Donnerstag, Oktober 20, 2005

Bisherige Ergebnisse der Bischofssynode

Quelle: kath.net

Die Synodenväter haben nun 50 Empfehlungen erarbeitet. Einige dieser Punkte wurden von Kardinal Francisco Javier Errázuriz, dem Erzbischof von Santiago de Chile auf einer Pressekonferenz angesprochen:

- Das gesamte Leben des gläubigen Christen soll als Fortsetzung der heiligen Messe verstanden werden.
dem Grundgedanken stimm ich auf jeden Fall zu. Das Christentum ist kein Hut, den man in der messe aufsetzt und ansonsten im Schrank läßt (jaja, das muß ich auch immer wieder lernen), das Christentum muß man immer leben. Jedoch finde ich den Aspekt des "auf die Messe zulebens" für mich sinnvoller. Dadurch wird der Eschatologische Charakter des Meßopfers, getreu den Worten aus der Konstitution über die hl. Liturgie aus dem V2 (In der irdischen Liturgie nehmen wir vorauskostend an jener himmlischen Liturgie teil...) meiner Meinung nach besser betont. Jedoch stimmt auch der Aspekt, daß ein katholik aus dem Meßopfer heraus leben sollte (Messe= Wurzel UND Höhepunkt des inneren Lebens!). Is halt nur meine Meinung

- Weiterhin keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene
Ja, das ist hart. Meine Eltern sind geschieden, und auch wenn mein Vater ein gläubiger Katholik ist, findet er die Vorstellung, daß er nie wieder heiraten kann - und daß mein Bruder und ich, streng genommen, im Ehebruch geboren wurden- nicht grad prickelnd. Und meine Mutter erst, die nicht grad die aktivste Katholikin ist, eieiei... Jedoch muß man eines einsehen: Die gültig geschlossene Ehe ist unauflöslich. Wenn die Kirche nun einfach den Wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion geben würde, würde sie in Erklärungsnnot geraten, in welcher hinsicht die Ehe unauflöslich ist. Ok, da gibts dann ja noch die Anullierungsverfahren. Ich kenn mich da zu wenig aus, fand es jedoch gut, daß Benedikt XVI. im Gespräch mit Seewald meinte, daß der Anullierungsprozeß vereinfacht werden müßte. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele heiraten "weil sie sich soooo lieb haben", "weil krichl. Hochzeiten soooo schön sind", denke ich, daß man, leider gottes eh einige Ehen anullieren könnte. Damit kommen wir zu einem weiterem Problem, der Seelsorge in Sachen Ehe, mit der es beizeiten nicht so weit her zu sein scheint.
Nun noch eine Frage an die Theologen: Es gibt ja nun diese Unzuchtsklausel, die Jesus in Bezug auf die Ehe erwähnt. Wie versteht die Kirche das? Vom reinen Wortlaut her gesehen könnte man ja annehmen, daß im Falle der unzucht die Ehe zu scheiden sei... hmmm... Antworten wären toll.


- Solidarität und Säkularisation
Astreine Aliteration, nebenbei gesagt. Ich finde es gut, daß im Bezug auf die Eucharistie darüber gesprochen wurde. Man muß natürlich den Armen der Welt helfen. Nun findet jedoch damit oft ein Säkularisationsprozeß statt, der auch vor den Kirchentüren leider nicht hlatmacht, so daß manche Predigten, die gut über die Eucharistie gehen könnten (sagen wir über die Speisung der fünftausend), zu einem Moralischen Appell degradiert werden.
Ja, es hat in der Welt eine starke Säkularisation eingesetzt, aber viele Menschen suchen nun nach Gott oder zumindest nach einem Sinn im Leben. Hier hat die Kirche (und damit auch wir Laien) ihre Chance, nein, ihre Aufgabe!


-Priestermangel
Sicherlich ein Problem. Eine Lösung fällt mir da nicht ein, jedoch bereitete es mir einige Kopfschmerzen, was der wehrte Herr Kardinal über die Berufungspastoral sagte, da mich das an die imho etwas
penetranten Versuche der LC, Menschen zur Priesterberufung zu bringen, erinnert. Bei zwei Freunden von mir haben sie damit jedenfalls mehr kaputt gemacht als gewonnen.


So, das waren Punkte, die Kardinal Francisco Javier Errázuriz angesprochen hat, mit Kommentaren meinerseits.

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