Sonntag, Mai 12, 2013

There and back again...

... ich sitze gerade neben meiner lieben Frau von der Ofenbank und komme wieder zuhause an. Unser Kater Janosch hat sich anscheinend sehr über uns gefreut - wir sind also wirklich wieder angekommen. Bevor ich mich jedoch zur Ruhe begebe (zu Dir, oh Gott mein Herz erhebe...) dachte ich, daß ich mal ein Feedback zum Bloggertreffen abgebe. 

Schön wars! Ich muß ja ehrlich gestehen, daß ich, auch wenn die diskutierten Themen interessant waren, primär zum Treffen von alten Freunden gefahren bin. Vieles wurde schon von Echo Romeo und Peter geschrieben, Eindrücke, denen ich mich generell anschließen kann. Ich will hier primär nur ein paar persönliche Meinungen zum Besten geben. 

- Fangen wir mit dem negativen an: Ich fand die Stimmung zwischen katholisch.de und den Bloggern etwas zu feindselig - gerade zu Beginn. Hier könnten wir uns eine etwas aufgeschlossenere Haltung angewöhnen. Und wenn ich "wir" sage, meine ich "wir" und nicht nur irgendwelche außer yours truly. 
Ich denke außerdem, auf außenstehende und Neulinge können wir etwas verschlossen, elitär wirken. Dieses Thema wurde auch angesprochen; wenn man im #blognetz sich mal die Vernetzung der teilnehmenden katholischen Weblogs ansieht, scheinen wir ein durchaus beträchtlicher, aber verschlossener Verein zu sein. Nun kommen wir zum Problem: Ich frage mich (mal jans provokant), ob das so schlimm ist. 
Zum einen zeigt die aus allen Nähten platzende Blogozese, daß der Anschluß an die katholischen Bloggern anderen Katholiken nicht schwer zu fallen scheint. Es gibt inzwischen Blogs, die deutlich jünger als dieser hier sind und längst die ersten Geigen vergleichsweise übernommen haben. In der Hinsicht sind wir, denk ich, durchaus aufgeschlossen. (Scheint aber nicht jede Person so zu erleben...)
Wie steht es mit der Wirkung nach außen? Na ja, hier werde ich wirklich provokant und frage: Who cares? Sicherlich muß die Kirche beizeiten auf die Menschen zugehen, aber nicht jeder Teil der Kirche, schon gar nicht jeder der Blogozese. Sicherlich könnte man nun den eigenen Saft kritisieren, und sagen, daß das Reden nur mit Leuten aus der eigenen Gruppierung dumm mache (...wobei Naturwissenschaftler nicht oft mit Crackpot Scientists reden...) - aber zumindest ich finde etwas enger geschlossene Kreise durchaus reizvoll. Ich habe mich schon auf diversen subkulturellen Foren herumgetrieben, die nicht erstmal eine Seite "xyz für dummies" boten. Man liest sich ein und ehe man sich versieht kann man mitreden. Gerade dieses ungeschönte Erleben einer Subkultur hat mich immer gereizt. Ich denke, eine große Stärke der Blogozese ist, die mit der Kirche verbundene Subkultur - mit ihren eigenen Debattenthemen, ihren Redewendungen, ihren Insidern - mal ungeschönt zu erleben.

- Grandios fand ich das Komplet- und Vesperbeten. Ich habe bei der Vesper mich (leider eher kläglich) als Glöckner versucht. Dazu brauche ich mehr Chuzpe - wahrscheinlich ist es das, was Quasimodo in seinem Buckel mit sich rumschleppt - ne ordentliche Portion Chuzpe. 
Am Samstag abend haben dilettantus, echo romeo und Claudia ein Lieder-, Tanz- und Rezitationsprogramm vom Feinsten präsentiert, denn auch Dunkelkatholiken wissen zu feiern. Wenn Interesse besteht, kann ich ein Video davon hochladen. Zu mehr hat leider der Speicherplatz nicht gereicht. 

Sodele - Bloggertreffen vorbei, wat nu? Ich habe schon angekündigt, daß ich vorhabe, wieder mehr zu schreiben. Mal sehen, wie gut das läuft, hehe... aber man kann ja dran arbeiten. Ich hoffe, daß ich mit dafür verantwortlich sein werde, daß man unter dem Begriff "Distributismus", "Rerum Novarum", "Katholische Soziallehre" bei google in Zukunft mehr deutschsprachiges findet (auch wenn hier manche Leute schon Pionierarbeit geleistet haben...). Ansonsten werde ich generell mal wieder mehr schreiben - hoffentlich trotz aller Widrigkeiten unserer Zeit eher fröhliches, amüsantes und (mein Spezialgebiet) nerdiges. 

Man liest sich also!

Keine Kommentare: