Dienstag, Mai 14, 2013

Deo gratias

Ich habe vor einigen Tagen Euch um Gebet gebeten; meinem Beichtvater ging es sehr schlecht. Wir wurden erhört; meinem Beichtvater soll es, wenn man die Umstände bedenkt, sehr gut gehen. Er ist zwar noch sehr schwach, aber auf dem Weg der Besserung.

Deo gratias! Und euch danke für das Gebet!

Sonntag, Mai 12, 2013

There and back again...

... ich sitze gerade neben meiner lieben Frau von der Ofenbank und komme wieder zuhause an. Unser Kater Janosch hat sich anscheinend sehr über uns gefreut - wir sind also wirklich wieder angekommen. Bevor ich mich jedoch zur Ruhe begebe (zu Dir, oh Gott mein Herz erhebe...) dachte ich, daß ich mal ein Feedback zum Bloggertreffen abgebe. 

Schön wars! Ich muß ja ehrlich gestehen, daß ich, auch wenn die diskutierten Themen interessant waren, primär zum Treffen von alten Freunden gefahren bin. Vieles wurde schon von Echo Romeo und Peter geschrieben, Eindrücke, denen ich mich generell anschließen kann. Ich will hier primär nur ein paar persönliche Meinungen zum Besten geben. 

- Fangen wir mit dem negativen an: Ich fand die Stimmung zwischen katholisch.de und den Bloggern etwas zu feindselig - gerade zu Beginn. Hier könnten wir uns eine etwas aufgeschlossenere Haltung angewöhnen. Und wenn ich "wir" sage, meine ich "wir" und nicht nur irgendwelche außer yours truly. 
Ich denke außerdem, auf außenstehende und Neulinge können wir etwas verschlossen, elitär wirken. Dieses Thema wurde auch angesprochen; wenn man im #blognetz sich mal die Vernetzung der teilnehmenden katholischen Weblogs ansieht, scheinen wir ein durchaus beträchtlicher, aber verschlossener Verein zu sein. Nun kommen wir zum Problem: Ich frage mich (mal jans provokant), ob das so schlimm ist. 
Zum einen zeigt die aus allen Nähten platzende Blogozese, daß der Anschluß an die katholischen Bloggern anderen Katholiken nicht schwer zu fallen scheint. Es gibt inzwischen Blogs, die deutlich jünger als dieser hier sind und längst die ersten Geigen vergleichsweise übernommen haben. In der Hinsicht sind wir, denk ich, durchaus aufgeschlossen. (Scheint aber nicht jede Person so zu erleben...)
Wie steht es mit der Wirkung nach außen? Na ja, hier werde ich wirklich provokant und frage: Who cares? Sicherlich muß die Kirche beizeiten auf die Menschen zugehen, aber nicht jeder Teil der Kirche, schon gar nicht jeder der Blogozese. Sicherlich könnte man nun den eigenen Saft kritisieren, und sagen, daß das Reden nur mit Leuten aus der eigenen Gruppierung dumm mache (...wobei Naturwissenschaftler nicht oft mit Crackpot Scientists reden...) - aber zumindest ich finde etwas enger geschlossene Kreise durchaus reizvoll. Ich habe mich schon auf diversen subkulturellen Foren herumgetrieben, die nicht erstmal eine Seite "xyz für dummies" boten. Man liest sich ein und ehe man sich versieht kann man mitreden. Gerade dieses ungeschönte Erleben einer Subkultur hat mich immer gereizt. Ich denke, eine große Stärke der Blogozese ist, die mit der Kirche verbundene Subkultur - mit ihren eigenen Debattenthemen, ihren Redewendungen, ihren Insidern - mal ungeschönt zu erleben.

- Grandios fand ich das Komplet- und Vesperbeten. Ich habe bei der Vesper mich (leider eher kläglich) als Glöckner versucht. Dazu brauche ich mehr Chuzpe - wahrscheinlich ist es das, was Quasimodo in seinem Buckel mit sich rumschleppt - ne ordentliche Portion Chuzpe. 
Am Samstag abend haben dilettantus, echo romeo und Claudia ein Lieder-, Tanz- und Rezitationsprogramm vom Feinsten präsentiert, denn auch Dunkelkatholiken wissen zu feiern. Wenn Interesse besteht, kann ich ein Video davon hochladen. Zu mehr hat leider der Speicherplatz nicht gereicht. 

Sodele - Bloggertreffen vorbei, wat nu? Ich habe schon angekündigt, daß ich vorhabe, wieder mehr zu schreiben. Mal sehen, wie gut das läuft, hehe... aber man kann ja dran arbeiten. Ich hoffe, daß ich mit dafür verantwortlich sein werde, daß man unter dem Begriff "Distributismus", "Rerum Novarum", "Katholische Soziallehre" bei google in Zukunft mehr deutschsprachiges findet (auch wenn hier manche Leute schon Pionierarbeit geleistet haben...). Ansonsten werde ich generell mal wieder mehr schreiben - hoffentlich trotz aller Widrigkeiten unserer Zeit eher fröhliches, amüsantes und (mein Spezialgebiet) nerdiges. 

Man liest sich also!

Freitag, Mai 10, 2013

Dringende Gebetsbitte

Ein Priester vom Werk, der mir sehr viel bedeutet, ist im Krankenhaus. Es ist unklar, ob er jemals wieder gesund ist, ob er es überlebt...

Dieser Priester ist seit zehn Jahren mein Beichtvater gewesen. Er war, auch wenn ich beim "Sie" blieb, mir immer ein guter Freund, hatte ein offenes Ohr für meine Nöte, aber auch für meine Flausen. Ein eifriger Apple- und Tolkien-Nerd, der in Betrachtungen auch gern mal über diese Themen oder Fußball sprach.

Bitte betet für diesen guten Mann Gottes.

Mittwoch, Mai 08, 2013

HEIEIEI

Ich lebe noch! Und so kurz vor dem Bloggertreffen sollte ich vielleicht dieses mein Leben auch mal wieder auf dem Weblog zelebrieren!

Also: Die gute Nachricht ist, daß ich noch lebe. Ebenso wird dieser Weblog weiter existieren und ich hoffe, nun endlich mal wieder zu mehr Schreiben zu kommen.

Irgendwie war ich in den letzten Monaten etwas aus der Puste. Die Vorkommnisse in der Welt, über die man schreiben könnte, überschlagen sich, man kann manchmal gar nicht so viel essen, wie man kotzen kann, und darüber dann Artikel zu schreiben war ich leid, um ehrlich zu sein. Ich habe gesehen, daß das unbeschwerte der ersten Jahre auf dem Blog etwas zurückgegangen ist. Dementsprechend hoffe ich, mal wieder mehr aus meinem Leben zu bringen.
Zweite Hoffnung ist, endlich einen Traum zu verwirklichen und mehr über Distributismus schreiben, aber mal sehen ob das was wird (Phil und Projekte, höhö).

Joa, was tat sich in dem Leben von mir und meiner Liebsten? Ich denke, wir sind inzwischen gut in Jena angekommen. Gerade sitzen wir in unserer Couchecke und surfen im Internet, ich blicke auf das kleine Auenland vor unserem Balkon herab. Ok, das Auenland ist in Wirklichkeit ein Autobahntunnel, insgesamt sieht das Panorama aber so aus, als hätten die Beutlins einen Hornbach und die Tuks ein Autohaus gebaut - wunderschöne Melange von thüringischer Idylle und Technik. Man kann in der Gegend wunderbar wandern gehen (wenn nur die FSME-verseuchten Zecken nicht wären), es gibt Weiderind hier, und wenn ich mal Heimweh habe ist Berlin nicht wirklich weit.

Wonach ich mich hier wirklich sehne ist ein etwas abwechslungsreicheres religiöses Leben. Die Gemeinde ist in Ordnung, haut mich aber bezüglich der Spiritualität nicht um. Generell fehlt mir der liturgische Reichtum, den die katholische Kirche in Berlin zu bieten hat. Aber wie gesagt, Berlin ist nicht weit.

Wie schon gesagt, ich hoffe, daß hier wieder mehr kommt, betet doch mal dafür, daß ich mitm Schreiben es etwas ernster nehme.

Und was einige von euch betrifft: Bis Freitag, dudes und dudettes!

Freitag, April 12, 2013

Think big!

Mein Vater hat hier vor einiger Zeit angeregt, weniger darüber nachzudenken, wie man den Glauben möglichst klein-klein leben kann, sondern eine große Vision vorgestellt. Ein ähnlicher Geist, einer, den ich sehr gut finde, weht in der St. Peter Parish in Omaha, Nebraska. Als ein Priester 2004 begann, sich um diese Gemeinde zu kümmern, bot sowohl das Kirchengebäude als auch die Gemeinde selbst einen kläglichen Anblick; die Kirche war heruntergekommen, die ursprünglich gute Gegend um die Kirche hat sich zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt und die Anzahl der Kirchenbesucher war dramatisch zurückgegangen.

Nun wäre eine Strategie gewesen, einige Gemeinden zusammenzulegen. Eine andere wäre gewesen, die Kirche in schlichtem Betongrau rein funktional aufzubauen. Das Geld kann man ja für andere, wichtigere Dinge ausgeben. Oder?

Der Pfarrer verfolgte einen anderen Plan: Er restaurierte die Kirche, die Schönheit im Fokus habend. Er bot Beichtgelegenheiten täglich an. Er bot Vespergebet täglich an. Er veranstaltete eucharistische Prozessionen.

Und die Saat geht auf.

Ich denke, diese Gemeinde in Omaha sollte uns ein Vorbild sein.

Ich jedenfalls werde mir die DVD kaufen.

Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.

In dieser Termite wartet träumend der tote Cthulhu

Sorry, fand ich aber zu awesome, als daß ich es nicht teile.

Sonntag, April 07, 2013

Na, Herzlichsten!

Ich lese gerade, daß Catholicism-Wow seinen zehnjährigen feiert. Da gratuliere ich herzlich und hoffe auf noch viele weitere zehnjährige Jubiläen!

Dybarts Blog war wahrscheinlich einer der ersten, die ich gelesen hab und der mich inspirierte, diesen Blog zu lesen. Des weiteren machte er mich mit katholischen Hip Hop bekannt, motivierte mich, The Grand Inquisitor und The Big book of martyrszu kaufen und zeigte immer wieder die fröhliche Seite unseres Glaubens. Oh, und machte mich mit Stones bekannt!

Dybart, Dein Blog ist gerade in letzter Zeit, in der es nicht immer einfach ist, Katholik zu sein, a breath of fresh air. Herzlichen Dank und Gottes Segen dafür!

Samstag, April 06, 2013

Frauen kontra Femen

Elsa hat auf Widerstand von muslimischen Frauen gegen Femen aufmerksam gemacht. Im Geiste von Nostra Aetate rufe ich: Way to go, ladies!

Ich habe vor einiger Zeit (Eigenwerbung galore (GALore, pun intended)) auf eine Art des Protests gegen Femen aufmerksam gemacht, den ich nicht teilen kann. Wenn Frauen jedoch darauf aufmerksam machen, daß sie sich von Nackten Frauen eben nicht vertreten fühlen, dann verdient das meine Unterstützung. (Mal ganz davon abgesehen, daß die Femen-Früchtchen nicht gerade ein Beispiel für Emanzipation sind....)