Ich war mit meiner lieben Frau vor kurzem in der wunderschönen Stadt Krakau.
Compadres, ich kann euch diese Stadt nicht genug ans Herz legen! Wunderschöne Stadt, wunderschöne Kirchen - und ein pulsierendes Leben. So schön ich bspw Rom finde - in Krakau fühlte ich mich automatisch heimischer.
Wir wohnten in dem Hotel Tournet , ein kleines, feines Hotel, was von freundlichen jungen Leuten betrieben wurde.
Was mir in Krakau bezüglich der Kirchen auffiel, kann ich vielleicht mit ein paar Bildern umschreiben:
(Jaaa, hätte ich drehen können, aber ich war zu faul)
Der geneigte Beobachter wird etwas merken: Es gibt mindestens drei Werktagsmessen.
DREI.
MESSEN.
AN WERKTAGEN.
Und wir reden hier nicht mal von Sonntagen.
Und nein, am Samstag gibts nicht nur 18,19,20h Vorabendmessen, es gibt tatsächlich auch von der Leseordnung her eine Messe am Samstag.
Wowzer! Sowas kennt man aus deutschen Kirchen nu nich! Sicherlich, das klassische Argument ist, daß bei uns kaum Leute in die Kirche gehen. Dazu kurz zwei Punkte: Zum Einen war bspw die Vorabendmesse auch in Krakau nicht gerade brechend voll (eher das Gegenteil), fand jedoch trotzdem statt. Zum Zweiten sind Angebot und Nachfrage miteinander verknüpft: Eine Nachfrage kann sich auch erhöhen, wenn ein Angebot überhaupt besteht. Konkret gesagt: Ein Grund (JAAA, ich weiß, neben meiner Lauheit!), daß ich Wochentags es kaum in die Kirche schaffe ist, daß es für Berufstätige oft nicht die Möglichkeit gibt, neun Uhr morgens beginnt meine Kernzeit und kollidiert ein wenig mit der Arbeitszeit.
Man muß ja nicht unbedingt sofort so eine Unmenge an Messen feiern, aber ein paar Schritte in diese Richtung gehen könnte, gerade bei Leuten, die nicht so lau sind wie ich, durchaus zum Messbesuch beitragen!
Es gab übrigens auch eine Kirche in der Messen mit einer Frequenz, die man aus machen deutschen Diözesen kennt, gefeiert wurden, nämlich einmal in der Woche, das war hier:
In einer Kapelle in der Salzmine. Über hundert Meter unter der Erde, eine Kapelle, in der fast alles aus Salzstein geschlagen wurde. DORT gab es "zu wenig" Messen - aber ich denke, an einem derart exotischen Ort kann man es auch verzeihen, oder?
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