Donnerstag, Januar 12, 2006

Zum Thema Backward Masking

Ich weiß nicht, was ihr von diesen Theorien - Hört Led Zep rückwärts und ihr hört laut und deutlich , wie sie Satan preisen - haltet, jedenfalls erstmal ein Link zu diesem Thema.
Hmmm... nun, da könnte man ja sagen: siehste doch, das ist EINDEUTIG ZU HÖREN!!!

Mich erinnert das an das "schwedische" Lied Hatten är din .
Das besondere an diesem schwedischen Lied ist, daß es in Wirklichkeit Habeetik von Azar Habib ist, ein libanesisches Lied. Es wurde von verrückten schwedischen Nordmannen etwas abgeändert, was man übrigens auch merkt, wenn man den "Lyrics" nicht folgt.
So ähnlich geht es mir mit diesen Backward messages: Wenn man die "reverse lyrics" nicht mitliest, hört man... na ja, irgendeinen Kauderwelsch rückwärts. Wenn man die Texte dann vor sich hat, stellt sich die Frage, ob man die Satanische Botschaft erkennt - oder erkennen will. Außerdem bezweilfe ich, daß das einen Einfluß auf das Unterbewußtsein hat, wenn man irgendetwas rückwärts hört.

Etwassehr boshaft und zynisch, aber (leider) treffend konterte mal Ozzy Osbourne von Black Sabbath mit dem Satz: Wieso rückwärts gespielte Satanische Botschaften? Wir haben sie doch vorwärts gespielt!

Hat er irgendwie recht... die Lyrics der angeprangerten Bands sind so oder so nicht grad das gelbe (christliche) vom Ei, backward messages hin oder her. Ob ihr nun trotzdem den grausigen Heavy Metal hört oder nicht - das sei euch überlassen. Ich persönlich höre recht gerne Metal. Ich bin aber weit entfernt davon, Leute, die nun Rockmusik zu düster finden oä. damit aufzuziehen oder zu behelligen, wenn in meiner Gegenwart ein Mensch ist, der Metal nicht hören kann/will, dann werd ich es ihm nicht aufzwingen. Erinnert mich an Pauli Abhandlung über "Starke" und "Schwache" in der Gemeinde. Wer stark und wer schwach ist, das liegt nicht an mir zu beurteilen.

Ach, und wußtet ihr schon, daß JAMES LAST UND SEINE BAND lediglich ein Anagramm ist für etwas wirklich schlimmes? Die Auflösung folgt morgen. Oder so.
Jedenfalls:
HATTEN ÄR DIN!

5 Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…

So ich hab mir jetzt mal Hotel California reingetan. Wenn so was gilt (bei einer Halbzeile auf 3 Strophen), dann findet man von Emmentaler Volksmusik bis Ralph Siegel in jeder Musik nicht nur Satan, sondern jedes beliebige Thema. Allein die Vorstellung: "Modern Talking sendet Botschaften der marxistischen Weltrevolution"; "Ein bischen Frieden als Schleichwerbung für Bayern München entlarvt".

Bei Platten mag die Hysterie ja noch einen gewissen Sinn ergeben, aber schon während meiner Studienzeit (a long time ago) fragte ein Prof:" Haben Sie eigentlich einen Plattenspieler der Platten rückwärts abspielt?"

FingO hat gesagt…

Da muß ich aber sagen, daß es (inzwischen jedenfalls) Plattenspieler (in neudeutsch ja auch Turntables genannt, ich liebe Anglizismen :) )gibt, mit denen man Paltten auch rückwärts anhören kann! der Numark TT200 bspw.

Es grüßt
ein Fingo, der einst Ambitionen zum "Turntablism" hatte :)

dilettantus in interrete hat gesagt…

Turntablism ?

Plattenspielerritis?


Ist dafür der Arzt oder der Fliesenleger zuständig?

FingO hat gesagt…

Lol!

Nee, Turntablism ist dieses rumgewurschtel mit Platten in der Hip Hop-Szene.

dilettantus in interrete hat gesagt…

What happens if you play blues music backwards?

Your wife returns to you, your dog comes back to life, and you get out of prison.

aus:

http://paul.merton.ox.ac.uk/music/

Grüße
Th.