Sonntag, September 15, 2013

Bericht über Rückkehrwünsche zur Front

You know the drill: Alle Jahre wieder bat ich die werte Blogozese um Gebet, wenn es hart auf hart mit meiner Diplom- oder Doktorarbeit zuging.

Ich befinde mich gerade in einer Art, sagen wir mal "Selbstfindungsphase". Mein Beruf, obschon nicht wirklich schlecht, zeigt mir, daß das Dasein als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft nicht so wirklich meins ist. Zwar macht es mir riesig Spaß, mit Simion Elektronen- und Ionenbahnen zu simulieren, auch einiges von dem, was ich über Produktentwicklung und Projektmanagement gelernt habe, ist durchaus interessant, am in der Brust des alten Berliners schlägt nicht nur ein Berliner Herz (ja, meine Lieben, ich habe Heimweh...), sondern auch ein Wissenschaftlerherz.

Ich habe in den letzten Monaten mit meinem Vater über einen Kalibrationssensor nachgedacht und seine Halterung am Ende mit FreeCAD gezeichnet. Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, so viel, daß ich mich nun mehr mit Python (ua in Form der Enthought Python Distribution) beschäftigen will. Und mir gezeigt, daß ich mir durchaus vorstellen kann, etwas in Sachen ich-AG in Sachen Meßtechnik zu tun.

Zusätzlich dazu hat mein ehemaliger Diplomant mich vor einigen Wochen angeschrieben und nach einigen Details zum Thema Analyse von thermischen Desorptionsspektren gefragt. Da habe ich wieder Blut geleckt, und seitdem ist das Wissenschaftsfieber wieder da.

Es gibt zwei, drei Dinge, die ich meinethalben auch in der Freizeit machen kann (alte Paper fertigschreiben bzw Co-Autoren in den Hintern treten, ihren Teil der Vereinbarung einzulösen, eine Idee weiterverfolgen und sehne, ob sie papertauglich wird), und generell würde ich, zumindest für einige Zeit, als Postdoc wieder in die Wissenschaft zurückkehren, mit einer Stelle in Berlin.

In der Hinsicht, in Tradition der Frontberichte von 2007 und 2012 bitte ich hiermit um Rückversetzung an die Front! Und um euer Gebet, daß aus diesem Ziel was wird.

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