Samstag, Februar 04, 2012

In Amiland beginnt eine Diktatur...

Militärpriester bekommen Maulkorb.

Irgendwie hoff ich ja noch, daß das amerikanische Volk klug genug ist, eine aufkeimende Diktatur abzuwählen, wenn man noch die Chance hat.

Ein mir sehr wichtiger neuer!

Kein geringerer als mein großer Bruder hat begonnen zu bloggen. Damit sind die Donnersöhne nun im Internet vertreten ;)

Auf der Noosphäre sind bisher zwei ruhig geschriebene apologetische Dinge und als aktueller Artikel etwas sehr lesenswertes über Derinkuyu, einer unterirdischen Stadt in Kappadokien.

Also, willkommen, bro!

Mikrokunst

Alipius hat zwei beeindruckende Dinge in Sachen Mikrokunst vorgestellt. Johannes und der Predigtgärtner legten nach. Alles sehr beeindruckende Kunst, die man mit "klein, aber oho!" zusammenfassen kann.

Nun fragte ich mich als Physiker, ob ich da nicht noch mehr nachlegen kann. Wie wäre es mit Nanokunst?

Bei IBM Almaden wird STM-Kunst als Sport betrieben. Dabei werden dann bspw. Atome derart angeordnet, daß die elektronischen Ladungsverteilungen schöne Wellenmuster hinterläßt.

Ein Klassiker hierfür ist das so genannte Stadium Corral, was aus Eisenatomen auf Kupfer gebaut ist:

Freitag, Februar 03, 2012

Kettenhunde Seiner Heiligkeit



Wehe, wenn die Ketten reißen...

Hier mein Beitrag zur großen philosophischen Frage wer sind wir eigentlich ?

Und als zugabe hier noch die Elsa Kangal Edition :

Donnerstag, Februar 02, 2012

Männerfilme!

Ich dachte, nach so viel katholischen Reviermarkierens präsentiere ich auch mal wat janz profanes, nämlich Filme, bei denen Die Stimme rauher wird, das Brusthaar sprießt und Testosteron Pogo tanzt.

Als sanfte Überleitung erstmal ein kurzer Film, in dem alte Christeros (ohhh yeah!) interviewt werden.

Kann ich als alter Fan der Christeros natürlich nur empfehlen. Schade ist, daß der Mensch, der auf seiten der Regierung kämpfte, nicht genauer interviewt wird, schließlich ist er erstmal ein Mensch und dann vielleicht ein Gegner. Aber recht schönes Zeugnis der rabiateren Art.

So, kommen wir zum profaneren.

Sodele, ein Film über die Gang-Schlägereien zw. Punks und Edgern, die in Amiland durchaus vorkamen. Ist zwar nicht so, daß ich ständig Punk/Straight Edge höre (auch wenn ich als nicht mehr trinkender Straight edge revenge von Project X schon geil finde), aber der Film ist grandios. Es geht um einen jungen Expunk, der in Europa zum Straight Edger wurde und in seiner Heimatstadt nun seinen Augen nicht trauen kann, weil sich seine ehemaligen Freunde gegenseitig aufs Maul geben. Für Leute, die durchaus hartes Geschrammel hören, ist der Film echt empfehlenswert; die Castlist ist mit Leuten aus beiden Szenen besetzt, wenn bestimmte Hauptrollen auftreten läuft Musik ihrer Bands im Hintergrund (Was beim Hauptprotagonisten zu ziemlich lamer Musik führt...), alles kulminiert in einer Prügelei, in der auch noch Rednecks mitmischen... schön primitives Vergnügen.


Wenn wir schon bei primitiven Vergnügen sind, kann ich natürlich Knuckle nur jedem echten Mann ans Herz legen. Wobei das einer der Filme ist, bei denen ich zwiegespalten bin, geht es doch um bare knuckle Kämpfe zw. Travellern. Und das, was man sieht, sind eben auch echte Kämpfe (ja, da merkt man mein Faible für MMA auch durchkommen - hach, wenn ich doch nur etwas sportlicher wäre....).
In besagten Film wird recht kommentarlos eine Familienfehde zw. verschiedenen Traveller-Clans dargestellt. Es kommen die Männer zu Wort (und zu, äh, Faust), die Familien werden beleuchtet etc. Was mir gefällt ist, daß ohne Kommentar einer Erzählerstimme, sondern durch einige Frauen, die Idiotie dieser Kämpfe klarwird; schließlich heiraten die Familien untereinander, und so kämpfen dann manchmal Cousins gegen einander. Was mir jedoch auch gefällt, ist, daß hier zwar einerseits man etwas Bandenkämpfen nicht ähnliches sieht, andererseits aber durchaus gewisser Anstand herrscht und so bei den Kämpfen Fairness wichtig ist.


Powerlifting - the movie. Now, we're talking. Hier gehts nicht um so ein Bodybuildingschrott oder Mens health-hafte zelebrierte Metrosexualität Marke "So sehen Sie schön aus". Nee, this is the real deal, es geht um verdammt starke Männer und Frauen. Dieser Film ist eine Doku über Powerlifting - d.h. Wettkämpfe in einer Art Kraftdreikampf bestehend aus Kniebeuge, Kreuzheben und Bankdrücken -, die die Wettkämpfer sehr gut darstellt. Ein Film, den ich mir unbedingt mal wieder ansehen muß, motiviert er doch wahnsinnig zum Training (und ich bin fett geworden, oh boy...).


Pulling John. Oh boy. Ein Film über Armdrücken. Need I say more? Und nein, ich rede nicht von Over the top (auch wenn ich den auch mal wieder sehen muß). Und ja, eigentlich müßten hier Rocky I-VI und Rambo I-IV stehen, aber das ist ohnehin imho Pflichtprogramm für jedermann. Speaking of which, ich denke, ich werd heute abend Rocky IV sehen.
Aber kommen wir zu Pulling John zurück: Pulling John ist eine Dokumentation über zwei Armwrestler, die den (damaligen) Champion John Brzenk schlagen wollen. Einer ist aus Amiland, der andere aus Rußland. In der Reportage werden die Leben, das Training, natürlich das Armdrücken und die Personen selbst sehr schön dargestellt, weshalb ich den Film auch nur empfehlen kann. Und er enthält eine der coolsten Reden, die jemals vor dem Trinken eines Glases Wodkas gehalten wurden!

So, das wars dann erstmal mit Filmen. Das einzige, für das ich noch Werbung machen muß, ist der Heavy Equipment Kalender . Ein Jahr lang qualitativ extrem hochwertige Bilder von wirklich großen Maschinen. WIRKLICH GROSSEN MASCHINEN:

Ecclesia militans


(Quelle: Klick auf Bild)

In diesen Zeiten kann es manchmal helfen, sich an frühere Kämpfe zu erinnern. Das gibt Kraft (und zeigt, daß das katholische Ideal der Frau keineswegs nur das Heimchen am Herd ist).

VIVA LAS BRIGADAS FEMENINAS! VIVA CHRISTO REY!

Mittwoch, Februar 01, 2012

Anzügliches Höhö.

Kürzlich las ich von einem klugen Gottlosen:

Religion is like a penis. Its fine to have one. Its fine to be proud of it. But please don't whip it out in public and start waving it around. And PLEASE don'T shove it down my childrens' throats.


Well.... Das heißt also, daß der Atheist keinen Penis hat.

ICH hab das nie behauptet!

Dienstag, Januar 31, 2012

Singleparty für Katholiken

Also, nicht nur, daß ich es nicht mehr brauche, schließlich wird im Mai geheiratet (btw.: betet mal dafür, daß das STANDESAMT BERLIN MITTE mal sowas wie Kundenservice und Kulanz aufbietet... kein Wunder, daß so wenig heiraten, wenn die Ämter da so einen Amtsscheiß draus machen). Ich ärgere mich auch nicht, daß es nicht früher solche Parties in Berlin gab, schließlich hätte das vielleicht das Treffen mit meiner zukünftigen Frau schwieriger gestaltet.

Aber da ich lang genug katholischer Single, der ob dessen auch mit dem Herrn hadern konnte, war, fühle ich mich gezwungen, für diese Veranstaltung Werbung zu machen.

Eine Singleparty für gläubige Katholiken - das ist doch was! Voraussetzung ist ein Mindestalter von 21 Jahren, man muß GLÄUBIGER KATHOLIK sein (hach, Exklusivität :)) und vorher sich online anmelden.

Also, falls Du in Berlin wohnst, aufrecht katholisch und über 21 bist und das andersgeschlechtliche Gegenstück noch nicht gefunden hast, dann wär das doch was!

Das ganze wird vom Dominikanerkloster St. Paulus in Berlin unterstützt (dessen Messen übrigens, so weit ich mich erinnere, durchaus einen Besuch wert sind).

Dienstag, Januar 24, 2012

Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Breulmann verlassen

Laut dem Jesuiten Breulmann ist das Theaterstück "Golgotha Picnic" ein Stück mit spannender Tiefengrammatik. Das sagte er bei einer Gesprächsrunde nach dem "umstrittenen" Stück (was man getrost auch als geistige Onanie eines Gottlosen bezeichnen kann, wie so viel "umstrittenes"...). Natürlich, ganz der Jesuit, hat er in dem Stück Punkte gefunden wo er sage "das Stück hat was". Wenn man Nietzsche gelesen habe, seien einem auch Gotteszweifel nicht fern. Ich hab nun nicht viel Nietzsche gelesen, was ich jedoch schade finde. Das was ich las, besticht durch eine unglaublich leidenschaftliche Sprache. Gotteszweifel wurden mir jedoch eher durch den Tod meiner Mutter als die Lektüre Nietzsches geläufig.

Halten wir kurz hier inne, weil ich zum eigentlichen oevre noch kommen will. Da wird ein offenkundig blasphemisches Stück aufgeführt. Unser Glaube an jenen Gott, der unter Todesqualen am Kreuz verreckte, wird mit Füßen getreten - übrigens in einer Zeit, in der das Christentum in nicht wenigen Gegenden der Welt verfolgt wird und in anderen, "zivilisierteren" man durch diesen Glauben durchaus ins gesellschaftliche Abseits geraten kann. Und selbst hier muß man noch auf Dialog machen!? Verzeihung, nicht zum Dialog, zum erbärmlichen Kriechtum sich entscheiden? Wirklicher "Dialog auf Augenhöhe" würde nämlich implizieren, daß man auch mal sagt, was einem nicht gefällt, was man eine absolute Frechheit findet. In dem Sinne finde ich alle Protestaktionen, alle scharfen Mails an das Hamburger Theater deutlich mehr Dialog auf Augenhöhe (übrigens etwas, was viele "Provozierende" nowadays nicht mehr wissen: Wer provozieren will, muß mit antworten rechnen). Aber gerade Jesuiten scheinen das ja nicht mehr zu können. Man kann gar nicht zählen, wie viele Jesuiten sich hier sicherlich im Grabe umdrehen. Wahrscheinlich könnte man mit ihnen Drehmotoren betreiben und die Energieprobleme der Welt ein für allemal lösen.

Aber kommen wir zum eigentlichen, wirklich ganz exquisiten Meisterstück dieses "Theologen". Er entblödet sich tatsächlich, in diesem Zusammenhang aufzuzeigen, daß Jesu Worte am Kreuz "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" im Kern blasphemisch seien.

Es tut mir leid, daß ich derart harte Worte, die sicherlich für Herrn Breulmann beleidigend sind, finde, aber ich kann spontan gar nicht aufzeigen, auf wie vielen Ebenen das absoluter Schwachsinn ist! Oh, absoluter Schwachsinn, nur dazu erzählt, um sich mal wieder als "weltoffener" Dhimmi einer säkularisierten Welt zu präsentieren. Aber einige dieser Ebenen können wir ja mal gemeinsam untersuchen:

- Jesus sagte am Kreuz, durch Qualen zermürbt nachdem er verprügelt, gegeißelt, verhöhnt, mit Dornen gekrönt wurde, nachdem Nägel durch seinen Körper gejagt wurden, um ihn an dem Kreuz, daß er vorher tragen mußte, festzunageln... nach unsäglichen Qualen, die sich gottlob der durchschnittliche Leser dieses Blogs und Besucher besagtem Theaterstücks nicht vorstellen kann - nach diesen Qualen, schon im Delirium findet er die Worte "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Selbst wenn wir die These, diese Worte seien blasphemisch, geltend machen wollen - also mir kommt es irgendwie so vor, als würde ein solcher Mensch mehr Recht für solche Worte haben als irgendein Jockel nowadays.

- "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" versus Jesus als Terrorist, halbnackten Frauen, die gekreuzigt werden, Detailaufnahmen von Genitalien.... come on, Breulmann, need I say more? Diesen Satz, selbst wenn wir alles andere weglassen, mit dem Theaterstück zu vergleichen, ist, als würde man die Gewalt in Postal 2 damit rechtfertigen, weil man ja bei Schach auch Bauern schlagen kann.

- Einer Truppe Menschen dasselbe "blasphemierecht" einräumen wie Gott selbst ist, selbst für einen Jesuiten, doch etwas gewagt. Es ist immer noch ein Unterschied, ob ich mich einen Vollidioten nenne oder von Dritten ein Theaterstück aufgeführt wird mit eben diesem Thema.

- Und nun muß man doch endlich die Frage stellen, wann Herr Breulmann das letzte Mal in die Bibel guckte. Selbst wenn man meinen würde, dies seien seine letzten Worte gewesen (Und "Es ist vollbracht" aus Johannes ignorieren wollen) - Bitte Herr Breulmann, auch sie sind doch fähig, querverweise zu sehen, wenn es welche gibt! Was ist denn bitteschön mit Psalm 22? Ohhh, da liest man ja auch (DUNH DUNH DUNH) "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wahrscheinlich ist auch der Psalmist blasphemisch. Das kann man aber nur sagen, wenn man entweder die Bibel - ach was, den Psalm alleine! - nicht gelesen hat oder einfach nur als dummes Schoßhündchen hübsch hübsch den Gutsprech der Welt plappern will.

Mann, bin ich sauer.

Freitag, Januar 20, 2012

Kommentar

Eigentlich wollte ich das bei Elsa als Kommentar schreiben, da aber das gros nicht zu ihrem Artikel direkt passte (öhm, und ich auch mal wieder hier was schreiben kann...), schreib ich den Kommentar mal hier.

Ich mach mir, wie so viele Leute, ein wenig über unsere Kirche Sorgen, gerade hier in Deutschland. Da wird dann eine "gemeinsame Wallfahrt mit unseren protestantischen Glaubensbrüdern" durchgeführt. Man macht sich auf, um "Dialog auf Augenhöhe" zu betreiben. Man "versucht, sich gegenseitig (?) zu verstehen". Gemeinsame Papiere werden verfasst, in denen eine Ablehnung von Gewalt, Ungerechtigkeit und Ausbeutung betont wird. Man sitzt in Ethikkomissionen, und so weiter und so fort.

Das ist alles nicht per se schlecht oder so, möchte ich nicht behaupten. Aber wenn ich höre, daß das gelebte Nächstenliebe sei, dann frage ich mich, was aus dem Anspruch "ein Herz und eine Seele" zu sein, geworden ist. An vielen Stellen sieht es so aus, als würde die wirtschaftliche Welt aus den Fugen geraten. Die Armut wächst, nicht nur in Afrika, auch hier. In Zeiten der Ehescheidungen, der karrieresuchenden Arbeitsnomaden (man könnte vllt auch zum Teil Lohnsklaven sagen), in Zeiten, in denen ein Großteil des Tages vor dem Computer verbracht wird, sind vereinsamte, isolierte Menschen durchaus eine Art Volkskrankheit geworden.
"Seht, wie sie einander lieben" - könnte es nicht sein, daß die Kirche, bevor sie Grundsatzpapiere mit den Protestanten durchspricht, bevor die nächste (verzeihung) halbgar und erlahmt klingende Resolution zum Thema Europa geschrieben wird, daß die Kirche hier ein riesiges Arbeitsfeld hat? Eines, daß sie durch die zwei Jahrtausende hinweg auf immer neue Art bearbeitet hat?

Ich denke, diese Art von praktischer Nächstenliebe, das Gefühl, in einer Gemeinde nicht allein zu sein, das sich gegenseitig auffangen etc ist etwas, was wir an sich der Welt voraushaben könnten und sollten. Vielleicht hat man an manchen Artikeln gemerkt, daß ich seit einiger Zeit mich stark mit Distributismus beschäftige. Nun mag man von diesem Ansatz halten was man will, als Christ jedoch sollte bei allen wichtigen Punkten jedoch die praktische Nächstenliebe nicht zu kurz kommen. Und die sollte sich nicht in Almosen oder Förderprogrammen erschöpfen, sondern eben auch darin, daß man sich in einer Gemeinde wieder beheimatet fühlt. Dazu müssen jedoch auch die Gemeinden aufhören, sich über "Einbindung der Frau", "Pfarrinitiativen", etc. Gedanken zu machen, sondern müssen sich bemühen, dem Ideal der Apostelgeschichte nachzueifern.

Ich weiß, daß ein weiter Weg vor uns liegt, und auch ich hab da noch viel zu tun. Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, wie mein erster Schritt aussehen kann (da könnt ihr mir ja helfen ;)), aber ich denke, daß die Kirche auch in diese Richtung denken muß.