Donnerstag, September 01, 2011

Die befreite Verklemmtheit der heutigen Zeit

Gestern habe ich mich mit meinem Bruder über Sex unterhalten (DUNH DUNH DUNH). Uns ist aufgefallen, daß die angebliche Enttabuisierung die Gesellschaft verklemmter machte, quasi über das Trojanische Pferd der angeblichen Natürlichkeit. So wird darüber debattiert, ob zwei männliche Stoffpuppen, die sich eine Wohnung teilen, nicht endlich heiraten sollten, ein anständiger Katholik, der sich über gutes Rasierwasser, Holzfällerei, Mixed Martial Arts und Schnelle Autos informieren will, nicht nach einem "Herrenmagazin" fragen sollte, Kollegen bei der Formulierung "Auf zu neuen Ufern" gleich an "HURR DURR, ANDERES UFER" denken müssen und schließlich Priester nicht Jungen nach einem töften Fußballspiel in den Arm nehmen können.
Ist da nicht einiges verloren gegangen?

Es geht mir nicht darum, daß nun wieder alles vollkommen tabuisiert im Sinne von "man darf nicht drüber sprechen" oder gar "das alles ist böse" wird - der Kirche ja auch nicht. Aber kann man nicht Sexualität wieder als etwas, sagen wir mal etwas sakraleres betrachten, eine Sache, die absolut nicht schlecht ist, aber eben nicht alltäglich? Vor allem nicht so alltäglich, als daß jeder gleich erstmal an Sex denken muß - das wäre schon mal was.

2 Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Das mit dem Sakralen ist ein toller Gedanke!!!

CM hat gesagt…

Theology of the Body, baby!