Dienstag, Mai 08, 2012

Und weiter gehts im fröhlichen Reigen der Lebenshasser-Brigade

"Is it better never to have been born?.

Wie bei letztem Beitrag verschlägt es mir die Sprache. Menschheit, was geht mit Dir ab? Wie verrückt bist Du geboren?

Natürlich ist das Leben anstrengend, teilweise sogar grausam, aber wer um alles in der Welt ist derart vermessen, im Vorhinein bestimmen zu wollen, welches Leben lebensunwert, äh, unzumutbar ist?

Chesterton schrub in Heretics:

At any innocent tea-table we may easily hear a man say: "Life is not worth living." We regart it as we regard the statement that it is a fine day; nobody thinks that it can possibly have any serious effect on the man or the world. And yet if that utterance were really believed, the world would stand on its head. Murderers would be given medals for saving men from life; firemen would be denounced for keeping men from death, poisons would be used as medicines, doctors would be called in when people were well; the Royal Human Society would be rooted out like a horde of assassins. Yet we never speculate as to whether the conversational pessimist will strengthen or disorganize society; for we are convinced that theories do not matter.


Ich glaube, daß hier der Urgrund des Problems liegt. Religion, Moral, Ethik, Philosophie (und letztlich sogar oft Naturwissenschaft, so lange es nicht Thesen unterstützt, die man teilt) wurde, zumindest für Otto-Normal-Verbraucher, zu einer Meinung. Parallel dazu kam, daß es als erstrebenswert galt, "kontroverse" Meinungen zu haben.
Doch Meinungen haben, ernst genommen, Konsequenzen. Und wenn man diese Passage Chestertons liest, in der er letztlich überspitzt darstellen will, daß Theorien eben doch mehr sind als nur Meinungen, dann kommt einem das Grausen, wenn man den Text mal neben neueste Entwicklungen der Euthanasie und Abtreibung stellt oder Fälle wie diese Talkshow.

1 Kommentar:

Cassandra hat gesagt…

Ich hatte eine Kommilitonin, die immer sagte, sie würde, sollet sie schwnager werden, das Kind abtreiben da
a) sie dem Kind kein "vernünftiges Leben" bieten könne
b) eine Adoption nicht in Frage käme, da das Kind dann in der Adoptionsfamilie misshandelt und vergewaltigt werden könne

Sie studierte im Hauptfach Phiosophie.

Irgendwie spukt sie mir grad im Kopf rum.