Donnerstag, Oktober 09, 2008

Dwarf Fortress

Sorry, daß ich im Augenblick so wenig schreibe. Einerseits hält mich z.Zt. gerade die Arbeit (und juristischer Krempel...) ziemlich on the road, andererseits habe ich nach langer, langer Zeit mal wieder ein Computerspiel für mich entdeckt, was einfach großartig ist:

Dwarf Fortress

Check out the amazing graphic:



Ok, die Graphik ist nicht die beste. Aber wer schon Roguelike Games wie Nethack, ADOM oder Angband (in seinen wahrscheinlich tausend Varianten) gespielt hat, wird sich dadurch nicht abschrecken lassen.

Der Punkt ist, Dwarf Fortress setzt nicht auf Graphik, weil das Spiel komplex wie sonstwas ist. Generell geht es in dem Spiel darum, daß man eine Festung aufbaut und diese verteidigt. So weit, so gut. Vorher jedoch ist einiges zu beachten:

- Speziell wenn man das erste Mal spielt, muß der Computer (wenn man keine pregenerated world nimmt) eine Welt, in der man seine Festung baut, generieren. Das kann schon ordentlich Zeit kosten, aber er baut eine recht ausbalancierte Welt auf (auf dessen "Schöpfung" man in Sachen Optionen durchaus eingreifen kann). Nein, nicht nur eine Landkarte. Er generiert Charaktere, die in der Welt gelebt haben, Historische Karten, Kriege.... Eine ganze Geschichte dazu!
- Nun muß man auf der Landkarte sich einen Platz suchen, wo man seine Festung haben will. Dabei gilt einiges zu beachten? Verfügt der Platz über gute Ressourcen? Was ist mit möglichen Feinden (Goblins bspw.)? Wie ist das Wetter dort?
- Nun sollte man seine Expedition aus sieben Zwergen (die sieben Zwerge, höhö) mit Ausrüstung ausstatten und überlegen, was ihre Fähigkeiten sind. Auch hier gilt es zu überlegen.
- Gut, nun ist die Expedition im Landstrich der Wahl angekommen, nun gilt es, mit dem Festungsbau loszulegen.

Im weiteren Verlauf des Spiels kann einiges passieren; sicherlich können Goblins etc. angreifen oder gar Deine Festung belagern - darauf sollte man beim Bau der Festung schonmal vorbereitet sein, aber fast wichtiger ist, mit den Alltagsproblemen umgehen zu können: Haben die Zwerge eine Schlafmöglichkeit? Einen Raum zum Essen? Wie steht es mit der Nahrungsversorgung? Sollte man (unterirdische Pilz-)Felder anlegen? Sind die Zwerge glücklich? Wie bewässere ich meine Felder? Was kann ich von einer kommenden Karawane so kaufen? usw usw...

Wem das nicht reicht, der kann
- Eine Expedition zu einer aufgegebenen Festung schicken und gucken, ob er diese wieder erobern kann.
- in einem anderen Modus mit einem Männlein über die Welt zuckeln und Abenteuer erleben (wobei ich hier die Steuerung wirklich nicht gut finde)
- Einfach gemütlich mal ein Auge auf die Welt werfen, ihre Geschichte lesen, historische Karten "bewundern" (hey, wir reden von Buchstabengraphik!)....
- Mit etwas herumtweaken in den ini-Dateien auch Menschen, Elfen, Kobolde und Goblins spielen.

a propos ini-Dateien: Da viele für das Spiel wichtige Daten in Textdateien stecken, kann man auch noch eigene Mods (Modifikationen des Spiels) erstellen, natürlich auf eigene Gefahr. Damit sollte nicht nur für langen Spielspaß, sondern auch Spaß am herumbasteln gesorgt sein.

Oh, wie teuer das Spiel ist: Nüschte. Eine Spende könnte man den Programmierern schicken, aber an sich ist das Spiel Freeware.

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