Donnerstag, Juni 11, 2015

Calling all catholic Evel Knivels

Morgen hole ich eine Schuld aus meiner Jugend nach und mach meine praktische Führerscheinprüfung. Nun ist es nicht so, daß die letzten Übungsfahrten alle fehlerfrei liefen. Bitte betet doch für den kleinen Nerd, daß er morgen besteht.

Samstag, Juni 06, 2015

Warum ich Katholik bleibe #whyIremaincatholic

In der englischsprachigen Blogozese gibt es gerade das Mem mit dem Hashtag #whyIremaincatholic. Ich denke, das kann man hier in der deutschen Szene auch mal fragen. Gerade hier, wo Bischöfe sich das Ausschlachten von lebenden Menschen aussprechen , Bischöfe sich offen gegen das Lehramt der Kirche stellen und im Zuge einer Enzyklika, die ich eher mit Sorge denn mit Freude erwarte kann man die Frage schon stellen.

Warum bleibe ich Katholik? Bleibe ich Katholik, auf jeden Fall?

Kurze Antwort auf die Frage: Ich werde, so Gott will, mein Leben lang Katholik bleiben (korrektur: Ich werde, so Gott will, bis in alle Ewigkeit Katholik bleiben - hienieden in der Ecclesia militans, in Ewigkeit dann in der triumphierenden Kirche, dazwischen sicherlich eine Weile in der leidenden im Fegefeuer). Im irrationalen Fall, daß der Heilige Vater in der kommenden Enzyklika jeden "Klimaleugner" exkommunizieren würde, würde ich zwar nicht mehr die Kommunion empfangen (es sei denn natürlich, meine Überzeugung in dieser Frage wird sich wegen neuen Erkenntnissen ändern) , aber dennoch möglichst jeden Sonn- und Feiertag zur Kirche gehen. Ich würde hinten sitzen bleiben, für die Kirche, den Papst und die Welt beten - wie ich mich kenne, dabei ein wenig hadern - und treu bleiben.

Warum? Letztlich kann es niemand besser ausdrücken als der erste Papst selbst: Domine, ad quem ibimus ? verba vitæ æternæ habes. Selbst wenn ich wollte könnte ich der Kirche nicht untreu werden. Dort, wo Kirche ist, ist Gott, ist die absolute Wahrheit, ist das Ziel jeder anderen Wahrheit.

Ich hatte, wie die Leute, die diesen Blog länger kennen, durchaus Phasen, wo ich mit Gott ziemlich im Clinch war. Doch auch in diesen Phasen konnte ich Gott nicht lang lassen. Denn an zwei Realitäten kommt man trotz aller Widrigkeiten, aller Widerstände im Leben nicht vorbei:

- Gott ist real
- Gott ist die Liebe

Selbst wenn man Gott läßt, läßt Gott einen nicht. Vor ihm ist die Finsternis nicht finster.

Und so stellt es sich eben auch mit der Kirche dar: Wo Kirche ist, ist das Allerheiligste, "da hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut" (HARHAR, NGL-Attacke!).

Ich könnte noch mehr anführen - die intelligenten Köpfe in der Kirche, die Heiligen, die Liturgie selbst, aber letztlich führt alles auf diese Wahrheit: der dreieinige Gott, die absolute Wahrheit, das Ende der Sinnsuche findet sich in dieser Kirche - vollkommen egal, wie Laien, Priester, Bischöfe verhalten.

Was ist für euch der Grund?

Mittwoch, April 15, 2015

Regierungen, Menschenrechte und anderes von Chesterton!

Wie ihr vielleicht wißt, bin ich in der Deutschen Chesterton Gesellschaft aktiv. Im Rahmen dieser Aktivität habe ich einen kurzen Aufsatz von Chesterton zum Thema "Regierung und Menschenrechte" (Government and the Rights of Man) übersetzt. Der interessierte Leser kann diese Übersetzung und (bisher!) zwei andere hier finden.

Samstag, März 21, 2015

Einen Gott namens Wissenschaft...

... und einen Gott namens Daten will Herr Schmiechen in seinem Essay hier verehren. Ich habe weder was gegen Big Data noch gegen Datenanalyse (letztlich ist es z.Zt. mein Hauptmetier und -plaisir auf Arbeit) noch gegen Machine learning. Ein Hobby von mir ist, mich mit algorithmic trading zu beschäftigen. Also: Daten = geile Sache. Soweit gehe ich mit. Ich denke auch, daß viele Ängste bezüglich der Datenmengen im Internet aufgebauscht und übertrieben sind. Soweit vollkommen d'accord. Aber wie zum Geier soll man einen Artikel weiterlesen, der so beginnt?

Die Wissenschaften wurden Jahrhunderte lang als Bedrohung empfunden. Die Menschen sollten glauben und nicht wissen. Doch je mehr sich die Wissenschaft ausbreitete und ihre Verfahren verfeinerte, je genauer sie in der Lage war, die Welt der Dinge um uns herum zu beschreiben, desto kleiner wurde scheinbar der Raum für den Glauben. So empfand es zumindest die Kirche. Bis zum letzten Elementarteilchen verteidigte sie den schwindenden Rest des Unaufgeklärten als Wirkungsort ihres Schöpfers. Eine Taktik, die zum Scheitern verurteilt war. Die Wissenschaft ließ sich nicht aufhalten. Auch nicht mit Gewalt. Galileo Galilei bekam sie zu spüren, weil er zum Missfallen der Kirche verstanden hatte, dass die Erde nicht der Mittelpunkt unseres Sonnensystems ist. Im Jahr 1992 wurde er rehabilitiert. Mehr als 350 Jahre brauchte die Kirche, um zu verstehen, dass Glaube und Wissen sich nicht ausschließen.

Ich habe darauf geantwortet, kann man ja dort lesen. Diese "Glauben vs Wissen"-Sache, die hier aufgebauscht wird, findet sich bei solchen Verehrern des neuen Messias St.!!SCIENCE!!! in einer interessanten Form: Man glaubt der Wissenschaft. Und man glaubt ihr bedingungslos. Jedem noch so beschissenen Artikel, der nur ", Science says." hinter dem restlichen Titel hat, schenkt man sein vollstes Vertrauen. Und solche Leute wollen einem mit "Die Kirche unterdrückt Wissenschaft" kommen? Ich hatte schon vor einiger Zeit über dem Unterschied zwischen guter Wissenschaft und dieser Travestie von Wissenschaft, wie sie sich  bei Big (s)think, teilweise bei TED und Leuten wie Neil deGrasse Tyson und Bill Nye findet, geschrieben. Und allen "I FUCKIN LOVE !!!SCIENCE!!"-Fans - und dem Schreiber der obigen Zeilen - kann ich nur sagen, daß, wenn es soweit kommen sollte,  es eure vollkommen blinde Götzenanbetung einer Wissenschaft, die ihr nicht kennt, sein wird, die uns in ein Zeitalter der Geistesfinsternis stürzen wird.

A propos Finsternis: Genug geärgert, ich schlafe jetzt. Nacht.

Freitag, März 06, 2015

Die Kollision ganzer Universen

Ich glaube manchmal, daß meine Leidenschaften z.T ein Venn-Diagramm bestehend aus isolierten Kreisen ergebne würden. So bspw Internet-Nerderei und Katholizismus. Und dann sehe ich das hier auf kath.net:

BOXXY. AUF KATH.NET

Alter, ich bin sowas von mindblown.

Montag, März 02, 2015

Meh, ich hinke hinterher ;)

Sorry dafür.

Also, was für Bücher sind in den letzten Tagen noch dazu gekommen?

- Jürgen Reis, das Peak Prinzip: Ich glaube, daß das das zweite Buch war, was ich mir zum Thema Krafttraining gekauft habe. Es hat mich mit Dingen wie Einsatz-Training und HIT in Verbindung gebracht, was immer noch die Trainingskonzepte sind, die ich für am sinnvollsten halte (auch wenn ich ziemlich schlampig nowadays trainiere - ich könnte bspw jetzt auch was machen). Der reißerische Stil geht einem bloß ziemlich auf die Nüsse. Außerdem habe ich mich deutlich weiterbewegt, weshalb das Buch seit inzwischen fast zehn Jahren nur im Regal stand.

- Alfred Bester - the stars are my destination: Ich habe dieses Buch von meinem Vorgesetzten bei einer Entrümpelungsaktion seinerseits geschenkt bekommen. Auch wenn alle Beschreibungen durchaus vielversprechend sind werde ich es weggeben. Ich habe noch einiges anderes zu lesen, und falls ich dieses Buch lesen will kann ich es mir wieder besorgen.

- Günter Grass - Hundejahre: IN ENGLISCHER ÜBERSETZUNG. Hmpf. Mal ganz davon abgesehen, daß ich nie ein Grass-Fan war, mal ganz davon abgesehen, daß er weder Gedichte schreiben noch die politische Lage erfassen kann, mal ganz von seinerVergangenheit in der Waffen-SS abgesehen - eine englische Übersetzung eines deutschen Werkes muß ich nicht haben ;)

Heute muß ich noch ein Buch aussortieren, aber dazu vllt heute abend. Vielleicht werde ich auch diese "Entmüllungsberichte" auf einmal die Woche reduzieren und ansonsten vielleicht über andere Dinge bloggen. Ma kieken.