musikalische Darbietungen, und hier sind besonders die Mexikaner zu erwähnen, die mit La Cucaracha etc auch schon vor der eigentlichen Audienz für großartige Stimmung sorgten.
Man sollte eigentlich ständig durch Rom mit einer Braut an der Seite gehen: Von allen Seiten hörte man Leute (speziell Frauen und Kinder) "Auguri!" rufen, Kinder wollten mit uns photografiert werden und ein Kurienkardinal (Burke, wenn ich es richtig sah) wünschte uns alles Gute. Na, wenn das nichts ist. Auf die Audienz selbst blicke ich mit 99.9% positiven und 0.1% gemischten Gefühlen zurück (es gab keinen Segen für Neuverheiratete :( ), dazu vielleicht später was. Wie man an der Gewichtung erkennt, geht es hier nicht um was total wichtiges und vor allem um nichts, was bei einem Rückblick auf die Reise was zu suchen hat.

Nach der Audienz trafen wir uns noch mit DER Bloggerin, d.h. mit Elsalaska. Bei angenehmen Aperitiven, wieder großartigen Essen (diesmal im La Vittoria) und schönen Gesprächen hatten wir nach der Audienz noch einen weiteren kleinen Höhepunkt unserer Reise.

Dann hieß es für uns Abschied nehmen von der Ewigen Stadt, mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. Ich mein, wir haben, wie es das GESETZ verlangt, Geld mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Trevibrunnen geworfen - ohne jemanden zu treffen. Wir sind quasi nun dazu verpflichtet, wiederzukommen.

Ich denke, man kann abschließen mit "Eine tolle Hochzeitsreise! Deo Gratias!"

Der Streß der letzten Tage (Doktor, standesamtliche und kirchliche Hochzeit, Einzug meiner Liebsten...), der Organisation der Reise und der Reise selbst (wir lagen ja nicht nur Cola schlürfend am Strand, sondern hatten letztlich ein fulltime program) forderte leider bei mir seinen Tribut; so hab ich mir, wie schon oben angemerkt, eine böse Erkältung zugezogen. Mir geht es jedoch schon wieder viel besser, was der Fürsorge meiner Ehefrau zu verdanken ist.

Samstag, Juni 16, 2012

Ein Promille Rumgemecker...

Wie im meinem Artikel über die Hochzeitsreise angekündigt, gab es eine kleine Sache bei der Papstaudienz, über die ich etwas unglücklich war, und zwar, daß es keinen besonderen Segen für Neuverheiratete gab bzw. daß nur die so genannten Prima Fila-Leute in näherem Kontakt mit dem Heiligen Vater treten konnten. Für uns Neuverheiratete war die Audienz einerseits zwar aus nächster Nähe (zweite Reihe, um genau zu sein, guckst Du hier auf Seite 34) was schönes und eine Ehre, jedoch hab zumindest ich mich doch primär am Monitor orientiert, denn schließlich hieß auch erste Reihe nicht, daß man in drei Metern Entfernung saß (was vollkommen verständlich ist!).

Es ist vollkommen klar, daß für den Heiligen Vater, nicht nur in seinem Alter sondern bei all den Widerfahrnissen, mit denen der diabolos die Kirche gerade beutelt (vatikan leaks etc), eine solche Audienz was sehr anstrengendes ist. Daß dementsprechend die Anzahl der Menschen, die ein kurzes Gespräch mit ihm führen können, begrenzt wird, ist klar. Und sicherlich haben die Prima Fila-Damen und Herren es wirklich verdient, eben Prima Fila zu sein, ich möchte auch nicht über sie meckern. Es geht mir auch nicht darum, daß man etwas betrübt darüber ist, daß, nachdem man doch als nicht gerade reiches Ehepaar ein wenig Kosten und Mühen (man erinnere sich an die Geschichte mit Hermes!) auf sich nahm, man nur vom offizellen Vatikanphotographen abgelichtet wurde (im Video hab ich uns nicht gefunden). Nein, es ist weniger persönlicher Groll (auch wenn, man ist ja Mensch, er sicherlich eine Rolle spielte), sondern eher ein Gedanke dazu.

In einer Gesellschaft, in der das Wort der Kirche oft nicht mehr wahrgenommen wird, ist, wie man beispielsweise bei den Debatten um das Betreuungsgeld sieht, der Wert der Familie ziemlich ins Hintertreffen geraten. Selbiges läßt sich über Obamas Sympathie für die Homoehe sagen, generell für das Geseire "Na ja, wenn zwei sich lieben, sollen sie doch heiraten dürfen", für die Angriffe auf die Familie als kleinste unabhängige Zelle der Gesellschaft. Die ganzen "Heimchen am Herd"-Debatten zeigen, daß oft nur noch der einzelne "der es zu was gebracht hat" zählt, Ehefrau vs Powerfrau könnte man es subsumieren.
Hier wäre ein Zeichen der Kirche wichtig, daß man diese jungen Ehepaare schätzt, die (wir unterstellen eine gültige Ehe mit korrekten Intentionen) das Ziel haben, eine christliche Familie zu gründen. Sie sind schließlich die Bausteine der Gesellschaft von morgen.

Wie gesagt, ich möchte niemanden der Prima Fila Kandidaten am Zeug flicken, und es geht auch nicht darum, daß man diese bei den Audienzen ignorieren (oder nur kurz am Ende erwähnen) soll; es sind alles Leute, die sich für die Kirche sehr verdient gemacht haben. Aber auch hier ist doch auch der Wert des Menschen "der es zu was gebracht hat" zu sehen. Sicherlich "zu was gebracht" zum Segen der Kirche, aber trotzdem wird die Leistung eines Menschen (zu Recht) honoriert.

Bei aller Freude über die Audienz bleibt halt bei mir ein kleines Gschmäckle über, etwas Wehmut, daß, wenn mein Schatz und ich eine normale Familie gründen, wir dem Heiligen Vater nie näher als so weit kommen werden. Und dort doch meiner Meinung nach etwas ignoriert wurden.

Was wäre meiner Meinung nach eine Lösung? Na ja, ein kleiner Extrasegen wäre doch für uns noch drin gewesen. Kurz zwei, drei Worte daß viele Heiligen durch ihre Eltern die religiöse Erziehung genossen etc. - das wärs doch schon. Es werden schließlich Pilgergruppen aus aller Welt deutlich erwähnt, haben einen kurzen Moment, bei dem sich die Aufmerksamkeit auf sie konzentriert - das wär doch auch was für uns!

Wie dem auch sei - es war trotzdem eine schöne Audienz! Was mir sehr gefallen hat, war, wie nach der Audienz man von allen Seiten Gratulationen hörte :) Und da generell diese kleine Kritik nicht so wichtig wie die Freude ist, werde ich artifiziell diesen Post hinter die Hochzeitsreise schieben. Ich kleiner Schlingel.

Donnerstag, Juni 14, 2012

Freiburg - eine Nachlese

Nun war letzte Woche das Bloggertreffen, und es wurde schon viel im Internet darüber geschrieben - zu viel, um hier alles zu verlinken (aber auf den Blogs der Blogroll findet sich einiges). Sorry, wenn es bei mir länger dauerte, die werte Besitzerin der Ofenbank und meine Wenigkeit sind von Freiburg in die Ewige Stadt geflogen (unserer dritten Etappe der Hochzeitsreise), Bericht folgt btw.

Allgemein fand ich das Bloggertreffen sehr schön, eine gute Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Es ist immer wieder erfrischend, die Menschen hinter den Blogs mal zu treffen. Sehr interessant und eindrucksvoll fand ich die Vorstellungsrunde, die quasi zu einer Art Zeugnisrunde ausartete; es ist wunderschön zu sehen, auf wie vielen verschiedenen Wegen der Herr uns in den Glauben (zurück)führt. Manche der erzählten Geschichten könnte man verfilmen.

Viel wurde über die Kapelle des Hauses, wo wir zu Gast waren, gemeckert. Nun ja, unter anderem, wie ich gestehen mußte, von mir; der Tabernakel war an der Seitenwand und kaum als solcher erkennbar. Christus war jedoch zugegen und es wurde eifrig gebetet und gesungen, wie man hier hören kann:


(danke an Peter Winnemöller für das schöne Video!)

Am nächsten Tag gab es einen Vortrag zum Thema Evangelisierung, an den sich Diskussionen im Stil eines World Cafés anschlossen. Dort ging es durchaus fetzig, aber jedenfalls an meinem Tisch fruchtbar zu. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde mit dem Referenten über Glaube, Vernunft, Neuevangelisierung etc. diskutiert, meiner Meinung nach eine sehr interessante Diskussion.

Durch ein Kofferschlamassel, daß an anderer Stelle erzählt wird, kommte ich bei der nächsten Session nicht beiwohnen, wo es ans Eingemachte ging und überlegt wurde, eine Art Gemeinschaftsblog zum Thema Credo zu starten. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich dieses Projekt entwickelt; persönlich finde ich es schade, daß man als Aufhänger das apostolische Glaubensbekenntnis genommen hat (Athanasius ftw!), jedoch werde ich jetzt nicht danach meckern.

Wie schon vorher gesagt fand ich das Treffen insgesamt schön, vor allem wegen des Zusammentreffens der unterschiedlichen Charaktere. Die katholische Bloggerszene oder Blogozese ist eben nicht ein uniformer Verein, sondern ziemlich heterogen, durchaus oft unterschiedlicher Meinung sind - wie man nun in Diskussionen quer durch die Blogozese verfolgen kann. Im ersten Impuls ärgerte ich mich darüber, denk aber inzwischen, daß auch ein Zeichen nach außen ist, wenn man sieht, daß wir eben kein gleichgeschalteter Haufen sind, sondern ein Haufen, der durchaus wild debattieren kann (und zeitweise muß).

Bleibt allen Beteiligten und vor allem Norbert Kebekus für die schöne Zeit zu danken!

Samstag, Juni 09, 2012

Für euch werte Leser kann ich doch nur mal schnell auf die, na, sagn wa mal Hymne des Bloggertreffens hinweisen: Tyrtaeus auf dem Weg gen Freiburg. Ick hab ma jefreut!

Freitag, Juni 08, 2012

Serious business is serious


Gefunden bei Lauda Sion

Bei der momentanen Vorstellungsrunde fühlt man sich ziemlich klein... jedenfalls eine sehr interessante Sache bisher!

Oh, hier die Twitterwall: Check it out

Dienstag, Mai 29, 2012

The Aftermath



Seit Samstag bin ich nun mit dieser jungen Dame verheiratet. Ich danke dem Herrn und Euch allen für das begleitende Gebet und die aufmundernden Kommentare! Die Hochzeit selbst war wunderbar und, passend zum gezeigten Bild (der Zusammenfassung einer Hochzeit beim grandiosen Webcomic Achewood) werde ich nun kurz erzählen, wie es war.

Schön war se! Wunderschön, um genau zu sein. Selbst Anhänger der außerordentlichen Form fanden die Messe "ordentlich", wir hatten wunderschöne musikalische Unterstützung, einen sehr guten und Lektor, zwei bloggende Trauzeugen (übrigens die besten Trauzeugen der Welt!) einen vor Freude weinenden Küster, den römischen Meßkanon mit allen 24 Ältesten und den Erzmärtyrern, yours truly in schickem Anzug und die schönste Frau der Welt noch schöner in Weiß.

Danach ging es ans Feiern! Im Mauersegler, einem sehr zünftigen Laden, haben wir gegessen, getrunken, Hochzeitstorte verzehrt und uns gut unterhalten. Ich fand es persönlich sehr schade, daß man als Gastgeber natürlich etwas von Tisch zu Tisch springen mußte, aber mir jedenfalls hat es gefallen. Generell war die Feier und die Tage danach ein kleines Bloggertreffen bzw. ein Treffen der Katholencommunity mit pluralistischer Erweiterung, waren doch auch einige nicht gläubige Freunde da. Soweit ich es mitbekam, haben sich die unterschiedlichen Ideologien durchaus gut verstanden. Daß das alles gut funktionierte ist allen Leuten zu verdanken, die uns bei der Organisation geholfen haben - Liebe Eltern, ihr seid die Besten! Ich hoffe, daß ich speziell den Eltern das getane irgendwie wiedergutmachen kann. Ganz besonders ist auch Yon, der Trauzeugin meiner Liebsten, zu danken, die extra etwas früher kam und weder Kosten noch Mühen scheute um uns zu helfen.

Am Pfingstmontag gab es dann noch im Anschluß an eine Messe im Institut Philipp Nerizu einem weiteren kleinen Bloggertreffen, in dessem Rahmen wir in einem nicht gerade nach Kleingeld schreienden Kaffee saßen und danach pakistanisch Essen gingen.

Ich danke Euch, Liebe Blogger und Freunde, für die gemeinsame Zeit, die schönen Gespräche, alles Gebet und alle Unterstützung auf diesem Weg und bete zu Gott, daß er Euch reich segnen möge! Ich denke, wir haben mit unserer Community wirklich einen wertvollen Schatz, man weiß sich aufgehoben, man ist vernetzt und hilft sich gegenseitig - Das alles ohne große Organisation. Ich habe hier bei Euch so viel gelebtes Christentum gesehen, so viel Unterstützung in den letzten Jahren erfahren, daß das alleine ein großes Zeugnis ist. Manchmal wird gefragt, ob die Blogozese christlich ist. Sie wäre doch oft sehr polemisch im Ton, ja, geradezu boshaft. Ich möchte nicht diese Kritik total negieren, aber oft sollte man sich an den Spruch "Hunde die bellen, beißen nicht" erinnern. Die Kettenhunde Seiner Heiligkeit mögen manchmal ziemlich bellen, aber dafür beißen sie nicht, sondern helfen, wenn es sein muß.

Montag, Mai 21, 2012

Schwester Robusta schlägt zu

Alipius hat seine Kultserie (kann man doch so sagen, oder?) Schwester Robusta nun mit einem Brettspiel beschenkt! Und mit Wallpapern, so daß man beim kommenden Bloggertreffen, wenn man dann ganz cool nen Cafe Latte schlürfend rumtwittert, den Bildschirmhintergrund des Laptops nicht nackt haben muß, sondern noch recht schnike ein passendes Hintergrundbild hat.
Kann also langsam zur Trademark werden (wobei, was heißt langsam?)!

Hier zeigt sich letztlich wirklich, was wirklich heiß und was lau ist: Jemand wie Alipius zieht Dinge durch, die ich mir vllt erträumt (oder mal angedacht) habe. Ich denke, Alipius ist mit sowas nicht nur ein gutes Beispiel für extrem cooler Geistlicher - das ist er ohnehin mit seinem nicht immer ganz orthodoxen Musikgeschmack -, sondern auch für Beharrlichkeit. Für mich jedenfalls ein Vorbild und eine Motivation.

Danke dafür, Alipius!

Dante und das Große im Kleinen

In einem Brief an Charlotte und Denis Plimmer am 8.2.1967 kommentierte Tolkien die letzte Fassung eines Interviews, daß er ihnen für das Daily Telegraph Magazine gab. In diesem Interview fragten sie ihn nach seiner Haltung zu Dante. Im Originalinterview antwortet Tolkien recht brüsk:

Dante ... reizt mich nicht. Er ist voller Tücke und Gehässigkeit. Seine kleinlichen Verhältnisse mit kleinlichen Menschen in kleinlichen Städten sind mir egal.


Diese Meinung revidiert Tolkien ein wenig im Kommentar (gottlob!):

Mein Ausbruch gegen Dante war allzu unbändig. Ich träume nicht ernstlich davon, an Dante gemessen zu werden, einem erhabenen Dichter. Zu einer Zeit haben Lewis und ich uns öfter Dante vorgelesen. Ich war eine Zeit lang Mitglied der Oxforder Dante-Gesellschaft ... Richtig bleibt, daß ich die "Kleinlichkeit" von manchen Stellen, von der ich sprach, als einen traurigen Makel empfand.


Dieses Ablehnen der Kleinlichkeit paßt natürlich zu Tolkien und seinem Mythos. Auch wenn man natürlich die Frage nach den Hobbits stellen kann meint er, denke ich, eher eine kleinstädtische Mentalität. Das Banale an so manchen Charakteren in Dantes Hölle etc. stört ihn anscheinend. Da sind dann Händler, Politiker, janz normale Menschen in Hölle, Fegefeuer und Himmel. Und Janz normale Leute sind, egal wie klein und gutbürgerlich sie sind, die Hobbits nicht; letztlich sieht man in den Hobbits eine gewisse romantische Vorstellung von ruhigem Leben, wie es bspw in Small is beautiful von Schumacher ein wenig Gestalt findet (oder an das Catholic land movement). So stark btw., daß einige Leute im Internet durchaus nach der Verbindung Distributismus (oder Agrarianismus) - Tolkien fragten.

Aber das unterscheidet sich natürlich vom kleinstädtischen, krämerischen so mancher Händler in Dante! Die sind so... banal!

Und hier denke ich übersieht Tolkien etwas großartiges an Dantes göttlicher Komödie: Diese kleinen Leben, dieser banaler Alltag der einzelnen Charaktere sind die Bausteine, aus denen das grandiose Jahrtausendwerk von Dante zusammengesetzt ist. Letztlich ist das doch eine schöne Botschaft für uns: Ich der Physiker (oder eher der, ich wag es kaum auszusprechen Physikalische Chemiker, wie banal ;) ), Du, der Leser, was immer Du machst, wir alle sind Teil des noch viel größeren Epos! Nein, wir schreiben mit Gott diesen Epos mit, der in seiner Gesamtheit unvorstellbar viel größer und gewaltiger wird als die göttliche Komödie!

Letztlich erinnert das doch auch an Dinge, die Franz von Sales und Josemaria Escriva über das alltägliche Leben sagten. Mir jedenfalls half Dantes göttliche Komödie zu sehen, an was für einem gewaltigen Spektakel ich teilnehme, wenn ich ohne Murren das Geschirr abwasche, um es mal platt auszudrücken.

Bleibt mir nur noch, auf einen meiner Meinung nach schönen Artikel über die göttliche Komödie auf word on fire hinzuweisen.

Sonntag, Mai 20, 2012

NUN GILTS ERST RECHT ;)

Nee, nicht wegen der Doktorarbeit, diesmal wegen einer nicht so profanen Sache:

In nun sechs Tagen werde ich mit meinem standesamtlich angetrauten Weibe in den Heiligen Bund der Ehe treten. Dafür doch bitte Gebet.

Mein Schatz und ich versuchen (mehr schlecht als recht, as I would say) dieses verlängerte Wochenende zur Sammlung zu nutzen, bereiten unsere Beichte vor, RÄUMEN WIE BEKLOPPT HERUM, müssen noch so einiges organisieren und freuen uns, den Segen der Armut am eigenen Leibe zu erleben (sprich: sind grad abgebrannt wie Pommernland) - es ist eine stressige, schwierige, aber wunderschöne Zeit, kann ich euch sagen. Betet doch mal dafür, daß auch von der Profanen Ebene her alles klappt!

Mittwoch, Mai 16, 2012

"Wenn sich Gott offenbart, würde ich an ihn glauben"

Vor kurzem hatten meine Liebste und ich einen wunderschönen Abend bei einem atheistischen Freund. Er hat grandios gekocht, es gab wohl das männlichste, was man aus Schokolade machen kann (ohne Zusatz von Bacon), wir haben SCHTONK! gesehen und uns wortwörtlich bis in die frühen Morgenstunden über Gott und die Welt unterhalten.

Beim Thema "Gott" sagte der Freund, er würde an Gott glauben, wenn dieser sich offenbaren würde. That kept me thinking. Nichts gegen meinen guten Freund und ehemaligen Trainingspartner (hoffentlich auch Trainingspartner in spe, da ich doch hoffentlich mal wieder trainieren gehe!), ich will ihm konkret auch nichts unterstellen, genauso wenig den Atheisten, die so denken. Da kann wirklich lauteres, nach der Wahrheit strebendes Denken eine Rolle spielen, ein Denken, was ich besagten Freund unterstelle.

Aber - ist das für uns Menschen wirklich so einfach? Wir sehen Gott und POOF - Christen. War das mit Christus so? Es gibt da in Johannes die recht eindrückliche, dramatische Geschichte vom Blinden (Joh 9,13-34). Da wird ein Mensch, der seit seiner Geburt blind war, geheilt. Es ist vollkommen nachvollziehbar für alle beteiligten, daß dieser Mensch auf einmal sehen kann. Es besteht ein direkter kausaler Zusammenhang (Jesus schmiert ihm Erde, mit Speichel gemischt auf die Augen, übrigens eine Sache, die ansonsten nie klappte, wenn es denn nicht Jesus ist) - und die Pharisäer wollen die Wahrheit einfach nicht hören.

Einige Zeit später wird eben jener Jesus, der sich "Sohn Gottes" nennt, gekreuzigt. Man verhöhnt ihn, schlägt ihn, läßt ihn raten, wer das war, guckt, "ob wirklich Elija erscheint" - und merkt nicht, daß sich die Prophezeihung Weisheit 2, 18-20 sich fast wortwörtlich erfüllt.

Zwei weitere Beispiele, viele Jahre später. Ein Sonnenwunder von Fatima. Wieder herrscht zwischen einer, sagen wir mal "Sonnenanomalie" und den Erscheinungen ein kausaler Zusammenhang. Es gibt massen an Zeugen. Und - trotzdem reicht es nicht! In Zeitoun erscheint die Gottesmutter über einer Kirche (einer KIRCHE!), ja, sie wird sogar von Moslems verehrt, aber trotzdem bekehren sie sich nicht!

Ich will hier nicht eine Liste von "Gottesbeweisen" zusammenstellen, aber nur aufzeigen, daß - ja, daß ich mich einfach frage, ob man sich als Atheist so sicher sein kann, wirklich dann zu glauben. Werden sich alle Leute bekehren, wenn man über das gesamte Firmament des Himmels eine Erscheinung Christi sieht und überall auf Erden, jeder in seiner Sprache mit einer Booming Voice hört "DAS MEIN SOHN, AUF IHN SOLLT IHR HÖREN"? Really, auf einmal?

Nichts für ungut, aber vorher werden erstmal die Gender-Experten monieren, daß es eine Männerstimme und ein "Sohn" war.

Das Problem ist doch nicht, daß es keine Gottesbeweise gibt, sondern, daß Leute ihren Gottesbeweis haben wollen. Christus sollte vom Kreuz steigen, pfeif auf die Finsternis seit der sechsten Stunde!

Genügend gemeckert, aber was macht man daraus? Ich muß ehrlich sagen, daß ich das gerade konkret nicht weiß. Man muß auf jeden Fall wieder - und ich bemühe mich das immer mehr zu tun - darauf abheben, daß das Christentum die Wahrheit, nicht "meine ÜBerzeugung" oder gar Meinung ist.

Samstag, Mai 12, 2012

Ein neuer!

Ein neuer Weblog, der durchaus angenehm vernerdet wirkt, ist mir gerade auf den Bildschirm gesprungen! Ein leicht zynischer Zeitgenosse, der, wie ich denke, sicherlich für frischen Wind sorgen wird.

Willkommen!

Der Abschluß-Frontbericht.

Ich habe es an sich schon geschrieben, aber nun offiziell: Am letzten Mittwoch habe ich im Rahmen einer Disputation nach nun über vier Jahren Arbeit meine Doktorarbeit der Öffentlichkeit vorgestellt und sie "verteidigt". Es lief in jeder Hinsicht sehr gut (d.h. magna cum laude sowohl auf Arbeit als auch auf die Disputation), ich war von mir größtenteils sehr positiv überrascht. Der Vortrag wurde sehr souverän vorgetragen und in der Diskussion konnte ich bis auf zwei Fragen (eine über LCAO-Methode, was recht peinlich war) die Fragen zur vollen Zufriedenheit beantworten.

Tja, und nun bin ich also Doktor. "Sieh Dir an den Doktor, in der Ecke hockt er..." (oder eher DOCTOOOOOR!... doctor was a man....). Bin stolzer Besitzer eines schnieken Doktorhutes, der sehr kleidsam ist. Von meinem Vater habe ich ein Astrolabium geschenkt bekommen, nicht nur meiner Meinung nach ein wunderbares Kleinod, daß letztlich den Sinn von Wissenschaft sehr schön illustriert. Damit man in Sachen Forschen nicht einschläft, werden mein Vater mein Bruder und ich eifrig an einem Fischer Technik Modell der Antikythera. Darüber, und über meine ersten und hoffentlich nicht letzten Versuche, mit dem Astrolabium die Zeit zu bestimmen, werde ich berichten (wenn auch an anderer Stelle, ich werde jedoch darauf verlinken). Und natürlich kommt nun das große Abenteuer der Heirat auf mich zu! Die tollste Frau der Welt soll schließlich eine wunderschöne Hochzeit haben!

Nun war ich zwölf Jahre an der und um die Freie Universität herum (FHI liegt ja in der Nähe) unterwegs. Zwölf Jahre, fast mein halbes Leben! Irgendwie wird mir ja schon ein wenig wehmütig ums Herz, wenn ich daran denke, daß diese Zeit nun bald vorbei ist. Ich weiß noch nicht, wo es mich nun hin verschlägt, theoretisch gesehen kann ich noch 1-3 Jahre in meiner Arbeitsgruppe als Post-Doc arbeiten (halte mir hier jedoch alle Möglichkeiten offen) ... jedenfalls fängt jetzt ein Bewerbungsmarathon an.

Zwölf Jahre... wie ich einerseits derselbe verrückte Katholik blieb, andererseits reifte! Ich habe vor kurzem mal die alten Beiträge meines Weblogs Revue passieren lassen. Eine schöne Sache, das! Sich selbst aus nun bald sieben Jahren Distanz zu beobachten ist durchaus nicht uninteressant, da man eben dieses "einerseits gleich, andererseits anders"-Sein schön dokumentiert vor sich sieht.

Zwölf Jahre... In der Zeit habe ich nicht nur studiert und meinen Doktor gemacht, sondern auch gefeiert, früher geraucht und getrunken, gelacht, viel gehadert, so manche Glaubenskrise gehabt, meinen Frieden wieder mit Gott geschlossen, manchmal meinen Aufbau am liebsten in die Luft gesprengt, am nächsten Tag am liebsten diesen jenen Aufbau geküßt.... ich trug Vollbart, lief zwischendurch wie ein Pumperproll herum, sah manchmal wie ein übler Skin aus, hatte meine Gothicphase mit 20 Loch-Springern, langem Ledermantel, nach hinten gegelten Haaren... und habe auf diesem Weg viel Musik aufgesammelt, viel Musik, vor allem kruder Natur. Und immer war ich ein katholischer Nerd. Manche Sachen ändern sich halt nie.

Nach dieser Zeit blickt man auf die Freuden und Leiden dieser Jahre zurück, auf diese doch sehr prägenden Jahre, die auch meinen Glauben reifen ließen. Man merkt, wie alles Sinn ergab, wie Gott einen Plan mit mir verfolgte und weiter verfolgt. Wie er mich zu eben dieser Doktorarbeit führte, wie er mich meine Liebste kennen lernen ließ, wie er mich im Glauben unterwies. Ich kann ihm im Augenblick nur dafür danken und blicke voller Hoffnung auf die vor uns liegende Zukunft. Und ich denke, der Blick muß für uns Christen, trotz aller Widerwärtigkeiten unserer Zeit, ein hoffnungsvoller Blick sein. "Dit läuft schon!"

Mittwoch, Mai 09, 2012

Eine Seite, die ich euch nicht vorenthalten kann

The Catholic Lab, eine Seite, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, den Beitrag gläubiger Katholiken zu den Naturwissenschaften darzustellen. Dazu stellen sie in ihrem Podcast Wissenschaftler aus alten Tagen vor und sprechen mit Katholiken, die heute in der Wissenschaft tätig sind.

Und es gibt da nette Banner wie dies hier:

Dienstag, Mai 08, 2012

JETZT GILTS

Morgen hab ich um 17h meine Disputation! Also auf Leute, betet! ;)

(Und an dieser Stelle bitte auch dafür, daß ich einem leicht anstrengenden Freund recht schmerzfrei ausreden kann, morgen vorbeizukommen... ich mein, es ist halt doch eher eine arbeitsinterne Sache.)

How you do make science

Ich habe über ein solches Paper schonmal geschrieben. Diese tendenziösen, letztlich politisch motivierten "wissenschaftlichen" Artikel, die das Ziel haben, politische Gegner auf der Basis fragwürdiger Statistiken zu dehumanisieren.

Nun bin ich The TOF Spot extrem dankbar, nicht nur für die guten Artikel (wobei ich ersterem nicht überall zustimme, bzw. mir eigentlich nur ein Part darin extrem wichtig ist, i.e. der über das "Republican Brain" und die darunter befindlichen Links), sondern vor allem, mich auf William M. Briggs hingewiesen zu haben.

Herr Briggs widmet sich mit Freuden dem tedious task, "wissenschaftliche" Artikel über rassistische Babies, dumme Republikaner, und (natürlich) viel caritativere Atheisten zu zerpflücken. Dabei geht er nicht extremst polemisch vor, sondern hinterfragt anhand der Originalartikel die Datenlage, die Erhebung der Statistik und die Interpretation. Kann eine Goldmine sein.

Und weiter gehts im fröhlichen Reigen der Lebenshasser-Brigade

"Is it better never to have been born?.

Wie bei letztem Beitrag verschlägt es mir die Sprache. Menschheit, was geht mit Dir ab? Wie verrückt bist Du geboren?

Natürlich ist das Leben anstrengend, teilweise sogar grausam, aber wer um alles in der Welt ist derart vermessen, im Vorhinein bestimmen zu wollen, welches Leben lebensunwert, äh, unzumutbar ist?

Chesterton schrub in Heretics:

At any innocent tea-table we may easily hear a man say: "Life is not worth living." We regart it as we regard the statement that it is a fine day; nobody thinks that it can possibly have any serious effect on the man or the world. And yet if that utterance were really believed, the world would stand on its head. Murderers would be given medals for saving men from life; firemen would be denounced for keeping men from death, poisons would be used as medicines, doctors would be called in when people were well; the Royal Human Society would be rooted out like a horde of assassins. Yet we never speculate as to whether the conversational pessimist will strengthen or disorganize society; for we are convinced that theories do not matter.


Ich glaube, daß hier der Urgrund des Problems liegt. Religion, Moral, Ethik, Philosophie (und letztlich sogar oft Naturwissenschaft, so lange es nicht Thesen unterstützt, die man teilt) wurde, zumindest für Otto-Normal-Verbraucher, zu einer Meinung. Parallel dazu kam, daß es als erstrebenswert galt, "kontroverse" Meinungen zu haben.
Doch Meinungen haben, ernst genommen, Konsequenzen. Und wenn man diese Passage Chestertons liest, in der er letztlich überspitzt darstellen will, daß Theorien eben doch mehr sind als nur Meinungen, dann kommt einem das Grausen, wenn man den Text mal neben neueste Entwicklungen der Euthanasie und Abtreibung stellt oder Fälle wie diese Talkshow.

Soylent Green mal wieder...

... diesmal, um Dein "Stehvermögen" zu verbessern!
Abgetriebene Föten als Pulver in Pillen.


Ich krieg das Kotzen.