Donnerstag, Februar 02, 2012

Männerfilme!

Ich dachte, nach so viel katholischen Reviermarkierens präsentiere ich auch mal wat janz profanes, nämlich Filme, bei denen Die Stimme rauher wird, das Brusthaar sprießt und Testosteron Pogo tanzt.

Als sanfte Überleitung erstmal ein kurzer Film, in dem alte Christeros (ohhh yeah!) interviewt werden.

Kann ich als alter Fan der Christeros natürlich nur empfehlen. Schade ist, daß der Mensch, der auf seiten der Regierung kämpfte, nicht genauer interviewt wird, schließlich ist er erstmal ein Mensch und dann vielleicht ein Gegner. Aber recht schönes Zeugnis der rabiateren Art.

So, kommen wir zum profaneren.

Sodele, ein Film über die Gang-Schlägereien zw. Punks und Edgern, die in Amiland durchaus vorkamen. Ist zwar nicht so, daß ich ständig Punk/Straight Edge höre (auch wenn ich als nicht mehr trinkender Straight edge revenge von Project X schon geil finde), aber der Film ist grandios. Es geht um einen jungen Expunk, der in Europa zum Straight Edger wurde und in seiner Heimatstadt nun seinen Augen nicht trauen kann, weil sich seine ehemaligen Freunde gegenseitig aufs Maul geben. Für Leute, die durchaus hartes Geschrammel hören, ist der Film echt empfehlenswert; die Castlist ist mit Leuten aus beiden Szenen besetzt, wenn bestimmte Hauptrollen auftreten läuft Musik ihrer Bands im Hintergrund (Was beim Hauptprotagonisten zu ziemlich lamer Musik führt...), alles kulminiert in einer Prügelei, in der auch noch Rednecks mitmischen... schön primitives Vergnügen.


Wenn wir schon bei primitiven Vergnügen sind, kann ich natürlich Knuckle nur jedem echten Mann ans Herz legen. Wobei das einer der Filme ist, bei denen ich zwiegespalten bin, geht es doch um bare knuckle Kämpfe zw. Travellern. Und das, was man sieht, sind eben auch echte Kämpfe (ja, da merkt man mein Faible für MMA auch durchkommen - hach, wenn ich doch nur etwas sportlicher wäre....).
In besagten Film wird recht kommentarlos eine Familienfehde zw. verschiedenen Traveller-Clans dargestellt. Es kommen die Männer zu Wort (und zu, äh, Faust), die Familien werden beleuchtet etc. Was mir gefällt ist, daß ohne Kommentar einer Erzählerstimme, sondern durch einige Frauen, die Idiotie dieser Kämpfe klarwird; schließlich heiraten die Familien untereinander, und so kämpfen dann manchmal Cousins gegen einander. Was mir jedoch auch gefällt, ist, daß hier zwar einerseits man etwas Bandenkämpfen nicht ähnliches sieht, andererseits aber durchaus gewisser Anstand herrscht und so bei den Kämpfen Fairness wichtig ist.


Powerlifting - the movie. Now, we're talking. Hier gehts nicht um so ein Bodybuildingschrott oder Mens health-hafte zelebrierte Metrosexualität Marke "So sehen Sie schön aus". Nee, this is the real deal, es geht um verdammt starke Männer und Frauen. Dieser Film ist eine Doku über Powerlifting - d.h. Wettkämpfe in einer Art Kraftdreikampf bestehend aus Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken -, die die Wettkämpfer sehr gut darstellt. Ein Film, den ich mir unbedingt mal wieder ansehen muß, motiviert er doch wahnsinnig zum Training (und ich bin fett geworden, oh boy...).


Pulling John. Oh boy. Ein Film über Armdrücken. Need I say more? Und nein, ich rede nicht von Over the top (auch wenn ich den auch mal wieder sehen muß). Und ja, eigentlich müßten hier Rocky I-VI und Rambo I-IV stehen, aber das ist ohnehin imho Pflichtprogramm für jedermann. Speaking of which, ich denke, ich werd heute abend Rocky IV sehen.
Aber kommen wir zu Pulling John zurück: Pulling John ist eine Dokumentation über zwei Armwrestler, die den (damaligen) Champion John Brzenk schlagen wollen. Einer ist aus Amiland, der andere aus Rußland. In der Reportage werden die Leben, das Training, natürlich das Armdrücken und die Personen selbst sehr schön dargestellt, weshalb ich den Film auch nur empfehlen kann. Und er enthält eine der coolsten Reden, die jemals vor dem Trinken eines Glases Wodkas gehalten wurden!

So, das wars dann erstmal mit Filmen. Das einzige, für das ich noch Werbung machen muß, ist der Heavy Equipment Kalender . Ein Jahr lang qualitativ extrem hochwertige Bilder von wirklich großen Maschinen. WIRKLICH GROSSEN MASCHINEN:

2 Kommentare:

Phil hat gesagt…

Ich hab gar nichts von "Der mann aus San fernando", "mit volldampf nach San fernando", "Fighting for life" und "the smashing machine" erzählt! na, nächstes mal :)

Vincentius Lerinensis hat gesagt…

Männerfilme ohne Terminator und Conan, der Barbar? Geht ja gar nicht! Ein Glück, daß Du wenigstens noch Rambo erwähnt hast (über Rocky kann man schon streiten, finde ich). :-)