Dienstag, April 21, 2009

Darnit!

Es ist nun nicht mehr nur die Zeit, die mich vom Blogposten abhält - ich habe in letzter Zeit mehrfach versucht, zu sinnvollen Themen was zu schreiben, aber irgendwie bin ich ein kleiner Formulierungskrüppel geworden. Wenn ich die Texte nach dem Schreiben nochmal durchlese, finde ich die Texte nicht nur schlecht formuliert, ich finde dann immer, daß diese nicht die Botschaft vermitteln, die sie eigentlich sollen. So a schaß, wie der ÖSterreicher in mir ruft. Ich hoffe, daß ich mich demnächst mal wieder zu einem guten Text durchringen kann, kann es aber nicht versprechen.
Und nur mal wieder zu innerkirchlichen Dingen wie der Piusbruderschaft oder ähnlichem Stellung zu nehmen - ich muß sagen, daß ich darauf keinen Bock habe.

Na ja, was religiöses kurz zum Abschluß:

Vor einiger Zeit nahm Herr Zollitsch zum Sühnetod Christi Stellung. Die Formulierungen, die er nutzte, waren insgesamt betrachtet, eher unvorteilhaft, anfangs häretisch - immerhin hat er zum Ende noch die Kurve bekommen.
Verzeihung - aber ich sehe nicht den Kern der Christlichen Botschaft darin, daß Jesus sich nur hat kreuzigen lassen, um mit uns gemeinsam zu leiden. Christus ist für unsere Sünden gestorben, nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich hat er damit recht, daß mit diesem Glaubensinhalt teilweise eine zu düstere und zu moralische Sicht verbunden war - aber das täuscht nicht darüber hinweg, daß Jesus sein Leben hingab als Lösegeld für alle (oder viele, äh, oder so).

Addendum: Ich habe nun endlich das vollständige Interview gesehen und muß meine Meinung revidieren, zumindest zum Teil. Erzbischof Zollitsch sollte die Fragen nach Tod und Auferstehung Christ "für einen Ungläubigen" erklären. Man mag jetzt darüber streiten, wie man es selbst gemacht hätte, aber na ja - meckern kann man immer, wenn man nach Futter für die Wut sucht. Generell ist das Interview durchaus sehenswert - auch wenn ich seine Meinung zum Gebrauch von Kondomen im Ehepaar nicht teile (auch wenn er sagt, daß Kondome zur Empfängnisverhütung katholisch verboten ist); Kondome, die zu 90% vor einer Ansteckung schützen, stecken immer noch bei jedem zehnten Geschlechtsakt an (jetzt plump ausgedrückt). Was er aber zu der Pius-Affäre, zum Papst und zur Afrikareise sagte, ist sehr gut. Und nun im Kontext und in der Rückschau betrachtet, sagt er, vielleicht mit ungeschickteren Worten, das, was Papst Benedikt schon in seinen Büchern über das Opfer Jesu sagte.

1 Kommentare:

Yon hat gesagt…

Ich bin nun wirklich kein guter Ratgeber zum Thema "regelmäßiges Bloggen leichtgemacht", aber ich denke mal, sich nicht so sehr von Ansprüchen hemmen lassen ist ganz hilfreich :) Mir geht's manchmal so, dass mir fünf Minuten nach abschicken was Besseres einfällt. Und dann editier ich eben.

Also, frisch voran. :)