Freitag, August 10, 2012

Bis dann!

Seit geraumer Zeit ringe ich mit mir, meinen Facebook-Account lahmzulegen. "Contradicitur" höre ich schon meine Frau rufen, aber es ist einfach so, daß dieses Potpourri, was die Timeline füllt, wirklich von produktiveren Tätigkeiten ablenkt und meiner Erfahrung nach dem konzentrierten Denken nicht förderlich ist. Ich habe noch meinen Account, aber mal sehen, wie lang noch. (DUNH DUNH DUNH!)

Mein Bruder, nicht nur in Sachen Geburt mir zuvor gekommen, hat nun seinen Account lahmgelegt. Bei ihm war der Hauptgrund, daß ihn die Hoffärtigkeit der Atheisten angekotzt hat. Er ist dabei nicht ein Mensch, der kampflos aufgibt; ich konnte viele Debatten - feurige, sachliche, ironische, wütende - zwischen ihm und arroganten Idioten verfolgen. Ich kann ihn in beiderlei Hinsicht sehr gut verstehen.

Er verabschiedete sich mit Worten, die nun auf seinem Blog zu finden sind, in einem anständigen, aber herausfordenden Ton. Grandios ausgedrückt, weshalb ich das teilen mußte.

"Wir sehen uns!" - nach dem "in paradisum" ein grandios freundlicher Abschied. Ich werde ihn eh sehen, spätestens, wenn wir papistische Filme gucken werden.

6 Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Meien viruellen Hut habe ich auf dem Blog Deines Bruders bereits gezogen und ihm auf sein "wir sehen uns" ein hoffentlich mal angehängt.
Lasst aber bloß das Bloggen nicht sein! Möchte man hinterherrufen, und mit der Entscheidung, das facebooken zu lassen, trage ich mich, seit ichs tue...
Die Zeiten insgesamt laufen aber auf eine wachsende Notwendigkeit hinaus, eine intelligente katholische Szene aufrecht zu erhalten.
Gruß mit Erinnerungen an schöne gemeinsame Stunden im Süden Deutschlands!

F. M. hat gesagt…

...daß ihn die Hoffärtigkeit der Atheisten angekotzt hat.

- zwischen ihm und arroganten Idioten verfolgen.


Kundenbeschimpfung ist nicht unbedingt ein guter Weg, den Missionare beschreiten sollten. Er führt unausweichlich zum Misserfolg!

Es sei denn Sie legen keinerlei Wert darauf, andere Menschen von Ihrem Glauben zu überzeugen.
Dann ist es allerdings der richtige Weg, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

FingO hat gesagt…

Aus der Ferne kann man gut urteilen.

FingO hat gesagt…

Aber es stimmt, ich hätte mich freundlicher ausdrücken können:


"...daß ihn der hoffärtige Ton gewisser angeblicher Vertreter des Atheismus gestört hat.

- zwischen ihm und Leuten, die zu arroganten und nicht immer klugen Argumenten griffen, verfolgen.
"

FingO hat gesagt…

(und man vergebe mir den leicht grantigen Ton. ich übetrag grad ein Paper von LaTeX in Word und das ist nicht gerade meinem Frohsinn zuträglich.)

F. M. hat gesagt…

Danke für die Einsicht! Findet man selten bei überzeugten Missionaren.
Darf ich einen, meiner Ansicht als Verkäufer nach, sehr guten Tipp zur Missionierung weitergeben?

Überzeugen Sie nicht mit Argumenten, überzeugen Sie durch Ihr Vorbild. Ist zwar viel anstrengender und langwieriger, aber unglaublich wirkungsvoll.

Frère Roger von Taizé hat's so gesagt: "Sprich nicht über deinen Glauben, wenn du nicht gefragt wirst, aber LEBE so, DASS du gefragt wirst!"