Montag, Dezember 31, 2007

Gelesenes und gehörtes 2007

Von scipio geklaut - nein, inspiriert , werde ich nun die Bücher, Filme und Alben, die mich 2007 begleiteten (begleiteten! nicht geschrieben wurden!), auflisten:

Bücher:
1. Benedikt XVI. : Spe Salvi (noch vor dem großartigen Buch Jesus von Nazareth für mich die Botschaft aus Rom des Jahres 2007. Großartig. Hilft selbst einem Miesepeter wie mir zur Hoffnung)
2. Chuck Palahniuk - Fight Club (Die maskuline Antwort auf die New Age Gedanken. Kein Buch konnte die Depressionen unserer Zeit so einfangen wie das Buch)
3. Philipp Giese - Rotationswellenpaketdynamik von Stickstoff in Edelgasen (Verzeiht mir die Arroganz. Aber die erste Veröffentlichung im Leben eines Menschen ist schon was Einschneidendes.)

Musik:
1. Terrorfakt - Teethgrinder (Ganz rabiater Power Noise, Röööööööhr!)
2. Nin Kuji - the extasex hoax (Noch etwas Lärm, Power Noise mit IDM-Elementen, schön tanzbar!)
3. Johnny Cash - American V (Endlich mal gekauft, schön traurige Scheibe)
Und ansonsten in Sachen Musik sind die Boheme Sauvage-Parties der Gesellschaft für Mondäne Unterhaltung (Link zu empfehlen

Filme:
1. Jodorowsky - Holy Mountain (Krude Esoterisch, zugegebenermaßen, aber die Bezüge zu Juan de la + retten das Werk)
2. Adams Äpfel (Großartiger Film, man kann nicht mehr sagen)
3. Lynch - Inland Empire (Wunderbar wirr, ich sollte mir bald mal die DVD holen)
ach ja, und Slim Susie aus Schweden war noch ein Knaller!

Dienstag, Dezember 11, 2007

Die Wahrheit & Gottes Gerechtigkeit

Es ist schon lange her, als ich mit einem Freund der traditionalistischen Seite eine recht federlesende Diskussion hatte - oh ja, ihr glaubt es kaum, ich mieser Modernist rede mit Traditionalisten, nenne sogar welche meine Freunde ;) -.
Da gab es zwei Punkte, über die ich lange nachgedacht habe.

1.) "Weißt Du, Philipp, ich möchte nicht richten, aber wenn ein Mensch die Möglichkeit hatte, jeden Tag in der Bibel zu lesen, aber lieber fernsah, dann kommt er, meiner Vernunft nach, in die Hölle." Meinen Einwurf, daß Gott doch unendlich barmherzig sei, quittierte er mit "Aber auch unendlich gerecht."
Gut, unsere Gerechtigkeit ist nicht Gottes Gerechtigkeit. Aber trotzdem laßt mich die These vertreten, daß unser Gerechtigkeitssinn nicht bermherziger/vermessener als Gottes ist. Vor den weltlichen Gerichten ist bspw. die Frage des Vorsatzes oder der Schuldfähigkeit zu klären. Auf das von meinem Kollegen zitierte Beispiel gemünzt:
- Wußte der betreffende Herr über die Konsequenzen seines Verhaltens Bescheid?
Wenn nicht, kann er dann vollständig schuldfähig erklärt werden?
- Liegt eine schwerwiegende Tat vor?
So sehr ich es auch unterstützen kann, täglich im Evangelium zu lesen, scheint es jedoch weder ein Kirchengebot noch eines der Zehn Gebote zu geben, was diese respektable Frömmigkeitsform fordert.
Aber ich denke, das ist nicht sein Hauptdenkfehler. Die neue Enzyklika des Papstes widmet bezüglich der Hoffnung ein ganzes Kapitel der Gerechtigkeit und dem Gericht. Das hat mir sehr beim Verständnis des Gerichtes geholfen, daß das Gericht ein Gedanke der Hoffnung ist und nicht der Angst. Klar, auch der Verantwortung, daß dieses Leben eben etwas zählt (etwas? alles!), aber daß das "Fürchtet euch nicht!" auch am Ende aller Zeiten denen Gilt, die sich um Gottes Liebe bemüht haben.

2.) Was ich ehrlich gesagt, abstruser, aber auch komplizierter fand, war folgender Gedanke von ihm: "Ich finde es schlimmer, wenn jemand einem sagt, daß Christus nicht Gottes Sohn ist, als wenn jemand einem sagt, die Erde sei eine Scheibe." - denn mit letzterer Wahrheit würde man noch in den Himmel kommen.
Hö? Ist nicht Christus der Weg, die WAHRHEIT und das Leben? Er ist nicht nur die religiöse Wahrheit, Gott ist der Wahre, der "ich bin". Kann es dann akzeptabel sein, auf weltlichem Gebiet eine andere Meßlatte anzulegen aus auf religiösem, was die Wahrheit betrifft? Kann so ein Gedanke nicht zu einem Utilitarismus führen, daß man weltlich lügt, um Kinder vor der Sünde zu bewahren, Marke "Masturbieren macht blind"?
Andererseits - und das war der Punkt, über den ich lange nachdachte - eine unklare Vorstellung von der Erde zu haben ist wirklich nicht so wichtig wie das ewige Seelenheil. Es ist nicht mal so wichtig wie das Leben.
Und hier glaube ich, ist das Problem meines Freundes: Er vergleicht nicht nur Äpfel mit Birnen - die durchaus vergleichbar sind, birnen haben bspw. einen etwas süßeren Geschmack als Äpfel - , sondern Kürbisse mit Preiselbeeren. Die sind auch vergleichbar, jedoch werden die Preiselbeeren, was Größe und Brennwert betrifft, auf jeden Fall den kürzeren ziehen.
Ob die Erde eine Scheibe ist oder nicht, wird Deinem Leben keinen Abbruch tun, und damit auch nicht der Möglichkeit, Gott hienieden zu dienen. Wie steht es aber mit einer Lüge Marke: "Kein Mensch braucht essen, es reicht, wenn er Luft schluckt.", oder, etwas realistischer "Heroin macht weder süchtig noch ist es schädlich". Durch eine solche Lüge würde man das Leben des anderen vernichten, ihm da die Möglichkeit nehmen, zu Gott zu finden und damit auf jeden Fall etwas ähnlich schlimmes behaupten wie mit der Behauptung "Jesus ist nicht Sohn Gottes".

Na ja, mal mein Wort zum Mittwoch, live und exklusiv aus meinem Labor.

Dienstag, Dezember 04, 2007

Undn neuer!

"Look to the east for the coming of a..."

Nein, nicht "black King", wie Marcus Garvey sagen würde, sondern "new blogger".

In diesem Sinne: Willkommen, Martin !
Was mich ja besonders freut, ist, daß dieser Blog, wie der meine, auch aus dem Osten Deutschlands kommt.