Wie der papsttreue Katholik weiß, hat unser heiliger Vater das Stundengebet auch dem Laien empfohlen.
Leider, wie so oft, ist die deutsche Katholische Kirche hier nicht so schnell wie die internationale Kirche (übrigens auchnicht so schnell wie die Altrituellen). So scheint das deutsche Liturgische Institut keinerlei Grund zu sehen, die Hymnen, Psalmen, die Lesungen frei zu geben. - Is ja auch klar, denn schließlich müssen hier die Rechte der Urheber geschützt werden.... Echt ey, sowas läßt mich dann doch OCCUPY STUNDENBUCH ausrufen. Damit man sich weiter aufregen kann, kann man ja mal diese Seite studieren. (Nebenbei gefragt: Wäre das nicht mal wieder eine gute Blogozesen-Aktion? Eine Forderung nach einer Freigabe der Texte im Internet?)
Immerhin (Natürlich nicht vom dt. Liturgischen Institut initiiert) gibt es einen Blog über das Stundengebet, was es Anfängern wie mir leichter machen würde (wenn ich denn die Gebetsbücher hätte), dieses Stundengebet zu erlernen. Für die extremen Hardliner unter uns (und wer ist das nicht, ne?) hatte vor einiger Zeit Johannes von Mater Amata einen Weblog über das Offizium Parvum ins Leben gerufen, jedoch leider nicht weiter geführt. Jedoch braucht der harte Linierer (anglizismen sind uncool) unter den Bloggern nicht verzagen, gibt es dieses kleine Offizium zu Ehren Mariens auch auf Latein und - natürlich- auf Englisch.
Wie dem auch sei, ich muß mal sehen, ob ich im Doktorarbeitsstreß dem Wunsch des Hl Vaters entsprechen kann. Aber ich kann ja mal anfangen...
Mittwoch, Februar 22, 2012
Montag, Februar 20, 2012
Voll locker ey!
Als in Wien geborener fühle ich mich ja meinen, äh, Glaubensschwestern und -brüdern dort natürlich verbunden. Und auch wenn es nicht meine Vorstellung von Kirche ist, die Schüller und Co. realisieren wollen, dachte ich, ich helfe mal. Schließlich muß auch Gebet und Liturgie viel, viel lockerer und zeitgemäßer werden, damit überhaupt noch jemand in die Kirche geht und so, nicht wahr? Aber wo beginnen wir? Well, ich hab hier eine blaupause für modernen Worship:
Hav phun using it :)
(Quelle: Bad catholic , lest den dazugehörigen Beitrag zum Thema Himmel, sehr amüsant und interessant.
Hav phun using it :)
(Quelle: Bad catholic , lest den dazugehörigen Beitrag zum Thema Himmel, sehr amüsant und interessant.
Antwort auf Anträge schreiben leicht gemacht
Josef hat auf seinem Blog über das Antragsschreiben in der Wissenschaft geschrieben. Was mir natürlich als Wissenschaftler im Bereich Photochemie und Katalyse sorfort auffiel war das Fehlen von Buzzwords Und generell hat der arme Philosoph viel zu wenig gestelzt geschrieben. Dementsprechend anbei ein Kurzer Antrag zum Thema "Macht ein umstürzender Baum auch dann ein Geräusch, wenn niemand im Wald ist, der es hören könnte?":
"Die Frage "Macht ein umstürzender Baum auch dann ein Geräusch, wenn niemand im Wald ist, der es hören könnte?" gewinnt in Zeiten, in denen der Regenwald zugunsten der Industriestaaten abgeholzt wird, eine immer dringlichere Bedeutung. Da eine immer begrenztere Ressource zugunsten des Endverbrauchers abgeholzt wird(während die Zerstörung desselben signifikant zum Klimawandel beiträgt), jedoch andererseits die Notwendigkeit für die weitere Reduktion desselben evident ist, stellt sich die Frage, ob des Westeuropäers Indifferenz auf der Basis von Quantenmechanik zu verstehen ist. Wenn dies der Fall wäre, wenn also das klassische Meßproblem der Quantenmechanik nicht nur im Makrokosmos, sondern auch und vor allem im wirtschaftlichen Kontext eine Rolle spielen solle, werden uns die bisher in der Quantenmechanik erlangten Erkenntnisse weiterhelfen, das Verhalten des Menschen in der Ausbeutung seiner Umwelt besser kontrollieren zu können.
Präparationen von superponierten Zuständen, in denen ein Teilchen die Interaktion eines anderen mit einer Umgebung indirekt spürt, auch wenn die klassische Physik diese Interaktion nicht zulassen würde, zeigen, daß man die räumlich und zeitlich bedingte Indifferenz durch eine geeignete Präparation eines Modellsystemes minimieren kann.
Die Lösung der Eingangsfrage würde einen ersten Schritt zum Überkommen des continental gaps und des income gaps beitragen und es so ermöglichen, den Zustand der westlichen Welt deutlich stärker mit dem des Regenwaldes zu koppeln, so daß ein größere Nachhaltigkeit das Abschlußziel wäre."
Nun fehlen noch ca achthundert Quellenangaben. Und vielleicht ein cooles Schema, und die DFG wird mal wieder Steuergelder verbraten.
"Die Frage "Macht ein umstürzender Baum auch dann ein Geräusch, wenn niemand im Wald ist, der es hören könnte?" gewinnt in Zeiten, in denen der Regenwald zugunsten der Industriestaaten abgeholzt wird, eine immer dringlichere Bedeutung. Da eine immer begrenztere Ressource zugunsten des Endverbrauchers abgeholzt wird(während die Zerstörung desselben signifikant zum Klimawandel beiträgt), jedoch andererseits die Notwendigkeit für die weitere Reduktion desselben evident ist, stellt sich die Frage, ob des Westeuropäers Indifferenz auf der Basis von Quantenmechanik zu verstehen ist. Wenn dies der Fall wäre, wenn also das klassische Meßproblem der Quantenmechanik nicht nur im Makrokosmos, sondern auch und vor allem im wirtschaftlichen Kontext eine Rolle spielen solle, werden uns die bisher in der Quantenmechanik erlangten Erkenntnisse weiterhelfen, das Verhalten des Menschen in der Ausbeutung seiner Umwelt besser kontrollieren zu können.
Präparationen von superponierten Zuständen, in denen ein Teilchen die Interaktion eines anderen mit einer Umgebung indirekt spürt, auch wenn die klassische Physik diese Interaktion nicht zulassen würde, zeigen, daß man die räumlich und zeitlich bedingte Indifferenz durch eine geeignete Präparation eines Modellsystemes minimieren kann.
Die Lösung der Eingangsfrage würde einen ersten Schritt zum Überkommen des continental gaps und des income gaps beitragen und es so ermöglichen, den Zustand der westlichen Welt deutlich stärker mit dem des Regenwaldes zu koppeln, so daß ein größere Nachhaltigkeit das Abschlußziel wäre."
Nun fehlen noch ca achthundert Quellenangaben. Und vielleicht ein cooles Schema, und die DFG wird mal wieder Steuergelder verbraten.
Sonntag, Februar 19, 2012
"was wir alles schönes verpassen"

In den letzten Tagen ging quasi als Meme folgende Story über Facebook:
An einem nasskalten Januar morgen stellte sich ein Straßenmusiker in eine U-Bahn-Station in Washington DC. Er spielte innerhalb von ca. 45 Minuten sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit herrschte starker morgendlicher Berufsverkehr in der U-Bahn-Station – errechnet wurde, dass mindestens 1.100 Menschen in dieser Zeit am Musiker vorbeigingen. Die meisten von Ihnen auf den Weg zur Arbeit.
....
Niemand applaudiert ihm. Niemand gab ihm auch nur einen Hauch Anerkennung.
Niemand wusste allerdings, dass es sich bei dem Musiker um den Star-Geiger Joshua Bell gehandelt hatte. Joshua Bell ist einer der talentiertesten Musiker der Welt. Gerade hatte er in der U-Bahn-Station mit Bachs Kompositionen eines der schwierigsten Stücke, das je geschrieben wurde gespielt – das alles auf einer Geige im Wert von 3,5 Millionen Dollar.
Die Ironie, noch zwei Tage zuvor hatte Joshua Bell ein Konzert in Boston gegeben – Eintrittspreis durchschnittlich 100 Dollar.
Diese Geschichte ist wahr: Joshua Bell spielte tatsächlich inkognito in der U-Bahn Station. Geplant wurde diese Aktion von der Washington Post und war Teil eines sozialen Experiments über Wahrnehmung, Empfinden, Geschmack – Maßgeblich ging es um das soziale Einordnen der Prioritäten. Wie nehmen Menschen Dinge wahr, für die sie „ jetzt erstmal keine Zeit“ haben. Bedingungen für das Experiment waren u.a. ein öffentlicher stark frequentierter Ort, zu einer hektischen Phase (Rush hour). Können Menschen Schönheit wahrnehmen? Hören sie die hohe Qualität raus. Erkennen sie das Talent in diesem unerwarteten Zusammenhang?
Das ganze für uns mal zum hören:
Natürlich ist das eine schöne Geschichte, klar. Aber... man verzeihe mir den miesen Pragmatiker in mir, ich habe mit der Geschichte so meine Problem: Also, mal plump gesagt, der werte Herr hat sich doch dumm platziert. Nicht mal einfach an einem U-Bahnhof, was wirklich schon allein "Ich bin grad von A nach B unterwegs" schreit: Er hat sich an eine Durchgangspassage (ob zwischen zwei verschiedenen Linien oder einfach am Ausgang, weiß ich nicht) plaziert. Muße wird dort nicht aufkommen, nicht, weil uns die Arbeit so quält, wir so gehetzt sind, nicht mehr gelernt haben zu staunen, sondern weil wir ein Ziel - vielleicht ein ganz romantisches! - vor Augen haben. Weil wir uns auf etwas freuen, darauf unsere Gedanken verschwenden. Vielleicht, weil wir beim Weg von A nach B Musik, ein Hörbuch, Radio oder einen Podcast hören. Weil wir uns auf unsere Arbeit vorbereiten. Weil wir etwas lesen. Der potentielle Zuhörer ist gerade "unterwegs", man darf ihm (oder, wenn man es selbst ist, sich selbst) doch nicht vorwerfen, dann auch auf "unterwegs" eingestellt zu sein.
Hätte der werte Herr Bell das Experiment im Mauerpark oder - ach, einfach wirklich direkt an den Gleisen, wo Leute tatsächlich warten - durch geführt, wäre das Ergebnis ein anderes gewesen.
Vor ein paar Monaten hatte ich ein solches Erlebnis: eine junge Frau spielte am U-Bhf Friedrichstr. wunderbares auf der Violine. Da haben Leute, die es sich leisten konnten, dann auch mal einen Zug fahren lassen. Der liebe Herrgott wußte in der BVG einen guten Verbündeten, so daß die Bahnen ohnehin Verspätung hatten, so bekam ich noch den rauschenden Applaus mit.
Ein anderes Mal bin ich mit meinem Schatz in meiner Gegend an einem älteren Herren vorbeigekommen, der auf einem exotischen Saiteninstrument spielte. Meine Liebste fragte ihn, was das für ein Instrument sei, und so erzählte er uns eine rührende Legende zur Gadulka, spielte uns ein Lied vor.
Desöfteren, wenn ich durch das schöne Berlin spaziere, bleibe ich bei Leierkastenmännern stehen, finde ich es doch wunderschön, wenn diese altberliner Weisen spielen.
Was all diese Situationen gemein hatten, war, daß ich Muße hatte, daß ich wirklich die Freiheit hatte, die Schönheit um mich zu genießen. Aber ohne diese Muße darf man doch niemandem einen Vorwurf machen!
Samstag, Februar 18, 2012
Frontbericht 2
Sodele, ich kann nun zwar noch nicht sagen, abgegeben zu haben, aber die Arbeit steht: Nicht nur, daß alles geschrieben ist, ich habe nun die Arbeit auch mal durchkorrigiert. Mein Chef findet hoffentlich mal zeit, einen Blick hinein zu werfen, aber ich bin nun erstmal glücklich, soweit mit der Arbeit jetzt zufrieden zu sein. Aber betet mal weiter :)
Freitag, Februar 17, 2012
Gleichberechtigung
Wiener Leser werden sicherlich schon lange wissen, daß in Wien für Schwangere, Alte, Menschen mit Kindern und Blinde man bemüht ist, Sitzplätze in der U-Bahn freizuhalten:

Quelle
Nun gehört es ja heute zum Guten Gender - Ton, darauf hinzuweisen, daß nicht nur alte und blinde Männer (bzw. Mütter mit Kindern) sitzen dürfen. Das waren ja damals noch zeiten, als man neunzigjährigen Frauen sagte "BLEIB MAL STEHEN", nur weil sie eine Frau war. Und blinde Frauen lebten ohnehin in der festen gewißheit, man könne in der Wiener U-Bahn nur stehen. Jaja, die Zeiten, bevor man alles durchgenderte waren schon schrecklich. Aber dank der moderne weiß nun jeder, daß alles nun auch für das gegenteilige Geschlecht gilt:

Quelle
Das ist ja alles schön und gut, aber ich frage mich... Wo ist das männliche Pendant zur schwangeren Frau? Darf ich nun endlich in der U-Bahn fragen "Könnten Sie mir einen Platz freihalten? Ich bin ziemlich fett, was nicht sinnvoll für meinen Rücken ist".
Ich mein, in der Heutigen Zeit wird die Achtung doch sicherlich nicht dem Kind oder der werdenden Mutter, sondern der Person, die durch eine (ungewollte?) Schangerschaft eingeschränkt ist, gelten. Und dann verlang auch ich Achtung! Darauf ess ich nun erstmal Bacon Strips.
Ich mein, in Amiland ist man nun schon so weit, daß die US-Truppen durch Polster etc. lernen, wie es sich anfühlt, fett, Verzeihung, schwanger zu sein:
Quelle

Quelle
Nun gehört es ja heute zum Guten Gender - Ton, darauf hinzuweisen, daß nicht nur alte und blinde Männer (bzw. Mütter mit Kindern) sitzen dürfen. Das waren ja damals noch zeiten, als man neunzigjährigen Frauen sagte "BLEIB MAL STEHEN", nur weil sie eine Frau war. Und blinde Frauen lebten ohnehin in der festen gewißheit, man könne in der Wiener U-Bahn nur stehen. Jaja, die Zeiten, bevor man alles durchgenderte waren schon schrecklich. Aber dank der moderne weiß nun jeder, daß alles nun auch für das gegenteilige Geschlecht gilt:

Quelle
Das ist ja alles schön und gut, aber ich frage mich... Wo ist das männliche Pendant zur schwangeren Frau? Darf ich nun endlich in der U-Bahn fragen "Könnten Sie mir einen Platz freihalten? Ich bin ziemlich fett, was nicht sinnvoll für meinen Rücken ist".
Ich mein, in der Heutigen Zeit wird die Achtung doch sicherlich nicht dem Kind oder der werdenden Mutter, sondern der Person, die durch eine (ungewollte?) Schangerschaft eingeschränkt ist, gelten. Und dann verlang auch ich Achtung! Darauf ess ich nun erstmal Bacon Strips.
Ich mein, in Amiland ist man nun schon so weit, daß die US-Truppen durch Polster etc. lernen, wie es sich anfühlt, fett, Verzeihung, schwanger zu sein:
Quelle
Mittwoch, Februar 15, 2012
Ein neues Meme!
Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Rechtsradikalität unter Glatzenträgern".
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahrzehnten bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von nationalistischen Bekenntnissen von Menschen mit Glatze und anderen Kurzhaarigen"
Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Dilettantismus unter Nachwuchsmusikern"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gräßlichsten Hipstercombos von Nachwuchsmusikern und Möchtegernsängern"
OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Agressivität unter Migranten"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gewalttätigen Übergriffen von Migranten und Migrantinnen"
OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Mißbrauch in Reformschulen"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchsfällen von Lehrern der Odenwaldschule"
Hach, das Spiel macht Spaß! Vor allem, was man laut dieser Recht(s)sprecherin so für pauschalisierende Beleidigungen von sich geben darf.
Natürlich sind die letzten zwei Beispiele frei erfunden
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahrzehnten bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von nationalistischen Bekenntnissen von Menschen mit Glatze und anderen Kurzhaarigen"
Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Dilettantismus unter Nachwuchsmusikern"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gräßlichsten Hipstercombos von Nachwuchsmusikern und Möchtegernsängern"
OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Agressivität unter Migranten"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von gewalttätigen Übergriffen von Migranten und Migrantinnen"
OBACHT:Es gäbe "in der Tat heftige Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema Mißbrauch in Reformschulen"
Der Gerichtsentscheid sei "bedingt durch die in den letzten Jahren bekannt gewordenen, zahlreichen Fälle von Mißbrauchsfällen von Lehrern der Odenwaldschule"
Hach, das Spiel macht Spaß! Vor allem, was man laut dieser Recht(s)sprecherin so für pauschalisierende Beleidigungen von sich geben darf.
Natürlich sind die letzten zwei Beispiele frei erfunden
Ein neuer Frontbericht
Nachdem vor Jahren ich die werte Bloggerschaft um Gebet bat, komme ich mit einem ähnlichen Anliegen zu Euch:
Meine Doktorarbeit liegt in den letzten Zügen. Aber wie die Schöpfung des Herrn liegt sie in Geburtswehen. Oder so. Jedenfalls ist noch viel durchzusehen, zu korrigieren, mein doch etwas konfuser Stil (roter faden, where art thou?) muß geglättet werden, so daß andere Leute als ich verstehen, was ich überhaupt sagen will. Mein Chef haut mir zwar nicht wie mein alter Chef die Arbeit um die Ohren, aber hat doch viele Punkte zu beanstanden, wenn er denn mir was korrigiertes schickt.
Generell bin ich zwar nicht so besorgt, wie ich damals war, aber na ja, ich würde gerne bis spätestens Mitte März ne passable Doktorarbeit abgegeben haben. Schließlich hat man noch andere Pläne im Leben, nich?
Vielleicht hat das Alter mich ruhiger, fauler oder einfach effektiver gemacht, jedenfalls hatte ich bisher beim Zusammenschreiben keine Sitzungen bis spät in die Nacht. Das ist zwar schön, aber irgendwie frag ich mich, ob das was gutes oder was schlechtes ist. Von allen anderen Leuten hörte ich, sie hätten sich die Nächte um die Ohren getippt und well - das kann ich überhaupt nicht bestätigen.
Na ja, liebe Bloggergemeinde, betet doch mal dafür, daß ich im Zeitplan bleibe und die Durchsicht der Doktorarbeit in den nächsten Wochen fruchtbar ist.
Meine Doktorarbeit liegt in den letzten Zügen. Aber wie die Schöpfung des Herrn liegt sie in Geburtswehen. Oder so. Jedenfalls ist noch viel durchzusehen, zu korrigieren, mein doch etwas konfuser Stil (roter faden, where art thou?) muß geglättet werden, so daß andere Leute als ich verstehen, was ich überhaupt sagen will. Mein Chef haut mir zwar nicht wie mein alter Chef die Arbeit um die Ohren, aber hat doch viele Punkte zu beanstanden, wenn er denn mir was korrigiertes schickt.
Generell bin ich zwar nicht so besorgt, wie ich damals war, aber na ja, ich würde gerne bis spätestens Mitte März ne passable Doktorarbeit abgegeben haben. Schließlich hat man noch andere Pläne im Leben, nich?
Vielleicht hat das Alter mich ruhiger, fauler oder einfach effektiver gemacht, jedenfalls hatte ich bisher beim Zusammenschreiben keine Sitzungen bis spät in die Nacht. Das ist zwar schön, aber irgendwie frag ich mich, ob das was gutes oder was schlechtes ist. Von allen anderen Leuten hörte ich, sie hätten sich die Nächte um die Ohren getippt und well - das kann ich überhaupt nicht bestätigen.
Na ja, liebe Bloggergemeinde, betet doch mal dafür, daß ich im Zeitplan bleibe und die Durchsicht der Doktorarbeit in den nächsten Wochen fruchtbar ist.
Montag, Februar 13, 2012
Die geheime Strenge der legeren Masse
Heute las ich in einem Kommentar zu einem Artikel betreffs der Situation in Amerika folgendes:
Quizfrage: Was ist an diesem Gedankengang falsch?
Nun, hier werden nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, sondern der Sünder mit der Sünde. Natürlich wird die Kirche bspw. einer schwangeren Frau, egal, wie das Kind entstand, helfen! Was soll überhaupt der Vergleich an der Stelle? Die Kirche kann und wird jedoch nicht eine Tätigkeit, die sie als Sünde sieht, sehenden Auges unterstützen.
Irgendwie scheint mir hier der Schreiber strenger als die Kirche zu sein; er meint, die Kirche solle dann auch Leute, die gesündigt haben, nicht mehr untersützen. Das sieht eben die Kirche anders.
Hier macht der Kommentator einen ähnlichen Fehler: Er sagt, die Kirche solle, wenn sie denn schon so streng sei, doch auch Menschen, die widerwärtige Meigungen haben, jegliche Möglichkeit nehmen, diese auszuleben. Nun, das Streben nach Heiligkeit im Christentum hat seine Basis halt in der Freiheit des Menschen. Dementsprechend wird die Kirche einem Menschen seinen Lohn geben, in der Hoffnung, daß dieser diesen Lohn nicht sündig umsetzt.
Letztlich erinnert mich die Position des Kommentators an Nazis, die "Todesstrafe für Kinderschänder" blöken und an Antifas, die letztlich dasselbe für die Nazis fordern (worauf sicherlich wieder einige Nazis die Todesstrafe für die Antifa usw). Man unterscheidet nicht mehr zwischen der Tat und dem Täter. Ein Sünder verliert seine Menschenrechte, man darf, wenn man denn ein anständiger Mensch ist, ihn nicht mehr als solchen wahrnehmen. Natürlich werden Leute, die so denken, meinen, daß die Kirche doch auch, "wenn sie denn konsequent sein will", bspw. in kirchlichen Krankenhäusern auch keine Sünder mehr behandeln solle. Nun kann man niemandem seine Meinung nehmen, aber das ist eben nicht die christliche Sicht der Dinge.
Ich fand es in der Hinsicht wunderschön, was Pater Josef Hergit vom Institut St. Justinus, seines Zeichens jemand, der stark unter Moslems in Österreich missioniert, mir mal sagte: "Den Moslem, den müssen wir lieben!" In dem Sinne kann man sagen, daß die Mission der Christen darauf basiert, den Sünder (und zwar ohne Akzeptanz der Sünde!) zu lieben.
many people smarter than I am have pointed out they are wildly inconsistent. For example, Catholic hospitals do not require proof that your marriage is recognized by the Catholic church to cover your spouse under the employer-provided benefits plans that they offer, even though the Catholic church does not recognize civil marriage or divorce.
Quizfrage: Was ist an diesem Gedankengang falsch?
Nun, hier werden nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, sondern der Sünder mit der Sünde. Natürlich wird die Kirche bspw. einer schwangeren Frau, egal, wie das Kind entstand, helfen! Was soll überhaupt der Vergleich an der Stelle? Die Kirche kann und wird jedoch nicht eine Tätigkeit, die sie als Sünde sieht, sehenden Auges unterstützen.
Irgendwie scheint mir hier der Schreiber strenger als die Kirche zu sein; er meint, die Kirche solle dann auch Leute, die gesündigt haben, nicht mehr untersützen. Das sieht eben die Kirche anders.
The church teaches that many things are a sin–for example watching porn–yet they don’t have any way to prohibit employees from watching porn in their homes, or using money from their salaries to pay for other things the church considers a sin.
Hier macht der Kommentator einen ähnlichen Fehler: Er sagt, die Kirche solle, wenn sie denn schon so streng sei, doch auch Menschen, die widerwärtige Meigungen haben, jegliche Möglichkeit nehmen, diese auszuleben. Nun, das Streben nach Heiligkeit im Christentum hat seine Basis halt in der Freiheit des Menschen. Dementsprechend wird die Kirche einem Menschen seinen Lohn geben, in der Hoffnung, daß dieser diesen Lohn nicht sündig umsetzt.
Letztlich erinnert mich die Position des Kommentators an Nazis, die "Todesstrafe für Kinderschänder" blöken und an Antifas, die letztlich dasselbe für die Nazis fordern (worauf sicherlich wieder einige Nazis die Todesstrafe für die Antifa usw). Man unterscheidet nicht mehr zwischen der Tat und dem Täter. Ein Sünder verliert seine Menschenrechte, man darf, wenn man denn ein anständiger Mensch ist, ihn nicht mehr als solchen wahrnehmen. Natürlich werden Leute, die so denken, meinen, daß die Kirche doch auch, "wenn sie denn konsequent sein will", bspw. in kirchlichen Krankenhäusern auch keine Sünder mehr behandeln solle. Nun kann man niemandem seine Meinung nehmen, aber das ist eben nicht die christliche Sicht der Dinge.
Ich fand es in der Hinsicht wunderschön, was Pater Josef Hergit vom Institut St. Justinus, seines Zeichens jemand, der stark unter Moslems in Österreich missioniert, mir mal sagte: "Den Moslem, den müssen wir lieben!" In dem Sinne kann man sagen, daß die Mission der Christen darauf basiert, den Sünder (und zwar ohne Akzeptanz der Sünde!) zu lieben.
Samstag, Februar 04, 2012
In Amiland beginnt eine Diktatur...
Militärpriester bekommen Maulkorb.
Irgendwie hoff ich ja noch, daß das amerikanische Volk klug genug ist, eine aufkeimende Diktatur abzuwählen, wenn man noch die Chance hat.
Irgendwie hoff ich ja noch, daß das amerikanische Volk klug genug ist, eine aufkeimende Diktatur abzuwählen, wenn man noch die Chance hat.
Ein mir sehr wichtiger neuer!
Kein geringerer als mein großer Bruder hat begonnen zu bloggen. Damit sind die Donnersöhne nun im Internet vertreten ;)
Auf der Noosphäre sind bisher zwei ruhig geschriebene apologetische Dinge und als aktueller Artikel etwas sehr lesenswertes über Derinkuyu, einer unterirdischen Stadt in Kappadokien.
Also, willkommen, bro!
Auf der Noosphäre sind bisher zwei ruhig geschriebene apologetische Dinge und als aktueller Artikel etwas sehr lesenswertes über Derinkuyu, einer unterirdischen Stadt in Kappadokien.
Also, willkommen, bro!
Mikrokunst
Alipius hat zwei beeindruckende Dinge in Sachen Mikrokunst vorgestellt. Johannes und der Predigtgärtner legten nach. Alles sehr beeindruckende Kunst, die man mit "klein, aber oho!" zusammenfassen kann.
Nun fragte ich mich als Physiker, ob ich da nicht noch mehr nachlegen kann. Wie wäre es mit Nanokunst?
Bei IBM Almaden wird STM-Kunst als Sport betrieben. Dabei werden dann bspw. Atome derart angeordnet, daß die elektronischen Ladungsverteilungen schöne Wellenmuster hinterläßt.
Ein Klassiker hierfür ist das so genannte Stadium Corral, was aus Eisenatomen auf Kupfer gebaut ist:
Nun fragte ich mich als Physiker, ob ich da nicht noch mehr nachlegen kann. Wie wäre es mit Nanokunst?
Bei IBM Almaden wird STM-Kunst als Sport betrieben. Dabei werden dann bspw. Atome derart angeordnet, daß die elektronischen Ladungsverteilungen schöne Wellenmuster hinterläßt.
Ein Klassiker hierfür ist das so genannte Stadium Corral, was aus Eisenatomen auf Kupfer gebaut ist:
Freitag, Februar 03, 2012
Kettenhunde Seiner Heiligkeit

Wehe, wenn die Ketten reißen...
Hier mein Beitrag zur großen philosophischen Frage wer sind wir eigentlich ?
Und als zugabe hier noch die Elsa Kangal Edition :
Donnerstag, Februar 02, 2012
Männerfilme!
Ich dachte, nach so viel katholischen Reviermarkierens präsentiere ich auch mal wat janz profanes, nämlich Filme, bei denen Die Stimme rauher wird, das Brusthaar sprießt und Testosteron Pogo tanzt.
Als sanfte Überleitung erstmal ein kurzer Film, in dem alte Christeros (ohhh yeah!) interviewt werden.
Kann ich als alter Fan der Christeros natürlich nur empfehlen. Schade ist, daß der Mensch, der auf seiten der Regierung kämpfte, nicht genauer interviewt wird, schließlich ist er erstmal ein Mensch und dann vielleicht ein Gegner. Aber recht schönes Zeugnis der rabiateren Art.
So, kommen wir zum profaneren.
Sodele, ein Film über die Gang-Schlägereien zw. Punks und Edgern, die in Amiland durchaus vorkamen. Ist zwar nicht so, daß ich ständig Punk/Straight Edge höre (auch wenn ich als nicht mehr trinkender Straight edge revenge von Project X schon geil finde), aber der Film ist grandios. Es geht um einen jungen Expunk, der in Europa zum Straight Edger wurde und in seiner Heimatstadt nun seinen Augen nicht trauen kann, weil sich seine ehemaligen Freunde gegenseitig aufs Maul geben. Für Leute, die durchaus hartes Geschrammel hören, ist der Film echt empfehlenswert; die Castlist ist mit Leuten aus beiden Szenen besetzt, wenn bestimmte Hauptrollen auftreten läuft Musik ihrer Bands im Hintergrund (Was beim Hauptprotagonisten zu ziemlich lamer Musik führt...), alles kulminiert in einer Prügelei, in der auch noch Rednecks mitmischen... schön primitives Vergnügen.
Wenn wir schon bei primitiven Vergnügen sind, kann ich natürlich Knuckle nur jedem echten Mann ans Herz legen. Wobei das einer der Filme ist, bei denen ich zwiegespalten bin, geht es doch um bare knuckle Kämpfe zw. Travellern. Und das, was man sieht, sind eben auch echte Kämpfe (ja, da merkt man mein Faible für MMA auch durchkommen - hach, wenn ich doch nur etwas sportlicher wäre....).
In besagten Film wird recht kommentarlos eine Familienfehde zw. verschiedenen Traveller-Clans dargestellt. Es kommen die Männer zu Wort (und zu, äh, Faust), die Familien werden beleuchtet etc. Was mir gefällt ist, daß ohne Kommentar einer Erzählerstimme, sondern durch einige Frauen, die Idiotie dieser Kämpfe klarwird; schließlich heiraten die Familien untereinander, und so kämpfen dann manchmal Cousins gegen einander. Was mir jedoch auch gefällt, ist, daß hier zwar einerseits man etwas Bandenkämpfen nicht ähnliches sieht, andererseits aber durchaus gewisser Anstand herrscht und so bei den Kämpfen Fairness wichtig ist.
Powerlifting - the movie. Now, we're talking. Hier gehts nicht um so ein Bodybuildingschrott oder Mens health-hafte zelebrierte Metrosexualität Marke "So sehen Sie schön aus". Nee, this is the real deal, es geht um verdammt starke Männer und Frauen. Dieser Film ist eine Doku über Powerlifting - d.h. Wettkämpfe in einer Art Kraftdreikampf bestehend aus Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken -, die die Wettkämpfer sehr gut darstellt. Ein Film, den ich mir unbedingt mal wieder ansehen muß, motiviert er doch wahnsinnig zum Training (und ich bin fett geworden, oh boy...).
Pulling John. Oh boy. Ein Film über Armdrücken. Need I say more? Und nein, ich rede nicht von Over the top (auch wenn ich den auch mal wieder sehen muß). Und ja, eigentlich müßten hier Rocky I-VI und Rambo I-IV stehen, aber das ist ohnehin imho Pflichtprogramm für jedermann. Speaking of which, ich denke, ich werd heute abend Rocky IV sehen.
Aber kommen wir zu Pulling John zurück: Pulling John ist eine Dokumentation über zwei Armwrestler, die den (damaligen) Champion John Brzenk schlagen wollen. Einer ist aus Amiland, der andere aus Rußland. In der Reportage werden die Leben, das Training, natürlich das Armdrücken und die Personen selbst sehr schön dargestellt, weshalb ich den Film auch nur empfehlen kann. Und er enthält eine der coolsten Reden, die jemals vor dem Trinken eines Glases Wodkas gehalten wurden!
So, das wars dann erstmal mit Filmen. Das einzige, für das ich noch Werbung machen muß, ist der Heavy Equipment Kalender . Ein Jahr lang qualitativ extrem hochwertige Bilder von wirklich großen Maschinen. WIRKLICH GROSSEN MASCHINEN:
Als sanfte Überleitung erstmal ein kurzer Film, in dem alte Christeros (ohhh yeah!) interviewt werden.
Kann ich als alter Fan der Christeros natürlich nur empfehlen. Schade ist, daß der Mensch, der auf seiten der Regierung kämpfte, nicht genauer interviewt wird, schließlich ist er erstmal ein Mensch und dann vielleicht ein Gegner. Aber recht schönes Zeugnis der rabiateren Art.
So, kommen wir zum profaneren.
Sodele, ein Film über die Gang-Schlägereien zw. Punks und Edgern, die in Amiland durchaus vorkamen. Ist zwar nicht so, daß ich ständig Punk/Straight Edge höre (auch wenn ich als nicht mehr trinkender Straight edge revenge von Project X schon geil finde), aber der Film ist grandios. Es geht um einen jungen Expunk, der in Europa zum Straight Edger wurde und in seiner Heimatstadt nun seinen Augen nicht trauen kann, weil sich seine ehemaligen Freunde gegenseitig aufs Maul geben. Für Leute, die durchaus hartes Geschrammel hören, ist der Film echt empfehlenswert; die Castlist ist mit Leuten aus beiden Szenen besetzt, wenn bestimmte Hauptrollen auftreten läuft Musik ihrer Bands im Hintergrund (Was beim Hauptprotagonisten zu ziemlich lamer Musik führt...), alles kulminiert in einer Prügelei, in der auch noch Rednecks mitmischen... schön primitives Vergnügen.
Wenn wir schon bei primitiven Vergnügen sind, kann ich natürlich Knuckle nur jedem echten Mann ans Herz legen. Wobei das einer der Filme ist, bei denen ich zwiegespalten bin, geht es doch um bare knuckle Kämpfe zw. Travellern. Und das, was man sieht, sind eben auch echte Kämpfe (ja, da merkt man mein Faible für MMA auch durchkommen - hach, wenn ich doch nur etwas sportlicher wäre....).
In besagten Film wird recht kommentarlos eine Familienfehde zw. verschiedenen Traveller-Clans dargestellt. Es kommen die Männer zu Wort (und zu, äh, Faust), die Familien werden beleuchtet etc. Was mir gefällt ist, daß ohne Kommentar einer Erzählerstimme, sondern durch einige Frauen, die Idiotie dieser Kämpfe klarwird; schließlich heiraten die Familien untereinander, und so kämpfen dann manchmal Cousins gegen einander. Was mir jedoch auch gefällt, ist, daß hier zwar einerseits man etwas Bandenkämpfen nicht ähnliches sieht, andererseits aber durchaus gewisser Anstand herrscht und so bei den Kämpfen Fairness wichtig ist.
Powerlifting - the movie. Now, we're talking. Hier gehts nicht um so ein Bodybuildingschrott oder Mens health-hafte zelebrierte Metrosexualität Marke "So sehen Sie schön aus". Nee, this is the real deal, es geht um verdammt starke Männer und Frauen. Dieser Film ist eine Doku über Powerlifting - d.h. Wettkämpfe in einer Art Kraftdreikampf bestehend aus Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken -, die die Wettkämpfer sehr gut darstellt. Ein Film, den ich mir unbedingt mal wieder ansehen muß, motiviert er doch wahnsinnig zum Training (und ich bin fett geworden, oh boy...).
Pulling John. Oh boy. Ein Film über Armdrücken. Need I say more? Und nein, ich rede nicht von Over the top (auch wenn ich den auch mal wieder sehen muß). Und ja, eigentlich müßten hier Rocky I-VI und Rambo I-IV stehen, aber das ist ohnehin imho Pflichtprogramm für jedermann. Speaking of which, ich denke, ich werd heute abend Rocky IV sehen.
Aber kommen wir zu Pulling John zurück: Pulling John ist eine Dokumentation über zwei Armwrestler, die den (damaligen) Champion John Brzenk schlagen wollen. Einer ist aus Amiland, der andere aus Rußland. In der Reportage werden die Leben, das Training, natürlich das Armdrücken und die Personen selbst sehr schön dargestellt, weshalb ich den Film auch nur empfehlen kann. Und er enthält eine der coolsten Reden, die jemals vor dem Trinken eines Glases Wodkas gehalten wurden!
So, das wars dann erstmal mit Filmen. Das einzige, für das ich noch Werbung machen muß, ist der Heavy Equipment Kalender . Ein Jahr lang qualitativ extrem hochwertige Bilder von wirklich großen Maschinen. WIRKLICH GROSSEN MASCHINEN:
Ecclesia militans

(Quelle: Klick auf Bild)
In diesen Zeiten kann es manchmal helfen, sich an frühere Kämpfe zu erinnern. Das gibt Kraft (und zeigt, daß das katholische Ideal der Frau keineswegs nur das Heimchen am Herd ist).
VIVA LAS BRIGADAS FEMENINAS! VIVA CHRISTO REY!
Mittwoch, Februar 01, 2012
Anzügliches Höhö.
Kürzlich las ich von einem klugen Gottlosen:
Well.... Das heißt also, daß der Atheist keinen Penis hat.
ICH hab das nie behauptet!
Religion is like a penis. Its fine to have one. Its fine to be proud of it. But please don't whip it out in public and start waving it around. And PLEASE don'T shove it down my childrens' throats.
Well.... Das heißt also, daß der Atheist keinen Penis hat.
ICH hab das nie behauptet!
Dienstag, Januar 31, 2012
Singleparty für Katholiken
Also, nicht nur, daß ich es nicht mehr brauche, schließlich wird im Mai geheiratet (btw.: betet mal dafür, daß das STANDESAMT BERLIN MITTE mal sowas wie Kundenservice und Kulanz aufbietet... kein Wunder, daß so wenig heiraten, wenn die Ämter da so einen Amtsscheiß draus machen). Ich ärgere mich auch nicht, daß es nicht früher solche Parties in Berlin gab, schließlich hätte das vielleicht das Treffen mit meiner zukünftigen Frau schwieriger gestaltet.
Aber da ich lang genug katholischer Single, der ob dessen auch mit dem Herrn hadern konnte, war, fühle ich mich gezwungen, für diese Veranstaltung Werbung zu machen.
Eine Singleparty für gläubige Katholiken - das ist doch was! Voraussetzung ist ein Mindestalter von 21 Jahren, man muß GLÄUBIGER KATHOLIK sein (hach, Exklusivität :)) und vorher sich online anmelden.
Also, falls Du in Berlin wohnst, aufrecht katholisch und über 21 bist und das andersgeschlechtliche Gegenstück noch nicht gefunden hast, dann wär das doch was!
Das ganze wird vom Dominikanerkloster St. Paulus in Berlin unterstützt (dessen Messen übrigens, so weit ich mich erinnere, durchaus einen Besuch wert sind).
Aber da ich lang genug katholischer Single, der ob dessen auch mit dem Herrn hadern konnte, war, fühle ich mich gezwungen, für diese Veranstaltung Werbung zu machen.
Eine Singleparty für gläubige Katholiken - das ist doch was! Voraussetzung ist ein Mindestalter von 21 Jahren, man muß GLÄUBIGER KATHOLIK sein (hach, Exklusivität :)) und vorher sich online anmelden.
Also, falls Du in Berlin wohnst, aufrecht katholisch und über 21 bist und das andersgeschlechtliche Gegenstück noch nicht gefunden hast, dann wär das doch was!
Das ganze wird vom Dominikanerkloster St. Paulus in Berlin unterstützt (dessen Messen übrigens, so weit ich mich erinnere, durchaus einen Besuch wert sind).
Dienstag, Januar 24, 2012
Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Breulmann verlassen
Laut dem Jesuiten Breulmann ist das Theaterstück "Golgotha Picnic" ein Stück mit spannender Tiefengrammatik. Das sagte er bei einer Gesprächsrunde nach dem "umstrittenen" Stück (was man getrost auch als geistige Onanie eines Gottlosen bezeichnen kann, wie so viel "umstrittenes"...). Natürlich, ganz der Jesuit, hat er in dem Stück Punkte gefunden wo er sage "das Stück hat was". Wenn man Nietzsche gelesen habe, seien einem auch Gotteszweifel nicht fern. Ich hab nun nicht viel Nietzsche gelesen, was ich jedoch schade finde. Das was ich las, besticht durch eine unglaublich leidenschaftliche Sprache. Gotteszweifel wurden mir jedoch eher durch den Tod meiner Mutter als die Lektüre Nietzsches geläufig.
Halten wir kurz hier inne, weil ich zum eigentlichen oevre noch kommen will. Da wird ein offenkundig blasphemisches Stück aufgeführt. Unser Glaube an jenen Gott, der unter Todesqualen am Kreuz verreckte, wird mit Füßen getreten - übrigens in einer Zeit, in der das Christentum in nicht wenigen Gegenden der Welt verfolgt wird und in anderen, "zivilisierteren" man durch diesen Glauben durchaus ins gesellschaftliche Abseits geraten kann. Und selbst hier muß man noch auf Dialog machen!? Verzeihung, nicht zum Dialog, zum erbärmlichen Kriechtum sich entscheiden? Wirklicher "Dialog auf Augenhöhe" würde nämlich implizieren, daß man auch mal sagt, was einem nicht gefällt, was man eine absolute Frechheit findet. In dem Sinne finde ich alle Protestaktionen, alle scharfen Mails an das Hamburger Theater deutlich mehr Dialog auf Augenhöhe (übrigens etwas, was viele "Provozierende" nowadays nicht mehr wissen: Wer provozieren will, muß mit antworten rechnen). Aber gerade Jesuiten scheinen das ja nicht mehr zu können. Man kann gar nicht zählen, wie viele Jesuiten sich hier sicherlich im Grabe umdrehen. Wahrscheinlich könnte man mit ihnen Drehmotoren betreiben und die Energieprobleme der Welt ein für allemal lösen.
Aber kommen wir zum eigentlichen, wirklich ganz exquisiten Meisterstück dieses "Theologen". Er entblödet sich tatsächlich, in diesem Zusammenhang aufzuzeigen, daß Jesu Worte am Kreuz "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" im Kern blasphemisch seien.
Es tut mir leid, daß ich derart harte Worte, die sicherlich für Herrn Breulmann beleidigend sind, finde, aber ich kann spontan gar nicht aufzeigen, auf wie vielen Ebenen das absoluter Schwachsinn ist! Oh, absoluter Schwachsinn, nur dazu erzählt, um sich mal wieder als "weltoffener" Dhimmi einer säkularisierten Welt zu präsentieren. Aber einige dieser Ebenen können wir ja mal gemeinsam untersuchen:
- Jesus sagte am Kreuz, durch Qualen zermürbt nachdem er verprügelt, gegeißelt, verhöhnt, mit Dornen gekrönt wurde, nachdem Nägel durch seinen Körper gejagt wurden, um ihn an dem Kreuz, daß er vorher tragen mußte, festzunageln... nach unsäglichen Qualen, die sich gottlob der durchschnittliche Leser dieses Blogs und Besucher besagtem Theaterstücks nicht vorstellen kann - nach diesen Qualen, schon im Delirium findet er die Worte "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Selbst wenn wir die These, diese Worte seien blasphemisch, geltend machen wollen - also mir kommt es irgendwie so vor, als würde ein solcher Mensch mehr Recht für solche Worte haben als irgendein Jockel nowadays.
- "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" versus Jesus als Terrorist, halbnackten Frauen, die gekreuzigt werden, Detailaufnahmen von Genitalien.... come on, Breulmann, need I say more? Diesen Satz, selbst wenn wir alles andere weglassen, mit dem Theaterstück zu vergleichen, ist, als würde man die Gewalt in Postal 2 damit rechtfertigen, weil man ja bei Schach auch Bauern schlagen kann.
- Einer Truppe Menschen dasselbe "blasphemierecht" einräumen wie Gott selbst ist, selbst für einen Jesuiten, doch etwas gewagt. Es ist immer noch ein Unterschied, ob ich mich einen Vollidioten nenne oder von Dritten ein Theaterstück aufgeführt wird mit eben diesem Thema.
- Und nun muß man doch endlich die Frage stellen, wann Herr Breulmann das letzte Mal in die Bibel guckte. Selbst wenn man meinen würde, dies seien seine letzten Worte gewesen (Und "Es ist vollbracht" aus Johannes ignorieren wollen) - Bitte Herr Breulmann, auch sie sind doch fähig, querverweise zu sehen, wenn es welche gibt! Was ist denn bitteschön mit Psalm 22? Ohhh, da liest man ja auch (DUNH DUNH DUNH) "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wahrscheinlich ist auch der Psalmist blasphemisch. Das kann man aber nur sagen, wenn man entweder die Bibel - ach was, den Psalm alleine! - nicht gelesen hat oder einfach nur als dummes Schoßhündchen hübsch hübsch den Gutsprech der Welt plappern will.
Mann, bin ich sauer.
Halten wir kurz hier inne, weil ich zum eigentlichen oevre noch kommen will. Da wird ein offenkundig blasphemisches Stück aufgeführt. Unser Glaube an jenen Gott, der unter Todesqualen am Kreuz verreckte, wird mit Füßen getreten - übrigens in einer Zeit, in der das Christentum in nicht wenigen Gegenden der Welt verfolgt wird und in anderen, "zivilisierteren" man durch diesen Glauben durchaus ins gesellschaftliche Abseits geraten kann. Und selbst hier muß man noch auf Dialog machen!? Verzeihung, nicht zum Dialog, zum erbärmlichen Kriechtum sich entscheiden? Wirklicher "Dialog auf Augenhöhe" würde nämlich implizieren, daß man auch mal sagt, was einem nicht gefällt, was man eine absolute Frechheit findet. In dem Sinne finde ich alle Protestaktionen, alle scharfen Mails an das Hamburger Theater deutlich mehr Dialog auf Augenhöhe (übrigens etwas, was viele "Provozierende" nowadays nicht mehr wissen: Wer provozieren will, muß mit antworten rechnen). Aber gerade Jesuiten scheinen das ja nicht mehr zu können. Man kann gar nicht zählen, wie viele Jesuiten sich hier sicherlich im Grabe umdrehen. Wahrscheinlich könnte man mit ihnen Drehmotoren betreiben und die Energieprobleme der Welt ein für allemal lösen.
Aber kommen wir zum eigentlichen, wirklich ganz exquisiten Meisterstück dieses "Theologen". Er entblödet sich tatsächlich, in diesem Zusammenhang aufzuzeigen, daß Jesu Worte am Kreuz "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" im Kern blasphemisch seien.
Es tut mir leid, daß ich derart harte Worte, die sicherlich für Herrn Breulmann beleidigend sind, finde, aber ich kann spontan gar nicht aufzeigen, auf wie vielen Ebenen das absoluter Schwachsinn ist! Oh, absoluter Schwachsinn, nur dazu erzählt, um sich mal wieder als "weltoffener" Dhimmi einer säkularisierten Welt zu präsentieren. Aber einige dieser Ebenen können wir ja mal gemeinsam untersuchen:
- Jesus sagte am Kreuz, durch Qualen zermürbt nachdem er verprügelt, gegeißelt, verhöhnt, mit Dornen gekrönt wurde, nachdem Nägel durch seinen Körper gejagt wurden, um ihn an dem Kreuz, daß er vorher tragen mußte, festzunageln... nach unsäglichen Qualen, die sich gottlob der durchschnittliche Leser dieses Blogs und Besucher besagtem Theaterstücks nicht vorstellen kann - nach diesen Qualen, schon im Delirium findet er die Worte "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Selbst wenn wir die These, diese Worte seien blasphemisch, geltend machen wollen - also mir kommt es irgendwie so vor, als würde ein solcher Mensch mehr Recht für solche Worte haben als irgendein Jockel nowadays.
- "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" versus Jesus als Terrorist, halbnackten Frauen, die gekreuzigt werden, Detailaufnahmen von Genitalien.... come on, Breulmann, need I say more? Diesen Satz, selbst wenn wir alles andere weglassen, mit dem Theaterstück zu vergleichen, ist, als würde man die Gewalt in Postal 2 damit rechtfertigen, weil man ja bei Schach auch Bauern schlagen kann.
- Einer Truppe Menschen dasselbe "blasphemierecht" einräumen wie Gott selbst ist, selbst für einen Jesuiten, doch etwas gewagt. Es ist immer noch ein Unterschied, ob ich mich einen Vollidioten nenne oder von Dritten ein Theaterstück aufgeführt wird mit eben diesem Thema.
- Und nun muß man doch endlich die Frage stellen, wann Herr Breulmann das letzte Mal in die Bibel guckte. Selbst wenn man meinen würde, dies seien seine letzten Worte gewesen (Und "Es ist vollbracht" aus Johannes ignorieren wollen) - Bitte Herr Breulmann, auch sie sind doch fähig, querverweise zu sehen, wenn es welche gibt! Was ist denn bitteschön mit Psalm 22? Ohhh, da liest man ja auch (DUNH DUNH DUNH) "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wahrscheinlich ist auch der Psalmist blasphemisch. Das kann man aber nur sagen, wenn man entweder die Bibel - ach was, den Psalm alleine! - nicht gelesen hat oder einfach nur als dummes Schoßhündchen hübsch hübsch den Gutsprech der Welt plappern will.
Mann, bin ich sauer.
Freitag, Januar 20, 2012
Kommentar
Eigentlich wollte ich das bei Elsa als Kommentar schreiben, da aber das gros nicht zu ihrem Artikel direkt passte (öhm, und ich auch mal wieder hier was schreiben kann...), schreib ich den Kommentar mal hier.
Ich mach mir, wie so viele Leute, ein wenig über unsere Kirche Sorgen, gerade hier in Deutschland. Da wird dann eine "gemeinsame Wallfahrt mit unseren protestantischen Glaubensbrüdern" durchgeführt. Man macht sich auf, um "Dialog auf Augenhöhe" zu betreiben. Man "versucht, sich gegenseitig (?) zu verstehen". Gemeinsame Papiere werden verfasst, in denen eine Ablehnung von Gewalt, Ungerechtigkeit und Ausbeutung betont wird. Man sitzt in Ethikkomissionen, und so weiter und so fort.
Das ist alles nicht per se schlecht oder so, möchte ich nicht behaupten. Aber wenn ich höre, daß das gelebte Nächstenliebe sei, dann frage ich mich, was aus dem Anspruch "ein Herz und eine Seele" zu sein, geworden ist. An vielen Stellen sieht es so aus, als würde die wirtschaftliche Welt aus den Fugen geraten. Die Armut wächst, nicht nur in Afrika, auch hier. In Zeiten der Ehescheidungen, der karrieresuchenden Arbeitsnomaden (man könnte vllt auch zum Teil Lohnsklaven sagen), in Zeiten, in denen ein Großteil des Tages vor dem Computer verbracht wird, sind vereinsamte, isolierte Menschen durchaus eine Art Volkskrankheit geworden.
"Seht, wie sie einander lieben" - könnte es nicht sein, daß die Kirche, bevor sie Grundsatzpapiere mit den Protestanten durchspricht, bevor die nächste (verzeihung) halbgar und erlahmt klingende Resolution zum Thema Europa geschrieben wird, daß die Kirche hier ein riesiges Arbeitsfeld hat? Eines, daß sie durch die zwei Jahrtausende hinweg auf immer neue Art bearbeitet hat?
Ich denke, diese Art von praktischer Nächstenliebe, das Gefühl, in einer Gemeinde nicht allein zu sein, das sich gegenseitig auffangen etc ist etwas, was wir an sich der Welt voraushaben könnten und sollten. Vielleicht hat man an manchen Artikeln gemerkt, daß ich seit einiger Zeit mich stark mit Distributismus beschäftige. Nun mag man von diesem Ansatz halten was man will, als Christ jedoch sollte bei allen wichtigen Punkten jedoch die praktische Nächstenliebe nicht zu kurz kommen. Und die sollte sich nicht in Almosen oder Förderprogrammen erschöpfen, sondern eben auch darin, daß man sich in einer Gemeinde wieder beheimatet fühlt. Dazu müssen jedoch auch die Gemeinden aufhören, sich über "Einbindung der Frau", "Pfarrinitiativen", etc. Gedanken zu machen, sondern müssen sich bemühen, dem Ideal der Apostelgeschichte nachzueifern.
Ich weiß, daß ein weiter Weg vor uns liegt, und auch ich hab da noch viel zu tun. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wie mein erster Schritt aussehen kann (da könnt ihr mir ja helfen ;)), aber ich denke, daß die Kirche auch in diese Richtung denken muß.
Ich mach mir, wie so viele Leute, ein wenig über unsere Kirche Sorgen, gerade hier in Deutschland. Da wird dann eine "gemeinsame Wallfahrt mit unseren protestantischen Glaubensbrüdern" durchgeführt. Man macht sich auf, um "Dialog auf Augenhöhe" zu betreiben. Man "versucht, sich gegenseitig (?) zu verstehen". Gemeinsame Papiere werden verfasst, in denen eine Ablehnung von Gewalt, Ungerechtigkeit und Ausbeutung betont wird. Man sitzt in Ethikkomissionen, und so weiter und so fort.
Das ist alles nicht per se schlecht oder so, möchte ich nicht behaupten. Aber wenn ich höre, daß das gelebte Nächstenliebe sei, dann frage ich mich, was aus dem Anspruch "ein Herz und eine Seele" zu sein, geworden ist. An vielen Stellen sieht es so aus, als würde die wirtschaftliche Welt aus den Fugen geraten. Die Armut wächst, nicht nur in Afrika, auch hier. In Zeiten der Ehescheidungen, der karrieresuchenden Arbeitsnomaden (man könnte vllt auch zum Teil Lohnsklaven sagen), in Zeiten, in denen ein Großteil des Tages vor dem Computer verbracht wird, sind vereinsamte, isolierte Menschen durchaus eine Art Volkskrankheit geworden.
"Seht, wie sie einander lieben" - könnte es nicht sein, daß die Kirche, bevor sie Grundsatzpapiere mit den Protestanten durchspricht, bevor die nächste (verzeihung) halbgar und erlahmt klingende Resolution zum Thema Europa geschrieben wird, daß die Kirche hier ein riesiges Arbeitsfeld hat? Eines, daß sie durch die zwei Jahrtausende hinweg auf immer neue Art bearbeitet hat?
Ich denke, diese Art von praktischer Nächstenliebe, das Gefühl, in einer Gemeinde nicht allein zu sein, das sich gegenseitig auffangen etc ist etwas, was wir an sich der Welt voraushaben könnten und sollten. Vielleicht hat man an manchen Artikeln gemerkt, daß ich seit einiger Zeit mich stark mit Distributismus beschäftige. Nun mag man von diesem Ansatz halten was man will, als Christ jedoch sollte bei allen wichtigen Punkten jedoch die praktische Nächstenliebe nicht zu kurz kommen. Und die sollte sich nicht in Almosen oder Förderprogrammen erschöpfen, sondern eben auch darin, daß man sich in einer Gemeinde wieder beheimatet fühlt. Dazu müssen jedoch auch die Gemeinden aufhören, sich über "Einbindung der Frau", "Pfarrinitiativen", etc. Gedanken zu machen, sondern müssen sich bemühen, dem Ideal der Apostelgeschichte nachzueifern.
Ich weiß, daß ein weiter Weg vor uns liegt, und auch ich hab da noch viel zu tun. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wie mein erster Schritt aussehen kann (da könnt ihr mir ja helfen ;)), aber ich denke, daß die Kirche auch in diese Richtung denken muß.
Donnerstag, Januar 19, 2012
Ohne Worte (endlich) ins neue Jahr
„Entspringt das Schlechte in der Welt der Religion?“ Entsprechende Denkanstöße möchten die Akteure liefern, indem sie sich völlig entkleiden und ihre Genitalien auf einer Großleinwand zur Schau stellen.
Na dann...
Quelle
Na dann...
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