Nun war letzte Woche das Bloggertreffen, und es wurde schon viel im Internet darüber geschrieben - zu viel, um hier alles zu verlinken (aber auf den Blogs der Blogroll findet sich einiges). Sorry, wenn es bei mir länger dauerte, die werte Besitzerin der Ofenbank und meine Wenigkeit sind von Freiburg in die Ewige Stadt geflogen (unserer dritten Etappe der Hochzeitsreise), Bericht folgt btw.
Allgemein fand ich das Bloggertreffen sehr schön, eine gute Gelegenheit, um alte Freunde zu treffen und neue Menschen kennenzulernen. Es ist immer wieder erfrischend, die Menschen hinter den Blogs mal zu treffen. Sehr interessant und eindrucksvoll fand ich die Vorstellungsrunde, die quasi zu einer Art Zeugnisrunde ausartete; es ist wunderschön zu sehen, auf wie vielen verschiedenen Wegen der Herr uns in den Glauben (zurück)führt. Manche der erzählten Geschichten könnte man verfilmen.
Viel wurde über die Kapelle des Hauses, wo wir zu Gast waren, gemeckert. Nun ja, unter anderem, wie ich gestehen mußte, von mir; der Tabernakel war an der Seitenwand und kaum als solcher erkennbar. Christus war jedoch zugegen und es wurde eifrig gebetet und gesungen, wie man hier hören kann:
(danke an Peter Winnemöller für das schöne Video!)
Am nächsten Tag gab es einen Vortrag zum Thema Evangelisierung, an den sich Diskussionen im Stil eines World Cafés anschlossen. Dort ging es durchaus fetzig, aber jedenfalls an meinem Tisch fruchtbar zu. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde mit dem Referenten über Glaube, Vernunft, Neuevangelisierung etc. diskutiert, meiner Meinung nach eine sehr interessante Diskussion.
Durch ein Kofferschlamassel, daß an anderer Stelle erzählt wird, kommte ich bei der nächsten Session nicht beiwohnen, wo es ans Eingemachte ging und überlegt wurde, eine Art Gemeinschaftsblog zum Thema Credo zu starten. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich dieses Projekt entwickelt; persönlich finde ich es schade, daß man als Aufhänger das apostolische Glaubensbekenntnis genommen hat (Athanasius ftw!), jedoch werde ich jetzt nicht danach meckern.
Wie schon vorher gesagt fand ich das Treffen insgesamt schön, vor allem wegen des Zusammentreffens der unterschiedlichen Charaktere. Die katholische Bloggerszene oder Blogozese ist eben nicht ein uniformer Verein, sondern ziemlich heterogen, durchaus oft unterschiedlicher Meinung sind - wie man nun in Diskussionen quer durch die Blogozese verfolgen kann. Im ersten Impuls ärgerte ich mich darüber, denk aber inzwischen, daß auch ein Zeichen nach außen ist, wenn man sieht, daß wir eben kein gleichgeschalteter Haufen sind, sondern ein Haufen, der durchaus wild debattieren kann (und zeitweise muß).
Bleibt allen Beteiligten und vor allem Norbert Kebekus für die schöne Zeit zu danken!
2 Kommentare:
Ich habe den "Aufhänger" am Apostolischen Glaubensbekenntnis nicht so verstanden, daß man dabei nur und ausschließlich auf diesen Text zurückgreifen darf. Eigentlich geht es doch nur um eine Strukturierung der Inhalte.
Wenn es um "den Vater, den Allmächtigen" geht, wäre ich sogar dafür, daß mal jemand anmerkte: "Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger."
Stimmt, das könnte man so machen! Danke für die Inspiration :)
Ich mag das Athanasianische Glaubensbekenntnis, da es jedenfalls mir sehr schön zwei Schätze unseres Glaubens zeigt (die Dreifaltigkeit und die zwei Naturen Christi) und eine gute Meditationshilfe darstellt.
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