Montag, Mai 12, 2008

Mittelerde - ein Heim für christen?

Höhä, darüber wollte ich ja schon länger mal was schreiben.
Einerseits scheinen ja manche Leute zu meinen, daß Tolkien der Prophet Satans ist (Lulz!). Großartiger Artikel.
Aber andererseits scheinen viele Katholiken ja in Tolkiens Werken genuin katholische Werke zu sehen. Auf kath.net et al wird ja immer wieder betont, daß er zutiefst katholisch war und seine Werke dies auch seien. Wird ihm das gerecht? Um ehrlich zu sein, finde ich da manches echt aufgezwungen. Nur weil in den Werken Tolkiens, die nunmal von einem Katholiken geschrieben wurden, die christliche Moral einen Platz hat, kann man imho nicht einfach als Katholik die Werke vereinnahmen. Wenn ich lese, daß der Herr der Ringe deshalb so katholisch sei, weil mit dem einen Ring ja die Versuchung und mit Frodo Jesus (der unsere Sünde auf sich nahm) gemeint sei, finde ich das etwas an den Haaren herbeigezogen. Dann kann man auch sagen, daß Buddha, weil er den Frieden predigte, Christ war. Oder so.
Tolkien schrieb selber in einem Brief, daß er es falsch gefunden hätte, wenn in seinen Mythen das Christentum vorkomme (auch wenn er schreibt, daß es doch in der Rückschau vorkam). Natürlich hat das Werk viele christliche Akzente, aber meiner Meinung nach verkennt man das, was Tolkien geschaffen hat, wenn man behauptet, er hätte quasi nur eine christliche Parabel verfaßt. Tolkien hat mit seinem Werk über Mittelerde nicht mehr und nicht weniger als einen eigenen Mythos geschaffen.

Ich mein, betrachten wir doch mal den Mythos bezüglich einiger Unterschiede zum christlichen Glauben:

- In der Bibel ist Gott der einzige und aktive Part bei der Schöpfung. Vielleicht haben ihm die Engel irgendwie geholfen, aber davon wird nichts berichtet. Eru Illuvatar (der Eine, letztlich die Himmelsgottheit Mittelerdes) jedoch gibt seinen Ainur ein musikalisches Thema vor, daß sie interpretieren und in die Tat umsetzen. Aus diesem Lied wird schließlich die Schöpfung. Gott nimmt also dabei einen eher passiven, freilich initiierenden und abschließenden, aber doch einen indirekten Part bei der Schöpfung ein.

- "und Gott sah, daß es gut war" heißt es über die Schöpfung in der Genesis. Als der Mensch geschaffen wurde, sah Gott sogar, daß es sehr gut war. Im Gegensatz dazu wirkt das Böse bei Tolkien schon während der Schöpfung: Melkor verfälscht die Melodien und erzeugt dreimal Mißtöne. Eru sah nicht, daß es gut war.

- Der Fall der Engel passiert also streng genommen früher als bei den Christen. Denn von Satan wissen wir erst von seinem Ungehorsam, als Gott den Engeln den Menschen offenbart. Interessant ist weiterhin, daß nicht alle Engel, die in den Gesang Melkors einstimmten, verdammt wurden; Makar und Measse sind, nach den Lost Tales, zwei derer, die als erste in die Mißtöne Melkors einstimmten und gehören aber zu den "guten".

- Generell ist Eru Illuvatar, nach Erschaffung der Welt, sehr zurückgezogen. Er wirkt selten selbst und überläßt die Welt den Valar und Majar (d.h. den Ainur, die auf die Erde gezogen sind). Nur bei Ausnahmen (der Erschaffung von Sonne und Mond und der Umformung der Welt beim Untergang Numenors) wirkt Illuvatar direkt.
Wenn also Finrod sich an Manwe in einem Stoßgebet wendet, bevor er auf Maedhros schießt (der ihn um den Todesstoß bat, weil er die Qualen von Angband nicht mehr aushielt), kann man das kaum mit einem Fürbittgebet zu einem Engel oder einem Heiligen vergleichen. Manwe etc werden schon eher angebetet als nur um Fürsprache gebeten. Und Gestalten wie Makar und Measse sind im christlichen Himmel undenkbar, Gestalten, die quasi an der Grenze zw. Gut und Böse stehen.

- Gott offenbart sich weder den ersten Elben noch den ersten Menschen; ja, selbst die Valar offenbaren sich nur den Elben. Anders in der Bibel, wo Gott mit Adam quasi face to face gesprochen hat. Die Elben werden nach Valinor gebracht, was eine gewisse Ähnlichkeit zur bibel aufweist (wo Adam in den Garten Eden gesetzt wird), aber erstens werden sie vorher gefragt (und es spalten sich die Avari - die Unwilligen ab), zweitens werden Leute, die auf dem Weg verloren gehen, zurückgelassen (die Nandor und die Sindar fallen mir hier ein). Außerdem kümmert sich eben nicht Gott direkt um sie, sie werden von Orome abgeholt. Und die Menschen werden eben nicht von einem der Valar abgeholt und leben lange Zeit im Dunkeln.

- Melkor (der danach als Morgoth bekannt sein wird) befleckt gemeinsam mit Ungolianth das Paradies; sie besudeln Laurelin und Telperion (die das Licht des Tages und der Nacht bis dahin der Welt geschenkt hatten und quasi das unbefleckte Licht des Paradieses waren). Damit ist erstmal, anders als der Garten Eden, der weiterhin existiert (Adam und Eva werden nur rausgeschmissen), das Paradies befleckt und zweitens sind Sonne und Mond damit behelfsmäßige Ersatzschöpfungen, die schön sind, aber nicht das unbefleckte "gute" Licht des Tages/der Nacht.

- A propos aus dem Paradies herausgeworfen: Während Adam und Eva nach dem Sündenfall das Paradies verlassen müssen, gehen die Noldor nicht nur freiwillig, die Valar bitten sie sogar, ihre Fehler zu sehen und umzukehren - selbst nach dem Blutbad von Alqualondë! Finarfin, der mit seinen Getreuen umkehrt, wird mit offenen Armen empfangen und ist danach der Hochkönig der in Valinor bleibenden Noldor.

- Zumindest die Mutter Feanors begeht quasi Selbstmord (im Paradies!!!), d.h. ihre Seele zieht in die Hallen Mandos', ohne, daß das als eine sündige Tat (die aus christlichem Verständnis der Selbstmord ist) dargestellt wird.
Ähnliches läßt sich bzgl Turin Turambar sagen, der sich in sein Schwert Gurthang stürzt: Freilich kommt in der Geschichte zum Ausdruck, daß sein Selbstmord der Höhepunkt einer Tragödie ist, jedoch wird am Ende aller Zeiten es Turin sein, der Morgoth niederstrecken wird.

- Die Sterblichkeit der Menschen ist nach der Bibel eine Folge des Sündenfalls; in Mittelerde ist die Sterblichkeit die "Gabe Illuvatars" an seine jüngeren Kinder; im Gegensatz zu den Elben, die in dieser dem stetigen Wandel unterworfenen Welt nicht leben können (weshalb die Elben auch imho mit den Zeitaltern immer nostalgischer und winender werden), sind sie für Mittelerde (d.h. unsere Welt) geschaffen. Deshalb werden auch die Elben nach Valinor geholt, anders als die Menschen: Sie sind, unsterblich wie sie sind, für die Ewigen Gefilde geschaffen, wir als sterbliche sind Teil des Wandels auf Erden und können uns damit auch weiterentwickeln.


Das alles soll nicht heißen: "Kinder, laßt die Hände von Tolkien, denn er ist nicht christlich". (Lest lieber Harry Potter oder der goldene Kompaß, lulz) Bloß nicht! Mir fällt gerade beim Schreiben dieser Zeilen auf, daß ich meine Tolkien-Sammlung mal endlich komplettieren kann.

Man muß ja auch die Intention Tolkiens im Hinterkopf haben: Ursprünglich war seine Idee, einen Mythos über England zu schreiben, der in grauester Vorzeit, lange, lange vor Christus spielt. Nun war damals, wenn man so will, weder das christentum noch das Judentum bekannt. Und Gott hat, in der Annahme daß der Christliche Schöpfungsmythos der richtige ist, die Menschen aus dem Paradies vertrieben und auch diese hatten einige Zeit den Herrn vergessen ("Zu der Zeit fing man an, den Herrn anzurufen"). Dementsprechend kann man, wenn man so will (Gott, jetzt werde ich nerdig) den Mittelerde-mythos als einen vorchristlichen Mythos deuten. Freilich kann man im Licht des Christentums dann erkennen, daß schon in diesen uralten Zeiten der Herr im verborgenen Gewirkt hat.

Na ja, mal wieder 2cent von mir :)

Sonntag, Mai 04, 2008

Mein Baby

Wie ich versprach, zeige ich mal ein Bild von dem Ort, an em ich z.Zt. den Großteil meiner Zeit verbringe. Und von dem Baby, was ich in der Zeit hege und pflege:

Samstag, Mai 03, 2008

Namenstag




ICK APPLAUDIERE MIR SELBST.

Nein, natürlich nicht. Ich wünsche allen Philipps, Jakos, Philippas, Jakobas, Jankerls, Philmans, Pillemännern und allen, dessen Namenstag heute ist, alles gute, Gottes Segen und natürlich die Fürsprache unserer Patrone! Ich mein, nicht jeder kommt in den Genuß, einen Apostel als Namenspatron zu haben.

Aber folks, ich muß trotzdem sagen, daß ich mich ärgere. Nun habe ich (dank Bee ) meinen Namenstag nicht vergessen, aber ich muß Zettel korrigieren, mein Tutorium vorbereiten und als lauer Konvertit weiß ich natürlich ohnehin nicht, wie man so zünftig den Namenstag feiert.

Freitag, Mai 02, 2008

Frontbrief

Liebe Mitleser und Mitblogger,

es meldet sich Philipp von der Laborfront.

Ach quark. Jedenfalls, sorry, daß ich im augenblick so einsilbig bin. Ich bin halt fast meine ganze Zeit in meinem Labor (was ich echt toll finde! Ich werde noch ein Photo uploaden) und versuche grad, herauszufinden, wie hoch der Druck in meiner Kammer ist. Das hat dann eher ingenieurstechnische denn physikalische Stolpersteine (Filament kaputt, COntrol-Unit auf Balzers-Filamente geeicht und nicht auf Varian-Filamente blablabla) und macht wirklich Spaß. Im Augenblick ist eh mein Beruf auch irgendwie etwas meine Freizeit (schon allein deshalb, weil ich ansonsten kaum Freizeit habe, haha).
Letzte Woche habe ich einen Vortrag über meine Thematik gehalten - oxidative Dehydrogenisation von Methan an Lithium-dotierten Magnesiumoxid-oberflächen (auf Ag 100 - Substraten). Oder auch kurz: Katalyse von Methan in sinnvolleres mit Li/MgO. Tolle Thematik!

Ja, ich wollte eigentlich hier schon immer wieder mal etwas schreiben, ich habe auch Ideen, aber irgendwie kann ich mich z.Zt. nicht ausdrücken - finde ich... Es wird weiteres kommen, ich hoffe, ich schaffe es, wenigstens im wöchentlichen Takt was von mir zu geben, aber dazu brauche ich euer Gebet. Und nen kumpelhaften, ermutigenden Schlag auf die Schulter. Oder so.

Montag, April 21, 2008

Na großartig.

Ich halt die Klappe . Bringt eh nichts, dazu noch mehr zu sagen.

Aber der eine oder andere wird sich darüber freuen.

EDIT: Ich habe nichts gegen die Mundkommunion (für Neuleser), ich empfange selbst den Herrn nur mit dem Mund. Aber ich denke nicht, daß die Mundkommunion das Allheilmittel für die Glaubenskrise sein wird. Das wird nur eine gute Katechese sein.

Donnerstag, April 17, 2008

Herzlichen Glückwunsch!

An diesem Tag möchte ich drei wichtigen Menschen zum Geburtstag gratulieren:

1.) Meinem Vater (Herzlichen Glückwunsch, Papa!)

2.) Dem Heiligen Vater

3.) Pierre Littbarski

(Ja, etwas zu spät)

Donnerstag, April 10, 2008

Schon länger geisterte ja der iRosary durch die Blogozese geisterte , freute ich mich, via Katholon an das Original zu stoßen. Dort werden weitere Designobjkte mit sakralem Bezug besprochen, und, wie ich im katholon-Forum androhte, werde ich meine Gedanken hierher kopieren.

Generell ist das alles ja als Experiment, als spielen und suchen nach neuer Kunst zu sehen. Ich finde es nicht schlecht, mal fernab jeder Kopie einerseits und Blasphemie andererseits sich an moderner Kunst mit religiösem Hintergrund zu versuchen.

Ich sage nicht, daß man dieses oder jenes in die Tat umsetzen müßte - der iRosary ist dank Podcasts und ipod unnütz wie ein kropf. Er brachte mich aber auf die Idee, daß ich mir irgendwann noch (kam noch nicht dazu) die Rk-Gebete aufnehme, um sie dann in wiedergabelisten den Geheimnissen entsprechend anzuordnen. Man könnte sogar noch Betrachtungen dazwischen fügen etc. Außerdem ist die Fusion iPod - Rosenkranz vom äußeren her wirklich geglückt.

Der Kreuzweg erinnert mich an den Planetenweg in Zürich (Albisguetli oder so? kp). Die Idee mit dem Kreuz tragen ist jedoch eher albern. Jedoch könnte man in hügeligem Gebiet vielleicht solche mp3-Stationen (imho schon mit Bildern - warum nicht?) installieren. Sagen wir mal die 600 Höhenmeter zum Kloster Ziteil hoch oder so

iRauch finde ich unnütz wie einen Kropf. Und positives fällt mir nicht ein.

Cricifixion klingt von der Konzeption interessant, weiß mich aber trotzdem nicht so wirklich zu überzeugen.

Anhelus ist von der physikalischen Idee her nett. Jedoch geht es vollkommen am Symbolgehalt der Taufe vorbei und kann dementsprechend kirchlich wirklich nicht gebraucht werden.

Kosher klingt interessant. Leider kenne ich mich für ein wirkliches Urteil zu wenig mit dem jüdischen Brauchtum aus. Aber die Frage, wie man das Brauchtum in das digitale Informationszeitalter aufnimmt, stellt sich auch uns. Ich warte auf virtuelle Schreine zu Ehren von Isidor von Sevilla.

Living Torah halte ich für vollkommen gelungen. Eine wirklich interessante Konzeption, die den Respekt und die Ehrfurcht vor dem Heiligen versucht, in einer neuen Form darzustellen.

Mandala in Process finde ich eher eine Spielerei. Technisch wirklich nett, und vielleicht auch im Buddhismus anwendbar, aber... na ja...
Was gefällt, ist, daß eine Maschine Dir das zählen abnimmt. Wenn man an ein Gebet mit der Intention "Ich bete jetzt 1000 Stoßgebete" rangeht, dann zählt man vielleicht mehr als daß man betet. Trotzdem, auch das kann eine einfache Perlenkette.

Buddha Bua Box ist nun wirklich moderne Volksfrömmigkeit! In wiefern das im Buddhismus anwendbar ist (in welcher Strömung denn?) iust wieder eine andere Frage. Liebreizende Lichtspielerei.

Ticker Cross ist blöd und blasphemisch. Blöd, weil Inri nur Tradition ist. Hätte der Künstler etwas aufgepaßt, hätte er gesehen, daß die katholische Kirche nicht nur Aktien, sondern auch eine Hälfte der Kreuzesinschrift besitzt. Und diese mit Aktienkursen zu versehen, ist vollkommen geschmacklos.

Das Kaballistic meditation Board ist vom technischen her ganz nett. Ob es aber wirklich sinnvoll ist, wage ich nicht zu sagen. Man frage einen Chassid.

Die Tokyo-Hotel der islamischen Predigtwelt?



Jaaaa...... was soll man dazu noch sagen?

Mir ist (unter anderem dadurch, daß ein atheistischer Freund von mir gleich forderte, ich solle meine Kinder genau so erziehen, bloß christlich) der Gedanke gekommen, daß es vllt gar nicht so schlecht ist, daß man erst gefirmt erwachsener Christ ist (nd daß das hierzulande eben nicht mit der Taufe verbunden ist). Voller Christ tüllich schon vorher....
Jedenfalls find ich es irgendwie geschmacklos.

Sonntag, April 06, 2008

Noch mehr Musik zum Träumen

Entschuldigung, daß im Augenblick der Blog zu einem Blog der komischen Langsamkeit zu verkommen scheint; ich werde schon wieder mehr über Religion schreiben. Schließlich ist die mir wichtig wie eh und je.

Ich merke im Augenblick, daß ich größtenteils ruhigere Musik höre; im Augenblick habe ich The Angelic Process , Nadja oder auch (etwas softer) A Beautiful machine , die es übrigens for Frei über das Netlabel Antisound gibt - legal natürlich (unter der Creative Commons license). Da dacht ick ma doch, mache ich mal etwas Werbung...


Hier erstmal A Beautiful machine. Sehr schöner, introviertierter Shoegazer. Perfekte Musik zum Träumen oder für Zugreisen....


Es ist ein Drama, daß einer der Leute hinter TAP nicht mehr Musik machen kann. Das Album Weighting Souls with Sand ist ein absoluter Meilenstein. Selten etwas so schönes, wenn auch manchmal Lautes gehört. Einfach Toll!!! Das obige Video gibt davon nichts wieder, leider. Der Myspace-Link verspricht mehr.


Nadja... Ambient-Drone-Doom-Shoegazer-Metal? Ich weiß es nicht. Jedenfalls eine auch wunderbare Musik. Leider gab es das 20-min-Meisterwerk "Now I became Death and Destroyer of the Worlds" nicht als Youtube-Video. Reinhören!

Samstag, März 29, 2008

Musiktipps zum Wochenende

Da ich in einer nicht kleinen katholischen Zeitschrift (dem Vatican-Magazin) erwähnt wurde und da meine Liebe zur Musik zur Sprache kam, dachte ich, ich kann mal wieder Musik vorstellen. Diesmal wirds hörbarer als letztes Mal, keine Angst.

Stoner Rock/Metal entstand aus der Desert Rock Scene und klingt auch so: heiß. "Stoner"? Ja, leider. Die Musik hat viele Bezüge zum Gras (dem, was man rauchen kann).
Trotzdem gefällt mir die Musik, weil sie so einen laid-back charakter hat. Ich höre sie z.Zt. bei gutem Wetter gern auf dem Fahrrad und allgemein gern, wenn ich Feierabend mache.
Folgendes Lied ist von der Band Sleep . Das Album hierzu (Holy Mountain halt) gilt mit Spine of God undKyuss' Blues for the Red sun als Wegweisend, was den Stoner betrifft. Um ehrlich zu sein, gefällts mir auch tausendmal besser.
Beizeiten wird die Band christlich genannt. Ich weiß nicht... ok, der Gitarrist Justin Marler verließ die Band, um Mönch zu werden und ein Album heißt Jerusalem.... aber "Proceed the weedian nazareth" ist, selbst wenn man guten Willen unterstellt, bestenfalls krude Kifferphantasie. Anyway, die Musik gefällt. Das dazugeschnittene Video ist btw. aus dem Jodorowsky-Film Holy Mountain, der auch sehr zu empfehlen ist - wenn man mal vom total kruden Eso-Hintergrund absieht.



So, noch etwas entspannter? Gut. Dann hören wir nun Earth . Dieser Band, besser gesagt dem Gründer dieser Band, gebührt der zweifelhafte Ruhm, angeblich mitverantwortlich für den Selbstmord von Kurt Cobain zu sein... wenn auch eher unfreiwillig. Oder es ist ein Gerücht.
Jedenfalls klingt die Musik trotzdem sehr, sehr entspannt.

Mittwoch, März 26, 2008

"Bleibe bei uns, Herr"

Ich muß ja sagen, daß das heutige Evangelium mir zu den liebsten gehört... (Lk. 24,13-35. )
Man merkt hier an zwei Stellen, daß sich die Liebe Jesu nicht aufdrängt. Erstens gibt er sich nicht sofort zu erkennen. Gut, das mag auch daran liegen, daß die Jünger "wie mit Blindheit geschlagen" waren, aber Jesus hat sich einem Saulus, dessen Herz wie Blind für die Wahrheit schien, zu erkennen gegeben. Hier wählt Jesus jedoch einen anderen Weg. Er führt im Beispiel dieses Gesprächs imho wirkliche Mission vor. Er nimmt an ihrem Gespräch teil, fügt sich demütig ein (ich mein, ein Gott könnte auch sagen "Ich, Jesus, weiß, wovon ihr redet und das ist Blödsinn") oder so, er zeigt ihnen einen für sie neuen Gesichtspunkt auf, der sie anscheinend begeistert (ihnen brannte das Herz). Und schließlich wendet er sich am Abend um, um zu gehen - auch hier drängt der Herr sich nicht auf. Interessant ist hier die Formulierung in der dt. Übersetzung - ich weiß lieder nicht, ob dieser Sinn auch im Originaltext zu erkennen ist: Jesus tat, als
wolle er weitergehen... Jesus TAT so. Er selbst möchte gern bei uns sein, aber bescheiden drängt er sich nicht auf sondern wartet auf unsere Bitte.
Daß dann die Jünger Jesus beim brechen des Brotes erkennen, ist ein Hinweis auf das Erkennen Jesu in der Eucharistie.
Jedenfalls, was ich an diesem Evangelium so mag, ist Jesu "understatement". Er bringt unsere Herzen zum Brennen, er weckt wieder Hoffnung, vertreibt die Trauer - und das alles in tiefster Demut und Bescheidenheit - eben, ohne sich aufzudrängen. Wirklich ein Vorbild in Sachen Mission.

Dienstag, März 25, 2008

Sauron Defeated

Wie ein Tolkien-Fan weiß, wurde der Eine Ring am 25.3. in den Schicksalsberg geschmissen. Hurra! Noch was zu feiern!

Sonntag, März 23, 2008

Sunn0))

Eigentlich hatte ich ja vor, ein Meme zum Thema Musik zu veranstalten, aber die Zeit... was bleibt? "Was bleibt ist Zuversicht (was mehr kann auch noch bleiben)"

Nee, nicht wirklich. Ich dachte mir, wenn Frank und scipio immer wieder Musikvorschläge zum Besten geben, kann ich alter Musiknerd auch mal immer mal wieder was vorschlagen.

Gerade höre ich von Sunn0)) das Album Black One.

Sunn0)), die als Tribut von Earth anfingen, machen sogenannten Drone Doom . Das ist die wahrscheinlich langsamste Musikrichtung auf diesem Planeten. Sie hat ihre Wurzeln im Doom Metal und treibt den sozusagen auf die Spitze. Während sonst im extremen Metal es schneller und aggressiver wurde, setzte man im Drone Doom, im Stoner Doom und im Sludge eher darauf, immer langsamer und schleppender zu werden. Ist die Musik dadurch angenehmer? Nein, sie ist extrem anstrengend. Teilweise kaum hörbar. Aber... na ja, ihr habt eh schon viel von meinem kruden Musikgeschmack mitbekommen, also könnt ihr euch vorstellen, daß mir die Musikrichtung teilweise gefällt.
Hier ist ein Ausschnitt ihres 2006-er Konzertes in der Berliner Volksbühne (!!!). Damals wollte ich eigentlich hingehen, aber leider waren schon alle Karten weg.

Christus ist auferstanden, Alleluja!


Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Ostern! Möge die Auferstehung nicht nur eine Erinnerung ein, sondern möge der Herr in euren Leben, in eurem Alltag lebendig werden und so für die von Gott entfernte Welt wieder auferstehen.

Donnerstag, März 20, 2008

Neue Todsünden aus nerdiger Sicht

Beim Olifanten sah ich nicht nur, daß er Espresso trinkt und Französisch schwänzt (was lobenswert ist), sondern las das Gerücht der neuen Todsünden. Da hat zwar die Presse etwas verkürzt etwas dargestellt, aber ich dachte, das ist egal. Jedenfalls darf ich alter Nerd dann niemanden dieses Schaubild der Beziehungen untereinander vorhenthalten:



(gefunden bei Indexed

Mittwoch, März 19, 2008

Merkwürdig...

Der Olifant postete einen Text, der zum Nachdenken anregen sollte. Denken wir also drüber nach. Ich muß aber leider von vornerein sagen, daß ich von dem Text nichts halte.

@Olifant: Versteh das bitte nicht gegen Dich oder Deinen Blog. Weder gegen das eine noch das andere hab ich was auszusetzen, Dein Blog gefällt mir sogar gut (schon allein der Quenyabonus). Es geht mir hier nur um diesen Text.

"Komisch, wie lange es dauert, Gott für eine Stunde zu dienen, aber wie schnell 60 Minuten Fußball vergehen."

Wie dient man Gott? Was ist gemeint? Ich als Freund des Opus Dei sehe in jeder Minute des Tages einen Dienst an Gott. In der Hinsicht auch Fußball.
Guuuut, es geht vielleicht um den Vergleich zwischen einer Stunde Messe und einer Stunde Fußball. Ja, körperliche Ertüchtigung kann für manche Leute durchaus kurzweiliger sein als ein Meßablauf, der vom äußeren Schein her, recht vorhersehbar sein kann. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieser Vergleich sinnvoll ist.

"Komisch, wenn uns nichts einfällt, was wir beten können, aber wir unseren Freunden immer etwas zu erzählen wissen."
1.) Unsere Freunde antworten auch etwas expliziter als Gott drauf. Hat der Schreiber schonmal am Bett eines Pflegefalles gestanden und mit ihm geredet? Mir fiel es irgendwann sehr schwer.
2.) Dahinter kann eine, vielleicht falsch verstandene, Art von Respekt sein: Soll ich nun wirklich Gott davon erzählen, wie sehr ich bei der und der Simpsons-Episode lachte? Soll ich ihm die Stelle erzählen oder kennt er sie schon? Das Gespräch mit Gott hat einen anderen Charakter als das mit den Menschen.

"Komisch, wie schwer es fällt, ein Kapitel in der Bibel zu lesen, aber wie leicht es ist, 100 Seiten eines Bestsellerromans zu verschlingen."

Ähhh, Geschmackssache? Manche Kapitel in der Bibel lesen sich wirklich gut. Andere wiederrum (Buch der Sprichwörter ist so ein Kandidat bei mir) fallen mir extrem schwer.

"Komisch, wie Leute sich auf einem Konzert um die vordersten Plätze drängeln und sich um eine der hintersten Plätze in der Gemeinde bemühen."

Komisch, einen Gottesdienst bzw. Gottes Gegenwart in einem Gottesdienst mit der Präsenz von Rockstars zu vergleichen. Ich sitze oft hinten, fast immer. Bin ich nun ein schlechter Mensch? Um ehrlich zu sein, sehe ich, da ich mitsinge, die Messe verfolge, da die Akustik vorne wie hinten in Ordnung ist, da ich den Altar, den Tabernakel etc. sehe, die Sitzposition in der Messe eher als sekundär an.

"Komisch, wie schwer es Menschen fällt, die Gute Nachricht weiterzugeben, aber wie leicht es ist, den neusten Klatsch und Tratsch weiterzuverbreiten."

Das ist doch ganz menschlich. Es ist nicht richtig, das stimmt. Aber Menschlich. Mit Klatsch und Tratsch geben wir weder was intimes von uns preis noch dringen wir in die Intimsphäre des anderen ein. Deshalb wird man auf Cocktailparties so oft Small Talk, Witzeleien, Klatsch und Tratsch hören und eher wenige Gespräche über persönliche Zeugnisse, wie Gott mir geholfen hat etc.

"Komisch, wie wir der Zeitung glauben, aber in Frage stellen, was in der Bibel steht."

Ich glaube nicht der Zeitung. Daß man außerdem die Frohe Botschaft des Evangeliums in Frage stellt, daß man nicht glauben kann, daß Gott selbst aus Liebe zu uns Mensch wurde, daß er für Dich und für mich am Kreuz starb und von den Toten auferstand - daß manche Leute das für zu schön, um wahr zu sein, halten - bitteschön, das kann passieren.

"Komisch, wie viele auf deiner Adressenliste diese Mail nicht erhalten werden, weil du dir nicht sicher bist, ob sie an irgendetwas glauben!"

Diese Mail wird NIEMAND in meinem Freundeskreis bekommen. Diese Mail stellt das Christentum von einer extrem schlechten Seite dar. Von einer besserwisserisch-moralischen Seite.
Gott weiß: Es fällt mir schwer, zu missionieren. Ich versuche es, indem ich das Christentum vorlebe. Das funktioniert oft auch nicht gut, aber ich hoffe, daß ich wenigstens manche Leute damit zum Nachdenken anrege.
Texte wie dieser können aber kleine, im Wachsen begriffene Pflanzen zertrampeln

"Merkwürdig, wie leicht es für Menschen ist, Gott zu leugnen und sich dann wundern, warum die Welt zur Hölle wird."

Merkwürdig, was man so unterstellt.

"Merkwürdig, dass jeder in den Himmel will, doch annimmt man brauche nicht zu glauben, zu sagen oder zu tun, was in der Bibel steht."

Jeder? Pauschalisierungen rocken wirklich. Wieder: merkwürdig, was man so unterstellt.

"Merkwürdig, wie das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte frei den Cyberspace passieren kann, aber eine öffentliche Diskussion über Jesus in den Schulen und am Arbeitsplatz unterdrückt wird."

Das ist traurig, aber wieder ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Daß (zu) vieles den Cyberspace frei passieren kann, stimmt, der zweite Satz stimmt auch, ABER:
- an den etwas gehobeneren Arbeitsstellen hat das Obszöne, Vulgäre, Gewalttätige und Okkulte kenen Platz (an gehobeneren Schulen auch nicht)
- Im Internet können, wie dieser Text zeigt (oder dieser Blog) auch das Christentum und deren Inhalte frei den Cyberspace passieren. Nebenbei gesagt; ich halte das Internet für ein blessing in disguise ; im Internet ist es wirklich möglich, als Salz der Erde sich aufzulösen, so daß nicht mehr der Mensch, sondern die Botschaft im Vordergrund steht. Andy Warhol sagte einst, daß in der Zukunft jeder Mensch fünfzehn Minuten weltberühmt sein werde. Ich denke, mit dem Internet ist diese Zeit gekommen. Wieso sollten wir diese fünfzehn Minuten nicht Gott schenken?


"Merkwürdig, wie jemand so entbrannt sein kann für Jesus im Gottesdienst, aber ein unsichtbarer Christ im Rest der Woche ist."

Dort wird Gott mehr erfahrbar!
Jungs und Mädels. Seit ich Christ wurde kenn ich diesen Sermon wider dem Hutchristentum (was man wie eien Hut an der Garderobe läßt, wenn man in die Welt geht). Es stimmt, es ist nicht richtig.
Was aber zu oft, wie auch hier, bei aller Moral vergessen wird, ist, einen Gegenentwurf vorzustellen. Einen konkreten bitteschön. Wie ist man Christ im Rest der Woche? Wie sollte man am Arbeitsplatz missionieren? Wie genau verbindet man Gebet, Opfer und Arbeit? Ich kenne einige Konzepte, eines versuche ich auch (mehr schlecht als Recht) zu leben, aber ich möchte das von den Schreibern der Mail wissen? Indem man in seiner Arbeitszeit Mails mit solch Inhalten verschickt?

"Merkwürdig, wie ich mehr darüber besorgt sein kann, was andere Leute von mir denken, als was Gott von mir denkt."

Es stimmt, es ist merkwürdig, doch es liegt am Wesen Gottes und an der Ursünde. An der Ursünde ist klar; durch sie ist der Menschheit der Fokus verloren gegangen. Am Wesen Gottes, weil Gott vergibt und sich nicht aufdrängt, anders als die Menschen.
Gott wird nie mit dem Finger auf Dich zeigen und Dich auslachen. Der Mensch schon. Natürlich sollte man als Christ über solchen Dingen stehen, aber mal ehrlich: tun wir das immer? Ich kann das nicht von mir sagen.

"Stell dir vor, folgendes passiert: Eines Morgens während eines Gottesdienstes sind 2000 Christen überrascht, 2 Männer zu erblicken, die beide von Kopf bis Fuß in schwarz eingehüllt sind und Maschinengewehre tragen. Einer der Männer ruft: “Jeder, der bereit ist, eine Kugel für Christus zu erhalten, bleibe da stehen, wo er gerade steht!” Sofort fliehen der Chor, die Diakone und die meisten der Versammelten. Von den 2000 bleiben ungefähr 20 stehen. Der Mann, der gesprochen hatte, nimmt seine Verhüllung vom Gesicht, sieht den Prediger an und sagt: “Okay Pastor, ich habe alle Heuchler entfernt! Jetzt kannst du mit deinem Gottesdienst beginnen. Ich wünsche noch einen schönen Tag!” Und die beiden Männer drehen sich um und gehen raus. (Ziemlich krass und unvorstellbar, aber denk mal drüber nach!!)"

Petrus - mieser Heuchler
Die Apostel - miese Heuchler in der Nacht, die wir bald feiern.
Unsere Kirche, unsere ganze Überlieferung baut also auf Heuchlern auf. Gut.
Ernsthaft: Was soll dieses hochmütige Gebrabbel? Wie kann man sowas schreiben? Ich bete zu Gott, daß er, wenn es einst dazu kommen sollte, daß ich für den Glauben sterben müßte, mir die Kraft zum mutigen Bekenntnis schenkt, aber ich würde niemals behaupten, daß ich sicherlich stark genug wäre! Meine Kraft ist im Namen des Herrn, ich selbst bin, wie ich jeden Tag aufs neue merke, oft zu schwach. Ich weiß nicht, ob ich mit den zwanzig Leuten in der Kirche sitzen würde. Wenn ich deshalb, weil ich das jetzt nicht weiß, ein Heuchler bin, bitteschön. Wenn ich bspw. auch an meine Familie denke, die sonst aufgeschmissen wäre, wenn ich überlege, wie ich Gott dienen und bspw. was gegen diese Männer in Schwarz tun kann und deshalb die Kirche verlasse, wenn ich dann ein Heuchler bin, bitteschön.
Nebenbei: Merkwürdig, daß unsere zwei bewaffneten Moralapostel anscheinend die Kirche nicht brauchen.

"Dies ist eine wahre Geschichte: Es gab ein atheistisches Ehepaar, das ein Kind hatte. Sie erzählten ihrer Tochter nie von Jesus Christus. Als das Mädchen 5 war, stritten sich die Eltern heftig. Der Vater erschoss vor den Augen des Kindes erst die Mutter und dann sich selbst. Das Kind wurde darauf zu Pflegeeltern gegeben. Die neue Mutter war Christin und nahm das Mädchen mit in die Kirche. Die Pflegemutter erzählte der Leiterin der Sonntagsschule, dass das Mädchen noch nie etwas von Jesus gehört hatte, und bat sie Geduld mit ihr zu haben. Eines Sonntags hielt die Leiterin ein Bild von Jesus hoch und fragte: “Weiß einer von euch, wer das ist?” Das kleine Mädchen hob die Hand und sagte: “Ich! Das ist der Mann, der mich in der Nacht, als meine Eltern starben, gehalten hat!!”"

1.) Geschichten, die mit "Dies ist eine wahre Geschichte" beginnen, wecken den Skeptiker in mir.
2.) Dramatische, schöne Geschichte.

"Wenn du glaubst, dass das Mädchen die Wahrheit gesagt hat und das, obwohl sie nie von Jesus gehört hatte, ER sie dennoch an jenem Abend gehalten hat, dann wirst du sicherlich diese Mail an so viele Freunde wie möglich weiterleiten! Du kannst sie aber auch löschen, als hätte dich die Geschichte nie berührt!"

Jetzt erzähle ich mal eine Geschichte: Klein Philipp (gut, Pubertier-Philipp) ging einst durch die Straßen des schönen Zehlendorfes und wurde von einem hübschen Mädchen an einem Infostand um eine kleine Umfrage gebeten. Ein hübsches Mädchen hat einen großen Einfluß auf die Hormone eines Pubertierenden, weshalb er sich natürlich zu der Umfrage bereit erklärte. Die erste Frage war eine Multiple-Choice-Frage, wie viel der Staat jährlich für Behinderte ausgeben würde. Es kam raus, daß das die als Minimum angegebene Zahl war. Ich wurde gefragt, ob ich das nicht zu wenig finde, ich meinte ja. Weiter wurde ich gefragt, ob ich, wenn ich die Möglichkeit hätte, Behinderten helfen würde, worauf ich natürlich (nicht nur wegen der Hormone) mit ja antwortete. Schließlich flötete das Mädchen "Dazu haben Sie jetzt die Möglichkeit, denn Sie können hier unterschreiben, um montatlich so und so viel an das Behindertenwerk sowieso zu spenden" Ich hatte mir unter Hilfe und Möglichkeit etwas anderes vorgestellt. Na ja.

Ich werde diese Mail an NIEMANDEN weiterleiten. Vielleicht werde ich die Geschichte dem einen oder anderen erzählen. Aber ob diese Geschichte nun unglaublich viele Atheisten retten wird - ich weiß nicht. Dazu war ich zu lang Atheist. (na ja, so lang war ichs nicht, aber lang genug, um zu wissen, daß man nicht durch eine schöne Geschichte über ein Mädchen, was sich von Jesus gerettet fühlt, ins Grübeln kommt).
Kleiner Tipp: Vorleben, guter Freund sein und von seinem Glauben reden kann schon was bewirken! Ich möchte ja eigentlich noch öfter mal Freunde von mir in stille Kirchen mitnehmen, denn ich denke, daß ein Kirchenbesuch weitaus mehr als meine Worte oder eine schöne Geschichte bewirken können.

"Merkwürdig, wie leicht es Menschen fällt, Gott einfach in den Papierkorb zu schieben!"

Ja, noch merkwürdiger, daß ich das alles überhaupt kommentiere! Was soll dann noch dieser letzte Satz? Ist das nun ein Kettenbrief?
Ich wußte wirklich nicht, daß man die Strategien der Bertelsmann-Vertreter nutzen sollte, um zu missionieren.
Aber keine Angst: Diese Mail kommt nicht in den Papierkorb: Sie wird angeprangert.

Dienstag, März 18, 2008

Zwietracht

Kurz: Bitte betet doch mal für meine kleine Family. Was den Haussegen betrifft, der hängt nicht schief, sondern liegt z.Zt. eher auf dem Boden.

FingO, der langsam ein schlechtes Gewissen (aber viele Ideen!) hat, was den Postmangel in diesem Weblog betrifft. Ich hab halt viel zu tun und bin extrem faul :P Aber falls ihr fragt: Wenn man von obiger Gebetsbitte und einigen zusätzlichen Kilos auf meinen Rippen absieht (langsam werden es viele!), geht es mir echt gut.

Montag, März 17, 2008

Lá Fhéile Pádraig sona daoibh




Ich werde leider heute ordentlich arbeiten müssen, aber vllt wird der eine oder andere ein Guinness trinken, The dubliners oder The Wolfe Tones hören, mitsingen, in einen irish Pub gehen....

Jedenfalls einen schönen St. Patricks Day!
Deshalb für alle zum mitsingen ein schönes irisches Lied:


Let the people sing their stories and their songs
And the music of their native land
Their lullabies and battlecries and songs of hope and joy
So join us hand in hand
All across this ancient land
Throughout the test of time
It was music that kept their spirits free
Those songs of yours and of mine

Ireland, land of song,
Your music lives forever
In its valleys, in its mountains,
In its hills and in its glens.
Our music did survive
Through famine and oppression.
To the generations gone,
I'll sing for you this song.

Freitag, März 07, 2008

Nonsense

Au Kacke.

Ehrlich gesagt, finde ich es nicht schlecht, mal für eine Woche auf seine Sprache zu achten. Aber ob es gut ist, das von Rechts wegen verpflichtend festzulegen weiß ich nicht.

Amüsante Idee trotzdem. Erinnert an die Simpsons-Folge, wo Homer für jeden Kraftausdruck was in die Familienkasse zahlen muß.

Oder an Demolition Man. Toller Film, btw.

Freitag, Februar 01, 2008

Memes. Memes, Memes...I/II

Ok, Faschingszeit ist Meme-time oder so. Jedenfalls fand ich auf Intelligam ein schönes Stöckchen - ich stimme übrigens Scipio beim Streit zw. Stöckchen und Meme zu - und ein solches nicht mitder schönes wurde mir von Fono zugeworfen. Als Mann der Wissenschaft biete ich natürlich erst Brainfood und dann was fürs Auge und so werde ich Scipio zuerst antworten:

1. Welches Buch vermeidest Du instinktiv zu lesen, obwohl Du nur lobende Besprechungen gesehen hast?

Oh, wie schon mal gesagt, gibt es im Katholischen da so ein paar Verdächtige, nämlich Mosebach, Kuby und Badde. Mit "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" kann man mich auch jagen, sogar noch viel, viel weiter als mit den drei vorher genannten.
In Sachen Science Fiction kann mich Asimov und Heinlein einfach nicht begeistern. Vielleicht bin ich aber auch einfach mehr die Fantasy-Nudel... who knows...


2. Wenn Du drei Charaktere für eine gemeinsame Unternehmung oder Begegnung lebendig machen dürftest, welche wären das und wofür würdest Du sie zusammenholen?


Oh, Roland, der letzte der Revolvermänner, Fingolfin (most proud and valiant of the Elves) und ähhh..... Cthulu? Um einen interessanten Kampf Roland + Fingolfin vs. Cthuluh zu sehen? Hey, das sind fiktive Charaktere und das ist meine Illusion!
Ich bin ziemlich seltsam....
Na, ersetzen wir Cthulu durch O Dae Su und wir haben drei der tragischsten Helden versammelt. Wofür man sie versammeln soll? Keine Ahnung.

3. (Um ganz schamlos eine Idee aus Jasper Ffordes Thursday Next-Romanen zu verwenden): Man sagt Dir, Du könntest erst sterben, nachdem Du den langweiligsten Roman auf Erden gelesen hast. Es ist zwar ganz schön, unsterblich zu sein, aber irgendwann ist es doch an der Zeit zu sterben. Welches Buch, meinst Du, beschert Dir einen angenehmen Tod?

Muß es ein Roman sein? Wenn nicht, dann laßt mich mit einer EU-Richtlinie in der Hand zugrunde gehen!
Wenn Roman, dann Kafka - Das Schloß

4. Gib's zu, wir haben es doch alle schon gemacht! Bei welchem Buch hast Du angedeutet or vorgegeben, Du hättest es gelesen, obwohl Du es weder vor- noch hinter Dir hattest?

Öh. Vllt hatte man den Eindruck, ich hätte die Bibel mal gesamt gelesen? Hab ich nicht, jedenfalls nicht am Stück.

5. Du bewirbst Dich als Offizieller Leseberater für eine v.i.p. (die kein großer Leser ist). Was wäre das erste Buch, dessen Lektüre Du empfiehlst und warum?

Stephen King - Der Dunkle Turm. Anspruchsvoll, Spannend, Traurig, abgefahren, philosophisch... wohl der erste Fantasy-Science-Fiction-Horror-Western-Epos.

6. Die gute Fee kommt und gewährt Dir einen Wunsch: Du darfst Dir eine Fremdsprache aussuchen, die Du beim Lesen perfekt verstehen wirst. Welche wählst Du?

Darf ich zwei wählen? Quenya und Chuck.

7. Die böse Fee kommt und sagt, Du müsstest Dir ein Buch aussuchen, das Du von jetzt an einmal im Jahr lesen musst - bis ans Ende Deiner Tage. (Andere Bücher darfst daneben auch lesen.) Welches wählst Du?

Wie jetzt: Ich muß es im Jahr vollständig durchlesen oder ich muß in jedem Jahr zumindest drin etwas lesen? Wenn ersteres, dann Meine Liebe Fibel (mein erstes Lesebuch!), wenn letzteres, dann die Complete History of Middle-Earth.

8. Das Bloggen über Bücher erweitert den Lektüre- und Bücherhorizont. Was hast Du durch Blogschreiben und -lesen entdeckt?

Catholics Guide to good living auf jeden Fall!

9. Die gute Fee kommt noch einmal vorbei - Du darfst Dir Deine Traumbibliothek zusammenstellen. Wie sieht sie aus? Lederrücken? Erstausgaben? Uralte Taschenbücher? Oder ein paar signierte Werke? Ruhig drauflos gewünscht!

Ok, ein Grundstock wäre (es wird jedoch nur erwähnt, was ich noch brauche):

Bibliothek der Kirchenväter
Dokumente des 2.Vatikanums
Das Stundenbuch
Ratzinger - Gesammelte Werke
Juan de la + - Alles


Tolkien - Gesammelte Werke
Pratchett - Alles betreffs der Scheibenwelt
Die Old Boy Comic-Reihe
Spiderman - Alles (Vor allem die Venom-Bände)
Ghost Rider - Alles

Kittel - Festkörperphysik
Kopitzki - Festkörperphysik
Haken,Wolf - Atom- & Quantenphysik, Molekülphysik & Quantenchemie
SFB 450 - Analysis & Control of Ultrafast photoinduced Reactions

div. betreffs Harmonielehre und Musikproduktion/Klangerzeugung am PC

Das können alles, der Lesbarkeit zuliebe, durchaus Taschenbücher sein. Solange sie nicht auseinander fallen...


Gut, nun kommen wir zu fono:

Meine Fünf cineastischen Traumfrauen? Da bin ich, zugegeben, recht simpel gestrickt, also:

1.) Catherine Zeta - Jones



Es gibt wenige Frauen, für die ich töten könnte... na ja, das kann ich hier auch nicht... aber wenn diese wundrschöne Frau mit ihrer nicht minder erotischen Stimme mich um was bitten würde, würde ich vllt doch schwach werden. (Scheiß Waffen einer Frau)

2.) Sophie Marceau



Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht ,was genau mir an ihr so gefällt... vielleicht sind es ihre Augen, whaever

3.) Audrey Hepurn



Klassiker, oder?

4.) A propos Audrey, irgendwie muß hier auch Sherilyn Fenn Erwähnung finden

Die zweitschönste in Twin Peaks

5.) Und deshalb hier nochmal die Schönste:



Wobei ich sagen muß, daß sie mir eigentlich nur als Annie Blackburn in Twin Peaks so gefallen hat. Da hab ich mich fast in sie verliebt :)

Nun mag man die Stirn haben und sich fragen "Wieso I/II?" Ist das ein der St. Dymphna gerecht werdenden Dada? Nein, ich bereite grad ein Meme vor, aber hab hier im Labor nicht die Zeit dazu. Kommt ergo noch.