Heute haben meine Frau und ich uns darüber unterhalten, daß wir gerne gute Katholiken kennen lernen würden, mit denen man nicht nur beten/bloggen/über Liturgie diskutieren/katholisch abnerden/konterrevolutionieren könnte, sondern auch gepflegt
Die sieben Gezeichneten oder ne ordentliche D&D-Kampagne spielen könnte.
Bei solchen und ähnlichen Fragen heißt es dann natürlich immer gleich Marke Batman "TO THE INTERNET". Und so suchte ich und fand etwas, was ich euch nicht vorenthalten kann:
Eines der zahllosen indianischen Sprichwörter sagt : „Bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bin.“ Wie sich das konkret anfühlt, haben die Teilnehmerinnen beim Diözesantag der Katholischen Frauengemeinschaft erfahren. Im Rollenspiel.
(Quelle:
KFD Hildesheim)
Irgendwie war ich dann doch über die
zahllosen indianischen Sprichwörter und den Gedanken, das Sprichwort im Rollenspiel zu erfahren, amüsiert. Außerdem mußte ich mir eine Pen&Paper-Session basierend auf dem Text vorstellen...
Spieler: Ich nutze meine mentalen Fähigkeiten, um zu erkennen, was für eine Gesinnung der König von Maraskan hat. Spielleiter: Als ihr eure Schuhe tauscht, fällt Dir nach einer Stunde gemeinsamen Spazierganges durch die Gärten auf, daß der König sich im Griff des Namenlosen befindet. Ihr tauscht wieder die Schuhe und er greift Dich an.
10 Kommentare:
Solltet ihr eine Runde Rokugan zusammenbekommen, sagt Bescheid :-)
Zusatz:
für DSA gibt es keine Erklärungen wenn man die 15 überschritten hat. Echt jetzt.
Da ich erst mit 19 nerdy geworden bin, ist mir die DSA-Phase erspart geblieben.
D&D kam nie über einen Kurzversuch hinaus.
Midgard war meine "Einsteigerdroge". Dann viel zu lange Vampire und seit ein paar Jahren Shadowrun.
es geht eigentlich inzwischen mit DSA, die Borbarad-Kampagne kann durchaus auch ältere Spieler begeistern.
D&D gefällt mir wegen des taktischen Aspekts. Ich muß ehrlich gestehen, daß ich ohnehin eher ein Freund der Regeln als ein Storyteller bin (auch wenn ich Vampire recht gern hatte); letztlich ist das ursprüngliche Pen&Paper Game ja auch aus den Wargames entstanden.
Rokugan kenne ich nicht, von Shadowrun habe ich den Vorgänger recht gern gespielt (Cyberpunk), aber wir sagen bzgl Rokugan bescheid :)
Mich habenbei D&D immer die recht monokausalen Welten abgeschreckt und die Charakterklassen.
Ich kenne diverse Leute, die DSA nicht mit ihrem 16. Geburtstag hinter sich gelassen haben und üüüüberhaupt nicht verstehen, warum ich und DSA nicht warm werden. Die haben dann auch die Borbarad-Kampagne gespielt, ich bin bei dem Versuch gescheitert.
Wir haben eigentlich immer taktisch gespielt- es macht die Frage, was man tun kann, leichter zu klären wenn man Bodenplan etc bereit hat. Wer mag schon im Weg stehen wenn Kollege mit dem Wagen die Tür einfährt, um den Fluchtweg freizumachen?
Rogukan haben wir genau ein mal gespielt, alle fanden es mäßig bis doof bis auf mich.
Absolut cool ist als "Einsteigervariante" für strategisches Spielen Lego Heroica. Das kann man auch als Erwachsener spielen und dann hat man einen klassischen dungeon crawl mit Goblinkönig zu erschlagen.
Völlig andere Frage: wie kann ich mir das vorstellen? Wie erkläre ich der Spaßbremse hinter dem Spielleiterschirm "ich tausche mal eben die Treter mit dem König"?
Möglichkeit 1: der drei-Punkte-Plan, ein echter Klassiker
Ich gehe hin, hau den König ok und ziehe mir seine Latschen an.
SL: Die Leibwache schreitet ein, du landest im Kerker
Möglichkeit 2: laß mal reden, du
"Eure Majestät, darf ich untertänigst bitten, mit Euch Schuhe tauschen zu dürfen>?
König: "Hä? Warum?"
Möglichkeit 3: Diebstahl
Ich breche nachts in des Königs Schlafgemach ein und klaue ihm seine Hauspantoffeln vom Bettvorleger.
SL:"Du wolltest ja nur eine Meile drin laufen, nicht sie klauen, oder?"
Spieler: "Klar, ich bring sie zurück!"
SL: "Du kletterst gerade durch's Fenster als dir auffällt, daß sowohl der König als auch der Chefleibwächter als auch der Oberste Kammerherr neben dem Bett stehen und was suchen. Als sie die Pantoffeln bei dir in der hand sehen..."
Möglichkeit 4: ich verkleide mich als Königlicher Schuhputzer und probiere das nachdem ich völlig offiziell die Schuhe abgeholt habe. Null Risiko!
SL: "Du bist so etwa eine halbe Meile gelaufen als der Oberste Kammerherr durchs Fenster ruft "Heda, Bursche, du sollst die Schuhe putzen, nicht mit ihnen durchs Blumenbett trampeln!"
Man sieht, alles nicht so einfach umzusetzen...
Ich gehe davon aus, daß in der Welt der KfD-Spielgruppe das Schuhe tauschen ein allgemein anerkannter Brauch ist. Natürlich mit dem Risiko, daß, wenn Du die Schuhe des anderen trägst, er auch in Deinen Schuhen läuft und so Deine wahren Motivationen erkennen kann. Dagegen kann man was tun, wenn man generell nicht in seinen Schuhen unterwegs ist.
Es gibt in Al-Anfa einen großen Basar, auf dem Du Schuhe von Männern und Frauen ohne Tadel kaufen kannst. Die Schuhe bietest Du dann dem an, über den Du viel herausfinden willst, der hält Dich für einen grandiosen Typen/eine holde Maid, und in Wirklichkeit bist Du, wie so ziemlich jeder Abenteurer, ein ziemlich mieser Crook.
Und außerdem haben alle die gleiche Schuhgröße...
ich sehe, ich habe im Bistum Hildesheim eine Menge verpaßt.
Wie stellt man auf dem Basar in Al-Anfa fest, daß die angeboteen Schuhe wirklich von Männern und Frauen ohne Tadel stammen? Ich könnte sie auch 1 Ecke weiter ausgezogen haben und nun ein Heidengeld dafür haben wollen weild as echt und ganz sicher die Schuhe der Oberhesindegeweihten sind- Abenteuerer sind halt ein chronisch unvertrauenswürdiges Pack :-)
Das ist doch einfach: Man zwingt den Verkäufer, dich für eine Meile zu begleiten, während Du die Schuhe probeträgst. Dann weißt Du über den Schuhträger Bescheid!
und in der Zeit wo wir rumwandern und gucken, ob der Händler auf einen Schuhhalunken reingefallen ist, räumt irgendsoein Rumtreiber den Schuhmarktstand ab. Super... ich begreife langsam, warum Städte das Abenteuererpack draußenhalten.
und in der Zeit wo wir rumwandern und gucken, ob der Händler auf einen Schuhhalunken reingefallen ist, räumt irgendsoein Rumtreiber den Schuhmarktstand ab. Super... ich begreife langsam, warum Städte das Abenteuererpack draußenhalten.
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