Anscheinend sind einige Katholiken in Amerika etwas sauer, daß eine Fastfood-Kette einem burger eine
nicht konsekrierte Hostie beilegt. Ach, kommt, fellow catholics. Es ist eine nicht geweihte Hostie. Man könnte sie auch eine Oblate nennen.
Nun wird von einem Kritiker folgendes Argument hervorgebracht:
It's not, for us, the Eucharist. However this wafer is a symbol
Und hier antworte ich mit Flannery O'Connor:
Well, if it’s a symbol, to hell with it.
Oder etwas banaler gesagt: Da es sich nicht um den Leib Christi handelt, handeln wir auch so: Betrachten wir es als fumpe.
Sicherlich, man mag es als Ärgernis empfinden, aber ich denke, daß man hier der Welt eine ordentliche Portion an Lehre bzgl Eucharistie zeigen kann.
5 Kommentare:
Die Oblate obendrauf ist eigentlich das appetitlichste auf dem schleimigen Schlabberding.
Ach, na ja, bei Burgern habe ich da weniger Berührungsängste, die dürfen ruhig häßlich und schlabbrig aussehen.
Die beste Reaktion drauf ist Schulterzucken.
Ich hoffe, hier taucht zur Weihnachtszeit kein Hysterie-Katholik auf, wenn ich wieder Mandeln und Schoki auf Oblaten packe.
Ruhig bleiben, Dämlichkeit ist nicht strafbar, sie macht sich nur selbst lächerlich.
Ich halte das Ganze nach wie vor für einen simplen aber wirksamen Publicity-Stunt. Ich sehe da keine Gotteslästerung. Ich sehe allerdings auch nichts, was - wie der Betreiber des Restaurants uns glauben machen will - irgendwie mit Humor zu tun hat. Ich sehe am allerwenigsten, warum da nun eigentlich unbedingt eine Hostie auf einen Burger muß - es sei denn, man kennt seine aufschreienden US-Katholiken und die Medienmaschine, die den Burger fix zur "forbidden fruit" hochjazzen wird. Und genau das nervt mich an der Geschichte, daß der Katholizismus grade noch gut genug ist, um damit Burger zu verkaufen, Schund zu Kunst werden zu lassen oder Musikvideos anrüchiger zu gestalten.
Es ist die Absicht, die man bemerkt, und darob verstimmt ist. Deshalb verstehe ich Leute, die verstimmt sind, durchaus. Jedoch hab ich keine Lust, den Machern dieses Teils auf den ebenfalls mit Absicht ausgelegten Leim zu kriechen und das Ding indirekt auch noch zu bewerben, indem ich darüber schreibe.
Fakt ist: guter Geschmack ist etwas anderes und nicht jedes Fehlen guten Geschmacks kennzeichnet denjenigen automatisch dann als Inhaber von Humor bzw. vice versa, nicht jeder, der sich die Wahrung guten Geschmacks bzw. Anstands wünscht, ist deshalb humorlos. Echter Humor ist etwas Grenzenloses. Es gibt aber auch diesen Schenkelklopfer"witz", der an sich jeglicher Komik entbehrt.
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