Donnerstag, März 28, 2013

Zwischen Fanboytum und Ablehnung...

... kann der Gehorsam und das Gebet stehen.

Mich stört, wie manche Tradikreise S.H. Papst Franziskus den wahren Glauben absprechen wollen. Das geht nicht; Er ist vom Konklave gewählt worden und rechtmäßiger Papst. Ausundfertig.

Was mich aber, wie ich gestehen muß, noch mehr stört, oder zumindest noch mehr wundert, ist die teilweise vollkommen unkritische Lobhudelei um Seine Heiligkeit - vor allem, wenn diese Lobhudelei von denselben Organen kommt, die an dem vorhergehenden Pontifikat genauso wenig tadelnswertes fanden (und dem davor auch nicht). Und wenn betont wird, wie dieses und das letzte Pontifikat eine Einheit seien und Papst Franziskus das umsetze, was Benedikt XVI eigentlich immer wollte. 

Ick weeß nich... polemisch gefragt: Hatte Benedikt vor, die roten Schuhe abzulegen? Ins Gästehaus zu ziehen? Habe ich nicht mitbekommen. 

Außerdem frage ich mich bei allem Betonen der Bescheidenheit eines Papstes, der eben nicht in den päpstlichen Palast beziehen will, welche Bescheidenheit mir besser gefällt: Die eines Benedikt, der demütig sich mit dem Amt des Heiligen Vaters identifiziert, so stark, daß er sich nicht mal mehr die Farbe der Schuhe aussuchen kann oder die eines Franz, der sich persönlich für eher schlichte Schuhe entscheidet... 

Na ja, ich bin froh, daß es neben den beiden Extrempositionen noch eine dritte gibt, nämlich die des Gehorsams: Auch wenn ich bisher nicht alle Entscheidungen des Heiligen Vater unterschreiben konnte ist er mein Papst. 

Und ich werde für ihn und die Kirche beten.

EDIT: Und wenn ich höre, daß der Heilige Vater einer Muslimin am Gründonnerstag die Füße gewaschen hat, fange ich mich schon an, sehr zu wundern. Nein, noch mehr fange ich mich an zu wundern, wenn wohlmeinende Katholiken, die vor einem halben Jahr noch eine Messe in Latein einen mehr als gangbaren Weg fanden, die ständig Artikel darüber schruben, wie S.H. Benedikt XVI sanft die Kirche aus den Wirrungen des Geistes des Konzils herauslöste, nun darüber fabulieren, daß das Füßewaschen einer Ungläubigen vollkommen in Ordnung sei. Das kommt mir dann doch etwas verbogen vor. 

1 Kommentar:

Armand Arnold hat gesagt…

Rote Schuhe, schwarze Schuhe? Ist das nicht genau die Art von narzistischer Selbstbeschäftigung, die Papst Franziskus in seiner Rede im Vorkonklave kritisiert hat? Gar keine Schuhe! Das war Jesu Auftrag, als er seine Jünger auf Missionsreise sandte.