Sonntag, Oktober 05, 2008

Start der Bischofssynode

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Da das Paulusjahr ist, wurde die Synode nicht in St. Peter, sondern in St. Paul vor den Mauern eröffnet. Und das ist nicht das einzige Neue: Zwei Redner werden keine Katholiken sein; der Patriarch von Konstantinopel und ein Rabbiner. Desweiteren sind viele (geweihte) Frauen und Laien beiden Geschlechts eingeladen.
Was ich hieran interessant finde, ist, daß man den Papst allen Unkenrufen (modernistischen wie traditionalistischen) zum Trotz nicht so einfach einordnen kann. Der Heilige Vater paßt in keine Schublade, weder die moderne noch die traditionalistische. Was ich an ihm bewundere, ist, wie unter ihm Innovation mit Traditionsliebe verbunden ist.
Die Synode wird imho etwas düster in der Predigt des Papstes eingeleitet:

„Wenn wir auf die Geschichte blicken dann sehen wir auch bei vielen Christen Kälte und Rebellion... Wir sehen blühende christliche Gemeinschaften in den ersten Jahrhunderten, die völlig verschwunden sind und an die heute nur noch in den Geschichtsbüchern erinnert wird. Und könnte nicht dasselbe auch heutzutage passieren? Nationen, die einstmals reich an Glauben und an Berufungen waren, geben heute ihre eigene Identität auf – unter dem trügerischen und destruktiven Einfluss einer gewissen modernen Kultur. Es gibt Menschen, die beschließen „Gott ist tot“ und werfen sich dann selbst zu Gott auf, indem sie sich für die einzigen Meister ihres Geschicks, für absolute Herren der Welt halten.“

Doch verweist der Hl. Vater darauf, daß der Tod nicht das letzte Wort hat.

Worauf ich ja gespant bin, ist der Bibel-Lesemarathon, in dem der Hl. Vater den Beginn der Heiligen Schrift auf Hebräisch vorliest. Weiß jemand, wo das online zu sehen ist?