Sonntag, November 01, 2009

Frohes Fest Allerheiligen!



Heute war die Messe auch wirklich dem Anlaß entsprechend wunderbar! Nur hat mich hier mal wieder was gewundert, was mich jedes Jahr wieder bei der Predigt bzw. der Betrachtung am Vortag wundert: Warum redet man jedes Jahr davon, was es heißt, heilig zu sein? Sicher, das ist eine wichtige Sache, aber ich finde es schade, daß nicht mal darüber geredet wird, was die Heiligen im Himmel für uns auf Erden bedeuten. Klar, sie sind Fürsprecher, das weiß ich auch. Aber jedenfalls mir geht es oft so, daß ich die Heiligen quasi vergesse.
Und so, liebe Blogozesianer die Frage an Euch: Wie sieht, ganz praktisch, die Heiligenverehrung in Eurem Leben aus? Was für Heilige ruft ihr wann an, was für Brauchtum praktiziert ihr etc?

Ich kann ja mal den Anfang machen. Das einzige, was ich wirklich praktisch in Sachen Heiligenverehrung tu, ist, täglich für meine Arbeit zu beten. Dabei rufe ich verschiedene Patrone der Studenten und Naturwissenschaftler an (Nach einem Barmherzigkeitsrosenkranz btw.), und zwar:

- Thomas Aquinas
- Albertus Magnus
- Gregor der Große
- Cosmas & Damianus (wobei ich in der Rückschau mich wundere, wie ich darauf kam, daß NW öä ihr Patronat wäre - jedenfalls haben sie bisher gute Dienste geleistet)
- Ludwig IX
- Hildegard von Bingen

als (noch) nicht heilig/selig gesprochene rufe ich dann noch den Ehrwürdigen Diener Gottes Isidoro Zorzano an und einen verstorbenen ehemaligen Professor meiner Fakultät (und sehr aktiven Opus Dei-Mitglied).

Gerade bei Vorträgen ist es ein beruhigendes Gefühl, diese "scientific gang" hinter sich zu haben. In der Hinsicht ist heute natürlich auch ein Tag, mal diesen Arbeitskollegen im Himmel ein DANKESCHÖN zu sagen!

So, nu seid ihr an der Reihe.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Heute war die Messe auch wirklich dem Anlaß entsprechend wunderbar!

Ich beneide Dich! Mein Weg führte mich heute in eine "Familienmesse", die eine einzige liturgische Zumutung war.
Auf die Lesung wurde ganz verzichtet, die Predigt war ein gekünstelter Rahmen für eine Allegorie über Nüsse(!), die von der Gemeindereferentin zusammen mit drei Kindern vorgetragen wurde, und die Musik ging gar nicht.
So etwas wie Andacht konnte zu keiner Zeit aufkommen. Selbst das Beten der Gottesdienstbesucher nach dem Kommunionempfang wurde durch einen lauten Gospel(?) zunichtegemacht.

Yon hat gesagt…

Bei mir sieht's mit der Heiligenverehrung relativ duster aus... Ich bin wohl keine glühende Marienverehrerin, aber ich zünde in meinem Zimmer abends gerne ein Teelicht vor meinen Marienbildern auf dem Regal an, hab ein Marienbildchen neben meiner Wohnungstür angebracht (das ich per Hand küsse und vor dem ich mich bekreuzige, bevor ich die Wohnung verlasse), und der Marienstatue am Tor der Überwasserkirche nicke ich vor Eintritt immer zu.
Alsdann wäre da noch der Hl. Judas Thaddäus, vor dessen Bild ich in dieser Kirche öfters eine Kerze anzünde. Ja, und seine Medaille trag ich um den Hals.
Auf diese Akte (und das begleitende Stoßgebet dazu) beschränkt sich aber auch schon meine Verehrung... wenn ich nicht gerade zufällig einem Heiligen begegne - dann bekommt er natürlich auch gleich ein bißchen was zu tun ;)